Karskaya, Ida. - Seibel, Castor u. a. Karskaya. Mit 4 Originallithographien, 3 signierten Original-Gouachen, 3 Collagen (davon eine signiert), einem signierten Originalaquarell und einer Farbfotografie von Ida Karskaya. 13,5 x 13,5 cm. Lose Bogen in OLeinenkassette mit Schließband. Villeneuve-sur-Lot, Les Presses du Villeneuvois, 1986.
Eines von 85 Exemplaren der Hommage an die russisch-französische Künstlerin (1905-1990). Gesamtauflage: 100 Ex. Mit Textbeiträgen von Castor Seibel, A. Berne-Joffroy, M. Bonnet/Ph. Bernier, A. Boucourechliev, Y. Delaborde, Zoé Oldenbourg und Kenneth White, die jeweils von einer oder mehreren Originalarbeiten von Ida Karskaya begleitet werden. – Sehr gut erhalten.
Kertész, Imre. Zwei Widmungsexemplare. 1993-1998.
1. Galeerentagebuch. Aus dem Ungarischen von Kristin Schwamm. OPappband mit OSchutzumschlag. Berlin, Rowohlt, 1993. - Erste deutsche Ausgabe. - Titel mit eigenhändiger Widmung: "Für Marianne Frisch, in Freundschaft und Liebe, sehr herzlich: Imre Kertész - Berlin, den 7. Mai 1995". - Stärkere Gebrauchsspuren; Schutzumschlag und Schnitt durch ein umgekipptes Tintenfass stark verschmutzt. - 2. Ich ein anderer. Aus dem Ungarischen von Ilma Rakusa. OPappband mit OSchutzumschlag. Berlin, Rowohlt, 1998. - Erste deutsche Ausgabe. - Titel mit eigenhändiger Widmung des Nobelpreisträgers von 2002: "Für Marianne Frisch, in der 'alten' Freundschaft, herzlichst: Imre Kertesz - Berlin, 25. März 1998." - Wohlerhalten.
Kies, Helmut. Österreich. Ein Zyklus. Essay Bertrand Alfred Egger (Deckeltitel). 2 Bl. Mit 12 nummerierten und signierten Originalradierungen von H. Kies. 54,5 x 40 cm. Lose Bl. in OLeinen-Flügelmappe. Wien, Verlag für Jugend und Volk, 1969.
Eines von 399 Exemplaren. Helmut Kies (1933-2016) zählte zur Wiener Schule des Phantastischen Realismus und 1957/58 als Mitbegründer zum engsten Kreis der "Wiener Ars Phantastica" mit Kollegen wie Ernst Fuchs, Wolfgang Hutter, Anton Lehmden, Arik Brauer und Rudolf Hausner. Typisch für ihn die dramatischen Wolkenformationen, die als "Kieshimmel" populär wurden. – Sehr gutes Exemplar.
Bosshart, Jakob und Kirchner, Ernst Ludwig - Illustr.
Neben der Heerstrasse
Los 3184
Schätzung
180€ (US$ 207)
Kirchner, Ernst Ludwig. - Boßhart, Jakob. Neben der Heerstrasse. Erzählungen. 434 S., 3 Bl. Mit 23 (statt 24) Original-Holzschnitten von Ernst Ludwig Kirchner. 19,5 x 13 cm. OHalbleinen mit Vorderdeckelillustration des Künstlers. Zürich und Leipzig, Grethlein, (1923).
Dube 809-831. Jentsch 143. Schauer II, 119. – Erste Ausgabe, hier in der Halbleinen-Einbandvariante. "Die Illustrationen wurden von den Originalstöcken Ernst Ludwig Kirchners abgezogen." – Es fehlt der Schutzumschlag mit dem Original-Holzschnitt (Dube 808), papierbedingt unwesentlich gebräunt, sonst frisches, bemerkenswert schönes Exemplar.
Klinger, Max. Intermezzi - Opus IV. 12 Original-Aquatintaradierungen auf gewalztem China. 63 x 46 cm. Lose Kupferdruckkartons in OHalbleinen-Mappe (gebräunt und etwas fleckig) mit 2 Schließbändern. Nürnberg, Th. Stroefer, 1881.
Singer 52-63. – "Der Titel deutet an, daß es Arbeiten sind, die von Klinger zwischen und neben der Beschäftigung mit seinen geschlossenen Folgen gefertigt wurden." Vorwiegend mit verschiedenen landschaftlichen Hintergründen werden teils mythologische (an Böcklin erinnernde), teils historische Figuren dargestellt, teils durchsetzt mit phantastischen Elementen. – Ränder der Untersatzkartons etwas gebräunt (teils auch verso) und stellenweise leicht stockfleckig.
Kokain
Eine moderne Revue. Heft I-V (alles Erschienene)
Los 3186
Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)
Kokain. Eine moderne Revue. Heft I-V in fünf Heften (alles Erschienene). Zus. 370 S. Mit zahlr., teils farb. Illustrationen. 25 x 17 cm. Farb. illustr. OBroschuren (teils minimal berieben). Wien 1925.
Kompletter einziger Jahrgang des Magazins. "In jeder Lebenslage greifen Sie zu unserer Revue, deren Titel 'Kokain' symbolisch gewertet werden wolle; sie gleicht einem Narkotikum, dessen Wirkung unfehlbar ist." (Vorwort der Redaktion in Heft I). Verantwortlich für den Text-Teil war Dr. Viktor Koch, für den illustrativen Teil und die künstlerische Ausstattung Dr. Stefan Eggeler. Die suggestiven Einbandillustrationen stammen allesamt von Eggeler, der auch die oft symbolistisch-surreal-magisch-mystischen Erzählungen der Revue illustrierte. – In sehr guter Erhaltung. - Komplett äußerst selten.
Kokoschka, Oskar. Blätter aus Privatbesitz. 8 nn. Bl. Text mit großer Abbildung. 6 großformatige montierte Farbtafeln. 69 x 49 cm. Nachblaues OHalbleinen mit silbergeprägtem Monogramm "OK" und großer montierter VDeckelvignette. Graz, Akademische Druck - und Verlagsanstalt, 1989.
Faksimile der Moderne 7. Eines von 1000 nummerierten Exemplaren, hier ohne Nummer. Sechs Drucke in hervorragender Offsetdrucktechnik, faksimiliert Faksimile im Originalformat.. – Nahezu verlagsfrisch, tadellos.
Kokoschka, Oskar. Der gefesselte Columbus. Mit 12 signierten Originallithographien. 49 x 35 cm. Lose Bl. unter Passepartout, lose montiert. OHalbpergament-Flügelmappe (etwas gebräunt und leicht fleckig). Berlin, F. Gurlitt, 1916.
Wingler-Welz 43-54. – Eines von 150 Exemplaren der Ausgabe B auf Bütten (Gesamtauflage: 200 Ex.), laut Arntz 1918 erschienen. "Zwölf im Jahre 1913 entstandene Kreidelithographien nach Umdruckzeichnungen zu Kokoschkas gleichnamiger Dichtung. Die Schreibweise des Namens Kolumbus - mit K - im Titel der Dichtung bzw. der Lithofolge der Ausgabe von 1916 entspricht der von Kokoschka selbst bevorzugten Version. Der Schriftgraphiker E. R. Weiß hingegen schreibt den Namen mit C, als Columbus ... Kokoschkas Dichtung 'Der gefesselte Kolumbus' reicht in die Zeit um 1908 zurück und war - 'Der weiße Tiertöter' betitelt - zunächst als Fortsetzung der 'Träumenden Knaben' gedacht." (Wingler-Welz, S. 81f.). – Sehr gutes Exemplar der grandiosen Folge. Allein die Passpartouts teils etwas stockfleckig.
Kolár, Jirí. Ódy a variace. 89 S., 3 Bl. Mit 2 ganzseitigen Abbildungen von Frantisek Hudecek. 21,5 x 15 cm. Illustrierte OBroschur (berieben, mit Randläsuren und Einrissen, Kapitelle fehlen). Prag, Druzstvo Dílo, 1946.
Erste Ausgabe. – Unbeschnitten. Papierbedingt gebräunt, mit Randläsuren und einige Blätter lose, teils im Block gelöst. Selten im Handel. Mit vier-zeiliger Widmung des Autors auf dem Vortitel.
Kubin, Alfred
Pierrot und Harlekin. Lithographie, signiert
Los 3190
Schätzung
240€ (US$ 276)
Kubin, Alfred. Pierrot und Harlekin. Lithographie auf chamoisfarbenem Bütten, signiert, im Stein betitelt und nochmals signiert. 26 x 39,5 cm. 1924.
Hoberg 80. Raabe 253. – Eines von 100 Exemplaren (Gesamtauflage). Ediert im Rembrandt-Verlag. – Wohlerhalten.
Künstlerbücher. Konvolut von drei Werken (von Peter Hutchinson, Peter Schuyff und Mieko Shiomi). 1991-2011.
Enthält: 1. Peter Hutchinson. Journal (Sketchbook). 32 Drucke. Je 24,2 x 19,6 cm. Lose Blätter in grüner OLeinenkassette. Amsterdam, Galerie A, 2011. - Eines von 50 nummerierten und signierten Exemplaren (Gesamtauflage). Peter Hutchinson (1930-2025) war ein britisch-amerikanischer Konzeptkünstler und Maler. Er gilt als einer der Wegbereiter der Land Art. - 2. Peter Schuyff. Sketchbook. 18 faksimil. Blatt. 22 x 29 cm. OHalbleinen mit Deckelschild. Amsterdam, Aschenbach Galerie & Galerie A, (1991). - Eines von 183 von Schuytt signierten und nummerierten Exemplaren des faksimilierten Skizzenbuches (Gesamtauflage: 200 Ex.). Peter Schuyff (geb. 1958 in Baarn, Niederlande) ist ein in den Niederlanden geborener amerikanischer Maler, Musiker und Bildhauer. 1967 zog er mit seiner Familie nach Vancouver Schuyff war fasziniert von den radikalen Ansichten der Kunstwelt in den 1960er und 70er Jahren und insbesondere von Andy Warhol und Willem de Kooning. - 3. Mieko Shiomi. A Flux Atlas. Reprint der Karte aus der Fluxus Edition nach einem Entwurf von George Maciunas. 21 x 18,5 cm bzw. 83 x 36,5 cm (aufgeklappt). Illustrierter OUmschlag in Schutzfolie. Mit textilem Schließbändchen. O. O. 1992. - Eines von 500 Exemplaren (Gesamtauflage). Umschlag bzw Druckvermerk von der Künstlerin hs. nummeriert und signiert. – Alle drei Exemplare nahezu verlagsfrisch.
Kuhlmann, Quirinus. Recht dunkelt mich das Dunkel. 43 nn. Bl. als Blockbuch gebunden. Mit 20 signierten Original-Holzschnitten von U. Bremer, G. B. Fuchs, A. Schindehütte, J. Vennekamp, A. Waldschmidt sowie zahlreichen Original-Textholzschnitten. 42 x 30 cm. OHalbleinen. (Rixdorf 1964).
Rixdorfer Drucke Ohff 43ff. und 173. Spindler 127, 3. – Eines von 99 numerierten Exemplaren. Der gesamte Text des mystisch-barocken Ekstatikers in Handsatz mit den verschiedenartigen Typen der Rixdorfer Werkstatt gesetzt. – Leicht gebräunt.
Kunert, Günter. Wegschilder und Mauerinschriften. Gedichte. 93 S., 1 Bl. 21 x 13 cm. OPappband (gebräunt). Berlin, Aufbau, 1950.
Wilpert-Gühring2 1. – Erste Ausgabe des Debüts. – Papierbedingt etwas gebräunt, sonst wohlerhalten.
La Fontaine, Jean de und Derain, Alain - Illustr.
Contes et nouvelle en vers
Los 3194
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
La Fontaine, Jean de. Contes et nouvelle en vers. 3 Bde. 270 S., 2 Bl.; 417 S., 2 Bl. Mit 67 ganzseitigen Orig.-Lithographien, drei Extrasuiten, 13 weiteren Lithographien und einer Original-Bleistiftzeichnung von André Derain. 26 x 18 cm. Lose Doppelbogen bzw. lose Bl. in 3 OUmschlägen, OHalbpergamentdecken und OPappschuber. Paris 1950.
Monod 6687. Strachan 330. – Nicht nummeriertes "Exemplaire imprimé specialément pour Marthe Fecquet". Exemplar auf Vélin de Montval (Gesamtauflage 200 Exemplare), hier mit einer Extrasuite auf Japon vergé, zwei weiteren Graphikfolgen auf China und Japon nacré, 15 nicht verwendeten Illustrationen, 4 Probedrucken und einer Originalzeichnung. Die Lithographien wurden bei Mourlot gedruckt. 1905 verbringt Derain den Sommer zusammen mit Matisse in Collioure und stellt noch im selben Jahr im Pariser "Salon d'Automne" seine fauvistischen Bilder aus. Nachdem er 1908 mehrere Monate mit Picasso in Avignon verbringt, gerät Derain unter den Einfluss des Kubismus. 1910 nimmt er an der Ausstellung der "Neuen Künstlervereinigung" in München teil, ein Jahr später ebenso an der Ausstellung des "Blauen Reiter". 1912 beginnt die "période gothique" in Derains künstlerischem Schaffen. Anfang der vierziger Jahren arbeitet Derain hauptsächlich in Donnemarie und kehrt nach der Befreiung von der deutschen Besatzung 1944 wieder nach Chambourcy zurück. 1950 entstehen Illustrationen für die Werke von Saint-Exupéry und für die "Contes et Nouvelles" von La Fontaine. – Sauberes Exemplar.
Laborde, Chas. - Giraudoux, Jean. Rues et visages de Berlin. 2 Bl., 27 S., 2 Bl. Mit radierter Titelvignette, 52 Textillustrationen, 18 Orig.-Radierungen von Chas Laborde in zwei Druckzuständen, davon eine eigenhändig koloriert, sowie 3 kolor. Original-Radierungen "suppleméntaires". 42,5 x 33 cm. Lose Lagen in illustr. OHalbpergament-Flügelmappe (etwas gebräunt und berieben) mit Schließband. Paris, Éditions de la Roserai, 1930.
Monod I, 5460. Carteret IV 186. – Exemplaire d'artiste, den 15 Exemplaren der Vorzugsausgabe entsprechend (Gesamtauflage: 156 Ex.), mit einer nicht kolorierten Extrasuite der Radierungen sowie 3 zusätzlichen kolorierten Grafiken. Eine der schönsten Berlin-Impressionen aus den späten zwanziger Jahren mit Szenen aus dem turbulenten Straßenleben, den Cafés und Bars und aus dem Tiergarten. Die Radierungen erinnern in ihrer künstlerischen Auffassung an Rudolf Großmann und Rudolf Schlichter, manche Charaktere an einen etwas gezähmten George Grosz. Die in den Text integrierten Illustrationen mit genau beobachteten Details, z. B. der Stand "Obstweinverkauf Werder", Berliner Männer-Bedürfnisanstalten in Rundform, eifrige Dienstmänner und Polizisten, Animator trinkende Gartenwirtschaftbesucher usw. Zusätzlich eine handschriftlich als "planche libre en plus" bezeichnete Farbradierung: Sie zeigt Nacktbadende am Wannsee (oder an der Havel?). Das ganze Werk ist eine zauberhafte Hommage an das Berlin der (gerade-noch)Zwanziger-Jahre, kurz bevor der Rolladen fiel. Giraudoux (1882-1944), Germanist und Deutschlandkenner, Reisender, Diplomat, Theaterautor und Romancier, wandte sich in den dreißiger Jahren ab von seiner lange gehegten Idee, Deutschland und Frankreich könnten sich in einer Kulturgemeinschaft versöhnen. Er starb am 31. Januar 1944 in Paris. 2008 erschienen auf Deutsch erstmals seine Doppelmemoiren, das letzte von ihm abgeschlossene Manuskript. – Hin und wieder kleinere Knickspuren an den Ecken; wohlerhaltenes Exemplar.
Lanskoy, André. La genèse. Lithographies originales. 24 Doppelblatt mit lithographiertem Text und 35 Original-Farblithographien von Lanskoy. 62 x 49 cm. Lose Bogen in farbigem Original-Umschlag und illustrierter OPappkassette (etwas lädiert). Paris, Bibliophiles de l'Union française, 1966.
Sechster Druck für Les Bibliophiles de l'Union française, herausgegeben von Félia L. Lál. Monod 5242. – Eines von 125 nummerierten Exemplaren auf Vélin pur chiffon d'Arches. Druckvermerk vom Künstler und der Herausgeberin signiert. Die schönen farbigen Lithographien von Mourlot gedruckt, die Texte von Ch. Sorlier lithographiert. – Sehr gutes Exemplar, allerdings mit gering auffälligem Modergeruch.
L'Héritier de Villandon, Marie-Jeanne und Laurencin, Marie - Illustr.
L'Adroite Princesse ou les Aventures de Finette.
Los 3197
Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)
Laurencin, M. - L'Héritier de Villandon, M.-J. L'Adroite Princesse ou les Aventures de Finette. 30 S., 2 Bl. Mit 5 im Stein signierten Orig.-Farblithographien separat unter Passepartouts. 45,5 x 31,5 cm. Lose Bogen in illustr. OUmschlag (Vorder- und Rückdeckel getrennt; Vorderdeckel mit Einriss) und OKart.-Mappe (lädiert). Paris, Éditions Trémois, 1928.
Monod 7178. – Eines von 450 nummerierten Exemplaren "sur vélin à la forme avec les lithographies tirées a part sur Chine monté". Gesamtauflage 480 Exemplare. Eines der frühesten Illustrationswerke der Künstlerin. Die Textvorlage: ein Märchen der französischen Autorin Marie-Jeanne L'Héritier de Villandon (1664-1734)Tochter von Charles Perrault gewesen sein.[1] – Text und Illustrationen wohlerhalten; Einband und Mappe defekt.
Laurens, Henri. - Lukian von Samosata (hier: Lucien). Dialogues. Übersetzt von Emile Chambry. 152 S., 2 Bl. Mit 24 Orig.-Farbholzschnitten auf Tafeln, 8 farbigen Orig.-Holzschnittvignetten und 1 doppelblattgr. farbigen Holzschnitt-Tafel (Tafelindex) von Henri Laurens. 39 x 29 cm. Lose Bogen in illustr. OUmschlag (Gelenke angeplatzt) und OPpschuber (dieser etwas berieben). Paris, Tériade, (1951).
Rauch 127. Stern 57. Klipstein und Kornfeld, Tériade 41. Völker 33. Strachan 336. – Eines von 250 nummer. Exemplaren (Gesamtauflage 275 Ex.). Druckvermerk vom Künstler signiert. "In his use of several blocks for tonal and linear effects, Laurens shows a remarkable technical virtuosity" (The Artist and the Book 157). Mit dem bei Völker als "Table de matière" bezeichneten Doppelbl. im Anhang, hier "Table des gravures" bezeichnet, das zweimal 12 farbige Abb. in den jeweiligen Farben der vier Teile enthält. Die den verschiedenen Dialoggruppen zugeordneten Holzschnitte sind je nach Gruppe verschieden in der Klangfarbe: den "Dialogues des Dieux" sind braun-schwarz-weiße Holzschnitte zugeordnet, den "Dialogues marins" schwarz-grün-blaue Holzschnitte, den "Dialogues des morts" schwarz-grau-weiße Holzschnitte, den "Dialogues des Courtisanes" gelb-orange-schwarze Holzschnitte. – Sehr gutes Exemplar.
LCB-Editionen
12 Hefte der Reihe, davon 10 mit Widmung oder Siignatur des Autors
Los 3199
Schätzung
450€ (US$ 517)
LCB-Editionen. 12 Hefte der Reihe, davon 10 mit eigenhändiger Widmung des Autors bzw. signiert. 19 x 14 cm. Illustr. OBroschur (einige wenige Bde. leicht berieben oder minimal fleckig). Berlin, Literarisches Colloqium, 1966-1988.
Erste Ausgaben. Die bekannten LCB-Bände im unverwechselbaren Design mit einem Porträt des Autors von Renate von Mangoldt auf dem Vorderumschlag. Die Widmungen gehen an die damals in Berlin lebende Marianne (teils auch an Max) Frisch, von 1968 bis 1979 Ehefrau von Max Frisch, literarische Übersetzerin und mit zahlreichen Autoren und Autorinnen befreundet.
Die einzelnen Bände:
Ernst Jandl. wischen möchten 1974. - Mit der schönen Widmung: "Im Namen der scheußlichen Figur auf dem Umschlag widmet Ihnen, liebe Marianne und lieber Max Frisch, dieses Büchlein Ihr Ernst Jandl - Berlin, 23. Mai 1974".
Almeida Faria. Fragmente einer Biografie. 1980. - Mit Widmung in portugiesischer Sprache.
György Dalos. Mein Großvatzer und die Weltgeschichte. 1985. - "Für Marianne, die liebe, kluge und neugierige Leserin dieses Buches".
Lothar Klünner. Abfuhr und sieben Ermittlungen zur Poetik. 1985. - Signiert und datiert.
Eduardo Sanguinetti. Reisebilder. 32 Gedichte. 1972. - Signiert.
Jürgen Becker. Schnee. Gedichte. 1971. - Signiert und datiert.
Peter Nádas. In Gottes Hand. 1983. - "für Marianne Frisch mit herzlichen Grüßen".
Marin Sorescu. Aberglaube. 1974. - Mit längerer Widmung in rumänischer Sprache. - Beiliegend eine eigenh. Postkarte von Sorescu.
Istvan Eörsi. Die Stimme seines Herrn. 1984. - "Für Marianne wieder mit Devotion Devotion + Devotion = Hin-Hin-Hingabe".
László Krasznahorkai. Gnadenverhältnisse. 1988. - Für Frau Marianne Frisch zum Zeichen meiner Achtung" (datiert: Berlin, 15.6.1989).
Hans/Jean Arp. Das andere ist das andere Land: Schäl mir eine Fee. 1966. - Mit Widmung des Übersetzers Ernest Wichner.
Friederike Mayröcker. In langsamen Blitzzen. 1974. - Ohne Widmung. – Wohlerhaltene Exemplare.
Léger, F. - Teriade, E. Fernand Leger. XXVI S., 6 Bl. Mit 3 (statt 5) Farbtafeln mit Pochoirkolorit und 88 Tafeln in Schwarz-Weiß. 27,5 x 22 cm. Späteres Bibliotheksleinen mit altem RSchild. Paris, Editions Cahiers d'Art, 1928.
Les grands peintres d'aujourd'hui. Eines von 748 nummerierten Exemplaren auf Vélin de Torpes (Gesamtauflage: 800). Erste Monographie zum Werk Legers und erste Publikation mit farbigen Abbildungen. Die Pochoirs in sehr satten, kräftigen Farben entstanden nach Angaben des Künstlers. – Es fehlen zwei der Farbtafeln. Titel gestempelt (Reichsadler mit Swastika), Innenspiegel mit montiertem Bibliotheksschildchen, jede zweite der Tafeln mit kreisrundem Bibliotheksstempel. Exemplar mit schwachem Tabakgeruch.
Buch Ruth, Das und Liebermann, Max - Illustr.
Max Liebermann
Los 3201
Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)
Liebermann, Max. - Das Buch Ruth. 11 Bl. Mit 9 Orig.-Lithographien (davon die 5 ganzseitigen vom Künstler mit Bleistift signiert) von Max Liebermann. 43 x 31 cm. Rotbrauner Orig.-Saffianband mit dezenter Filetenvergoldung, vergold. RTitel und KGoldschnitt in Pp-Schuber. Berlin, Propyläen-Verlag, 1924.
Achenbach 91-99. Schauer II 86. – Exemplar der Vorzugsausgabe (50 Ex., hier ohne Nummer) auf echtem Japanbütten, in Ganzleder gebunden. "Von beonderer Schönheit sind die Lithographien zum Buch Ruth ..." (Hans Ostwald, Liebermann-Buch, S. 468). – Anfangs im rechten Rand etwas braunfleckig, sonst schönes Exemplar.
Lipchitz, Jacques. 12 Dessins pour Prométhée. Mit 12 (davon 10 farb.) Originallithographien und einer signierten Originalradierung. 46 x 32,5 cm. Lose Bl. in OUmschlag mit typograph. Titel und OHalbleinenmappe (einige Kratzspuren; etwas berieben und mit geringf. Gebrauchsspuren) mit goldgepr. Deckeltitel und 2 Schließbändern. (Paris), Ed. Jeanne Bucher, 1940.
Eines von 50 Exemplaren (Gesamtauflage: 500 Ex.). Die Reproduktionen stammen von M. Beaufumé, Kolorist. Die Zeichnungen entstanden 1936 für die Skulptur Prometheus, die während der Pariser Weltausstellung 1937 im Pavillon der Wissenschaften präsentiert wurde und die später demoliert wurde. – Gutes Exemplar.
Lorca, Federico Garcia. Primer Romancero Gitano 1924-1927. 149 S. 15 x 10 cm. Illustr. OBroschur (gebräunt und minimal fleckig). Madrid, Revista de Occidente, 1928.
Erste Ausgabe des berühmten Gedichtzyklus. – Wohlerhalten.
Der lose Vogel. Eine Monatsschrift. Hrsg. von Franz Blei. Heft 1-12 (alles) in 1 Band. VII, 351 S., 1 Bl. 26 x 20,4 cm. Dunkles OLeinen (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel und goldgeprägtr Vorderdeckelvignette. Leipzig, K. Wolff, 1913.
Schlawe II, 54. Raabe (Zeitschriften des Expressionismus) 8. – Enthält Gedichte von Max Brod, Franz Werfel und Robert Walser sowie Aufsätze u.a. von Franz Blei, Annette Kolb, Robert Musil und Max Scheler. – Wohlerhalten.
Louys, Pierre und Dodeigne, Eugène - Illustr.
Lieder der Bilitis
Los 3205
Schätzung
400€ (US$ 460)
Louÿs, Pierre. Lieder der Bilitis. Übertragen von Jörn Ebeling. 61 Bl. Mit 12 Orig.-Radierungen von Eugène Dodeigne. 24 x 17,5 cm. OLeinenband mit vergold. DSchildchen in OLeinenschuber. Köln, Zwirner, (1963).
Nicht bei Monod. – Eines von 100 nummerierten und im Druckvermerk vom Künstler signierten Exemplaren. – Tadelloses Exemplar.
Louÿs, Pierre. Sanguines. 133 S., 2 Bl. Mit 20 teils blattgroßen Originalradierungen von Alméry Lobel-Riche. 31 x 22 cm. Priv. weinroter Maroquinband d. Z. mit goldgepr. RTitel und KGoldschnitt. In HLederschuber. Paris, Wapler, (1945).
Monod 7444. – Eines von 230 nummerierten Exemplaren "comprenant l'état terminé dans le texte". (Gesamtauflage: 325 Ex.). – Sehr schönes, tadelloses Exemplar.
Lover. Au moins soyez discret! Mit 18 ganzseitigen Illustrationen, vielen Vignetten., Girlanden und Zierstücken in Pochoir-Kolorit von Robert Bonfils. 27 x 19 cm. OHalbpergament mit VDeckeltitel. Paris, Crès, 1919.
Mahé II, 732; nicht bei Carteret u. Monod. Vgl. Vollmer I, 262; Art et Décor., 55 (1929) 33/43 mit 17 Abb. – Eines von 450 Exemplaren (Gesamtauflage: 500) auf Velin im dem kräftigen Kolorit von Eugène Charpentier. – Innen sauber und wohlerhalten.
Gothein, Werner und Lovis-Presse
Die Seiltänzerin und ihr Clown
Los 3208
Schätzung
200€ (US$ 230)
Lovis-Presse. - Gothein, Werner. Die Seiltänzerin und ihr Clown. Eine Erzählung in Holzschnitten. Mit 102 ganzseitigen Orig.-Holzschnitten von Werner Gothein. 30 x 27 cm. OKarton (etwas lädiert und gebräunt; ohne OUmschlag). Schwenningen, Lovis-Presse, 1949.
Spindler 148, 7. – Eines von 500 nummer. Exemplaren (Gesamtauflage: 525 Ex.). Druckvermerk vom Künstler signiert. – Innen sauberes Exemplar.
Abadie, Daniel und Magritte, René
Magritte. Katalog. Paris, Galerie nationale du Jeu de Paume, 2003
Los 3209
Schätzung
600€ (US$ 690)
Magritte, René. - Abadie, Daniel (Hrsg.). Magritte. Katalog. 303 S. Mit zahlreichen farbigen Textabbildungen und 3 Kartonumschlägen mit drei nummerierten Original-Radierungen auf Rives-Bütten, 5 Reproduktionen auf Leinwand in fünf Teilen in den Maßen des Originals "L'Evidence éternelle", 4 Reproduktionen von Original-Gouachen auf Klebefolie. 27 x 21,5 cm. OLeinen mit illustriertem Schutzumschlag bzw. 4 Kartonumschläge mit 3 montierten Abbildungen auf dem VDeckel. Zusammen in OHalblederkassette mit Trompe-l'oeil in Serigraphie unter Plexiglas. In OHalbleder-Schuber. Stuttgart u.a., Belser, 2003.
Eines von 950 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1000) der sog. "blauen Schachtel", einem anlässlich der Ausstellung in der Galerie nationale du Jeu de Paume, Paris, gemeinsam mit dem Museum, dem Belser Verlag und dem Verlag Ludion, Gent, herausgegebenen Katalog. Mit Texten von Michel Butor, Patrick Roegiers, Jean Roudaut, Jean-Michel Goutier, Renilde Hammacher. Die drei Original-Radierungen aus Magrittes Nachlass sind nummeriert und mit dem Stempel "Succession Magritte" versehen. Sie tragen die Titel "Les Amants", "Le Viol" und "La Trahison des images". – Tadelloses Exemplar dieser aufwendigen Würdigung des Werkes von Magritte.
Lucien und Maillol, Aristide
Dialogues des Courtisanes
Los 3210
Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)
Maillol, Aristide. - Lucien (d. i. Lukian v. Samosta). Dialogues des Courtisanes. Traduit du Grec par C. Astruc. 93 S. Mit 35 Original-Lithographien (7 ganzseitig) von Aristide Maillol sowie einer Extrasuite "en sanguine". 38 x 28 cm. Etwas späterer HLeder auf 5 unechten Bünden mit blindgepr. RTitel und KGoldschnitt. Mit priv. Pergamentumschlag, in Pappschuber. Paris, Creuzevault, 1948.
Monod II, 7468. – Eines von 50 nummerierten Exemplaren mit der am Schluss eingebundenen Folge der Lithographieren "en sanguine" (Gesamtauflage 275 Ex.). Die schönen Lithographien, die in ihrer Plastizität noch einmal die große Meisterschaft des Bildhauers Maillol erkennen lassen, wurden von Ferdinand Mourlot auf der Handpresse gedruckt. Die Steine wurden nach der Fertigstellung zerstört. Der weibliche Akt ist das Hauptthema von Maillols bildhauerischem Schaffen, das sich durch klassische Ruhe und eine klare, in sich geschlossene Plastizität auszeichnet. Maillols kompakte, üppig-sinnliche weibliche Figuren, die sowohl an Gauguins Frauengestalten wie an die späten Akte von Renoir erinnern, waren von immensem Einfluss auf die europäische, besonders auf die deutsche Bildhauerei. – Etwas gebräunt.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge