Straße in Koserow
Tempera auf bräunlichem Velin. 1952.
36,4 x 48 cm.
Unten rechts mit Feder in Schwarz über Bleistift signiert "Kuhfuss".
Hellwich/Röske 52/8.
In Koserow auf Usedom widmet sich Paul Kuhfuss nicht etwa dem Meer, sondern zeichnet mit Hingabe in seiner ganz eigenen Handschrift Kopfsteinpflaster, Treppenstufen und die kleinstädtische Straßenflucht. Eine ornamental-poetische Bildauffassung dominiert die späte, stimmige Zeichnung.
Provenienz: Privatbesitz Sachsen-Anhalt
Mundharmonikaspieler
Lithographie auf Bütten. 1913.
32,5 x 26 cm (41 x 33,9 cm).
Signiert "Otto Lange" (ligiert).
Schönjahn L 8, Boettger 44.
Kräftiger Druck der seltenen Lithographie mit Rand.
Untergehende Menschen
Kaltnadel auf Velin. 1914.
45,1 x 25,9 cm (58,7 x 41 cm).
Unten rechts mit dem Nachlaßstempel (verblasst) und der Signatur von Anita Lehmbruck.
Petermann 126 II.
Exemplar des endgültigen Zustandes in einem prachtvollen posthumen Abzug mit breitem Rand.
Quittenstilleben
Öl auf Malpappe. 1922.
24 x 32,5 cm.
Oben links mit Pinsel in Schwarz signiert "F. Levasti" und datiert.
Harmonisches Stilleben in fein abgestimmten Farbkontrasten. In der Lebendigkeit ihres pastosen Farbauftrags zeigt sich die italienische Künstlerin von der Macchiaioli-Bewegung beeinflusst. Verso eine weitere, unvollendete Komposition Levastis, "Stilleben mit Äpfeln und Birne".
Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland
Auf dem Kartoffelfeld
Radierung mit Kaltnadel auf Japanbütten. 1891.
16,5 x 22 cm (38 x 48 cm).
Signiert "MLiebermann".
Schiefler 18 VII.
Ausgezeichneter Druck mit dem vollen, sehr breiten Rand, unten mit dem Schöpfrand.
Schafherde unter Bäumen
Radierung auf Japanbütten. 1892.
19,6 x 24 cm (37,5 x 52,5 cm).
Signiert "MLiebermann".
Schiefler 23 II.
Ganz ausgezeichneter Druck mit dem wohl vollen Rand.
Heerengracht in Amsterdam
Radierung, Kaltnadel und Vernis mou auf Van Gelder Zonen-Bütten. 1896.
9 x 18 cm (28,7 x 36,6 cm).
Signiert "MLiebermann".
Schiefler 38 VI.
Wohl der letzte Zustand der kleinen Platte mit den bei Schiefler beschriebenen Schlängel- und Kritzellinien in den Baumkronen, der Rest etwas matter im Ton. Ganz ausgezeichneter Druck mit dem vollen Schöpfrand.
Theodor Fontane
Lithographie auf festem Velin. 1896.
26,8 x 21,9 cm (50 x 32 cm).
Signiert "MLiebermann".
Schiefler 42 II b 2, Söhn HdO 52701-1.
Erschienen in Pan, Jahrgang II, Heft 1, 1896, mit dem Blindstempel unten rechts. Prachtvoller Druck dieses ausdrucksstarken Portraits, mit breitem Rand.
Badende Jungen
Lithographie auf Bütten. 1909.
20,5 x 33,2 cm (31,2 x 45 cm).
Signiert "MLiebermann". Auflage 30 Ex.
Schiefler 100 b.
Erschienen im Verlag von Bruno Cassirer, Berlin, mit dessen Blindstempel unten links, in einer Gesamtauflage von 35 Exemplaren. Ausgezeichneter Druck mit breitem Rand.
Korso auf dem Monte Pincio
Radierung mit Kaltnadel auf Van Gelder Zonen-Bütten. 1911.
22 x 31 cm (32,5 x 41,5 cm).
Signiert "MLiebermann". Auflage 50 num. Ex.
Schiefler 118 VI.
Erschienen im Verlag von Paul Cassirer, Berlin. Prachtvoller, tiefschwarzer Druck mit breitem Rand.
Polo
Lithographie auf Japan. 1912.
22,5 x 30,7 cm (37,5 x 45,8 cm).
Signiert "MLiebermann". Auflage 75 Ex.
Schiefler 144 II b.
Aus der Auflage bei Bruno Cassirer, Berlin. Prachtvoller Druck mit sehr breitem Rand, links mit dem Schöpfrand.
Kinderstudien
Kaltnadel auf bräunlichem Velin. 1922.
20 x 22,8 cm (24,8 x 31,2 cm).
Signiert "MLiebermann". Auflage 100 Ex.
Schiefler 356 II b.
Exemplar des endgültigen Zustandes mit der Kindersilhouette unten links, aus der Auflage, die anlässlich des 50. Geburtstages von Bruno Cassirer einem Privatdruck beigegeben wurde. Ausgezeichneter Druck mit kleinem Rand.
Stehend schreibendes Kind
Kaltnadel auf Van Gelder Zonen-Bütten. 1922.
30 x 22,6 cm (51 x 33 cm).
Signiert "MLiebermann".
Schiefler 359 III b.
Aus der Auflage bei Paul Cassirer, Berlin. Ausgezeichneter Druck mit dem wohl vollen Rand, an zwei Seiten mit dem Schöpfrand.
Wärterin mit Kind
Lithographie auf feinem Japanbütten. 1926.
20,7 x 23,1 cm (31,5 x 43 cm).
Signiert "MLiebermann". Auflage 60 Ex.
Achenbach 113.
Aus der Folge "Max Liebermann. 9 Steinzeichnungen", erschienen im Verlag Bruno Cassirer, Berlin 1926. Ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand.
Femme en berceau, bras droit levé
Lithographie auf festem Bütten. Um 1925.
14,8 x 19,3 cm (32 x 49 cm).
Mit dem Künstlersignet "M". Auflage 100 num. Ex.
Guérin 267 III.
Exemplar des dritten, endgültigen Zustandes, erschienen in: Maîtres et Petits Maîtres d'aujourd'hui, herausgegeben von der Galerie des Peintres-Graveurs, Paris, mit deren Blindstempel unten rechts. Prachtvoller Druck mit sehr breitem Rand, links mit dem Schöpfrand. Beigegeben: Eine signierte Lithographie von Béla Czobel, "Weiblicher Halbakt", um 1925.
Die Katze von Aigina
Lithographie auf Velin. 1979.
26,3 x 20,5 cm (41 x 31 cm).
Signiert "G Marcks". Auflage 250 num. Ex.
Lammek L 202.
Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, rechts und unten mit dem Schöpfrand.
Männerbildnis
Pinsel in Schwarz über Bleistift auf bräunlichem Velin, in Passepartout montiert. 1932.
37 x 27,7 cm.
Auf dem Passepartout unten rechts mit Bleistift signiert "Hedwig Marquardt" und datiert, oben links bezeichnet "No. 2".
Holzschnittartig stilisierte, kontrastreiche Bildniszeichnung. Die erst in jüngerer Zeit wiederentdeckte Künstlerin Hedwig Marquardt lebte seit 1912 in Berlin, studierte bei Lovis Corinth und setzte sich mit der deutschen und internationalen Avantgarde auseinander, mit den Arbeiten der Galerie "Der Sturm", dem Blauen Reiter, den Orphisten und Kubisten, deren Einflüsse sich deutlich in ihrem Schaffen spiegeln.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Ovaler Teller mit Hahn
Eisenguss, geschwärzt. 1949.
19 x 23,6 cm.
Verso mit dem Künstlersignet sowie bezeichnet "H. E. Schniewind". Auflage ca. 50 Ex.
Schilling 322a.
Aus der Auflage in Eisen, entstanden für die Seidenweberei H. E. Schniewind, gegossen bei Gustav Schmäke, Düsseldorf. Ausgezeichneter Guss.
Selbstbildnis, radierend vor dem Spiegel im Atelier (Ludwig Meidner XXXI)
Radierung auf Velin. 1924.
26,8 x 20,8 (40,6 x 31 cm).
Signiert "Meidner".
Flammann 217, Söhn HdO 72721-6.
Die Auflage erschien in: Die Schaffenden, VII. Jahrgang, 1. Mappe, Euphorion Verlag, Berlin 1930, Hrsg. Paul Westheim, hier ohne den Blindstempel. Ausgezeichneter Druck mit zartem Plattenton und ausdrucksvollem Plattenschmutz, mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand.
Kopf eines Puddlers
Bronze mit dunkelbrauner Patina. 1885.
18,3 x 9,1 x 5 cm.
Oben rechts signiert "C. Meunier".
Meunier widmet sich in seinem Schaffen immer wieder Motiven aus dem Arbeiterleben, insbesondere dem des Puddlers im Eisenwerk. Indem er den erschöpften Arbeiter empathisch und ungeschönt darstellt, verdeutlicht Meunier die soziale Realität harter körperlicher Arbeit. Ausgezeichneter Guss mit homogener Patina.
Dunkler Tag im Moor
Kohle und farbige Kreide auf der Rückseite eines Briefumschlags. Um 1942.
14 x 19,2 cm.
Auf dem Unterlagepapier vom Sohn des Künstlers mit Bleistift bestätigt "Für Otto Modersohn, Chr. M.".
Die flache Landschaft mit ihren feuchten Wiesen und kahlen Bäumen und dem dicht an den Boden geduckten Haus schildert der Künstler mit vehementem Duktus und sicheren Linien der dunkeltonigen Kreiden. Seit 1936, als Modersohn auf dem rechten Auge erblindet war, malte er ausschließlich in seinem Atelier. Bei der vorliegenden Studie handelt es sich also um eine Naturerinnerung, um ein inneres Bild. Zeichnung auf der Rückseite eines an Modersohn adressierten, am 02.12.1941 abgestempelten Briefumschlags.
Provenienz: Familie des Künstlers
Galerie Rosenbach, Hannover (1980)
Hauswedell & Nolte, Hamburg, Auktion 11.12.2015, Lot 374
Privatbesitz Hessen
Sommerliche Landschaft mit Windmühle
Gouache auf Karton.
Ca. 13 x 19,3 cm (Rahmenausschnitt).
Unten rechts mit Pinsel in Schwarzgrün signiert "H. Mühlig".
Hugo Mühlig studierte nach erstem Unterricht bei seinem Vater, dem Dresdner Maler Meno Mühlig, an der Dresdner Kunstakademie. Stilistisch stand er zunächst unter dem Einfluss der Schule Ludwig Richters, entwickelte jedoch bald seinen eigenen, dem Impressionismus nahestehenden Stil. Nach seiner Übersiedlung nach Düsseldorf verbrachte er die Sommer häufig in der Willingshausener Künstlerkolonie, in deren Umgebung er Anregungen für seine Gemälde fand.
Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
"Kirchtag (Münster)"
Kreide in Schwarz auf festem Velinkarton. 1935.
23,6 x 15,2 cm.
Unten mittig signiert "Rich. Müller", datiert und betitelt, verso mit Bleistift nochmals signiert "Rich. Müller", bezeichnet "Münster in Constanz a. Bodensee" und numeriert "26".
Äußerst präzise und detailgenaue Kreidezeichnung des Münsters in Konstanz.
Am Meer
Radierung auf blaugrauem Saint Mars-Bütten. Um 1900.
22,8 x 17,8 cm (45 x 30,5 cm).
Signiert "Rich. Müller" und bezeichnet "I. Zustand I. Abzug".
Günther 52.
Abzug vom ersten Zustand vor der kleinen Auflage von 10 Exemplaren. Das Blatt zeigt beispielhaft Müllers Auseinandersetzung mit den symbolistischen Bestrebungen der Jahrhundertwende. Prachtvoller, klarer Druck mit dem vollen Rand, an drei Seiten mit dem Schöpfrand. Selten.
Wolken ziehen
Radierung auf Velin. 1919.
26,7 x 28,3 cm.
Unten rechts signiert "Rich. Müller" und bezeichnet "I. Zustand I. Abzug".
Günther 100.
Ganz ausgezeichneter Druck mit zartem Plattenton, mit Rand um die Plattenkante.
Encephalocranioskopie (Hirnschädelschau)
Radierung in Dunkelbraun auf festem Japan. 1920.
33,8 x 22,6 cm (48,9 x 28,2 cm).
Signiert "Rich. Müller" und bezeichnet "II. Zustand 5. Abzug".
Günther 104.
Zustandsdruck vor der Gesamtauflage von 60 Exemplaren auf Japan oder Ingres-Bütten. Prachtvoller Abzug wohl mit dem vollen Rand, an drei Seiten mit Schöpfrand.
Atelierfenster
Radierung auf festem Kupferdruckpapier. 1925.
26 x 37 cm (55,3 x 56,5 cm).
Signiert "Rich. Müller" und bezeichnet "Probedruck".
Günther 132.
Prachtvoller, gratiger Druck mit tief eingeprägter Plattenkante, mit dem vollen Rand.
Abstrakte Komposition
Tuschpinsel und Gouache über Bleistift auf braunem Papier. 1922.
20,9 x 19 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "Olderock" und datiert.
Diese frühe Komposition von Max Olderock veranschaulicht die Suche nach Balance zwischen freier Form, geistiger Struktur und meditativ-abstrakter Gestaltung - geprägt von ausdrucksstarken Formen und Farben. Seine Werke werden dem mystischen Expressionismus zugeordnet. Nach einer Malerlehre studierte Olderock in Hamburg Malerei und Weberei und arbeitete als Bühnenbildner und Dekorateur. Besonders in den 1920er Jahren war er stark vom avantgardistischen Umfeld des Sturm beeinflusst und von der engen Verbindung zum Bauhaus-Künstler Lothar Schreyer geprägt. Verso mit Fragmenten einer weiteren, figürlichen Kohlezeichnung des Künstlers.
Provenienz: Grisebach Berlin, Auktion 248, 02.12.2017, Lot 1211
Privatbesitz Süddeutschland
Bildnis des Clowns Grock
Kreide in Schwarz und Bleistift, teils schwarz laviert und Farbstift in Rot auf Velin. Um 1923/24.
20 x 12,7 cm.
Seitlich rechts mit Bleistift signiert "Orlik", unten rechts mit Kreide in Schwarz bezeichnet "GROCK".
Der berühmte Akrobat, Musikclown und Komponist Grock, mit bürgerlichem Namen Charles Adrien Wettach, wurde von zahlreichen Künstlern, unter anderem auch von Erich Heckel, portraitiert. Orlik zeigt ihn im Brustbild, die expressive, charakteristische Mimik mit Akzenten in Rot betont.
Provenienz: Privatbesitz Hamburg
Bassenge, Berlin, Auktion 86, 05.12.2005, Lot 6990
Privatsammlung Berlin
Privatsammlung Süddeutschland
Orlik, Emil
Mädchen mit erhobenem Kopf (Profil nach rechts)
Los 8089
Schätzung
500€ (US$ 568)
Mädchen mit erhobenem Kopf (Profil nach rechts)
Bleistift, teils gewischt, und Rötel auf Velin. 1920er Jahre.
Ca. 20,5 x 12,5 cm.
Unten links mit dem roten Nachlaßstempel.
Leuchtend rote Akzente beleben das zarte Mädchenbildnis, dessen feine Schraffuren und Wischungen dem Portrait eine plastische Wirkung verleihen.
Provenienz: Ehemals Galerie von Abercron, Köln (mit deren Klebeetikett auf der Kartonrückseite)
Van Ham, Köln, wohl Auktion 255 (mit deren Klebeetikett auf der Kartonrückseite)
Privatbesitz Süddeutschland
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
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