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Lot 2001, Auction  128, Abraham à Sancta Clara, Judas Der Ertz-Schelm

Abraham à Sancta Clara
Judas Der Ertz-Schelm
Los 2001

Schätzung
180€ (US$ 207)

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LITERATUR UND BUCHILLUSTRATION
Abraham à Sancta Clara. Judas der Ertz-Schelm, für ehrliche Leuth, oder eigentlicher Entwurff, und Lebens-Beschreibung des ischariotischen Bösewicht. Teile I und II (von 4). 10 Bl., 410 S., 5 Bl.; 487 S., 16 Bl. Mit 2 gestochenen Frontispices (in Pag.). 20,5 x 16,5 cm. Schlichter Pappband des 19. Jahrhunderts (Gelenke angeplatzt) mit hs. RTitel. Bonn, Georg Friedrich Franckenberg bzw. Salzburg, Haan, 1687-1689.
VD 17 14:678611Z. Dünnhaupt I, 22.I.5. Bertsche 22a, 12. Goedeke III, 240, 18. Vgl. Faber du Faur 1112. Jantz 324. – Fünfte Ausgabe. Mit vier Teilen das umfangreichste Werk des barocken Predigers und Schriftstellers Abraham à Sancta Clara (1644-1709): "Eine weitausgesponnene Lebensbeschreibung des Judas, mit einer Fülle von kultursatirischen Legenden und Episoden untermalt" (Dünnhaupt). "Father Abraham regarded this, his most ambitious work, a sort of novel, but useful for preachers also. The devilish side of the human soul is incarnate in Judas" (Faber du Faur). – Innenspiegel mit montiertem Exlibris sowie kl. Antiquariatsschild. Durchgehend etwa gebräunt.

Lot 2002, Auction  128, Abraham à Sancta Clara, Reimb dich, oder ich Liß dich

Abraham à Sancta Clara
Reimb dich, oder ich Liß dich
Los 2002

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Abraham à Sancta Clara. Reimb dich, oder ich Liß dich, Das ist: Allerley Materien, Discurs, Concept, und Predigen, welche bißhero in underschidlichen Tractätlen gedruckt worden; Nunmehr in ain Werck zusammen gereimbt, und zusammen geraumbt. 18 (statt 19) Teile in 1 Band. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz und Holzschnitt-Druckermarke. 19,5 x 15,5 cm. Pergament d. Z. (ohne Schließbänder) mit hs. RTitel. Salzburg, Melchior Haan, 1684.
Dünnhaupt I, 20.1. Bertsche 20a, 1. Faber du Faur 1107 – Erste Auflage der Sammlung von Abrahams frühen Prosawerken. Die 16 Kleinschriften alle mit eigenem Titelblatt (hier allerdings ohne das Titelblatt zur ersten Schrift), u. a. sind enthalten Mercks Wienn, Lösch Wienn, Grosse Todten-Bruderschaft, Auff, auff Ihr Christen, Soldaten-Glory usw. Abraham à Sancta Clara (1644-1709) "beherrschte wie alle großen Schriftsteller des Barock die Kunst des Fabulierens mit allen Registern. Hier kamen ihm sein erstaunliches Wissen und seine ebenso reiche wie tiefe Kenntnis der Nöte und Sorgen des großen wie des kleinen Mannes sehr zugute" (NDB). – Es fehlen das Titelblatt zur ersten Schrift Sermon exordia sowie eines der drei Trauergedichte im Anhang. Nur gering fleckiges, insgesamt wohlerhaltenes Exemplar.

Lot 2003, Auction  128, Adam, Alexander, Handbuch der römischen Alterthümer

Adam, Alexander
Handbuch der römischen Alterthümer
Los 2003

Schätzung
240€ (US$ 276)

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Adam, Alexander. Handbuch der römischen Alterthümer. Zur vollständigen Kenntnis der Sitten und Gewohnheiten der Römer und zum leichtern Verständnis der lateinischen Klassiker, durch Erklärung der vornehmsten Worte und Redensarten, die aus den Sitten und Gebräuchen erläutert werden müssen. Aus dem Englischen nach der zweiten beträchtlich vermehrten Ausgabe übersetzt und mit Zusätzen und erläuternden Anmerkungen bereichert von Johann Leonhardt Meyer. 2 Bände. 2 Bl., XX, 580 S.; 2 Bl., VIII S., 1 Bl., 504, 101 S., 6 Bl. Mit 2 gestochenen Frontispices und 9 Kupfern auf 7 Tafeln. 20 x 12 cm. Marmorierte Halblederbände d. Z. (berieben, Gelenke etwas beschabt) mit ornamentaler RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Erlangen, Heyder, 1818.
Spätere Ausgabe des zuerst 1794 erschienenen Handbuchs zum besseren Verständnis der antiken Klassiker. – Schwach fleckig und gebräunt.

Lot 2004, Auction  128, Aelianus, Claudius, Poikili istoria. Varia historia

Aelianus, Claudius
Poikili istoria. Varia historia
Los 2004

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Aelianus, Claudius. Poikili istoria. Varia historia (graece et latine). Cum notis integris Conradi Gesneri, Johannes Schefferi u. a. Curante Abrahamo Gronovio. 2 Bände. 48 Bl., 1056 S., 80 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz und einige Textkupfern. 25 x 19 cm. Leder d. Z. (berieben, Rücken fachmännisch restauriert). Leiden, Luchtmans bzw. Amsterdam, Wetstein u. a., 1731.
Brunet I, 62: "Bonne edition". Ebert 134: "Vollständige Ausgabe nach 2 neuen MSS". – Griechisch-lateinischer Paralleldruck der Bunten Geschichte, eine der drei erhaltenen Schriften des römischen Sophisten Claudius Aelianus (um 170-222). Behandelt Anekdotisches und Merkwürdiges aus dem Reich der Natur und aus der Geschichte berühmter Völker und Männer. Mit umfangreichen Kommentaren. – Mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig, Innengelenke mit Leinenstreifen verstärkt.

Lot 2005, Auction  128, Alciatus, Andrea, Emblemata

Alciatus, Andrea
Emblemata
Los 2005

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Alciatus, Andrea. Emblemata cum commentariis Claudii Minois & notis Laurentii Pignorii. LXXX, 1003 S. Mit Kupfertitel (in Pag.), großer Holzschnitt-Titelvigentte, großer Holzschnitt-Druckermarke am Schluss und 214 emblematischen Textholzschnitten. 21,5 x 15,5 cm. Neuerer flexibler Pergamentband (stärkere Gebrauchsspuren, Rücken mittig geplatzt, Deckel gelöst). Padua, Pasquati für Tozzi, 1621.
Landwehr 99. Praz 251. DG 2.12072. Graesse I, 62. – Vollständigste, umfassendste und am schönsten gedruckte Ausgabe des berühmten Emblemwerks des aus Alzate bei Brianza am Comer See stammenden italienischen Humanisten und Juristen Andrea Alciatus (1492-1550), von der Graesse schwärmt: "Voilà l'édition la plus complète des emblèmes d'Alciat" und Landwehr vermerkt: "This is by far the most extensively commentated of Alciati's editions. It was edited by Joannes Thuilius, professor in Freiburg im Breisgau, who combined also the commentaries by Mignault, Sanchez, and Pignorius." Die Ausgabe enthält 212 nummerierte Embleme, dabei erstmals wieder das obszöne Emblem Nummer 80 "Adversus naturam peccantes", das den vorigen Ausgaben fehlte, sowie zwei nicht nummerierte von den gleichen Stöcken wie in der Ausgabe Padua 1618, jetzt allerdings von Bordüren eingefasst. – Buchblock mittig geplatzt, Vorsätze modern erneuert. Einige Lagen im Bug mit kleinem Feuchtigkeitsrand.

Lot 2006, Auction  128, Anakreon, Oidai kai alla lyrika. Lieder nebst andern lyrischen Gedichten

Anakreon
Oidai kai alla lyrika. Lieder nebst andern lyrischen Gedichten
Los 2006

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Anakreon. Oidai kai alla lyrika. Lieder nebst andern lyrischen Gedichten (graece et latine) von Ioh. Fried. Degen. 9 Bl., 292 S. 18 x 12 cm. Halbleder d. Z. (stärker berieben, Kapitale bestoßen, Rückenbezug mit Schabspuren). Altenburg, Gottlob Emanuel Richter, 1787.
Schweiger 25. – Zweite Ausgabe der zuerst 1782 in Ansbach erschienenen Übersetzung Johann Friedrich Degens (1752-1836), gewidmet dem Göttinger Altertumskundler Christian Gottlob Heyne. Mit griechisch-deutschem Paralleltext: "Als Schriftsteller entwickelte Degen eine ungemein fruchtbare und fast polyhistorische Thätigkeit. Abgesehen davon, daß er sehr zahlreiche Beiträge zu Zeitschriften der verschiedensten Gattung lieferte und mehrere zeitweise selbst redigirte, hat er auch eine beträchtliche Anzahl von selbständigen Schriften verfaßt, von denen es genüge, folgende zur Charakteristik seiner bunten litterarischen Betriebsamkeit namhaft zu machen: 'Ueber die Philosophie des (Pseudo) Anakreon', 1776; 'Einige Gedanken über den Roman', 1777; 'Ueber die Wahl der Gattin', 1778; 'Ueber die redende Grazie', 'Anacreontis carmina', 1781. 1786 u. 1808, dieselben deutsch 1782 u. 1821; 'Herodots Geschichten übersetzt', 1783-91. 6 Bde" etc. (ADB V, 23). – Titel etwas fleckig, mit verblasstem Stempel und kleiner Tintensignatur, fl. Vorsatz mit Quetschfalten und Randausriss. Sehr schönes, nur vereinzelt gering fleckiges Exemplar einer Vorzugsausgabe auf kräftigem Bütten.

Lot 2007, Auction  128, Aphthonios von Antiochia, Progymnasmata

Aphthonios von Antiochia
Progymnasmata
Los 2007

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Aphthonios von Antiochia. Progymnasmata in eloquentiam Ciceronianam introductio et selectarum orationum ideae. 3 Bl., 344 S., 1 w. Bl. 18 x 12 cm. Halbpergament d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen, Rücken nachgedunkelt). Köln, o. Dr., 1736.
Nicht bei Schweiger und Ebert. – Bibliographisch nicht nachweisbare lateinische Übersetzung der Progymnasmata des spätantiken Sophisten Aphthonios von Antiochia (2. Hälfte des 4. Jahrhunderts), ein für Anfänger konzipiertes Handbuch über die Grundbegriffe der Rhetorik mit erläuternden Stilübungen, das über Jahrhunderte im Schulgebrauch Verwendung fand. Der unfirmierte Kölner Druck ist Schweiger und Ebert unbekannt geblieben. – Schwach braunfleckig, Titel gestempelt und mit Ziffernsignatur in Bleistift. Zweiseitig unbeschnitenes Exemplar. - Selten.

Lot 2008, Auction  128, Apollonius der Sophist, Lexicon Graecum Iliadis et Odysseae

Apollonius der Sophist
Lexicon Graecum Iliadis et Odysseae
Los 2008

Schätzung
350€ (US$ 402)

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Apollonius der Sophist. Lexicon Graecum Iliadis et Odysseae. Primus ex codice manuscripto Sangermanensi in lucem vindicavit notis atque animadversionibus perpetuis illustravit, & versionum Latinam adjecit, Johannes Baptista Casparus d'Ansse de Villoison. 2 Bände. 2 Bl., LXXXIII S., 451 S.; 2 Bl., S. 452-966, 1 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit 9 gestochenen Textseiten. 27,5 x 21 cm. Halbleder d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben) mit RVergoldung und je 2 goldgeprägten RSchildern. Paris, J. C. Molini, 1773.
Schweiger 39. – Erste Ausgabe des griechisch-lateinischen Homer-Lexikons des Sophisten und Grammatikers Apollonios, der vermutlich am Ende des 1. Jahrhunderts zur Zeit des Tiberius lebte. Erstmals ediert und herausgegeben auf Grundlage der in der Abtei Saint-Germain-des-Prés gefundenen Handschrift durch den renommierten französischen Gräzisten Jean-Baptiste Gaspard d’Ansse de Villoison (1750-1805). Villoison begleitete von 1784 bis 1786 Choiseul-Gouffier auf seiner berühmten Expedition nach Griechenland und in die Levante, u. a. auch in die Klosterbibliotheken des Berges Athos, wo er - erfolglos - verschollene Handschriften aufzuspüren versuchte. Nach seiner Rückkehr veröffentlichte Villoison 1788 den bis dato unbekannten Codex Vebetus A der Ilias Homers, den er bereits während eines Studienaufenthaltes 1781 bis 1784 in der Bibliotheca Marciana in Venedig entdeckte, und sorgte damit für eine editionsphilologische Sensation in der Welt der Altphilologie. – Gering fleckig. Unbeschnittenes und breitrandiges Exempar des schönen Quartdrucks. - Selten.

Lot 2009, Auction  128, Apuleius, Lucius, Opera. Tomus alter philosophica

Apuleius, Lucius
Opera. Tomus alter philosophica
Los 2009

Schätzung
240€ (US$ 276)

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Apuleius, Lucius. Opera. Tomus alter philosophica ejus opera et Florida, reliquaque fragmenta continens, cum indice omnium vocum. 24 Bl., 848, 256 S. Mit gestochenem Frontispiz, Holzschnitt-Kopfvignette und Holzschnitt-Druckermarke. 24,5 x 18 cm. Leder d. Z. (stark berieben, Kapitale unschön zerschlissen) mit goldgeprägtem RTitel und ornamentaler RVergoldung. Paris, Federicus Leonhard, 1688.
Schweiger 10. – Teil II der zweibändigen Pariser Werkausgabe, der die philosophischen Schriften des Apuleius enthält, herausgegeben und umfassend kommentiert von Julianus Floridus. "Gehört zu den bessern Ausgaben in usum Delphini" (Schweiger). Enthält neben einer einleitenden Biographie sein berühmtes Hauptwerk, den Roman Metamorphosen (Der goldene Esel) mit der berühmten Erzählung von Amor und Psyche, ferner die Schrift über die Magie mit dem Titel Apologia, sodann die drei philosophischen Schriften De habitudine doctrinarum Platonis Philosophi, De deo Socratis und De mundo sowie im Anhang die unter dem Titel Florida überlieferte Blütenlese, eine Auswahl aus seinen Reden. – Etwas fleckig und gebräunt, Titel und Frontispiz im unteren Bug gelöst. Breitrandiger Quartdruck.

Lot 2010, Auction  128, Arnim, Ludwig Achim von, Des Knaben Wunderhorn

Arnim, Ludwig Achim von
Des Knaben Wunderhorn
Los 2010

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Arnim, Ludwig Achim von und C. Brentano. Des Knaben Wunderhorn. Alte deutsche Lieder [und Anhang:] Kinderlieder. 4 Teile in 2 Bänden. Mit 4 gestochenen Titeln und gestochenem Frontispiz. 20 x 12,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig und berieben, Rücken mit Mittelnickfalte, vorderes Innengelenk geplatzt, oberes Kapital mit kleinem Einriss) mit dezenter RVergoldung und 2 goldgeprägten RSchildern bzw. moderner marmorierter Halblederband im Stil d. Z. mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Heidelberg, Mohr und Zimmer, 1806-1808.
Goedeke VI, 73, 12. Mallon (Arnim) 27, 36-38. Mallon (Brentano) 17, 25-27. Kippenberg I, 1035. Borst 1021. – Erste Ausgabe dieser großen Kostbarkeit der deutschen Literatur, dem wohl berühmtesten Werk der deutschen Romantik. Mit den schönen illustrierten Kupfertiteln in den Bänden I und II (Reiter und Oldenburger Horn mit Heidelberger Schloss, beide nach Wilhelm Grimms Zeichnung radiert von A. Weise) sowie den beiden Kupfertiteln und dem Frontispiz in Band III mit dem Anhang Kinderlieder (radiert von L. E. Grimm nach Vorlagen von Brentano, Philipp Otto Runge und anderen). Mit dem manchmal fehlenden typographischen Haupttitel in Teil III. – Ein Kupfertitel sowie ein typographisches Titelblatt alt gestempelt. Mal mehr, mal weniger stockfleckig, Band I am Schluss mit kleinem Brandloch im Seitenrand, fl. Vorsatz von Band I mit zeitgenössischem Besitzeintrag.

Aurelius Victor, Sextus
Historia Romana
Los 2011

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Aurelius Victor, Sextus. Historia Romana, cum notis integris Dominici Machanei, Eliae Vineti, Andreae Schotti, Jani Gruteri, nec non excerptis, Frid. Sylburgii & Annae Fabri filiae. Curante Joanne Artzenio. 22 Bl., 668 S., 67 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochenem Frontispiz, gestochener Titelvignette, Kupfertafel und ca. 150 Münzkupfern. 24,5 x 19,5 cm. Moderner Lederband mit hs. RSchild. Amsterdam, Jansson-Waesberg und Utrecht, Jakob Poolsum, 1733.
Schweiger II, 1136. Graesse VI, 299. Ebert 1141. – Erste, reich illustrierte Ausgabe der von Joannes Arntzenius (1702-1759) besorgten Edition. "Dem Texte liegt Schott's Ausgabe zugrunde" (Schweiger). "Beste Ausgabe" (Ebert). Die auch als Liber de Caesaribus bekannte römische Kaisergeschichte bildet das einzige überlieferte Werk des spätantiken Geschichtsschreibers Sextus Aurelius Victor (um 320 - um 390). Es enthält Berichte über die Ursprünge und die Gründung Roms, die Mythologie und die Regierungszeiten bedeutender Kaiser. Die Edition von Arntzen gibt sämtliche Anmerkungen der im Titel genannten Kommentatoren wieder. – Etwas fleckig, sonst wohlerhalten.

Lot 2012, Auction  128, Ausonius, Decimus Magnus, Opera

Ausonius, Decimus Magnus
Opera
Los 2012

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Ausonius, Decimus Magnus. Opera. Interpretatione et notis illustravit Julianus Floridus. In usum Serenissimi Delphini. Recensit Joannes-Baptista Souchay. 2 Teile in 1 Band (durchgehend paginiert). LXVII, 684 S., 1 Bl., 16 S., 76 Bl. (Index). Mit gestochenem Frontispiz, Textkupfer und Kupfertafel. 24,5 x 19 cm. Leder d. Z. (etwas berieben, Kapitale gering bestoßen) mit ornamentaler RVergoldung und 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Paris, Jacob Guerin, 1730.
Schweiger I, 22. Graesse I, 259. Brunet I, 574. Ebert 1425. – Großzügiger Pariser Quartdruck der Schriften des spätantiken Dichters Auson (um 310-393). "Eine der besten Ausgaben in usum Delphini" (Ebert), also zum Gebrauch für die musische Erziehung des Thronfolgers am französischen Hof. "Edition la plus estimée: les obscoena qui forment 16 pages séparées, sont ordinairement placés à la fin du vol. avant l'index" (Brunet). Exemplar aus der Bibliothek des bedeutenden Bonner Juristen und Historikers Eduard Böcking (1802-1870), der u. a. als Freund August Wilhelm Schlegels eine kritische Ausgabe von dessen Werken sowie eine der bedeutendsten Ausgaben der Schriften Ulrich von Huttens herausgab. Mit dessen Besitzvermerk: "Ex bibliotheca Pappelbaumiana sibi comparavit Eduard Böcking" etc., datiert Berlin Dezember 1826. Böckings Bibliothek wurde posthum versteigert, seine Hutten-Bibliothek ging über in den Besitz der Straßburger UB und sein juristischer Nachlass wird in der ULB Bonn verwahrt. – Es fehlen der Titel zu Teil II nach Seite 432 sowie die beiden fl. Vorsätze, Blatt Bbbiv-v mit kleinem Eckabriss. Sonst nur schwach braunfleckig.

Lot 2013, Auction  128, Bernstein, Heinrich, Das Lösegeld. Historische Novelle

Bernstein, Heinrich
Das Lösegeld. Historische Novelle
Los 2013

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Nicht im KVK
Bernstein, Heinrich. Das Lösegeld. Historische Novelle. Aus dem Wintergrün für 1843. 1 Bl., 281 S. 15,5 x 10 cm. Halbleder d. Z. (stärker berieben, mit montiertem Bibliotheksschild auf dem VDeckel). Hamburg, Herold, 1843.
Nicht bei Kosch. – Einzige Ausgabe der wohl einzigen Schrift des biographisch gänzlich unbekannten, womöglich unter Pseudonym veröffentlichenden Heinrich Bernstein, von dem keine Lebensspuren bekannt sind. Von der Auflage hat sich offenbar nur das vorliegende Exemplar aus dem "Bücher- und Journal-Lesezirkel von C. Kohlmann in Lauterberg" erhalten, mit entsprechendem Deckelschild. – Etwas stockfleckig. Kein bibliothekarischer Standortnachweis über den KVK.

Lot 2014, Auction  128, Brentano, Clemens, Gockel, Hinkel und Gackeleia

Brentano, Clemens
Gockel, Hinkel und Gackeleia
Los 2014

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Brentano, Clemens. Gockel, Hinkel und Gackeleia. Mährchen, wieder erzählt. XIV, 346 S. Mit lithographischem Titel und 14 getönten lithographischen Tafeln nach Brentanos Angaben und Entwürfen. 21,5 x 13,5 cm. Leinen d. Z. (stärker fleckig, berieben und bestoßen) mit (lädiertem) RSchild. mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Frankfurt, Schmerber, 1838.
Goedeke VI, 62, 43. Borst 1856. Mallon 112. Rümann 130 und 2562. Hauswedell-Voigt II, 89. – Erste Ausgabe des berühmten Märchens, das auch wegen seiner schönen Illustrationen nach Brentanos Entwürfen zu den begehrtesten Sammlerobjekten der deutschen Literatur zählt. Exemplar mit den Tafeln im zweiten Druckzustand, kenntlich an der zwischen den Seiten 96 und 97 eingebundenen Tafel, die nun das hinzugefügte Motto "Keine Puppe, sondern nur eine schöne Kunstfigur" im Dreieck oberhalb des aufgespannten Schirms aufweist. Die reizende Titellithographie stammt von J. N. Strixner, die anderen Illustrationen wurden von Kaspar Braun, einige wohl auch von Maximiliane Pernelle, auf den Stein gezeichnet. "Frei von allen formalen Begrenzungen läßt der Dichter seine fabulierfreudige Phantasie schweifen ... An den Höhepunkten des Märchens, z. B. wenn die Tiere plötzlich sprechen können, ... geht die erzählende Prosa plötzlich in volksliedhafte Verse über. Dieses Kompositionsprinzip ergibt einen gleichsam musikalischen Rhythmus, der die scheinbar widerstrebenden Sprachelemente zu einer kunstvollen Einheit bindet" (KLL). – Block etwas verschoben, vorderes Innengelenk angeplatzt. Etwas braun- oder fingerfleckig, der lithographische Titel mit hinterlegtem Randeinriss.

Lot 2015, Auction  128, Brentano, Clemens, Die Gründung Prags

Brentano, Clemens
Die Gründung Prags
Los 2015

Schätzung
120€ (US$ 138)

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Brentano, Clemens. Die Gründung Prags. Ein historisch-romantisches Drama. 1 Bl., 450 S. Mit gestochenem Frontispiz. 20,5 x 13,5 cm. Marmorierter Halbleinenband d. Z. (etwas berieben) mit Rückenfileten und goldgeprägtem RSchild. Pest, Hartleben, 1815.
Goedeke VI, 60, 27. Mallon 55a. Borst 1215. – Erste Ausgabe. Durch Brentanos zweijährigen Aufenthalt in Böhmen angeregtes Drama, das den Freiheitskampf der Tschechen behandelt. "Das Drama leistete einen hervorragenden Beitrag zu dem aus romantischem Geist geborenen Nationalmythos einer tschechisch-slavischen Vorzeit" (KLL). In dieser Variante "bewuchert das mythische Motiv vom Kampf der weißen gegen die schwarze Magie, der mit dem Kampf der lichten Götter endet, geradezu das Libussa-Primislav-Thema" (Frenzel, Stoffe, S. 438). – Vereinzelte geringe Stockflecken. Wohlerhaltenes Exemplar.

Lot 2016, Auction  128, Burgundia, Antonius von, Mundi lapis Lydius

Burgundia, Antonius von
Mundi lapis Lydius
Los 2016

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Burgundia, Antonius von. Mundi lapis Lydius sive Vanitas per veritatem falsi accusata & convicta. 13 Bl., 249 S., 13 Bl. Mit Kupfertitel (in Pag.) von Theodor van Merlen und 50 Emblemkupfern von Andries Pauli. 19 x 14,5 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, 1 Gelenk mit Fehlstelle) mit 2 goldgeprägten Deckelmedaillons. Antwerpen, Witwe Jan Cnobbaert, 1639.
Landwehr 72 ("of excellent quality"). Praz 292. – Erste lateinische Ausgabe des schön illustrierten Emblembuchs mit zierlich gestochenen Kupfern im Oval oder Achteck, die erste deutsche Ausgabe der emblematischen Sittenlehre erschien 1712 in Augsburg unter dem Titel Welt Probier-Stein. Unter den Darstellungen Buchdruckerei, Münzschlägerei, Gelage, Glücksspieler, Arzt, Tischuhr, Gläserstilleben u. a. – Titel gestempelt und stärker fleckig, mit Eckabriss und Randeinriss. Mal mehr, mal weniger fleckig und feuchtrandig. Ehemaliges mehrfach gestempeltes Bibliotheksexemplar.

Lot 2017, Auction  128, Caesar, Gaius Julius, Les commentaires de Cesar

Caesar, Gaius Julius
Les commentaires de Cesar
Los 2017

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Caesar, Gaius Julius. Les commentaires de Cesar. 17 Bl., 623 S., 64 S., 18 Bl. Mit gestochenem Titel, gestochener Titelvignette, gestochener und gefalteter Kupferstichkarte und doppelblattgroßer Kupfertafel. 23 x 17 cm. Leder d. Z. (berieben, bestoßen, lichtrandig und leicht angestaubt) mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Paris, Jean Camusat und Pierre le Petit, 1650.
Vgl. Graesse II, 10. – Spätere Ausgabe. – Etwas braun- und feuchtfleckig, vereinzelt knickspurig. Vorsatz mit Exlibris. Insgesamt gutes Exemplar.

Lot 2018, Auction  128, Casaubon, Isaac, Epistolae, insertis ad easdem responsionibus

Casaubon, Isaac
Epistolae, insertis ad easdem responsionibus
Los 2018

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Casaubon, Isaac. Epistolae, insertis ad easdem responsionibus. Tertia editio. Curante Theodoro Janson. 4 Teile in 1 Band. Titel in Schwarz und Rot. Mit 1 (statt 2) gestochenen Portraittafeln. 35 x 22,5 cm. Blindgeprägter Kalbslederband d. Z. (berieben und bestoßen, mit teils größeren Schabspuren, Gelenke angeplatzt) mit goldgeprägtem RSchild. Rotterdam, Caspar Fritsch und Michael Böhm, 1709.
Graesse II, 61. Ebert 3629. Sandys II, 209. – Dritte Ausgabe. "Casaubon (1559-1614) lives in his Letters and in his Ephemerides, a Latin journal largely interspersed with Greek, recording his daily reading and his reflexions for the last seventeen years of his life. Here and in his Letters, the Latin is that of a perfect master of the language" (Sandys). – Es fehlt eines der beiden Portraits. Etwas gebräunt oder braunfleckig.

Lot 2019, Auction  128, Cassiodorus, Flavius Magnus Aurelius, Opera omnia quae extant

Cassiodorus, Flavius Magnus Aurelius
Opera omnia quae extant
Los 2019

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Cassiodorus, Flavius Magnus Aurelius. Opera omnia quae extant, ex fide manusc. auctiora & locupletiora. 8 Bl., 779 S., 16 Bl. 22 x 17 cm. Pergament d. Z. (gering fleckig und berieben, mit hs RTitel). Genf, Philipp Gamonet, 1637.
Vgl. Graesse II, 63. – Zweiter Druck der zuerst 1622 bei Chouet erschienenen Gesamtausgabe der Schriften des spätantiken Staatsmannes Cassiodor (ca. 484-580), dessen vornehmliches Ziel die Versöhnung der Römer mit den Goten war. Mit der Gründung des Klosters Vivarium und den von den dortigen Mönchen kopierten Schriften antiker Autoren wurde er zum Retter zahlreicher bedeutender Werke für die abendländische Literaturgeschichte. – Stellenweise etwas gebräunt, vorderes Innengelenk angeplatzt.

Lot 2020, Auction  128, Castelli, Ignaz Franz, Zerrbilder menschlicher Thorheiten und Schwächen. Mit 30 kolor. Kupfertafeln. Wien 1818

Castelli, Ignaz Franz
Zerrbilder menschlicher Thorheiten und Schwächen. Mit 30 kolor. Kupfertafeln. Wien 1818
Los 2020

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Von "Modenarren" und "Kaffeh-Schwestern"
Castelli, I(gnaz) F(ranz). Zerrbilder menschlicher Thorheiten und Schwächen. Mit epigrammatischen Erklärungen begleitet. 66 S. Mit 30 kolorierten Kupfertafeln von Matthaeus Loder nach Joseph Stöber. 21,5 x 15 cm. Halbleder des 19 Jahrhunderts (berieben und bestoßen) goldgeprägter RTitel. Wien, Anton Strauss für Franz Härter, 1818.
Rümann 1217. Hayn-Gotendorf IV, 226. – Seltene Originalausgabe der höchst amüsanten Folge von "prachtvoll colorierten satyrischen Kupfertafeln" (H.-G.), die verschiedene menschliche Schwächen, Leidenschaften und Genussüchte karikieren; ein Nachdruck erschien 1913 in Wien. "Indem wir dem Publicum diese Zerrbilder menschlicher Thorheiten und Schwächen übergeben, wollen wir nicht, - wie es die Engländer und Franzosen meisten Theils mit ihren Karrikaturen halten, - einzelne, bestimmte Personen dadurch zur Schau stellen und lächerlich machen. Es sollen nicht Gestalten zum Vorschein kommen, auf welche jeder aus dem Publicum sogleich mit Fingern hindeuten und sagen kann: 'Seht, dieses Zerrbild stellt diesen oder jenen bekannten Mann vor, es sind ganz seine Züge, nur etwas mehr in die Länge oder Breite gezogen!' - Nein! - während Jene selbst die heiligsten Personen zum Ziele des Spottes herabwürdigen, soll uns auch selbst die unbedeutendste Person zum Hohne zu heilig seyn" (Vorrede).
Unter den verspotteten Schwächen finden sich "Die Zerstreuten", Liebende, "Modenarren", "Hundenärrin", "Zeitungsnarr", "Tabakschnupfer", "Tabakraucher", "Nimmersatt", "Säufer", "Kaffeh-Schwestern", "Der hochmüthige Narr", "Tanz-Narren", "Der eifersüchtige Narr", "Putzsucht", ferner Spieler, Schmetterlingsfänger und eine Kartenlegerin. Die in epigrammatischer Form gehaltenen und an den Stil Lichtenbergs erinnernden Erläuterungen stammen von dem Wiener Dichter, Dramatiker und Herausgeber verschiedener Periodika Ignaz Franz Castelli (1781-1862). – Vorsätze erneuert, etwas stock- und fingerfleckig, papierbedingt leicht gebräunt und gewellt.

Lot 2021, Auction  128, Crane, Walter, The first of May

Crane, Walter
The first of May
Los 2021

Schätzung
350€ (US$ 402)

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Crane, Walter. The first of May. A fairy masque. Presented in a series of 52 designs. Mit 56 (statt 57) Tafeln in Heliogravür auf aufgewalztem China nach Zeichnungen von Walter Crane. 37 x 45 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig und berieben, mit leichten Schabspuren) mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel sowie Goldschnitt. London, Henry Sotheran & Co., 1881.
Baker, British book illustrations C 362. Gumuchian 1924. Massé 32. – Erste Ausgabe der in 300 Exemplaren erschienenen Prachtausgabe im Quer-Folio-Format, gewidmet Charles Darwin. – Es fehlt die Tafel mit dem von Crane signierten Druckvermerk. Im Rand etwas stockfleckig.

Lot 2022, Auction  128, Cujas, Jacques, Epistolai ellenikai amoibaiai

Cujas, Jacques
Epistolai ellenikai amoibaiai
Los 2022

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Cujas, Jacques (Hrsg.). Epistolai ellenikai amoibaiai (graece). Hoc est, Epistolae graecanicae mutuae. Antiquorum rhetorum, oratorum, philosophorum, medicorum, theologorum ac imperatorum. 2 Bl., 458 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 34,5 x 21,5 cm. Moderner Pappband. Genf, Caldoriana Societas, 1606.
Einzige Ausgabe der von dem französischen Rechtsgelehrten Jacques Cujas (1522-1590) herausgegebenen Briefsammlung antiker griechischer Autoren. Ansprechender zweispaltiger Druck mit lateinisch-griechischem Paralleltext, hergestellt im Gründungsjahr der nach dem Genfer Drucker und Verleger Petrus Caldorius benannten Druckereigesellschaft, die einen Schwerpunkt auf Werken der antiken Philosophie hatte. Mit deren prächtiger Druckermarke auf dem Titel mit der Darstellung der Fama, in der römischen Mythologie die Göttin des Ruhmes und des Gerüchts, mit ihren Attributen Vogelflügeln, Posaune und Darstellungen von Augen, Mündern und Ohren auf dem Kleid. – Titel leicht angeschmutzt, sonst sauber und wohlerhalten. - Selten.

Lot 2023, Auction  128, Deutsches Museum, Hrsg. von H. C. Boie u. a., 12 (von 13) Jgge

Deutsches Museum
Hrsg. von H. C. Boie u. a., 12 (von 13) Jgge
Los 2023

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Deutsches Museum (hrsg. von H. C. Boie und C. K. W. von Dohm). Jahrgang 1781. 12 Hefte in 1 Band. Mit Kupfertafeln und Musikbeilagen. 19,5 x 11,5 cm. Halbleder d. Z. mit RVergoldung und zwei goldgeprägten RSchildern. Leipzig, Weygand, 1781.
Diesch 1049. Kirchner 4495. Wilke II, 141ff. Goedeke IV/1, 985, 4. Kippenberg I, 486. – Vollständiger Jahrgang der zwischen 1776 und 1788 erschienen, bedeutenden deutschen literarischen und historischen Zeitschrift. "Keine andere Zeitschrift, selbst der 'Merkur' (von Wieland) nicht, hatte so glänzende Namen unter den Mitarbeitern und so wertvolle Beiträge wie das Museum, das für die Zeit eine parteilose, vermittelnde Stellung einnahm und aufhörte, als die Bewegung der Revolution die ruhige Haltung der Blätter nicht mehr duldete" (Goedeke). – Teils gebräunt bzw. stockfleckig, Titel gestempelt ("Fürstensteiner Bibliothek"). Insgesamt gutes Exemplar.

Lot 2024, Auction  128, Einbände und , Dunkelgrüner Maroquinband mit habsburgischem Wappensupralibros

Einbände und
Dunkelgrüner Maroquinband mit habsburgischem Wappensupralibros
Los 2024

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Einbände. - Dunkelgrüner Maroquinband mit habsburgischem Wappensupralibros. 31 x 23 cm. Italien um 1840.
Prächtiger Quartband mit dem altösterreichischen Staatssymbol, dem doppelköpfigen Adler als Wappensupralibros auf dem Vorderdeckel. Eingefasst von einer breiten neobarocken und goldgeprägten Bordüre mit floralen und ornamentalen, sich wiederholenden Schmuckelementen, Rückenvergoldung in sieben Feldern, Eck- und Innenkantenvergoldung sowie Goldschnitt. Inhalt: Memorie dell'Imperiale Regio Istituto del Regno Lombardo-Veneto. Vol. Quinto. 1 w. Bl., 3 Bl., 282 S., 1 Bl. Mailand 1838.
– Etwas berieben, Kapitale leicht bestoßen, Rücken am unteren Ende mit kleinem Einriss.

Lot 2025, Auction  128, Einbände, Marmorierte Kalbslederbände

Einbände
Marmorierte Kalbslederbände
Los 2025

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Einbände. - Marmorierte Kalbslederbände mit reicher ornamentaler RVergoldung, goldgeprägtem RSchild, Deckel- und Stehkantenbordüre sowie großer Deckelvignette mit einer Darstellung der griechischen Göttin Athene mit dem lateinischen Motto "Vicit vim virtus", mit je 2 intakten Schließbändern. Leiden um 1780.
Dekorative Einbände mit der Pallas Athene auf den Deckeln mit Wappenschild, Lanze und Buch, darunter das lateinische Motto "Vicit vim virtus". Inhalt: I. Sextus Iulius Frontinus. Libri quatuor strategematicon. Editio altera. 1 w. Bl., 38 Bl., 570 S., 65 Bl., 1 l. w. Bl. Mit gestochenem Frontispiz. Leiden, Luchtmans, 1779. - II. Lucius Annaeus Florus. Epitome rerum romanarum. Editio altera auctior & emendatior. 29 Bl., 858 S., 59 S. Mit gestochenem Frontispiz, gefalteter Kupferstichkarte, 2 Holzschnitt-Druckermarken und Textkupfer. Ebenda 1744. – Leicht berieben und bestoßen, Kapitale mit winzigen Fehlstellen.

Lot 2026, Auction  128, Einbände, Weinroter Maroquinband mit goldgeprägtem Wappensupralibros von Louis d’Orléans

Einbände
Weinroter Maroquinband mit goldgeprägtem Wappensupralibros von Louis d’Orléans
Los 2026

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Einbände. - Weinroter Maroquinband mit goldgeprägtem Wappensupralibros von Louis d’Orléans und floralen Rollenstempeln auf den Deckeln, reicher RVergoldung mit fünf Fleur-de-Lis-Stempeln sowie Goldschnitt. Frankreich um 1736.
Dekorativer Maroquinband im Auftrag des Herzogs d’Orléans. Inhalt: (Louis d’Orléans). Office de la Semaine sainte, latin-françois, à l'usage de Rome et de Paris. Pour la maison de Monseigneur le Duc d'Orléans. Paris, d'Houry, 1736. – Leicht berieben, Kanten bestoßen.

Lot 2027, Auction  128, Ellenes Poietai Palaioi und Poetae Graeci, tragici, comici, lyrici, epigrammatarii

Ellenes Poietai Palaioi und Poetae Graeci
tragici, comici, lyrici, epigrammatarii
Los 2027

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Ellenes poietai palaioi (graece). Poetae Graeci veteres tragici, comici, lyrici, epigrammatarii. 2 Teile in 1 Band. 6 Bl., 1022 S., 1 w. Bl.; 753 S. 34 x 20 cm. Leder des späten 19. Jahrhunderts (Rücken und Deckel unter Verwendung von Deckelbezügen des 17. Jahrhunderts mit reicher Goldprägung und Kardinals-Wappensupralibros). Genua, Petri de la Rouiere, 1614.
Graesse V, 378. – Mit griechisch-lateinischem Paralleltext. – Etwas fleckig, Titel mit zeitgenössischem Besitzvermerken.

Lot 2028, Auction  128, Erasmus von Rotterdam, Desiderius, Adagia, id est; Proverbiorum, paroemiarum et parabolarum omnium

Erasmus von Rotterdam, Desiderius
Adagia, id est; Proverbiorum, paroemiarum et parabolarum omnium
Los 2028

Schätzung
240€ (US$ 276)

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Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Adagia, id est; Proverbiorum, paroemiarum et parabolarum omnium, quae apud Graecos, Latinos, Hebraeos, Arabes, &c. in usu fuerunt, collectio absolutissima, in locos communes digesta. 6 Bl., 776 S., 95 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochener Titelvignette. 34,5 x 21 cm. Etwas späterer marmorierter Pappband (beschabt und bestoßen). Frankfurt, Johann Andreae für Johann Peter Zubrod, 1670.
VD17 3:302487Z. Vander Haeghen 223 – Frankfurter Druck der berühmten Adagia des Erasmus, seiner zuerst 1539 erschienenen Sammlung und Kommentierung antiker Weisheiten und Sprichwörter, von denen er insgesamt mehrere Tausend zusammentrug und nach und nach in verschiedenen, im Umfang stetig zunehmenden Ausgaben veröffentlichte. Durch umfangreiche Register erschlossen. – Etwas gebräunt oder braunfleckig, Titel alt gestempelt, fl. Vorsatz mit Schenkungsvermerk von 1884, Innenspiegel mit modernem Exlibris.

Lot 2029, Auction  128, Erasmus von Rotterdam, Desiderius, Lob der Narrheit

Erasmus von Rotterdam, Desiderius
Lob der Narrheit
Los 2029

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Lob der Narrheit. Aus dem Lateinischen übersetzt und mit Anmerkungen begleitet von Wilhelm Gottlieb Becker. 14 Bl., 396 S. Mit 83 Holzschnitt-Vignetten nach Holbein (ohne das gestochene Portrait). 17,5 x 13 cm. Halbleder um 1870 (Rücken lichtrandig, Ecken und Kanten berieben) mit geprägtem RTitel. Basel, Johann Jacob Thurneysen, 1780.
Rümann 239. Ebert 6879. – Erste Ausgabe dieser Übersetzung. Die 83 Holzschnitte nach Holbein stellen das Hauptwerk des Basler Formschneiders Heinrich Heitz (1750-1835) dar und wurden 1829 in Basel nochmals separat herausgegeben. – Kaum stockfleckig und gebräunt. Frisches Exemplar. Innenspiegel mit modernem Exlibris.

Lot 2030, Auction  128, Erasmus von Rotterdam, Desiderius, Morias Egkomion

Erasmus von Rotterdam, Desiderius
Morias Egkomion
Los 2030

Schätzung
240€ (US$ 276)

Details

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Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Morias Egkomion (graece). Stultitiae laus. Cum commentariis Ger. Listrii et figuris Jo. Holbenii. E codice Academiae Basiliensis. 40 Bl., 336 S., 6 Bl. (Index). Mit Kupfertitel (in Pag.), 3 Portraitkupfern, weiterer Kupfertafel, gestochener Titelvignette, gestochener Kopfvignette und 80 Text- bzw. Einklebekupfern von Wilhelm Stettler nach den Randzeichnungen Holbeins. 18,5 x 11,5 cm. Geglättetes Maroquin des 19. Jahrhunderts (etwas fleckig und berieben) mit goldgeprägtem RTitel sowie Rücken- und Deckelfilete sowie Innen- und Stehkantenvergoldung. Basel, Genathian, 1676.
Graesse II, 495. Ebert 6878. Brunet II, 1037. – Späterer Basler Druck. Erasmus verfasste seine ironische Lehrrede Lob der Torheit 1509 während eines Aufenthalts bei seinem Freund Thomas Morus, der erste Druck mit den Illustrationen Holbeins erschien 1515 bei Johann Froben in Basel. – Blatt c1 mit Blatteinriss über die ganze Seite, Blatt e2 ebenfalls mit Riss. Etwas fleckig. Mit modernem Exlibris und etwas längerem hs. Eintrag auf dem fl. Vorsatz.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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