Los 8035

Kubin, Alfred
Der Affe (Überfall)

Ergebnis
33.210€ (US$ 36,900) *

Los 8035 - Kubin, Alfred - Der Affe (Überfall) - 0 - thumb

Detail-Zoom:

Los 8035 - Kubin, Alfred - Der Affe (Überfall)

Der Affe (Überfall)
Feder in Schwarz auf Velin. Um 1903/04.
31,3 x 25,8 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Kubin" und mit Feder in Schwarz monogrammiert "AK".

Ein Riesenaffe hält die nackte Frau von hinten mit beiden Pranken umklammert, hebt die deutlich kleinere Figur in die Luft und ist dabei, mit weit aufgerissenem Maul ihren Kopf zu verschlingen. Kubin arbeitet den "Überfall" in seiner typischen feinen, nuancenreichen Schraffur aus, so dass das Dunkel des Hintergrundes - eines Kaminzimmers - kaum zu unterscheiden ist von dem Riesenaffen, der daraus hervorwächst. Die Bildwelt ist, charakteristisch für Kubins Schaffen, im Alptraumhaften und Unheimlichen angesiedelt, und der Realismus der Ausführung verstärkt den Eindruck von Beklemmung. Zu Tieren hatte Alfred Kubin eine besondere Beziehung. Tierdarstellungen finden sich in allen seinen Werkphasen, und dabei ist der Übergang vom Tier zum Monster oft fließend. Immer wieder ist der wehrlose Mensch von Tieren und Tiervisionen, von Ungeheuern und phantastischen Mischwesen bedroht. Um 1903/04 entstand Kubins vergleichbare Zeichnung "Der Affe", in der die Szene allerdings auf einer Art Bergkuppe vor leerem Raum spielt.
"In den Jahren bis 1904 entstehen hunderte Blätter des berühmt gewordenen 'Frühwerks' Alfred Kubins in einer speziellen Technik der lavierten und gespritzten, sorgfältig ausgearbeiteten Federzeichnung (...). Die dort gezeigten Visionen sexueller Angst- und Zwangsvorstellungen, von Folter, Qual, Übermacht und Ausgeliefertsein wirkten wie Einblicke in die geheimen Triebe und Ängste der modernen Seele, die Sigmund Freud zur gleichen Zeit in seiner 'Traumdeutung' entdeckte. Sie erregten bei Kubins Zeitgenossen Aufsehen und Empörung und machten ihn insbesondere in Münchner Künstlerkreisen rasch zu einer bekannten Figur." (Annegret Hoberg, Alfred Kubin. Das lithographische Werk, München 1999, S. 340).

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2020 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2020 Galerie Gerda Bassenge