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Lot 1070, Auction  128, Cicero, Marcus Tullius, Opera rhetorica: oratoria et forensia premisso indice

Cicero, Marcus Tullius
Opera rhetorica: oratoria et forensia premisso indice
Los 1070

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900€ (US$ 1,034)

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Cicero, Marcus Tullius. Opera rhetorica: oratoria et forensia premisso indice. Addita per Leonardum Aretinum, Aeschinis accusatio et Demosthenis defensio. 4 nn., CXXXVIII num. Bl. Titel in Rot und Schwarz. [Und:]. Derselbe. Orationes premisso indice et de petitione consulatus. 6 nn., CCLXII num. Bl. Mit 2 wiederholten breiten und figürlichen Holzschnitt-Titelbordüren mit Holzschnitt-Druckermarke und einigen großen Holzschnitt-Initialen. 33 x 21 cm. Goldgeprägter Kalbslederband d. Z. (berieben und bestoßen, mit Schabspuren). (Paris), Johannes Parvus und Jodocus Badius, 10.XII.1511.
IA. 137.362. IA 137.363. Brunet II, 6. Nicht bei Adams und im STC. – Die Bände I und II der vierbändigen zweiten Gesamtausgabe von Ciceros Schriften. Hervorragender Pariser Druck, die Titelblätter mit der schönen Druckermarke von Badius mit der Darstellung einer Druckerpresse. – Titel von Teil I gestempelt und leicht wurmstichig, mit tieferem Blattriss, vertikaler Quetschfalte, mehreren teils gestrichenen Sepiaeinträgen sowie ankolorierter Bordüre. Anfangs etwas wurmstichig, Titel und Vorstücke mit kleinem Loch im Satzspiegel. Insgesamt vereinzelte geringe Flecken, stellenweise mit verblasstem Wasserrand sowie mit wenigen alten Annotationen, sonst wohlerhalten. Fl. Vorsatz mit Quetschfalte und längerem hs. Eintrag. Schöne und typographisch ansprechende Klassikerausgabe.

Lot 1071, Auction  128, Cicero, Marcus Tullius, Orationum volumen I. Ex Dionys. Lambini emendatione

Cicero, Marcus Tullius
Orationum volumen I. Ex Dionys. Lambini emendatione
Los 1071

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180€ (US$ 207)

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Cicero, Marcus Tullius. Orationum volumen I. Ex Dionys. Lambini emendatione. 1 Bl., S. 863-1542. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 17 x 11 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (stärker fleckig und berieben) mit Wappendarstellung in den Mittelplatten. (Genf), Santandrea, 1580.
Vgl. Ebert 4262. – Band I der Genfer Ausgabe der Reden Ciceros in der zuerst 1566 erschienenen Edition des französischen Humanisten Dionysius Lambinus (1520-1572). – Titel verso mit verblasstem Stempel, einige Lagen etwas feuchtrandig. Exemplar in einem dekorativen zeitgenössischen Einband.

Lot 1072, Auction  128, Cicero, Marcus Tullius, Orationum volumen primum

Cicero, Marcus Tullius
Orationum volumen primum
Los 1072

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600€ (US$ 690)

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Cicero, Marcus Tullius. Orationum volumen primum. 8 nn., 303 num, 1 w. Bl. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre und einigen Holzschnitt-Initialen. 16,5 x 10,5 cm. Leder d. 17. Jahrhunderts (etwas stärker berieben) mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Paris, Simon Colinaeus, 1532.
Nicht bei Adams und im STC. – Zweiter Druck der zuerst ebenda 1525 erschienenen Pariser Ausgabe von Ciceros gesammelten Reden, hier allerdings nur der erste von zwei erschienenen Teilen. Im handlichen Taschenformat nach dem Vorbild der Aldinen hergestellte Klassikerausgabe, gedruckt in einer eleganten Antiqua nach italienischem Vorbild. Simon de Colines (geb. um 1546) war Mitarbeiter von Henri Estienne d. Ä. (geb. 1470) und übernahm nach dessen Tod 1520 seine Offizin. – Titel mit gelöschtem Stempel sowie hs. Einträgen in roter Tinte, die Bordüre sowie die Autoren- und Titelzeile ankoloriert, im weißen Rand mit kleinem Loch. Nur vereinzelte Flecken. Wohlerhaltenes Exemplar des herrlich akkuraten Drucks.

Lot 1073, Auction  128, Clemens von Alexandria, Omnia, quae quidem extant opera

Clemens von Alexandria
Omnia, quae quidem extant opera
Los 1073

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450€ (US$ 517)

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Clemens von Alexandria. Omnia, quae quidem extant opera. Nunc denuo accuratius excusa, Gentiano Herveto Aureliona interprete. Addita sunt in fine scholia, obscuriora quaedam loca illustrantia, cum duplice indice. 4 Bl., 242 (recte: 252) S., 27 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 34 x 23 cm. Etwas späterer Pappband (etwas fleckig und berieben, mit hs. RSchild). Paris, Michel Sonnius, 1572.
Adams C 2109. – Pariser Druck der zuerst 1551 erschienenen lateinischen Übersetzung durch Gentian Hervet (1499-1584). Enthält neben dem Liber adhortatorius adversus gentes Clemens' Hauptwerk Stromateis, in welchem er die grundsätzliche Vereinbarkeit von griechischer Philosophie und christlichem Glauben und die epistemologische Überlegenheit des letzteren zu belegen versucht, sowie als drittes die Schrift Paidagogós, in der er die Vorstellung einer göttlichen Pädagogik entwickelt. Der frühchristliche Philosoph und Kirchenschriftsteller Clemens von Alexandria (um 150-215) leistete in seinen Schriften einen wichtigen Beitrag zur Rezeption der platonischen Philosophie in der christlichen Glaubenslehre. Die schöne Druckermarke von Michel Sonnius zeigt eine Schlange über einem lodernden Feuer, gehalten von einem Wolkenarm, als Symbol für göttlichen Schutz. – Etwas braunfleckig, die ersten zwei Blatt vom Index mit kleinem Loch im Satzspiegel (minimaler Buchstabenverlust). Insgesamt woherhaltenes Exemplar des zweispaltigen Drucks.

Lot 1074, Auction  128, Diogenes Laertius, De philosophorum vita decem

Diogenes Laertius
De philosophorum vita decem
Los 1074

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Diogenes Laertius. De philosophorum vita decem per quam secundi libri ad bene beateque vivendum commotivi. 8 nn., CXXXVII num. Bl. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke und blattgroßem Textholzschnitt auf dem Titel verso. 20,5 x 14 cm. Moderner marmorierter Halbpergamentband. Paris, Jean Petit und G. Marchant, (um 1507-1509).
IA 153.795. STC 135. Moreau 317, 68. – Erste Ausgabe der Philosophenviten des Diogenes bei Jean Petit. In der Übertragung von A. Traversarius und der Textbearbeitung von B. Brognolo. Der schöne Holzschnitt auf dem Titel verso zeigt einen Mönch in seiner Studierstube. – Es fehl das nicht paginierte Schlussblatt mit der zweiten Druckermarke von Marchant. Titel mit kleiner Ziffernsignatur, die Titelzeile in Sepia unterstrichen. Am Schluss mit Braunfleck im Bug, das Schlussblatt mit kleinem Loch im Satzspiegel (geringer Textverlust). Vorderes Innengelenk nach den Vorstücken unfachmännisch mit Leinenstreifen verstärkt. Sonst wohlerhalten.

Lot 1075, Auction  128, Dionysius der Kartäuser, Liber utilissimus, de quatuor hominis novißimis

Dionysius der Kartäuser
Liber utilissimus, de quatuor hominis novißimis
Los 1075

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Dionysius der Kartäuser. Liber utilissimus, de quatuor hominis novißimis, nempe I. Morte. II. Iudicio. III. Inferni pœnis. IIII. Gaudiis cœli. Eiusdem item, colloquium de particulari iudicio animarum. 8 nn., 180 num. Bl. 15,5 x 10 cm. Pergament d. Z. (mit hs. RTitel; Remboitage). Paris, Jean Roigny, 1543.
Nicht im STC 265. – Früher Pariser Druck der "viel gelesene(n) und oft aufgelegte(n) Schrift" des spätmittelalterlichen belgischen Mystikers Dionysius Carthusianus (Wetzer-W. III, 1808), dessen knapp 200 visionäre Schriften und sein asketischer Lebensstil ihm den furchteinflössenden Beinamen Doctor Ecstaticus einbrachten. – Titel gestempelt. Ohne fl. Vorsätze, Innengelenke unfachmännisch überklebt.

Lot 1076, Auction  128, Dioscorides, Pedanius, De medica materia libri sex

Dioscorides, Pedanius
De medica materia libri sex
Los 1076

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2.200€ (US$ 2,529)

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Dioscorides, Pedanius. De medica materia libri sex. 15 Bl., 543 S., 69 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 12 x 7,5 cm. Rötliches Leder des 18. Jahrhunderts (etwas berieben, bestoßen und Kapitale mit kleinen Einrissen) mit goldgeprägtem RTitel, goldgeprägten Deckelfileten und dreiseitigem Goldschnitt. Lyon, Colonien, 1546.
Seltene Reiseausgabe von Jean Ruels (1474-1537) lateinischer Übersetzung von Dioskurides’ Standardwerk zur Pharmakologie. Dioskurides (ca. 40-90 n. Chr.), ein Grieche im Dienste des Römischen Reiches, trug alles zusammen, was damals über die medizinische Verwendung von Pflanzen, Tieren und Mineralien bekannt war, und ergänzte dies durch Erkenntnisse aus eigener Erfahrung, die er als Begleiter der römischen Armee in Spanien, im Nahen Osten, in Nordafrika und an anderen Orten gewonnen hatte, wo er viele persische, indische und andere exotische Heilmittel kennenlernte. – Innengelenke offen. Papierbedingt leicht gebräunt, Titel mit Wurmfraß, radiertem Stempel und hs. Besitzvermerk. Insgesamt leicht stock- und braunfleckig.

Druckermarken und Textholzschnitte
Konvolut von ca. 180 Textholzschnitten
Los 1077

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Druckermarken und Textholzschnitte. Konvolut von ca. 180 Textholzschnitten unter Passepartout. 7,5 x 14,5 cm bis 13 x 10 cm (Darstellung). Um 1514-1578.
Verschiedene Textholzschnitte und Holzschnitt-Druckermarken auf einzelnen Blätter, die aus zahlreichen Werken des 16. Jahrhunderts stammen. Darunter Holzschnitte von Theodosium Rihel aus "Römische Historien", Jost Amann aus "Kriegsbuch" und Johannes Hartliebe aus "Hystori Eüsby". – Papierbedingt gebräunt, mit Randläsuren, etwas stock- und feuchtfleckig.

Du Pérac, Stefano
I vestigi dell' antichita di Roma
Los 1078

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Du Pérac, Stefano. I vestigi dell' antichita di Roma raccolti et ritratti in perspettiva con ogni diligentia. Folge von 38 Kupfertafeln. 25,5 x 38 cm. Moderner Pergamentband mit 2 Schließbändern. Rom, Lorenzo della Vaccheria, 1575.
Erste Ausgabe der berühmten Romveduten des französischen Architekten, Malers, Gartenbaumeisters und Topographen Stefano Du Perac (1525-1604). "A key source for the state of the Roman monuments as they existed in the 16th century. It was reprinted in innumerable editions as late as 1773. The etchings of Du Perac represent as no other work does the lively renewal and interest in the monuments of classical antiquity which reached its climax in 16th century Rome" (Builders and Humanists. The renaissance Popes as patrons of the arts, University of St. Thomas, Houston, Texas, 1966, S. 308). – Etwas fingerfleckig, Tafel Nr. 4 mit größerem angestücktem Eckabriss (Bildverlust), durchgehend im Seitenrand etwas beschnitten.

Einbände
Blindgeprägter Schweinslederband mit Kurfürstenportraits in den Mittelplatten
Los 1079

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Einbände. - Blindgeprägter Schweinslederband mit Kurfürstenportraits in den Mittelplatten. Deutschland um 1580.
Typischer Schweinslederband des späten 16. Jahrhunderts mit reicher ornamentaler Blindprägung. Die Mittelplatten der beiden Deckel zeigen jeweils ein Medaillonportrait, auf dem Vorderdeckel von Kurfürst August von Sachsen (1526-1586) und auf dem Rückdeckel von Markgraf Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) - Inhalt: Lateinische Ausgabe der Briefe Ciceros, ohne Titelblatt. 311 S. und ca. 120 Bl. – Etwas fleckig und berieben, Ecken bestoßen.

Lot 1080, Auction  128, Eisengrein, Martin, Warer und in Gottes wort gegründter Bericht

Eisengrein, Martin
Warer und in Gottes wort gegründter Bericht
Los 1080

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Eisengrein, Martin. Warer und in Gottes wort gegründter Bericht. Von dem ampt eines getrewen recht Evangelischen und Catholischen Hirten und Seelsorgers [und:] Ein Catholische predigt ob ein Christ anderst nichts, als das im alten oder newen Testament außtruckenlich geschriben, zuglauben schuldig sey. 2 Bl., XX num. Bl; 4 Bl., XX num. Bl. Titel in Schwarz und Rot sowie in Rot und Schwarz. 19,5 x 13,5 cm. Modernes Leinen. Ingolstadt, Alexander und Samuel Weissenhorn, 1565-1566.
VD16 E 830. VD16 E 802. – Erste Ausgaben der Predigten von Martin Eisengrein (1535-1578), der Priester, Kontroverstheologe und Hochschullehrer war. – Braun-, finger- und feuchtfleckig. Mit Randläsuren und kleinen Knickspuren.

Lot 1081, Auction  128, Erasmus von Rotterdam, Desiderius, Adagiorum chiliades

Erasmus von Rotterdam, Desiderius
Adagiorum chiliades
Los 1081

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Adagiorum chiliades quator cum dimidia ex postrema autoris recognitione. 48 nn. Bl., 1071 S. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 30,5 x 19,5 cm. Kalbsleder d. Z. (stärker berieben, beschabt und bestoßen, Rücken teils defekt). Basel, Froben und Episcopus, 1551.
VD16 E 1947. Bezzel 88. Van der Haeghen I, 5. – Die berühmte Sprichwörtersammlung wurde seit 1539 bei Froben und Episcopus kollationsgleich gedruckt. Die vorliegende Ausgabe enthält jedoch erstmals einen wertvollen vierten Index mit den Quellen der über 4000 Sprichwörter. – Titel mit Quetschfalten und zur Hälfte gelöst, das letzte Blatt der Vorstücke im Seitenrand hinterlegt. Die ersten ca. 150 Seiten mit Feuchtigkeitsfleck im unteren Bug, dort auch mit Wurmspuren. Exemplar aus der historischen Schulbibliothek des Stiftischen Gymnasiums Düren, mit entsprechendem Schenkungseintrag aus dem Jahr 1754 auf dem Vorsatz sowie Besitzeintrag in Tinte auf dem Titel und dem Schlussblatt. Ferner mit großem Wappenkupfer.

Lot 1082, Auction  128, Erasmus von Rotterdam, Desiderius, Epistolae ad diversos

Erasmus von Rotterdam, Desiderius
Epistolae ad diversos
Los 1082

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Epistolae ad diversos, & aliquot aliorum ad illu(m), per amicos eruditos, ex ingentibus fasciculis schedarum collectæ. 12 S., 668 (recte 670) S., 1 Bl. (ohne die beiden Blatt Errata). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel und am Schluss und ganzseitiger architektonischer Holzschnitt-Titeleinfassung, 2 verschiedenen vierteiligen Holzschnitt-Bordürenrahmen, einer Kopfleiste und zahlreichen Schmuckinitialen. 28,5 x 20 cm. Etwas späterer Kalbslederband (berieben, Rücken etwas lädiert, vorderes Gelenk angeplatzt) mit RVergoldung. Basel, Johannes Froben, 1521.
VD 16 E 2925. STC 276. Adams E 852. Hieronymus 1984, 149 (Anm.). KNLL 5, 239 (nennt diese Ausgabe). Lüthi, 50a. Van der Haeghen I, 99. Vgl. Graesse II, 496. – Erste Ausgabe der gesammelten Briefe des Erasmus, 171 davon liegen im Erstdruck vor. Mit einem Vorwort an Beatus Rhenanus. "Es waren Vorbilder eines ausgezeichneten Stils, geschmackvollen Lateins, geistreichen Ausdrucks und eleganter Gelehrsamkeit“ (Huizinga 111). Inhaltlich spiegelt die Sammlung die Auseinandersetzung mit Luther als einen "der kontroversen Höhepunkte in Erasmus' Briefen" ebenso wider wie die mit Ulrich von Hutten; "aus dem englischen Humanistenkreis ragt neben John Colet Thomas Morus heraus" (ebenda); weitere bedeutende Korrespondenzpartner sind etwa Beatus Rhenanus, Ulrich Zasius, Johann Eck, Guillaume Budé, Jean Grolier, Georg Spalatin, Hermann von dem Busche und Konrad Peutinger. Wichtig ist die Ausgabe auch, weil Erasmus später redaktionelle Eingriffe an den Texten vornahm. – Es fehlen die zwei Erratablatt. Titel gestempelt, mit kleinem Blattausschnitt, einigen Sepiaeinträgen sowie kleinerem Braunfleck in der Bordüre. Anfangs mit verblasstem Feuchtigkeitsrand, stellenweise mit Unterstreichungen, fl. Vorsatz lose. Insgesamt nur vereinzelt fleckig. Mit zwei Exlibris.

Lot 1083, Auction  128, Erythraeus, Valentin, Diagrammata + Schematismoi tes dialetikes

Erythraeus, Valentin
Diagrammata + Schematismoi tes dialetikes
Los 1083

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Erythraeus, Valentin. Diagrammata (graece), hoc est, Tabulae tertij, & quarti libri partitionum dialecticarum Ioannis Sturmii, correctae, et alicubi auctae. 4 Bl., 86 S. Mit Holzschnitt-Titelbordüre mit kleiner Wappendarstellung. 31,5 x 20 cm. Marmorierter Halbpergamentband des 17. Jahrhunderts (stärker fleckig und berieben) mit goldgeprägtem Eignerbuchstaben "F" mit der Jahreszahl 1689 auf dem Vorder- und Wappensupralibros auf dem Rückdeckel. Straßburg, Christian Mylius d. Ä., 1565.
VD16 E 3894. – Zweiter Druck der zuerst 1555 ebenda erschienenen didaktischen Schrift. Der Philologe Valentin Erythräus (1521-1576) studierte in Wittenberg, wo er Schüler Luthers und Melanchthons war, bevor ihn der Humanist Johannes Sturm 1546 nach Straßburg rief, wo er für knapp 30 Jahre als Professor für Rhetorik an der Universität lehrte und mehrere Schriften didaktischen Überblickscharakters zu den Lehrbüchern Melanchthons und Sturms verfasste. Enthält die drei Abhandlungen: I. De Logices altera parte. - II. De Sophistarum reprehensionibus. - III. De Collocatione Dialectica. – Titel mit kleiner restaurierter Fehlstelle im unteren Bug, Blatt B1 mit bräunlichem Tintenwischer. Schönes und wohlerhaltenes Exemplar. – Beigebunden: Derselbe. Schematismoi tes dialetikes (graece), hoc est, Tabulae, in quatuor libros dialecticarum partitionum Ionnis Sturmii, ab authore correctae. 4 Bl., 154 S., 2 Bl. (l. w.). Ebenda 1561. - VD16 E 3906. - Zweiter Druck der zuerst 1551 ebenda erschienenen didaktischen Schrift. - Schönes und wohlerhaltenes Exemplar.

Lot 1084, Auction  128, Eusebius Caesariensis, Ecclesiasticae historiae autores

Eusebius Caesariensis
Ecclesiasticae historiae autores
Los 1084

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Eusebius Caesariensis u. a. Ecclesiasticae historiae autores. 6 Bl. (das fünfte weiß), 806 S., 1 w. Bl., 34 Bl. (Index). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 32 x 22 cm. Kalbslederband um 1700 (berieben, vorderes Gelenk geplatzt, Ecken bestoßen) mit reicher RVergoldung, goldgeprägtem RSchild und Wappensupralibros auf den Deckeln. Basel, (Hieronymus Froben d. Ä. und Nikolaus Episcopius d. Ä.), 1549.
VD 16 E 427. Adams E 1095. Hieronymus, GG 414. – Schöner Froben-Druck des wichtigen theologischen Sammelwerks. Mit überwiegend neuen Übersetzungen wichtiger Quellentexte zur frühen Kirchengeschichte durch den reformierten Theologen Wolfgang Musculus sowie mit bedeutenden zusätzlichen Texten (vgl. ausführlich dazu Hieronymus). Enthält neben der Kirchengeschichte des Eusebius von Caesarea auch dessen Vita Constantini sowie Texte weiterer Autoren der Spätantike, darunter Rufinus, Sokrates Scholastikos, Sozomenos und Theodoretos. Exemplar aus der Bibliothek des Erzbischofs von Rouen, Jacques-Nicolas Colbert (1655-1707). Nach dem Tode seines älteren Bruders erbte Colbert 1690 die berühmte von Etienne Baluze betreute Bibliothek seines Vaters (Biblioteca Colbertina), die nach ihm an seinen Neffen Charles-Léonor Colbert (1689-1747) überging. Mit Jacques-Nicolas Colberts Wappensupralibros auf beiden Deckeln sowie dem hs. Vermerk auf dem Titel "Bibliotheca Colbertina" mit entsprechender Signatur, datiert 1728. – Anfangs mit Wurmspur im oberen Bug, sonst nur vereinzelte schwache Flecken. Insgesamt sauber und wohlerhalten.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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