Jünger, Ernst
Autor und Autorschaft. OHalbmaroquin. Stuttgart 1984. - 200 sign. Exemplare
Los 3156
Schätzung
200€ (US$ 230)
Jünger, Ernst. Autor und Autorschaft. 277 S., 1 Bl. 21,5 x 13,5 cm. Blauer Original-Halbmaroquinband. (Stuttgart), Klett-Cotta, (1984).
Des Coudres-Mühleisen B 85. – Erste Ausgabe der stark erweiterten 4. Fassung. Eines von 200 nummer. Exemplaren der Vorzugsausgabe. Druckvermerk vom Autor signiert. Titelblatt mit eigenhändiger Widmung von Ernst Jünger ("für Christian Weber"). – Verlagsfrisch. - Ohen Schuber.
Jünger, Ernst. Der Kampf als inneres Erlebnis. 4 Bl., 116 S. 22 x 13,5 cm. OPappband (Rücken etwas gebräunt). Berlin, Mittler & Sohn, 1922.
Des Coudres-Mühleisen B 2a. – Erste Ausgabe. "Hirn, Gesellschaft, Staat, Gott, Kunst, Eros, Moral: Zerfall, Gärung, Auferstehung." (S. 1). – Wie stets papierbedingt gebräunt, das Schlussblatt auch mit kleinem Randeinriss. Titel mit zwei Besitzeinträgen. Sonst wohlerhalten.
Jünger, Ernst. Die Schere. 186 S., 1 Bl. 21 x 13 cm. Roter OLederband. Stuttgart, Klett-Cotta, 1990.
Erste Ausgabe. Eines von 200 nummerierten und vom Autor im Druckvermerk signierten Exemplaren der Vorzugsausgabe, hier Nr. 20. – Tadelloses Exemplar. - Ohne Schuber.
Jünger, Ernst
Eine gefährliche Begegnung. OLeder. Stuttgart 1985. - Erste Ausgabe. - 200 sign. Exemplare
Los 3159
Schätzung
200€ (US$ 230)
Jünger, Ernst. Eine gefährliche Begegnung. 169 S. 1 Bl. 21,5 x 12,5 cm. Rotes OLeder mit goldgeprägtem RTitel. (Stuttgart), Klett-Cotta, (1985).
Erste Ausgabe, nicht mehr bei Des Coudres-Mühleisen (Nach B 86 nur Ankündigung des Werkes). Eines von 200 nummerierten und vom Autor signierten Exemplaren (Gesamtauflage 220), hier Nr. 20. – Frisches Exemplar. - Ohne Schuber.
Jünger, Ernst. In Stahlgewittern. Aus dem Tagebuch eines Stoßtruppführers. IX (inkl. Portraittafel), 181 S. Mit einigen Textillustrationen. 22 x 14 cm. Illustrierte OBroschur (etwas fleckig und gebräunt, mit Randläsuren, ohne Rückenbezug, Broschur komplett hinterlegt). Hannover, Selbstverlag, 1920.
Des Coudres-Mühleisen B1a. – Erste Ausgabe der ersten Buchveröffentlichung Jüngers, die in 2000 Exemplaren als Broschur im Selbstverlag erschien. Exemplar der ursprünglichen Auflage, noch ohne das durch den Verlag von Robert Meier überklebte bzw. überstempelte Impressum. Die Broschur in der Umschlagvariante "Auf beigefarbenem Grund Titelschild u. Randleiste in Ocker mit stilisierter Darstellung von 15 krepierenden Schrapnells. Autorname und Titel in Schwarz. Ein blaues Band, von der Mitte des unteren Buchrandes bis zum unteren Drittel des rechten Buchrandes laufend, trägt die silberne Inschrift GIBRALTAR" (Des Coudres-Mühleisen). In Form eines Tagebuches werden in einfachem, knappem und völlig nüchternem Stil die Kriegserlebnisse Jüngers an der Westfront vom Januar 1915 bis August 1918 geschildert. "Es finden sich in dem Buch kaum Reflexionen über politische Hintergründe, über Sinn oder Berechtigung des Krieges, der als 'Teil kreatürlichen Lebens' (K. O. Paetel) und wie eine Naturerscheinung hingenommen wird" (KLL 11, 4836). – Titel mit zwei Namenseinträgen (Hegeling, Eugen Köhler). Papierbedingt etwas gebräunt, eine Lage mittig etwas ausgebunden. Vorderes Innengelenk hinter dem Titel unfachmännisch verstärkt, das hintere Gelenk dort angeplatzt. Die Broschur mit Gebrauchsspuren und komplett laienhaft hinterlegt.
Jünger, Ernst
Krieg und Krieger. Berlin 1930. - Erste Ausgabe
Los 3161
Schätzung
250€ (US$ 287)
Jünger, Ernst (Hrsg.). Krieg und Krieger. 203 S. 23 x 15,5 cm. OLeinen (etwas berieben) mit OSchutzumschlag (kleinere Randeinrisse). Berlin, Junker und Dünnhaupt, 1930.
Wilpert-Gühring2 20. Des Coudres-Mühleisen C 5. – Erste Ausgabe. Enthält neun Beiträge (von Ernst Jünger: Vorwort und Die totale Mobilmachung). Titelblatt mit eigenhändiger Widmung von Jünger (datiert: 2.III.1997). – Sauberes Exemplar.
Jünger, Ernst. Nervengeflechte. 4 Bl. Mit 1 Orig.-Radierung von Hubert Sommerauer. 30 x 20,5 cm.OBroschur ( Kanten etwas gestaucht). Bayreuth, Bear Press, 1988.
Einblattdruck XIII der Bear Press Wolfram Benda. Eines von 120 numer. und vom Autor signierten Exemplaren, Druckvermerk vom Künstler signiert. – Frisches Exemplar.
Jünger, Ernst
Notizblock zu 'Tausendundeine Nacht' (Widmungsexemplar) mit Beigabe
Los 3163
Schätzung
150€ (US$ 172)
Jünger, Ernst. Notizblock zu 'Tausendundeine Nacht'. 33 S. Faksimile des Manuskripts, 1 Bl. 29 x 22 cm. Lose Bögen in OUmschlag. St. Gallen, Erker, 1994.
Erste Ausgabe. Eines von 300 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 330 Ex.). Druckvermerk von Ernst Jünger signiert. – Nahezu verlagsfrisch.
Jünger, Ernst. November. 7 Bl. Mit 2 Original-Farbholzschnitten von Alfred Pohl. 29,5 x 21 cm. OBroschur mit montiertem Deckelschild. (Passau), Thomas Reche, 1993.
2. Folge der Jahresblätter. Eines von 150 numerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 183). Druckvermerk von Pohl signiert. – Gutes Exemplar.
Jünger, Ernst. Prognosen. 83 S. Mit mehreren Abbildungen. 27 x 18,5 cm. OPappband. München, Edition B. Klüser, 1993.
Mühleisen 0231. – Exemplar "h.c." der Auflage von 1200 Ex. (Gesamtauflage 1260 Ex.). Titelblatt mit eigenh. Signatur von Ernst Jünger. – Sehr gutes Exemplar. – Dabei: Mehrere fotokopierte Schreiben, mehrere Fotografien von E. Jünger, ein DinA4-Faltblatt von Bernd Klüser: Der Schmetterling von Ro u. a.
Jünger, Ernst
Rehburger Reminiszenzen (Ill.: Elke Rehder)
Los 3166
Schätzung
150€ (US$ 172)
Jünger, Ernst. Rehburger Reminiszenzen. 14 Bl. Mit 10 (davon 3 doppelblattgroß) meist farb. OHolzschnitten von Elke Rehder. 33 x 24 cm. OHalblederband mit goldgepr. Rückentitel. Barsbüttel, E. Rehder Presse, 1998.
15. Druck der Elke Rehder Presse. Eines von 100 nummerierten und von Elke Rehder signierten Exemplaren (Gesamtauflage). Bleisatz-Druck der Offizin Haag-Drugulin, Leipzig. Vorsätze, Spiegel und Einbandbezug ebenfalls in Originalholzschnitt. – Frisches Exemplar. – Dabei: Ernst Jünger. Rehburger Reminiszenzen über das Schachspiel. 2 Bl. Mit einem sign. Orig,-Holzschnitt von Elke Rehder. 26,5 x 19 cm. Fadengeheftete OBrosch. Barsbüttel/Hamburg, Elke Rehder Presse, 1998. - Eines von 60 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). - Tadellos.
Jünger, Ernst
Serpentara. Zürich 1957. - Erste Ausgabe. - 275 sign. Exemplare
Los 3167
Schätzung
300€ (US$ 345)
Jünger, Ernst. Serpentara. 29 S., 3 Bl. 23,5 x 15 cm. OBroschur mit OPergaminumschlag. Zürich 1957.
3. Druck der Kurt Bösch-Presse. Des Coudres-Mühleisen B 34. – Erste Ausgabe. Eines von 275 numer. Exemplaren auf englischem Medway-Bütten. Titel mit eigenhändiger Widmung von Ernst Jünger an Dr. Albert Weideli ("anläßlich des angenehmen Nachmittag [sic] des 25. Januar 1960 in Horgen"). – Sehr gutes Exemplar.
Jünger, Ernst
Serpentara. Zürich 1957. - Erste Ausgabe. - 275 sign. Exemplare
Los 3168
Schätzung
200€ (US$ 230)
Jünger, Ernst. Serpentara. 29 S., 3 Bl. 23,5 x 15 cm. OBroschur. Zürich 1957.
3. Druck der Kurt Bösch-Presse. Des Coudres-Mühleisen B 34. – Erste Ausgabe. Eines von 275 numer. Exemplaren auf englischem Medway-Bütten. Druckvermerk von Jünger signiert. – Sehr gutes Exemplar.
Jünger, Ernst
Siebzig verweht I-V (alles). 5 Bände. OHalbleder. Stuttgart 1980-1997. - 300 sign. Exemplare
Los 3169
Schätzung
350€ (US$ 402)
Jünger, Ernst. Siebzig verweht I-V (alles). 5 Bände. 22,5 x 14,5 cm (Bde I und II), 21 x 12,5 cm. OHalbleder. Stuttgart, Klett-Cotta, 1980-1997.
Des Coudres-Mühleisen B79 und B80 (für die Bde. I und II). – Erste Ausgaben, jeweils eines von 300 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (hier Nr. 20). Alle Bände im Druckvermerk von Jünger signiert. Die Bände I und II weichen im Format geringfügig ab. – Ohne die Schuber. Wohlerhalten.
Jünger, Ernst
Signierte Vintage-Portraitphotographie in Silbergelatine
Los 3170
Schätzung
500€ (US$ 575)
Jünger, Ernst. - Signierte Vintage-Porträtphotographie, Silbergelatineabzug. 29,3 x 22,5 cm. Hannover um 1920.
Von dem in Hannover ansässigen "Hofphotographen" Magnus Merck (gest. 1930) auf festem Karton abgezogene Portraitphotographie, von Jünger eigenhändig in Tinte signiert: "Zur frdl. Erinnerung! Ernst Jünger". Eine ebenfalls von Merck gefertigte Variante des Portraits (Jünger in identischer Kleidung, jedoch stehend und mit aufgeschlagenem Kragen), die wohl in derselben Sitzung entstand, fand als Portraittafel Verwendung in dessen erster Buchveröffentlichung In Stahlgewittern, die 1920 in Hannover im Selbstverlag erschien und seitdem in der Jünger-Literatur wohl als ikonisch zu gelten hat. Laut Auskunft der Einlieferin, aus deren Familie es stammt, handelt es sich bei dem vorliegenden Photo um ein persönliches Geschenk Jüngers für den Unternehmer und Maschinenbauer Clemens August Hegeling und dessen 12jährige Tochter Aenne. Jünger war 1920 zu Gast in Hegelings Anwesen in Eitorf an der Sieg, wo er in seiner schmucken Uniform einen bleibenden Eindruck vor allem auf die ihn anhimmelnde Tochter hinterließ. Gemeinsam mit dem Photo wurde dem Vater auch ein Exemplar seines Erstlings überreicht, das bereits in der Frühjahrsauktion 2025 der Galerie Bassenge versteigert wurde (A125, Los 3177). – Etwas fleckig und berieben, mit Knickspuren und zwei Montagelöchern. Verso mit Resten einer früheren Montage.
Jünger, Ernst
Strahlungen (Halblederausgabe) Widmungsexemplar
Los 3171
Schätzung
250€ (US$ 287)
Jünger, Ernst. Strahlungen. 648 S., 1 Bl. 21,5 x 14 cm. OHalbleder mit goldgepr. Deckelvignette und goldgepr. RTitel. Mit illustr. OSchutzumschlag. Tübingen, Heliopolis, 1949.
Des Coudres-Mühleisen 1949. – Erste Ausgabe. Eines von 400 nummerierten Exemplaren (100 Ex. in Ganzleder). Titel mit eigenhändiger Signatur von Ernst Jünger (datiert: 18.XI.1995). – Sehr gutes Exemplar.
Jünger, Ernst. Traumreich. 2 Bl. Mit 2 Orig.-Farbholzschnitten im Text von Esteban Fekete. 28,5 x 19 cm. OBroschur. Bayreuth, Bear Press, 1993.
Einblattdruck XXXV der Bear Press Wolfram Benda. Eines von 120 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Impressum von Autor und Künstler signiert. Vorabdruck aus "Siebzig Verweht III" auf Japan.
Jünger, Ernst. Zwei Mal Halley. 100 S., 2 Bl. 21 x 12,5 cm. OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel und Deckelfilete. Stuttgart, Klett-Cotta, 1987.
Mühleisen 208. – Erste Ausgabe. Eines von 200 nummerierten Exemplaren in Halbleder (Gesamtauflage: 230), hier Nr. 20, Druckvermerk von Jünger signiert. – Tadellos. - Ohne Schuber.
Renger-Patzsch, Albert und Jünger, Ernst
Bäume. Ingelheim 1962
Los 3174
Schätzung
280€ (US$ 322)
Jünger, Ernst. - Renger-Patzsch, Albert. Bäume. Photographien schöner und merkwürdiger Beispiele aus deutschen Landen. Mit einem Essay von Ernst Jünger und dendrologischen Erläuterungen von W. Haber. 1 Bl., 17 S. Mit 65 fotograf. Tafeln. 35,5 x 27 cm. OLeinen in OLeinenschuber. Ingelheim, C. G. Boehringer, 1962.
Heidtmann 7332. – Privatdruck. Titelbl. des Essays mit eigenhändiger Widmung von Ernst Jünger an seinen Verleger: "für Ernst Klett und die Bäume der Rebenhalde [sic], freundschaftlich: Ernst Jünger" (datiert: W., 13.XI.1962). Die Rebhalde ist eine Straße in Stuttgart in Bestlage (ca. 9.000 €/m²). – Wohlerhaltenes, frisches Exemplar. – Dabei: Ernst Jünger. Steine. Ein Essay. - Sonderdruck aus: Gestein. Photographien typischer Beispiele von Gesteinen aus europäischen Ländern - Mit einer Einführung und Bildtexten von Max Richter und mit einem Essay von Ernst Jünger. 2 Bl., S. 21-33, 2 Bl. 35 x 27 cm. OBroschur (linke obere Ecke mit Knickspur). (Ingelheim, Boehringer, 1966). - Titel mit Widmung von Ernst Jünger: "In memoriam Ernst Boehringer. Für Heinz Saueressig Ernst Jünger W. 23.XI.73".
Jüngste Tag, Der
Nummern 1-86 in 92 Heften (alles Erschienene). Leipzig, Kurt Wolff, 1913-1921
Los 3175
Schätzung
3.800€ (US$ 4,368)
Der Jüngste Tag. Nummern 1-86 in 92 Heften. Ca. 22 x 13 cm. 74 schwarze OBroschuren mit farbigem Deckelschild (davon 1 nachgebunden; Rücken teils etwas lädiert, lichtrandig, und an den Kapitalen aufgeplatzt sowie weitere kleinere Einbandmängel), 4 illustrierte OBroschuren, 13 OPappbände, 1 privater Pappband. Leipzig, Kurt Wolff, 1913-1921.
Göbel Sp. 573. Raabe, Zeitschriften 145. – Numerisch vollständige Folge der berühmten "Bücherei" des Expressionismus, zumeist in Exemplaren der zweiten Auflage, jedoch auch vielfach in erster. "Das berühmteste Verlagsunternehmen Wolffs und … die geschlossenste, repräsentativste Sammlung expressionistischer Dichtung" (Göbel). "'Der jüngste Tag' soll mehr als ein Buch sein und weniger als eine Bücherei: er ist die Reihenfolge von Schöpfungen der jüngsten Dichter, hervorgebracht durch das gemeinsame Erlebnis unserer Zeit" (Verlagsankündigung, zit. nach Smolen-Stammerjohann S. 18).
Erwähnt seien folgende erste Ausgaben, die von der serientypischen Aufmachung (schwarze Originalbroschuren mit farbigen Deckschildern) abweichend gebunden sind: Ferdinand Hardekopf, Der Abend (Smolen 4.1.A), Georg Trakl, Gedichte (7/8.1.B.1), Ottokar Brezina, Hymnen (12.1.A.1), Berthold Viertel, Die Spur (13.1.B.1), Marcel Schwob, Der Kinderkreuzzug (16.1.A), Gottfried Kölwel, Gesänge gegen den Tod (17.1.A.1), Paul Kraft, Gedichte (18.1.A), Carl Sternheim, Napoleon (19.1.A), Carl Sternheim, Schuhlin (21.1.A.1), Franz Kafka, Die Verwandlung (22/23.1.B, also hier nicht in der Ausgabe mit der Umschlagillustration von O. Starke vorhanden), Carl Sternheim, Meta (26.1.A.1), Albert Ehrenstein, Nicht da nicht dort (27/28.1.A.1), Franz Werfel, Gesänge aus den drei Reichen (29/30.1.A.2), Franz Kafka, Das Urteil (34.1.A.1) und Gottfried Benn, Gehirne (35.1.A.1).
Ferner ist die einzige Ausgabe von Adolf Knoblauchs Dada (73/74.1.A) mit einem Holzschnitt Leo Feiningers enthalten. Insgesamt enthält das vorliegende Konvolut 16 Dubletten. – Einige Exemplare weisen Besitzeinträge, Widmungen, Stempel oder montierte Exlibris auf; vereinzelt unaufgeschnittene Exemplare. Nur sehr wenige weisen leichte Stockflecken oder Gebrauchsspuren auf. Insgesamt eine wohlerhaltene Reihe.
Kästner, Erich
Die verschwundene Miniatur (Widmungsexemplar)
Los 3176
Schätzung
300€ (US$ 345)
Mit eigenhändiger Widmung Kästners an seinen Bruder
Kästner, Erich. Die verschwundene Miniatur oder auch die Abenteuer eines empfindsamen Fleischermeisters. 247 S. 19 x 11,5 cm. Illustriertes OLeinen (etwas berieben und fleckig; Rücken gebräunt). Basel und Wien, Mährisch-Ostrau, Atrium, (1936).
Wilpert-Gühring2 21. – Erste Ausgabe. Fliegendes Vorsatzblatt mit einer 7-zeiligen Widmung Kästners in Bleistift an seinen Bruder:
"Sept. 1936
Lieber Hans! Das Neueste aus meiner Manufaktur. Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Euch
Dein Erich."
Kästners zweites Werk, das - nach dem Schreibverbot in Deutschland - im Ausland erschien. – Innen frisches Exemplar.
Kafka, Franz. Das Schloss. Roman. 4 Bl., 503 S. 20 x 14 cm. Blauer OLeinenband (Rücken gering aufgehellt; unwesentliche Einrisse, kaum fleckig) mit dunkelblauem Kopfschnitt. München, Kurt Wolff, (1926).
Wilpert-Gühring2 9. Hemmerle 30. Göbel 663. Raabe 146.9. – Erste Ausgabe. Mit einem Nachwort von Max Brod. – Schnitt und wenige Seiten etwas sprenkelfleckig, Innengelenke schwach, sonst nur geringe Gebrauchsspuren.
Kafka, Franz. Das Urteil. 28 S., 2 Bl. 21 x 13,5 cm. Chamoisfarbener OKarton mit montiertem OUmschlag mit breiten Klappen (Englische Broschur, fleckig, Gelenke offen, Rücken lädiert, gebräunt, kleine Risse, Broschurdeckel lose). Leipzig, Kurt Wolff, 1916.
Smolen 34.1.A.1. Göbel 253. Raabe (1992) 146.4. – Erste Ausgabe, hier mit einem Umschlag mit der Jahresangabe 1917. "Obwohl das Jahrbuch 'Arkadia' mit dem Erstdruck des 'Urteils' noch nicht vergriffen ist, kämpft Kafka von nun an energisch um den Einzeldruck des 'Urteils' im 'Jüngsten Tag'. Nachdem er die Novelle in ihrer äußeren Besonderheit charakterisiert und - bei seiner Bescheidenheit und Zurückhaltung ein bemerkenswerter Vorgang - sogar ihren objektiven Wert festgestellt hat - das 'Urteil' sei 'zwar sehr klein, aber es ist auch mehr Gedicht als Erzählung, es braucht freien Raum um sich und es ist auch nicht unwert ihn zu bekommen', es könne sich nur auswirken mit 'ganz freiem Raum um sich' -, bekennt er auch seine völlig private Einstellung zu ihm, es sei 'die ihm liebste Arbeit' ..." (Dietz, S. 79). Mit dem bei Dietz nicht erwähnten Anzeigenblatt "Von demselben Verfasser erschien ferner ...".
Die Erzählung "Das Urteil" wurde vor der gewohnten schwarzen Kartonbroschur mit aufmontiertem Titelschild (der Serie "Der Jüngst Tag" konform) in einer ersten Binderate in chamoisfarbenen (einst weißen, meist gelblich gebräunten) Kartonumschlag gebunden. Dietz schreibt dazu in Philobiblion VII, 1963, 98: "Nur die ersten Binderaten der im September ausgedruckten Bändchen haben noch individuellen Einband oder Umschlag"). Die Umschlaggestaltung stammt von Ottomar Starke, das KWV-Signet Walter Tiemann. Mit dem Druckvermerk "Gedruckt bei E. Haberland in Leipzig-R. September 1916" (für den Textblock; den Schutzumschlag druckte Poeschel & Trepte, Leipzig) und mit der gedruckten Jahreszahl "1917" auf dem Schutzumschlag sowie den Verlagsanzeigen auf der hinteren Umschlagseite und den Klappen. – Vorsatz mit Exlibris, Titel wie üblich mit vertikaler Bräunungsspur durch die Klappe, insgesamt im Block sehr sauber und frisch, mit inneliegendem Verlagsprospekt. – Beiliegt: Derselbe. Der Heizer. Ein Fragment. Schwarzer OKartonage (lichtrandig, Gebrauchsspuren). Ebenda [1917]. - Raabe 146.2. Göbel 133. Dietz 21. Hemmerle 21. Dietz, Jüngste Tag 3.1. Smolen 3.3.A. - 3. Auflage. - Etwas gebräunt, leicht fleckig, winziger Tinteneintrag auf Titel. - Ferner drei Bände aus der Bibliothek "Der Jüngste Tag": Mechtild Lichnowsky. Gott betet. Ebenda (1918). - August Strindberg. Die Schlüssel des Himmelreichs. Ebenda 1917. - Franz Werfel. Gesänge aus den drei Reichen. Zweite Auflage. Ebenda [1917].
Kafka, Franz. Die Verwandlung. 72 S., 1 Bl., 3 Bl. (Anzeigen). 21 x 13,5 cm. OBroschur mit illustriertem OUmschlag (Entwurf: Ottomar Starke; dieser vor allem am Rücken und im Rand etwas stärker gebräunt und mit verblasstem Feuchtigkeitsrand, VUmschlag lose). Leipzig, Kurt Wolff, 1915.
Der jüngste Tag 22/23. Raabe, Handbuch 146, 3. Dietz 26. Smolen 22/23.1.A.1. – Erste Buchausgabe der zunächst in den "Weißen Blättern" 1915 gedruckten Erzählung. Wie üblich mit der Jahreszahl "1916" auf dem Umschlag. Zur Verlagsmitteilung, Starke zeichne das Titelbild, schreibt Kafka: "Es ist mir nämlich eingefallen, da Starke doch tatsächlich illustriert, er könne etwa das Insekt selbst zeichnen wollen. Das nicht, bitte das nicht! Ich will aus meiner natürlicherweise besseren Kenntnis der Geschichte heraus bitten. Das Insekt kann nicht gezeichnet werden. Es kann aber nicht einmal von der Ferne aus gezeigt werden ..." (Dietz S. 72). – Gleichmäßig schwach gebräunt, die Bindung teils etwas gelockert. Titel mit dem in das Erscheinungsjahr 1915 datierten Besitzeintrag der Kafkaleserin Flora Hirschler, geb. Issak (1880-?), an die heute ein Stolperstein in Ludwigshafen erinnert. Nach ihrer Flucht 1937 nach Argentinien verliert sich ihre Lebensspur. Zweiseitig unbeschnittenes Exemplar.
Kalidasa. Der Kreis der Jahreszeiten (Rtusamhara). Übertr. von Peter v. Bohlen. 42 S., 1 Bl. Mit farb. Initialen von Victor Hammer sowie 9 Farbätzungen von Oskar Zech. 28,5 x 20 cm. OPergtbd mit goldgepr. Deckelillustration, Filetenvergold., goldgepr. RTitel und KGoldschnitt. Leipzig, Hochschule für Grafik und Buchkunst, (1956/57).
Blume S. 173 (Abb. S. 98). Sarkowski 858 (mit farb. Abb.). – Eines von 100 Exemplaren in Ganzpergament (Gesamtaufl. 200 Ex.). Schönstes Buch der DDR 1957. "Zum Satz wurde eine 12 Punkt Original-Hammer-Unziale mit Initialen von Victor Hammer verwendet." (Druckvermerk). – Frisches Exemplar.
Karskaya, Ida. - Seibel, Castor u. a. Karskaya. Mit 4 Originallithographien, 3 signierten Original-Gouachen, 3 Collagen (davon eine signiert), einem signierten Originalaquarell und einer Farbfotografie von Ida Karskaya. 13,5 x 13,5 cm. Lose Bogen in OLeinenkassette mit Schließband. Villeneuve-sur-Lot, Les Presses du Villeneuvois, 1986.
Eines von 85 Exemplaren der Hommage an die russisch-französische Künstlerin (1905-1990). Gesamtauflage: 100 Ex. Mit Textbeiträgen von Castor Seibel, A. Berne-Joffroy, M. Bonnet/Ph. Bernier, A. Boucourechliev, Y. Delaborde, Zoé Oldenbourg und Kenneth White, die jeweils von einer oder mehreren Originalarbeiten von Ida Karskaya begleitet werden. – Sehr gut erhalten.
Kertész, Imre. Zwei Widmungsexemplare. 1993-1998.
1. Galeerentagebuch. Aus dem Ungarischen von Kristin Schwamm. OPappband mit OSchutzumschlag. Berlin, Rowohlt, 1993. - Erste deutsche Ausgabe. - Titel mit eigenhändiger Widmung: "Für Marianne Frisch, in Freundschaft und Liebe, sehr herzlich: Imre Kertész - Berlin, den 7. Mai 1995". - Stärkere Gebrauchsspuren; Schutzumschlag und Schnitt durch ein umgekipptes Tintenfass stark verschmutzt. - 2. Ich ein anderer. Aus dem Ungarischen von Ilma Rakusa. OPappband mit OSchutzumschlag. Berlin, Rowohlt, 1998. - Erste deutsche Ausgabe. - Titel mit eigenhändiger Widmung des Nobelpreisträgers von 2002: "Für Marianne Frisch, in der 'alten' Freundschaft, herzlichst: Imre Kertesz - Berlin, 25. März 1998." - Wohlerhalten.
Kies, Helmut. Österreich. Ein Zyklus. Essay Bertrand Alfred Egger (Deckeltitel). 2 Bl. Mit 12 nummerierten und signierten Originalradierungen von H. Kies. 54,5 x 40 cm. Lose Bl. in OLeinen-Flügelmappe. Wien, Verlag für Jugend und Volk, 1969.
Eines von 399 Exemplaren. Helmut Kies (1933-2016) zählte zur Wiener Schule des Phantastischen Realismus und 1957/58 als Mitbegründer zum engsten Kreis der "Wiener Ars Phantastica" mit Kollegen wie Ernst Fuchs, Wolfgang Hutter, Anton Lehmden, Arik Brauer und Rudolf Hausner. Typisch für ihn die dramatischen Wolkenformationen, die als "Kieshimmel" populär wurden. – Sehr gutes Exemplar.
Bosshart, Jakob und Kirchner, Ernst Ludwig - Illustr.
Neben der Heerstrasse
Los 3184
Schätzung
180€ (US$ 207)
Kirchner, Ernst Ludwig. - Boßhart, Jakob. Neben der Heerstrasse. Erzählungen. 434 S., 3 Bl. Mit 23 (statt 24) Original-Holzschnitten von Ernst Ludwig Kirchner. 19,5 x 13 cm. OHalbleinen mit Vorderdeckelillustration des Künstlers. Zürich und Leipzig, Grethlein, (1923).
Dube 809-831. Jentsch 143. Schauer II, 119. – Erste Ausgabe, hier in der Halbleinen-Einbandvariante. "Die Illustrationen wurden von den Originalstöcken Ernst Ludwig Kirchners abgezogen." – Es fehlt der Schutzumschlag mit dem Original-Holzschnitt (Dube 808), papierbedingt unwesentlich gebräunt, sonst frisches, bemerkenswert schönes Exemplar.
Klinger, Max. Intermezzi - Opus IV. 12 Original-Aquatintaradierungen auf gewalztem China. 63 x 46 cm. Lose Kupferdruckkartons in OHalbleinen-Mappe (gebräunt und etwas fleckig) mit 2 Schließbändern. Nürnberg, Th. Stroefer, 1881.
Singer 52-63. – "Der Titel deutet an, daß es Arbeiten sind, die von Klinger zwischen und neben der Beschäftigung mit seinen geschlossenen Folgen gefertigt wurden." Vorwiegend mit verschiedenen landschaftlichen Hintergründen werden teils mythologische (an Böcklin erinnernde), teils historische Figuren dargestellt, teils durchsetzt mit phantastischen Elementen. – Ränder der Untersatzkartons etwas gebräunt (teils auch verso) und stellenweise leicht stockfleckig.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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