Hiroshige, Ando Ichiryusai
Der Kinryûzan Tempel (Kinryûzan no zu), aus der Serie "Berühmte Ansichten von Edo" (Kôto meisho).
Los 616
Schätzung
160€ (US$ 182)
Frühling am ältesten buddhistischen Tempel Tokios
Hiroshige, Ando Ichiryusai. Der Kinryûzan Tempel (Kinryûzan no zu), aus der Serie "Berühmte Ansichten von Edo" (Kôto meisho). Format ôban yoko-e (25 x 37 cm). Edo (Tokio), Sanoki, um 1839-1842.
Der Kinryûzan-Tempel (Kinryûzan no zu), der oftmals auch als Kinryûzan-Sensôji bezeichnet wird, ist ein zentrales Motiv in der japanischen Ukiyo-e-Kunst, insbesondere in den Werken des Utagawa Hiroshige (1797-1858), der die Ansicht in seine Reihe "Berühmter Ansichten von Edo" (Kôto meisho) aufnahm. Es handelt sich dabei um den berühmten Sensô-ji in Asakusa (Tokio), den ältesten buddhistischen Tempel der Stadt. – Ränder etwas knittrig, mit Montagespuren und kleinen Fehlstelle (rechte Ecke, unten), Mittelknick leicht gedunkelt, sonst in der Darstellung aber sehr frisch und kaum fleckig, in reizvoller Farbigkeit.
Hiroshige, Ando Ichiryusai
3 farbige Ukiyo-e-Holzschnitte aus der Serie "Die großen Fische"
Los 617
Schätzung
600€ (US$ 682)
Hiroshige, Ando Ichiryusai. 3 farbige Ukiyo-e-Holzschnitte aus der Serie "Die großen Fische". Format ôban yoko-e 25,5 x 35 cm. Edo (Tokyo) 1836-1838.
Dargestellt sind verschiedene Fischarten, wie die Felsenforelle, Meerbrassen, Wolfsbarsch, Golden-eyed Sea Bream, Skorpionfisch und Isaki. Neben den Fischen sind auch Pflanzen wie Ingwer, Himmelsbambus und Perilla abgebildet. – Papierbedingt etwas gebräunt, sonst gute Exemplare.
Hiroshige, Ando Ichiryusai
5 Nachdrucke von Farbholzschnitten der Serie "Tōkaidō Gojūsan-tsugi no uchi" (japinoce: Die 53 Stationen des Tokaido)
Los 618
Schätzung
120€ (US$ 136)
Hiroshige, Ando Ichiryusai. 5 Nachdrucke von Farbholzschnitten der Serie "Tokaido Gojusan-tsugi no uchi" (japinoce: Die 53 Stationen des Tokaido). Format ôban yoko-e. Je ca. 22 x 34 cm. Unter Passepartout. Japan 20. Jarhundert .
Qualitätvolle Reproduktionen: Landschaften und Alltagsszenen entlang der Haupthandelsstraße zwischen Edo (Tokio) und Kyoto nach Hiroshige (1797-1858). – In frischem Zustand. Lediglich die Passepartouts mit Gebrauchsspuren.
Hiroshige II., Utagawa
Oji Taki-no-gawa. Shakujii-Fluss am Wasserfall in der Oji-Provinz
Los 619
Schätzung
240€ (US$ 273)
Hiroshige II., Utagawa. Oji Taki-no-gawa. Der Shakujii-Fluss am Wasserfall in der Oji-Provinz. Aus der Serie der "Hundert berühmten Ansichten von Edo". Japanischer Ukiyo-e Farbholzschnitt. Format ôban tate-e 36,5 x 25 cm. Edo (Tokio) um 1853.
Wohl eine der seltenen eigenen Arbeiten des Utagawa Hiroshige II. (1826-1869), Schüler und Adoptivsohn des Ando Hiroshige, der dessen Lebenswerk weiterführte und darunter auch mehrere Blätter für die berühmte Serie der "100 berühmte Ansichten von Edo". – Kaum Gebrauchsspuren, kleine Flecke, gutes Blatt.
Hu Chêng-yen. Shih-chu-chai chien-p'u. (japonice: Sammlung verzierten Briefpapiers aus der Zehnbambushalle). 4 Blockbücher mit geschnittenen Textseiten und zahlreichen originalen Farbholzschnitten, Holzschnitten und Reliefprägungen. 31 x 18 cm. Blockbuchbindung mit brauner Seidenkordel und Original-Broschurdeckeln mit Blattgoldsprenkelung und montierten Titelschildern in dreifacher Klappmappe mit Brokatseidenbezug mit montiertem Deckelschild sowie 2 beinernen Schließen (Deckelschild etwas gebräunt, Kanten leicht berieben). Peking, Jung Pao-Chai, 1952.
Das Original wurde am Ende der Ming-Zeit in Nanking 1644-1645 von Hu Chêng-yen, einem berühmten Verleger, in einem besonderen Farbendruckverfahren, das Reproduktion von Farbschattierungen erlaubte, herausgegeben. Der erste Teil wurde erstmals 1935 vom Holzschnittmeister und Schriftsteller Lu Hsün nachgedruckt, sodann vom Historiker Chêng Chên-to zusammen mit dem restlichen Werk 1940 in Shanghai veröffentlicht. Die Hefte enthalten die Briefpapiere, deren Motive nach Themen geordnet, teils mehrfarbig und mit Prägung von Stöcken gedruckt sind. "Die Neudrucke gehören genau wie das Original zu den größten Meisterwerken der Druckkunst. Sie sind bewundernswert genau nachgeschnitten, in genau derselben Technik wie das Original auf das herrlichste Papier gedruckt und ersetzen wie schwerlich ein anderer Neudruck eines alten Werkes das einzige Originalexemplar auf das vollkommendste" (J. Tschichold in "Die Bildersammlung der Zehnbambushalle" Zürich 1970, S. 30-35).
Vorliegt hier der Band mit den schönen Reliefprägungen mit Darstellungen von verschiedenen Ocha-Teeservicen, aber auch Landschaften, Menschen und mehrere Blumen. – Nahezu ohne jegliche Gebrauchsspuren, durchgehend sehr frisch und in überaus leuchtender Farbigkeit gedruckt und in der allerfeinsten Relieftechnik geprägt.
Japanische Buchholzschnitte
Sammlung von 9 Holzschnitt-Albumblättern
Los 621
Schätzung
150€ (US$ 170)
Japanische Buchholzschnitte. Sammlung von 9 Holzschnitt-Albumblättern, davon 3 koloriert, mit unterschiedlichen Darstellungen und von verschiedenen Künstlern, darunter Ando Ichiryusai Hiroshige und Totoya Hokkei. Aus Werken um 1720-1730 (3 Blätter) und um 1830-1850 (6 Blätter). Verschiedene Formate, überwiegend kakuban. Ca. 19 x 15 cm. Sämtlich unter Passepartout. Japan 1720-1850.
Konvolut japanischer Buchholzschnitte mit unterschiedlichen Genreszenen, darunter Darstellungen von speisenden Herren, Wanderern, Landarbeitern und weiteren Szenen aus dem Alltagsleben. – Unterschiedliche Altersspuren, insgesamt überwiegend gut erhalten.
Japanische Landschaftsmalerei
2 Ansichten von Berglandschaften in Aquarell über Tuschezeichnung. Japan Ende 19. Jahrhundert
Los 622
Schätzung
400€ (US$ 455)
Japanische Landschaftsmalerei. 2 Ansichten von Berglandschaften in Aquarell über Tuschezeichnung auf Bütten. Je 27 x 21 cm. Unter Passepartout. Japan Ende 19. Jahrhundert.
Zwei originale Wasserfarbenmalereien: Eine zeigt einen Bauern, der von der Feldarbeit an einem See heimkehrt, die andere eine stilisierte Berglandschaft mit einem Wanderer und einem rastenden Raucher. Beide Darstellungen sind in weichen, fließenden Farben gestaltet und wurden in der sogenannten Tarashikomi-Methode ausgeführt - einer traditionellen japanischen Maltechnik, bei der eine zweite Schicht Tusche oder Farbe auf die noch feuchte erste Schicht aufgetragen wird. Dadurch entstehen organische Farbverläufe und Mischungen, die in den Bildern ein spannungsreiches Zusammenspiel von Abstraktion und Realismus erzeugen. – Papierbedingt gebräunt. Verso mit alten Montierungsspuren (Klebestreifenreste). Sehr leichte Knickfalten, insgesamt wohlerhalten.
Bambus und Kakemono
Kakemono-Rollbild. Sumi-e Tuschemalerei in Schwarz auf Japanbütten
Los 623
Schätzung
100€ (US$ 114)
Bambus. Kakemono-Rollbild mit der Darstellung eines Bambushains. Sumi-e Tuschemalerei in Schwarz auf Japanbütten, rechts unten mit rotem Autorenstempel und bezeichnet. Gerollt auf Holzspindel, oben mit Stift und rot-gelbem Aufhängeband. 144 x 40 cm. Japan Ende 19. Jahrhundert.
Bambus in reduzierten, puristischen Tuschepinselstrichen (eine Sumi-e Zeichnung). – Verso mit Marginalien in Kugelschreiber und blauem Farbstift. In sehr guter Erhaltung.
Berglandschaften und Kakemono
5 Kakemono-Rollbilder mit Darstellungen von japanischen Berglandschaften
Los 624
Schätzung
240€ (US$ 273)
Berglandschaften. 6 Kakemono-Rollbilder mit Darstellungen von japanischen Berglandschaften. Verschiedene Formate. Ca. 187 x 64,5 cm. Japan Ende 20. Jahrhundert.
Kleine Sammlung von Kakemono-Rollen. Die Motive zeigen imposante, zumeist einsame Buchten- und Flusslandschaften der japanischen Bergwelt, teils von vereinzelten Staffagefiguren belebt. – Überwiegend in sehr guter Erhaltung.
Kalligraphien und Kakemono
Konvolut von 5 japanischen Schriftrollen
Los 625
Schätzung
350€ (US$ 398)
Kalligraphie. Konvolut von 5 japanischen Kalligraphie-Schriftrollen. Schwarze Tusche auf Papier, teils goldgesprenkelt. Unterschiedliche Formate, ca. 132-230 x 37,5-80 cm. Mit Leinen- bzw. Brokatleinenrahmen. Gerollt auf Holzspindeln, oben mit Stift und Aufhängeband. Japan spätes 20. Jahrhundert.
Vier dekorative Kalligraphien mit poetischen und religiösen Texten. Dabei sind u. a. eine großformatige chinesische Guàzhóu-Schriftrolle von Chen Jinguo (geb. 1957) mit poetischen Versen, ein chinesisches Duilian-Paar mit Sinnsprüchen zu Standhaftigkeit und Beständigkeit sowie eine japanische Schriftrolle mit kalligraphischer Ausführung des buddhistischen Herz-Sutras. Verschiedene Handschriften und Ausführungen. – In guter Erhaltung.
Vogeldarstellungen und Kakemono
(Papageienpaar und Sperling). 2 Rollbilder
Los 626
Schätzung
100€ (US$ 114)
Vogeldarstellungen. (Papageienpaar und Sperling). 2 Rollbilder. Farbige Pinselmalerei. Gerollt auf Holzspindel, oben mit Stift und rot-gelbem Aufhängeband. 97 x 40 cm und 182 x 53 cm. Wohl China ca. 1980.
Die erste Rolle zeigt ein buntes Papageien-Paar auf einem Ast sitzend, begleitet von einem kalligrafischen Gedicht; die zweite Rolle zeigt einen kleinen Sperling auf blühendem Astwerk in einem überdimensioniertem Bildformat. – Nahezu neuwertig. Kaum Rollspuren.
Kakemono-Sammlung. - Konvolut von 15 japanischen Rollbildern mit verschiedene Motive (Bijin, Bodhidharma, Tier- und Landschaftsdarstellungen). Farbige Pinselzeichnungen bzw. Tusche auf Leinen oder Papier. Unterschiedliche Formate, ca. 166-190 x 44,5-54,5 cm. Mit teils ornamentierten Leinen- bzw. Brokatleinenrahmen. Gerollt auf Holz-, Keramik- oder sonstigen Spindeln, oben mit Stift und Aufhängeband. Japan Ende 19. Jahrhundert bis spätes 20. Jahrhundert.
Konvolut dekorativer japanischer Hängerollen. Enthalten sind u. a. eine ganzfigurige Bijin, eine Darstellung des Bodhidharma sowie zahlreiche Tiermotive (Hirsche, Tiger, Kraniche, Greifvögel, Enten, Kois) und mehrere Landschaftsdarstellungen mit Felsformationen, Figuren und kleinen Bauten.
Ein kleiner Teil der Rollen stammt aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, die meisten Arbeiten sind spätere, für den Export- bzw. Touristenmarkt gefertigte Dekorationsstücke. – Unterschiedliche Erhaltungszustände und Ausführungen.
Kakiemon Figur
Kakiemon Figur einer Schreitenden Geisha mit Fächer.
Los 628
Schätzung
500€ (US$ 568)
Kakiemon Figur einer schreitenden Geisha mit Fächer. Japanische Porzellanfigur im Stil der Ukiyo Ningyo. Farbiges Kakiemon-Porzellan. Höhe ca. 37 cm. Breite bis ca. 18 cm. Ohne Gusszeichen, Stempel oder Marken. Japan wohl Ende 19. Jahrhundert.
Besonders schöne Figur einer Geisha als Porzellanfigur, die im typischen Kakiemonstil seit dem 17. Jahrhundert in Nangawara und anderen Orten hergestellt wurden. Als "
Ukiyo Ningyo Figuren" repräsentierten sie die "fließenden Welt" des vom Westen abgeschirmten traditionellen Japans, die mit dem Ende der Edo-Periode und der Inthronisation des Tenno Meiji am Ende des 19. Jahrhunderts zuende ging. Die Darstellungen der "Schönen Frauen" (Bijin-ga") wurden danach als Reminiszens weiterhin produziert, in Ukiyo-e Holzschnitten, aber auch als Porzellanfiguren, wie es die "Geisha mit Fächer" zeigt, die zweifellos zu den besten künstlerischen Exemplaren dieses Genres der Spätzeit zu rechnen ist. – Nur kleine Schadstellen oder Läsuren (am Sockel unten, an den Haaren des Hinterkopfes), meist aber bester Erhaltung, Gold und Farben nur unwesentlich abgegriffen, sehr schöner Gesamtzustand, in nuancierter, leuchtender Farbigkeit.
Kobayashi Kiyochika
Schlacht zwischen japanischen und chinesischen Truppen bei Songhwan
Los 629
Schätzung
350€ (US$ 398)
Kiyochika, Kobayashi. Schlacht zwischen japanischen und chinesischen Truppen bei Songhwan. Seikan ni oite Nisshin gekisen, waga hei daisho zu (japonice: Großer Sieg fuer unsere Truppen). Triptychon. 3 Ukiyo-e-Farbholzschnitte auf Japan aufgezogen. Format oban tate-e (38,5 x 27 cm). Tokio, um 1894.
Eindrucksvolle Darstellung der Schlacht zwischen japanischen und chinesischen Truppen bei Songhwan, aus der Japan siegreich hervorging. Szene der ersten größeren Landschlacht des chinesisch-japanischen Krieges 1894-1895. – Minimal fleckig, leicht bestoßen und vereinzelt mit winzigen Löchleins, insgesamt sehr gutes Exemplar. – Dabei: Derselbe. Seeschlacht. Triptychon. 1 (von 3) Ukiyo-e Farbholzschnitte auf Japan aufgezogen. Format ôban tate-e (35 x 23,5 cm). Tokio um 1890.
Koehn, Alfred. Embroidered Wishes. 8 Bl., 46 S. Mit 47 mont. Stickmuster-Motiven. 30,5 x 23 cm. OBlockbuchbindung mit Fadenheftung und mont. Deckelillustration. Peking, At the Lotus Court, 1943.
Erste Ausgabe. Die Stickvorlagen (in Weiß auf Rot gedruckt) zeigen vorwiegend florale Ornamente. "Nearly all the charming and intricate designs in Chinese arts and crafts have a symbolical meaning. Everywhere, on porcelain, pewter, jewelleryx, furniture, household utensils, writing paper and embroidery, we see motifs which carry auspicious ideas. Often the mere representation of an object suffices to convey a good wish." (Vorwort). – Wohlerhalten.
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