Los 5013

Bruegel d. Ä., Pieter - nach
(um 1525 Breda - 1569 Brüssel)Solicitudo rustica

Schätzung
12.000€ (US$ 12,632)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 5013 - Bruegel d. Ä., Pieter - nach - Solicitudo rustica  - 0 - thumbExtragroße Abbildung

Aus dem Katalog
Low Countries – Niederländische Druckgraphik
Auktionsdatum 1.6.2022

Lot 5013, Auction  119, Bruegel d. Ä., Pieter - nach, Solicitudo rustica

nach. Solicitudo rustica (Dörfliche Sorgen).
Kupferstich von Johannes und Lucas Doetecum. 32,3 x 42,7 cm. Bastelaer 12, Hollstein 9, Orenstein (New Hollstein) 55 I (von II).

Wenn Joachim Patinir als Begründer der niederländischen Landschaftsmalerei gilt, so muss man in Pieter Bruegel ihren größten Erneurer sehen. Sein von einer humanistischen Haltung geprägter Blick auf das Diesseits verlieh den unscheinbarsten Dingen eine bis dahin ungekannte Bildwürdigkeit. Ausschlaggebend für Bruegels Landschaftskonzeption war eine längere Italienreise zwischen 1551 und 1554. Auf seiner Rückreise prägten ihn vor allem die Gegenden um das Tessin, den Gotthard sowie Graubünden und Tirol und so wird berichtet, dass Bruegel während seiner Alpenreise die Eindrücke der Berge und Flüsse verschlang, um sie nach seiner Rückkehr nach Antwerpen auf seine Bilder auszuspucken (Karel van Mander, 1604, Schilder-boeck). Die entstandenen topographischen Zeichnungen bildeten die Grundlage der Zwölf großen Landschaften, die ab 1555 für den Verlag von Hieronymus Cock entstanden. Sie markieren gleichsam den Übergang von der imaginierten Weltlandschaft zu der gelebten Überschaulandschaft (Matthias Wohlgemuth). Solicitudo rustica ist zweifellos eine der schönsten Darstellungen der Folge, in der Bruegel zahlreiche winzige Figuren mit alltäglichen Aufgaben einbettet, aber auch Momente der Muße festhält.
Mit der Adresse von Hieronymus Cock. Brillanter, zarttoniger und differenzierter Abzug mit feinem Rändchen um die Facette. Verso leichte geglätte Mittelfalte mit zarten Trockenfältchen, oben unauffällige diagonale, geglätette Quetschspur mit dezenten Retuschepunkten, unmerkliche Ausbesserungen in den oberen Eckenspitzen sowie rechts mittig, die weißen Eckenspitzen angeschrägt, sonst vollkommen und tadellos schön erhaltenes Exemplar.

Ausstellung: Ausst. Een Rijke Traditie - Twee Eeuwen Nederlandse Prentkunst uit Privébezit, Amsterdam 2015.

Literatur: Ausst. Kat. Amsterdam 2015, Een Rijke Traditie - Twee Eeuwen Nederlandse Prentkunst uit Privébezit, hrsg. vom Museum Het Rembrandthuis, S. 30, Nr. 16 a mit Abb.


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