Los 3079

Kisch, Egon Erwin
(1885-1948)Geschichten aus sieben Ghettos

Zuschlag
2.600€ (US$ 3,023)

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Aus dem Katalog
„Egon Erwin Kisch“
Auktionsdatum 13.10.2021

Lot 3079, Auction  118, Kisch, Egon Erwin, Geschichten aus sieben Ghettos

Die sich um die jüdische Lebenswelt drehenden Reportagen Egon Erwin Kischs
Kisch, Egon Erwin. Geschichten aus sieben Ghettos. 216 S., 2 Bl. Mit Illustrationen von P. L. Urban. 23,4 x 15,4 cm. Graubraunes Grobleinen (kaum berieben, minimal geworfen) mit schwarzgeprägtem RTitel und VDeckelillustration von P. L. Urban, rotbrauner Kopfschnitt. Amsterdam, Allert de Lange, 1934.
Melzwig 364.1. – Erste Ausgabe der im Amsterdamer Exilliteratur-Verlag von Allert de Lange erschienenen Reportagen mit Illustrationen von dem Münchner Illustrator P. L. Urban (geb. 1901).

Der 1880 gegründete Verlag Uitgeverij Allert de Lange wurde nach der Machtergreifung von dessen Sohn Gerard de Lange (1896-1935) durch eine eigene Abteilung für deutsche Exilliteratur erweitert, die von dem emigrierten Verleger des Kiepenheuer-Verlags Walter Landauer (1902-1944) geleitet und von dem Schriftsteller Hermann Kesten (1900-1996) lektoriert wurde.
Walter Landauer wurde 1943 nach Bergen-Belsen deportiert, wo er an Verhungerung starb. Kesten gelang es, 1933 aus Deutschland zunächst nach Paris, Sanary-sur-Mer, London, Brüssel, Oostende und schließlich nach Amsterdam fliehen. 1940 bekam er dann ein Visum für die USA.

1934 veröffentlichte der Verlag Allaert de Lange eine Zusammenstellung der sich um die jüdische Lebenswelt drehenden Reportagen Egon Erwin Kischs, die dieser bei seinen Reisen aufgezeichnet hatte: Auswanderer, derzeit Amsterdam; Schime Kosiner verkauft ein Grundstück; Lobing, pensionierter Redakteur; Romanze von den Bagdad-Juden; Ex odio fidei; Die Messe des Jack Oplatka; Dantons Tod und Poppers Neffe; Des Parchkopfs Zähmung; Der kabbalistische Erzschelm; Der tote Hund und der lebende Jude; Notizen aus dem Pariser Ghetto; Den Golem wiederzuerwecken. – Gedruckt auf festem Papier, sauber. Titel mit Widmung des Autors "für Jarmila herzlichst und, wie immer, mit guten Wünschen. April 1935. Egon Erwin Kisch". Seinen Namen hat Kisch dann selbst durchgekreuzt und unter die Verlagsangabe noch viel wärmer hinzugesetzt: "omylem: jen Egon" (soviel wie "versehentlich" bzw. "Eschuldigung: Dein Egon").

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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