Los 6844

Menzel, Adolph von
Arbeiterstudie zur Piazza d’Erbe in Verona

Ergebnis
7.380€ (US$ 8,200) *

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Detail-Zoom:

Lot 6844, Auction  115, Menzel, Adolph von, Arbeiterstudie zur Piazza d’Erbe in Verona

Arbeiterstudie zur Piazza d’Erbe in Verona.
Zimmermannsbleistift auf Velin. 12,9 x 20,9 cm. Unten rechts monogrammiert "AM". Um 1883.

Die Piazza d’Erbe in Verona ist das letzte großformatige, über mehrere Jahre vorbereitete, und schließlich 1884 vollendete Ölbild Adolph Menzels (73,5 x 127 cm). Das Gemälde wurde 1905 für die Galerie Neue Meister in Dresden (Gal.-Nr. 2442) aus der Privatsammlung Emil Meiner, Leipzig, erworben. Menzel besuchte die norditalienische Stadt von 1881 bis 1884 insgesamt dreimal. Auf der zweiten Reise 1882 fasste der 67-jährige den Plan, das gesehene geschäftige Treiben auf dem berühmten Marktplatz in einem Gemälde festzuhalten. Um sein vielfiguriges städtisches Gesellschaftsbild möglichst authentisch mit allen Ereignissen wiederzugeben, fertigte er vor Ort über 100 Zeichnungen und Farbstudien sowie zwei Skizzenbücher an. Unser Blatt skizziert sehr präzise die Beine und den unteren Teil des Oberkörpers des prominent im Bildvordergrund in der Hocke sitzenden Steinsetzers. Die auf der Zeichnung separat zu sehende Studie einer rechten Hand mit Hammer findet sich im Gemälde folgerichtig rechts des Gesäßes. Die Stellung des rechten Fußes ist im Gemälde geändert. Für diese Figur gibt es verschiedene Vorstudien Menzels. Eine vollfigurige Skizze zeigt im Gegensatz zum Bild einen vollbärtigen Alten und mehrere Varianten zur linken Hand mit Meißel. Sie zählt leider zu den Verlusten des Dresdener Kabinettes (siehe C. Dittrich: Vermißte Zeichnungen des Kupferstich-Kabinettes Dresden, Dresden 1987, S.78. Kat. 774, Abb.). Ein anderes, ebenfalls 1883 datiertes Blatt in Schweizer Privatbesitz wurde laut Menzels Annotation nicht für das Gemälde verwendet (siehe C. Keisch/ U. Riemann-Reyher (Hrsg.): Adolf Menzel. 1815-1905. Das Labyrinth der Wirklichkeit, Kat. Ausst. Paris, Washington, Berlin 1996/1997, S. 317, Kat. 178, Abb.).

Provenienz: Galerie Wolfgang Ketterer, München.
Dort erworben am 19.5.1967, seitdem in westfälischer Privatsammlung.

Errata: Die im Text erwähnte vollfigurige Skizze eines vollbärtigen Alten befindet sich mittlerweile wieder zurück im Dresdener Kupferstich-Kabinett (siehe Petra Kuhlmann-Hodick und Tobias Burg (Hrsg.), Menzel in Dresden. Kat.Ausst., Dresden 2005/2006, Kat. 265, Abb. S.129).

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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