Kalender auf das Jahr 1805 und Miniaturbücher
Miniaturkalendarium im Hochformat
Los 2090
Schätzung
400€ (US$ 460)
Miniaturbücher. - Kalender auf das Jahr 1805. Miniaturkalendarium im Hochformat. 12 Bl. 4,6 x 1,8 cm. Silberblech-Scharniereinband mit Silberornamentik auf schillerndem Grund. Einband 2,6 x 5,2 cm. O. O., Dr. und Jahr (1804).
Vgl. Bondy 159 (?). – Hübsch gebundener Miniatur-Almanach mit dem Heiligenkalender. – Blätter teils stärker gewellt, fleckig, gebräunt und mit Gebrauchsspuren, Block knapp beschnitten und teils vom Einband gelöst.
Marcilly, Alexandre Théodore und Miniaturbücher
Conseil des graces dédié aux dames année 1817
Los 2091
Schätzung
400€ (US$ 460)
Miniaturbücher. - Marcilly, Alexandre Théodore. Le Conseil des graces dédié aux dames année 1817. 64 S. in Kupferstich. Mit 8 ganzseitigen Textkupfern. 2,6 x 1,7 cm. Rotes OSaffian (stärker beschabt und berieben, Gold und Rotfarbe etwas abgeschürft) mit RVergoldung (Sternchenprägung) und dreifachen Deckelbordüren mit goldgeprägter Deckelvignette (Fleur) und dreiseitigem Goldschnitt. Paris, Alexandre Théodore Marcilly, 1817.
Köstliche Verse, Gedichte, kleine Erzählungen als daumennagelgroßes Miniaturbuch aus der Pariser Druckerei des Alexandre Théodore Marcilly (1796-1846), geschmückt mit reizenden winzigen Kupfern. "La femme et la Rose", "La Parure", "Les Talens", "Le Chemin de Coeur" etc. – Minimal leimschattig, sonst wohlerhalten. Sehr selten. – Beiliegt: Derselbe. L'amour et Gloire 1827. 62 S. in Kupferstich. Mit 8 ganzseitigen Textkupfern. 2,6 x 1,7 cm. Rotes OSaffian mit RVergoldung (Sternchenprägung) und dreifachen Deckelbordüren mit goldgeprägter Deckelvignette (Bouquet) und dreiseitigem Goldschnitt. Paris, Alexandre Théodore Marcilly, 1827. - Block vom Band gelöst, Titel lose und mit Fehlstelle (minimaler Buchstaben- und Darstellugnsverlust), kleiner Wurmschaden im Bug, sonst gut.
Marcilly, Alexandre Théodore und Miniaturbücher
Etrennes à l'innocence
Los 2092
Schätzung
400€ (US$ 460)
Miniaturbücher. - Marcilly, Alexandre Théodore. Etrennes à l'innocence. 62 S. in Kupferstich. Mit 8 ganzseitigen Textkupfern. 2 x 1,4 cm. Rotes OSaffian (etwas beschabt) mit zweifachen Deckelbordüren mit goldgeprägter Deckelvignette (Lyra) und dreiseitigem Goldschnitt. Paris, Alexandre Théodore Marcilly, (um 1828).
Eie "Etrenne à l'innocence", etwas "Neujahrsgeschenke der Unschuld" beinhalten moralische Erbauungstexte für Kinder mit kleinen Geschichten oder Gedichten, kombiniert mit einem Kalender für das jeweilige Erscheinungsjahr, das hier jedoch nicht genannt wird. Dieses Buch ist vor allem dadurch zu Ruhm gekommen, da es sich unter anderem in einer der berühmtesten Sammlungen der Welt, dem im Miniatur-Puppenhaus von Königin Mary ("Queen Mary's Dolls' House") in der britischen Royal Collection befindet. – Oben etwas knapp beschnitten (teilweiser Seitenzahlenverlust), sonst sehr gut erhalten.
Marcilly, Alexandre Théodore und Miniaturbücher
Französische "Livres Minuscules". 3 Bände,
Los 2093
Schätzung
600€ (US$ 690)
Winzig und noch winziger: 3 seltene französische Miniaturbücher
Miniaturbücher. - Marcilly, Alexandre Théodore. Französische "Livres Minuscules". 3 Bände, mit Kupferstichillustrationen. Zwischen 2,6 x 2,1 cm und 2,4 x 1,6 cm. Paris 1820-1836.
"Two religious children's books of very small size must have been published in large numbers over quite long period. They are Le Petit Paroissien de l'enfance and Le Petit Paroissien de la Jeunesse which often bear the Marcilly imprint and were printed by Firmin Didot [...], Eberhart and others in Paris [...]. Theses attractive prayerbooks for children measure usually about 1 1/8 by 13/16 inches, have engraved titles and 5 plates" (Bondy). Vorhanden hier:
Le Petit Paroissien de l'Enfance. 2 Bl., 80 S., 3 Bl. Mit 5 Kupfertafeln. 2,6 x 2,1 cm. Blaues Halbseidenleinen mit zwei vergoldeten reliefierten Metalldeckeln und vergoldeter Schließe, dreiseitiger Goldschnitt. Paris, Firmin Didot (für Marcilly) o. J. (um 1820). - Bondy 77. - Minimaler Feuchtrand.
Petit Paroissien de la Jeunesse. 2 Bl., 94 S., 1 Bl. Mit 5 Kupfertafeln. 4 x 2,6 cm. Roter OPappband (nur gering bestoßen) mit RVergoldung und breiten floralen Deckelbordüren, dreiseitiger Goldschnitt in ähnlich gestaltetem Pappschuber (ohne den Boden, leicht beschabt). Paris, (Eberhart für) Marcilly, o. J. (um 1836). - Bondy 77. – Wohlerhalten. Sehr selten. – Beiliegt: Le petit ministrel 1829. 63 S. Mit 5 ganzseitigen Kupferstichen in Pag. 2,4 x 1,6 cm. Interimsbroschur (Block etwas abgeschürft). Ebenda (1829).
Marcilly, Alexandre Théodore und Miniaturbücher
Le petit diablotin
Los 2094
Schätzung
600€ (US$ 690)
"Der kleine Teufelsbraten"
Miniaturbücher. - Marcilly, Alexandre Théodore. Le petit diablotin. 63 S. in Kupferstich. Mit 8 ganzseitigen Textkupfern. 2 x 1,4 cm. Rotes OSaffian mit zweifachen Deckelbordüren mit goldgeprägter Deckelvignette (Lyra) und dreiseitigem Goldschnitt. Paris, Alexandre Théodore Marcilly, (1823).
"Das kleine Teufelchen" oder "Der kleine Teufelsbraten" ist eines der seltensten Miniaturbüchlein aus dem Pariser Verlag des Alexandre Théodore Marcilly (1796-1846), geschmückt mit acht reizenden winzigen Kupfern. Das Werk ist bibliografisch noch seltener und gesuchter als "Le Poète de l'enfance". Weltweit lassen sich in großen Bibliothekskatalogen (wie dem WorldCat) oft nur zwei bis drei physisch existierende Exemplare nachweisen. – Wie üblich etwas sehr knapp beschnitten, mit kleinem Buchstabenverlust und über die Umfassungslinie der Kupferstiche, sonst gut erhalten.
Marcilly, Alexandre Théodore und Miniaturbücher
Le Poète de l'enfance. No. 10.
Los 2095
Schätzung
600€ (US$ 690)
Miniaturbücher. - Marcilly, Alexandre Théodore. Le Poète de l'enfance. No. 10. 64 S. in Kupferstich. Mit 6 ganzseitigen Textkupfern. 2,6 x 1,7 cm. Rotes OSaffian mit RVergoldung (Sternchenprägung) und dreifachen Deckelbordüren mit goldgeprägter Deckelvignette (Blumenstrauß) und dreiseitigem Goldschnitt. Paris, Alexandre Théodore Marcilly, 1840.
"Kindergedichte" bzw. der "Kinderdichter" als daumennagelgroßes Miniaturbuch aus der Pariser Druckerei des Alexandre Théodore Marcilly (1796-1846), geschmückt mit reizenden winzigen Kupfern. – Wohlerhalten. Sehr selten.
Marshall, John und Miniaturbücher
The Infant's Library. Book 11.
Los 2096
Schätzung
350€ (US$ 402)
Miniaturbücher. - Marshall, John. The Infant's Library. Book 11. 32 nn. Bl. Mit 13 ganzseitigen Textkupfern. 5,5 x 4,7 cm. OPappband (etwas abgegriffen und angestaubt, vom Rücken her alt überklebt mit Glanzpapier) mit montierten kolorierten Deckelschildern. London, John Marshall, o.J. (um 1800).
Bondy 59-60. Bromer-Edison 126. Spielmann 219. Welsh 4834. OCLC, 8837332. – Eines der frühesten Bücher, das für Kinder herausgegeben wurde und darauf abzielte, deren Verstand und Moral zu schulen, entstanden unter dem Einfluss von Jean-Jacques Rousseau und der didaktischen Philosophieschule Frankreiches (vgl. Welsh). Die Kupferstiche zeigen landwirtschaftliche Szenen in frühromantischem Ambiente. Insgesamt waren nur 16 Titel erschienen, auch der vorliegende Band ist dermaßen selten, dass ihn nur wenige öffentliche Bibliothek besitzen. – Block lose, minimal gebräunt, etwas ungenau beschnitten, sonst aber kaum Gebrauchsspuren.
Mignon-Almanach und Miniaturbücher
auf das Jahr 1813 (und) 1817. Wien, Joesph Riedl, (1812-1816).
Los 2097
Schätzung
600€ (US$ 690)
Miniaturbücher. - Mignon-Almanach auf das Jahr 1813 (und) 1817. 2 Miniatur-Alamanache. Je 14 Bl. in Kupferstich. 1,8 x 2,6 cm. Rotes Leder mit reicher Goldprägung (Rücken etwas brüchig) in jagdgrünem Pappschuber (mit nur winzigen Fehlstellen,leicht bescabt) und goldgeprägter Lederapplikation sowie goldgeprägter roséfarbener Pappband (dieser mit kleinem Rückendefekt) in roséfarbenem reich blindgeprägten Pappschuber (völlig intakt). Wien, Joesph Riedl, (1812-1816).
Der überaus seltene erste und der viert Jahrgang von Joseph Riedls "Mignon Almanach", hier in zwei besonders schönen Exemplaren. "A Mignon-Almanach with 13 or 14 calligraphically engraved leaves was published over a prolonged period by Joseph Riedl in Vienna. The earliest issue we find recorded is that of 1813, measuring an oblong 3/4 inches [...]" (Bondy 53). – Sehr sauber und wohlerhalten.
Prantl, Franz Anton und Miniaturbücher
Kalender für das Jahr 1918.
Los 2098
Schätzung
120€ (US$ 138)
Miniaturbücher. - Prantl, Franz Anton. Kalender für das Jahr 1918. 32 nn. Bl.. Dunkelbraune Moiréeseide (Gelenk minimal offen) mit Kettfadenrahmung und dreiseitigem Goldschnitt. München, Prantl, (1917).
Lanckorońska -Rümann 34 (199). – Gegründet im Jahr 1797 gehörte der Verlag von Franz Anton Prantl zu einem der renommiertesten Adressen Deutschlands für feine Papeterie, Luxus-Galanteriewaren und edle Druckerzeugnisse. Das mitten im Ersten Weltkrieg als Miniaturbüchlein erschienene Taschenkalendarium konnte auch mit der Feldpost verschickt und als winziger Begleiter mit auf das Schlachtfeld geführt werden.
Mit Verlagsdurchschuss, Druck in Rot und Schwarz, im Anhang an das Kalendarium "Jüdische Feiertage", "Sonnen- und Mondfinsternisse", "Landespatrone", "Ziehungen in Oesterreich-Ungarn". – Sehr schön erhalten, kaum Gebrauchsspuren, nur wenige Exemplare haben überlebt. – Beiliegt: Derselbe. Kalender für das Jahr 1915. 24 nn. Bl. 4,8 x 3,4 cm. Grünes Wildleder (beschabt, berieben) mit Prägung und dreiseitigem Goldschnitt. München, Prantl, (1914).
Schweizer Kantone und Miniaturbücher
Schweizer Kantone. Trachtenleporello im Miniaturformat
Los 2099
Schätzung
140€ (US$ 161)
Miniaturbücher. - Schweizer Kantone. Trachtenleporello im Miniaturformat. 22 Bl. Mit 22 kolorierten Lithographien von Trachtendarstellungen. 4,3 x 3,6 cm. Halbleinen d. Z. mit grünen Deckelbezügen. Schweiz um 1880.
Reizvolles Trachtenalbum mit der Darstellung von 22 hübschen jungen Frauen, die jeweils die typische Landestracht der Schweizer Kantone und Regionen vorführen: Uri, Luzern, Bern, Zürich, Schyz, Schaffhausen, Wallis, Zug, Aargau, Solothurn, Freiburg, Glarus, Basel, Genf, Unterwalden, Thurgau, Waadt, St. Gallen, Graubünen, Neuenburg, und nochmal Bern, Schwyz und Tessin. – Geringe Gebrauchsspuren, etwas fleckig, gebräunt, sonst gut erhalten, frisch und minutiös koloriert.
Stationers' Company und Miniaturbücher
London Almanack for the year of Christ 1783
Los 2100
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
Miniaturbücher. - Stationers' Company. London Almanack for the year of Christ 1783. 12 nn. Kartonbl. mit 22 gestochenen S. 6 x 3,2 cm. Blutrotes Maroquin d. Z. mit Deckelzier im Intarsienstil mit Papierauflagen und reicher Goldprägung (teils leich berieben, wenig abgerieben, etwas fleckig) mit dreiseitigem Goldschnitt im analog gestalteten Maroquinschuber (etwas stärkere Abreibungen der Elemente und Vergoldung). London, Stationers' Company, (1782).
Auffallend hübsch gestalteter London-Almanach der Stationers' Company, der Gilde der Drucker, Buchbinder und Verleger. Die Reihe wurde meist in luxuriösem Maroquin-Leder (oft rot, grün oder cremefarben) gebunden, prachtvoll mit aufgebrachten andersfarbigen (hier im Kontrast: Dunkelblau zu Weinrot) oder pergamentfarbener Papierornamentik im Intarsienstil geziert und reich vergoldet. Die ganz- bzw. doppelseitigen Kupferstiche zeigen hier "The Ordnance Office, Old Palace Yard", es folgen "Common Notes", dann das Kalendarium und "A Table of Kings & Queens Reigns", es folgen die "Lord Mayors from the year 1762" ... "and Sheriffs to the year 1783". Auch eine "List of Holidays" und "Of the Current coins" ist enthalten. – Innen frisch und insgesamt gut erhalten, überaus selten.
Möller, Johann Friedrich. Patriotische Phantasien. Zweite Ausgabe. 2 Teile in 1 Band. 3 Bl., XLVIII, 258 S.; 3 Bl., IVX S., 362 S., 8 Bl. 17,5 x 11 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (etwas berieben und bestoßen). Hamm, Schultz und Wundermann, 1821.
Zweite Auflage der gesammelten Aufsätze des westfälischen Predigers und Politikers Johann Friedrich Möller (1750-1807). Der Erstdruck seiner Schrift erschien 1810 bei Mallinckrodt in Dortmund unter dem Titel Der Pfarrer von Elsey, das Interessanteste aus dem Nachlasse Joh. Friedr. Möller's. Mit dem zwölfseitigen Subskribentenverzeichnis, eingebunden vor Teil II. – Leicht fleckig. Im hinteren Innenspiegel mit einer privaten Bleistiftzeichnung vom Grabstein des Verfassers.
Müller, Wilhelm. Neue Lieder der Griechen. 2 Bl., 28 S. 17,5 x 10,5 cm Typographische OBroschur (gering fleckig, im Rand schwach gebräunt, Rückumschlag mit 2 kleinen Eckabrissen). Leipzig, F. A. Brockhaus, 1823.
Goedeke VIII, 268, 37. – Erste Ausgabe der Fortsetzung von Müllers berühmten Griechenliedern. Die erfolgreichen, bald in mehreren Sprachen übersetzten Sammlungen "riefen geradezu eine Mode ins Leben und trugen ihrem Autor europäische Berühmtheit und den Namen Griechenmüller ein. Die elegisch-pathetischen Gedichte wirkten bis zur engagierten Vormärzlyrik" (NDB XVIII, 321). Müllers "Griechenlieder wurden damals eine geistige Macht, die der griechischen Sache (Befreiungskampf der Griechen vom türkischen Joch) mehr nützte als manche sogenannte Bundesgenossen" (ADB XXII, 692). 1824 erschien noch ein Band Neueste Lieder der Griechen. – Schwach fleckig und gebräunt, teils unaufgeschnitten. Innenspiegel mit montiertem Wappenexlibris.
Nakhshabi, Diya ad-Din
The Tooti Nameh, or Tales of a Parrot
Los 2102a
Schätzung
300€ (US$ 345)
Nakhshabi, Diya ad-Din. The Tooti Nameh, or Tales of a Parrot: in the Persian language with an English translation (by F. Gladwin). S. III-VII, Bl. 8-170, 1 Bl. (Anzeigen). 23 x 15 cm. Moderner Halblederband mit altem RSchild. Kalkutta und London, J. Debrett, 1801.
Seltene zweisprachige Ausgabe der Tutinama, einer Serie von 52 zuerst in Sanskrit verfassten moralisierenden Geschichten, verfasst von dem persischen Sufi-Mystiker Diya ad-Din Nakhshabi (gest. 1350). Mit persisch-englischem Paralleltext. – Mal mehr, mal weniger stockfleckig, das Anzeigenblatt am Schluss stark leimschattig im Bug. Es fehlt wohl der Vortitel.
Neuer Frankfurter Taschen Kalender auf das Jahr 1794. 15 Bl., 43 S. Mit gestochenem Titel und 12 Kupfertafeln. 8,5 x 5,5 cm. OPappband mit Goldprägung und Goldschnitt in zweiteiligem Lederetui d. Z. mit reicher Goldprägung (Blumenbouquets). Frankfurt, Carl Gottfried Kämpfe, (1793).
Köhring S. 158 (nur dieser Jahrgang). – Die Monatskupfer mit Szenen aus der Frankfurter Geschichte. – Sehr gut erhaltenes Exemplar im seltenen Etui.
Nicolai, Friedrich
Vertraute Briefe von Adelheid B. an ihre Freundin Julie S.
Los 2104
Schätzung
250€ (US$ 287)
(Nicolai, Friedrich). Vertraute Briefe von Adelheid B. an ihre Freundin Julie S. 1 Bl., 242 S., 1 Bl. 17,5 x 11 cm. Schlichter Pappband d. Z. (berieben und bestoßen) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Berlin und Stettin, Friedrich Nicolai, 1799.
Goedeke IV/1, 504, 37. Katalog Nicolai 226. – Erste Ausgabe von Nicolais anonym verfasstem satirischem Briefroman, in dem er sich gegen die romantische Eheauffassung der Gebrüder Schlegel richtet. "Verspottet die Romantiker" (Goedeke). – Etwas stock- und braunfleckig.
Nösselt, Johann August
Am siebenten Geburtstage der Demoiselle Augusta Conradine Nösseltin
Los 2105
Schätzung
150€ (US$ 172)
Nicht im KVK
Nösselt, Johann August. - Am siebenten Geburtstage der Demoiselle Augusta Conradine Nösseltin, empfunden von einer kleinen Freundin Sophia Antonetta Dorotha Nebin. 2 Bl. 18 x 11 cm. Gefalzter Quartbogen ohne Einband (Randläsuren). Halle 28. Oktober 1774.
Bibliographisch nicht nachweisbare Personalschrift anlässlich des siebten Geburtstags von Augusta Conradine Nösselt (1768-1837), der ältesten Tochter des Hallenser Theologen Johann August Nösselt (1734-1807), der ab 1744 die Lateinschule des Waisenhauses besuchte und anschließend Vorlesungen bei Freylinghausen und Baumgarten hörte. Nösselt hielt dann selber Privatvorlesungen über Literatur und Geschichte und wurde später ordentlicher Professor der Theologie an der Universität Halle. – Etwas fleckig und mit Randläsuren, Titel gestempelt. Über den KVK in keiner Bibliothek nachweisbar.
Opitz, Martin. Teutsche Gedichte, in vier Bände abgetheilet, Von neuem sorgfältig übersehen von Daniel Wilhelm Triller. 4 Teile in 2 Bänden. Mit gestochenem Portrait, 4 gestochenen Frontispices, 9 Kupfertafeln und gestochener Vignette von Martin Tyroff sowie zahlreichen Holzschnitt-Vignetten. Spätere Pappbände (berieben; signiert: "H. Krehan in Weimar") mit goldgeprägten RSchildern. Frankfurt, Franz Varrentrapp, 1746.
Goedeke III 50, 100 (für I und II irrig: 1736). Dünnhaupt IV 3014, 15. Faber du Faur 235. Jantz 1925. Slg Manheimer 288. Szyrocki 287. Lanckoronska-Oehler I 53. – Erste systematische Gesamtausgabe. "Diese auf Gottscheds eigene Veranlassung von seinem Freund und Jünger veranstaltete Neuausgabe, durch die Ausstattung zugleich ein Ehrengedächtnis, gehört zu den schönen Büchern des 18. Jahrhds. Die direkte lebendige Einwirkung des Opitzischen Werkes schließt mit ihr ab." (K. Wolfskehl in: Slg. Manheimer). In der ausführlichen Vorrede rechtfertigt Triller die Umsetzung der Opitzschen Texte in zeitgenössische Orthographie. Eines der wenigen Exemplare mit Opitz' separat paginiertem Buch von der Teutschen Poeterey (zu Beginn von Teil I). – Vorsätze mit Besitzeinträgen und Bestandsnummer. Etwas gebräunt und fleckig, die Tafeln sauber.
Ovidius Naso, Publius. Opera omnia. IV. voluminibus comprehensa; cum integris Jacobi Micylli, Herculis Ciofani, et Danielis Heinsii notis, et Nicolai Heinsii curis sedundis. Cura et studio Petri Burmanni. 4 Bände. Titel in Schwarz und Rot. Mit 3 gestochenen Frontispices. 25 x 18,5 cm. Leder d. Z. (3; etwas stärker berieben, beschabt und bestoßen, Kapitale teils unfachmännisch mit Lederstreifen überklebt) bzw. moderner Lederband (1) unter Verwendung der alten RSchilder. Amsterdam, Janssonius-Waesberghe, 1727.
Schweiger II, 631. Ebert 15372. Dibdin II, 268. – Reich kommentierte und durch mehrere Register erschlossene Werkausgabe, bearbeitet von dem Philologen Pieter Burman (1668-1741), Universitätsprofessor in Utrecht und Leiden. "Schöne und bis jetzt vollständigste Ausgabe. Sie wird selten" (Ebert). "Notwithstanding a few imperfections, this beautiful and erudit performance may be considered as the 'editio longe praestantissima' of Ovid. Its various readings, sagacious citicisms, and judicious selection of the most valuable parts of ancient editions, render it a work almost indispensable to those students who wish to enter minutely into the beauties and illustrations of the poet" (Dibdin). – Etwas stockfleckiges Exemplar einer historischen Schulbibliothek mit entsprechenden Stempeln, Signaturen und Exlibrisschildern. Band III auch mit größerem Feuchtigkeitsrand.
Ovidius Naso, Publius. Opera quae supersunt, ad exemplar Nicolai Heinsii et Petri Burmanni castigate, praemissa est Io. Georgii Walchii diatribe critica de Latinitate poetica. 3 Teile in 1 Band. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. 13,5 x 7,5 cm. Schweinsleder d. Z. (gering fleckig) mit hs. RSchild. Leipzig, Weidmann, 1739.
Schweiger 632. – Taschenausgabe der seinerzeit beliebten Edition der beiden niederländischen Philologen Pieter Burman d. Ä. (1668-171) und Nikolaes Heinsius d. Ä. (1620-1681). – Titel verso mit tektiertem Stempel, fl. Vorsatz mit modernem Exlibris. Schwach braunfleckiges, insgesamt wohlerhaltenes Exemplar des handlichen Duodezdrucks.
Persius Flaccus, Aulus
Sechs Satiren übersetzt von Johann Adolph Nasser
Los 2109
Schätzung
150€ (US$ 172)
Persius Flaccus, Aulus. Sechs Satiren übersetzt von Johann Adolph Nasser. 118 S. 16 x 10 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (berieben und beschabt), Kiel, Neue akademische Buchhandlung, 1807.
Einziger Druck der Übersetzung durch den Kieler Philologen Johann Adolph Nasser (1753-1828). – Schwache Braunflecken, Widmungsblatt verso gestempelt ("Grosherzogliche Bibliothek Neustrelitz").
Petronius (Arbiter). La satyre, traduite en Francois avec le texte Latin, suivant le nouveau manuscrit trouvé à Bellegrade en 1688. Ouvrage complet, contenant les galanteries et les Débauches de l'Empereur Neron avec des remarques curieuses (par F. Nodot). 2 Bände. 32 Bl., 473 S.; 4 Bl., 549 S. Mit wiederholtem gestochenem Frontispiz und 9 (davon 2 gefaltet) Kupfertafeln. 15,5 x 8,5 cm. Rote Maroquinbände d. Z. (minimal berieben) auf 5 unechten Bünden mit reicher RVergoldung, dreifachen vergoldeten Deckelfileten, zweifachen Stehkantenfileten, Innenkantenfileten und Goldschnitt. Köln, Marteau (d. i. Amsterdam), 1694.
Weller, Druckorte II, 55. Schweiger II, 724. Ebert 16515. – Mit lateinisch-französischem Paralleltext. Mit den von Nodot angeblich aufgefundenen Fragmenten, die erstmals 1691 publiziert, aber bald als Fälschung enttarnt wurden. Die Kupfer, die Ebert als Nachstiche der Illustrationen von J. V. Aveele bezeichnet, sind teils signiert von Johann Caspar Morf, einem Kupferstecher aus Zürich, der um 1680 bis 1695 tätig war (vgl. Nagler X, 536). – Leicht gebräunt. Sehr schönes, dekorativ gebundenes Exemplar.
Phaedrus. Fabularum Aesopiarum libri quinque. Cum novo commentario Petri Burmanni. 26 Bl., 263 S., 24 Bl., 93 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. 25 x 20 cm. Halbleder d. Z. (Deckelbezüge mit Schabspuren). Leiden, Samuel Luchtmans, 1727.
Schweiger 737. Landwehr, Fable Books 234. Graesse V, 253. Brunet IV, 588: "Edition fort estimee". – Erster Druck der "wertvolle(n) Ausgabe mit einem neuen, sehr ausführlichen Commentare von Burmann, in welchem er besonders die alte Lesart gegen Bentley's und Hare's Aenderungen zu schützen sucht" (Schweiger). "Diese sehr geschätzte Ausgabe enthält einen eignen und ganz neuen Commentar Burmann`s, der zunächst gegen Bentley`s Neuerungen gerichtet ist. Auch die vorgesetzte kritische Vorrede gegen Bentley ist von grossem Werth" (Ebert 16597). Im Anhang mit der berühmten Epistola critica von Francis Hare (1671-1740), in der er zahlreiche Fehler der Phaedrus-Ausgabe von Bentley aufdeckt. Exemplar der großzügigeren Quartausgabe (siehe Schweiger). – Es fehlt das gefaltete Portraitkupfer von Burmann. Mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig, Titel mit unfachmännisch hinterlegtem Blattausschnitt im Seitenrand.
Phaedrus. Fabularum Aesopiarum libri V. Recte tandem captui puerorum accommodati, Oder: Deutliche und nach dem Begriff der Jugend endlich recht eingerichtete Erklärung der Aesopischen Fabeln, worinnen die Constructiones gewiesen, die lateinische Phrases mit teutschen Redens-Arten erläutert, und die Sachen selbst mit zulänglichen Notis erkläret werden; Nebst einem Teutschen und Lateinischen Register durch Emanuelem Sincerum. 5 Bl., 247 S., 28 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. 16,5 x 10,5 cm. Pergament d. Z. (leicht fleckig und berieben, mit hs. RTitel). Augsburg, Mertz und Mayer, 1728.
Vgl. VD18 12838756 (zweite Auflage 1729). – Seltene erste, im VD 18 noch nicht erfasste Ausgabe des im 18. Jahrhundert überaus beliebten und noch zahlreiche Male aufgelegten Schulbuchs, herausgegeben und mit umfangreichen Kommentaren versehen durch den Diakon an der Kirche St. Ulrich in Augsburg, Esaias Schneider (1684-1731; Pseudonym: Emanuel Sincerus). – Etwas braunfleckig. Innenspiegel gestempelt und mit dem montierten Wappenexlibris des österreichischen Bibliophilen Heinrich von Gudenus (1839-1915), ferner mit einem weiteren modernen Exlibris sowie Tintensignaturen.
Phaedrus. Liberti fabularum Aesopiarum libri V. Notis illustravit in usum serenissimi principis Nassauii David Hoogstratanus. 15 Bl., 160 S., 42 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Kupfertitel von P. Boutats nach J. Goerée, gestochener Titelvignette, 18 Kupfertafeln, 9 gestochenen Initialen und 37 gestochenen Textvignetten von Jan van Vianen. 25 x 19 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben). Amsterdam, François Halma, 1701.
Sander 1543. Ebert 16589. Graesse V, 252. Dibdin II, 280. Bodemann 94.1. Landwehr 247. – Erste Ausgabe. "Prachtausgabe von 94 Phaedrus-Fabeln und als Anhang fünf Fabelbearbeitungen des Polyhistors Marquard Gude (1635-1689). Der von seinem Herausgeber, dem Rotterdamer Schriftsteller David Fransz van Hoogstraten (1658-1724) äusserst kostbar gestaltete Band ist dem nassauischen Prinzen Johann Wilhelm Friso (1687-1711) gewidmet" (Katalog Fabula docet 42). Die schönen Kupfertafeln von Jan van Vianen (1660-1703) mit je sechs Darstellungen in Medaillonform zu den einzelnen Fabeln. – Es fehlt das Faltkupfer mit dem Portrait des Widmungsempfängers Johann Wilhelm Friso. Stärker fleckiges Exemplar, vor allem im Rand. Einige Lagen auch leicht ausgebunden. Der Kupfertitel im unteren Bug gelöst sowie mit geschlossenem Randeinriss.
Photios I. Lexicon e duobus apographis edidit Godofredus Hermannus. Accedit Io. Albertii. Index suppletus et auctus. 5 Bl., Sp. 7-518. 25 x 20,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben). Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius, 1808.
Erster Druck des von Gottfried Hermann (1772-1848) herausgegebeben griechischen Lexikons des byzantinischen Gelehrten, Theologen und Dichters Photios I. (810-983), der als Patriarch von Konstantinopel wirkte und in der orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt wird. Wichtiges Nachschlagewerk zur Entschlüsselung antiker griechischer Autoren und der Bibel. "Einer der klügsten, gelehrtesten und erfahrensten Männer seiner Zeit" (Jöcher II, Sp. 562). – Titel zweifach gestempelt. Etwas leimschattig, sonst wohlerhalten.
Picinelli, Filippo. Mundus symbolicus, in emblematum universitate formatus, explicatus, et tam sacris, quam profanis eruditionibus ac sententi is illustratus. Editio in Germania prodiens quarta. 2 Teile in 1 Band. 25 Bl., 740 S.; 2 Bl., 268 S., 103 Bl. (Index). Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz, gestochener Titelvignette und 34 emblematischen Textkupfern. 36 x 21,5 cm. Leder d. Z. (berieben und beschabt, Ecken bestoßen, Kapitale lädiert) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Köln, Erben Thomas von Cöllen und Joseph Huisch, 1729.
Vgl. Landwehr V, 480ff. Praz 456. – Kölner Druck des zuerst 1653 in Mailand erschienenen prächtigen Emblemwerks, offenbar die letzte Ausgabe. Unter den schönen Kupfern sind Ansichten der Augustinerklöster Heiligkreuz und St. Georg in Augsburg, Diessen am Ammersee, St. Michael in Ulm und Wettenhausen. – Etwas braunfleckig, sonst wohlerhalten. Zweispaltiger Druck.
Plinius Caecilius Secundus, Gaius
Briefe, nebst dem Leben desselben
Los 2116
Schätzung
150€ (US$ 172)
Plinius Caecilius Secundus, Gaius. Briefe, nebst dem Leben desselben uebersetzt und mit Anmerkungen begleitet von Ernst August Schmid. 6 Bl., 468 S. 17 x 10,5 cm. Pappband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Gelenke beschabt). Dessau und Leipzig, Buchhandlung der Gelehrten, 1782.
Seltene Auswahlausgabe der Epistolae des Plinius Secundus durch den Weimarer Bibliothekar Ernst August Schmid (1746-1809), erschienen in dem berühmten, im Jahr 1781 gegründeten Selbstverlagsunternehmen der Buchhandlung der Gelehrten, das sich zum Ziel gesetzt hatte, Autoren direkt am Verkauf ihrer Bücher zu beteiligen und so die Usancen des Distributionsbuchhandels im späten 18. Jahrhundert unterwanderte. Im Jahr 1789 erschien dann bei Johann Christian Hermann in Frankfurt die von Schmid herausgegeben zweibändige Gesamtausgabe der Briefe. – Widmungsblatt mehrfach alt gestempelt, sonst wohlerhalten.
Pomey, Franciscus
Pantheum mythicum, seu Fabulosa deorum historia
Los 2117
Schätzung
180€ (US$ 207)
Pomey, Franciscus. Pantheum mythicum, seu Fabulosa deorum historia. Editio decima. 8 Bl., 298 S., 7 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Kupfertitel (in Pag.) und 27 Kupfertafeln. 15 x 10 cm. Pergament d. Z. (etwas berieben) mit ornamentaler RVergoldung, floralen Deckelbordüren mit Eckfleurons sowie goldgeprägten Deckelvignetten mit Darstellung eines Einhorns sowie 4 Seidenschließbändern. Amsterdam, Schouten bzw. Utrecht, J. J. a Poolsus, 1777.
De Backer-Sommervogel VI, 976. Vgl. Graesse V, 398. – Amsterdamer Ausgabe der zuerst 1659 in Lyon erschienenen Einleitung in die Göttergeschichte der Griechen und Römer, die in zahlreichen Auflagen auch als Schulbuch vertreiben wurde, verfasst von dem Jesuitenpater und Lexikographen François-Antoine Pomey (1618-1673). Die Kupfer zeigen die Hauptgötter der Antike mit ihren wichtigsten Attributen. – Gering fingerfleckig. Exemplar mit einer dekorativen Einhorndarstellung auf beiden Deckeln.
Pückler-Muskau, Hermann von
Südöstlicher Bildersaal. Stuttgart, Hallberger, 1840-1841
Los 2118
Schätzung
250€ (US$ 287)
(Pückler-Muskau, Hermann von). Südöstlicher Bildersaal. 3 Bände. Mit 12 (statt 15; 4 koloriert) lithographischen Tafeln. 19 x 12 cm. Marmorierter Halblederband d. Z. mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Stuttgart, Hallberger, 1840-1841.
Goedeke XIV 719, 451. – Erste Ausgabe der Beschreibung seiner Griechenlandreise im Jahr 1836. "Pückler hat mächtig dazu beigetragen, das Genre, worin er glänzt, in der Lesewelt einzubürgern - das Genre nämlich der Reisebilder und Reisenovellen nach Heines Vorgang und Manier" (ADB XXVI, 694). Die Tafeln u. a. mit einer Karte von Ithaka, Ansichten von Malta, Kloster Megaspileon, der Küste von Kurbes u. a. – Etwas fleckig, Vorsatz mit alter Ziffernsignatur. Schönes und dekorativ gebundenes Exemplar.
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