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Ryff, Peter
Kurtzs Handtbüchlin, und Experiment vieler Artzneyen
Los 1136

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1.000€ (US$ 1,149)

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Ryff, Peter. Kurtzs Handtbüchlin, und Experiment vieler Artzneyen, durch den gantzen Cörper. 8 Bl., 203 S., 1 Bl. Mit zahlreichen kolorierten Text-Holzschnitten. Titel in Rot und Schwarz. Blindgeprägtes Schweinsleder (stark berieben undgebräunt, mit ausgebesserten Fehlstellen) mit 2 Messingschließen. Frankfurt, T. Rebarth und Erben Weygand Hanen, o. J. (1570).
VD16 3958. – Frühe Auflage. Die erste Auflage erschien 1549 in Straßburg in der Offizin von Wendel Rihel. – Vorsätze erneuert. Papierbedingt gebräunt, und ersten acht Blätter mit Japan-Hinterlegungen an dern Stegen. Braun- und fingerfleckig, mit hinterlegten Fehlstellen und Einrissen.

Lot 1137, Auction  128, Sachsenspiegel, Auffs newe ubersehen, mit Summariis und newen Additionen

Sachsenspiegel
Auffs newe ubersehen, mit Summariis und newen Additionen
Los 1137

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2.000€ (US$ 2,299)

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Sachsenspiegel. Auffs newe ubersehen, mit Summariis und newen Additionen. Durch den Hochgelarten Herrn Christoff Zobel mit besonderm fleis zugericht. 6 nn., DXXVIII num. (recte: 540), 43 nn. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit blattgroßem Wappenholzschnitt, Holzschitt-Druckermarke und Holzschnittvignette am Schluss. 31,5 x 20,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen, Rückenbezug mit kleinerem Loch) mit hs. RTitel. Leipzig, Johann Steinmann, 1582.
VD16 D 739. – Vierte der sogenannten Zobelschen Ausgaben. "Der Sachsenspiegel ist nicht nur das älteste umfassende deutsche Rechtsbuch, sondern zugleich auch das erste große Prosawerk in deutscher Sprache und stellt somit ein für seine Zeit einzigartiges Rechts- und Sprachdenkmal dar. Mit ihm beginnt die eigentliche Geschichte des deutschen Rechts und eine deutsche Rechtswissenschaft, und die in ihm niedergelegten Rechtssätze sind so mächtig, daß sie noch nach Jahrhunderten dem eindringenden römischen Recht erfolgreich widerstehen können. Mit ihm beginnt zugleich eine geschriebene deutsche Rechtssprache, welche die bis dahin übliche lateinische schließlich zu verdrängen vermag“ (Kaspers, zitiert nach Sauer-Auvermann, Europäische Rechtsgeschichte, 1972). – Titel mit geglätteten Quetschfalten, zwei Blatt der Vorrede mit Loch im Satzspiegel (etwas Wortverlust). Etwas gebräunt und braunfleckig.

Lot 1138, Auction  128, Sadoleto, Jacopo, Epistolarum libri sexdecim

Sadoleto, Jacopo
Epistolarum libri sexdecim
Los 1138

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200€ (US$ 230)

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Sadoleto, Jacopo. Epistolarum libri sexdecim. Nunc multò quàm antehac unquàm diligentius recogniti, atque in lucem aediti. Eiusdem ad Paulum Sadoletum epistolarum liber unus. His insuper adiectus commentarius Antonij Florebelli vitam autoris eleganter declarans. 8 Bl., 743 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 15,5 x 9,5 cm. Grüngestrichener Pergamentband d. Z. (stärker berieben, ohne Schließbänder). Köln, Peter Horst, 1580.
VD16 S 1261. – Sechster Kölner Druck der gesammelten Briefe des italienischen Kardinals und humanistischen Gelehrten Jacopo Sadoleto (1477-1547). – Stellenweise mit verblassten Feuchtigkeitsrändern.

Lot 1139, Auction  128, Sallustius Crispus, Gaius, De L. Sergii Catilinae coniuratione, ac bello Iugurthino historiae

Sallustius Crispus, Gaius
De L. Sergii Catilinae coniuratione, ac bello Iugurthino historiae
Los 1139

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1.800€ (US$ 2,069)

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Sallustius Crispus, Gaius. De L. Sergii Catilinae coniuratione, ac bello Iugurthino historiae. 186 S. Mit Holzschnittvignette auf dem Titel. 11 x 7 cm. Blindgeprägtes Leder d. Z. (Rücken fehlt, mit Fehlstellen und ohne die Messingschließen) über Holzdeckel. Lyon, Godefrid & Marcell Beringos, 1546.
Vgl. STC 392. Adams S 157. Brunet V, 85 (diverse Ausgaben bei S. Gryphius in Lyon), nicht bei Ebert, nicht bei Graesse und Schweiger. – Frühe Ausgabe des mehrfach verlegten Werkes von Gaius Crispus Sallustius (86-13 v. Chr.). – Vorderes Innengelenk offen, Titel mit hs. Besitzvermerken der Zeit. Gebräunt, braun- und fingerfleckig, knickspurig sowie mit hs. Unterstreichungen im Text.

Lot 1140, Auction  128, Schenck v. Grafenberg, Johannes, Observationum medicarum

Schenck v. Grafenberg, Johannes
Observationum medicarum
Los 1140

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240€ (US$ 276)

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Schenck v. Grafenberg, Johannes. Observationum medicarum, rararum, novarum, admirabilium et monstrosarum libri tertii, de partibus naturalibus. Sectio posterior... Teil VI-VII (von 7) in 1 Band. 8 Bl., 607 S., 15 Bl.; 8 Bl., 470 S., 18 Bl. 15,5 x 10 cm. Pergament d. Z. (stark berieben, fleckig und mit Wurmgängen) hs. RTitel und spanischen Kanten. Freiburg, Martin Böckler, 1596.
VD16 S 2599. VD16 S 2601. Vgl. Garrison-M. 2272. Hirsch-Hübotter V, 64. Durling 4116. Wellcome I, 5826. – Erste Ausgabe der Teile VI und VII. Der erste Teil erschien erstmalig 1584. "Schenck was the greatest compiler of his day. His, 'Observationes' from the earliest sourcebook for the pathological observations of Sylvius, Vesalius, and Columbus, and present a life-time of medical reading and experience" (G.-M.). – Innengelenke offen, etwas stock-, finger- und feuchtfleckig. Mit Unterstreichungen und Notizen im Text.

Lot 1141, Auction  128, Serlio, Sebastiano, Regole Generali di Architettura sopra le cinque maniere de gliedifici, cioè, thoscano, dorico, ionico, corintho; e composito, con gliessempi de l' antiquita, che per la maggior parte concordano con la dottrina di Vitruvio

Serlio, Sebastiano
Regole Generali di Architettura sopra le cinque maniere de gliedifici, cioè, thoscano, dorico, ionico, corintho; e composito, con gliessempi de l' antiquita, che per la maggior parte concordano con la dottrina di Vitruvio
Los 1141

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1.000€ (US$ 1,149)

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Serlio, Sebastiano. Regole Generali di Architettura sopra le cinque maniere de gliedifici, cioè, thoscano, dorico, ionico, corintho; e composito, con gliessempi de l' antiquita, che per la maggior parte concordano con la dottrina di Vitruvio. 76 römisch numerierte Bl. Mit Holzschnitt-Titelbordüre und zahlreichen Illustrationen, Auf- u. Grundrissen etc. in Holzschnitt. 32,5 x 23,5 cm. Moderner flexibler Pergament mit goldgeprägtem Mittelstück auf den Deckeln und Schließbändern. Venedig, Francesco Marcolini da Forli, 1540.     
Fowler 314. Kruft 80 ff. – "Second edition. The title page and illustrations are from the original blocks of the 1537 (= first) edition, with new typesetting of text and errors corrected" (Fowler). Serlio hat von seinem mehrteiligen Architekturtraktat zuerst das hier vorliegende IV. Buch veröffentlicht, weil er es für das wichtigste hielt. "Es enthält die Lehre von den fünf Säulenordnungen, die hier zum ersten Mal in der Architekturtheorie systematisiert wird. Die Ordnungen ... werden in ihren Säulenhöhen als ganzzahlige Vielfache ihres unteren Säulendurchmessers festgelegt, ebenso die Postamente. Damit ist der starre Säulenkanon entstanden, den weder die Antike noch das Quattrocento kannten. Die Herausstellung der Lehre von den Säulenordnungen durch Serlio selbst ... und ihre isolierte Publikation begründen eine Tradition, die sich in den zahllosen Säulenbüchern ... im 16. Jahrhundert niederschlägt" (Kruft). – Leicht gebräunt oder braunfleckig, untere Ecke durchgehend fingerfleckig. Num. Bl. 44-45 mit gr. Braunfleck.

Lot 1142, Auction  128, Stephanus, Henricus, Epistolia, dialogi breves, oratiunculae, poematia, Ex variis utriusque

Stephanus, Henricus
Epistolia, dialogi breves, oratiunculae, poematia, Ex variis utriusque
Los 1142

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200€ (US$ 230)

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Stephanus, Henricus. Epistolia, dialogi breves, oratiunculae, poematia, Ex variis utriusque (sc. Graecae et Latinae) linguae scriptoribus. Inter poematia autem est Satyra elegantissima, quae inscribitur Lis, non prius edita. 2 Bl., 276, 120 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 16,5 x 10 cm. Leder des 18. Jahrhunderts (berieben). (Genf), H. Stephanus, 1577.
Renouard, Estienne 145,4. Brunet II, 1081. Ebert 6854 (unter Epistolia). Schweiger II,779. – Auswahl klassischer Muster für den kurzen und präzisen Ausdruck in den im Titel genannten Literaturgattungen. Der aus Lübeck gebürtige, früh verstorbene Ianus Gulielmus (eig. Wilms od. Wilhelms, 1555-84) war der bedeutendste deutsche Latinist des späten 16. Jahrhunderts. 1583 wandte er sich nach Paris, von den führenden französischen Humanisten wie Scaliger, Puteanus, de Thou u.a. herzlich begrüßt. "In Paris veröffentlichte er 1583 als Frucht seiner eindringenden Beschäftigung mit Plautus seine reifste Arbeit, den 'Plautinarum quaestionum commentarius'" (Bursian 241). – Beide Werke gebräunt und durchgehend etwas wasserrandig und mit teils mehreren Wurmspuren im Satzspiegel. I. gegen Ende auch moderfleckig, die letzten 3 Bl. mit alt überklebten Einrissen und etwas Textverlust. Erster Titel gestempelt (Gymnasium Zittau). – Beigebunden: Ianus Gulielmus. Plautinarum quaestionum commentarius. 16 Bl., 324 S., 5 Bl. Mit Holzschn.-Druckermarke auf dem Titel. Paris, G. Beys, 1583.

Lot 1143, Auction  128, Tacitus, Cornelus, Opera Omnia quae Exstant

Tacitus, Cornelus
Opera Omnia quae Exstant
Los 1143

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100€ (US$ 115)

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Tacitus, Cornelus. Opera Omnia quae Exstant. Quorum index pagina sequenti. I. Lipsius denuò castigauit, & recensuit. 8 Bl., 600 S., 7 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 17 x 11 cm. Leder d. Z. (stark lädiert, Rücken mit großer Fehlstelle, beschabt und bestoßen). Antwerpen, Plantin 1581.
Adams T 32. STC 195. Vgl. Voet 2279B. – "Printed in the Officina Plantiniana in Leiden, but part of the edition received a title-page with Plantin's Antwerp imprint" (Voet). – Vorderes Innengelenk offen, Titel mit hinterlegter Fehlstelle (wohl radierter Besitzstempel) sowie hs. Besitzvermerken. Etwas gebräunt, mit Wurmlöchern und -gängen, knickspurig und mit hs. Unterstreichungen und Notizen im Text.

Tartaglia, Niccolò
La nova scientia con una gionta al terzo libro
Los 1144

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450€ (US$ 517)

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Tartaglia, Niccolò. La nova scientia con una gionta al terzo libro. 6 Bl., 34 fol. Bl., 95 S. Ohne die Holzschnitt-Tafel. 20 x 14 cm. Leder d. 19. Jahrhunderts (stark berieben, Kapitale bestoßen, am unteren Rücken Reste eines Signaturschilds) mit goldgeprägtem RSchild. (Venedig, 1546).
Nicht im KVK. Vgl. Poggendorff 1069 (Erstausgabe von 1537). – Reich illustrierte Ausgabe von Tartaglias (1499-1557) grundlegender Schrift "Nova Scientia", deren Erstdruck 1537 erschien. Es gilt als die erste veröffentlichte Abhandlung zur Ballistik überhaupt und ist somit ein Meilenstein der Bewegungslehre, die später zu den Erkenntnissen Galileis und anderer Wegbereiter führte.

Das Titelblatt zeigt einen großformatigen Holzschnitt mit dem Wappen Francesco Maria II. della Roveres, Herzog von Urbino. Darunter eine beinahe ganzseitige allegorische Darstellung, in der Tartaglia im Zentrum verschiedener - weiblich personifizierter - Wissenschaftsdisziplinen erscheint, umgeben von Autoritäten der Antike wie Euklid, Aristoteles und Platon. – Die fehlende Übersichtsstafel durch Kopie ergänzt. Innenspiegel mit zwei montierten Bibliotheksschildern (eines fast entfernt). Stockfleckig und papierbedingt gebräunt. Die letzten Lagen mit Stauchspuren am Rand. Die letzte Textabbildung mit schmalem Papierstreifen überklebt.

Lot 1145, Auction  128, Ursinus, Fulvius, Familiae Romanae quae reperiuntur in antiquis numismatibus

Ursinus, Fulvius
Familiae Romanae quae reperiuntur in antiquis numismatibus
Los 1145

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1.200€ (US$ 1,379)

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Ursinus, Fulvius. Familiae Romanae quae reperiuntur in antiquis numismatibus ab urbe condita ad tempora divi Augusti. 4 Bl., 403 (recte: 407) S., 6 Bl. (Index). Mit Kupfertitel (in Pag.), Holzschnitt-Druckermarke am Schluss und 223 Münzkupfern im Text. 34,5 x 23,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben, VDeckel mit kleinem Loch) mit ornamentaler Goldprägung auf beiden Deckeln (das Wappensupralibros auf dem VDeckel ausgeschabt) und hs. RTitel. Rom, Erben Franciscus Tramezzino, 1577.
Mortimer 330. Adams U 71. Lipsius 408. Cicognara 3027. – Erste Ausgabe. Geschichte der großen Familien im antiken Rom, mit Münzkupfern reich illustriert. Im Anhang Antonio Agustíns Libro de familiis Romanorum. Selbst aus einer bedeutenden römischen Familie stammend, betrieb Fulvio Orsini (1529-1600) historische Forschungen über antike Gemmen und Münzen. Er war u. a. Bibliothekar von Kardinal Alessandro Farnese. Seine bedeutende Sammlung von Büchern und Handschriften ging nach seinem Tod in die Vatikanische Bibliothek über. – Etwas stockfleckig, am Schluss im oberen Bug etwas feuchtrandig, Titel recto mit gestrichenem Besitzeintrag in Sepia und verso alt gestempelt. Vorderes Vorsatz alt erneuert und angerändert.

Lot 1146, Auction  128, Valerius Maximus, C., Dictorum factorumque memorabilium exempla

Valerius Maximus, C.
Dictorum factorumque memorabilium exempla
Los 1146

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200€ (US$ 230)

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Valerius Maximus, C. Dictorum factorumque memorabilium exempla. Adiecto indice propriorum nominum, rerumque memoria dignarum locupletissimo. 517 S., 10 Bl., 3 w. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 12 x 7 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (fleckig und berieben). Lyon, Sebastian Gryphius, 1550.
Adams V 111. – Lyoneser Taschenausgabe der weit verbreiteten Anekdotensammlung des Valerius Maximus (um 20 v. Chr.-50 n. Chr.), kompiliert aus den Schriften des Cicero, Livius, Sallust, Pompeius Trogus, Marcus Terentius Varro und anderer. Die Kaiser Tiberius gewidmete Sammlung von Denkwürdigkeiten, nach sachlichen Gesichtpunkten geordnet, war als Hilfsmittel für Redner und Schriftsteller gedacht. – Innengelenke angeplatzt, rechte untere Ecke mit schwacher Stauchspur.

Lot 1147, Auction  128, Vergilius Maro, Publius, Opera, quae quidem extant, omnia

Vergilius Maro, Publius
Opera, quae quidem extant, omnia
Los 1147

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Vergilius Maro, Publius. Opera, quae quidem extant, omnia: cum iustis et doctis in Bucolica, Georgica, et Aeneida commentarijs Tib. Donati et Servij Honorati, summa cura ac fide à Georgio Fabricio Chemnicense primò collectis et emendatis. 12 Bl., 2174 Sp., 24 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 31,5 x 20 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (stark berieben, mit Kratzspuren, ohne Schließen) mit hs. RTitel. Basel, Sebastian Henricpetri, 1586.
VD16 V 1387. Schweiger 1165. – Neudruck der Ausgabe Basel 1575. – Titel lose und lädiert, gestempelt und gebräunt. Este Lage ausgebunden und mit Randläsuren. Blatt Ttt4 mit breit überklebter Spalte (Textverlust). Das Schlussblatt mit der Druckermarke ebenfalls etwas gebräunt und mit kleineren Randläsuren. Sonst nur schwach gebräunt und etwas fleckig.

Lot 1148, Auction  128, Vergilius Maro, Publius, Collatione scriptorum Graecorum illustratus

Vergilius Maro, Publius
Collatione scriptorum Graecorum illustratus
Los 1148

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Vergilius Maro, Publius. Collatione scriptorum Graecorum illustratus, opera et industria Fulvii Ursini. 8 Bl., 473 S., 2 Bl. 16 x 10,5 cm. Pergament d. Z. (nachgedunkelt und etwas fleckig). Antwerpen, Christoph Plantin, 1567.
Schöner Platin-Druck der Vergil-Erläuterungen des italienischen Späthumanisten und Altertumsforscher Fulvio Orsini (1529-1600). – Vereinzelte geringe Flecken, Innengelenke angeplatzt, sonst wohlerhalten. Innenspiegel mit modernem Exlibris.

Lot 1149, Auction  128, Vergilius Maro, Publius, Priores duo libri georgicorum

Vergilius Maro, Publius
Priores duo libri georgicorum
Los 1149

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Vergilius Maro, Publius. Priores duo libri georgicorum. 2 Teile in 1 Band. 8 Bl., 159 S., 1 Bl.; 12 Bl., 166 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 15,5 x 9,5 cm. Moderner Halbpappband (Rücken restauriert, brüchig) mit hs. RTitel und unter Verwendung der ursprünglichen Pergamentdeckel (fleckig, bestoßen). Görlitz und Leipzig, Ambrosius Fritsch und Jakob d. Ä. Apel, 1571-1572.
VD16 V 1563. Nicht im STC und Adams. – Erste Ausgabe aus der Offizin von Ambrosius Fritsch und Jakob d. Ä. Apel. Die erste Ausgabe erschien 1501 in der Offizin von Henrick Quentel. – Papier bedingt gebräunt, Innengelenk am Titel und am Schluss offen. Titel mit großer hinterlegter Fehlstelle und mit hs. Besitzvermerk (halb entfernt) etwas feucht- und stockfleckig und leicht knickspurig. Sehr selten.

Lot 1150, Auction  128, Vesaliensis, Arnoldus, Epitome singularum distinctionum in quatuor libros Sententiarum

Vesaliensis, Arnoldus
Epitome singularum distinctionum in quatuor libros Sententiarum
Los 1150

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Vesaliensis, Arnoldus (d. i. Arnold Haldrein). Epitome singularum distinctionum in quatuor libros Sententiarum. 152 num. Bl. 11,5 x 7,5 cm. Pergament d. Z. (fleckig, knickspurig und mit kleinen Wurmspuren) mit hs. RTitel. Paris, Gorbinus, 1575.
Vgl. Adams H 18. Nicht im STC. – Frühe Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien 1552 in der Offizin Signum Spei in Venedig. – Vorderes Innegelenk offen und Titel mit hs. Besitzvermerk d. Z., papierbedingt gebräunt, mit Randläsuren, wenigen Wurmgängen und etwas knickspurig. Selten.

Lot 1151, Auction  128, Vitruvius Pollio, Marcus, De Architectura Libri decem nuper maxima diligentia castigati atq(ue) excusi, additis, Julij Frontini de aqueductibus (urbis Romae) libris propter materiae affinitatem

Vitruvius Pollio, Marcus
De Architectura Libri decem nuper maxima diligentia castigati atq(ue) excusi, additis, Julij Frontini de aqueductibus (urbis Romae) libris propter materiae affinitatem
Los 1151

Schätzung
700€ (US$ 805)

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Vitruvius Pollio, Marcus. De Architectura Libri decem nuper maxima diligentia castigati atq(ue) excusi, additis, Julij Frontini de aqueductibus (urbis Romae) libris propter materiae affinitatem. 2 Teile in 1 Band. 192, 24 num. Bl., 20 nn. Bl. (davon 1 weiß). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken und 140 Textholzschnitten. 16,5 x 10,5 cm. Halbpergament d. späten 19. Jahrhunderts (vorderes Innengelenk repariert, das hintere gebrochen). (Florenz, Filippo Giunta Erben, 1522).
Ebhardt 68. Fowler 396 – Handliche "Taschenausgabe" des Vitruv in der Redaktion des berühmten Renaissance-Architekten, Ingenieurs und Gelehrten Fra Giovanni Giocondo (Frater Jucundus; um 1433-1515) aus dem Geschlecht der Monsignori. Um die "sprachlichen und terminologischen Schwierigkeiten" des teilweise griechisch gedruckten Textes des Vitruv zu beheben, hat Giocondo den Text des Vitruv "stark verändert, manche Stellen auf Grund der Handschrift; aber weit mehr nach eigener Konjektur" (Ebhardt), sodass mit der Ausgabe Giocondos, die zuerst 1511 erschienen ist, erstmals ein "zuverlässiger Text" vorlag, zu dessen Verständnis vor allem die "140 Holzschnitte des Werkes" (Kruft) beitrugen, die in dieser Ausgabe jedoch verkleinert und vergröbert wiedergegeben sind. Ergänzt wird der Vitruv hier durch den zwar lückenhaft überlieferten, aber dennoch sehr sachkundigen und ergiebigen Traktat des Julius Frontinus über die Wasserleitungen und die Wasserversorgung Roms. – Braun- oder fingerfleckig und etwas gebräunt. Teils auch wasserrandig und mit alten Kritzeleien in Tinte. Num. Bl. 33 vermutlich aus einem anderen Exemplar ergänzt.

Lot 1152, Auction  128, Vitruvius Pollio, Marcus, De architectura libri decem, ad Caes. Augustum, omnibus omnium editionibus longe emendatiores, collatis veteribus exemplis

Vitruvius Pollio, Marcus
De architectura libri decem, ad Caes. Augustum, omnibus omnium editionibus longe emendatiores, collatis veteribus exemplis
Los 1152

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Vitruvius Pollio, Marcus. De architectura libri decem, ad Caes. Augustum, omnibus omnium editionibus longe emendatiores, collatis veteribus exemplis. 8 Bl., 460 S., 18 Bl. Index. Mit Holzschnitt-Titelbordüre, Holzschnitt-Porträt im Text, 81 Textholzschnitten von Bernard Salomon, 1 gefalteten Tafel und Holzschnitt-Druckermarke. 23,5 x 16,5 cm. Flexibles Pergament d. Zeit (etwas fleckig, Schließbänder fehlen). Lyon, Jean de Tournes, 1586.
Ebhardt 73; Fowler 414; Kruft 76 f. – Neue Auflage der Lyoner Ausgabe von 1552, der ersten Ausgabe des Vitruv in Frankreich mit den Annotationen des Gelehrten und Architekten Guillaume Philander. Die Ausgabe von 1552 sei, so Jöcher, der Erstausgabe Rom 1544 "weit vorzuziehen". Philander (eigentlich G. Philandrier) war wie der junge Vignola und der Humanist Cl. Tolomei Mitglied der "vitruvianischen Akademie" in Rom, deren Ziel es war, eine Neuausgabe des Vitruv mit neuen Illustrationen und erklärendem alphabetischen Wortindex zu erstellen, die dann als Grundlage für eine Neuübersetzung in die bella lingua toscana dienen sollte. Von dem ehrgeizigen Projekt wurde allein Philanders Vitruvkommentar veröffentlicht, der jedoch, wie Kruft bemängelt, "Denk- und Sehweisen des 16. Jahrhunderts auf Vitruv projizierte und kaum als Erfüllung der Vorstellungen der Akademie angesehen werden kann". Andere Forscher aber bescheinigen ihm "dauernde Bedeutung". – Gebräunt, obere Ecke teils wasserrandig. Titel mit 2 alten Namenseinträgen und Signatur in Tinte.

Lot 1153, Auction  128, Vives, Juan Luis, Linguae Latinae exercitatio + E, Tappe. Germanicorum adagiorum

Vives, Juan Luis
Linguae Latinae exercitatio + E, Tappe. Germanicorum adagiorum
Los 1153

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Vives, Juan Luis. Linguae Latinae exercitatio. Libellus valde doctus et elegans, nuncq́ denuò in lucem editus. Eiusdem, in Vergilij Bucolica expositio, potissimum allegorica. 339 S., 18 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 16 x 10 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (stärker fleckig und berieben) mit hs. RTitel. Basel, Robert Winter, Juli 1539.
VD16 V 1870. – Erster Basler Druck der zuerst 1538 im brabantischen Breda erschienenen Einübung in das Lateinische durch den aus Valencia stammenden Humanisten und Pädagogen Juan Luis Vives (1492-1540). Im selben Jahr erschien ebenda ein weiterer Druck, allerdings ohne den hier vorhandenen Vergilkommentar im Anhang (vgl. VD16 V 1869). Weit verbreitetes Standardwerk für den schulischen Lateinunterricht in Form von Dialogen, von dem im 16. Jahrhundert fünfzehn Auflagen erschienen. – Etwas fleckig, fl. Vorsatz mit altem Eintrag, einige Blatt mit sehr umfangreichen zeitgenössischen Annotationen in einer Mikroschrift. Innengelenke etwas sperrig verklebt. – Beigebunden: Eberhard Tappe. Germanicorum adagiorum cum Latinis ac Graecis collatorum, centuriae septem. 244 S., 19 (statt 20). Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. Straßburg, Wendelin Rihel d. Ä., 1539. - VD16 T 180. ADB XXXVII, 390f. - Erste Ausgabe der kommentierten Sammlung von 700 deutschen Sprichwörtern mit ihren lateinischen und griechischen Entsprechungen durch den vermutlich aus der Nähe von Lüneburg stammenden Humanisten Eberhard Tappe (1500-1541/42). - Etwas fleckig. Es fehlt das weiße Schlussblatt.

Lot 1154, Auction  128, Vredemann de Vries, Hans, Hortorum viridariorumque elegantes

Vredemann de Vries, Hans
Hortorum viridariorumque elegantes
Los 1154

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Vredemann de Vries, Hans. Hortorum viridariorumque elegantes & multiplicis formae, ad architectonicae, artis normam affabre delineatae. Kupfertitel und 20 Kupfertafeln. 23,5 x 29,5 cm. Halbpergament d. 19. Jh. (etwas fleckig, beschabt, bestoßen) mit Marmorpapierbezug. Antwerpen, Philipp Galle, 1583.
Ornamentstichsammlung Berlin 3390. Nagler XXIII, 378 (nennt nur 17 Blatt). Wurzbach II, 831, 4 (irrig "1563" und ebenfalls nur 17 Blatt). – Die vollständige erste von drei in der Berliner Ornamentstichsammlung verzeichneten Folgen. Dargestellt sind verschiedene Gartenanlagen der Renaissance mit Labyrinthen, Laubengängen etc. im dorischen, ionischen und korinthischen Stil. Das hübsche und minutiös gestochene Werk gilt als Meilenstein der europäischen Gartenkunst des niederländischen Renaissance-Künstlers, Architekten und Theoretikers Hans Vredeman de Vries (1527-1606), das europaweiten Einfluss auf den Renaissance und Barockgarten der Fürstenhöfe hatte. – Ränder minimal brüchig, wenige Knickspuren, Fingerflecke und etwas gebräunt, vereinzelt fleckig, mit Gebrauchsspuren, jedoch insgesamt vollständige und bemerkenswert gut erhaltenes Exemplar des seltenen Werks.

Lot 1155, Auction  128, Bartoli, Pietro Santi, Colonna Traiana

Bartoli, Pietro Santi
Colonna Traiana
Los 1155

Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)

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Bartoli, Pietro Santi. Colonna Traiana eretta dal senato, e popolo romano all'imperatore Traiano Augusto nel suo foro in Roma. Con l'espositione latina d'Alfonso Ciaccone, compendiata nella vulgare lingua da G. P. Bellori. 1 Bl., 14 S., 1 Bl. Mit Kupfertitel, gestochenem Widmungsblatt, 7 nn. und 119 num. Kupfertafeln. 36 x 48,5 cm. Kalbleder d. Z. (stärker berieben, Gelenke angeplatzt, Kapitale bestoßen, mit stumpf übermalten Schabspuren) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Rom, Giovanni Giacomo de Rossi, (um 1670).
Ornamentstichsammlung 3622. Borroni I, 8040. Kissner 35 (ohne Text). Cicognara 3603: "Bellissimo intaglio." – Erste Ausgabe der Stichfolge mit der vollständigen Abbildung der Trajanssäule auf dem Foro Traiano in Rom. – Kupfertitel stärker stockfleckig, das gestochene Widmungsblatt und Textblatt an den Leser mit geschlossenem Randeinriss. Anfangs mit Mittelknickfalte, die nummerierten Kupfer mit der Darstellung der Säule allerdings nicht betroffen. Anfangs etwas stärker, der Tafelteil insgesamt weniger stockfleckig.

Lot 1156, Auction  128, Biblia germanica, Biblia, Das ist, Die gantze H. Schrifft (5. Ausgabe der Kurfürstenbibel)

Biblia germanica
Biblia, Das ist, Die gantze H. Schrifft (5. Ausgabe der Kurfürstenbibel)
Los 1156

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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BIBELN
Biblia germanica. - Biblia, Das ist, Die gantze H. Schrifft, Altes und Neues Testaments Teutsch, D. Martin Luthers. Von etlichen reinen Theologen, dem eigentlichen Wortverstand nach, erkläret. 2 Teile in 1 Band. 62 nn. Bl., 1118; 416 S., 9 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochener Portraittafel von Herzog Ernst von Sachsen, blattgroßem Wappenkupfer, 11 blattgroßen gestochenen Kurfürstenportraits, gestochenem Lutherportrait, 6 gestochenen Zwischentiteln, 5 doppelblattgroßen gestochenen Karten und Plänen, doppelblattgroßem gestochenem Kalendarium, 2 doppelblattgroßen gestochenen Tafeln der Arche Noah, 7 Kupfertafeln und doppelblattgroßer gestochener Tafel mit der Versammlung zur Augbsurger Confession. 43 x 27,5 cm. Blindgeprägter Pergamentband d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit hs. RTitel, 8 Messing-Eckbeschlägen und 1 (statt 2) Messingschließen. Nürnberg, Christoph und Paul Endter, 1662.
WLB E 822. BMC Bible 197. Jahn 60. – Fünfte Ausgabe der Kurfürstenbibel. Mit den beiden Plänen der Stadt Jerusalem und der doppelblattgroßen Karte vom Land Kanaan. – Etwas fleckig, das Kupfer mit der Darstellung der Arche Nah mit etwas tieferem Randeinriss, die doppelblattgroßen Kupfer teils über den Seitenschnitt herausragend. Insgesamt wohlerhalten und bis auf die fehlende Schließe in einem prächtigen intakten Pergamentband.

Lot 1157, Auction  128, Biblia germanica, Biblia, das ist: Die gantze Heilige Schrift deß Alten und Neuen Testaments

Biblia germanica
Biblia, das ist: Die gantze Heilige Schrift deß Alten und Neuen Testaments
Los 1157

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Biblia germanica. - Biblia, das ist: Die gantze Heilige Schrift deß Alten und Neuen Testaments. Samt einer Vorrede Herrn Michael Dilherrns. Titel in Schwarz und Rot. 31 Bl., 1227 S., 10 Bl., 14 l. w. Bl (ersten 3 mit hs. Notizen). Mit Kupfertitel, 6 gestochenen Zwischentiteln, blattgroßem Portraitkupfer und zahlreichen Textholzschnitten. Titel in Schwarz und Rot. 36 x 22,5 cm. Blindgeprägtes Leder d. Z. (berieben, oberes und unteres Kapital fehlt, ohne die Messingschließe) mit 8 Messingbeschlägen und goldgeprägtes Monogramm auf dem VDeckel "I. C. W. 1823". Nürnberg, Endter, 1706.
Jahn S. 116. – Letzte Ausgabe der sogenannten Endter I Fassung (vgl. auch Schmidt, Die Illustrationen der Lutherbibel S. 372), die sich noch an die Tradition des 16. Jahrhunderts anlehnt. Die Porträttafel zeigt Luther und seine Familie. Exemplar ohne die Kurfürstenportraits, die nicht allen Exemplaren eingebunden wurden. – Vorsätze erneuert. Papierbedingt leicht gebräunt, braun- und fingerfleckig, Zwischentitel teils knapp beschnitten, mit wenigen Randläsuren und kleinen Knickspuren.

Lot 1158, Auction  128, Biblia germanica, Biblia, Das ist die gantze Heilige Schrift deß Alten und Neuen Testaments

Biblia germanica
Biblia, Das ist die gantze Heilige Schrift deß Alten und Neuen Testaments
Los 1158 [^]

Schätzung
220€ (US$ 253)

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Biblia germanica. - Biblia, Das ist die gantze Heilige Schrift deß Alten und Neuen Testaments ... Mit den Summarien Johann Sauberti … auch mit den vielfältigen und lehrreichen Nutzen über alle Capitel des Salomon Glassens … Samt einer Vorrede Herrn Johann Michael Dilherrns. 26, 6 Bl., 1181 S., 11 Bl., 1 neu angebundenes Bl. Mit 6 Kupfertafeln, gestochenem Frontispiz und 144 Textholzschnitten. 37,5 x 23,5 cm. Blindgeprägtes Pergament d. Z. über Holzdeckeln (berieben und fleckig, Wurmlöcher und die 8 Messingeckbeschläge und Schließen abmontiert), und 5 Bünden. Nürnberg, Endters Erben, 1716.
Nicht bei Darlow-Moule. – Sechzehnte Dilherr-Bibel und zweite Ausgabe in der grundlegend neuen Ausstattung, der sogenannten Endter II Fassung. Die Porträttafel mit fünf Medaillons von Martin Luther und seiner Familie: Katharina von Bora, der Tochter Magdalena sowie den Eltern Luthers, Johann und Margarethe Luther. – Teils etwas gebräunt bzw. braunfleckig, stellenweise mit leichtem Wasserrand. Großer Braunfleck auf den S. 446-455 sowie S.1096. S. 707 großflächig geklebt. Die S. 760, 761 und 764 mit größeren Einrissen. Die letzten Seiten mit hs. Notizen, sowie neu angebundenes w. Bl. mit hs. Notizen.

Lot 1159, Auction  128, Biblia germanica, Biblia, Das ist Die ganze Heilige Schrift Altes und Neues Testaments

Biblia germanica
Biblia, Das ist Die ganze Heilige Schrift Altes und Neues Testaments
Los 1159

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Die ganze Heilige Schrift Altes und Neues Testaments. Samt einer Vorrede Herrn Johann Michael Dillherrns. 3 w. Bl., 36 Bl., 1181 S., 11 Bl. Mit koloriertem Frontispiz, Holzschnittvignette auf dem Titel, 8 kolorierten Textholzschnitten sowie 138 Textholzschnitten.Titel in Schwarz und Rot. 37,5 cm x 23,5 cm. Blingeprägtes Schweinsleder (etwas berieben) über Holzdeckel und über 5 Bünden sowie mit 8 Messingbeschlägen und 2 Schließen. Nürnberg, J. Endter und Erben, 1720.
Die berühmte Dilherr-Bibel mit der Vorrede von 1656, der Bildausstattung von 1710 und dem Text der Augsburgischen Konfession. – Leicht gebräunt, sowie stockfleckig. Farbholzschnitte sehr gut erhalten. Die ersten beiden weiße Blätter mit hs. Notizen d. Zt.

Lot 1160, Auction  128, Biblia graeca, Novum Testamentum graece. Ex recensione Jo. Jac. Griesbachii

Biblia graeca
Novum Testamentum graece. Ex recensione Jo. Jac. Griesbachii
Los 1160

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Biblia graeca. - Novum Testamentum graece. Ex recensione Jo. Jac. Griesbachii cum selecta lectionum varietate. 4 Teile in 3 Bänden. Mit 4 lithographischen Frontispices. 31,5 x 23 cm. Moderne Halblederbände. Leipzig, Georg Joachim Göschen, 1803-1807.
Graesse VI/2, 80. – Einziger Druck der kostspieligen, splendid in griechischer Typographie gesetzten Prachtausgabe von Göschen, hergestellt auf feinem Vélin. Griesbachs dritte Bearbeitung des Neuen Testaments. Eichhorn rühmte in seiner Rezension: "Eine im Ganzen vortreffliche Schrift, voll Geschmack, Ebenmaß, Bestimmtheit und Deutlichkeit... ein eleganter herrlicher Druck... ein Prachtstück, das erste in seiner Art, das aus einer teutschen Presse gekommen ist" (zitiert nach Debes, Göschen, Leipzig 1965, S. 96 ff.). – Etwas stockfleckig.

Lot 1161, Auction  128, Biblia neerlandica, Biblia. Dat is de gantsche H. Schrifture

Biblia neerlandica
Biblia. Dat is de gantsche H. Schrifture
Los 1161

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Taschenbibel, reizvoll gebunden im Silberbeschlagband.
Biblia neerlandica. - Biblia. Dat is de gantsche H. Schrifture, vervattende alle de Canonyke Boeken des Ouden en des Nieuwen Testaments. 3 Teile in 1 Band. 404 S. Mit Kupfertitel. 17 x 10,5 cm. Leder d. Z. mit 8 silbernen Eckbeschlägen mit Heiligenfiguren (Rücken bestoßen und angeplatzt mit kleineren Fehlstellen im Bezug) mit 2 intakten Silberschließen, diese monogrammiert "P.G. und datiert "1784" sowie mit punziertem Goldschnitt. Amsterdam, Bijbelcompagnie, 1777.
Nicht bei Darlow-Moule. – Niederländische Taschenbibel mit Altem und Neuem Testament sowie Psalmen. – Innen in den Rändern schwach gebräunt, stellenweise schwach stockfleckig. Selten Eckknicke. Mit alten und älteren Sepia-Annotationen verschiedener Hände auf den Vorstücken. – Beigebunden: Dasselbe. Het nieuwe Testament,, Oste alle Boecken des Nieuwen Verbonts Onses Heeren Iesu Christi Door Last van de Hoogh Mog: Heeren Staten Generael. Amsterdam, H. Brandt u.a., o. J. [und:] Het boek der Psalmen, nevens de gezangen by de hervormde Kerk van Nederland in gebruik. Amsterdam, H. Brandt u. a., 1792. - Titelblatt lose.

Lot 1162, Auction  128, Humblot, Antoine, Vita et miracula Christi ex novo testamento

Humblot, Antoine
Vita et miracula Christi ex novo testamento
Los 1162

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Humblot, Antoine. La Sainte Bible. Contenant le Vuieil et le nouveau testament [und:] Vita et miracula Christi ex novo testamento. La vie et les miracles de Iesus Christ tirez du nouveau testament. 2 Teile in 1 Band. Mit 2 gestochenen Titeln und 277 Kupfertafeln. 18,5 x 21 cm. Leder d. Z. (bekratzt, vorderes Rückengelenk unfachmännisch restauriert, teils gelöst und mit Fehlstellen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Paris, Humblot, 1603 (wohl 1703).

Das vorliegende Exemplar ist im selben Jahr wie das Werk von Gerard Jollain "La sainte Bible" erschienen. Zudem unterscheiden sich die beiden Werken in einzelnen Details und Darstellungsweisen der Tafeln. Die eindrucksvollen Kupferstiche, die die Bibel szenisch darstellen, sind jeweils mit erklärendem lateinischem und französischem Text versehen. Antoine Humblot (1620-1758) war ein Kupferstecher, Verleger und Kunsthändler. Er heiratete Anne-Claude Jollain, die aus der Künstlerfamilien Jollain stammte. Von uns konnte kein weiteres Exemplar aus der Offizin von Humblot ausfindig gemacht werden. – Vorderes Innengelenk angebrochen. Etwas feucht-, braun- und fingerfleckig, mit mehreren hinterlegten Fehlstellen. – Dabei: I. Jacque Honervogt. Dasselbe. Mit 1 (von 2) Kupfertitel und 135 (von über 200) Kupferstichen von Gérard Jollain. 17 x 23,5 cm. Grünes Halbleder des späten 19. Jahrhunderts (beschabt und bestoßen) mit RVergoldung. Paris, Jacque Honervogt, um 1700. - Es fehlen der erste gestochene Titel und über fünzig Kupferstichtafeln. Braun- und stockfleckig, knickspurig und mit wenigen hinterlegten Fehlstellen.

Lot 1163, Auction  128, Jollain, Gérard, La saincte bible contenant le vieil et le nouveau testament

Jollain, Gérard
La saincte bible contenant le vieil et le nouveau testament
Los 1163

Schätzung
700€ (US$ 805)

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Jollain, Gérard. La saincte bible contenant le vieil et le nouveau testament [und:] Vita et miracula Christi ex novo testamento. 2 Teile in 1 Band. Mit 2 Kupfertiteln und 268 Kupfertafeln.16,5 x 23,5 cm. Leder des 18. Jahrhunderts (berieben, bestoßen, mit restauriertem Rücken unter Verwendung des ursprünglichen Rückens) mit goldgeprägtem RTitel. (Paris), G. Jollain, o. J. (um 1670).
Vollständige Ausgabe der Bilderbibel von Gérard Jollain (1660-1683), einem französischen Kupferstecher und Verleger. – Innengelenke geöffnet, Vorsatz leimschattig, teilweise mit Einrissen und Randläsuren, mit hinterlegten Fehlstellen, gebräunt sowie braun- und fingerfleckig, Tafel 120 mit größerer Fehlstelle und auf Papier aufgezogen. – Dabei: I. Derselbe. La saincte bible contenant le vieil et le nouveau testament. Teil I (von II). Mit 1 Kupfertitel und 148 Kupfertafeln. 16 x 22 cm. Rotes Halbleder des späten 19. Jahrhunderts (berieben, bestoßen, mit Fehlstellen und geworfen) mit goldgeprägtem RTitel. Paris, G. Jollain, 1703. - Innengelenke leicht geöffnet, mit Randläsuren, teils stärker gebräunt, braun- und stockfleckig mit wenigen Knickspuren. - II. Derselbe. La saincte bible contenant le vieil et le nouveau testament [und:] Vita et miracula Christi ex novo testamento. 2 Teile in 1 Band. Mit 1 (von 2) Kupfertiteln und 253 (von 268) Kupfertafeln.16,5 x 23,5 cm. Halbleder des 20. Jahrhunderts (vorderes Rückengelenk offent, berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem Titel und RVergoldung. (Paris), G. Jollain, o. J. (um 1670). - Leimschattig, vorderes und hinteres Innengelenk offen, mit Randläsuren, hinterlegten Fehlstellen, braun- und feuchtfleckig und wenigen Knickspuren.

Lot 1164, Auction  128, Krauss, Johann Ulrich, Historischer Bilder Bibel, 1705

Krauss, Johann Ulrich
Historischer Bilder Bibel, 1705
Los 1164

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Krauss, Johann Ulrich. Historischer Bilder Bibel Erster [bis] Fünffter Theil. 5 Teile in 1 Band. 3 Bl. Mit 5 Kupfertiteln, 2 Kupfertafeln, 5 gestochenen Frontispices und 135 Kupfertafeln mit je 2 Darstellungen. 33 x 21,5 cm. Halbpergament d. Z. (beschabt, bestoßen, mit größerem Wurmfraß) mit hs. RTitel. Augsburg, Johann Ulrich Krauss, 1700.
Faber du Faur 1848 ("Krauss' principal work"). Rümann V, 80. Vgl. Ornamentstichsammlung 4298 (Ausgabe 1700). Katalog Augsburger Barock 597. Gier-Janota 826. – Spätere Ausgabe der zuerst 1698 erschienenen Bilderbibel des Augsburger Kupferstechers und Verlegers Johann Ulrich Krauß (1655-1719). "Weite Verbreitung fand seine Historische Bilder-Bibel mit den von ihm nach Zeichnungen von Johann Steislinger (1668-1702) gestochenen Tafeln. Kraus nutzte nicht nur das an ihn gefallene Vorlagenmaterial nach französischen Stechern des ausgehenden 17. Jahrhunderts, sondern erweiterte die Illustrationen biblischer Themen um emblematische Darstellungen, was sich besonders auf die Gestaltung der von ihm verlegten Postillen, jedoch auch schon bei der Ausstattung des erstmals 1694 erschienenen und mehrmals aufgelegten großen Werks über die auswirkte, das wie eine Bilderbibel angelegt war" (Gier-Janota 826f.). – Vorderes Innengelenk offen, fliegendes erstes Blatt fehlt. Titel mit größerer Fehlstelle, hs. Besitzvermerk. Insgesamt braun- und fingerfleckig.

Lot 1165, Auction  128, Taferelen der voornaamste geschiedenissen, van het oude en nieuwe Testament

Taferelen der voornaamste geschiedenissen
van het oude en nieuwe Testament
Los 1165

Schätzung
800€ (US$ 920)

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Taferelen der voornaamste geschiedenissen van het oude en nieuwe Testament. 3 Bände. Mit 2 gestochenen Frontispizen, 2 gestochenen Widmungen, 211 (von 212; 27 doppelblattgroß) Kupfertafeln, 3 gestochenen Titel- und 194 Textvignetten sowie 212 gestochenen Initialien. Marmoriertes Leder d. Z. (berieben und bestoßen, Wurm- bzw. Schabspuren, Kapitale modern restauriert, Band III mit größerem Fleck auf dem VDeckel) mit Rücken-, Deckel- und Stehkantenvergoldung in privaten Leinenschubern. Den Haag, de Hondt, 1728.
Ebert 20371. Brunet V, 150. – Die prachtvollen Kupfer entstanden nach Hoet, Houbraken und Picart. – Tafel 30 in Band 3 fehlt. Kaum fleckiges, breitrandiges und schönes Exemplar.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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