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Kündung, Die
Eine Zeitschrift für Kunst
Los 3196

Zuschlag
4.600€ (US$ 5,287)

Details

Seltene Zeitschrift - eines von nur 200 Exemplaren mit Holzschnitten von Schmidt-Rotluff
Die Kündung. Eine Zeitschrift für Kunst. Erste Folge. Hrsg. von W. Niemeyer und R. Schapire. Heft I-XII in 7 Heften (alles Erschienene). 172 S. Mit 7 Original-Titelholzschnitten (davon 6 von verschiedenen Farbplatten gedruckt) von K. Schmidt-Rottluff, 47 (von 49) Originalholzschnitten (davon 2 handkoloriert) von K. Schmidt-Rottluff, K. Opfermann, G. v. Ruckteschell u. a., 14 Holzschnitt-Initialen von K. Schmidt-Rottluff sowie 3 Original-Lithographien von Ch. Crodel und L. Segall und 6 montierten Fotografien. 45 x 34 cm. Illustr. OBroschuren mit Fadenheftung. Hamburg, Einmann-Werkstatt, 1921.
Raabe 96. Söhn, HdO I, 13501-13507. Schapire, Gebrauchsbl. 53. – Die Auflage betrug (nach Söhn, HdO) ca. 200 Exemplare. Aufwendig in verschiedenen Schrifttypen gedruckte Zeitschrift, die jeweils mit einem farbigen Titelholzschnitt ausgestattet wurde. Ferner von Schmidt-Rottluff der Holzschnitt "Kündigungsgedicht" (Schapire 54) und die 14 Holzschnittinitialen (Schapire 55-68). Weitere Holzschnitte und Lithographien von Opfermann, Radziwil, Crodel, Huth, Lange, Ruckteschell, Schott, Willi Tegtmeier u. a. Mit spätexpressionistischen Dichtungen, Reden und kunstkritischen Aufsätzen, u. a. von W. Niemeyer, Blunck, Gerlach, Schapire, Schnack, E. Köppen, S. Schott und Th. Ring. "In der gestalterischen Lösung bedeutende Leistungen sind jedoch die Umschläge und die in Holz geschnittenen Gedichte, die jeweils die erste Seite der Zeitschrift zieren. Die Gedichtsschnitte fügen den in Holz gegrabenen Text und ein Bild zu einer kontrastreichen, den Möglichkeiten des Holzschnittes gemäßen Einheit zusammen" (Lang). Auf dem Rückdeckel das Zeichen (in zwei Variationen, vgl. Söhn I, S. 226) der Einmann-Werkstatt Johannes Schulz als Orig.-Holzschnitt. Die Zeitschrift zählte zu den umfassendsten und bedeutendsten Zeugnissen der Hamburger Schule und gilt als anspruchsvollste Kunstzeitschrift des Expressionismus hierzulande. Eine unbestimmte Anzahl an Exemplaren wurde während der NS-Zeit (NS-Schlagwort: "entartete Kunst") konfisziert.
Unser Exemplar mit folgenden zusätzlichen Originalholzschnitten von K. Schmidt-Rottluff: Umschlag von Heft IX. und X. mit dem Titel-Holzschnitt auf orangefarbener Farbplatte (Söhn 13506-1), Titelholzschnitt (signiert; 13501-1; lose montiert) und "Kündung/Gedicht von W. Niemeyer" Holzschnitt (signiert; 13501-2; lose montiert). – Es fehlen die beiden Holzschnitte (in Heft IX./X.): Robert M. Huth "Jüngling" (Söhn 13506-5) und Willi Titzte "Mädchen mit Katze" (Söhn 13506-20). Die Umschläge teils etwas gebräunt, insgesamt jedoch sehr gutes, in großen Teilen nahezu verlagsfrisches Exemplar.

Lot 3200, Auction  127, Mac Orlan, Pierre und Laborde, Chas, Rues et Visages de Londres

Mac Orlan, Pierre und Laborde, Chas
Rues et Visages de Londres
Los 3200

Zuschlag
500€ (US$ 575)

Details

Laborde, Chas. - Mac Orlan, Pierre (d. i. Pierre Dumarchey). Rues et Visages de Londres. 1 Bl., 36 S. Mit radierter TVignette, zahlreichen Textillustrationen und 21 kolor. Originalradierungen von Chas Laborde. 41 x 32 cm. Lose Blatt in illustr. Orig.-Halbpergament-Mappe (lädiert) mit Schließbändern. Paris, Librairie J. Terquem aux depens de l'artiste, 1928.
Monod 7577. – Eines von 100 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 121 Ex.), hier mit einer Extrasuite der Radierungen "en noir". "Charles Laborde (known as Chas Laborde) was born in Buenos Aires, Argentina, to French parents. He studied in Paris where he was a pupil of Henri Royer and Marcel Baschet at the Académie Julian, and of William Bouguereau and Luc-Olivier Merson at the École des Beaux-Arts. Georg Grosz, the German satirical artist to whom his work is often compared, was a major influence on his work. He was commissioned to illustrate a series of books about the streets and faces of famous cities." (www.focus.antiquescouncil.com). – Wohlerhaltenes Exemplar.

Morand, Paul und Laborde, Chas
Rues et Visages de New-York
Los 3201

Zuschlag
500€ (US$ 575)

Details

Laborde, Chas. - Morand, Paul. Rues et Visages de New-York. 21 typogr. Blatt mit Illustrationen und 1 radierten Titelvignette sowie 15 kolorierten Original-Radierungen auf Tafeln von Chas Laborde. 43 x 33 cm. Lose Blatt in OHalbpergament-Flügelmappe mit DSchild und Schließband. Paris, Lacourière, (1950).
Monod 8456. – Die posthum erschienene Original-Ausgabe. Eines von 220 Exemplaren auf Vélin d'Arches. "Charles Laborde (known as Chas Laborde) was born in Buenos Aires, Argentina, to French parents. He studied in Paris where he was a pupil of Henri Royer and Marcel Baschet at the Académie Julian, and of William Bouguereau and Luc-Olivier Merson at the École des Beaux-Arts. Georg Grosz, the German satirical artist to whom his work is often compared, was a major influence on his work. He was commissioned to illustrate a series of books about the streets and faces of famous cities." (www.focus.antiquescouncil.com). – Teils minimal gebräunt (vor allem in den Rändern); insgesamt sehr gutes Exemplar.

Lot 3203, Auction  127, Lanzendörfer, Frank, Rotstrich

Lanzendörfer, Frank
Rotstrich
Los 3203

Zuschlag
550€ (US$ 632)

Details

Lanzendörfer, Frank. Rotstrich (?). 12 Bl. (inkl. Titel). Mit Originalzeichnungen. 21 x 14 cm. Illustrierte klammergeheftete OBroschur mit Transparentfolienbezug (dieser zum größten Teil abgelöst). O. O. (um 1985).
Enthält zwanzig Gedichte des 1962 in Dresden geborenen Prenzlauer-Berg-Radikalkünstlers und Lyrikers, der sich Flanzendörfer nannte und im Sommer 1988 in Marienwerder Suizid beging. Das gesamte Heft wurde wohl von ihm selbst produziert, so der Umschlag mit entfernt an Penck erinnernden Originalzeichnungen in schwarzem und rotem Filzstift, der kaum zu entziffernde handschriftliche Titel auf dem ersten Blatt ("Rotstrich" ist nur eine Vermutung), die Vervielfältigung der Gedichte mit einer Schreibmaschine auf Durchschlagpapier (jeweils auf einem halbierten, umgeschlagenen DIN-A4-Blatt) und die kryptischen Angaben auf der vorletzten, schwarz umrandeten Seite: mit einem breiten blauen Filzstift geschriebene, kaum lesbare Silben (vielleicht "moblum-dolet dep jüd null dolu we pch"). Eines der ersten Gedichte trägt den Titel "trist": tropfend da fiel ein / engel herab und / zerschellte vorm / haus / ich sah ihn und / suchte meinen schatten / vergebens". 1992 erschien im Verlag Gerhard Wolf janus press in Berlin ein inzwischen rarer, von Peter Böthig und Klaus Michael zusammengestellter Band mit Werken von Flanzendörfer: unmöglich es leben. texte bilder fotos. Zu Flanzendörfer, diesem literarischen Kraftgenie der kompromisslosen Art, informiert online am besten der Beitrag auf "planetlyrik" (https://www.planetlyrik.de/flanzendorfer-unmoglich-es-leben/2010/03/). – Gebrauchsspuren, gebräunt; mehrere Knicke, stark wasserrandig; linker Rand außerhalb der Heftung mit größerer Einkerbung. - Äußerst selten.

Lot 3204, Auction  127, Lao-Tse, Die Bahn und der rechte Weg + Beigabe

Lao-Tse
Die Bahn und der rechte Weg + Beigabe
Los 3204

Zuschlag
480€ (US$ 552)

Details

Lao-Tse. Die Bahn und der rechte Weg. Der chinesischen Urschrift nachgedacht von Alexander Ular. Vierte Auflage. 106 S., 1 Bl.. 22 x 14 cm. Senffarbener Maroquinband mit blindgeprägtem RTitel und Lederauflage in Rot und Schwarz auf dem VDeckel sowie KGoldschnitt in Halblederschuber. Leipzig, Insel, 1919.
Vgl. Sarkowski 979 A. – Wohlerhaltenes Exemplar im bibliophilen Handeinband. – Titel und Zwischentitel leicht fleckig, Titel auch mit dezenter Ziffernsignatur in Tinte – Dabei: Tschuang-Tse. Reden und Gleichnisse. Deutsche Auswahl von Martin Buber. Dritte Auflage. 2 Bl., 129 S. 22 x 14 cm. Senffarbener Maroquinband (leicht stockfleckig) mit blindgeprägtem RTitel und Lederauflage in Rot und Schwarz auf dem VDeckel sowie KGoldschnitt in Halblederschuber. Leipzig, Insel, 1920. - Vgl. Sarkowski 1783 A. - Wohlerhaltenes Exemplar im bibliophilen Handeinband. - Vereinzelte unbedeutende Stockflecken.

Lot 3207, Auction  127, Lukian von Samosata und Laurens, Henri - Illustr., Loukios ou l'ane

Lukian von Samosata und Laurens, Henri - Illustr.
Loukios ou l'ane
Los 3207

Zuschlag
700€ (US$ 805)

Details

"Das am reichsten ausgestattete Buch von Henri Laurens"
Laurens, Henri. - Lukian von Samosata (hier: Lucien de Samosate). Loukios ou l'ane. 88 S., 4 Bl. Mit 68 Original-Holzschnitten (teils zusätzliche in Linolschnitt) von Henri Laurens. 29,5 x 21 cm. Lose Lagen in illustr. OUmschlag, OPappdecke (Gelenke brüchig) und OPappschuber (beschabt, gebräunt und etwas fleckig). Paris, Tériade, 1947.
Monod 7471. Völker 24. Rauch 126. Artist and the Book 157, Anm. Strachan 106. – Eines von 190 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 250 Ex.). Im Druckvermerk vom Künstler signiert. Die Holzschnitte in Grau, Schwarz und teils in Gold. Die Übertragung der Texte stammt von E. Chambry, der Druck entstand bei P. Bouchet. "Die Originalplatten lassen deutlich werden, dass es sich um eine Vermischung von Holzschnitt- und Linolschnittechnik handelt. ... Durch ihren Schwarz-weiß-Gegensatz, durch Verwendung einer cremefarbenen Tonplatte bei kleinformatigen Kompositionen und durch gelegentliche Goldakzente, die auch in den Ornamentstreifen des Textes aufgenommen werden, stehen die Illustrationen zwischen Schwarzweiß- und Farbholzschnitt. Der Loukios ou l'ane ist das am reichsten ausgestattete Buch von Henri Laurens. Die Illustrationen begleiten den Text nicht nur, sondern bilden mit diesem auch eine optische Einheit." (B. Völker). – Teils minimal gebräuntes, sonst wohlerhaltenes sauberes Exemplar.

Cooper, Douglas und Léger, Fernand - Illustr.
Dessins de guerre 1915-1916
Los 3208

Zuschlag
180€ (US$ 207)

Details

Léger, Fernand. - Cooper, Douglas (Ed.). Fernand Léger - Dessins de guerre 1915-1916. 10 Bl. Mit 44 Abb. (eine farbig, 43 auf getöntem Hintergrund) auf Tafeln. OBroschur und lose Blatt. Zusammen in OPappmappe mit pochoirkoloriertem Umschlagtitel. In transparentem Schuber. Paris, Berggruen & Cie, 1956.
Nicht bei Monod. – Eines von 600 Exemplaren (Gesamtauflage: 650). Das Album mit Faksimiles der Tusch- und Bleistiftzeichnungen, die während des Ersten Weltkriegs entstanden. Nur knapp überlebte der Soldat Léger einen deutschen Giftgasangriff. – Sehr gut erhalten.

Lot 3210, Auction  127, Liebermann, Max, 24 farbige Faksimiledrucke

Liebermann, Max
24 farbige Faksimiledrucke
Los 3210

Zuschlag
200€ (US$ 230)

Details

Liebermann, Max. 24 farbige Faksimiledrucke nach Gemälden aus der Ausstellung seiner Werke in der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin aus Anlass seines 70. Geburtstages. 1 Bl. Titel und Inhaltsverzeichnis sowie 24 Heliogravüren. Lose Bl. in OHalbleinen-Flügelmappe (etwas berieben; Rücken an den Enden etwas zerschlissen). Charlottenburg, Photographische Gesellschaft Kunstverlag, (1917).
Eines von 200 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Aufwendig produzierte Geburtstagsgabe mit Werken Liebermanns von 1872 (Häuser in Scheveningen) bis 1909 (Selbstbildnis). Das Inhaltsverzeichnis nennt jeweils auch die Besitzer (u. a. Paul Cassirer). – Wohlerhalten; die Seidenpapierblätter vor den Tafeln gebräunt und teils etwas fleckig.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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