Los 1054 [^]

Biblia germanica
Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft

Zuschlag
9.000€ (US$ 10,345)

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Aus dem Katalog
Sonderkatalog „Apokalypse“
Auktionsdatum 13.4.2021

Lot 1054, Auction  117, Biblia germanica, Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft

Prachtbibel Königs Friedrich Wilhelms III. vom Hofbuchbinder Carl Lehmann als Geschenk zugeeignet
Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft Altes und Neues Testament. Verdeutscht von Martin Luther: Und auf auf gnädigste Verordnung ... Ernsts, Herzogen zu Sachsen ... dem eigentliche Wort-Verstand nach erkläret. Von neuem mit Fleiss übersehen. 3 Teile in 1 Band. 72 Bl., 740 S., 1 Bl., 512 S.; 480 S., 8 Bl. Mit Kupfertitel, 12 ganzseitigen gestochenen Porträts von J. C. Claussner, 9 Kupfertafeln mit Porträts biblischer Figuren, 4 doppelblattgroßen Kupferstichtafeln in Barockkartuschen und 2 doppelblattgroßen gestochenen Plänen sowie 21 gestochenen Zwischentiteln bzw. Kupfertafeln (davon einige doppelblattgroße bzw. gefaltet). 41,5 x 26,5 mm Rotbraunes reich verziertes Kalbsleder des frühen 19. Jahrhunderts (Gelenke und Deckel ganz minimal, Unterkanten etwas stärker beschabt und berieben, dort mit etwas Verlust der Stehkantenvergoldung) mit reicher Rückenvergoldung, üppiger Deckelgoldprägun mit Fleurons und Arabesken in Filetenfeldern sowie 2 eingeprägten typographischen Bibelzitaten, Stehkantenmäader sowie breiten goldgeprägten Innenkanten-Vergoldung, chamoisfarbenen Seidenmoiré-Innenspiegeln und dreiseitigem Goldschnitt. 2 jeweils 3-teilige, schwere Schließen aus vielfach durchbrochenem feuervergoldetem Messing sowie Vorderdeckel mit großer schwarzer Bronze-Applikation mit einem großen Kreuz mit goldenem Messingrand (27,5 x 13,5 cm) und der Vollfigur des Gekreuzigten (ca. 18,6 x 10 cm). Einband signiert "Gebunden von C. Lehmann". Nürnberg, Johann Andreas Endter, 1768.
Strohm E 1552 (inkomplett). Vgl. Darlow-Moule 4234 (Ausgabe 1736). Jahn 91ff. Jackson 9. Vgl. Graesse I, 379. Sonnenberg,
Köngliche Bücher (Kat. der Aust. SB Berlin 1986). Ebert 2191.
Diese Ausgabe nicht bei Lüthi, or im BMC. – Prachtexemplar der "Kurfürsten Bible" in der Übersetzung Luthers und aus der Offizin Johann Andreas Endters, die auch als "Weimarer Bible" bzw. "Ernestinische Bible", nach Herzog Ernst von Sachsen Weimar benannt wurde, hier in der 14. und letzten Ausgabe, die laut Jackson die vollständigste, umfangreichste und maßgeblichste Version der vielfach aufgelegten Heiligen Schrift ist. Herausgeber waren der Jenaer Theologe Johann Gerhard (1582-1637) und sein Nachfolger Salomon Glass (1593-1656) sowie andere. Die "Kurfürstenbibel" gehört zu den bedeutendsten Bibelausgaben ihrer Zeit, die auf der Basis von Martin Luthers Text der Bibel-Ausgabe von 1545 entstand (und auch das Buch Esra enthält). Gleichzeitig gehört sie zu den am üppigsten illustrierten Bibelausgaben überhaupt.

Das vorliegende Exemplar wurde im Auftrage König Friedrich Wilhelms III. von Preußen, von dem königlichen Hofbuchbinder Carl Ernst Lehmann III. (1787-1848) gebunden, der auf dem Vorderdeckel die biblischen Sprüche "Denn das Wort vom Kreuz ist zwar eine Thorheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gotteskraft. I. Corinth. I. v. 18" und "Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolget, der kann nicht mein Jünger seyn". Lucas XIV. v. 24".

Innenliegend ein Brief mit eigenhändiger Unterschrift "Friedrich Wilhelm" des Königs Freidrich Wilhelm III. (1770-1840), datiert "Berlin den 30ten November 1833" mit der Zueignung der Bibel an Baron Carl Ritschl von Hartenbach (1783-1858), einen evangelischen Theologen, Bischof und Generalsuperintendent von Pommern: "An den evangelischen Bischof Ritschl zu Stettin. Als einen Beweis Meines Wohlwollens und zum Andenken an den Tag Ihrer und vorigen Sonntage von Mir gehaltenen Predigt verehre Ich Ihnen die beykommende große Bibel und verbleibe Ihr wohlgeneigter Friedrich Wilhelm". – Nur ganz vereinzelt etwas braunfleckig und gebräunt, insgesamt sehr sauber und in herrlichem Gesamtzustand. Neben dem im Vorderdeckel inneliegenden Brief Friedrich Wilhelms III. liegt auch der blaue Original-Briefumschlag "An den evangelischen Bischof Ritschl zu Stettin" bei, mit dem roten (freilich plattgedrückten) Lacksiegel des Königs.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.


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