Los 6016

Vouet, Simon - Umkreis
(1590-1649, Paris)Tête de la Vierge: Kopf der Jungfrau Maria

Ergebnis
6.150€ (US$ 7,069) *

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Aus dem Katalog
Gemälde Alter und Neuerer Meister mit Portraitminiaturen
Auktionsdatum 10. Juni 2021

Lot 6016, Auction  117, Vouet, Simon - Umkreis, Tête de la Vierge: Kopf der Jungfrau Maria

Umkreis. Tête de la Vierge: Kopf der Jungfrau Maria.
Öl auf Leinwand, doubliert. 66,5 x 56 cm. Unten rechts von späterer Hand bezeichnet "B. Greuze". Um 1623.

Im Jahr 1611 verlässt Vouet Frankreich, um nach Italien zu gehen. Über Konstantinopel reist er nach Venedig und lässt sich schließlich in Rom nieder. In der Stadt am Tiber steht er zunächst unter dem Einfluss der Caravaggisten. Vouet bleibt in Rom und studiert in den Jahren 1624 bis 1627 intensiv Giovanni Lanfrancos Stil und Technik. Eine Pension des französischen Königs Ludwig XIII. ermöglicht es ihm, sich ganz auf die Malerei zu konzentrieren, protegiert wird er in seinem Vorhaben auch von den wohlhabendsten aristokratischen Familien der Stadt, den Barberini, Giustiniani, Orsini und Doria.
Die in Rom entstehenden Werke unterliegen dem Einfluss Lanfrancos, sie zeichnen sich durch ein klares Verständnis seiner Licht- und Schatteneffekte, der Modellierung und der flüssigen Handhabung der Farbe aus. Vorliegendes, eindrucksvolles Gemälde folgt zwei anderen Gemälden von der Hand Vouets, die dasselbe Motiv zum Inhalt haben. In Bergamo, in der Sammlung des Credito Bergamasco befindet sich eine Version Tête de la Vierge (Öl auf Leinwand, 66,3 x 50,5 cm, um 1623-24; als Leihgabe seit 1996 in der Accademia Carrara), die 2001 in der Ausstellung Giovanni Lanfranco: Un pittore barocco tra Parma, Roma e Napoli in Parma, Neapel und Rom zu sehen war. Eine weitere etwas kleinere Version, die den Fokus durch die Aussparung der zarten rechten Hand noch stärker auf das Gesicht der Jungfrau legt (Öl auf Leinwand, 45 x 30cm, wohl Privatbesitz) wurde 2008/2009 in der Ausstellung Simon Vouet: Les années italiennes 1613/1627 in Nantes und anschließend in Besançon gezeigt.
Unsere Version folgt der etwas größeren Version in Bergamo, sie zeigt ebenfalls die zarte Hand, deren Finger vom herabfallenden Stoff sanft umspielt werden und die den gedankenverlorenen, ekstatischen Blick der Jungfrau nur noch intensivieren. Jacques Jacquot glaubt, dass Vouets zukünftige Frau Virginia Vezzi für die Darstellung der Jungfrau Modell saß (op. cit. Bortolotti, S. 141).
Wir danken Erich Schleier, Berlin, Dominique Jacqout, Straßburg und Arnauld Bréjon de Lavergnée, Paris, für wertvolle Hinweise.

Literatur: Vgl. Erich Schleier: Giovanni Lanfranco: un pittore barocco tra Parma, Roma e Napoli. Ausst.Kat. Mailand 2002, S. 345, Nr. C11 mit Abb.
Vgl. Frédéric Bortolotti: Simon Vouet: les années italiennes (1613-1627). Ausst.Kat. Paris 2008, S. 141, Nr. 32 mit Abb.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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