Werden, Hugo van und Krupp
Fried. Krupp à Essen (Prusse), Aciérie
Los 395
Schätzung
450€ (US$ 517)
Werden, Hugo van. Fried. Krupp à Essen (Prusse), Aciérie aus "Cast-Steel Works". Panoramafotografie des Fabrikgeländes. Albumin, auf Karton gewalzt. Dort bezeichnet und mit lithographiertem Rahmen. 5 x 29 cm. Gussstahl-Fabrik, Aciérie, 1867.
Das aus sechs Teilen nahtlos zusammengefügte Panorama gibt einen hervorragenden Überblick über das gesamte Fabrikgelände der expandierenden Firma. Im Vordergrund links befindet sich ein Holzlagerplatz, dahinter erstreckt sich weit nach rechts ein langgestrecktes Gebäude, überragt von einigen Schornsteinen. Am rechten Bildrand stehen verschiedene Einzelgebäude, ebenfalls von Schornsteinen überragt. Das Foto ist sehr wahrscheinlich zur Weltausstellung in Paris 1867 erschienen, auf der Krupp mit seiner Riesenkanone großes Aufsehen erregte. Hugo van Werden (1836-1911) war als Werksfotograf für Krupp tätig. – Karton leicht gebräunt und rechte untere Ecke geknickt sonst wohlerhalten.
Wieck, Friedrich Georg
Die Manufaktur- und Fabrikindustrie des Königreichs Sachsen. Bei Gelegenheit der Gewerbe-Ausstellung in Dresden im Jahr 1845
Los 396
Schätzung
200€ (US$ 230)
Wieck, Friedrich Georg. Die Manufaktur- und Fabrikindustrie des Königreichs Sachsen. Bei Gelegenheit der Gewerbe-Ausstellung in Dresden im Jahr 1845. VIII S. (inkl. Schmucktitel), 1 Bl. Zwischentitel, 57 S. Mit farbig lithographierten Schmucktitel und in "Colorit-Druck ausgeführten Portrait". 24 x 15,5 cm. Bibl.-Halbleinen d. Z. (leicht bestoßen). Leipzig, B. G. Teubner, 1845.
Carpenter 18. Engelmann Suppl. 133. ADB 42, 372f. - Bibl.-Exemplar. – Der bekannte sächsische Technologe F. G. Wieck (1800-1860) beschreibt noch vor Eröffnung der Ausstellung die sächsische Industrie mit Schwerpunkten auf dem Maschinenbau sowie vor allem der Textilindustrie. Er behandelt aber auch Holzwaren, Musikinstrumente, Papierherstellung und Buchdruckerei. Der beigegebene "Koloritdruck, nämlich die Kunst, irgend einer Zeichnung in schwarzen Umrissen und schwarzer Schattierung vermittelst der Presse in Oel die entsprechenden Naturfarben zu geben", scheint eine Kombination von Holzstich und farbigen lithographischen Tonplatten zu sein. Drucktechnisch interessant ist auch der Titel, der in einem Rahmen als Untergrund ein feines Textilmuster wiedergibt. – Leicht gebräunt, schwacher Wasserrand.
Woltmann, Reinhard
Handbuch der Schiffahrtskunde. Zum Gebrauch für Navigationsschulen auch zum Selbstunterricht angehender Steuerleute
Los 397
Schätzung
600€ (US$ 690)
(Woltman, Reinhard). Handbuch der Schiffahrtskunde. Zum Gebrauch für Navigationsschulen auch zum Selbstunterricht angehender Steuerleute. Mit einer vollständigen Sammlung der unentbehrlichsten Seemannstafeln nebst 15 Kupfern und zwey Seecharten. 2 Teile in 1 Bd. I: XIV S., 1 Bl., 397 S. II: Zwischentitel, XVI, 227 S. Mit 15 gefalteten gestochenen Tafeln (2 von J. L. Semmelrahn nach E. W. Schuback) und 2 gefalteten gestochenen Karten von J. T. Hagemann nach E. W. Schuback. 21 x 12,5 cm. Marmoriertes Halbleder d. Zt. (beschabt, Ecken bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Hamburg, J. G. Langhoff, 1819.
Schröder 4507, 13. ADB 44, 199. Hamb. Biographie 2, 451f. (alle zu Woltman). Crone Library 783. Houzeau-Lancaster 10792. – Erste Ausgabe dieses wichtigen Navigationslehrbuches, das von dem bekannten Hamburger Wasserbaudirektor Reinhard Woltman (1757-1837), wohl unter Mitarbeit des Lehrers an der Navigationsschule Johann Michael Müller (gest. 1819), herausgegeben worden ist. Ab der 4. Auflage von 1844 wurde es von dem bekannten Astronomen und Direktor der Hamburger Navigationsschule und Sternwarte K. L. Chr. Rümker (1788-1862) bearbeitet. Das erste Buch behandelt die mathematischen Grundlagen, das zweite Buch die praktische Schifffahrtskunde, also Schiffsrechnung nach Maß und Berechnung der Kurse, sowie deren Korrektur durch astronomische Beobachtungen. Der zweite Teil mit den unabdingbaren Tabellen. Die Kupfer zeigen Sternbilder, Instrumente, nautische Berechnungen, außerdem mit einer Weltkarte und einer Karte der Nordsee. Vorrede datiert "im October 1818". Vornamen und Sterbejahr von Müller nach den Hamburger Adressbüchern von 1818-1820. – Vorsatz mit zeitgenössischen Eintrag "J. L. Bonartz", Spiegel mit späteren Einträgen Baak (Baake). Vorsatz mit kleiner montierter teilkolorierten Tuschzeichnung eines Dreimasters. Leicht gebräunt, etwas stock- und tintenfleckig. 1 Tabelle mit längerem Einriss, 1 mit kleinem Ausriss (kein Textverlust).
Wucherer, Gustav Friedrich
Die Elementarlehren der Mechanischen Wissenschaften, oder die leichtern Sätze der Gleichgewichts- und Bewegungslehre fester, tropfbarer und elastisch flüssiger Körper
Los 398
Schätzung
300€ (US$ 345)
Wucherer, Gust(av) Fr(iedrich). Die Elementarlehren der Mechanischen Wissenschaften, oder die leichtern Sätze der Gleichgewichts- und Bewegungslehre fester, tropfbarer und elastisch flüssiger Körper... XLIV S., 2 Bl. 432 S. Mit 13 Kupfertafeln (recte: 13 ausfaltbaren lithographischen Tafeln aus der Steindruckerei von E. Kaufmann in Lahr). 19,5 x 12 cm. Halbleder d. Zt. (Gelenke angeplatzt, Ecken bestoßen, 1 Rückenschild mit kleiner Fehlstelle) mit 2 farbigen RSchildern. Karlsruhe, G. Braun, 1821.
Engelmann 445. Vgl. Ernst Kaufmann. 150 Jahre Druckerei und Verlag (1966) 1ff. Nicht bei Winkler: Frühzeit der dt. Lithographie. – Einzige Ausgabe. Wucherer (1780-1843), seinerzeit Professor für Physik und Technologie in Freiburg, behandelt Statik, Hydrostatik, Aerostatik, Mechanik, Hydraulik und Pneumatik. Er wurde vor allem dadurch bekannt, dass er sich 1817/1818 erfolgreich für den Fortbestand der Freiburger Universität eingesetzt hat. 1818 gründete er in Freiburg auf eigene Verantwortung das erste "Polytechnische Institut" Badens. Nach seinem Wechsel an das Karlsruher Gymnasium wurde er 1824 mit der Planung für ein dortiges Polytechnisches Institut beauftragt, dessen Gründungsrektor er 1825 wurde und aus dem die heutige TU hervorgegangen ist (vgl. Weech II, S. 522 u. M. Cantor in der ADB XXXXIV, S. 261ff.). Der Band enthält 13 lithographische Tafeln aus der Anstalt von Ernst Kaufmann (1780-1844) in Lahr, der 1816 als ein Schüler von Senefelder eine der ersten badischen Steindruckereien eröffnete. – Titel mit altem Stempel (ligiert: J. St.). Leicht gebräunt.
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