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Lot 1268, Auction  128, Salver, Johann Octavian, Proben des hohen Teutschen Reichs Adels

Salver, Johann Octavian
Proben des hohen Teutschen Reichs Adels
Los 1268

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Salver, Johann Octavian. Proben des hohen Teutschen Reichs Adels oder Sammlungen alter Denkmäler, Grabsteinen, Wappen, Inn- und Urschriften. 12 Bl., 777 S. Mit gestochenem Frontispiz, Titel und Widmung, 29 Kupfertafeln und 1 Stammtafel sowie 240 gestochene Textkupfer und Vignetten. 34 x 20,5 cm. Leder d. Z. (beschabt und unteres Kapital mit kleinen Fehlstellen) mit golgeprägtem RSchild und RVerzierung. Würzburg, Selbstverlag, 1775.
Pfeiffer 51544. Lipperheide Rc 27. Graesse VI, 1, 252. Pfister 2026. VD18 14545624. – Erste Ausgabe. Sammlung aller Wappen, Inschriften und Grabmäler, die sich auf die Fürstbischöfe von Würzburg und die Mitglieder ihres Domkapitels beziehen. Seite 751 mit einem vorgedruckten "Gezeugniß" mit papiergedecktem Siegel und Manu propria des kaiserlich-würzburgischen Notars Johann Philipp VIll. – Innenspiegel und Vorsatz mit Exlibris und Besitzvermerken, Frontispiz gestempelt. Teils leicht gebräunt, sonst wohlerhaltenes Exemplar.

Lot 1269, Auction  128, Schenk, Peter, Chineese en Vremden Nasie

Schenk, Peter
Chineese en Vremden Nasie
Los 1269

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Schenk, Peter. Chineese en Vremden Nasie. Mit gestochenem Titel und 16 (von 19) Radierungen auf Papier montiert. 19,5 x 15 cm (Blatt). Amsterdam um 1760.
Sehr seltenes Heft mit Darstellungen verschiedener chinesischer Berufe und Stände von Peter Schenck der Jüngere (1693-1775). – Ohne Einband und es fehlen die Tafeln 18-20. Etwas gewellt und mit Randläsuren, Radierungen knapp beschnitten.

Lot 1270, Auction  128, Severin, Carl Theodor und Nipperdey, Carl Georg, Gothische Rosetten altdeutscher Baukunst

Severin, Carl Theodor und Nipperdey, Carl Georg
Gothische Rosetten altdeutscher Baukunst
Los 1270

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Severin, Carl Theodor. - Nipperdey, Carl Georg. Gothische Rosetten altdeutscher Baukunst aus der Kirche zu Doberan nebst deren Ansicht und geschichtlicher Beschreibung. Auf Veranlassung des Herrn Oberlandbaumeister Severin zu Doberan gezeichnet vom Maler Nipperdey zu Potsdam. 32 lithographische Tafeln inkl. Ansicht und 1 Textblatt. 26 x 20 cm. Blauer lithographierter OUmschlag (fleckig, berieben, knickspurig und eine Ecke fehlt). Rostock, J. G. Tiedemann, (1839).
Ornamentenstichkatalog 2033. Malberg S. 60. Heeß 9675. – Zweite Auflage. Die erste Ausgabe war zwischen 1833 u. 1836 in 8 Lieferungen erschienen. - Carl Georg Nipperdey (gest. 1848) ist als Maler u. Lithograph in Potsdam tätig gewesen. Er "bezieht seine Bildbeispiele... von den reich geschnitzten Chor- und Laienstühlen sowie vom Hochaltar des Sakralbaus. Ohne Rücksicht auf ihren realen Zusammenhang werden allein die hoch- und spätgotischen 'Rosetten', also (Blend-)Maßwerkrosen, Drei- und Vierpässe einzeln oder zu mehreren auf jeweils einer Tafel als vielfältiges Formenkompendium präsentiert. Nipperdey bemüht sich dabei zwar um plastische Wirkung seiner relativ schematisch wiedergegebenen Vorbilder, der Materialcharakter und die Größenverhältnisse der Originale sind jedoch gänzlich vernachlässigt." (Grund: Vorlagenwerke 23). Insofern kann das Werk als Vorlagenwerk in reinster Form betrachtet werden. Der Anreger des Bandes, der Schweriner Landbaumeister Severin (1763-1836), ist vor allem durch seine Bauten in Bad Doberan und Heiligendamm bekannt geworden. "Er gilt als bedeutendster Architekt des Klassizismus in Mecklenburg." (DBE 9, S. 416). – Umschlag etwas fleckig und mit Randbeschädigungen (1 Ecke unvollständig). Innen nur vereinzelt gering stockfleckig, letztes Blatt ebenfalls an einer Ecke unvollständig.

Lot 1271, Auction  128, Tappe, Wilhelm, Darstellung einer neuen äußerst wenig Holz erfordernden höchstfeuersicheren Bauart

Tappe, Wilhelm
Darstellung einer neuen äußerst wenig Holz erfordernden höchstfeuersicheren Bauart
Los 1271

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Tappe, Wilhelm. Darstellung einer neuen äußerst wenig Holz erfordernden höchstfeuersicheren Bauart. Hefte I-VIII (komplett). Mit 21 teils kolorierten lithographischen Tafeln. 20,5 x 17,5 cm. Marmorierter Halblederband d. Z. (etwas berieben, Ecken bestoßen) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem farbigem RSchild. Essen und Duisburg, G. D. Bädeker, 1818-1823.
Seltene einzige Ausgabe der bautechnischen Monographie über den sogenannten Ellipsenbogenstil, wie der aus Lüdenscheid stammende Architekturtheoretiker und Zeichenlehrer Wilhelm Tappe (1769-1823) den von ihm entwickelten halbkugelförmigen Bautypus in Lehmbauweise nannte und dem leider wenig Erfolg beschert war; ein im benachbarten Hiddesen errichteter Prototyp scheiterte und wurde abgebrochen. Tappe war zudem Verfasser einer der ersten deutschen Kunstgeschichten. Vollständiges Exemplar mit dem seltenen Schlussheft Nr. VIII. – Einige Tafeln papierbedingt etwas gebräunt. Schönes und wohlerhaltenes Exemplar.

Lot 1272, Auction  128, Taylor, Isaac, Gothische Verzierungen der schönen alten im funfzehnten (!) Jahrhundert erbauten Kirche zu Lavenham in Suffolk

Taylor, Isaac
Gothische Verzierungen der schönen alten im funfzehnten (!) Jahrhundert erbauten Kirche zu Lavenham in Suffolk
Los 1272

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Taylor, I(saac). Gothische Verzierungen der schönen alten im funfzehnten (!) Jahrhundert erbauten Kirche zu Lavenham in Suffolk, auf vierzig Blättern dargestellt. 2 Bl. Mit 40 gestochenen Tafeln (inkl. Titel mit Vignette). 25,5 x 22 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (Ecken und Kanten bestoßen, etwas beschabt). Leipzig, Baumgaertner, (1820).
Engelmann 374 und 412. Malberg 52. Vgl. RIBA 3251 und Weinreb cat. 14, 273 (engl. Ausgabe). Vgl. Grund F.2. Nicht im Ornamentstichkat. Berlin und im UCBA. – Nachdrucke (wohl etwas verkleinert) von "Specimens of Gothic ornaments: selected from the Parish Church of Lavenham in Suffolk on forty plates" (London 1796). Die gotische Kirche in Lavenham (zwischen Ipswich und Cambridge gelegen) gilt als eine der schönsten gotischen Kirchen in England. Die Illustrationen wurden in den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts von Isaac Taylor II. (1759-1829) aufgenommen und gestochen.Taylor ist seinerzeit als Stecher sehr bekannt gewesen, war aber eigentlich als Geistlicher tätig. Seit 1786 wohnte er in Lavenham. Die Tafeln zeigen Türen, Fenster und den Kirchturm sowie zahlreiche Details des Bauschmuckes und der Verzierungen. Auf kräftigem Vélin gedruckt. – Einige Blatt mit Feuchtigkeitsrand (nicht in die Darstellung reichend), teilweise etwas stockfleckig.

Lot 1273, Auction  128, Thomassin, Philippe, Virtutes et, vitia bis septem una cum praemiis et poenis

Thomassin, Philippe
Virtutes et, vitia bis septem una cum praemiis et poenis
Los 1273

Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)

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Thomassin, Philippe. Virtutes et, vitia bis septem una cum praemiis et poenis ... Mit gestochenem Titel und 14 Kupfertafeln. 29,5 x 19,5 cm. Spätere blaue Broschur (leicht fleckig, bestoßen und knickspurig). Rom, Ferranti Callisto, 1631.
Dargestellt sind die sieben Tugenden und sieben Sünden des christlichen Glaubens (Sancta Fides, Solamen Spes, Agape, Iusto, Prudentia, Fortis, Temperies, Superbia, Gula, Libido, etc.). Der aus Troyes stammende, in jungen Jahren nach Rom gezogene und dort tätige, äußerst produktive Kupferstecher und Graphiker Philippe Thomassin (1562-1622) war der erste Lehrmeister von Jacques Callot. – Etwas stock- und braunfleckig, teils mit Einrissen sowie knickspurig. Sehr selten.

Lot 1274, Auction  128, Thurneysen, Johann Jakob, Description de L'Horloge que Messieurs les Comtes de Lyon ont fait faire dans l'Église S. Jean

Thurneysen, Johann Jakob
Description de L'Horloge que Messieurs les Comtes de Lyon ont fait faire dans l'Église S. Jean
Los 1274

Schätzung
120€ (US$ 138)

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Thurneysen, Johann Jakob. Description de L'Horloge que Messieurs les Comtes de Lyon ont fait faire dans l'Église S. Jean. (Astronomische Uhr in der Kathedrale Saint-Jean, Lyon). Kupferstich. 57 x 40 cm (Plattenrand). Unter Glas in silberlackierter Holzleiste. 75 x 56 cm. Ca. 1677.
Dekorative, großformatige Darstellung der astronomischen Uhr in der Kathedrale Saint-Jean in Lyon mit begleitenden, ausführlichen Erläuterungen in französischer Sprache. – Papierbedingt etwas gebräunt. Leichte Knickspuren im Rand. nicht ausgerahmt; Versand ohne Rahmen.

Lot 1275, Auction  128, Vignola, Giacomo Barozzi da, Bürgerliche Baukunst nach den Grundregeln der fünf Säulenordnung

Vignola, Giacomo Barozzi da
Bürgerliche Baukunst nach den Grundregeln der fünf Säulenordnung
Los 1275

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Vignola, Giacomo Barozzi da. Bürgerliche Baukunst nach den Grundregeln der fünf Säulenordnung, mit nöthigen Anmerkungen vermehrt von Johann Rudolph Fäsch. 2 Bl., 28 S. Mit 51 teils gefalteten Kupfertafeln (numeriert 1-50 und 6b). 18 x 14,5 cm. Leder d. Zeit mit eingelegtem Deckeldekor und handschriftlichem RSchild (gering berieben, Ecken bestoßen). Nürnberg, Weigel und Schneider, 1782.
Vgl. Fowler 374 und Ornamentstichkat. Berlin 2589. – Vignola (1507-73) war ausgebildeter Maler, der erst über das Studium der Antike zur Architektur kam. Er war Mitglied der 1542 ins Leben gerufenen "Vitruvianischen Akademie", die sich intensiv mit theoretischen Problemen der Architektur beschäftigte. In der Tradition Vitruvs fordert er eine klare Regelbildung als Grundlage jeder Bautätigkeit. Sein "Traktat" über die fünf Säulenordnungen (1563: "Regola delli cinque ordini d'architettura"), wurde, weil er außer einer knappen Einleitung ausschließlich für sich selbst sprechenden Kupfertafeln enthielt, "bis ins 19., zum Teil ins 20. Jahrhundert das meistgebrauchte architektonische Lehrbuch überhaupt und bildete eine Grundlage für den Unterricht an den Architekturschulen" (Kruft). Hier eine von mehreren Ausgaben der deutschen Bearbeitung durch den Obristen J. R. Fäsch, die um 1720 erstmals erschienen ist. Fäsch war Architekt, Architekturtheoretiker und Sachverständiger für das Ingenieurwesen am sächsischen Hof, er lehrte an der Militärakademie in Dresden und verfasste einige grundlegende Werke zum Wasser- und Festungsbau, zur "Architectura civilis" etc. – Etwas gebräunt und gebrauchsbedingt finger- oder braunfleckig. Modernes Exlibris.

Lot 1276, Auction  128, Vitruvius Pollio, Marcus, Baukunst

Vitruvius Pollio, Marcus
Baukunst
Los 1276

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Vitruvius Pollio, Marcus. Baukunst. Aus der römischen Urschrift übersetzt, (mit einem Vitruvischen Wörterbuch und einem Register versehen), von August Rode 2 in 1 Band. XXIV, 284 S.; VIII, 307, 47 S. "Vitruvisches Wörterbuch", 9 Bl. Register und Errata. Mit wiederholter gestochener Titelvignette und einigen Textholzschnitten. 24,5 x 20 cm. Halbleder des 19. Jahrhunderts mit schlichter Blind- und Goldprägung auf dem Rücken (etwas berieben, Ecken und Kanten bestoßen und nachgefärbt). Leipzig, Göschen, 1796.
Ebhardt 80; Schweiger II, 1262; Ebert 23843; Cicognara 738; Books on Art II, 2080 – Erste Ausgabe der Übersetzung von Vitruvs "Zehn Büchern von der Baukunst" durch August Rode. Diese Übersetzung ist nach dem "Vitruvius Teutsch" des Walter Hermann Rivius (Ryff) von 1548 erst die zweite deutsche Übertragung dieses bedeutenden Werkes. Als "Beylage" hat Rode seiner Ausgabe die das Theater betreffenden Kapitel aus Julius Pollux' Onomasticon (mit den Anmerkungen Carl August Böttigers) beigegeben. Dass Rodes Vitruvausgabe im Umkreis des Fürsten Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau und seines Architekten Fr. W. v. Erdmannsdorff (dem Rode die Ausgabe gewidmet hat ) und damit annähernd gleichzeitig mit den klassizistischen Schöpfungen in Dessau und Wörlitz entstand, ist sicher kein Zufall. – Stark gebräunt und stockfleckig. Ohne den erst nachträglich erschienenen Atlas (Berlin, Mylius, 1801).

Lot 1277, Auction  128, Vitruvius Pollio, Marcus, De Architectura libri decem. Cum notis, castigationibus et observationibus Guilielmi Philandri integris

Vitruvius Pollio, Marcus
De Architectura libri decem. Cum notis, castigationibus et observationibus Guilielmi Philandri integris
Los 1277

Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)

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Vitruvius Pollio, Marcus. De Architectura libri decem. Cum notis, castigationibus et observationibus Guilielmi Philandri integris. 3 Bl., 30 S., 1 Bl., 252 S., 1 Bl., S. 253-272, 14 Bl., 164 S., 69 S., 1 Bl. Mit gestochenem Titel und ca. 45 Textholzschnitten. 31 x 20 cm. Leder d. Zeit (etwas berieben, Gelenke sauber mit Leder unterlegt). Amsterdam, L. Elzevier, 1649.     
Ebhardt 50. Willems 1097. Berghman 316. Fowler 417. Millard III,134. Cicognara 726 Ornamentstichkat. Berlin 1817. – Einzige Elzevier-Ausgabe des klassischen Grundwerks der europäischen Architekturtheorie. Die Folio-Ausgabe des Johann van Laet "ist als Buch völlig barock, eine von den bisher erwähnten ganz abweichende Erscheinung vollendeter Buchkunst, die ... Zeichnungen sind streng nach verschiedenen älteren Ausgaben geschnitten. Der Druck ist wunderschön ausgeführt" (Ebhardt) von Fr. Hackius in Leiden. J. van Laet trug auch die angebundenen Schriften bedeutender Vitruv-Forscher wie Leon Battista Alberti, Bernardus Baldus, Guillaume Philander und Henry Wotton zusammen. "Magnifique édition ... On ne la recherche plus guère aujourd'hui, quoique les exemplaires en soient assez rares" (A. Willems, Les Elzevier). – Etwas gebräunt und braunfleckig, im oberen Rand fast durchgehend leicht wasserrandig, einige Lagen stärker. Titel mit altem Schulstempel. Vorsatz mit Exlibris H. H. v. Schwerin mit bibliographischen Angaben von dessen Hand und kurzem Kugelschreibereintrag.

Lot 1278, Auction  128, Vorschlag zu einer neuen Lehrart, in der Freyenhandzeichenkunst von einem Liebhaber der schönen Künste

Vorschlag zu einer neuen Lehrart
in der Freyenhandzeichenkunst von einem Liebhaber der schönen Künste
Los 1278

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Vorschlag zu einer neuen Lehrart in der Freyenhandzeichenkunst von einem Liebhaber der schönen Künste. 12 Bl., 70 S. 1 weißes Bl. 19 x 11 cm. Schlichter Pappband d. Zt. (etwas, vor allem an den Kanten beschabt, oberes Kapital leicht beschädigt). Breslau, bey Johann Friedrich Korn, dem älteren, 1774.
Die gedruckte Widmung (Bl. 2-6) gilt dem bedeutenden, zuerst im preussischen Schlesien, später in Österreich tätigen Pädagogen Johann Ignatz von Felbiger (1724-1788), mit dem der Verfasser in engerem Kontakt gestanden haben muss: "da ich diese eigenen Gedanken bloß zur Beantwortung Ew. Hochwürden am mich gethaner Frage zu Papier gebracht habe: Ob man denn mit den Theilen des menschlichen Körpers schlechterdings den Anfang in der Zeichenkunst machen müsse?" In der eigentlichen Vorrede schlägt er u.a. vor: "Wäre es daher nicht gut, wenn ein Fürst eine Kunstschule in einer lustig gelegenen Landstadt stiften wollte?". - VD18 1113531X. – Vorblatt mit Stempeln: "Joseph Karl Ehrmann v: F(alkenau)" u. "Franz Ehrmann" (dto. auf Titel); Blatt 8 mit Stempel "Franz Ig: Ehrmann v: Fal(kenau)"; die von Falkenaus sind ein altes österreichisches Adelsgeschlecht. Vordergelenk innen mit Wurmfraß. Vorsatz mit kleinem Einriss. Etwas stockfleckig.

Lot 1279, Auction  128, Wagner, Johann Johann, Studien und Ideen für Landschaftszeichner

Wagner, Johann Johann
Studien und Ideen für Landschaftszeichner
Los 1279

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Wagner, Johann Jacob. Studien und Ideen für Landschaftszeichner oder theoretisch-practisches Lehrbuch über alle Theile der Landschaftszeichnung für Freundinnen und Freunde der Kunst nebst einer fasslichen Anweisung zur Perspective. 2 Bl., 27 (recte 23) S., 1 w. Bl. Mit radiertem Titel und 25 nummerierten radierten Tafeln meist mit mehreren Darstellungen. Ca. 41 x 30 cm. Text und Tafeln lose in OPapp-Portfolio mit montiertem Titelschild, Einschlaglaschen und Bindebändern (an den Rändern gebräunt, fleckig und etwas bestoßen, eine Einschlaglasche fehlt). Leipzig, Carl Cnobloch, 1827.
Vgl. Nagler XXI, 63f. und Thieme-Becker XXXV, 39. – Johann Jacob Wagner (1766-1834) war Schüler von Oeser und Bause in Leipzig und später vor allem als Stecher nach fremden Vorlagen tätig. Nach eigenen Vorzeichnungen fertigte er "Siegesplätze der Völkerschlacht" (2 Hefte; 1814 und 1815) sowie "Leipzig und seine Umgebung" (4 Hefte 1823ff). Wagner widmet einen großen Teil der Tafeln (Nr. 1-16) Pflanzenstudien darunter vor allem den Bäumen (Nr. 1-11). "Durch angeschlossene botanische Bemerkungen, in so weit sie mir als artistisches Criterium nützlich schienen, wie durch treue Naturstudien der Blätter, Aeste und Stämme, habe ich mich bemüht, das Characteristische der Baumgeschlechter schärfer, als bisher geschah, zu bezeichnen, um den angehenden Künstler empfänglicher für das Vorbild aller Kunst - für die Natur selbst zu machen" (Vorbericht). Die weiteren Tafeln mit Felsen, ländlichen Partien und Ruinen u.a. nach Molitor und Weirotter. Tafel 24 und 25 zur Perspektive. Die gratigen Abdrucke auf kräftigem Vélin mit Wasserzeichen "Thurneisen". – Teils etwas stockfleckig und an den Rändern angestaubt. – Beilegt: 1 Blatt mit Bleistiftzeichnungen nach Baumstudien auf Tafel 12.

Lot 1280, Auction  128, Weck, Anton, Der Chur-Fürstlichen Sächsischen weitberuffenen Residentz- und Haupt-Vestung Dresden

Weck, Anton
Der Chur-Fürstlichen Sächsischen weitberuffenen Residentz- und Haupt-Vestung Dresden
Los 1280

Schätzung
650€ (US$ 747)

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Weck, Anton. Der Chur-Fürstlichen Sächsischen weitberuffenen Residentz- und Haupt-Vestung Dresden Beschreib: und Vorstellung, Auf der Churfürstlichen Herrschaft ... Belieben in Vier Abtheilungen verfaßet, mit Grund: und anderen Abrißen ... erläutert. 10 Bl., 172, 14 S., S. 173-551, 15 Bl. Mit Kupfertitel, 22 Textkupfer, 23 (17 teils mehrfach gefaltete) Kupfertafeln und 2 typographischen Tabellen. 32,2 x 21,5 cm. Kalbsleder d. Z. (etwas lädiert, beschabt, bestoßen, Kapitale mit Fehlstellen) mit RTitel. Nürnberg, Johann Hoffmann, gedruckt bei Christian Sigismund Froberger, 1680.
VD17 23:231921V. Ornamentstichkatalog 2079. Grasse VI/2, 427. ADB XLI, 371. – Zweiter Druck dieser prachtvollen barocken Stadtbeschreibung mit schönen Ansichten, darunter auch zwei von je drei Platten gedruckten Gesamtansichten. Die erste Ausgabe war ein Jahr zuvor ebenda erschienen. "Der stattliche Band enthält wesentlich mehr als der Titel verheißt. Neben eingehenden topographischen Angaben finden sich werthvolle Mittheilungen aus der Geschichte des sächsischen Fürsten mit besonderer Hervorhebung der Familienfestlichkeiten; auch die Culturgeschichte ist reichlich vertreten" (ADB). Die Kupfer zeigen u. a. mehrere prachtvolle Gesamtansichten, Gebäude, Pläne, und Siegel. Der Kupfertitel stammt von Johann Alexander Boener (1647-1720). Sechs der letzten Blätter enthalten monatsweise tabellarisch angeordnet "Dresdnischer Geschicht-Calender". Die Paginierung springt von S. 242 auf S. 245 und von S. 248 zurück auf S. 247. – Ohne das fast immer fehlende Blatt "Verzeichnis aller derjenigen Kupfer" und das Portrait von Johann Georg II., Herzog zu Sachsen. Gestochener Titel knapp beschnitten und auf Papier montiert. Innengelenk am Titel offen, insgesamt etwas braun- und fingerfleckig, mit zahlreichen hs. Notizen im Text und wenigen Wurmlöchern und winzigen Randläsuren.

Lot 1281, Auction  128, Weinbrenner, Friedrich, Vorschlag zu einem Sieges-Denkmal für das Schlachtfeld bei Belle-Alliance

Weinbrenner, Friedrich
Vorschlag zu einem Sieges-Denkmal für das Schlachtfeld bei Belle-Alliance
Los 1281

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Weinbrenner, Friedrich. Vorschlag zu einem Sieges-Denkmal für das Schlachtfeld bei Belle-Alliance. Mit fünf Zeichnungen in Steindruck. 8 S. Mit 5 lithogr. Tafeln. 24 x 30,5 cm. OUmschlag mit Deckeltitel umgeben von ornamentaler Bordüre (leicht gebräunt, Randläsuren, gering stockfleckig u. mit kleinen (1 größerer) Einrissen). Frankfurt, Leipzig u. Karlsruhe, Chr. Fr. Müller, 1817.
Kat. Weinbrenner 10.7-10.11. Winkler, Lithographie 912, 3. Engelmann 425 (nennt Voss als Verlag). – Die wohl seltenste Publikation des bedeutenden badischen Architekten des Klassizismus Friedrich Weinbrenner (1766-1826). Ein gutes Exemplar mit interessanter Provenienz. Weinbrenner hat sich wiederholt mit der Gestaltung von Denkmälern befasst und je eines für Chr. M. Wieland sowie J. W. von Goethe entworfen (beide nachweisbar als Lithographien; vgl. Kat. F. Weinbrenner, 2015, S. 402ff.). Ein Denkmal für Friedrich II. liegt als Zeichnung vor (Kat. Revolutionsarchitektur Nr. 33). "Der Sieg über die französischen Kriegsheere, in der Völkerschlacht bei Leipzig am 16. und 18. Oktober 1813, war auch für mich, als Künstler, eine Aufforderung zu Entwerfung eines plastischen Denkmals." (S. 3), das jedoch nicht gebaut worden ist. Und da dieser Sieg erst durch die Schlacht bei Belle-Alliance, in Deutschland besser als Waterloo bekannt, endgültig geworden war, entwarf Weinbrenner auch hierfür ein Denkmal. Es sollte bei Waterloo aufgestellt werden und zeigt Europa auf dem Stier begleitet von einer Siegesgöttin, flankiert von Reiterstatuen von Blücher und Wellington. Nicht die Sieger auf dem Schlachtfeld sondern Europa als Ganzes hat den Sieg errungen, ein seinerzeit sicherlich fortschrittlicher Gedanke. Die Tafeln zeigen zwei Grundrisse, Ansichten von vorne und einer Seite, einen Längsschnitt sowie eine perspektivische Gesamtdarstellung. – Titel mit feinem Bleistift-Eintrag "Oberbaurat Weinbrenner", d.i. Adolf Weinbrenner (1836-1921), ebenfalls Architekt in Baden und Großneffe von Friedrich Weinbrenner. Umschlag innen mit Stempel "Rose Valdenaire", d.i. die Tochter des badischen Architekturhistorikers Arthur Valdenaire (1883-1946), eines Schülers von A. Weinbrenner und Autor der maßgeblichen Biographie F. Weinbrenners. Mit Randläsuren, leicht feuchtrandig und knickspurig.

Lot 1282, Auction  128, Wilde, Jacob de, Gemmae selectae antiquae e museo.

Wilde, Jacob de
Gemmae selectae antiquae e museo.
Los 1282

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Wilde, Jacob de. Gemmae selectae antiquae e museo. 7 Bl., 177 S., 3 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, gestochener Titelvignette, gestochenem Portrait und 50 Kupfertafeln. 22 x 18 cm. Halbleder d. Z. (stärker berieben, unteres Kapital defekt). Amsterdam, Selbstverlag, 1703.
Brunet V, 29599. – Einzige Ausgabe des Katalogs antiker Gemmen aus der berühmten Sammlung. Jacob de Wilde (1645-1721), ein niederländischer Historiker, Numismatiker und Archäologe, ist vor allem als Sammler von Münzen, Medaillen, antiken Statuen und wissenschaftlichen Instrumenten bekannt geworden. Seine umfangreiche Kollektion wurde in einem hinter seinem Wohnhaus in der Amsterdam Keizersgracht eigens gebautem Museum, dem Museum Wildeanum, untergebracht. Die Tafeln zeigen Objekte und Plastiken aus der Sammlung. – Vereinzelt leicht fleckig, Block mehrfach angeplatzt, mehrere Lagen dadurch etwas gelockert oder ausgebunden.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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