Hamburger Schule
17. Jh. Stehender Edelmann mit Federhut und Stab
Los 6530
Schätzung
450€ (US$ 511)
17. Jh. Stehender Edelmann mit Federhut und Stab.
Pinsel in Weiß und Schwarz, auf dunkelgrau grundiertem Papier. 19 x 10,3 cm.
Die Zeichnung dürfte wohl von der Hand Jakob Matthias Weyers, Johann Moritz Riesenbergers oder Johann Joachim Pfeiffers stammen, deren Werke sich oft ähneln und eine Händescheidung schwierig machen.
Provenienz: Aus der Sammlung Philipp Herrmann, Karlsruhe (Lugt 1352a).
18. Jh. Thorazeiger.
Feder in Braun und Grau, über schwarzem Stift, alt montiert. 12,8 x 35 cm. Verso in Bleistift alt bez. "Percier/ modèle de main de futhée // Ecole française du commencement au XIX / peut-être de ...".
Vredeman de Vries, Hans - zugeschrieben
Blick in den Säulengang eines Renaissancepalastes, links ein repräsentatives Gebäude mit Turm
Los 6532
Schätzung
1.800€ (US$ 2,045)
zugeschrieben. Perspektiventwurf: Blick in den Säulengang eines Renaissancepalastes, links ein repräsentatives Gebäude mit Turm.
Feder in Braun, grau laviert, alt aufgezogen. 17,1 x 24,6 cm. Wz. Hand mit Blume (vgl. Meder, Dürer, Nr. 14, nach 1550).
Provenienz: Aus der Sammlung Jean-Charles-Marie Jourdeuil, St. Petersburg und Lyon (Lugt 527).
C. G. Boerner, Düsseldorf (1993, dort als Paul Vredeman de Vries).
Galerie Bassenge, Berlin, Auktion 61 am 4. Juni 1993, Los 5412.
Sammlung Prof. Erik Jayme, Heidelberg (1934-2024).
Brakenburgh, Richard
Eine Mutter ihre kleine Tochter an der Hand führend
Los 6533
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
Eine Mutter ihre kleine Tochter an der Hand führend.
Feder in Braun und Aquarell. 12,4 x 9,1 cm.
Das charmante, farblich reizvolle Blatt zeigt eine Bäuerin mit ihrer Tochter wohl auf dem Gang zum Markt. Beide sind in Rückenansicht gegeben, die Bäuerin trägt einen Henkelkorb, das Mädchen hält eine Weidenrute. Die unprätenziöse Darstellung erlaubt einen kleinen, aber unverstellten Einblick in das damalige Alltagsleben.
Provenienz: Galerie Bassenge, Berlin, Auktion am 13. Mai 2004, Los 5053.
Miel, Jan - zugeschrieben
Savoyardenknabe vor einer Balustrade
Los 6534
Schätzung
750€ (US$ 852)
zugeschrieben. Savoyardenknabe vor einer Balustrade.
Schwarze Kreide, Rötel, weiß gehöht, braun laviert auf hellbraunem Papier, aufgezogen. 27,7 x 15,7 cm.
Goyen, Jan Josefsz. van - Umkreis
Holländische Flusslandschaft mit einem Bauerngehöft und Fischerbooten
Los 6535
Schätzung
900€ (US$ 1,023)
Umkreis. Holländische Flusslandschaft mit einem Bauerngehöft und Fischerbooten.
Schwarzer Stift, Pinsel in Grau, grau laviert, alt montiert. 12,7 x 23,3 cm.
Provenienz: Aus der Sammlung Louis Corot (Lugt 1718).
Flämisch
um 1630. Die hl. Maria Magdalena, in religiöser Verzückung emporblickend
Los 6536
Schätzung
3.500€ (US$ 3,977)
um 1630. Die hl. Maria Magdalena, in religiöser Verzückung emporblickend.
Rötelzeichnung mit Einfassung in schwarzer Feder. 14 x 11,8 cm.
Sehr qualitätvolles, virtuos durchgeführtes Blatt, das mit großer Ökonomie der Mittel ein Höchstmaß an Ausdruckskraft entfaltet.
Provenienz: Sammlung Ludwig Ferdinand Schnorr von Carolsfeld, Wien (laut Klebeetikett auf Rückseite des alten Passepartouts).
Sammlung Ludwig Sellers de Moranville, Wien (Lugt 2281).
Sammlung William A. Baillie-Grohmann, London (Lugt 370). Auktion Sotheby's, London, 14. Mai 1923, Los 148.
um 1620. Allegorie des Glaubens, mit Kreuz und Kelch, im Hintergrund die Bundeslade mit Cherubim.
Schwarze Kreide und Rötel. 22,5 x 16,8 cm (lichtes Maß im Passepartout). Links im Hintergrund mit dem Tetragramm bez., auf dem Passepartout eine alte Zuschreibung an Jacob Matham. Wz. Wappen von Amsterdam.
17. oder 18. Jh. Abraham und Isaak.
Feder in Braun, rote und weiße Kreide, rötlich laviert, Spuren von Deckweiß. 20 x 14,8 cm.
Bisschop, Jan de
Liebe, Schönheit und Hoffnung besiegen die Zeit
Los 6539
Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)
Liebe, Schönheit und Hoffnung besiegen die Zeit.
Schwarze Kreide, braun laviert. 26,2 x 34,3 cm.
Nach Simon Vouets Meisterwerk von 1627, das sich heute im Prado in Madrid befindet.
Provenienz: Sammlung Sir Joshua Reynolds, London (Lugt 2364).
Audenaerde, Robert van - zugeschrieben
Das Martyrium des hl. Blasius mit der Vision der Apotheose des Heiligen Sebastian
Los 6540
Schätzung
3.500€ (US$ 3,977)
zugeschrieben. Das Martyrium des hl. Blasius mit der Vision der Apotheose des hl. Sebastian.
Feder in Braun und Schwarz, braun laviert, weiß gehöht, nach Carlo Maratta. 59 x 35 cm.
Die Zeichnung steht in Verbindung mit dem Kupferstich von Robert van Audenaerde nach dem Gemälde Carlo Marattas mit dem "Martyrium des hl. Blasius" in der Kirche Santa Maria Assunta di Carignano in Genua aus dem Jahr 1680. Die Zeichnung ist spiegelverkehrt zu dem Kupferstich ausgeführt und gibt die Komposition identisch wieder. Die effektvolle Lichtregie in Marattas Gemälde, die auch in den Kupferstich übersetzt wurde, wird in dem Entwurf durch den Kontrast der Lavierungen in brauner Tusche und die Akzente der Weißhöhungen erreicht. Die hohe Qualität der Zeichnung und ihre Übereinstimmung mit dem Kupferstich sprechen dafür, dass Robert van Audenaerde das Blatt als Vorlage für die Druckgraphik angefertigt haben könnte.
Provenienz: Sammlung Dr. Pietro Malenza, Verona (mit der handschriftlichen Nummer "179949", Lugt 2101).
Sammlung General von Heydeck (nicht bei Lugt).
Privatsammlung, Rheinland.
Niederländisch
um 1600. Quis evadet? - Wer kann entrinnen? (Homo Bulla)
Los 6541
Schätzung
600€ (US$ 682)
um 1600. Quis evadet? - Wer kann entrinnen? (Homo Bulla).
Gouache und Aquarell, über schwarzer Kreide, auf Pergament. 7,7 x 10,2 cm.
Im Zentrum der Darstellung sitzt ein Knabe, die Linke auf einen Schädel gelegt, daneben eine Sanduhr, zu seiner rechten eine Muschel mit Seifenwasser vor einer in die Tiefe führenden Küstenlandschaft. Durch ein dünnes Röhrchen bläst er eine große Seifenblase. Das Bild der Seifenblase geht auf ein Sprichwort des antiken Autors Marcus Terentius Varro zurück: "Homo bulla" (Der Mensch ist wie eine (Luft-) Blase), das Paradebeispiel eines "memento mori". Erasmus von Rotterdam nahm dieses Sprichwort 1508 in seine Sprichwörtersammlung Adagia auf. Es wurde schließlich zum populären Motto der humanistischen Literatur und das Motiv der Seifenblase in der Nachfolge zu einem festen Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens wie auch der irdischen Güter und Reichtümer. Seifenblasende Kinder oder Putten treten im späten 16. und 17. Jahrhundert vor allem in den Niederlanden auf. Einen ersten, weitverbreiteten Höhepunkt findet das Motiv 1594 in einem Kupferstich von Hendrik Goltzius.
Französisch
1. Hälfte 17. Jh. Adam und Eva mit Kain und Abel in der Landschaft
Los 6542
Schätzung
600€ (US$ 682)
1. Hälfte 17. Jh. Adam und Eva mit Kain und Abel in der Landschaft.
Tempera auf Pergament, montiert auf Holz, die weißen Ränder um die Holzkanten auf die Rückseite geschlagen. 19 x 23,5 cm. Verso in Feder ein Künstlersignet (?) sowie bez. "pistolles".
Bolognesisch oder Römisch
17. Jh. Sitzender männlicher Akt mit Stab
Los 6543
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
17. Jh. Sitzender männlicher Akt mit Stab.
Rötel, auf hellbraunem Papier. 54,4 x 42,6 cm.
Französisch
3. Viertel 18. Jh. Entwurf für eine Wanddekoration mit weiblicher Allegorie
Los 6544
Schätzung
800€ (US$ 909)
3. Viertel 18. Jh. Entwurf für eine Wanddekoration mit weiblicher Allegorie mit Lorbeerkranz und Putti.
Feder in Braun, braun laviert, über Spuren von schwarzer Kreide. 19,9 x 15,2 cm.
Die Kartusche verweist wahrscheinlich auf das Wappen der Medici.
Provenienz: Sammlung Pierre-Jean Mariette (1694-1774), Paris (Lugt1852, auf dessen Sammlermontage).
Sammlung Bazot (Lugt 342, neben der Sammlermarke in brauner Feder bezeichnet "Ex Collect. Bazot 1816.").
Italienisch oder Französisch
18. Jh. Stehender Herkules: Studien nach einer antiken Skulptur.
Los 6545
Schätzung
600€ (US$ 682)
18. Jh. Stehender Herkules: Studien nach einer antiken Skulptur.
Feder in Braun. 15,4 x 10,1 cm.
Vorbild für diese Zeichnung ist ein Studienblatt von Bartolomeo Passarotti, das sich in der Pariser Sammlung Louis de Gassis befand (s. Artcurial, Paris, Auktion am 16. Juni 2020, Los 7).
Oberitalienisch
18. Jh. David mit dem Haupt des Goliath
Los 6546
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
18. Jh. David mit dem Haupt des Goliath.
Feder in Braun, grau laviert über schwarzer Kreide. 14,2 x 19 cm.
Provenienz: Sammlung Prof. Erik Jayme, Heidelberg (1934-2024).
18. Jh. Der Triumph der Wahrheit.
Feder in Braun, grau laviert, Spuren einer Quadrierung in schwarzer Kreide. 41,9 x 31,7 cm (im Oval). Auf dem Untersatz eine Zuschreibung an Coypel. Wz. "C&I Honig".
Österreichisch
18. Jh. Maria mit Kind erscheint zwei Heiligen
Los 6548
Schätzung
750€ (US$ 852)
18. Jh. Maria mit Kind erscheint zwei Heiligen.
Feder in Braun, braun laviert. 25,1 x 17,4 cm. Wz. Kleines Wappen mit Buchstaben "PC" bekrönt von einem Kreuz.
Beigegeben drei weitere Zeichnungen des 17. Jh.: "Elegantes Paar" (Feder in Braun, aus den Slg. B. Moser, Lugt 1828a und ABM, Lugt 83a), "Marktszene" (Zuschreibung an Teniers, Feder in Braun, aus den Slg. Ludwig Zatzka, Lugt 2672 und B. Moser, Lugt 1828a) und "Mann, beim Anlegen von Schlittschuhen" (Bloemaert-Umkreis, Feder in Schwarz, aus den Slg. Hugo Koller und Broncia Koller Pinell, Lugt 3779).
Portaña, Vicente López - zugeschrieben
Himmelfahrt des San Vicente Ferrer
Los 6549
Schätzung
900€ (US$ 1,023)
zugeschrieben. Himmelfahrt des San Vicente Ferrer.
Feder in Braun, grau laviert, verso: Figurenskizzen "Engel und Soldaten". Feder in Braun, über schwarzer Kreide. 29,6 x 23 cm.
Der im Spruchband über dem Himmelfahrenden zu lesende Satz "Timete Deum et date Illi honorem" (Gott fürchten und ihm die Ehre geben) aus der Offenbarung des Johannes (14:7) identifiziert den Heiligen als den Dominikanermönch Vinzenz Ferrer (1350-1419). Er trat mit 1367 dem Dominikanerorden bei und studierte Logik, Philosophie und Theologie. Durch eine Vision veranlasst, zog er ab 1399 als Bußprediger durch Spanien, Südfrankreich, Savoyen und Oberitalien. Zurück im Heimatland gewann er in der Zeit des Schismas erheblichen Einfluss als Beichtvater der Gegenpäpste und der spanischen Könige. Neben seiner kirchenpolitischen Bedeutung durch seinen Beitrag zur Beendigung des Schismas erlangte er vor allem als charismatischer Prediger eines bevorstehenden Weltunterganges enormen Zulauf. Der Heilige ist u.a. Schutzpatron der Stadt Valencia, der Stadt, in der auch der Maler Vicente López Portaña (1772-1850) geboren wurde. Portaña, ab 1817 Präsident der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando, trat die Nachfolge Goyas als königlicher Hofmaler unter Ferdinand VII. an, und wurde Zeichenlehrer von dessen zweiter und dritter Frau. Ein stilistischer Vergleich unserer vielfigurigen Komposition mit anderen Blättern macht eine Autorschaft Portañas unseres Erachtens wahrscheinlich.
17. Jh. Zwei römische Soldaten.
Feder in Braun, grau laviert, auf Sammlermontage aufgezogen. 15 x 8,4 cm.
Provenienz: Wohl Sammlung Sir Joshua Reynolds, London (vgl. Lugt 3016a).
Venezianisch
18. Jh. Vier stehende Figuren in antiken Gewändern, darunter ein Soldat
Los 6551
Schätzung
400€ (US$ 455)
18. Jh. Vier stehende Figuren in antiken Gewändern, darunter ein Soldat.
Feder in Dunkelbraun, grau laviert. 12,9 x 9,2 cm.
Italienisch
18. Jh. Sitzender männlicher Akt, die Hand auf das Knie gestützt
Los 6552
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
18. Jh. Sitzender männlicher Akt, die Hand auf das Knie gestützt.
Rötel und teils Deckweißhöhungen, auf hellbraunem Papier, montiert. 41 x 29 cm.
Reiterschlacht vor einer Burg.
Feder in Braun, braun laviert, mit Spuren von Deckweißhöhungen, alt aufgezogen. 60,5 x 80,5 cm.
Provenienz: Privatsammlung, Rheinland.
Reiterschlacht mit Orientalen.
Feder in Braun, braun laviert, mit Spuren von Deckweißhöhungen, alt aufgezogen. 61 x 81 cm.
Provenienz: Privatsammlung, Rheinland.
Die Flucht nach Ägypten.
Feder in Braun, alt montiert. 24,1 x 18,3 cm.
Versiert und detailliert angelegte Vorstudie für die Radierung im Gegensinn gleichen Sujets (vgl. B. XIX, S. 190, 2).
Literatur: Marco Riccomini: Giuseppe Maria Crespi, i disegni e le stampe, Turin 2014, L.M. 14, S. 164-165, mit Abb.
Schübler, Johann Jakob
Drei Szenen aus der Commedia dell'Arte
Los 6556
Schätzung
2.800€ (US$ 3,182)
Drei Szenen aus der Commedia dell'Arte.
3 Zeichnungen, je Feder in Schwarz, grau laviert, teils zur Übertragung gegriffelt. Je ca. 13,5 x 18,5 cm. Um 1729.
Bei den Zeichnungen Schüblers handelt es sich um die Entwürfe für drei der von Johann Balthasar Probst gestochenen Illustrationen zu dem 1729 erschienenen Werk "Amor, vehementer quidem flagrans ...", das in lateinischer und deutscher Sprache die burlesken Szenen und amourösen Geschichten der Commedia dell'Arte erzählt. Der Text wird von insgesamt zwölf Kupferstichen begleitet, die die Erzählung illustrieren. Die Zeichnungen und die danach gefertigten Graphiken dienten oft als Inspiration für die von der Meissener Porzellanmanufaktur hergestellten Figurinen.
Schellenberg, Johann Rudolf
Amor mit Schirmmütze graviert ein Bildnis auf ein Herz
Los 6557
Schätzung
600€ (US$ 682)
Amor mit Schirmmütze als Zeichner, mit seinem Pfeil ein Bildnis auf ein Herz gravierend.
Rötel, links alt montiert. 8,1 x 12,1 cm. Unten rechts signiert "Schellenberg".
um 1720. Kavalier zu Pferd.
Rötel und schwarze Kreide. 19,9 x 28,4 cm.
Verfeinerte, treffsicher charakterisierte Studie eines süddeutschen Zeichners des Spätbarock.
Landschaft mit Gimpel auf einem Ast sitzend, mit ausgebreiteten Flügeln.
Gouache auf Velin, weiß grundiert. 28,6 x 21 cm.
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