Saint-Edme, B. Dictionnaire de la pénalité dans toutes les parties du monde connu. 5 Bände. Mit 59 (statt 60) Aquatintatafeln. 21 x 14 cm. Moderne marmorierte HLederbände (OBroschuren eingebunden) mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Paris, Selbstverlag, 1824.
Zischka 180. "Wörterbuch der Strafsysteme aller Länder".Es fehlt Tafel XXXVII in Band IV. Gering gebräunt, vereinzelt leicht stockfleckig.
Sammelband
38 Schriften mit Berichten und Predigten meist zu Groß-Britannien
Los 547
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
Sammelband. 38 Schriften mit Berichten und Predigten meist zu Groß-Britannien. 19,5 x 16,5 cm. Mit einem gestochenem Porträt und gestochener Druckermarke. Verschiedene Orte und Verlage. 1710-1716.
Vorhanden sind: I. Das vereinigte Groß-Britannien, oder Engelland und Schottland nach dem neuesten Zustande aller Provintzen, ... 4 Bl., 270 S., 1 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Hamburg, Erben Thomas von Wiering, 1716. - II. Heinrich Sacheverells. Unfug oder umständliche Nachricht von dem auffrührischen Unternehmen. 8 S. 1710. - III. Die Gefahr von Eyffer aber nicht zum Guten. Oder: Anmerckungen Hrn. Dr. Sacheverels Predigt. 31 S. Amsterdam 1711. - IV. Lord Mayor. Die Gefahr von den falschen Brüdern so wohl in der Kirchen als dem Staat vorgestellet in einer Predigt. 32 S. Hamburg, Erben Thomas von Wiering, 1710. - V. Richard Steele. Crisis oder politische Betrachtung. 1 Bl., 54 S. Hamburg 1714. - VI. Thomas Burnet. Schreben des Ritters Thomas Burnet, an den Grafen von Halifax. 24 S. 1715. - VII. Der entdeckte Verraht in einer Antwort auf die verrätherische und boßhafftige Schäh-Schrifft. 23S. 1715. - VIII. Schreiben des Msr. Leslei, eines vornehmen Tory, an den Ritter Thomas Brunet. 52 S. 1715. - IX. Untersuchung der Staats-Fehler, so unter der letzen vierjährigen Regierung in Groß-Britannien begangen worden. 48 S. 1715. - X. Historie oder Nachricht von dem Betrieb der letzen Ministres und Unter- Hauses von Groß-Britannien als eine Fortsetzung der jüngst herausgegebenen Untersuchungen der Staats-Fehler. 63 S. 1715. - XI. Die Aufführung des Herzogs von Ormond, währenden Feldzugs des Jahrs 1712 in Flandern. 56 S. 1715. - XII. Johann Christian Lehmann. Utilitatis physicae verae specimen tertium ad renum vegitabile, ejusque maturationem pertinens. Das ist wahre Erlangung eines vollkommenen Blumen-Gartens. 2 Bl. Leipzig 1716. - XIII. Der Eren-Sassen von Groß- Britannien. Antwort auf die Declaration des Praetendenten. 4 Bl. (1710). - XIV. Dancksagung und Antwort derer Herren des Groß-Britanischen Parlaments. 4 Bl. 1716. - XV. Verurtheilung wegen Hochverraths einiger innenbenannter englischen Lords. 4 Bl. 1716. - XVI. Neue Haupt- Entschliessungen die Sicherheit von Groß-Britannien und Irland betreffend. 4 Bl. (1710). - XVI. Traité de la barriere des Pays-Bas, conlû & ratifié entre Sa Majesté Imperiale & Catholique. 14 Bl. 1716. - Und weitere. – Mit 6 Blättern loser Titel. Im Block gebrochen. Papierbedingt teils gebräunt, die ersten zwei weißen Blätter mit hs. Notizen der Zeit, mit Knickspuren.
Say, Juan Bautista. Tratado de economía política, o, Exposición sencilla del modo con que se forman, se distribuyen y se consumen las riquezas. Cuarta edición, corregida y aumentada, á la cual se ha añadido un epitome de los principios fundamentales de la economia politica. Nueva traduccion por D. Juan Sanchez Rivera. 2 Bände. CXXXVIII, 329 S. (ohne S. 171-174), 1 Bl.; 480 S., 1 Bl. 20 x 14 cm. Wurzelmarmoriertes Leder d. Z. (Kanten und Kapitale unwesentlich beschabt) mit goldgeprägtem roten und grünen RSchild, RVergoldung und Rotschnitt. Madrid, Fermin Villalpando, 1821.
Palau 303332. – Erste spanische Ausgabe dieses Hauptwerks, das erstmals zwischen 1804 und 1807 erschien. Die vorliegende "edición castellana" enthält den "Prólogo de la edición Madrileña de 1817, que escribió D. Manuel María Gutierrez, catedrático de 'Economía política en Málaga". – Zwei Blätter, Seiten 171-174 fehlen dem ersten Bande. Titel gestempelt, wenige leichte Fleckchen, Tintenfleck im Schnitt, sonst gut erhalten und außergewöhnlich dekorativ gebunden.
Scheplitz, Joachim
Consuetudines electoratus et Marchiae Brandenburgensis. Leipzig, Justus Jansonius für Henning Gross, 1616
Los 549
Schätzung
240€ (US$ 273)
Scheplitz, Joachim. Consuetudines electoratus et Marchiae Brandenburgensis. Collecte & desumpte ex literis reversalibus concessis ordinibus provinciarum & conventibus publicis, edictis & mandatis, nec non aliis constitutionibus, reformationibus iudiciorum. Secundum nunc publicatae adiunctis nonnullis additionibus. Cum indice triplici, titulorum, auctorum & sententiarum ac rerum. 12 Bl., 570 S., 14 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit Wappenholzschnitt auf dem Titel und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 31 x 18,5 cm. Halbleder d. Z. (berieben, hinteres Gelenk und oberes Kapital mit Wurmspuren) mit floraler RVergoldung und 2 goldgeprägten RSchildern. Leipzig, Justus Jansonius für Henning Gross, 1616.
VD17 1:018453X. – Erste lateinische Ausgabe der Schrift des Wittstocker Rechtswissenschaftlers Joachim Scheplitz (1566-1634), der deutsche Erstdruck erschien 1608. "Das Buch fand in den Gerichtshöfen rasch Eingang und genoß ein nahezu gesetzliches Ansehen" (ADB XXXI, 93). – Es fehlt das gestochene Portrait. Titel gestempelt und komplett alt hinterlegt, mit kleinen Läsuren im unteren Rand, zusammen mit dem Widmungsblatt etwa zur Hälfte gelöst. Vorsätze alt erneuert. Insgesamt gebräunt und etwas braunfleckig.
Schmid, Wilhelm Ernst
Trutina doctrinarum Jo. Brunnemanni + 10 Beibände
Los 550
Schätzung
600€ (US$ 682)
Schmid, Wilhelm Ernst. Trutina doctrinarum Jo. Brunnemanni, quibus in commentariis suis ad pandectas & codicem, caeterisque scriptis suis, a Bened. Carpzovio, dissentiendum sibi esse existimavit. 2 Teile in 1 Band. 4 Bl., 158 S., 1 w. Bl.; 156 S., 26 Bl. Titel in Rot und Schwarz. 20 x 16 cm. Pergament d. Z. Jena, Martin Scherpentier, 1697.
VD 17 23:243113X. – Erste Ausgabe. Der Beginn einer der nach Umfang und Kampfesweise ungewöhnlichsten Professorenfehden. Ihr Ursprung liegt mehr als eine Generation zurück in dem Gegensatz zwischen den beiden im Titel genannten Juristen Benedikt Carpzov (gest. 1666) und Johann Brunnemann (gest. 1672). Schmid knüpfte an diesen Gegensatz erneut an und unterzog Brunnemanns Lehrmeinungen einer kritischen Prüfung. Hinter Schmid aber stand sein Lehrer, der damals hochberühmte, in seinen Rechtsauffassungen überaus konservative Jenaer Jurist von Lyncker. Als Schmid den Inhalt seiner Schrift in öffentlicher Disputation unter dem Vorsitz Lynckers verteidigen wollte, meldete sich ein Nachfahre Brunnemanns, der in Halle die Rechte studierte, als Opponent, wurde aber von der Universität Jena nicht zugelassen. Dieser Jakob Brunnemann veröffentlichte daraufhin eine schriftliche Widerlegung. Gleichzeitig erschienen in Halle Streitschriften, in denen Lyncker und Schmid in derbster Weise angegriffen wurden. Der Streit wuchs sich damit zu einer Fehde zwischen der Juristischen Fakultät in Jena und der damals jungen Reformuniversität Halle aus. Schließlich wurde auch der berühmte Hallenser Jurist Samuel Stryk, Schwiegersohn Brunnemanns, in diesen Streit hineingezogen. Um sich an Stryk zu rächen nahm sich Lyncker in einer pseudonym veröffentlichten Schrift dessen Traktat "De actionibus forensibus" vor, um darin nicht weniger als 5465 (!) Fehler und Irrtümer nachzuweisen (vgl. ADB XIX, 739). Die wichtigsten dieser hin und her gewechselten Streitschriften hier angebunden:
I. N. C. Lyncker (praes.) und W. E. Schmid (resp.). Trutina doctrinarum Jo. Brunnemanni et ad aequilibrium revocata a Jacobo Brunnemanno. 3 Bl., 34 S. Wittenberg, H. J. Meyers Witwe, 1697.- VD 17 1:013625G. - II. C. L. C. J(uris) C(onsulti) Ad Jacobum Brunnemannum de statu cocntroversiae ejus praesenti, epistola. 4 Bl. (Jena, ex Museo, Kal. Jun. 1697). - VD 17 1:013669P. - III. J. Brunnemann. Castigatio trutinae Jenensis sive vindiciae doctrinarum Joann. Brunnemanni, quibus a Benedicto Carpzovio dissentit. 4 Bl., 230 S., 5 Bl. Halle, Chr. Salfeld, 1698. - VD 17 1:014433S. - IV. Index in vindicias non vindices malesani auctoris Halensis: quas ut inconsultas Brunnemanni adversus Carpzovium aliosque Saxones doctrinas, suamque existimationem uberius prostitueret: adversus scriptum undiquaque innocentissimum Trutinae Schmidianae. 4 Bl. O. O. u. Dr., 1698. - VD 17 7:660341Q. - V. Index quorundam judiciorum vesanorum de celeberrimis JureConsultis nostri potissimùm temporis quorum fama meritis in remp. litterariam nixa, protervè commaculata, in instructorio forensi Lynckeriano, deprehenditur. 15 S. O.O., Dr. u. J. (um 1698). - Nicht im VD 17. - VI. Index repetitus, quorundam judiciorum, ex sanis omnibus caeteris, de celeberrimis JureConsultis, aliisque viris eruditis, nostri etiam temporis: quorum fama meritis in rempubl. literariam variis & variè nixa. 32 S. O. O., Dr. u. J. (um 1698). - Nicht im VD 17. - VII. S. Stryk. Modesta Calumniarum Jenensium depulsio. 4 Bl. Halle, Zeitler und Musselius, (um 1698). - VD 17 7:635447C. - VIII. Derselbe. Tractatus de actionibus forensibus investigandis et caute eligendis, ut & de actionum praescriptione: In Academia Fridericiana publicis disputationibus propositus; Editio secunda emendatior. 2 Teile in 1 Band. 6 Bl., 408 S., 18 Bl.; 2 Bl., 76 S. 2 Bl. Halle, H. J. Meyers Erben und G. Zimmermann, 1698. - Teil II mit dem Titel: Dissertatio de juribus et actionibus non cessibilibus. - VD 17 12:206202P . - IX. (N. C. Lyncker, pseud.:) Karoli Sylbindi Nicei. Monita plusquam quinque millia; quibus totidem & ampliùs errorum, absurdorum & deliquiorum, tractatus nuperrimus Samuelis Strykii De actionibus forensibus convincitur. 2 Bl., 554 (recte: 556) S., 18 Bl. Frankfurt und Leipzig, G. H. Oehrling, 1698. - VD 17 3:322537D. - X. Kurtzer Verlauf der Stryckischen Händel. 28 S. Jena, J. D. Werther, 1699. - VD 17 12:158138W. – Anfangs mit kleiner Wurmspur im weißen Seitenrand, S. 155 in Teil II mit angestücktem Blattabriss (Verlust der Kustode). Sonst lediglich gleichmäßig leicht gebräunt und insgesamt woherhalten.
Struve, Georg Adam. Juris-Prudenz oder Verfassung der landüblichen Rechte. Vor etlichen Jahren auff sonderbarem Befehl verfertiget: Aus seinen eigenen Schrifften hervor gesuchet, von neuen übersehen und zum Druck befördert, von desselben ältesten Sohne Johann Willhelm Struven. 18 Bl., 906 (recte: 904) S. Titel in Rot und Schwarz. Mit 2 gestochenen Portraits und Textholzschnitt. 16,5 x 9,5 cm. Pergament d. Z. Merseburg, Gottschick für Forberger, 1689.
VD17 1:015252R. Vgl. Coing, Handbuch II, 1, 548. – Deutsche Übersetzung des sogenannten "Kleinen Struve" in erster Ausgabe, diese deutsche Ausgabe wurde das beliebteste Lehrbuch in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Georg Adam Struve (1619-1692) schuf mit seinen Einführungswerken zur Jurisprudenz seiner Zeit Klassiker des Usus modernus pandectarum. Vor allem der "Kleine Struve" war das einschlägige Einführungs- und Repetierbuch zum Jus Romano-Germanicum. – Etwas braunfleckig, sonst wohlerhalten.
Struve, Georg Adam. Juris-Prudenz oder Verfassung der landüblichen Rechte. Vor etlichen Jahren auff sonderbarem Befehl verfertiget; aus seinen eigenen Schrifften hervorgesuchet, von neuen übersehen, und zum Druck befördert von ... Johann Wilhelm Struve. 3 Bl., 790 S., 49 Bl. Mit gestochenen Frontispiz. Titel in Schwarz und Rot. 20,5 x 16 cm. Pergament d. Z. (gewellt, fleckig und berieben) mit spanischen Kanten. Frankfurt und Leipzig, Krüger, 1711.
Stintzing-L. II, 160f. – Dritte Ausgabe. "Eine populäre Darstellung des geltenden - hauptsächlich Privat-Rechts in deutscher Sprache". – Vorsatz mit hs. Besitzvermerken. Papier bedingt gebräunt, etwas stockfleckig mit Wurmgängen und Randläsuren.
Struve, Georg Adam
Syntagma jurisprudentiae secundum ordinem pandectarum concinnatum
Los 553
Schätzung
300€ (US$ 341)
Struve, Georg Adam. Syntagma jurisprudentiae secundum ordinem pandectarum concinnatum. Editio post varias hactenus aedornatas concinnior & purgata. 2 Teile in 1 Band. 11 Bl., 620 S.; 696 (recte: 694) S., 51 Bl. (Index). 20 x 15,5 cm. Pergament d. Z. (Deckel etwas verzogen). Jena, Samuel Adolph Müller für Matthias Birckner, 1692.
VD 17 1:013649A. – Wie der Verleger in seinem Vorwort mitteilt, wollte er eine kritische Neuausgabe ohne die unhandlichen Erweiterungen bieten, die das Werk im Laufe der Zeit erfahren hatte. Struve (1619-1692) hatte es erstmals in den Jahren 1658 bis 1663 herausgegeben. Von diesem Druck sind nur die vorliegendem beiden Teile erschienen, der zeitgleiche von Nisius für Hoffmann bis 1701 ist auf drei Teile erweitert. – Ohne den vermutlich 1693 nachgelieferten und nicht allen Exemplaren beigebundenen Kupfertitel und das gestochene Portrait. Block etwas verzogen, Titel mit altem Besitzvermerk. Schwach braunfleckig.
Stryk, Samuel
Von vorsichtiger Schliessung der Contracten + Beiband
Los 554
Schätzung
600€ (US$ 682)
(Stryk, Samuel). Von vorsichtiger Schliessung der Contracten, oder, Von denen Cautelen, welche ein iedweder in Handel und Wandel nothwendig in acht zu nehmen hat, wann er einen Contract sicher schliessen, und so wohl gegenwärtigen Schaden verhüten, als auch vor künfftigen Streit und weitläuffigen Processen versichert leben will. Allen und jeden Kauffleuten, wie auch vornehmen Herrn und Edelleuten heraus gegeben von L. v. J. K. J. 4 Bl., 706 S., 48 Bl. (Register). Titel in Schwarz und Rot. 20 x 16 cm. Pergament d. Z. Hamburg, Hermann Redlich, 1692.
VD 17 23:242942Y. – Erste deutsche Ausgabe der zuerst 1684 in den Praelectiones Viadrinae erschienenen umfangreichen handelsrechtlichen Abhandlung De Cautelis Contractuum, die noch drei weitere Ausgaben erfuhr. Die Arbeit umfasst 4 Abschnitte: 1. Von den Cautelen im allgemeinen und von denen, da man den Personen der Contrahenten in acht nehmen muß als da sind Kinder, Unsinnige, Verschwenderische, Unmündige, Minderjährige, Stumme, Taube und Blinde, Frauen usw. - 2. Von den Cautelen, welche in den Contracten die nominati genennet werden, oder die einen absonderlichen und gewissen Namen haben, in acht zu nehmen sind: Darlehn, Commodatum, Procario (Gelehntes), Verwahrung (deposito), Hypotheken, Vermietung usw. - 3. Von den Cautelen, die man bey den Contractibus innominatis, oder die keinen gewissen Namen haben ... in acht nehmen muß: Vormundschaft, Erbschaften, Wechsel, Pacta und Verträge, Ehe-Beredungen und Leib-Gedinge usw. - 4. Von den Cautelen, die man bey Dissolvirung der Contracten in acht nehmen muß, Bezahlung, Abtretung von Schulden, usw. – Schwach gebräunt, Titel mit altem Besitzeintrag. – Beigebunden: Derselbe. Wolabgefaster und sehr dienlicher Unterricht vom Pfändungs-Recht, worinnen gezeiget wird, wie man mit den Pfändungsverfahren, und zu Vermeidung vieler Ungelegenheiten sich verhalten solle. 4 Bl. (l. w.), 72 S. Ohne das gestochene Frontispiz. Celle, Hieronymus Friedrich Hoffmann, 1693. - VD 17 1:015692P.
Die Grundlegung einer sozialen Biologie
Süssmilch, Johann Peter. Die göttliche Ordnung in den Veränderungen des menschlichen Geschlechts, aus der Geburt, dem Tode und der Fortpflanzung desselben erwiesen. 3. verbesserte Ausgabe. 2 Bände. 4 Bl., XVI, 576, 130 (recte 114) S., 1 Bl.; 1 Bl., 625, 77 S., 1 Bl. Mit mehrfach gefalteter Tabelle. Halbleder d. Z. (etwas beschabt und bestoßen) mit 2 goldgeprägten RSchildern. Berlin, (Winter für die) Realschulbuchhandlung, 1765.
Humpert 12169. Goldsmiths 10084. Kress 6302 (nur Bd. II). Higgs 3565. ADB XXXVII, 188. – "Süssmilch ist heute allgemein als einer der hervorragendsten Vertreter der aufkeimenden Socialwissenschaft des vorigen Jahrhunderts anerkannt. Sein Hauptwerk 'Die göttliche Ordnung' ... wird von Rümelin geradezu als die Grundlage einer socialen Biologie bezeichnet. Knapp erklärt dasselbe in seiner 'Theorie des Bevölkerungswechsels' als ein nationalökonomisches und politisches Werk, welches in der Art der realistischen Behandlung der socialwissenschaftlichen Fragen für seine Zeit einzig dasteht." (ADB). Roscher würdigt es als das bedeutendste volkswirtschaftliche Spezialwerk seiner Zeit, gleichzeitig als die erste ausführliche Bevölkerungstheorie, welche ihren Gegenstand als Selbstzweck behandelt. Die erste Ausgabe war 1740 erschienen. Erst für die 4. Ausgabe hat Chr. J. Baumann, der Schwiegersohn Süßmilchs, einen dritten Band hinzugefügt mit Anmerkungen und Zusätzen zu den beiden ersten Teilen. – Vorsätze leimschattig, mit Exlibris und Stempel. Ordentliches, wenn auch etwas gebräuntes Exemplar.
Thile, Carl Gottfried von
Nachricht von der Churmärckischen Contributions- und Schoß-Einrichtung
Los 556
Schätzung
200€ (US$ 227)
Thile, Carl Gottfried von. Nachricht von der Churmärckischen Contributions- und Schoß-Einrichtung, oder: Land-Steuer-Verfassung des churmarck-brandenburgischen Ritterschaffts-Corporis. 17 Bl., 443 S., 25 Bl. (Register). 21 x 17 cm. Kalbsleder d. Z. (Kanten berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Berlin, Christian Albrecht, (1723).
Humpert 11770. Kress 6594. – Erste Ausgabe. In kultur-, rechts- und wirtschaftsgeschichtlicher Hinsicht interessante Quelle über das kurmärkische Abgaben-, Steuer- und Finanzwesen, mit zahlreichen tabellarischen Angaben. – Titel mit Stempelrasur, letzte Blatt mit kleinem Brandfleck im unteren Rand. Stellenweise schwach gebräunt oder braunfleckig, wenige Unterstreichungen.
Thomasius, Christian
Institutionum jurisprudentiae divinae libri tres
Los 557
Schätzung
300€ (US$ 341)
Thomasius, Christian. Institutionum jurisprudentiae divinae libri tres. In quibus fundamenta juris naturalis secundum hypotheses illustris Pufendorffii perspicue demonstrantur, & ad objectionibus dissentientium. Editio secunda priori multo auctior. 1 Bl., 84, 650 S., 5 Bl. 19 x 16 cm. Pergament d. Z. Halle, Christoph Salfeld, 1694.
VD17 1:008857W. ADB XXXVIII, 94. – Zweite Ausgabe des Lehrbuchs zum Naturrecht. Die erste Ausgabe von Thomasius frühem Hauptwerk erschien 1687. – Teilweise leicht gebräunt und schwach wasserrandig. – Beigebunden: Derselbe. Quaestionum promiscuarum, historico-philosophico-juridicarum, in Academia Fridericiana Anno M DC XCIII. Halle, Salfeld, (1694). - Sammlung von 24 Dissertationen in 12 Teilen, unter den Autoren Laurentius Thomas, Enno R. Brenneisen, J. C. Keess, David Stavisnky, Peter Boje etc.
Todesurtheil
welches von dem Magistrate der kaiserl. Königl. Haupt- und Residenz-Stadt Wien
Los 558
Schätzung
100€ (US$ 114)
Todesurtheil welches von dem Magistrate der kaiserl. Königl. Haupt- und Residenz-Stadt Wien, über die mit dem Severin v. F., fälschlich Graf v. F. wegen meuchlerischen Raubmordes ... Gefaltetes Blatt mit 4 Seiten. 26,5 x 21 cm. Wien 30. August 1827.
Das vorliegende Werk beschreibt den Tatvorgang und das Urteil bei einem Herrn Severin v. F., der wegen meuchlerichen Mordes zum Tode verurteilt wurde. Dieser habe seinen ehemaligen Professor aus Geldgier ermordet um seine eigenen Schulden begleichen zu können. Neben der Verurteilung des Todes durch den Strang verliert der Angeklagte seinen Adelsrang und die damit verbundenen Rechte. – Etwas braun- und fingerfleckig sowie mit Randläsuren.
Vattel, Emer de
Le droit des gens, ou principes de la loi naturelle
Los 559
Schätzung
250€ (US$ 284)
Vattel, Emer de. Le droit des gens, ou principes de la loi naturelle, appliqués a la conduite & aux affaires des nations & des souverains. Nouvelle edition augmentée, revue & corrigée. 2 Teile in 1 Band. 2 Bl., XXVIII, 316 S.; 2 Bl., 216 S. Titel in Schwarz und Rot. Mit 2 wiederholten gestochenen Titelvignetten. 26,5 x 21,5 cm. Halbleder d. Z. (Deckelbezüge und Ecken etwas stärker berieben) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Amsterdam, E. van Harrevelt, 1775.
ADB XXXIX, 511. – Großzügiger Amsterdamer Quartdruck von Vattels zuerst 1758 in Leiden erschienenem Hauptwerk, das "sich durch Klarheit und Deutlichkeit der Darstellung auszeichnet... Keine Bearbeitung des philosophischen Völkerrechts hat so allgemeine Billigung und Benutzung gefunden als Vattel’s 'Droit des gens'. Es gilt bei Diplomaten und namentlich Consuln selbst heute noch als eine Art Orakel, und bietet - nicht selten sogar in Staatsschriften eingeführt - das eigenthümliche Schauspiel eines fast zum positiven Gewohnheitsrecht gewordenen Lehrgebäudes" (ADB). Emer de Vattel (1714-1767) wandte sich mit seinem einflussreichen, bis ins 20. Jahrhundert vielfach aufgelegten und mehrfach übersetzten Hauptwerk an die politischen und juristischen Praktiker. – Stellenweise unscheinbare Feuchtigkeitsränder. Wohlerhaltenes Exemplar.
Verfassungs-Urkunde des Großherzogthums Hessen. 27 S. 19,5 x 12 cm. HLeinen des späten 19. Jahrhunderts mit hs. Papierrückenschild. O. O., Dr. u. J. (1820).
Unfirmierter Druck der Verfassung des Großherzogtums Hessen, die von 1820 bis 1918 Gültigkeit besaß. – Etwas stockfleckig. Exemplar aus der Bibliothek Thun-Hohenstein in Tetschen, mit entsprechendem gestochenen Wappenexlibris und großem Sammlungsstempel mit Wappen in Rotdruck auf dem Titel.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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