Los 2892

Breidenbach, Bernhard von
(1440-1497)in terram sanctam, deutsch.

Zuschlag
55.000€ (US$ 57,895)

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Aus dem Katalog
„Mare Aeternum“
Auktionsdatum 6.4.2022

Lot 2892, Auction  119, Breidenbach, Bernhard von, in terram sanctam, deutsch.

Die erste realistisch illustrierte Mittelmeerreise - mit Ansichten von Venedig und Jerusalem
Breidenbach, Bernhard von. Peregrinatio in terram sanctam, deutsch. Die heyligen reyssen gen Jherusalem. 112 nn. Bl. Mit zahlreichen roten Lombarden und wenigen braunen Textunterstreichungen, großem koloriertem Titelholzschnitt und wdhl. koloriertem Textholzschnitt (Grabeskirche) sowie 6 kolorierten kleineren Textholzschnitten und 7 Holzschnitt-Tabellen, koloriertem ganzseitigen Holzschnitt. Ferner mit 7 teils doppelblattgroßen, teils gefalteten kolorierten Holzschnitt-Tafeln mit Ansichten und 14 (7 kolorierten) Textholzschnitten. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rücken erneuert, mehrere Wurmlöcher und Wurmgänge, kleine Fehlstellen, Schließen alt erneuert, Remboîtage unter Verwendung älteren Vorsatzpapiers) über leicht nach innen abgefasten schweren Holzdeckeln mit Streicheisenlinien und Präge- sowie Rollenstempeln mit Blüten und Rautenranken sowie einer Jagdrolle. Speyer, Peter Drach, zwischen 1502 und 1505.
ISTC ib01195000. GW IV Sp.656a. Hain 3958. VD16 B 8259. Schreiber 3632. Goff B-1195. CIH S. 263. IBEPostinc 59. IBPPostinc 14. IGI I S. 266. Pellechet 2984. CRF V, 229. CRF XIII, 235. VB 2026.5. BSB-Ink B-913. CIBN I, 400. Proctor 158. BMC II, 499. Borm IG 599. Collijn 1173. Davies, EGB, 97. Sack 816a. Schlechter-Ries 422. Walsh, Harvard, 866a. Fairfex-Murray 97. Davies VI. IA 124.180. – Dritte deutsche Ausgabe des ersten Reiseberichts der Neuzeit über Venedig ins Heilige Land, die Proctor noch dem Mainzer Erhard Reuwich zuschreibt, die aber neuerer Forschung gemäß in Speyer von Peter Drach gedruckt worden war. "The first illustrated book of travel ever printed, the folding panoramic views ... are the first authentic representaions of the famous places depicted, i. e. , the ports usually visited by every pilgrim of the period ... the artist was Erhard Reuwich ... graphically recording the impressions of the voyage" (Davis).

Der vorliegende Druck enthält die Holzschnitte, die Drach für die lateinische Ausgabe vom 24. November 1502 anfertigen lies, sie sind gegenüber dieser hier schon leicht abgenutzt und weisen wenige kleine Stegbrüche auf.

Die erste Ausgabe der "Pereginatio in terram sanctam" war am 11. Februar 1486 (Goff B-1189) erschienen. Vorliegende Ausgabe wird in sämtlichen Quellenverzeichnissen meist noch als Inkunabel bzw. als unmittelbare Postinkunabel geführt. Und in der Tat erscheint dieses Exemplar auch optisch unverwechselbar als Inkunabel. "Das künstlerisch bedeutendste Werk unter den illustrierten Mainzer Frühdrucken und eines der berühmtesten Bücher, die seit der Erfindung Gutenbergs in Mainz erschienen sind. Bernhard von Breydenbach, der 1497 gestorbene Mainzer Domdekan, beschreibt darin seine dreivierteljährige Pilgerfahrt zum Grabe Christi in Jerusalem und zum Grabe der Heiligen Katharina von Alexandria auf dem Berge Sinai, die er 1483/1484 zusammen mit dem Grafen Johann zu Solms, dem Ritter Philipp von Bicken und dem Maler Erhard Reuwich von Utrecht unternommen hatte. Der in ihrer Zeit einzigartigen Illustration, die Reuwich auf Grund seiner Reiseskizzen geschaffen hat, verdankt das Werk seine Berühmtheit. Weithin bekannt sind in erster Linie die großformatigen, zum Teil von mehreren Holzstöcken abgedruckten und zu Falttafeln zusammengesetzten Ansichten von Venedig, Parenzo, Korfu, Modon, Kreta und Rhodos sowie die Landkarte von Palästina mit dem Stadtbild von Jerusalem. Die hohe künstlerische Qualität und technisch vollendete Ausführung des Bildwerks ist von kunsthistorischer Seite ebenso wie die große historische Bedeutung der Ansichten, der ersten der Wirklichkeit unmittelbar nachgebildeten topographisch‐landschaftlichen Städte‐Panoramen, oft gewürdigt worden" (Fuchs, Mainzer Frühdrucke 31). Mit diesem von ihm initiierten Werk hat Breydenbach zur Buch‐ und Literaturgeschichte des Spätmittelalters einen erheblichen Beitrag geleistet.

Die gefalteten Holzschnitt-Ansichten zeigen Venedig (ca. 160 x 29,5 cm) mit zwei Textseiten verso; Parens (ca. 40 x 29,5 cm) mit zwei Textseiten verso; Corfu (ca. 40 x 29,5 cm) mit zwei Textseiten verso; Modon (ca. 80 x 29,5 cm) mit zwei Textseiten verso; Candia (ca. 80 x 29,5 cm) mit zwei Textseiten verso; Rhodos (ca. 80 x 29,5 cm) mit zwei Textseiten verso; Jerusalem (ca. 130 x 30 cm) mit 2 rückseitigen Holzschnitten. – Die ersten zehn Blätter mit stärkeren Randläsuren, kleinen Wurmlöchlein sowie stärker fingerfleckig. Letzte 12 Blätter mit ebenfalls stärkeren Randläsuren und Wurmlöchern. Das letzte Blatt ist komplett alt aufgezogen und hinterlegt (nur recto sichtbar). Ganz oben im Bug durchweg eine kleine, nicht störende, da kaum sichtbare Papierfehlstelle, hier und da alte Hinterlegungen und Ausbesserungen. Einige Unterstreichungen von alter Hand.
Die Karten liegen in alt‐ und neu-restaurierter Form und im ordentlichem, sehr orginalgetreuem Kolorit vor und sind optisch meist vollständig, allerdings mit teilweisen Ergänzungen und retuschierten Fehlstellen: Ansicht von Venedig im Zentrum mit ca. 37 cm breiter und in hervorragender, kaum erkennbarer Retusche auf altem Papier ergänzter Fehlstelle. Rechter oberer Falz mit großer retuschierter Fehlstelle. Parens und Korfu im oberen Falz mit größerer retuschierter Fehlstelle. Modon im rechten oberen Falz sowie unten links mit retuschierten Fehlstellen. Ferner hier einige Wurmlöcher. Candia im rechten oberen Falz mit größerer retuschierter Fehlstelle. Mittelfalz mit Knittern, Schmutzflecken und kleinerer Fehlstelle. Rhodos im linken oberen Falz mit größerer retuschierter Fehlstelle. Rechter Falz mit Knittern, Schmutzflecken und kleinerer Fehlstelle. Jerusalemkarte mit größeren Fehlstellen an 3 Falzen oben. Die Karten teils mit kleineren Randläsuren, Einrissen und Hinterlegungen. Kartenbilder hiervon aber nicht betroffen. Insgesamt ein immerhin vollständiges, aufwendig aufbereitetes Exemplar dieses (auch in öffentlichen Sammlungen) häufig stark beschädigten oder unvollständigen Werkes. Aus dem Besitz eines Gregor Lofner mit dessen hs. Besitzvermerk auf dem Titel "Gregorii Lofner bürg[er] zu Gögge[r]ndorff" (wohl in der Steiermark).

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