Los 2819

Doppelmayr, Johann Gabriel
Atlas Coelestis in quo mundus spectabilis et in eodem stellarum

Zuschlag
11.000€ (US$ 12,644)

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Aus dem Katalog
Sonderkatalog „Per aspera ad astra“
Auktionsdatum 14.4.2021

Lot 2819, Auction  117, Doppelmayr, Johann Gabriel, Atlas Coelestis in quo mundus spectabilis et in eodem stellarum

Getrüffeltes Exemplar in zeitgenössischem Kopertband mit Homanns Universal-Zeig und Schlag-Uhr
Doppelmayr, Johann Gabriel. Atlas Coelestis in quo mundus spectabilis et in eodem stellarum omnium phoenomena notabilia ... secundum Nic. Copernici et ex parte Tychonis de Brahe hipothesin. ... graphice descripta exhibentur. Gestochenes Frontispiz von J. J. Preißler nach J. C. Reinsperger, Kupfertitel mit eingedruckter gestochener Titelvignette (von eigener Platte) und 30 doppelblattgroße kolorierte Kupferstichkarten. Imperial-Folio 50,5 x 30,5 cm. Kopertband d. Z. aus dunkelbraunem Kalbsleder (beschabt und etwas abgerieben, mit wizigem Wurmlöchlein bzw. Fehlstellen am Rücken zum Kapital und kleiner Lederabplatzung am Deckel oben, Kanten und Ecken teils etwas bestoßen, beschabt, aber mit sehr schöner Ledertextur) über flexiblen Kartondeckeln mit Streicheisenlinien und rotem Deckelschild in goldgeprägten Versalien "DOPPELMEIERI ATLAS COELESTIS". Nürnberg, Erben Homann, 1742.
Geschichte der Kartographie C/1, 177 und 299, 317. Brown 51. Baranowski 1457. Warner 64. Poggendorf I, 593. Sandler 122 /123. Graesse II, 427. Ebert 6369. Homann-Ausstellung Nbg. 2002, Abb. 1 u. S. 132. Nicht bei Houzeau-Lancaster. – Erste Ausgabe des "Atlas Coelestis", eines der prachtvollsten Himmelsatlanten, hier in einem getrüffelten Exemplar in herrlichem Kolorit und zeitgenössischen Kalbsleder-Koperteinband. Die Erstausgabe "Atlas Coelestis" ist dabei besonders selten, meist wurde das Werk dann etwas später unter dem Titel "Altas Novus Coelestis" vom Verlag der Erben Homanns herausgegeben.

Autor ist der Nürnberger Mathematiker und Astronom Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750), der ab 1710 als Direktor der Eimmartschen Sternwarte in Nürnberg zahlreiche Himmelsgloben konstruierte und Werke zur Instrumentenkunde für Messung der Gestirne veröffentlichte. "His major work however, is the Atlas novus coelestis (1742), a collection of diagrams with explanations intended as an introduction to the fundamentals of astronomy. Besides star charts and a selenographic map the atlas includes diagrams illustrating the planetary system of Copernicus, Tycho Brahe, and Riccioli; the elliptic theories of Kepler, Boulliau, Seth Ward, and Mercator; the lunar theories of Tycho Brahe, Horrocks and Newton; and Halley’s cometary theory" (DSB IV, 166).

Die Karten waren über mehrere Jahre entstanden und sind immer wieder aktualisiert worden, um das astronomische Wissen der Zeit darzustellen. So entschloss sich der Verlag der Erben des Kartographen, Kupferstechers und Verlegers Johann Baptist Homann (1664-1724), 30 ausgewählte Karten aus dem Œuvre Doppelmayrs zusammen mit einem Frontispiz, Titel und einem „Index tabularum“ als Himmelsatlas herauszugeben - quasi als aktualisiertes Pendant des 1660 in Amsterdam erschienenen Himmelsatlas’ des Andreas Cellarius. Auch damit manifestierte sich die deutsche Kartographie der Homannschen Verlagsanstalt gegenüber der niederländischen und französischen Konkurrenz.

Dargestellt ist das Sonnensystem, sind die Planetenbewegungen, Sternkarten mit den Sternbildern, ferner zwei Mondkarten und eine Weltkarte, vielfach geschmückt durch allegorisches Beiwerk, astronomische Instrumente. Eine Karte mit den Ansichten der vier berühmtesten deutschen Observatorien inBerlin, Danzig, Kassel und Nürnberg usw. "His major work ... is the Atlas novus coelestis (1742), a collection of diagrams with explanations intended as an introduction to the fundamentals of astronomy. Besides starcharts and a selenographic map the atlas includes diagrams illustrating the planetary systems of Copernicus, Tycho Brahe, and Riccioli; the elliptic theories of Kepler, Boulliau, Seth Ward, and Mercator; the lunar theories of Tycho, Horrocks, and Newton; and Halley's cometary theory" (DSB). – Frontispiz und Titelblatt etwas stärker angestaubt und mit vereinzelten Feuchtfleckchen, die Karte 2 ("Systema Solare") mit Stockfleckchen und Wasserrändern, einige Karte mit kleinen, alt hinterlegten Bug- und Falzeinrissen, hier und da etwas fingerfleckig und mit Gebrauchsspuren, die übrigen Karten aber meist außergewöhnlich sauber und schön, in leuchtendem, frischen und meist bemerkenswert exaktem zeitgenössischen Kolorit, teils oben bzw. unten gering knapp beschnitten, um die Karten anzugleichen. – Das vorliegende Exemplar enthält neben den 30 im Index aufgeführten Karten 7 weitere doppelblattgroße Karten mit 11 kolorierten Kupferstichen, davon 6 aus Homanns Offizin:

1) Tabula Anemographica seu Pyxis Nautica ventorum nomina sex linguis repraesentans. Doppelblattgroße Kupferstichkarte von Jan Jansson. Amsterdam um 1650. - Mit Randläsuren und oben und unten über die Umfassungslinie beschnitten (teils etwas Darstellungsverlust), mit Wurmlöchlein und Fehlstellen, komplett aufgezogen.

2) Carte du cours des planètes
et des comètes. Seltene, im unteren Rand eingefaltete, doppelblattgroße Kupferstichkarte der Planeten- und Kometenbahnen (ca. 58 x 58 cm), ohne Druckerangabe, dafür mit einer in die Platte gestochenen Entschuldigung des Druckers: "L'Impr[imeur] n'ajant pas les Caract. des Signes Celest. on les a omis dans L'impr[ession] au noed asc. de chaq. Comete les voicin selon l'orde des Chifr." - An Rändern mit Ausschnitten bzw. angesetzt, teils etwas stärker fleckig und mit kleinen Läsuren.

3) Sphaerum artificialium
typica repraesentatio novißime adumbrata. Doppelblattgroße kolorierte Kupferstichkarte von Johann Baptist Homann. Nürnberg um 1720. - Die berühmte Darstellung dreier barocker Globen: Armillar-Sphäre (Sphaera Armillaris elevata supra Horizontem ad Latitudinem Noribergensem), Himmels-Globus (Globus Coelestis) und Erdglobus (Globus Terrestris). - Unwesentlicher, winziger Einriss unten am Rand, kaum fleckig, in grandiosem Kolorit.

4) Planisphaerium Caeleste
hypothesis Ptolemaica - Hypothesis Copernicana. Doppelblattgroße kolorierte Kupferstichkarte von Georg Christoph Eimmart. Nürnberg, Johann Baptist Homann, um 1720. - Die bedeutende 2-Sphären-Himmelskarte des Astronomen und Gründers der ersten Nürnberger Sternwarte Georg Christoph Eimmart (1638-1705) mit den Zodiakzeichen als fein gestochene Tierdarstellungen, hier in außergewöhnlich buntem Kolorit. - Oben minimal knapp beschnitten, kaum angestaubt.

5-6) Die verfinsterte Erdkugel
d. i. geographische Vorstellung der Sonnen- od. Erd-Finsternis den 25ten Julii A. 1748 ... auf das Fundament der Eulerischen Sonnen und Monds Tafeln ... verzeichnet. 2 doppelblattgroße kolorierte Kupfertichkarten von Georg Moritz Lowitz (1722-1774). Nürnberg, Offizin Homann, "1747" (d. i. 1748). - Fein kolorierte Ansicht der Erdsphären aus vier Blickwinkeln zur Darstellung der Wanderung der Sonnenfinsternis von 1748 und das "Zweyte Blat" mit der Insetkarte "Europa eclipsata d. XXV Iul. A. MDCCXXXVIII" in sehr exaktem Kolorit mit dem immer tiefer-tonigen Violett-Streifen der Sonnenfinsternis.

7) Geographische Universal-Zeig und Schlag-Uhr.
Kolorierte doppelblattgroße Kupferstichkarte von Johann Baptist Homann. Nürnberg um 1720. - Die in dieser Form einzigartige Darstellung der astronomisch-geographischen Tischuhr des Nürnberger Stadt- und Hofuhrmachers Zacharias Landeck. Der Kupferstich zeigt die Uhr mit ausführlicher Beschreibung ihrer Funktion. So ermöglicht die kuriose Uhr, den mittäglichen Sonnenstand, die Tageslänge sowie den Sonnenauf- und -untergang, der Nordhalbkugel anzuzeigen. Der mittig dargestellte Globus ist von Wolken umgeben und innerhalb des Ziffernblattes befindet sich ein Ring mit den Tierkreiszeichen. Der Globus selbst bietet eine Aufsicht des Nordpols, Kalifornien ist noch als Insel eingezeichnet. Die Originaluhr des Zacharias Landeck befindet sich heute im Schweizer Uhrenmuseum der Stadt La-Chaux-de-Fonds bei Bern. - Obere Umfassungslinie überschnitten, kaum fleckig, sehr frisch und in überzeugendem, sehr minutiösen zeitgenössischen Kolorit.

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