Hutton, Charles
Tracts on mathematical and philosophical subjects; comprising, among numerous important articles, the theory of bridges, with several plans of recent improvement
Los 365
Schätzung
500€ (US$ 575)
Hutton, Charles. Tracts on mathematical and philosophical subjects; comprising, among numerous important articles, the theory of bridges, with several plans of recent improvement. Also the results of numerous experiments on the force of gunpowder, with applications to the modern practice of artillery. 3 Bände. I: X S., 1 Bl. Inhalt., 485 S., (1 S.). II; 2 Bll., 384 S. III; 2 Bll., 383 S. Mit gestochenen Frontispiz-Porträt von C. Turner nach H. Ashby, 10 (9 gefalt.) gestochenen Tafeln und einigen Textholzschnitten. 22,5 x 13,5 cm. Pappbände d. Zt. (Rücken im Stil der Zeit geschickt erneuert) mit RSchildern. London, F. C. and J. Rivington, 1812.
Skempton 712. Roberts-Trent 170. Poggendorff I, 1159. DSB VI, 576f. – Umfangreiche Sammelausgabe, die eine Reihe wichtiger Arbeiten aus dem Schaffen des zwischen 1773 und 1807 an der Militär-Akademie zu Woolwich lehrenden Mathematikers Ch. Hutton (1737-1823) enthält. Band I fasst seine Arbeiten zum Brückenbau und zu allgemeineren mathematischen Fragen zusammen, darunter u.a. eine umgearbeitete Fassung der erstmals 1772 erschienenen "Principles of Bridges" (S. 1-114), die erste englische Brückenbautheorie. Anschließend Aufsätze zum Bau der London-Bridge sowie eine "History and Practice of Iron Bridges" (S. 144-166), die bis 1805 reicht. Band II enthält seine Arbeiten zur Dichte und Anziehungskraft der Erde sowie weitere algebraische und geometrische Aufsätze. Band III zu Fragen der Artillerie. – Gelenke innen verstärkt. Ränder leicht gebräunt, teils gering stockfleckig. Unbeschnittenes Exemplar.
Kohn, Ferdinand. Iron and steel manufacture. XII, 270 S. Mit Holzstich-Frontispiz, 64 (17 gefalteten) Holzstich-Tafeln und zahlreichen Holzstichen im Text. 36,5 x 26,5 cm. OHalbleder (etwas angeschmutzt, Kanten bestoßen). London, W. Mackenzie, 1869.
Roberts-Trent 187. – Umfassendes Werk zur Metallurgie der späten 60er Jahre des 19. Jahrhunderts mit zahlreichen Darstellungen verschiedener Eisenhütten und Stahlwerke. Das Kapitel "Steel manufacture" (S. 72-131; acht Tafeln) ausführlich über das Bessemer-Verfahren sowie die neuesten Entwicklungen von Emil und Pierre Martin sowie C. W. Siemens, das Kapitel "Air and Gas Furnaces" (S. 132-146; sechs Taf.) über die von F. Siemens entwickelte Regenerativfeuerung. Das folgende Kapitel über Dampfhämmer, Schmiedepressen und Walzwerke. Im Zusammenhang mit der Pariser Weltausstellung wird auch die Fa. Krupp (mit einer Abb. ihrer 50-Tonnen-Kanone) vorgestellt. Gegenüber der Artikelserie in "Engineering" um Beschreibungen verschiedener Werke durch Zerah Colburn, Aufsätze von W. Fairbairn, Th. E. Vickers u.a. sowie verschiedene Tafeln erweitert. F. Kohn (1837-1871) war in den 60er Jahren bei der Einführung des Bessemer wie des Siemens-Martin-Verfahrens in Österreich beteiligt. – Vorsatz vorne etwas fleckig. Tafel XII knittrig und angeschmutzt sowie mit zwei Einrissen, Tafel X mit kleinem Einriss im Falz.
Koller, Leopold
Preis-Courant von Grab- und Kirchen-Laternen
Los 367
Schätzung
100€ (US$ 115)
Koller, Leopold. Preis-Courant von Grab- und Kirchen-Laternen. 2 Bl. Mit 43 Abbildungen auf 6 lithographischen Tafeln. 27 x 21 cm. Gelber OUmschlag (fleckig, knickspurig und winzigen Randläsuren) mit DTitel. Urfahr-Linz, Ph. Krausslich, (ca. 1870).
Leopold Koller bietet fünfzehn Laternenformen, häufig in neu-gotischem Stil an, die jedoch mit unterschiedlicher Befestigung geliefert werden können. Sie waren "sämmtlich mit feinem Farbenglas" ausgestattet. Tafel 6 zeigt neun Kerzenständer und Kandelaber. Die Druckerei von Philipp Krausslich (1826-1900) ist 1861 in Urfahr bei Linz gegründet worden und wurde vor allem durch ihre weltlichen Lied-Flugblattdrucke bekannt (vgl. K. M. Klier: Die weltl. Lied-Flugblattdrucke von Ph. Krausslich. In: Jb. der Stadt Linz 1952., S. 69ff.). – Knickspurig, leicht fingerfleckig und etwas knickspurig.
Leupold, Jacob. Theatrum Staticum (Universale), Das ist: Schau-Platz der Gewicht-Kunst und Waagen. 4 Teile in 1 Band. 5 (statt 6) Bl., 332 (recte 232) S., 2 Bl. (Register). Mit 57 ausfaltbaren Kupfertafeln. 35 x 24 cm. Pergamentband d. Zt. mit goldgeprägtem RTitel (mit schwachen Resten von Bibl.-Schildern). Leipzig, Chr. Zunkel, 1726.
Erste Ausgabe des 5. Bandes von Leupolds "Theatrum Machinarum Generale". "Von den technischen Autoren des 16. und 17. Jahrhunderts unterscheidet sich Leupold aber insbesondere durch die Systematisierung der Darstellung. Leupold schreitet von der Beschreibung der einzelnen Grundelemente zur Behandlung des funktionalen Zusammenhangs. Es ist vor allem diese stärkere rationale Durchdringung, die Leupold gegenüber seinen Vorgängern auszeichnet." (H. Hilz: Theatrum Machinarum S. 114). Teil 1 behandelt Gewicht-Kunst und Waagen im Allgemeinen, Teil 2 über Wasserwagen (Hydrostatik), Teil 3 über Barometer, Thermometer, Hygrometer etc., Teil 4 über Horizontalwaagen (Theatrum libellationis). Mit zahlreichen Detaildarstellungen auf den Tafeln. – Vortitel fehlt (war nie eingebunden). Etwas gebräunt und stockfleckig.
Lilienthal, Otto
Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst
Los 369
Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)
Lilienthal, Otto. Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst. Ein Beitrag zur Systematik der Flugtechnik. VIII, 187 S. Mit farbigem Frontispiz, 80 Textholzschnitten und 8 gefalteten lithographischen Tafeln. OLeinen mit goldgeprägtem Rücken- und VDeckeltitel. Berlin, R. Gaertner, 1889.
Borst 3808. Neufforge 540. Darmstaedter 887. Brockett 7557. Liebmann-Wahl 1324. – Erste Ausgabe des bahnbrechenden, grundlegenden Werkes aus der Feder des "ersten fliegenden Menschen", das den Beginn der modernen Luftfahrt darstellt. Seit 1871 hatte Lilienthal gemeinsam mit seinem Bruder Gustav Experimente veranstaltet und intensive Forschungen betrieben. Erst durch die Ergebnisse, wie sie in dem vorliegenden Buch niedergelegt sind, wurde die Konstruktion von Flugzeugen möglich. Im Jahre 1891 konstruierte Lilienthal aufgrund dieser Forschungen seinen ersten Gleitflieger. – Nur ganz minimal hier und da etwas fleckig und mit winzigen Gebrauchsspuren. Ein winziger Randeinriss am Vorsatzblatt mit Frontispiz sowie ein weiterer an der ersten Falttafel, sonst in sehr guter Erhaltung.
Macdonald, John
A Treatise on Telegraphic Communication, Naval, Military, and Political
Los 370
Schätzung
500€ (US$ 575)
MacDonald, John. A Treatise on Telegraphic Communication, Naval, Military, and Political: in which the known Defects of the Present System of Telegraphic Practice by Sea and Land are obviated by the Introduction of a Numerical Portable Dictionary... IV, 186 S. Mit 5 (1 kolor.) gest. Tafeln von S. Neele. 21 x 13 cm. Neues Halbleder (guter Zustand) mit RVergoldung. London, Military Library, 1808.
Nicht in der Ronalds Libr. Vgl. Poggendorff II, 5. – "Lieutenant-Colonel John Macdonald (1759-1831), F.R.S., who was already favourably known by two Reports on the Diurnal Variation ... publishes two treatises upon his 'Terrestrial Telegraph' ... His contrivance consists of thirteen boards or shutters arranged, like those of Edelcrantz, into three vertical ranks representing hundreds, tens and units. Twelve of the boards are capable of producing 4095 distinct combinations, and the thirteenth or auxiliary board, which is mounted over the centre of the apparatus, doubles that number. A flag or vane is added to the hundred side to distinguish it in whatever direction it may be viewed, and a ball sliding upon the staff which supports it affords the means of again doubling the number, so that, on the whole, 16,380 distinct signals can be obtained." (Mottelay S. 399). Macdonald diente lange bei der East India Company, bevor er um 1800 nach England zurückkehrte und sich neben seinem Militärdienst vor allem Fragen des Erdmagnetismus widmete. – Leicht gebräunt, 2 Blatt mit alt restauriertem Ausriss.
Mattenheimer, A. Die Rückladungs-Gewehre. Fragmente ihrer Entstehungs- und Entwickelungs-Geschichte in lithographirten und colorirten Blättern. (Beitrag zur Handfeuerwaffen-Lehre). Nach den Original-Waffen, Photographien und Original-Zeichnungen. 3 Bll. Mit 92 (1 gefalteten, meist kolorierten) lithographischen Tafeln. 21 x 33 cm. OLeindwand (berieben und bestoßen, Kapitale mit Einrissen und RDeckel mit größerem Knick) mit goldgeprägtem DTitel. Darmstadt und Leipzig, E. Zernin, 1869.
Zwischen 1866 und 1869 in 5 Lieferungen erschienen; ohne das Supplement von 1875, das noch weitere 10 Tafeln enthält. Umfassende Darstellung der Rücklader seit ca. 1480 mit Schwerpunkt auf dem frühen 19. Jahrhundert, darunter Gewehre nach den Systemen Johann Nikolaus von Dreyse (4 Taf.), Philo Remington (2 Taf.), Samuel Colt (2 Taf.), Henry bzw. Henry-Winchester (3 Taf.), Spencer (3 Taf.), Ludwig Werder (5 Taf.) u.a. Äußerst detailgetreue Darstellungen auch vieler technischer Einzelheiten mit umfangreichen Erläuterungen (diese in lithographischer Handschrift). A. Mattenheimer war Hauptmann im k. b. 14. Infanterie-Regiment. – Titel mit Besitzstempel "Bücherei des Archivs für Waffen und Uniformkunde". Ränder leicht gebräunt, teilweise fingerfleckig.
Newlands, James. The carpenter and joiner's assistant: being a comprehensive treatise on the selection, preparation, and strength of materials, and the mechanical principles of framing with their application in carpentry, joinery, and hand-railing ... XIII, 208 S., 23 Bl. Mit Titelvignette, 100 Tafeln und zahlreichen Textabbildungen. 34 x 24 cm. OHalbleder (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. London, Blackie & Son, (1880).
Handbuch für Tischler- und Schreinerlehrlinge mit einer umfassenden Abhandlung über die Auswahl, Vorbereitung und Festigkeit von Werkstoffen vom Schottischen Bauingenieur James Newlands (1813-1871). – Innengelenk offen. Mit mehreren Knickfalten, Vortitel mit größerem Einriss und etwas stockfleckig.
Nicholson, John. Der praktische Mechaniker und Manufacturist oder Erläuterung der mechanischen Künste und Fabriken England's. Nach der ersten und zweiten Auflage des englischen Originals bearbeitet. 2 Teile (Teil 2 = Supplement). XVI, 704 S.; IV, 139 S. Mit 118 (teils gefalteten) lithographischen Tafeln. Halbleder d. Z. (etwas beschabt). Weimar 1826-1834.
Engelmann 268. – Erste deutsche Ausgabe. Behandelt Dampfmaschinen, hydraulische Aparate, Drehbänke, Bohrmaschinen, Notenpressen, Uhren, Glas, Lack, Stahl, Baumwollfabrikation, Leinen, Seide, Wolle, Papier etc. Ein hervorragender Überblick über den Stand der Industrialisierung in England in der ersten Hälfte des 19. Jhdts. – Titel mit ausgeschiedenem Stempel der Leopoldina in Halle, einige der Tafeln verso gestempelt. Vorsätze erneuert und leimschattig. Titelblatt und erste Tafel leicht braunfleckig, sonst sauberes Exemplar.
Nosban, Louis
Vollkommenes Handbuch für Meubel- und Gebäudeschreiner
Los 374
Schätzung
180€ (US$ 207)
Nosban, Louis. Vollkommenes Handbuch für Meubel- und Gebäudeschreiner, zum Gebrauche für Tischler, Lackirer, Zimmerleute, Ebenisten und Liebhaber der Tischlerkunst. Titel, 638 S. Mit 4 mehrfach gefalteten lithographischen Tafeln. 17 x 10 cm. Marmorierter Halbleder (Rücken und Kanten beschabt) mit Buntpapierbezügen, rotem goldgeprägten RSchild und etwas RVergoldung. Ulm, J. Ebner, 1829.
Engelmann 270. – Einzige deutsche Ausgabe des in der Edition Roret erschienen "Manuel du Menuisier en Meubles et en Bâtimens" (EA 1827, 2. Ausgabe 1829). Dieses umfangreiche Handbuch erlebte im 19. Jahrhundert mehrere französische Ausgaben und wurde auch noch im 20. Jahrhundert wiederholt aufgelegt. Die Rezension in der Jenaischen Allgemeine Literaturzeitung (30. Jg., Erg.-Bl., Bd. 2, Nr. 93, Sp. 356-357) äußert sich sehr positiv: "Wir finden in dieser Schrift nicht allein viel Erfahrung, sondern auch sehr viele neue Entdeckungen, die dem aufmerksamen Schreiner sehr wohl zu Statten kommen werden. Bekanntlich ist der Luxus in Meublen hoch gestiegen, einzig durch die Franzosen ... Deshalb ist diese Anweisung eines ausgezeichneten französischen Künstlers für die Beförderung der Kunst sehr wichtig." Das Werk beschreibt verschiedene Holzarten, die nötigen Werkzeuge, die Holzbearbeitung, die Herstellung verschiedenster Möbel (u.a. Bibliotheksleitern), Firniss sowie Färben und Kolorieren des Holzes. – Bis auf vereinzelte schwache Wasserränder gut erhalten.
Outhofs, Gerhardus
Verhaal van alle hooge watervloeden, in meest alle plaatsen van Europa
Los 375
Schätzung
150€ (US$ 172)
Outhofs, Gerhardus. Verhaal van alle hooge watervloeden, in meest alle plaatsen van Europa, van Noachs tydt af tot op den tegenwoordigen tydt toe. M.e. breede beschryvinge v.d. zwaaren kerstvloedt van 1717. 11 Bl., 886 S. 16 x 9 cm. Mit gefalteter Kupferkarte. Leder d. Z. (berieben, bestoßen und mit größeren Fehlstellen) mit goldgeprägtem RTitel. Embden, Hermann van Senden, 1720.
Haitsma Mulier 368A. Bierens de Haan 3666. – Zweite Auflage, die erste erschien im Jahre 1717. Seltenes Werk über Hochwasser, mit einer Abhandlung über Astronomie. – Innengelenk am Titel offen, insgesamt papierbedingt gebräunt, leicht stock- und fingerfleckig, Seite 343-346 lose.
Ozanne, Nicolas-Marie
Marine militaire ou recueil des differens vaisseaux
Los 376
Schätzung
1.300€ (US$ 1,494)
Ozanne, (Nicolas-Marie). Marine militaire ou recueil des differens vaisseaux, qui servent à la guerre suivis des manoeuvres qui ont le plus de rapport au combat ainsi qu'à l'attaque et le defense des ports. 50 Kupfertafeln. 26 x 19 cm. Modernes Kalbspergament mit goldgeprägtem RTitel und Filetenvergoldung. Paris, Chereau, um 1760-1770.
Polak 7234. Cohen-Ricci 778. Sander 1482. Graesse V, 99. Ebert 15614. NHSM 750. Ornamentstichsammlung 1463. Scheepvaart-Museum 750 (nur 47 Tafeln). Nagler XII, 3. – Komplett gestochenes, bedeutendes Marine-Lehrbuch von dem Marineingenieur und Marinemaler Nicolas-Marie Ozanne (1728-1811). Das Werk diente als visuelle Enzyklopädie der französischen Kriegsmarine des 18. Jahrhunderts. Es enthält detaillierte Darstellungen verschiedener Schiffstypen (wie Linienschiffe, Fregatten, Galeeren und Brander) sowie Erläuterungen zu Seetaktiken, Flottenmanövern und dem Angriff bzw. der Verteidigung von Häfen.
– Gestochenes Titelblatt unten rechts mit größerem Braunfleck, teils etwas angestaubt und nur leicht fleckig, winziges rundes Wurmlöchlein im Rand, sonst nur ganz vereinzelte Gebrauchsspuren
Pambour, Francois Marie
Abhandlung über Dampfwagen auf Eisenbahnen
Los 377
Schätzung
200€ (US$ 230)
Pambour, F(rançois) M(arie) G(uyonneau comte) de. Practische Abhandlung über Dampfwagen auf Eisenbahnen. Aus dem Englischen (von August Leopold Crelle?). 262 S. Mit 4 gefalteten lithographischen Tafeln. 25 x 19,5 cm. Leinen d. Zt. (gebräunt, leicht bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel. Berlin, G. Reimer, 1837.
Engelmann 274. Haskell 836. Metzeltin, Bahn 2750. Vgl. Poggendorff II, 350, DSB X, 286 und Metzeltin: Lokomotive 91. – Erste deutsche Ausgabe. Besonders abgedruckt aus Crelle's Journal für die Baukunst, Band X. Übersetzt nach der englischen Ausgabe "A practical treatise on locomotive engines upon railways" (London 1836), die wiederum auf der französischen Originalausgabe von 1835 basierte. Diese war nach den Arbeiten von Thomas Tredgold und Nicholas Wood (beide 1825) mit das erste umfangreiche und bedeutungsvolle Werk zur Theorie und Praxis der Dampflokomotiven gewesen. Insbesondere war es Françoise Pambours (1795-1878) Verdienst, die theoretische Duchdringung der Thematik zu leisten, die er in seiner 1837 erschienenen "Théorie de la machine à vapeur" vertieft hat. Er behandelt in vorliegendem Werk u.a. die Spannung der Dämpfe in den Dampfmaschinen, die Theorie der Bewegung der Dampfwagen, die verschiedenen Nebenteile der Maschinen nebst ihren Wirkungen sowie auch das Verhalten der Lokomotiven auf den Schienen. Pambour war bis 1828 Artillerieoffizier und später als Ingenieur tätig. 1839 wurde er korrespondierendes Mitglieder der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Ob Crelle auch der Übersetzer dieser Abhandlung gewesen ist, geht aus dem Vorwort nicht eindeutig hervor, ist jedoch wahrscheinlich, da er sich in zahlreichen Aufsätzen mit Problemen des Eisenbahnwesens auseinandergesetzt hat. – Leicht gebräunt, Titel gestempelt. Insgesamt gutes Exemplar.
Poenitz, Carl Eduard
Die Eisenbahnen und ihre Benutzung als militärische Operazionslinien
Los 378
Schätzung
200€ (US$ 230)
(Poenitz, Carl Eduard). Die Eisenbahnen und ihre Benutzung als militärische Operazionslinien von Pz. XII, 287 S. Mit 1 gefalteten lithographischen Karte. 21 x 13 cm. Marmoriertes Halbleder d. Zt. (etwas berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Adorf, Verlags-Bureau, 1853.
Neuner 304. Holzmann-Bohatta II 468. Vgl. Röll IV,139f. – Zweite (umgeänderte) Ausgabe. Gegenüber der ersten Ausgabe von 1842 wesentlich verändert. "Mit diesen Worten (den letzten Sätzen der ersten Ausgabe als Zitat) schlossen wir vor eilf Jahren die erste Ausgabe der vorliegenden Schrift, müssen aber heute das Geständnis ablegen dass wir damals uns geirrt haben. Jetzt erst... sind wir in den Stand gesetzt worden auf der Grundlage, zu welcher wir im Jahre 1842 die Werkstücke lieferten, weiter fortzubauen und eine militärische Benutzung der Eisenbahnen in Vorschlag zu bringen, wie wir sie zwar schon damals im Auge hatten, wozu aber noch manche wesentliche Bedingung fehlte." (Vorwort). – Titel mehrfach gestempelt. Gering stockfleckig.
Poppe, Johann Heinrich Moritz
Theoretisch-praktisches Wörterbuch der Uhrmacherkunst
Los 379
Schätzung
600€ (US$ 690)
Poppe, Johann Heinrich Moritz. Theoretisch-praktisches Wörterbuch der Uhrmacherkunst, oder Erklärung der vornehmsten Begriffe und Kunstwörter, welche bey der Verfertigung, Reparatur und dem Gebrauche aller Arten von Uhrwerken nebst den dazugehörigen Werkzeugen und andern Einrichtungen, vorkommen. 2 Bände. XX, 412 S.; 1 Bl., 530 S. Mit 12 litographischen Tafeln. 20,5 x 12 cm. Pappbände d. Zt. (etwas beschabt und bestoßen, Deckel teilw. verblasst. 1 Rücken mit kleinem Brandfleck, 1 Rückenschild inkomplett) mit rotem Rückenschild. Leipzig, Sommer, 1799-1800.
Engelmann 289. ADB XVI, 418ff. Nicht bei Bromley. – Erste Ausgabe. "Der Mathematiker und Physiker Johann Heinrich Moritz von Poppe (1776-1854) ist einer der fruchtbarsten Verfasser von deutschsprachigen Uhrenbüchern überhaupt. Die Qualität seiner fast 150 Schriften ... schwankt stark. Sein 'Wörterbuch' gehört zu seinen bedeutenderen Werken, da es inhaltlich solide ist und in der Form der Darstellung neue Wege beschreitet. Poppe vermisst ... in bisherigen Handbüchern 'eine systematische Ordnung, wo der Inhalt vom Anfange bis ans Ende die Kenntnisse des Lesers stufenweise vermehren muß.' (XV) Die mangelnde Gliederung und Didaktik versucht das Werk durch 'die jetzt in Handbüchern so beliebte alphabetische Ordnung' (XVII) und Zuspitzung der Einzelthemen zu vermeiden. Die Zeichnungen sind 'dem vortrefflichen Berthoudschen Werke entlehnt.' (XIX)" (Graf: Der kunstreiche Uhrmacher. Kat. Dt. Uhrenmuseum 2010, S. 100; vgl. S. 68). – Vorsätze mit Eintrag "H K K (?) Rumann". Mit gedruckter Widmung an Franz von Zach. Leicht gebräunt (Band I etwas stärker) und stockfleckig. Tafeln in Band II etwas knittrig und mit leichtem Wasserrand.
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