Nicolai, Friedrich
Vertraute Briefe von Adelheid B. an ihre Freundin Julie S.
Los 2104
Schätzung
250€ (US$ 287)
(Nicolai, Friedrich). Vertraute Briefe von Adelheid B. an ihre Freundin Julie S. 1 Bl., 242 S., 1 Bl. 17,5 x 11 cm. Schlichter Pappband d. Z. (berieben und bestoßen) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Berlin und Stettin, Friedrich Nicolai, 1799.
Goedeke IV/1, 504, 37. Katalog Nicolai 226. – Erste Ausgabe von Nicolais anonym verfasstem satirischem Briefroman, in dem er sich gegen die romantische Eheauffassung der Gebrüder Schlegel richtet. "Verspottet die Romantiker" (Goedeke). – Etwas stock- und braunfleckig.
Nösselt, Johann August
Am siebenten Geburtstage der Demoiselle Augusta Conradine Nösseltin
Los 2105
Schätzung
150€ (US$ 172)
Nicht im KVK
Nösselt, Johann August. - Am siebenten Geburtstage der Demoiselle Augusta Conradine Nösseltin, empfunden von einer kleinen Freundin Sophia Antonetta Dorotha Nebin. 2 Bl. 18 x 11 cm. Gefalzter Quartbogen ohne Einband (Randläsuren). Halle 28. Oktober 1774.
Bibliographisch nicht nachweisbare Personalschrift anlässlich des siebten Geburtstags von Augusta Conradine Nösselt (1768-1837), der ältesten Tochter des Hallenser Theologen Johann August Nösselt (1734-1807), der ab 1744 die Lateinschule des Waisenhauses besuchte und anschließend Vorlesungen bei Freylinghausen und Baumgarten hörte. Nösselt hielt dann selber Privatvorlesungen über Literatur und Geschichte und wurde später ordentlicher Professor der Theologie an der Universität Halle. – Etwas fleckig und mit Randläsuren, Titel gestempelt. Über den KVK in keiner Bibliothek nachweisbar.
Opitz, Martin. Teutsche Gedichte, in vier Bände abgetheilet, Von neuem sorgfältig übersehen von Daniel Wilhelm Triller. 4 Teile in 2 Bänden. Mit gestochenem Portrait, 4 gestochenen Frontispices, 9 Kupfertafeln und gestochener Vignette von Martin Tyroff sowie zahlreichen Holzschnitt-Vignetten. Spätere Pappbände (berieben; signiert: "H. Krehan in Weimar") mit goldgeprägten RSchildern. Frankfurt, Franz Varrentrapp, 1746.
Goedeke III 50, 100 (für I und II irrig: 1736). Dünnhaupt IV 3014, 15. Faber du Faur 235. Jantz 1925. Slg Manheimer 288. Szyrocki 287. Lanckoronska-Oehler I 53. – Erste systematische Gesamtausgabe. "Diese auf Gottscheds eigene Veranlassung von seinem Freund und Jünger veranstaltete Neuausgabe, durch die Ausstattung zugleich ein Ehrengedächtnis, gehört zu den schönen Büchern des 18. Jahrhds. Die direkte lebendige Einwirkung des Opitzischen Werkes schließt mit ihr ab." (K. Wolfskehl in: Slg. Manheimer). In der ausführlichen Vorrede rechtfertigt Triller die Umsetzung der Opitzschen Texte in zeitgenössische Orthographie. Eines der wenigen Exemplare mit Opitz' separat paginiertem Buch von der Teutschen Poeterey (zu Beginn von Teil I). – Vorsätze mit Besitzeinträgen und Bestandsnummer. Etwas gebräunt und fleckig, die Tafeln sauber.
Ovidius Naso, Publius. Opera omnia. IV. voluminibus comprehensa; cum integris Jacobi Micylli, Herculis Ciofani, et Danielis Heinsii notis, et Nicolai Heinsii curis sedundis. Cura et studio Petri Burmanni. 4 Bände. Titel in Schwarz und Rot. Mit 3 gestochenen Frontispices. 25 x 18,5 cm. Leder d. Z. (3; etwas stärker berieben, beschabt und bestoßen, Kapitale teils unfachmännisch mit Lederstreifen überklebt) bzw. moderner Lederband (1) unter Verwendung der alten RSchilder. Amsterdam, Janssonius-Waesberghe, 1727.
Schweiger II, 631. Ebert 15372. Dibdin II, 268. – Reich kommentierte und durch mehrere Register erschlossene Werkausgabe, bearbeitet von dem Philologen Pieter Burman (1668-1741), Universitätsprofessor in Utrecht und Leiden. "Schöne und bis jetzt vollständigste Ausgabe. Sie wird selten" (Ebert). "Notwithstanding a few imperfections, this beautiful and erudit performance may be considered as the 'editio longe praestantissima' of Ovid. Its various readings, sagacious citicisms, and judicious selection of the most valuable parts of ancient editions, render it a work almost indispensable to those students who wish to enter minutely into the beauties and illustrations of the poet" (Dibdin). – Etwas stockfleckiges Exemplar einer historischen Schulbibliothek mit entsprechenden Stempeln, Signaturen und Exlibrisschildern. Band III auch mit größerem Feuchtigkeitsrand.
Ovidius Naso, Publius. Opera quae supersunt, ad exemplar Nicolai Heinsii et Petri Burmanni castigate, praemissa est Io. Georgii Walchii diatribe critica de Latinitate poetica. 3 Teile in 1 Band. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. 13,5 x 7,5 cm. Schweinsleder d. Z. (gering fleckig) mit hs. RSchild. Leipzig, Weidmann, 1739.
Schweiger 632. – Taschenausgabe der seinerzeit beliebten Edition der beiden niederländischen Philologen Pieter Burman d. Ä. (1668-171) und Nikolaes Heinsius d. Ä. (1620-1681). – Titel verso mit tektiertem Stempel, fl. Vorsatz mit modernem Exlibris. Schwach braunfleckiges, insgesamt wohlerhaltenes Exemplar des handlichen Duodezdrucks.
Persius Flaccus, Aulus
Sechs Satiren übersetzt von Johann Adolph Nasser
Los 2109
Schätzung
150€ (US$ 172)
Persius Flaccus, Aulus. Sechs Satiren übersetzt von Johann Adolph Nasser. 118 S. 16 x 10 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (berieben und beschabt), Kiel, Neue akademische Buchhandlung, 1807.
Einziger Druck der Übersetzung durch den Kieler Philologen Johann Adolph Nasser (1753-1828). – Schwache Braunflecken, Widmungsblatt verso gestempelt ("Grosherzogliche Bibliothek Neustrelitz").
Petronius (Arbiter). La satyre, traduite en Francois avec le texte Latin, suivant le nouveau manuscrit trouvé à Bellegrade en 1688. Ouvrage complet, contenant les galanteries et les Débauches de l'Empereur Neron avec des remarques curieuses (par F. Nodot). 2 Bände. 32 Bl., 473 S.; 4 Bl., 549 S. Mit wiederholtem gestochenem Frontispiz und 9 (davon 2 gefaltet) Kupfertafeln. 15,5 x 8,5 cm. Rote Maroquinbände d. Z. (minimal berieben) auf 5 unechten Bünden mit reicher RVergoldung, dreifachen vergoldeten Deckelfileten, zweifachen Stehkantenfileten, Innenkantenfileten und Goldschnitt. Köln, Marteau (d. i. Amsterdam), 1694.
Weller, Druckorte II, 55. Schweiger II, 724. Ebert 16515. – Mit lateinisch-französischem Paralleltext. Mit den von Nodot angeblich aufgefundenen Fragmenten, die erstmals 1691 publiziert, aber bald als Fälschung enttarnt wurden. Die Kupfer, die Ebert als Nachstiche der Illustrationen von J. V. Aveele bezeichnet, sind teils signiert von Johann Caspar Morf, einem Kupferstecher aus Zürich, der um 1680 bis 1695 tätig war (vgl. Nagler X, 536). – Leicht gebräunt. Sehr schönes, dekorativ gebundenes Exemplar.
Phaedrus. Fabularum Aesopiarum libri quinque. Cum novo commentario Petri Burmanni. 26 Bl., 263 S., 24 Bl., 93 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. 25 x 20 cm. Halbleder d. Z. (Deckelbezüge mit Schabspuren). Leiden, Samuel Luchtmans, 1727.
Schweiger 737. Landwehr, Fable Books 234. Graesse V, 253. Brunet IV, 588: "Edition fort estimee". – Erster Druck der "wertvolle(n) Ausgabe mit einem neuen, sehr ausführlichen Commentare von Burmann, in welchem er besonders die alte Lesart gegen Bentley's und Hare's Aenderungen zu schützen sucht" (Schweiger). "Diese sehr geschätzte Ausgabe enthält einen eignen und ganz neuen Commentar Burmann`s, der zunächst gegen Bentley`s Neuerungen gerichtet ist. Auch die vorgesetzte kritische Vorrede gegen Bentley ist von grossem Werth" (Ebert 16597). Im Anhang mit der berühmten Epistola critica von Francis Hare (1671-1740), in der er zahlreiche Fehler der Phaedrus-Ausgabe von Bentley aufdeckt. Exemplar der großzügigeren Quartausgabe (siehe Schweiger). – Es fehlt das gefaltete Portraitkupfer von Burmann. Mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig, Titel mit unfachmännisch hinterlegtem Blattausschnitt im Seitenrand.
Phaedrus. Fabularum Aesopiarum libri V. Recte tandem captui puerorum accommodati, Oder: Deutliche und nach dem Begriff der Jugend endlich recht eingerichtete Erklärung der Aesopischen Fabeln, worinnen die Constructiones gewiesen, die lateinische Phrases mit teutschen Redens-Arten erläutert, und die Sachen selbst mit zulänglichen Notis erkläret werden; Nebst einem Teutschen und Lateinischen Register durch Emanuelem Sincerum. 5 Bl., 247 S., 28 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. 16,5 x 10,5 cm. Pergament d. Z. (leicht fleckig und berieben, mit hs. RTitel). Augsburg, Mertz und Mayer, 1728.
Vgl. VD18 12838756 (zweite Auflage 1729). – Seltene erste, im VD 18 noch nicht erfasste Ausgabe des im 18. Jahrhundert überaus beliebten und noch zahlreiche Male aufgelegten Schulbuchs, herausgegeben und mit umfangreichen Kommentaren versehen durch den Diakon an der Kirche St. Ulrich in Augsburg, Esaias Schneider (1684-1731; Pseudonym: Emanuel Sincerus). – Etwas braunfleckig. Innenspiegel gestempelt und mit dem montierten Wappenexlibris des österreichischen Bibliophilen Heinrich von Gudenus (1839-1915), ferner mit einem weiteren modernen Exlibris sowie Tintensignaturen.
Phaedrus. Liberti fabularum Aesopiarum libri V. Notis illustravit in usum serenissimi principis Nassauii David Hoogstratanus. 15 Bl., 160 S., 42 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Kupfertitel von P. Boutats nach J. Goerée, gestochener Titelvignette, 18 Kupfertafeln, 9 gestochenen Initialen und 37 gestochenen Textvignetten von Jan van Vianen. 25 x 19 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben). Amsterdam, François Halma, 1701.
Sander 1543. Ebert 16589. Graesse V, 252. Dibdin II, 280. Bodemann 94.1. Landwehr 247. – Erste Ausgabe. "Prachtausgabe von 94 Phaedrus-Fabeln und als Anhang fünf Fabelbearbeitungen des Polyhistors Marquard Gude (1635-1689). Der von seinem Herausgeber, dem Rotterdamer Schriftsteller David Fransz van Hoogstraten (1658-1724) äusserst kostbar gestaltete Band ist dem nassauischen Prinzen Johann Wilhelm Friso (1687-1711) gewidmet" (Katalog Fabula docet 42). Die schönen Kupfertafeln von Jan van Vianen (1660-1703) mit je sechs Darstellungen in Medaillonform zu den einzelnen Fabeln. – Es fehlt das Faltkupfer mit dem Portrait des Widmungsempfängers Johann Wilhelm Friso. Stärker fleckiges Exemplar, vor allem im Rand. Einige Lagen auch leicht ausgebunden. Der Kupfertitel im unteren Bug gelöst sowie mit geschlossenem Randeinriss.
Photios I. Lexicon e duobus apographis edidit Godofredus Hermannus. Accedit Io. Albertii. Index suppletus et auctus. 5 Bl., Sp. 7-518. 25 x 20,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben). Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius, 1808.
Erster Druck des von Gottfried Hermann (1772-1848) herausgegebeben griechischen Lexikons des byzantinischen Gelehrten, Theologen und Dichters Photios I. (810-983), der als Patriarch von Konstantinopel wirkte und in der orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt wird. Wichtiges Nachschlagewerk zur Entschlüsselung antiker griechischer Autoren und der Bibel. "Einer der klügsten, gelehrtesten und erfahrensten Männer seiner Zeit" (Jöcher II, Sp. 562). – Titel zweifach gestempelt. Etwas leimschattig, sonst wohlerhalten.
Picinelli, Filippo. Mundus symbolicus, in emblematum universitate formatus, explicatus, et tam sacris, quam profanis eruditionibus ac sententi is illustratus. Editio in Germania prodiens quarta. 2 Teile in 1 Band. 25 Bl., 740 S.; 2 Bl., 268 S., 103 Bl. (Index). Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz, gestochener Titelvignette und 34 emblematischen Textkupfern. 36 x 21,5 cm. Leder d. Z. (berieben und beschabt, Ecken bestoßen, Kapitale lädiert) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Köln, Erben Thomas von Cöllen und Joseph Huisch, 1729.
Vgl. Landwehr V, 480ff. Praz 456. – Kölner Druck des zuerst 1653 in Mailand erschienenen prächtigen Emblemwerks, offenbar die letzte Ausgabe. Unter den schönen Kupfern sind Ansichten der Augustinerklöster Heiligkreuz und St. Georg in Augsburg, Diessen am Ammersee, St. Michael in Ulm und Wettenhausen. – Etwas braunfleckig, sonst wohlerhalten. Zweispaltiger Druck.
Plinius Caecilius Secundus, Gaius
Briefe, nebst dem Leben desselben
Los 2116
Schätzung
150€ (US$ 172)
Plinius Caecilius Secundus, Gaius. Briefe, nebst dem Leben desselben uebersetzt und mit Anmerkungen begleitet von Ernst August Schmid. 6 Bl., 468 S. 17 x 10,5 cm. Pappband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Gelenke beschabt). Dessau und Leipzig, Buchhandlung der Gelehrten, 1782.
Seltene Auswahlausgabe der Epistolae des Plinius Secundus durch den Weimarer Bibliothekar Ernst August Schmid (1746-1809), erschienen in dem berühmten, im Jahr 1781 gegründeten Selbstverlagsunternehmen der Buchhandlung der Gelehrten, das sich zum Ziel gesetzt hatte, Autoren direkt am Verkauf ihrer Bücher zu beteiligen und so die Usancen des Distributionsbuchhandels im späten 18. Jahrhundert unterwanderte. Im Jahr 1789 erschien dann bei Johann Christian Hermann in Frankfurt die von Schmid herausgegeben zweibändige Gesamtausgabe der Briefe. – Widmungsblatt mehrfach alt gestempelt, sonst wohlerhalten.
Pomey, Franciscus
Pantheum mythicum, seu Fabulosa deorum historia
Los 2117
Schätzung
180€ (US$ 207)
Pomey, Franciscus. Pantheum mythicum, seu Fabulosa deorum historia. Editio decima. 8 Bl., 298 S., 7 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Kupfertitel (in Pag.) und 27 Kupfertafeln. 15 x 10 cm. Pergament d. Z. (etwas berieben) mit ornamentaler RVergoldung, floralen Deckelbordüren mit Eckfleurons sowie goldgeprägten Deckelvignetten mit Darstellung eines Einhorns sowie 4 Seidenschließbändern. Amsterdam, Schouten bzw. Utrecht, J. J. a Poolsus, 1777.
De Backer-Sommervogel VI, 976. Vgl. Graesse V, 398. – Amsterdamer Ausgabe der zuerst 1659 in Lyon erschienenen Einleitung in die Göttergeschichte der Griechen und Römer, die in zahlreichen Auflagen auch als Schulbuch vertreiben wurde, verfasst von dem Jesuitenpater und Lexikographen François-Antoine Pomey (1618-1673). Die Kupfer zeigen die Hauptgötter der Antike mit ihren wichtigsten Attributen. – Gering fingerfleckig. Exemplar mit einer dekorativen Einhorndarstellung auf beiden Deckeln.
Pückler-Muskau, Hermann von
Südöstlicher Bildersaal. Stuttgart, Hallberger, 1840-1841
Los 2118
Schätzung
250€ (US$ 287)
(Pückler-Muskau, Hermann von). Südöstlicher Bildersaal. 3 Bände. Mit 12 (statt 15; 4 koloriert) lithographischen Tafeln. 19 x 12 cm. Marmorierter Halblederband d. Z. mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Stuttgart, Hallberger, 1840-1841.
Goedeke XIV 719, 451. – Erste Ausgabe der Beschreibung seiner Griechenlandreise im Jahr 1836. "Pückler hat mächtig dazu beigetragen, das Genre, worin er glänzt, in der Lesewelt einzubürgern - das Genre nämlich der Reisebilder und Reisenovellen nach Heines Vorgang und Manier" (ADB XXVI, 694). Die Tafeln u. a. mit einer Karte von Ithaka, Ansichten von Malta, Kloster Megaspileon, der Küste von Kurbes u. a. – Etwas fleckig, Vorsatz mit alter Ziffernsignatur. Schönes und dekorativ gebundenes Exemplar.
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