Otto, Heinrich Friedrich
Thuringia sacra, sive historia monasteriorum
Los 159
Schätzung
300€ (US$ 345)
(Otto, Heinrich Friedrich). Thuringia sacra, sive Historia monasteriorum, quae olim in Thuringia floruerunt. 5 (statt 6; ohne den Kupfertitel) Bl., 956 S. (recte 886), 9 Bl. (Index). Mit 106 (5 doppelblattgroßen) Kupfertafeln, gefalteteter Stammtafel, 18 Textkupfern und zahlreichen Textholzschnitten. 33 x 21 cm. Halbpergament d. Z. (stärker berieben und beschabt, etwas angestaubt) mit goldgeprägtem RTitel (stark oxidiert). Frankfurt, Weidmann, 1737.
Graesse VI/2, 153. Patze 11027. ADB XXIV, 754. – Einzige Ausgabe. "Otto's Arbeit ist in der ersten, größeren Abtheilung niedergelegt und behandelt 14 thüringische Klöster ... Die zweite Abtheilung (S. 605-902) gibt die Geschichte einer kleineren Anzahl von O. übergangener Klöster und rührt von dem bekannten Naumburger Pfarrer Joh. Martin Schamelius her. Die dritte Abtheilung enthält des Kieler Professors Samuel Reyher 'Monumenta Landgraviorum Thuringiae et Marchionum Misniae' in einem sehr vervollständigten Neudrucke" (ADB XXIV). – Es fehlt der gestochene Titel. Anfangs mit kleiner Wurmspur in der oberen Ecke (minimaler Buchstabenverlust). Gelegentlich leicht feuchtrandig im Seitenrand, gering braunfleckig und gebräunt, stellenweise mit hs. Annotationen.
Pregitzer, Johann Ulrich
Teutscher Regierungs- und Ehren-Spiegel
Los 160
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
(Pregitzer, Johann Ulrich. Teutscher Regierungs- und Ehren-Spiegel). 6 Bl., 234 S. Titel fehlt. Mit 37, teils doppelblattgroßen Kupfertafeln, und gestochenem viertelseitigen und halbseitigem Kupferstich. 34 x 21 cm. Pergament d. Z. (berieben, bestoßen, fleckig und Kapitale mit kleinen Einrissen) mit RTitel (stark beriebeben). (Berlin, Johann Michael Rüdiger, 1703).
Lipperheide Da 30. ADB XXVI 547. – Einzige Ausgabe dieser umfangreichen Chronik, vor allem des Hauses Hohenzollern-Sigmaringen/Hechingen. "... widmete P. in seinem 'Deutschen Regierungs- und Ehrenspiegel' der Geschichte des hohenzollern'schen Fürstenhauses einen hervorragenden Platz und König Friedrich I. von Preußen ließ das Werk drucken. Es war die letzte größere Arbeit Pregitzer's, eine Art von deutscher Reichsgeschichte, in welcher neben dem Kaiser die Fürsten des Reichs eingehendere Beachtung fanden" (ADB). – Es fehlt der Titel, hier nur als Kopie eingebunden. Papierbedingt gebräunt, Randläsuren, teils feuchtrandig.
Revidirte und nach denen neueren Königlichen Edicten
eingerichtete Kirchen-Ordnung im Hertzogthum Magdeburg
Los 161
Schätzung
150€ (US$ 172)
Revidirte und nach denen neueren Königlichen Edicten, Mandaten und Rescripten eingerichtete und vermehrte Kirchen-Ordnung im Hertzogthum Magdeburg, wie auch in der Grafschaft Manßfeld Magdeburgischer Hoheit, sammt einem vollständigen Anhage derer von Anno 1680 bis 1739 publicirten Ordnungen, Edicten, Mandaten und Rescripten von Consistorial-, Kirch-, Stiffter- Universität-, Schul-, Hospitalien- und Ehe- auch anderer Geistlichen Sachen. 2 Teile in 1 Band. 274 S.; 8 Bl., 624 S., 8 Bl. (Register). Mit doppelblattgroßer typographischer Tabelle. 19,5 x 16,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben). Magdeburg, Nikolaus Günther, 1739. - Etwas gebräunt und braunfleckig. Innenspiegel mit altem Eintrag und modernem Exlibris.
Sagittarius, Caspar
Gründliche und ausführliche Historia der Grafschafft Gleichen
Los 162
Schätzung
300€ (US$ 345)
Sagittarius, Caspar. Gründliche und ausführliche Historia der Grafschafft Gleichen. Nunmehro ans Licht gestellt von Ernst Salomon Cyprian. 23 Bl., 476 (recte: 474) S., 25 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Portrait, 8 (2 gefaltet) Kupfertafeln und typographischer, mehrfach gefalteter Stammtafel. 20,5 x 17 cm. Moderner Pappband mit montierten alten Deckelbezügen. Frankfurt, Franz Varrentrapp, 1732.
Wegele 723 (Anmerkung). – Erste Ausgabe. "Am schätzbarsten sind seine Arbeiten über die thüringische Geschichte, die noch heut zu Tage nicht ganz entwerthet erscheinen dürften" (ADB XXX, 171). Mit Ansichten von Kranichfeld und Ehrenstein, die Tafeln zeigen verschiedene Siegel und Wappen. – Schönes und wohlerhaltenes Exemplar.
Schlichten, Jean François
Vues de Mannheim représentées sur vingt six planches dessinées d'après nature
Los 163
Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)
Schlichten, Jean François. Vues de Mannheim représentées sur vingt six planches dessinées d'après nature ... et gravées par les fréres Klauber à Augsbourg. Avec une explication des planches. 14 S. Mit 26 (1 gefalteten) gestochenen Tafeln. 25 x 34 cm. Neuer Pappband (minimal berieben). Mannheim, C. F. Schwan, 1782.
Schefold Z 819. Veitenheimer 997. – Erste Ausgabe dieser beeindruckenden Ansichtenfolge der damaligen Hauptstadt der Kurpfalz Mannheim, die unter Kurfürst Karl Theodor (1724-1799; regierte in Mannheim 1743-1777) ihren kulturellen Höhepunkt erlebte. Karl Theodor förderte Musikleben, Theater u. Wissenschaften u. ließ zahlreiche repräsentative Bauten errichten, die hier mehr oder weniger in ihrem ursprünglichen Zustand abgebildet werden: Schloß, Hofkirche, Spitalkirche, Lutherische Kirche, Reformierte Kirche, Zeughaus, Alte u. Neue Caserne, Parade-Platz mit Regierung, Kaufhaus, Sternwarte, Komödienhaus u. Marktplatz. Außerdem sind enthalten Darstellungen der Stadttore sowie ein Plan der seit 1607 geometrisch angelegten Stadt. J. F. von Schlichten (1725-1795) war seit 1751 Direktor des kurfürstl. Malerkabinetts, seit 1769 auch Lehrer an der Akademie (vgl. Thieme-Becker XXX, S. 109). Die Brüder Klauber gehörten seinerzeit zu den bekanntesten Augsburger Kupferstecherfamilien (vgl. Gier-Janota S. 1272). – Etwas stock- und fingerfleckig. Wenige Tafeln teilweise schwach gebräunt. Die gefaltete Ansicht des Schlosses mit hinterlegtem Durchriss.
Schloss Biebrich. 2 Aquatinta mit Guache. 11 x 16 cm. Mit Passepartout. Um 1742.
Hübsche Ansicht des Schloss Biebrichs in Köln. In kräftigen Farben gehaltene Aquatinta und filigraner Guachierung. – Minimal fleckig. Dekorativ
Schöttgen, Christian. Nachricht von Ernst Brotuffs Leben. Zugleich werden alle hohe Patronen, Gönner und Freunde der Schulen den 7. May 1745. Nachmittage um 2. Uhr Sieben Abschieds-Reden gehorsamst eingeladen. 12 S. 18,5 x 15,5 cm. Bibliotheks-Halbleinen des späten 19. Jahrhunderts. Dresden, Johann Wilhelm Harpeter, (1745).
VD18 1023909X. – Erste Ausgabe der kleinen biographischen Schrift über den Juristen und Historiker Ernst Brotuff (1497-1565), der u. a. als Schulverwalter in Pforta und als Bürgermeister in Merseburg wirkte. Mit einer Bibliographie seiner veröffentlichten Schriften, über deren Erkenntniswert die ADB recht nüchtern urteilt ("Reizlos wie sie sind, tragen sie alle Fehler und keinen der Vorzüge der zeitgenössischen Geschichtschreibung an sich"; ebenda Band III, S. 365). – Etwas gebräunt, im unteren Bug mit verblasstem Feuchtigkeitsrand, die beiden Schlussblatt mit Riss im Satzspiegel. –
Schotanus, Christian
Beschryvinge van de Heerlykheyd van Frieslandt. Franeker, Johannes Wellens, 1664. - Erste Ausgabe der Frieslandchronik
Los 166
Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)
(Schotanus, Christian). Beschryvinge van de Heerlykheyd van Frieslandt tusschen 't Flie and de Lauwers. 4 Bl., 280 S. Mit Kupfertitel, gestochener Wappentafel, 35 doppelblattgroßen oder mehrfach gefalteten Kupferstichkarten und 11 gestochenen Stadtplänen. 31 x 19,5 cm. Leder d. Z. (berieben und bestoßen, vorderes Gelenk geplatzt, der VDeckel dadurch gelockert; ohne die Schließbänder) mit RVergoldung, goldgeprägtem RSchild, Deckelfileten und goldgeprägter Arabeske als Mittelstück. (Franeker, Johannes Wellens, 1664).
Tielke 976. ADB XXXII, 391. – Erste Ausgabe der prächtig illustrierten Frieslandchronik durch den reformierten Theologen und bedeutenden Sprachforscher Christian Schotanus (1601-1671), der als Professor für Griechisch und Theologie an der Universität Franeker wirkte. Enthält neben einer Gesamtkarte Frieslands von Bernardus Schotanus zahlreiche Teilkarten der Provinz, jeweils mit schönen Kartuschen, sowie elf Stadtansichten aus der Vogelschau mit kleinen Panoramen darüber, u. a. von Leeuwarden, Bolsward, Franeker, Harlingen, Dockum und Sneek. – Zahlreiche Lagen im unteren Rand mit verblasstem Feuchtigkeitsfleck, insgesamt wohlerhalten. Schöner zweispaltiger Druck.
Seutter, Matthäus
Delineatio geographica ditiones Martisburgensis. Kolorierte Kupferstichkarte von Merseburg
Los 167
Schätzung
100€ (US$ 115)
Seutter, Matthäus. Delineatio geographica ditiones Martisburgensis. Kolorierte Kupferstichkarte. Mit Passepartout unter Glas in goldlackierter Holzprofilleiste. Augsburg um 1740.
Seltene Gebietskarte, reicht von Halle bis Zwenkau mit großer figürlicher Titelkartusche. – Mit Mittelfalz. Papierbedingt gebräunt. Mit 2 hinterlegten Einrissen am oberen Rand und mehrere Knickspuren, nicht ausgerahmt. Versand nur ohne Rahmen.
Struve, Burkhard Gotthelf
Vollständige Teutsche Reichs-Historie
Los 168
Schätzung
300€ (US$ 345)
Struve, Burkhard Gotthelf. Vollständige Teutsche Reichs-Historie von der Teutschen Ursprunge an, biß auf jetzige Zeiten verabfasset aus den bewährtesten und besten scriptoribus. 2 Teile in 1 Band. 7 Bl., 1080 (recte: 1084) S., 16 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochener Titelvignette, 5 gestochenen Textvignetten und 8 gefalteten Kupfertafeln. 25,5 x 21 cm. Pergament d. Z. (gering fleckig und berieben) mit RTitel. Jena, Johann Felix Bielck, 1732.
ADB XXXVI, 675. Wegele S. 616. – Erste deutsche Ausgabe des zuerst 1730 unter dem Titel Corpus historiae germanicae erschienenen Quellenwerks. "Endlich verdienen auch Struve’s Darstellungen der deutschen Geschichte erwähnt zu werden. Als Vorläufer erschien zuerst ein kleineres Handbuch unter dem Titel: 'Syntagma historiae Germanicae' (Jena 1716), das auch von Zschackwitz ins Deutsche übersetzt wurde. Hieraus entwickelte sich im Laufe eines Jahrzehntes und mehr ein größeres und umfassenderes Lehrbuch in 2 Bänden: 'Corpus historiae Germanicae' (Jena 1730). Im Jahre nach Erscheinen dieses Buches gab Struve auch eine deutsche Bearbeitung davon heraus unter dem Titel: 'Vollständige teutsche Reichshistorie' (2 Bände, Jena 1732), nachdem er bereits 1724 eine 'Einleitung zur teutschen Reichshistorie' (2 Bände, Jena 1724) veröffentlicht hatte. Diese Lehrbücher, besonders das 'Corpus', erwarben sich bald große Beliebtheit, wurden weit verbreitet und viel gebraucht und haben das ihrige beigetragen zur Belebung und Hebung des Sinnes für vaterländische Geschichte. Die Darstellung ist verständlich und lesbar, die Form rein erzählend, ohne viele politische und psychologische Betrachtungen, der Stoff vollständig gegeben und nicht ungeschickt gruppirt" (ADB). "Der Stoff ist mit unverkennbarer Sachkenntnis und Vollständigkeit zusammen getragen, die Form die rein erzählende, annalistische, ohne Raisonnement" (Wegele). Die Tafeln zeigen verschiedene Siegel. – Etwas braunfleckig, Titel alt und modern gestempelt. Wohlerhaltenes Exemplar.
Stübner, Johann Christoph
Denkwürdigkeiten des Fürstenthums Blankenburg
Los 169
Schätzung
300€ (US$ 345)
Stübner, Johann Christoph. Denkwürdigkeiten des Fürstenthums Blankenburg und des demselben inkorporirten Stiftsamts Walkenried. 2 Bände. 14 Bl., 600 S., 1 Bl.; 9 Bl., 443 S., 1 Bl. Mit mehrfach gefalteter typographischer Stammtafel. 18 x 10,5 cm. Moderner marmorierter Pappband. Wernigerode, Johann Georg bzw. Carl Emanuel Struck, 1788-1790.
VD 18 11047402. Loewe, 466. – Erste Ausgabe. Teil I enthält eine umfassende Chronik des Fürstentums Blankenburg am Harz, der Teil II behandelt die Naturgeschichte des Landes. Johann Christoph Stübner (1728-1800) war Pastor zu Hüttenrode und Subprior des Klosters Michaelstein. Mit Pränumerantenverzeichnis. – Gering braunfleckiges, wohlerhaltenes Exemplar.
Suhr, Peter
Hamburg's Vergangenheit in bildlichen Darstellungen
Los 170
Schätzung
2.000€ (US$ 2,299)
Suhr, Peter. Hamburg's Vergangenheit in bildlichen Darstellungen. 2 Bände. 6, 4, 4, 4, 4, 2, S., 1 Bl.; 4 Bl. Mit 2 lithographischen Titeln mit Vignette, 77 kolorierten lithographischen Ansichten, 4 (2 gefaltet) lithographischen Plänen und lithographischer Falttafel. 31 x 44 cm. Etwas späterer marmorierter Halblederband (Rücken und Ecken berieben, Kapitale etwas bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und Deckelbordüre in Halbleinenschuber d. Z. (teils lädiert). Hamburg, Peter Suhr, (um 1838-1856).
Umfangreiche Folge der bekannten Suhrschen Stadtansichten, eine der schönsten Hamburgensien, "kulturgeschichtlich und topographisch interessant" (Thieme-Becker). Die schönen altkolorierten Darstellungen mit zahlreichen Teilansichten der Stadt und ihrer Umgebung, darunter so bekannte Motive wie Alter und Neuer Jungfernstieg, Alster, Lombardsbrücke, St. Jakobi, St. Petri, St. Katharinen, Domkirche, Dammtor, Millerntor, Alte Börse, Rödingsmarkt, Ansichten vom Großen Brand 1842, Esplanade, Englische Kirche, Krankenhaus St. Georg, Elbe im Winter, Elbaussicht mit Süllberg usw. Besonders eindrucksvoll sind die zahlreichen Tafeln, die die großen Stadtbrände zeigen. Da das Werk in Lieferungen erschien, handelt es sich immer wieder um andere Zusammenstellungen, die meisten Exemplare sind mit 77 Tafeln komplett ausgestattet, auch wenn Suhr immer wieder Tafeln nachlieferte, so dass wohl insgesamt etwas über 90 erschienen. – Die prächtigen Tafeln fast durchgehend sauber, stellenweise mit kleinen Feuchtigkeitsrändern, wenige Tafeln auch etwas gebräunt. Durchgehend hs. nummeriert und mit Bleistiftsignatur. Innenspiegel mit Exlibris.
Vulpius, Johannes
Megalurgia Martisburgica, Das ist: Fürtreffligkeit der Stadt Märseburg,
Los 171
Schätzung
200€ (US$ 230)
Vulpius, Johannes. Megalurgia Martisburgica, Das ist: Fürtreffligkeit der Stadt Märseburg, nach ihren alten und jetzigen Zustande. 6 Bl., 340 (recte: 288) S. Titel in Rot und Schwarz. 22 x 18 cm. Moderner Pappband. Quedlinburg und Aschersleben, Gottlob Ernst Struntz, 1700.
VD 17 12:114182C. Jöcher IV, 1758. Heinsius IV, 350 – Erste Ausgabe dieser frühen, reichhaltigen Chronik (bis zum Jahr 1698) und Beschreibung von Stadt und Stift Merseburg, teilweise auf Thietmar von Merseburg und den älteren Werken von Hahn und Brotuff beruhend. Die Paginierung springt von S. 96 auf 99 und von S. 242 auf 293. – Etwas braunfleckig, Titel mit verblasstem Stempel. Zweiseitig unbeschnittenes Exemplar.
Weinart, Benjamin Gottfried
Topographische Geschichte der Stadt Dresden
Los 172
Schätzung
2.200€ (US$ 2,529)
Eines der schönsten Ansichtenwerke der Königsstadt Dresden
Weinart, Benjamin Gottfried. Topographische Geschichte der Stadt Dresden und der um dieselbe herum liegenden Gegenden. 380 S., 4 Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette und 28 gefalteten Kupfertafeln von C. G. Langwagen, C. G. Nestler und G. W. Weise. 21 x 17,5 cm. Pappband d. Z. (etwas berieben und bestoßen, verfärbt) mit rotem RSchild (kleine Läsuren). Dresden, Hilscher, 1777.
Engelmann 463. ADB LV, 16. – Einzige Ausgabe dieser wichtigen und seltenen Materialsammlung zur Geschichte und Topographie Dresdens. Mit genauen Beschreibungen der Bauten und mit Bestandsverzeichnissen der Dresdner Sammlungen. Die 28 prachtvollen Kupfertafeln, teils mit Anlehnungen an Bernardo Bellotto, gen. Canaletto (1721-1780), teils nach eigenen Zeichnungen gestochen, zeigen Ansichten von und aus der Stadt (12), von den Schlössern Moritzburg, Pillnitz, Meißen, Königstein, Sonnenstein etc. sowie Szenerien aus dem Plauischen Grund. Da der Stecher Carl Gottfried Nestler (1730-1780) der Inspektor des Kupferstichkabinetts war, sind die schönen Ansichten mit besonderer Kenntnis und Detailtreue ausgeführt. – Nur gering papierbedingt sehr gleichmäßig gebräunt, Titel mit kleiner Rasur, Vorsatz mit Ausschnitt, sonst sehr schön erhalten.
Weinrich, Johann Michael
Kurtz gefaßte und gründliche Nachricht von Erffurt
Los 173
Schätzung
350€ (US$ 402)
(Weinrich, Johann Michael). Kurtz gefaßte und gründliche Nachricht von den vornehmsten Begebenheiten der uhralten und berühmten Haupt Stadt Erffurt in Thüringen. Worinnen zugleich das Recht des Durchlauchtigsten Chur-Hauses Sachsen, an dieselbe aus tüchtigen Uhrkunden dargethan und behauptet wird. 7 Bl., 299 S., 13 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochenem Frontispiz und gefalteter typographischer Tabelle, 16,5 x 10 cm. Halbpergament d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, bestoßen). Frankfurt und Leipzig, Johann Christian Martini, 1713.
Herrmann, Bibl. Erfurtina 157, 33. – Erste Ausgabe. Frühe, auf Quellenforschung beruhende Stadtgeschichte. Erbringt u. a. den Nachweis, das Erfurt rechtlich zu Sachsen gehört. Das schöne Frontispiz mit Ansicht und Plan der Stadt. – Etwas fleckig, das Frontispiz mit kleinem Randeinriss.
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