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Lot 2601, Auction  128, Albert-Lasard, Lou und Rilke, Rainer Maria, Eigenh. Gedichte in einem Album. Mit Widmungsexemplar von R.M. Rilke

Albert-Lasard, Lou und Rilke, Rainer Maria
Eigenh. Gedichte in einem Album. Mit Widmungsexemplar von R.M. Rilke
Los 2601

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Dokumente einer Künstlerliebe zu Zeiten des Krieges: Rainer Maria Rilke und Lou Albert-Lasard
Albert-Lasard, Lou, deutsch-französische Malerin (1885-1969). Eigenh. Gedichte in einem Album. 35 S. Klein-4°. 18 x 15,5 cm. Halbleinen-Album d. Z. mit KGoldschnitt. Paris 27.IX.-12.XI.1914.
Eigenhändige Poesien der begabten Malerin Lou Albert-Lasard (auch "Lulu" bzw. "Loulou Lazard"), die in den Münchner Künstlerkreisen des "Blauen Reiters" um Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin, Wassily Kandinsky, Paul Klee und Franz Marc verkehrte, bevor sie nach Paris ging, wo sie die Geliebte von Rainer Maria Rilke (1875-1926) wurde. Die ebenso emotional-intensive und wie kreativ-stürmische Liebesaffäre begann im September 1914 in Paris, überschattet von dem im Juni ausgebrochenen Ersten Weltkrieg, der Eingang in die Gedichte Albert-Lasards fand:

"Krieg. Die Züge fahren nicht, das Land wird weit / Und unbewingbar wie das Firmament. / Ein Menschenknäul auf einem ewigen Fleck / steht da und starrt sich an und klafft vor Schrecken [...]. Die immerselben Sterne lächeln - Krieg?"

Es folgen weitere Gedichte der Jahre 1910-1913 wie "Traum" ("Sommer 1913"), "Der Regen" ("Winter 1912"), "Sacré Coeur" ("Paris hiver 1912). Das Album enthält verschiedene Gedichte der Jahre 1910-1914, die die Künstlerin in eigenhändiger Reinschrift zusammenfasste, vielleicht um sie ihrem Liebhaber Rainer Maria Rilke zu zeigen, der sich wiederum mit an seine Freundin gewidmeten Büchern revanchierte: 1) Maurice de Guérin. Der Kentaur. Übertragen durch Rainer Maria Rilke. 24 x 16 cm. OBroschur. Leipzig, Insel, 1911. - Eines von 250 Exemplaren (Gesamtauflage: 300). Sarkowski 638. Rodenberg 78. - Gebräunt, vom Umschlag gelöst. - Vorsatz mit 5-zeiliger eigenh. Widmung Rainer Maria Rilkes an Lou Albert-Lazard "Lal (zu meinen Büchern.) 10. November 1915 am (hoffentlich richtig gemerkten) Geburtstag. Rainer". - Ja, Rainer hatte Lals Geburtstag richtig in Erinnerung! - Ferner im Bund einmontiert an Falz eine kleine Grußkarte (6,5 x 10 cm): "Geburtstags-Gruß, liebe Lal. Ich komme nachmittag selbst. 10. Nov. Rainer". - Ferner 2) Rainer Maria Rilke. Poèmes. Traduction de Lou Albert-Lasard. OBroschur (leicht lädiert). Paris, Gallimard, (1937). - Vorsatz mit eigenh. Besitzvermerk "Lou Albert-Lazard". - Beiliegt 3) Ausstellungskatalog zum Werk der Künstlerin von 2024. – Gebrauchspuren.

Lot 2602, Auction  128, Ausländer, Rose, 2 eigenhändige und signierte Gedicht-Manuskripte. Um 1976

Ausländer, Rose
2 eigenhändige und signierte Gedicht-Manuskripte. Um 1976
Los 2602

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Ausländer, Rose, Lyrikerin (1901-1988). 2 eigh. Gedicht-Manuskripte m. U. "Rose Ausländer". Zus. 2 S. (Kugelschreiber). Gr. 8vo. O. O. (ca. 1976 und 1986).
I. "Abend II". 11 Zeilen: "Blutender Abendmund / wenn die Sonne / ertrinkt. - Zaubersprüche / von toten Müttern. - Der glitzernde Finsterring / umarmt uns ...". - 1 Wort verbessert. - Das um 1976 entstandene Gedicht erschien, stellenweise verändert, erstmals 1978 in dem Band "Mutterland". - II. "Unendlich". 6 Zeilen: "Vergiß / Deine Grenzen / Wandre aus / Das Niemandsland / Unendlich / nimmt dich auf." Als Entstehungsjahr für dieses Gedicht gilt das Jahr 1986.

Lot 2603, Auction  128, Ausländer, Rose, Eigenhändiges signiertes Gedichtmanuskript.

Ausländer, Rose
Eigenhändiges signiertes Gedichtmanuskript.
Los 2603

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Ausländer, Rose. Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Rose Ausländer". 1 S. (Kugelschreiber). Gr. 8vo. O. O. u. J.
"Unbeschriebenes Blatt". 16 Zeilen: "Du triffst / in die weiße Scheibe. - Zeichen die aus dem Viel / ein Weniges machen / Worte. - Mythos / hier kann er Wurzel fassen / im unbefleckten Papier ...". - Das Gedicht erschien u. a. in der Anthologie "Regenwörter".

Lot 2604, Auction  128, Benn, Gottfried, Postkarte an Walter Lennig. 1953

Benn, Gottfried
Postkarte an Walter Lennig. 1953
Los 2604

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Benn, Gottfried, Arzt und Schriftsteller, einer der bedeutendsten dt. Lyriker des 20. Jhdts (1886-1956). Eigh. Postkarte m. U. "Gottfried Benn". 1 S. Berlin 25.VIII.1953.

An den ihm befreundeten Berliner Journalisten, Theater- und Literaturkritiker sowie Benn-Biographen Walter Lennig. "... bitte vergessen Sie nicht, mir einen Tip zu geben wegen Plivier, ich ersah erst jetzt aus dem Brief, dass ich ja im Radio ... eine kurze Rede über ihn halten soll ...". Bittet ferner um die Rückgabe von zwei Büchern: "1) Apollinaire 2) das Sammelbuch aus Knokke über IX/52". - Beiliegend ein eigenhändiger Zettel mit Benns gedruckter Adresse und handschriftlichen . Informationen zum Schriftsteller-Kongress in Knokke: "Organisationssecretär Jean Gyory. Brüxelles ... Biennales Internationales de Poesie (Knokke-Le Zoute)". - Ferner beiliegend ein eigenhändig adressierter Briefumschlag Benns. - Die Postkarte mit Stempelspur am unteren Rand der Schriftseite.

Lot 2605, Auction  128, Benn, Gottfried, Ansichts-Postkarte vom Bayrischen Platz an Walter Lennig. 1955

Benn, Gottfried
Ansichts-Postkarte vom Bayrischen Platz an Walter Lennig. 1955
Los 2605

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Benn, Gottfried (1886-1956). Eigh. Ansichts-Postkarte m. U. "Benn". 1/2 S. (Kugelschreiber). (Berlin) 3.V. 1955.
An den ihm befreundeten Journalisten Walter Lennig. "Das waren aber schöne Schneebälle! Herzlichen Dank! Auch an Ihre Frau u. Robert. Auf baldiges Wiedersehen (s. umstehend). Immer Ihr (alter müder) Benn". - Auf der Bildseite, einer fotografischen Ansicht des Bayrischen Platzes in Berlin-Schöneberg, hat Benn "Dramburg!" geschrieben, dazu einen auf ein Gebäude gerichteten Pfeil. Gemeint ist das Lokal "Dramburg", wo sich der Dichter regelmäßig mit Walter Lennig zum Bier traf. - Leicht fleckig auf der Bildseite.

Lot 2606, Auction  128, Benn, Gottfried, Ansichtspostkarte aus Glücksburg an Walter Lennig. 1955

Benn, Gottfried
Ansichtspostkarte aus Glücksburg an Walter Lennig. 1955
Los 2606

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Benn, Gottfried (1886-1956). Eigh. Ansichts-Postkarte m. U. "Ihre Benns G. u. I.". (Kugelschreiber). (Glücksburg 8.VIII.1955).
Aus einem Ostsee-Urlaub an den ihm befreundeten Walter Lennig in Berlin. "... es ist ganz nett hier. Wetter teils, teils. Meine Tochter war mit ihrem Wagen hier u. hat uns rumgefahren.- Wir hoffen, Sie sind fruchtbar u. arbeitsam ...". - Die Bildseite der Karte zeigt ein Foto des Kurhotels in Glücksburg.

Lot 2607, Auction  128, Benn, Gottfried, Brief an Walter Lennig. 1956

Benn, Gottfried
Brief an Walter Lennig. 1956
Los 2607

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Benn, Gottfried (1886-1956). Eigh. Brief m. U. "Benn". 1 S. Mit eigh. Umschlag. Gr. 8vo. (Berlin-Schöneberg) 13.II.1956.
An Walter Lennig. "... 'Stück' ist der Weinbrand, den wir hier immer trinken, er ist ganz angenehm. Die Zigaretten zum Bierchen u. Verdauen. Und beides zusammen von meiner Frau u. mir als herzlichen Glückwunsch zum Wiegenfest! Auf baldiges Wiedersehen! ...".

Lot 2608, Auction  128, Benn, Gottfried, Ansichts-Postkarte aus Schlangenbad an Walter Lennig. 1956

Benn, Gottfried
Ansichts-Postkarte aus Schlangenbad an Walter Lennig. 1956
Los 2608

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Benn, Gottfried (1886-1956). Eigh. Ansichts-Postkarte m. U. "Ihr Benn". (Kugelschreiber). (Schlangenbad) 20.VI.1956.
Von seinem letzten Kur-Aufenthalt an Walter Lennig in Berlin, den er bittet, eine Frau anzurufen, "die sich immer so nett interessiert. Sagen Sie ihr bitte, daß ich nicht schreiben kann u. erzählen Sie ihr das Malheur. In einer Woche ca. sind wir wieder in der Bozenerstr., völlig ungeheilt ...". - Benn verstarb knapp drei Wochen später. Die Handschrift und der bei der Unterschrift teilweise versagende Kugelschreiber lassen die schwere Erkrankung des Dichters ahnen. - Dabei: Derselbe. Diktierter (oder abschriftlich hergestellter) handschriftlicher Brief. 1 S. (Bleistift). Gr. 8vo. (Schlangenbad 13.VI.1956. - An denselben, eine Woche vor der obigen Postkarte verfasst. "Staatl. Kurhotel (sehr teuer!). ... Die Sache hier verlief leider ganz anders, als ich hoffte. Als ich halbtot vor Schmerzen hier ankam, warf ich mich aufs Bett, bat einen Badearzt zu mir, ein sehr netter, sympathischer Mann, der sah meine Dokumente aus Berlin an, hörte meine Geschichte u. sagte: 'Lieber Freund, Sie sind hier fehl am Platz, Sie sind 4 Wochen zu früh gekommen, völlig ausgeschlossen, bei einem so akuten schweren Anfall von Rheuma u. Neuritis u. so hoher Blutsenkung irgendeine balneologische Maßnahme zu ergreifen, würde die Sache nur verschlimmern. Sie bleiben fest im Bett liegen u. bekommen jeden Tag eine Spritze Irgapyrin von mir.' So geschah es. Habe jetzt 7 Spritzen ohne eine leiseste Besserung, die Schmerzen sind enorm. Esse im Bett, da ich mich im Restaurant garnicht setzen kann, war noch keinen Schritt aus dem Bett. Dazu das Wetter: Regen, Nebel, Kälte. Eine ganz desolate Lage ... Dies ist das erste Wort, das ich schreibe ... Bewachen Sie Dramburg! Selige Erinnerung an Dramburg! Ihr Benn". - Dramburg war das Schöneberger Lokal, in dem Benn und Lennig regelmäßig beim Bier zusammensaßen. - Bewegende Eindrücke aus den letzten Wochen im Leben des Dichters.

Lot 2609, Auction  128, Benn, Gottfried, Von Benn signierte Porträt-Zeichnung. 1950 + Beilagen

Benn, Gottfried
Von Benn signierte Porträt-Zeichnung. 1950 + Beilagen
Los 2609

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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Benn, Gottfried (1886-1956). Eigh. Signatur "Gottfried Benn" und Datum (Kugelschreiber) unter einer Original-Bleistiftzeichnung mit Benns Porträt von Rita Zeltner. 29,5 x 21 cm. (Berlin) 21.III.1950.
Von der Pressezeichnerin Rita Zeltner (Monogramm "RZ") gut getroffenes Porträt des Dichters, von diesem signiert "Gottfried Benn. 21.III.1950". Der Kopf im Profil ist hier nach links gerichtet, während Benn auf dem an demselben Tag gefertigten Porträt, das wir in unserer 125. Auktion versteigerten, nach rechts blickt. - Geringfügig geknittert. - Dabei: Stephan Benn, der jüngere Bruder des Dichters (1889-1974). Typoskript m. U. "St. Benn". 21/2 S. auf 3 Bl. Gr. 4to. Mit Umschlag. O. O. (wohl 1962). - "Anmerkungen". Eine an Walter Lennig verschickte Liste mit einer Reihe detaillierter Fakten-Korrekturen und -Ergänzungen zu Lennigs Monographie "Gottfried Benn in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten", die 1962 in der Reihe der Rowohlt-Monographien erschien. Interessante biographische Ergänzungen zu Gottfried Benns Werdegang.

Lot 2610, Auction  128, Böll, Heinrich, Brief in die DDR wegen Honorarforderungen. 1961

Böll, Heinrich
Brief in die DDR wegen Honorarforderungen. 1961
Los 2610

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Böll, Heinrich, Schriftsteller, Nobelpreisträger (1917-1985). Brief m. U. "Heinrich Böll". 1 S. Mit gedrucktem Briefkopf. Gr. 8vo. Köln-Müngersdorf 27.II.1961.
An einen Literatur-Agenten in der DDR, wegen Honorar-Forderungen für Böll-Nachdrucke und gesendete Texte. „... Bitte machen Sie doch auch noch ausfindig, wo meine Erzählung ‚Hauptstädtisches Journal’ abgedruckt wurde (übrigens ohne meine Einwilligung, was in diesem Fall besonders wenig erfreulich war). Das gesamte Honorar hätte ich gerne am 10. März hauptpostlagernd Leipzig zu meiner Verfügung. Vielleicht können Sie auch ausfindig machen, ob bei[m] Deutschlandsender noch Honorare für mich stehen ...“.

Lot 2611, Auction  128, Broch, Hermann, Typoskript mit eigenhändigen Korrekturen. 1945

Broch, Hermann
Typoskript mit eigenhändigen Korrekturen. 1945
Los 2611

Schätzung
600€ (US$ 690)

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"ein Einfrager"
Broch, Hermann, österr. Schriftsteller, emigrierte 1938 in die USA (1886-1951). Typoskript mit eigh. Korrekturen im Text. 71/2 S. und 8 Bl. Gr. 4to. O. O. (1945).
Typoskript seiner Rede zum 60. Geburtstag des Schriftstellers Berthold Viertel. "Verehrte Anwesende, nun, da er - nicht ganz freiwilllig und nicht übermässig gerne - sechzig Jahre alt wird, ist es durchaus vorstellbar, dass Berthold Viertel, dieser unentwegte Selbstprüfer, sich jenes Gedichtes erinnerte, das er vor geraumer Zeit geschrieben und 'Einsagen' genannt hatte [hier folgt Viertels dreistrophiges Gedicht] ... Und so ist es sicherlich nicht unangebracht, dass ein Altersgenosse, der überdies, wenn auch erst in vorgerückten Jahren zum Klassengenossen des Schülers Viertel geworden ist, sich der Flüsterpflicht des Einsagens unterziehe: Viertel Berthold, ein Lebenlang bist Du ein Einfrager gewesen, und das ist mehr als ein Einsager. Die Fragen, die Du an die Welt zu richten hattest, hast Du ihr zugeflüstert, und siehe, es waren ihre eigensten, wichtigsten Fragen ... Denn Dichtung, oder richtiger Kunst überhaupt ist gleich der Wissenschaft ein unaufhörliches 'warum'; die eine wie die andere dient der Erkenntnis, und wo die Fragekette abreisst, da wird die Wissenschaft zur blossen Praxis, die Kunst aber zur Unkunst ...". Im weiteren Text wird noch ein anderes Gedicht Viertels, "Pax vobiscum", zitiert. - Mit einer Reihe von Einschüben und Verbesserungen von Brochs Hand, mit Tinte ausgeführt. - Linker Rand etwas beschnitten, vereinzelt kleine Randeinrisse und Fleckchen, am Oberrand kleine Heftklammer-Spuren und auf Bl. 1 eine Überschrift von fremder Hand.

Lot 2612, Auction  128, Deutsche Schriftsteller, 13 Autographen. 1881-1986

Deutsche Schriftsteller
13 Autographen. 1881-1986
Los 2612

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Deutsche Schriftsteller. 13 Autographen. 1881-1986.
Hand- und maschinenschriftliche Briefe und Karten sowie ein Gedicht-Typoskript mit Widmung. Vorhanden: Stefan Andres (masch. Brief an den Greifenverlag, 1946), Manfred Hausmann (eigh. Brief an die Kultur-Redaktion der "Neuen Zeit" in Ostberlin, 1956), Hanns Johst (masch. Brief als Staatstheater-Dramaturg an Hans Knudsen, lehnt ein von Knudsen empfohlenes Schauspiel von Max René Hesse ab, 1933), Friedrich Luft (3 masch. Briefe an die Schauspielerin Ilse Trautschold, 1976-1981; dabei ein unvollständiges Typoskript mit ihrer interessanten Bühnenlaufbahn, 1981), Anton von Perfall (eigh. Brief 1881), Max Ring (eigh. Gedicht an Friedrich Spielhagen zu dessen 70. Geburtstag, 1899), Reinhold Schneider (1 Briefkarte, 2 Postkarten und 1 masch. Zyklus von 10 Sonetten, mit eigh. Widmung, 1937), Erwin Strittmacher (handschr. Glückwünsche zum Jahreswechsel 1986/87 an den DDR-Minister Dr. Joachim Hoffmann).

Lot 2613, Auction  128, Dingelstedt, Franz von, 8 Briefe an die Verleger Gebr. Paetel. 1877-1880

Dingelstedt, Franz von
8 Briefe an die Verleger Gebr. Paetel. 1877-1880
Los 2613

Schätzung
800€ (US$ 920)

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Dingelstedt, Franz von, Schriftsteller, Dramaturg, anfangs dem Jungen Deutschland nahestehend, später hochrangiger Leiter der Hoftheater in München, Weimar und Wien (1814-1881). Sammlung von 8 eigh. Briefen m. U. "Frhr. v. Dingelstedt", "F v Dingelstedt" oder "F D". Zus. 23 S., davon 1 Brief mit Blindstempel "k. k. Hoftheater Direction", 4 Briefe mit gekröntem Monogramm "F D" und 1 Brief mit Trauerrand. Gr. 8vo und gr. 4to. Wien 1877-1880.
An die Verleger Gebr. Paetel; ausführlich über Auswahl, Zusammenstellung und Druck seiner lyrischen, epischen und dramatischen Werke sowie die Ausstattung der Bände seiner in 12 Bänden 1877 erschienenen "Sämmtlichen Werke". Seine Kommentare zu den einzelnen Dichtungen und zu seinen wichtigen Shakespeare-und Faust-Bearbeitungen bieten wertvolles Material zur Beurteilung und Würdigung der Leistungen des vielseitigen und interessanten Protagonisten in der Literatur- und Theaterwelt aus rund vier Jahrzehnten. - 1 Brief mit Faltenrissen; sonst alles ordentlich erhalten.

Lot 2614, Auction  128, Fulda, Ludwig, Brief über Theaterzensur. 1927

Fulda, Ludwig
Brief über Theaterzensur. 1927
Los 2614

Schätzung
120€ (US$ 138)

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Über Theaterzensur
Fulda, Ludwig, vielseitiger Schriftsteller, erfolgreicher Dramatiker und ausgezeichneter Übersetzer, Vorsitzender des Senats der Sektion für Dichtkunst in der Preuß. Akademie der Künste, 1939 von den Nazis in den Selbstmord getrieben (1862-1939). Eigh. Brief m. U. "Ludwig Fulda". 1 S. Gr. 4to. Berlin-Dahlem 25.V.1927.
Als Mitglied des "Goethe-Bundes Berlin" an den Kunsthistoriker und Journalisten Dr. Ludwig Goldstein in Königsberg, den langjährigen Vorsitzenden des Bundes, der wohl gegen das Verbot eines Theaterstückes protestieren wollte. "... Eine Protestaktion in Form einer Versammlung ... könnte hier in Berlin jetzt am äußersten Ende der Saison auf keinen Widerhall mehr rechnen, um so weniger, als der Hauptgegenstand, das Jugendschutzgesetz, durch die leider erfolgte Annahme im Reichstag antiquiert worden ist. Zeitungskundgebungen aber - das hat sich auch in diesem Fall wieder gezeigt - sind so wirkungslos, daß sie, je öfter wiederholt, je sicherer dem Fluch der Lächerlichkeit anheimfallen. Hat doch selbst der Protest der literarischen Sektion der Akademie der Künste, also einer staatlich eingesetzten Instanz, weder beim Schmutz- und Schund- noch beim Jugendschutz-Gesetz auf den Reichstag den geringsten Eindruck gemacht! ...". - Links unten ein größerer Eck-Abschnitt.

Lot 2615, Auction  128, Goethe, Johann Wolfgang von, Brief an den Weimarer Stadtrat. 1782

Goethe, Johann Wolfgang von
Brief an den Weimarer Stadtrat. 1782
Los 2615

Schätzung
5.200€ (US$ 5,977)

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Goethe, Johann Wolfgang von, Dichter und Staatsmann (1749-1832). Brief m. U. "Goethe". 1 S. Doppelblatt mit Adresse und papiergedecktem Siegel. Folio. Weimar 4.VI.1782.
Als Vorsitzender der "Fürstlich Sächsischen Kriegs-Commission" an den Weimarer Stadtrat, wegen eines preußischen Deserteurs, der in seine Heimatstadt Weimar zurückgekehrt war. "Da der von hier bürtige aus Königl. Preuß. Kriegs-Diensten desertirte, Johann Adam Höhne, vor Fürstl. Kriegs-Commission hieselbst sich gebührend sistiret, um Ueberlaßung seines Vermögens geziemend gebeten und dabey versichert hat, daß er sich in hiesigen fürstlichen Landen niederlaßen und als ein treuer Unterthan hinkünftig beweisen wolle: So ist von Seiten Fürstl. Kriegs-Commission, an sein Vermögen keinen Anspruch zu machen, resolviret worden und bleibet solches dem Stadt-Rathe, allhier ... zu weiterer Besorgung, andurch ohnverhalten ...". - Mit Präsentationsvermerk vom 5. Juni 1782. - Stärker gebräunt und mit kleinen Schäden am linken Rand, außerhalb der Schrift. - Im Januar 1779 hatte Goethe u. a. die Leitung der Kriegs-Kommission übernommen. Am Vortag des vorliegenden Briefes hatte Goethe das ihm von Kaiser Joseph II. ausgestellte Adelsdiplom erhalten. - So früh sehr selten.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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