Dodsley, Robert
Der Lehrmeister oder ein allgemeines System der Erziehung, worinne die ersten Grundsätze einer feinen Gelehrsamkeit vorgetragen werden
Los 532
Schätzung
200€ (US$ 230)
Dodsley, Robert. Der Lehrmeister oder ein allgemeines System der Erziehung, worinne die ersten Grundsätze einer feinen Gelehrsamkeit vorgetragen werden. Aus dem Englischen übersetzt. 3. durchgängig verbesserte und vermehrte Auflage von J. M. Schröckh und J. J. Ebert. 2 Bände. 20 Bl., 1108 S.; 4 Bl., 1268 S., 2 Bl. Mit 2 gleichen gestochenen Frontispizen und 27 gefalteten Kupfertafeln. 20 x 12 cm. Halbleder d. Zeit (berieben, 1 Deckel nachgefärbt) mit RSchild. Leipzig, Heinsius, 1782-1783.
Price & Price, Engl. humaniora 60. Hamberger-Meusel 8, 30. – Letzte und umfangreichste Ausgabe der deutschen Bearbeitung. Ein ausgeführtes Bildungscurriculum für die oberen Klassen der Gymnasien und Fürstenschulen. Das Werk soll die Grundlagen der Rhetorik, Mathematik, Architektur, Mechanik, Naturgeschichte, Sittenlehre, Geographie, Geschichte, Vernunftlehre, Staatslehre etc. lehren und ist Ausdruck des etablierten Bildungskanons in der Epoche der Aufklärung. Zuerst 1762/63 von H. E. v. Teubern ins Deutsche übersetzt. Die 2. und noch mehr die vorliegende 3. Ausgabe wurden von dem Historiker J. M. Schröckh und dem Mathematiker J. J. Ebert, beide Professoren an der Universität Wittenberg, bearbeitet. – Durchgehend etwas braunfleckig. Exlibris.
Gerths, Johannes und Druckstock
Geätzte und gravierte Messingplatte
Los 533
Schätzung
300€ (US$ 345)
Druckstock. - Gehrts, Johannes (?). Geätzte und gravierte Messingplatte für den Schwarz- und Konturendruck des Bucheinbandes von Sophie Wörishöffers Werk "Im Goldlande Kalifornien". Wohl nach einem Entwurf des bekannten Illustrators Johannes Gehrts. 21,5 x 14,1 x 0,7 cm. 1891.
Das posthum erschienene Buch "Im Goldlande Kalifornien" der seinerzeit sehr beliebten Autorin S. Wörishöffer (1838-1890) erschien 1891 bei Velhagen & Klasing in Bielefeld und Leipzig. Es ist mit farbigem Frontispiz und 16 "Vollbildern" des Illustrators und Graphikers Johannes Gehrts (1854-1921) ausgestattet. "Das von G. illustrierte Themenspektrum erstreckte sich von german. Heldensagen, Marine- und Piratengeschichten bis zu Reiseabenteuern und Märchen." (AKL 51, S. 45). Die vorliegende Druckplatte wurde für den Schwarzdruck des Bandes benötigt, der außerdem noch mit Gold- und Braundruck ausgestattet gewesen ist (vgl. Kat. Bilderwelt im Kinderbuch Nr. 1596 mit Abb.). "Seit den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts waren die Voraussetzungen dafür gegeben, durch neuere und preiswertere Plattenherstellungen und durch Ätzverfahren die Bedruckung der Einbanddecken sowohl qualitativ als auch quantitativ zu vervielfachen. Zum Farbendruck wurden entweder gravierte Messing- oder geätzte Zinkplatten eingesetzt..." (Kat. Verlagseinbände aus der Stadtbibliothek Mainz und der Sammlung Mühlinghaus. Mainz 2009, S. 26f.; Abb. 79 mit einem ebenfalls wohl von Gehrts stammenden Einband). – Tadellos erhalen.
Historisches Papier
2 Blocks mit historischem Schreibpapier. Büttenpapier mit Wasserzeichen
Los 534
Schätzung
500€ (US$ 575)
Historisches Papier. 2 Blocks mit historischem Schreibpapier. Büttenpapier mit Wasserzeichen und feines Vélin. 76 Blätter 33 x 20,5 cm bzw. 94 Blätter 34,6 x 22,4 cm. Mit Schnittfarbe, ein Block in zeitgenössischem Einband. Deutschland um 1800-1840.
Umfangreiche Blöcke von Restpapier - mit hochwertigen Bögen historischen Schreibpapiers, davon der frühere Block in zeitgenössischen Halbledereinband mit Titelschild "Dorfs-Gerichts-Protokoll" von 1811. Das besonders schöne, fein gesiebte Büttenpapier mit dem Wasserzeichen "PFUNDSTEIN" verweist auf eine Entstehung des Papiers um 1800. Es stammt aus einer Papiermühle in Schramberg im Schwarzwald, wo die bekannte Papiermacherfamilie des Matthes Pfundstein um 1800 seinen Namen als Wasserzeichenmarke und damit als Echtheits- und Herkunftsnachweis in das Sieb einarbeitete. Nur wenige Seiten mit zeitgenössischen Einträgen oder kleiner Nummerierung, sonst blütenweiß und sauber.
Der zweite Block enthält schöne große und ebenfalls komplett weiße, nur mit einer vertikalen Seitenlinie versehene und hs. nummerierte Bögen feinsten, höhergeleimten Vélinpapiers ohne Wasserzeichen, Block gebunden. – Kaum Gebrauchsspuren, sehr schön - ein perfektes Material für Buchbinder und Papierrestauratoren.
Hübner, Johann
Neu-vermehrtes und verbessertes Reales Staats-Zeitungs- und Conversations-Lexicon
Los 535
Schätzung
250€ (US$ 287)
Hübner, Johann. Neu-vermehrtes und verbessertes Reales Staats-Zeitungs- und Conversations-Lexicon. Allerneueste Auflage. 13 Bl., 1280 Sp., 26 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz, gestochener Textvignette und 9 (statt 10) doppelblattgroßen Kupfgertafeln. 21,5 x 13 cm. Leder d. Z. (berieben) mit modernem RSchild. Regensburg, Felix Bader, 1748.
Vgl. Collison 99 f. Humpert 1410. Zischka 4. – Spätere Auflage der erfolgreichsten einbändigen deutschen Enzyklopädie des 18. Jahrhunderts. Als ihr Initiator gilt der Barockdichter Philipp Balthasar Sinold von Schütz. Die Kupfer illustrieren u. a. Schiffbau, Festungsbau, Heraldika, Astronomie etc. – Es fehlt Tafel Nr. II. Anfangs und im Tafelteil im unteren Bug mit kleiner Wurmspur, sonst nur unbedeutende schwache Flecken.
Hübner, Johann
Reales Staats-Zeitungs- und Conversations-Lexicon
Los 536
Schätzung
240€ (US$ 276)
Hübner, Johann. Reales Staats-Zeitungs- und Conversations-Lexicon, darinn so wohl die Religionen, die Reiche und Staaten, Meere, Seen, Inseln, Flüsse, Städte, Festungen, Schlösser, Häfen... als auch andere in Zeitungen und täglichem Umgang vorkommende, ingleichen juristische und Kunstwörter beschrieben werden. Neue verbesserte und vermehrte Auflage. 13 Bl., 2734 (recte 2740) Sp. Mit gestochenen Frontispiz von Bernigeroth fil. nach Richter und 8 gefalteten gestochenen Tafeln von Leonhard Michael Steinberger. 22 x 13,5 cm. Lederband d. Zt. (beschabt, oberes Kapital mit minimaler Fehlstelle) mit goldgeprägtem RSchild. Leipzig, Gleditsch, 1777.
Seemann 316. – Spätere Auflage des bekannten Lexikon. Mit einem 16 S. umfassenden "Verzeichniß der Bücher, welche auf Kosten Johann Friedrich Gleditschens Buchhandlung in Leipzig gedruckt, oder in starker Anzahl nebst vielen andern zu bekommen sind. 1776." Sp. 2363-2368 doppelt vergeben. – Francisco Carolinum; entwidmeter Stempel auf dem Titel. Gering stockfleckig.
Jöcher, Christian Gottlieb. Allgemeines Gelehrten-Lexicon: Darinne die Gelehrten aller Stände sowohl männ- als weiblichen Geschlechts, welche vom Anfange der Welt bis auf ietzige Zeit gelebt, und sich der gelehrten Welt bekannt gemacht. 4 Bände. Mit gestochenem Portraitfrontispiz und gestochener Kopfvignette. 25,5 x 20,5 cm. Halbleder d. Z. (bestoßen, stärker berieben, Kapitale brüchig) mit goldgeprägten RSchild. Leipzig, Johann Friedrich Gleditsch, 1750-1751.
Zischka 133. Bestermann 819. – Erste Ausgabe. "Umfasst die ganze historische Periode bis 1750. Wertvoll für das Mittelalter und für weniger bekannte Autoren" (Zischka). Die vorliegenden vier von Jöcher selbst herausgegebenen Bände sind ein abgeschlossenes Werk von A-Z. – Stempel auf Titel. Kaum braunfleckig.
Jöcher, Christian Gottlieb. Compendiöses Gelehrten-Lexicon. Dritte Auflage. 2 Teile in 1 Band. 15 Bl., 1888 Sp.; 2102 Sp., 2 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochenem Frontispiz. 21 x 13,5 cm. Pergament d. Z. (stärker fleckig und berieben, Gelenke unschön geplatzt, Rücken fast lose). Leipzig, Johann Friedrich Gleditsch, 1733.
Zischka 134. – Dritte Auflage. Noch heute außerordentlich nützlich bei der Aufspürung obskurer "Gelehrter" aller Fachgebiete und aller Länder, verzeichnet sind ca. 20.000 Namen. "Gewissenhafte Arbeit" (Zischka). – Erste Lage gelockert, die beiden Schlussblatt mit Wurmfraß im weißen Seitenrand. Etwas gebräunt und braunfleckig, Innengelenke angeplatzt.
Kippenberg, Anton
Katalog der Sammlung Kippenberg. Goethe, Faust, Alt-Weimar
Los 539
Schätzung
100€ (US$ 115)
Kippenberg, Anton. - Katalog der Sammlung Kippenberg. Goethe, Faust, Alt-Weimar. XVI, 408 S. Mit 73 Tafeln. 28 x 20 cm. Halbleder d. Z. (beschabt, berieben und etwas bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und Kopfgoldschnitt. Leipzig, Spamer, 1913.
Sarkowski 919. – Erste Ausgabe. Eines von 100 römisch nummerierten Exemplaren, die nicht für den Handel bestimmt waren (Gesamtauflage: 600). – Etwas gebräunt. – Dabei: Gedrucktes Begleitschreiben von Kippenberg (1 gefalt. Bl.).
Lippold, Georg Heinrich Christian
Neues Natur- und Kunstlexicon
Los 540
Schätzung
180€ (US$ 207)
Lippold, G(eorg) H(einrich) C(hristian). Neues Natur- und Kunstlexicon, enthaltend die wichtigsten und gemeinnützigsten Gegenstände aus der Naturgeschichte, Naturlehre, Chemie und Technologie. Zum bequemen Gebrauch insonderheit auch für Ungelehrte und für gebildete Frauenzimmer ausgearbeitet... und herausgegeben von C(arl) Ph(ilipp) Funke. 3 Bände und Supplementband. Mit 1 gestochenen Tafel. 22 x 13 cm. Halbleder d. Z. (beschabt, bestoßen, teils mit Fehlstellen und feuchtrandig) mit goldgeprägtem RSchild. Weimar, Verlag des Industrie-Comptoirs, 1801-1805.
Engelmann S. 108. Bertuch-Verlagsverzeichnis 166 (www.ora-web.swkk.de:7777/sw-db/bertuch/db_ber.html). Slg. Seemann 204 (mit nicht zugehörigem Atlasband). Vgl. Zischka 208. Vgl. Poggendorf I, Sp. 819 (zu Funke). Hamberger-Meusel XIV, S. 448 u. Neuer Nekrolog, Jg. 19, 1841, S. 1196 (zu Lippold). – Erste Ausgabe dieses umfangreichen Speziallexikons, das als Nachfolger von J. Hübners "Natur-, Kunst- und Gewerks-Lexikon", dem Standardwerk des 18. Jahrhunderts, konzipiert worden ist. Ursprünglich nur auf zwei Bände angelegt, wurde aufgrund der Materialmenge ein dritter Band nötig. Der vierte Band bringt aktuelle Ergänzungen in Anlehnung an das "Nouveau dictionnaire d'histoire naturelle appliquèe aux arts" sowie ein lateinisch-deutsches u. ein Synonymen-Register. Wenn auch der Schwerpunkt eindeutig auf der Naturgeschichte liegt, so werden doch zahlreiche damals aktuelle veredelte Produkte, Maschinen, Erfindungen, physikalische Erscheinungen etc. abgehandelt. Wichtig auch die reichen Quellenangaben, die häufig auf Zeitschriften, Jahrbücher oder Serien verweisen. Das Kupfer mit Darstellung einer Elektrisiermaschine. – Teilw. etwas stockfleckig. Vorsätze leimschattig.
Morhof, Daniel Georg
Polyhistor sive de notitia auctorum et rerum commentarii
Los 541
Schätzung
150€ (US$ 172)
Morhof, Daniel Georg. Polyhistor sive de notitia auctorum et rerum commentarii. 2 Teile in 1 Band. 8 Bl., 557 (recte 561), (3) S., 8 Bl., 160 S. 20,5 x 16,5 cm. Pergament d. Zt. (leicht fleckig, Innengelenke mit Wurmspuren). Lübeck, P. Böckmann, 1688-92.
VD 17 23:278493X. Erman-Horn I, 6364. ADB 22, 237 ff. Dünnhaupt 122.1. Petzholdt 29 und 442. – Erste Ausgabe. Einziger von Morhof noch selbst veröffentlichter Teil dieses klassischen Werkes für ein Studium generale. Buch I: Liber bibliothecarius mit einer Einführung in die Buch- und Bibliothekswissenschaft als dem wichtigsten Hilfsmittel der gelehrten Studien. Buch II: Liber methodicus zur Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Angebunden der zweite Teil (= Buch III), 1692 posthum von H. Muhle herausgegeben (1707 schließlich veröffentlichte der Flensburger Rektor Johann Möller 1707 einen ersten Versuch zu einer noch um einen dritten Teil erweiterten "vollständigen Gesamtausgabe"). Morhof (1639-91), angesehenster Professor der neugegründeten Universität Kiel, sah bereits zu seiner Zeit die Gefahr, daß durch Spezialisierung und Verselbständigung der Einzelwissenschaften die Universität aufhöre, Pflegestätte der 'universitas litterarum' zu sein. Die Antwort könne nicht mehr ein im Stoff ertrinkendes Studium universale sein; notwendig sei vielmehr, die Gesamtheit des Wissens strukturierend mit selbständigen Urteil zu durchdringen. Als Anleitung sollte das vorliegende, aus seinen Vorlesungen hervorgegangene Werk dienen, das "mit Recht hochbewundert und vielbenutzt", den Ruf Morhofs "über das ganze gelehrte Europa verbreitete" (ADB). – Gleichmäßig gering gebräunt, Titel mit teils entferntem Namenseintrag und verso mit Stempel der Herzoglichen Bibliothek Sachsen-Meiningen. Paginierung springt nach S. 320 zurück auf 317.
Morhof, Daniel Georg
Polyhistor, literarius, philosophicus et practicus
Los 542
Schätzung
200€ (US$ 230)
Morhof, Daniel Georg. Polyhistor, literarius, philosophicus et practicus. Hrsg. von J. A. Fabricius. Mischausgabe. 3 Teile in 2 Bänden. 3 Bl., 768 S., 406 S.; 4 Bl., 80 S.; 534 S., 130 S., 104 Bl. Mit gestochenem Portraitfrontispiz. Ein Titel in Schwarz und Rot. 21,5 x 16 cm. Leder d. Z. (beschabt und Rücken erneuert) mit goldgeprägtem RSchild. Lübeck, Peter Böckmann, 1708.
Dünnhaupt S. 2836, Nr 122.4. Goed. III 272, 12. Faber du Faur 1521 und 1522 (spätere Ausgaben). – Erste von Möller bearbeitete und ergänzte Ausgabe. "Erster Grundriss der allgemeinen Literaturwissenschaft" (Goed.); "a work partaking somewhat of the nature of a modern 'Konversations-Lexikon'" (Faber du Faur). Noch
heute als Quelle verwendet, u. a. von Hispanisten. – Vorsätze erneuert und mit Exlibris "Gerhard Dünnhaupt". Feuchtrandig und teils braunfleckig und mit Randläsuren.
Non-Books
3 Buchattrappen aus Einbänden des 19. Jahrhunderts
Los 543
Schätzung
400€ (US$ 460)
Non-Books. 3 Buchattrappen aus Einbänden des 19. Jahrhunderts. Davon 2 aus je 2 aufeinander montierten Einbänden im Stil d. Z. über Holzdeckeln (etwas beschabt und bestoßen). Alle mit RVergoldung und goldgeprägter Vorderdeckelbordüre. Deutschland frühes 19. Jahrhundert.
Dekorative sogenannte "Tresorbücher" bzw. "Nonbooks" in Gestalt historischer Bände zur Aufbewahrung kleiner Wertgegenstände oder persönlicher Erinnerungsstücke.
Die drei Buchattrappen wurden jeweils mit Titelblatt und den ersten Lagen gedruckter Werke ausgestattet. Vorhanden sind: I. Le Tasse. La Jérusalem délivrée. 1825. - II. Jacques Delille. Les Géorgiques de Virgile. 1806. - III. Thomas von Aquin. Supplementum tertiae partis Summae totius theologiae. 1663.
Pihan, A(ntoine) P(aulin). Exposé des signes de numération usités chez les peuples orientaux anciens et modernes. 3 Bl., XXIX, 271 S. Mit zahlreichen Tabellen. 23,5 x 15,5 cm. Halbleinen d. Zt. (Kanten berieben). Paris, Imprimerie Impériale, 1860.
Erste Ausgabe. Antoine Pihan (1810-1879) war Korrektor für orientalische Sprachen an der Imprimerie Impériale und ist mit weiteren Arbeiten zu orientalischen Themen hervorgetreten. In vorliegendem Band behandelt er u.a. die Zahlenzeichen des Afghanischen, Albanischen, Arabischen, Armenischen, Bengalischen, Chinesischen, Ägyptischen, Georgischen, Hebräischen, Japanischen, Mongolischen, Persischen, Syrischen und Türkischen. – Gering stockfleckig, Ränder leicht gebräunt.
Watt, James. Kopiermaschine. Mahagoni Kiste mit Messingplakete "J.G." auf dem Deckel sowie Messingbeschlägen und -Henkeln und mit Eisenschlüssel. 44,5 x 29 x 13,5 cm. Um 1820.
Eine der ersten tragbaren "Kopiergeräte" aus der Werkstatt von James Watt (1736-1819). Watt erfand die Maschine aus der Notwendigkeit heraus, auf seinen vielen Reisen Kopien seiner eigenen Briefe und Baupläne bei sich zu haben. Das beschriebene Original wurde angefeuchtet und mit Japanpapier zusammengepresst. Durch Druck und Zeit entstand nun eine Spiegelverkehrte Kopie, die anhand des dünnen Blattes verso gelesen werden konnte. Neben der tragbaren Reise-Variante, erfand James Watts auch ein stationäres Modell. Neben dem Erfinder benutzen auch Persönlichkeiten wie Thomas Jefferson, Benjamin Franklin und George Washington die Watt-Kopierpresse. – Mit kleineren bis größeren Gebrauchspuren, vollständig erhalten und funktionsfähig. Selten.
Weber, Friedrich Benedict
Handbuch der ökonomischen Literatur
Los 546
Schätzung
200€ (US$ 230)
Weber, Friedrich Benedict. Handbuch der ökonomischen Literatur; oder Systematische Anleitung zur Kenntniß der deutschen ökonomischen Schriften, die sowohl die gesammte Land- und Hauswirthschaft, als die mit derselben verbundenen Hülfs- und Nebenwissenschaften angehen; mit Angabe ihres Ladenpreises und Bemerkung ihres Werthes. Erster Theil, Erster (und) Zweyter Band in 1 Bd. I: XXXII, 375 S. 2: II Bl., X, 116 S. 19 x 11,5 cm. Halbleder d. Zt. (etwas berieben und bestoßen) mit 2 RSchildern und Marmorpapierbezug. Berlin, H. Frölich, 1803.
Kress S5763. Goldsmiths' 18621.20. Güntz I, 5 u. II, 248. ADB XLI, 295f. – I: Enthält die allgemeine ökonomische Literatur, und die Literatur des Feld- Wiesen- und Gartenbaues insbesondere. II: Enthält die Literatur der Forstwissenschaft. (Auch mit Separattitel: Handbibliothek der deutschen forstwirthschaftlichen Literatur). Das systematisch aufgebaute Verzeichnis (innerhalb der Systematik chronologisch sortiert) enthält vor allem Schriften des 18. Jahrhunderts, insgesamt über 5000 Werke. Besonders umfangreich sind die Abt. Pflanzenbau und Gartenbau im Besonderen Teil, die allein die S. 187 bis 375 umfassen. Weber (1774-1848) war Professor der Ökonomie und Kameralwissenschaft in Frankfurt a. d. Oder, seit 1811 in Breslau. Durchschossenes Exemplar mit wenigen handschriftlichen Ergänzungen. Die weiteren Bände sind bis 1842 erschienen und enthielten bis auf den zweiten Teil (Viehzucht, Technologie u.a.) Ergänzungen nach 1803. – Einige kleine Wasserränder, leicht stockfleckig.
Creswell, Keppel Archibald Cameron
The Mosques of Egypt from 21 H. (641) to 1365 H. (1946)
Los 547
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
KUNSTLITERATUR UND KUNSTGEWERBE
Creswell, Keppel Archibald Cameron. The Mosques of Egypt from 21 H. (641) to 1365 H. (1946). 2 Bände. 68 S., 1; 4 Bl., 69-133 S., 1 Bl. Mit 2 doppelblattgroßen chromolithographischen Titeln, zahlreichen, teils ganzseitigen Textillustrationen sowie 243 (27 farbigen) Tafeln. Mit zwei separaten, gefalteten Karten und zwei Indices. 43 x 32,5 cm. Blindgeprägtes OLeinen (etwas berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem Rücken- und VDeckeltitel sowie goldgeprägten Arabesken. Giza (Orman), The Survey of Egypt, 1949-(1954).
Erste Ausgabe. Reich illustrierte Monographie über die Moscheen Ägyptens und deren architektonische Ornamentik. Das Werk enthält eine Reihe eindrucksvoller Ansichten der wichtigsten Moscheen mit Erklärungen und Plänen. In Band I liegt das Doppelblatt mit Vorwort des Ministers für religiöse Stiftungen und die Einleitung von Creswell bei, datiert 1954. "The finest piece of book production achieved in Egypt" (Creswell). – Band I: Vorsätze etwas leimschattig. Vorderes Innengelenk leicht geöffnet sowie Blatt vier und fünf lose und teils mit kleinen Gebrauchsspuren und leicht braunfleckig. Band II: Vorsätze etwas leimschattig, teilweise etwas fleckig.
Michelangelo Buonarroti. Sixtina. Der neue Michelangelo. Wiedergeburt der wahren Farben in der Sixtinischen Kapelle. 4 Bände. Mit zahlreichen, oftmals ganzseitigen Abbildungen. 43 x 30 cm. Rotes OLeder mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, jeweils in illustriertem OPappschuber. Luzern, Faksimile Verlag, 1989-1995.
Band I: Die Deckenfresken vom Propheten Zacharias über dem Eingangsportal bis zum Sündenfall. - Band II) Die Lünetten. - III) Die Deckenfresken von der Erschaffung Evas bis zum Propheten Jonas über der Altarwand. - IV) Das Jüngste Gericht. – Nahezu verlagsfrisch.
Staatliche Porzellan Manufaktur Meißen
Indische Muster
Los 549
Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)
Die Meißner Indien-Dekore in feinstem Handkolorit mit Goldhöhung
Staatliche Porzellan Manufaktur Meißen. Indische Muster. Gestochenes Titelblatt mit Blumengirlande und 41 kolorierte sowie teils goldgehöhte Kupfertafeln. 41 x 31,5 cm. OHalbpergament (etwas berieben und bestoßen) mit RTitel und Marmorpapier-Deckelbezügen. (Meißen, Selbstverlag, um 1920).
Außergewöhnlich seltener, prachtvoll aufgemachter Musterkatalog der berühmten Meißner Porzellan-Manufaktur, die nur wenige dieser Kataloge für ihre kaiserlichen, königlichen und hochadeligen Kunden herausgab. Die Kataloge wurden in der hauseigenen Druckerei gefertigt und von den Porzellanmalern eigens koloriert, so dass die Entwürfe mit den dann ausgeführten Mustern weitgehend deckungsgleich waren. Weltweit sind nur ganz wenige dieser Musterbücher nachweisbar. Der vorliegenden Band "Indische Muster" ist überhaupt niemals aufgetaucht.
Die herrlichen Tafeln zeigen Teller mit exotischen Mustern, mit Drachen, Panthern, Löwen und Gazellen, stilisierten Blumen, Seeungeheuern, Vögeln, aber auch mit abstrakten, floralen, geometrischen Ornamenten und vielem, vielem mehr, als Allusionen an asiatisches, hier spreziell indisches Dekor.
Unter den Darstellungen jeweils die Artikelnummer und der Titel des Dekortellers sowie weitere Angaben zu Farben etc. – Unbeschnitten, leicht stock- und fingerfleckig sowie vereinzelt leicht knickspurig und mit kleinen Wurmlöchern. Mit besonders schönem Kolorit. Selten.
ASIATICA
Amitabha-Sutra. Chinesisches Jade-Buch. 10 Tafelplatten aus dunkelgrüner, jadeartiger Steinsubstanz (wohl Nephrit oder Serpentin), gefasst in grauen, floral-ornamentierten Brokatrahmen. 22 x 14 cm. Brokateinband mit Holzdeckeln und blingeprägtem Deckeltitel (sinice): "Der Buddha spricht das Amitabha-Sutra". China, späte Qing-Zeit um 1900.
Religiöses Andachtsobjekt mit Text des Amitabha-Sutra, einem zentralen Text des Mahayana-Buddhismus. Inschriften in regulärer Schrift (Kaishu) und Siegelschrift (Zhuanshu). Die goldenen Zeichen sind in die Steinoberfläche graviert.
Innentitel mit dekorativer Rahmung aus zwei Drachen und Wolkenmotiven, ebenfalls in Gold ausgeführt. Die letzte Tafel zeigt die Darstellung einer buddhistischen Gottheit, wohl Manjushri auf einem Lotusthron, umgeben von einer Gloriole. Herstellung vermutlich im Kontext buddhistischer Werkstätten für kultische sowie repräsentative Zwecke. – Leichte altersbedingte Gebrauchsspuren. Vereinzelt Abrieb der Vergoldung; Brokat partiell berieben, an den Rändern minimal ausgefranst. Insgesamt gut erhalten.
Bambuslandschaft
(und:) Hofszene mit Damen im Garten. 2 Bildrollen
Los 551
Schätzung
130€ (US$ 149)
Bambuslandschaft (und:) Hofszene mit Damen im Garten. 2 Bildrollen. Tusche auf Papier bzw. kolorierter Druck auf Textil. 48,5 x 156 cm (und:) 145 x 44 cm. China, um 1980.
Eine Rolle zeigt eine weitläufige Bambuslandschaft mit Bachlauf, Brücke und dichter Vegetation in Tuschemalerei im Querformat. Mit Signatur und Siegeln. Im unteren Bereich mit Widmung für "Prof. Bortfeld".
Die andere Rolle mit Darstellung mehrerer Damen in einem ummauerten Garten mit Gelehrtenfelsen, Bäumen und Architekturstaffage. – Beide Rollen mit leichten Alters- und Gebrauchsspuren. Vereinzelt Knickspuren, leichte Wellungen sowie geringfügige Verschmutzungen. Die Montierungen etwas berieben. Die Bambuslandschaft mit kleinem Randeinriss und vereinzelten Abriebstellen, die Hofszene in gutem Erhaltungszustand.
Barnett, Percy Neville. Colour-prints of Hiroshige. 83 S., 2 Bl. Mit 63 montierten Farbtafeln. 43,5 x 32 cm. OHalbpergamentband mit goldgepr. Deckel- und RTitel. Sydney, The Beacon Press, 1937.
Eines von 100 nummerierten und von Barnett im Druckvermerk signierten Exemplaren (Gesamtauflage: 110 Ex.). – Gutes,teils etwas stockfleckiges Exemplar (Schnitt stärker betroffen) der aufwendigen, von dem berühmten australischen Sammler als Privatdruck herausgegebenen Publikation.
Botanische Illustrationen. 3 japanische Farbholzschnitte (Bonsai, Blühzweig und Gräser) aus einem Ehon. Je ca. 18 x 13 cm (Darstellung). Unter Passepartout mit mehrfarbigen Fileten. Kyoto, um 1900.
Drei botanische Farbholzschnitte mit Blühzweig, Schilfgräsern und einem Kiefern-Bonsai (Matsu) in Schalen. – Wohlerhalten.
Chinesische Seidenmalerei
mit Kalligrafie. Farbige Gouache auf graumellierter Seide
Los 554
Schätzung
150€ (US$ 172)
Chinesische Seidenmalerei mit Kalligrafie. Farbige Gouache auf graumellierter Seide. 3 Blatt. 34,5 x 40,1 cm, 34,3 x 40,1 cm und 40,4 x 46,7 cm. Montiert unter weißen Seidenpassepartouts (leicht angestaubt). China 20. Jahrhundert.
Auf kleineren Bildern stehen zwei Kraniche unter einer Kiefer. Der Kranich gilt in Ostasien als Symbol für langes Leben und Weisheit. Auf dem großen Bild sitzen zwei Pandas in der Mitte eines Bambuswaldes. – Das Pandabild mit kleinem Fleck. Die Kranichbilder haben leichte Abnutzungsspuren, alle Passepartouts mit leichten Knickspuren.
Chinesischer Lackeinband mit Perlmutt- und Holzintarsien (Gelenke am Rücken aufgeplatzt). Leeres Fotoalbum mit 9 Kartonblättern, überzogen mit Leinen und Brokatleinen und mit feiner Seidenmalerei um die Ausstanzungen herum. Insgesamt 52 Aussparungen zum Einsetzen von Fotografien. 28 x 35 cm. Ostasien um 1900.
Die aufwendig gestaltete Deckplatte zeigt einen stattlichen Adler, der auf einem Ahornzweig sitzt. Sein Gefieder schimmert blau, umgeben ist er von Blüten, Blättern und stilisierten Wolken; oben ist ein kleinerer Vogel im Flug dargestellt. Innen ist das Album mit feiner Seidenmalerei ausgekleidet, die die vorgefertigten, ausgestanzten Fächer, teils oval, teils eckig, rahmt. Die Seidenmalereien zeigen botanische Motive sowie Seenlandschaften. – Mit Gebrauchsspuren, Bestoßungen, Abschabungen und berieben. Innen in guter Erhaltung.
Dunhuang Bi Hua Xuan
Mural Paintings of the Tunhuang Caves. - 12 Farbtafeln nach Wandmalereien aus den Höhlen von Tunhuang
Los 556
Schätzung
200€ (US$ 230)
Dunhuang Bi Hua Xuan. - Mural Paintings of the Tunhuang Caves. 6 Textblätter (davon 3 mehrsprachige Indexblättern und Erläuterungen in Englisch, Französisch und Russisch sowie 3 in chinesischer Sprache), 24 Farbtafeln nach Wandmalereien aus den Höhlen von Tunhuang, 43 x 41,5 cm. Lose Blätter in 2 illustrierten OUmschlägen (diese läsiert, gebräunt und mit Einrissen). Peking um 1952-1954.
Reizvolle Wiedergabe der berühmten Wandmalereien der Mogao-Grotten bei Dunhuang an der Seidenstraße. Die farbreichen Tafeln zeigen buddhistische Fresken aus dem weitläufigen Komplex von mehreren hundert Höhlentempeln in der chinesischen Provinz Gansu. Mit Erläuterungen in chinesischer, englischer, französischer und russischer Sprache. – 2 (von 3) Teilen. Tafeln sauber und wohlerhalten, in frischem Kolorit.
Fächerblätter. Sammlung von 21 Fächerbildern, sämtlich auf dunlem Karton Tusche und polychrome Farben auf Papier, teils auf Blattgoldgrund, teils auf versilbertem Grund.
Kleine Sammlung von kunstvoll ausgeführten Fächerblättern. Die Darstellungen umfassen vornehmlich Motive der klassischen ostasiatischen Blumen- und Vogelmalerei mit Pflanzen-, Vogel- und Insektendarstellungen, daneben Landschaften mit Fischer- und Flussszenen sowie vereinzelte Genresujets. Ausgeführt in Tusche und polychromen Farben auf Papier, teilweise auf Gold- bzw. Silbergrund. – Stellenweise, mal stärkere, mal schwächere Oxidationsspuren. Vereinzelt leichte Oberflächenbereibungen. Verso teils leicht stockfleckig und berieben.
Folteralbum
Chinesisches Album mit 12 aquarell kolorierte Holzschnitt-Tafeln auf Reispapier
Los 558
Schätzung
450€ (US$ 517)
Folteralbum. Chinesisches Album mit 12 aquarell kolorierte Holzschnitt-Tafeln montiert auf Reispapier. 25 x 32,5 cm. Roter Seidenband (leicht berieben und bestoßen sowie Rücken mit Einrissen) mit vier Verschlussbändchen. China um 1900.
Die zwölf Darstellungen zeigen verschiedene Foltermethoden, die an Sklaven und Kulis, sogenannte Tagelöhner, durchgeführt wurden. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden meist junge Männer und Frauen aus asiatsichen Gebieten verschleppt oder unter falschen Versprechungen gelockt und später in den weltweiten Handel verkauft. Seit dem Wiener Kongress 1814 war der Sklavenhandel weltweit verboten, wodurch besonders Europa und Amerika günstige Arbeiskräfte fehlten, sodass sich der neue Handel mit den "Kulis" etablieren konnte. Die Folterdarstellungen zeigen eindrucksvoll unter welchen Bedingungen und in welchem Stand diese "Arbeiter" leben mussten und zugleich welch grausamer und langwieriger Prozess die Abschaffung der Sklaverei war und immer noch ist. – Etwas stockfleckig, Tafeln teils etwas gelöst und vereinzelt etwas berieben (kein Darstellungsverlust). Mit Besitzstempel verso dem Vorsatz.
Foltermethoden
Folge von 18 chinesischen Gouachen mit Darstellungen von Straf- und Folterszenen
Los 559
Schätzung
650€ (US$ 747)
Foltermethoden. Folge von 18 chinesischen Gouachen mit Darstellungen von Straf- und Folterszenen. Farbige Malerei auf dünnem China. Verschiedene Formate. Ca. 33 x 40 cm. Lose Blätter in bedrucktem Umschlag d. Z. (dieser mit deutslichen Gebrauchsspuren und Einrissen, Kanten bestoßen). China 19. Jahrhundert.
Folge von 18 Gouachen mit figurenreichen Darstellungen verschiedener chinesischer Straf- und Foltermethoden, Verhör- und Gerichtsszenen sowie einzelnen Alltagsszenen. Vermutlich aus zwei unterschiedlichen Folgen zusammengestellt. Einzelne Blätter mit kalligraphischen Erläuterungen. – Dünnes Papier stark spröde und brüchig. Mit teils erheblichen Randläsuren und Randeinrissen. Die Darstellungen überwiegend unbetroffen.
Ginko, Adachi
Musha-e Leporello mit 10 doppelseitigen Farbholzschnitten aus der Serie Dai Nihon Ryakushi Zue (japonice: Illustrierte Kurzgeschichte Japans)
Los 560
Schätzung
200€ (US$ 230)
Ginko, Adachi. Musha-e Leporello mit 10 doppelseitigen Farbholzschnitten aus der Serie Dai Nihon Ryakushi Zue (japonice: Illustrierte Kurzgeschichte Japans). Format chûban. 17,5 x 12 cm. OBroschur (stärker angeschmutzt, berieben und bestoßen) mit rotem Titelschild auf dem VDeckel. Japan, Meiji-Zeit, um 1885-1890.
Musha-e Holzschnittfolge, die dramatisch inszenierte Kampfszenen zeigen. Die erzählerischen Darstellungen zeigen ihre Protagonisten, Samurai und Feldherren in Rüstung und zu Pferde, bei Gewitter, in nächtlicher Landschaft oder am Meer. – Leporello in zwei Teile getrennt (jeweils 5 zusammenmontiert). Innenspiegel mit neueren Sepia-Eintragungen. Vereinzelt saubere Einrisse an den Falzstellen, papierbedingt leicht gebräunt. Die Holzschnitte insgesamt wohlerhalten, farbfrisch und mit nur sehr vereinzelten winzigen Einstichen.
Hiroshige, Ando Ichiryusai
Nachtszene am Omayagashi-Ufer). Asakusagawa Shubi no matsu Omayagashi
Los 561
Schätzung
500€ (US$ 575)
Hiroshige, Ando Ichiryusai. (Nachtszene am Omayagashi-Ufer). Asakusagawa Shubi no matsu Omayagashi (japonice: Die Uferstraße Omayagashi und die "Kopf-bis-Fuß"-Kiefer am Fluss Asakusa). Farbholzschnitt aus der Serie Meisho Edo hyakkei (japonice: Hundert Ansichten von Edo). Format ôban tate-e. 37,2 x 24,9 cm. Unter Glas in vergoldeter Holzprofilleiste. Japan ca. 1856
Atmosphärische Nachtszene am Sumidafluss mit mehreren Booten. Im Vordergrund links eine große Kiefer, darunter ein Boot mit herabgelassener Bambusjalousie; dahinter zeichnet sich die Silhouette einer Dame ab. Im oberen rechten Bildrand der Titel in roter Längskartusche, daneben die quadratische Serientitelkartusche. Rechts unten signiert in roter Längskartusche: "Hiroshige hitsu". – Farben etwas verblichen, im mittleren Bildbereich geringfügige Farbabweichungen bzw. Abdunklungen. Unter Glas gerahmt (nicht ausgerahmt; Versand nur ohne Rahmen).
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