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Lot 1223, Auction  128, Guckkastenblätter, 4 Ansichten verschiedener Städte

Guckkastenblätter
4 Ansichten verschiedener Städte
Los 1223

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Guckkastenblätter. 4 Ansichten verschiedener Städte aus "Collection des Prospects". Kolorierte Kupferstiche. 29 x 40,5 cm. Augsburg 1780.
Vorhanden sind: I. Jean Hauer. Vue de la place St. Marc à Venise vers l'horloge. - II. F. Riedel. Vue vers Lentree de la ville de la Haye. - III. Vue de la ville imperiale d'Augsbourg. - IV. Jean Benoit Winckler. Deux facades du chateau de S.A.R. le prince Henry de Prusse à Reinsberg. – Etwas knickspurig und braunfleckig, teils knapp beschnitten. Insgesamt gute Exemplare mit besonders kräftigem und hübschen Kolorit.

Lot 1224, Auction  128, Hampel, Carl, Gärtnerische Schmuckplätze in Städten

Hampel, Carl
Gärtnerische Schmuckplätze in Städten
Los 1224

Schätzung
120€ (US$ 138)

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Hampel, Carl. Gärtnerische Schmuckplätze in Städten, ihre Anlage, Bepflanzung und Pflege. Für Gärtner, Architekten und Stadtverwaltungen. 31 S. Mit 12 doppelseitig bedruckten lithographischen Tafeln. 38,5 x 29,5 cm. Illustrierter OHleinenband (etwas fleckig und berieben, mit teils deutlicheren Feuchtigkeitsrändern). Berlin, Paul Parey, 1897.
Erste Ausgabe. Der Gartenarchitekt Carl Hampel (1849-1930) war u. a. Gartenbaudirektor und Stadt-Obergärtner in Berlin-Treptow. Mit 91 Beispielen für Bepflanzungen in verschiedenen Umgebungen in Wort und aus der Vogelschau. – Fl. Vorsatz und letztes Textblatt gestempelt. Etwas finger- und braunfleckig, stellenweise mit schmalem Wasserrand. Innengelenke angeplatzt.

Lot 1225, Auction  128, Hollar, Wenzel, Effigies Alberte tuae Durere iuuente, sed non virtutum talis in orbe vige

Hollar, Wenzel
Effigies Alberte tuae Durere iuuente, sed non virtutum talis in orbe vige
Los 1225

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Hollar, Wenzel. Effigies Alberte tuae Durere iuuente, sed non virtutum talis in orbe viget. Radierung mit Passepartout von L. Lancelottus nach Albrecht Dürer. 22,5 x 16,5 cm (Plattenrand). Antwerpen, W. Hollar, 1645.
Radierung nach dem bekannten Selbstporträts Albrecht Dürers (1471-1528) als junger Mann mit dem Titel "Selbstporträt im Alter von 26 Jahren" aus der Offizin Wenzel Hollar (1607-1677). – Knapp beschnitten, papierbedingt gebräunt, etwas stockfleckig. Gratiger Druck. – Dabei: Derselbe. Landschaft im Flusstal. Radierung von C. Galle nach I. van Artois. 14,5 x 21 cm (Plattenrand). Antwerpen, W. Hollar, um 1645.

Lot 1226, Auction  128, Hope, Thomas, Household Furniture

Hope, Thomas
Household Furniture
Los 1226

Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)

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Hope, Thomas. Household Furniture and Interior Decoration, executed from Designs by Thomas Hope. Titel, 53 S. Mit gestochenem Titel und 60 gestochenen Tafeln. 57 x 34 cm. Halbleder d. Z. (berieben, bestoßen, VDeckel lose mit Fehlstellen, stärker lädiert) mit goldgeprägtem RSchild. London, Bensley für Longman, 1807.
Ornamentstichsammlung 1236. – Einzige Ausgabe des seltenen Werkes. Die Tafeln zeigen Ziervasen, Zimmereinrichtungen, Tische, Stühle, Schränke, Sessel, Sofas, Ofenschirme, Kamine, Gefäße, Sockel etc. "About the age of eighteen Thomas Hope started on a tour through various parts of Europe, Asia and Africa, where he interested himself especially in architecture and sculpture, making a large collection of the principal objects which attracted his attention. On his return to London about 1796 he purchased a house in Duchess Street, Cavendish Square, which he fitted up in a very elaborate style, from drawings made by himself. In 1807 he published sketches of his furniture, accompanied by letterpress, in a folio volume, entitled Household Furniture and Interior Decoration, which had considerable influence in effecting a change in the upholstery and interior decoration of houses, notwithstanding that Byron had referred scornfully to him as House-furnisher withal, one Thomas hight. Hopes furniture designs were in that pseudo-classical manner which is generally called English Empire. It was sometimes extravagant, and often heavy, but was much more restrained than the wilder and later flights of Sheraton in this style" (The 1911 edition Encyclopaedia). – Papierbedingt leicht gebräunt am oberen Rand. Stock- und fingerfleckig, Vorsatzblatt mit Einrissen.

Lot 1227, Auction  128, Hopper, Daniel,  Bildnis Martin Luthers

Hopper, Daniel
Bildnis Martin Luthers
Los 1227

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Hopper, Daniel. Bildnis Martin Luthers. Radierung mit Passepartout. 23 x 15,5 cm (Plattenrand). Späterer Druck aus dem 19. Jahrhundert.
Vgl. B. 86, Hollstein 96 II. – Späterer Druck des Luther Porträts von Daniel Hopper (1470-1536). – Etwas stockfleckig.

Lot 1228, Auction  128, Hüsgen, Heinrich Sebastian, Raisonnirendes Verzeichnis aller Kupfer- und Eisenstiche Albrecht Dürers

Hüsgen, Heinrich Sebastian
Raisonnirendes Verzeichnis aller Kupfer- und Eisenstiche Albrecht Dürers
Los 1228

Schätzung
300€ (US$ 345)

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(Hüsgen, Heinrich Sebastian). Raisonnirendes Verzeichnis aller Kupfer- und Eisenstiche, so durch die geschickte Hand Albrecht Dürers selbsten verfertigt worden. Ans Licht gestellt, und in eine systematische Ordnung gebracht. 14 Bl., 64 S. 17,5 x 10,5 cm. Flexibler Pappband d. Z. Frankfurt und Leipzig, Johann Georg Fleischer, 1778.
VD18 10223274. – Sehr seltene einzige Ausgabe eines der ersten systematischen Werkverzeichnisse der Dürer'schen Graphik. Der Frankfurter Kunstsammler und Pionier der Kunstgeschichte Heinrich Sebastian Hüsgen (1745-1807) war Autodidakt und trug eine der bedeutendsten Dürersammlungen seiner Zeit zusammen. Teile davon sowie seine berühmte, damals kultisch verehrte Haarlocke Dürers befinden sich heute im Besitz der Akademie der bildenden Künste Wien. – Etwas stockfleckig, Titel mit altem Namensstempel.

Lot 1229, Auction  128, Huth, Friedrich, Grundsätze der Gartenkunst

Huth, Friedrich
Grundsätze der Gartenkunst
Los 1229

Schätzung
120€ (US$ 138)

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Huth, Fr(iedrich). Grundsätze der Gartenkunst, welche sowohl bei Anlegung großer Parks, oder bei Landschafts- und Naturgärten von großer Ausdehnung, als auch bei Einrichtung und Anlage kleinerer Gärten befolgt werden müssen. Ein praktisches Handbuch für Gärtner und Besitzer von Grundstücken. VIII, 168 S. Mit 6 (statt 8) lithographischen Tafeln. 23 x 13,5 cm. Interimsbroschur d. Z. (lädiert). Leipzig, August Lehnhold, 1829.
Dochnahl 76. Ornamenstichsammlung Berlin 3388. – Erste Ausgabe. Behandelt den kulturhistorischen Ursprung der Landschaftsgärten, perspektivische Wirkung von Bäumen, Tälern, Alleen, Seen und Inseln, ferner über Gewächs- und Treibhäuser, Brunnen etc. – Es fehlen zwei Tafeln. Einige Lagen gebräunt. Stockfleckig, der lose Tafelteil am Schluss etwas stärker betroffen. Unbeschnitten und unaufgeschnitten.

Lot 1230, Auction  128, Jäger, Hermann, Der Hausgarten

Jäger, Hermann
Der Hausgarten
Los 1230

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Jäger, H(ermann). Der Hausgarten. Ideen und Anleitung zur Einrichtung, Ausstattung und Erhaltung geschmackvoller Haus- und Vorstadtgärten, sowohl für den Luxus, als zur Nutzung. VIII, 121 S., 1 Bl. Mit 12 chromolithographischen Tafeln. 28 x 22,5 cm. Neuerer Pappband (etwas bestoßen, mit montiertem illustrierten OUmschlag). Weimar, Bernhard Friedrich Voigt, 1867.
Erste Ausgabe, eine erweiterte zweite Auflage erschien ebenda 1880. Die Tafeln zeigen verschiedene Haus-, Nutz- und Ziergärten, Gartenterrassen, Berggärten, Obst- und Gemüsegärten, Blumengärten, Landschaftsgärten etc. Die Tafel Nr. I ist doppelt eingebunden. – Leicht stockfleckig.

Lot 1231, Auction  128, Junius, Franciscus, De pictura veterum libri tres

Junius, Franciscus
De pictura veterum libri tres
Los 1231

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Junius, Franciscus. De pictura veterum libri tres, tot in locis emendati, & tam multis accessionibus aucti, ut plane novi possint videri; accedit catalogus. 2 Teile in 1 Band. 15 Bl., 296 S., 10 Bl.; 16 Bl., 236 S., 8 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, gestochenem Portrait und gestochener Textvignette. 36 x 22,5 cm. Leder d. Z. (berieben und beschabt, Rücken fachmännisch restauriert; neu aufgebundenes Exemplar). Rotterdam, Leers, 1694.
Schlosser 450. Graesse III, 499. Ebert 11018. – Zweiter Druck der zuerst 1637 erschienenen bedeutenden kunsthistorischen Schrift des Barock und Klassizismus, herausgegeben von J. G. Graevius und von Schlosser als "wahre Fundgrube antiquarischer Gelehrsamkeit" gerühmt. "Die neue Ausgabe ist mit einem Verzeichnis der alten Künstler vermehrt" (Ebert). – Etwas gebräunt und braunfleckig.

Khevenhiller, Franz Christoph
Conterfet Kupfferstich deren jenigen regierenden grossen Herren
Los 1232

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Khevenhiller, Franz Christoph. Conterfet Kupfferstich (soviel man deren zu handeln bringen können) deren jenigen regierenden grossen Herren, so von Kaysers Ferdinand des Andern Geburt, biß zu desselben seeligsten tödtlichen Abschied succesivè regiert. Teil I (von II). 372 (recte 414) S., 3 Bl. Mit gestochener Titelvignette, gestochener Kopfvignette und 200 gestochenen Porträts. 32,5 x 21 cm. Pappband d. Z. (fleckig, berieben, bestoßen, unteres Kapitel und hinteres RGelenk mit Einrissen). Leipzig, Weidmann, 1721.
Lipprheide CK 4. DW 279/214. – Erste Ausgabe. "Die Porträts der beiden letzten Bände haben für die Trachtenkunde dieser Zeit noch besonderen Wert" (L. a.a. O.). Das Werk erschien als Anhang zu den "Annales Ferdinandei". Dargestellt sind zahlreiche bedeutenden Könige, Fürsten, Kirchenherren und sonstigen Regenten aus der Zeit Ferdinands II. Die Porträts wurden unter anderem von Bernigeroth, Brühl, C. Fritzsch, Krügner, Mentzel, Rosbach und Wortmann. – Vorsatz mit Besitzstempel. Titel mit hinterlegter Fehlstelle, manche Blätter mit verstärktem Innensteg, Innengelenk zwischen dem ersten und zweiten Blatt offen, teils stärker knickspurig, mit Fehlstellen, braun- und fingerfleckig.

Lot 1233, Auction  128, Koch, Georg, Zwei Frauenporträts im Profil nach links. Kohlezeichnung auf Bütten

Koch, Georg
Zwei Frauenporträts im Profil nach links. Kohlezeichnung auf Bütten
Los 1233

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Koch, Georg. Zwei Frauenporträts im Profil nach links. Kohlezeichnung auf Bütten, eines unten rechts signiert "G. Koch". Je ca. 40 x 30 cm (Darstellung). Mit Passepartout unter Glas in schwarzer Holzleiste. Deutschland um 1880.
Zwei Porträtstudien einer jüngeren und einer älteren Frau. Die jüngere mit hochgestecktem Haar, die ältere mit weißer Haube. Die physiognomische Ähnlichkeit legt die Darstellung von Mutter und Tochter nahe.

Georg Koch (1819-1899) war ein in Kassel tätiger Zeichner und Lithograph. Er spezialisierte sich auf Porträt- und Reproduktionslithographie sowie die zeichnerische Wiedergabe von Gemälden. Studien in Florenz, darunter Kopien nach Raffael, machten ihn überregional bekannt. Später lehrte er als Professor an der Kasseler Kunstakademie. – Papierbedingt leicht gebräunt und sehr geringfügig stockfleckig. Versand nur ohne Rahmen.

Lot 1234, Auction  128, Krafft, Johann Karl, Plans, coupés et élévations. Paris 1805

Krafft, Johann Karl
Plans, coupés et élévations. Paris 1805
Los 1234

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Dokumentation der frühesten Industriearchitektur
Krafft, Johann Karl. Plans, coupés et élévations de diverses productions de l'art de la charpente executées tant en France que dans les pays étrangers. Teil III (von 4:) Constructions de ponts en charpenterie. 1 Bl., 20 S. Mit 63 (2 doppelblattgroßen) Kupfertafeln. 54 x 35 cm. Pappband d. Z. (angestaubt, etwas beschabt). Paris und Straßburg, Levrault, 1805.
Thieme-Becker XXI, 392. ICCU 006714. Der dritte Teil des auf vier Bände konzipierten Übersichtswerks über die neuesten Errungenschaften der Architektur und Konstruktion. Die vorliegende „Troisième partie" enthält zahlreiche Abbildungen von Brücken, das sicherlich spannendste und interessantes Thema der vier Teile, diente das Werk doch als wichtige Grundlage für die Industriearchitektur, die ihre ersten großen Erfolge schon zwischen 1775 und 1779 mit Thomas Farnolls Pritchards berühmter Severn-Bridge im englischen Ironbridge feierte. Das vorliegende Werk wird damit zur Dokumentation der frühesten Industriearchitektur. Johann Karl Krafft (1764-1833) war ein deutscher Architekt und Kupferstecher. Bekannt ist er auch durch seine Werke zur Gartenarchitektur. Zwei Tafeln (54 und 56) sind falsch nummeriert. – Titel mit kleinem Stempel, kaum gebräunt, sehr sauberes, unbeschnittenes Exemplar.

Lot 1235, Auction  128, Kraus, Johann Ulrich, Labyrinte de Versailles. - Der Irr-Garten zu Versailles

Kraus, Johann Ulrich
Labyrinte de Versailles. - Der Irr-Garten zu Versailles
Los 1235

Schätzung
600€ (US$ 690)

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(Kraus, Johann Ulrich). Labyrinte de Versailles. - Der Irr-Grarten zu Versailles. 25 Bl. Mit Kupfertitel und 40 (39 in der Platte nummerierten) Kupfertafeln mit Darstellungen von barocken Wasserbrunnen nach Sebastian le Clerc. 19,5 x 15,5 cm. Leder d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit floraler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. (Augsburg um 1715).
VD17 12:644437V. Graesse IV, 48. Fabula docet No. 81. Nicht bei Thieme-Becker und im Ornamenstichkatalog Berlin. – Seltene deutsch-französische Ausgabe, der französische Erstdruck erschien 1677 in der Imprimerie Royale in Paris. Exemplar mit der vollständigen Kupferfolge sowie dem kompletten Text (Titel, Vorrede, Beschreibung des Irrgartens, Erklärung des Grundrisses, Text der Fabeln auf Französisch und Deutsch). Die heute nicht mehr erhaltenen prächtigen Springbrunnen aus dem Labyrinth von Versailles wurden auf Anregung Charles Perraults (1628-1703) von Sebastian Le Clerc (1637-1714) in Kupfer gestochen, Perrault verfasste dazu die erläuternden Texte und Isaac de Benserade (1612-1691) die metrischen Vierzeiler mit Sinnsprüchen nach Jean de la Fontaine und den Fabeln Äsops. "Charles Perrault konzipierte seine Labyrinth-Beschreibung als 'Führer' durch eine sehenswerte Gartenarchitektur, weniger als Verherrlichung der königlichen Pracht am Hof des Sonnenkönigs. Sein Buch, das auch die Fabelepigramme Benserades enthielt, hatte er mit Kupferstichen von Sebastien Le Clerc illustrieren lassen. Johann Ulrich Kraus, der sich auch in anderen Werken gerne am stilistischen Vorbild Le Clercs orientierte, stach die Illustrationen des Franzosen in Seitenverkehrung sehr genau nach und ließ den Text Perraults von Andreas Müller für den "Ergoetzlichkeit-Liebenden Leser" übersetzen" (Fabula docet). Das seinerzeit berühmte und reich ausgeschmückte Labyrinth entstand zwischen den Jahren 1672 und 1681 im Petit Parc des Schlosses und erstreckte sich auf eine Fläche von mehr als einem Hektar. Alle errichteten 39 Springbrunnen waren farbig bemalt, die aus Bleiguss gefertigten Tiere symbolisierten Themen aus den Fabeln des Äsop. Im Unterschied zu anderen Labyrinthen des Barock bestand das Ziel darin, den Weg hindurch so zu wählen, dass alle Brunnen einmal besucht und bestaunt wurden. Im Rahmen einer Neugestaltung der Parkanlage wurde das Labyrinth 1774 entfernt. – Etwas finger- oder stockfleckig, am Schluss mit kleinerem Feuchtigkeitsfleck in der oberen rechten Ecke. Titel mit breit überklebtem zeitgenössischem Besitzeintrag sowie der ergänzten Jahreszahl "1715". Lose beiligend ein Blatt mit hs. Großem Einmaleins in Pyramidenform.

Lot 1236, Auction  128, Kruse, Friedrich, Deutsche Altertümer oder Archiv für alte u. mittlere Geschichte

Kruse, Friedrich
Deutsche Altertümer oder Archiv für alte u. mittlere Geschichte
Los 1236

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Kruse, Friedrich. Deutsche Altertümer oder Archiv für alte und mittlere Geschichte, Geographie und Alterthümer insbesonderheit der germanischen Völkerstämme...3 Bände. Mit 32 teils gefalteten lithographischen Tafeln. 18 x 10,5 cm. Leder d. Z. (leicht berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Halle, Friedrich Ruff, 1824-1830.
GV 81, 334. – Erste Ausgabe. – Vorsätze erneuert, papierbedingt gebräunt, stock- und braunfleckig sehr wenige einzelne Blätter lose.

Lot 1237, Auction  128, Kurz abgefaßter Schreib-Kalender, Auf das Jahr Christi 1807

Kurz abgefaßter Schreib-Kalender
Auf das Jahr Christi 1807
Los 1237

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Kurz abgefaßter Schreib-Kalender Auf das Jahr Christi 1807. Auf gnädigsten Churfürstl. Sächßi. Befehl. 40 Bl., 1 l. w. Bl., 4 Karton-Bl. Mit Holzschnitt-Wappen auf dem Titel und 8 gefalteten kolorierten Tafeln von Joh. Trautner. 8,5 x 5,5 cm. Grüner Pappband d. Zt. (Kapitale und Ecken etwas abgeplatzt) mit etwas RVergoldung, goldgeprägter Zierbordüre mit Eckfleurons und Mittelstück auf beiden Deckeln, dreiseitiger Goldschnitt in Schuber d. Zt. (etwas berieben und bestoßen). Leipzig, J. G. Neubert, (1806).
Vgl. Reynst: Friedrich Campe ...14f. (zu Trautner). – Durch die Kupferstiche getrüffeltes Exemplar des sächsischen Schreib-Kalenders. Sie stammen von der Nürnberger Buch- und Kunsthändlerfamilie Trautner, die durch ihre Bilderbogen berühmt geworden ist. Ein Kupfer oben links mit Bezeichnung "No. 117" oben rechts "1". Sie zeigen durchweg ländliche Gebäude (Bauernhöfe, Schlösschen, Kirche, Zollstation) mit wenig Staffage. Im Anschluß an den Kalender u.a. Zinstabelle, Entfernungen von Dresden und Leipzig sowie Anekdoten und Gedichte. – Titel und erstes Blatt mit Kalenderstempel. Die leeren Blatt am Schluß von späterer Hand beschrieben (Gedichte, Gebete).

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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