Los 6035

Fiedler, Johann Christian
(1697 Pirna - 1765 Darmstadt)Friedrich der Große mit Feldherrenstab

Ergebnis
13.530€ (US$ 15,733) *

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Aus dem Katalog
Gemälde Alter und Neuerer Meister
Auktionsdatum 2.12.2021

Lot 6035, Auction  118, Fiedler, Johann Christian, Friedrich der Große mit Feldherrenstab

Friedrich der Große mit Feldherrenstab.
Öl auf Leinwand, doubliert. 145 x 110 cm. Verso von der Hand des Restaurators bez. "Joh. Chr. Fiedler pinx." (die Signatur Fiedlers auf der ursprünglichen Leinwandrückseite wiederholend).

Der Darmstädter Hofmaler Johann Christian Fiedler stammte aus einem wohlhabenden Elternhaus und studierte zunächst ab 1715 in Leipzig Jura, bevor er sich der Malerei zuwandte. Bereits im Jahre 1717 begann er, sich die Miniaturmalerei autodidaktisch anzueignen und konnte schon 1719 auf der Messe in Braunschweig eine eindrucksvolle Sammlung von Bildnissen vorstellen. Diese brachten ihm zahlreiche Portraitaufträge und ein Reisestipendium des Herzogs von Braunschweig mit Aussicht auf eine spätere Einstellung als Hofmaler ein. Fiedler begab sich daraufhin zum Studium für mehrere Jahre nach Paris, wo er bis 1724 blieb und sich vor allem an den Werken Largillières und Rigauds schulte. Auf dem Rückweg nach Braunschweig machte er Station am Hofe von Darmstadt, wo er so gut aufgenommen wurde, dass er dort sogleich eine Stelle antrat und schon 1725 zum Hofmaler ernannt wurde. Das vorliegende Gemälde geht wohl auf ein Gemälde von Antoine Pesne (1683-1757) aus dem Jahre 1739 zurück, das Friedrich kurz vor seiner Thronbesteigung als Kronprinzen zeigt und das sich heute im Schloss Brühl bei Bonn befinden soll. Es folgt dabei einem von Pesne für die Feldherrenportraits des Preußenkönigs entwickelten Darstellungtypus, der hier aber zugunsten der majestätischen Hauptfigur in zahlreichen Details abgewandelt ist. So ist die umgebende Szenerie reduziert und auf das Hauptmotiv fokussiert; auf den ansonsten häufig dargestellten Tisch mit dem königlichen Hermelin wird in der Version für den Darmstädter Hof verzichtet. Dafür ist der Dreispitz prominenter dargestellt und der Schmuck des Mantels weiter angereichert, auch der bei Pesne meist prominent sichtbare Zopf der Perücke ist zugunsten der majestätischen Statur des Dargestellten deutlich reduziert.

Provenienz: Wohl aus dem Besitz des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt (1868-1937).
Danach entsprechend einem Schreiben des Vorbesitzers vom 17. Oktober 1973 an den Direktor der Schlösser und Gärten Bad Homburg, Dr. Heinz Biehn, sowie einem Auszug eines undatierten Schreibens an die Tochter des MAN-Werksleiters, Dr. Richard Reinhardt, Ende der 1930er oder Anfang der 1940er Jahre in Mainz im Antiquariat Hofe (?) im Auftrag des Direktors des MAN Werkes Gustavsburg, für einen neuen Sitzungssaal erworben.
1947 (oder 1955?) Verkauf durch die MAN und Kauf durch den Vorbesitzer, der Werbeleiter des Werkes war. (Verso auf dem Keilrahmen Auslassschein und Zahlbestätigung der MAN Werke aus dem Jahre 1955).
Seitdem Privatbesitz Berlin.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

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