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Lot 2168, Auction  127, Weiße, Christian Felix, Selbstbiographie

Weiße, Christian Felix
Selbstbiographie
Los 2168

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Weiße, Christian Felix. Selbstbiographie. Herausgegeben von dessen Sohne Christian Ernst Weiße und dessen Schwiegersohne Samuel Gottlob Frisch. Mit Zusätzen von den Leztern. VIII, 329 S., 3 Bl. Mit gestochenem Portrait-Frontispiz und gestochenem Titel mit Vignette. 21,5 x 13 cm. Moderner marmorierter Halbleinenband mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Leipzig, Georg Voß, 1806.
Goedeke IV/1, 138 h. Klaiber 78. Westphal 114. Beyer-Fröhlich 178. Borst 1044. – Erste Ausgabe der umfangreichsten Quelle zum Leben Christian Felix Weisses (1726-1804), der "als Singspieldichter und Jugendschriftsteller sich bleibende Verdienste um seine Zeit erwarb. Die Teilnahme für das literarische Leben, für das Theater, die Erziehungsbestrebungen seiner Zeit, ein beachtenswerter Natursinn geben diesen Aufzeichnungen eine größere Fülle des Inhalts, als den eigentlichen Gelehrtenlebensläufen" (Klaiber). Aus den Briefen (u. a. von Hagedorn, Lessing, Uz, Garve, Blankenburg, Rabener, Gellert, Ewald von Kleist) von und an ihn zusammengestellt und mit über Jahre notierten mündlichen Äußerungen des Dichters ergänzt. "Gemütlich und amüsant als Lektüre ist die Selbstbiographie von Christian Felix Weisse. Es ist ein friedlicher Geist in seinen Aufzeichnungen, fern von allem literarischen und wissenschaftlichen Gezänk, leise moralisierend, aber mit sich und der Welt zufrieden. Wertvoll sind seine Berichte vom Berliner Theaterleben und den damaligen Schauspielern" (Beyer-Fröhlich). – Schwach braunfleckig, anfangs im Bug verstärkt. Durchgehend mit drei kleinen Löchern im Bug durch eine frühere Bindung.

Lot 2169, Auction  127, Westenrieder, Lorenz von, Leben des guten Jünglings Engelhof

Westenrieder, Lorenz von
Leben des guten Jünglings Engelhof
Los 2169

Schätzung
250€ (US$ 284)

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(Westenrieder, Lorenz von). Leben des guten Jünglings Engelhof. 2 Bände. 3 Bl., 423 S., 2 Bl; 1 Bl., 376 S. Mit 2 gestochenen Frontispices und 2 gestochenen Titelvignetten. 17,5 x 10,5 cm. Marmoriertes Leder d. Z. (etwas berieben, Deckel gering beschabt und kleinen Wurmspuren) mit reicher RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. München, Johann Baptist Strobl, 1781-1782.
Goed. IV/1, 610, 86. – Erste Buchausgabe, der Erstdruck erschien in Westenrieders Bairischen Beyträgen zur schönen und nützlichen Literatur (1779-81). Über den bedeutendsten bayerischen Roman der Aufklärung schreibt Sigrid von Moisy in dem Münchner Ausstellunghskatalog "Von der Aufklärung zur Romantik" (1984) unter Nr. 39: "In buntem Wechsel von fiktiven Dokumenten, Briefen, Tagebuchblättern und direkter Erzählform entwickelt Westenrieder die Schicksale eines unbemittelten und edelmütigen jungen Juristen auf dem Lande. Mit der Erziehung zweier Grafenkinder betraut, sucht Engelhof gleichzeitig reformierend in Justiz, Armenpflege und Volkserziehung zu wirken. In seiner Aufrichtigkeit und mangelnden Anpassungsfähigkeit an die etablierten Mächte wird er schließlich ein Opfer von Intrigen und Verleumdungen und stirbt jung. Beeinflußt von Rousseau, Goethes Werther`und Richardsons moralischen Romanen, versteht es Westenrieder, hier abseits der traditionellen Typen und Formen des Prüfungsromans oder des empfindsamen Romans einen Roman`zu schreiben, der Empfindsamkeit, Aufklärung und Christentum in sich vereinigt". – Etwas stockfleckig. Beide Titel und Frontispices sowie die ersten Lagen von Band II etwas feuchtrandig.

Lot 2170, Auction  127, Wieland, Christoph Martin, Agathon

Wieland, Christoph Martin
Agathon
Los 2170

Schätzung
300€ (US$ 341)

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"Für den denkenden Kopf von klassischem Geschmack"
(Wieland, Christoph Martin). Agathon. 4 Bände. Mit 4 gestochenen Frontispices und 4 gestochenen TVignetten. 15,5 x 9 cm. Halbleder d. Z. (Deckel fachmännisch restauriert, Ecken leicht bestoßen) mit floraler RVergoldung und 2 goldgeprägten farbigen RSchildern. Leipzig, Weidmanns Erben und Reich, 1773.
Goedeke IV/1, 552, 53. Günther-Zeilinger 574. Deusch 28b. – Zweite verbesserte und ergänzte Ausgabe des zuerst 1766 bis 1767 in Zürich erschienenen Werks, hier in einem Exemplar auf besserem Papier und mit den vier Titelkupfern. "Lessing erkannte sofort die überragende Bedeutung des Werks: 'Es ist der erste und einzige Roman für den denkenden Kopf von klassischem Geschmack' (Hamburgische Dramaturgie)." (Kindler NLL XVII, 640f.). Im Anhang von Teil IV mit dem 40seitigen Subsrkibentenverzeichnis, das neben der Prominenz der Zeit u. a. "Herrn Doctor Göthe, in Frankfurt am Mayn", "Herrn Consistorialrath Herder, in Bückeburg" und die Karschin in Berlin nennt. – Etwas braunfleckig. Auf den Titeln je zwei private Stempel.

Lot 2171, Auction  127, Wieland, Christoph Martin, Der goldne Spiegel

Wieland, Christoph Martin
Der goldne Spiegel
Los 2171

Schätzung
350€ (US$ 398)

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(Wieland, Christoph Martin). Der goldne Spiegel, oder die Könige von Scheschian, eine wahre Geschichte. Aus dem Scheschianischen übersetzt. 4 Bände. Mit 4 gestochenen Frontispices und 4 gestochenen Titelvignetten von Geyser nach Mechau. 16 x 9,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben, Ecken leicht bestoßen) mit floraler RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Leipzig, M. G. Weidmanns Erben und Reich, 1772.
Goedeke IV/1, 555, 66. Günther-Zeilinger 604. Rümann 1927. Deusch 24. Holzmann-Bohatta IV, 3260. – Erste Ausgabe des in der Tradition des antiken philosophisch-didaktischen Staatsromans stehenden Fürstenspiegels, erschienen in einer Auflage von 2500 Exemplaren. "Dieser Fürstenspiegel, mit dem Wieland seine 'Hoffähigkeit' erweisen wollte, an der man nach den frivolen Verserzählungen seiner Jugend zweifelte, trug ihm 1772 die Berufung zum Erzieher Karl Augusts, des Sohnes der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar ein" (KLL III, 978 ff.). – Etwas braunfleckig, Titel mit gestempelten alten Eignerinitialen, fl. Vorsatz mit modernem Exlibris. Dekorativ gebundenes Exemplar.

Lot 2172, Auction  127, Winckelmann, Johann Joachim, Briefe an einen seiner vertrautesten Freunde

Winckelmann, Johann Joachim
Briefe an einen seiner vertrautesten Freunde
Los 2172

Schätzung
180€ (US$ 205)

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Winckelmann, Johann Joachim. Briefe an einen seiner vertrautesten Freunde in den Jahren 1756 bis 1768 nebst einem Anhange von Briefen an verschiedene andere Personen. 2 Teile in 1 Band. IV, 208 S., 2 Bl., 172 S., 1 Bl. 18,5 x 11,2 cm. Halbleder d. Z. (Kanten bestoßen, sehr kl. Wurmspur im Leder) mit 2 goldgeprägten RSchildern und dezenter RVergoldung mit Fileten um die Bünde herum. Berlin und Stettin, Friedrich Nicolai, 1781.
Goedeke IV/I, 301. Ruppert 21. Raabe, Kat. Nicolai 402. – Erste Ausgabe. Briefe an Freunde Winckelmanns, darunter Heinrich Wilhelm Muzel (1723-1782) und Baron von Stosch (1691-1757). Die Sammlung, kurz nach Winckelmanns Ankunft in Italien begonnen, bietet überwiegend selbstkommentierende Nachrichten zu seinen eigenen Arbeiten; die Briefe des Anhanges enthalten zudem Mitteilungen zu Literatur- und Kunstangelegenheiten, Einblicke in sein häusliches Leben sowie charakterkundliche Züge. – Titel gestempelt "Fürstensteiner Bibliothek". Gering gebräunt und stockfleckig, insgesamt schönes Exemplar.

Lot 2173, Auction  127, Zigler und Kliphausen, Heinrich Anselm von, Asiatische Banise

Zigler und Kliphausen, Heinrich Anselm von
Asiatische Banise
Los 2173

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Zigler und Kliphausen, Heinrich Anselm von. Asiatische Banise, oder blutiges doch muthiges Pegu, in historischer und mit dem Mantel einer Helden- und Liebes-Geschicht bedeckten Wahrheit beruhende. Diesem füget sich bey eine aus dem Italiänischen übersetzte theatralische Handlung, benennet: Der tapffere Heraclius. 7 Bl., 696 S. 16 x 9,5 cm. Pergament d. Z. (stärker fleckig und berieben). Leipzig, Thomas Fritsch, 1716.
Dünnhaupt VI, 4333, 5.I.5. Goedeke III, 259, 51f. Jantz II, 2803. Hayn-Gotendorf VIII, 646. – Vierter Druck bei Thomas Fritsch, der Erstdruck des "höfisch-historischen Liebes- und Staatsroman(s) par excellence" (Dünnhaupt) erschien 1689 ebenda bei Gleditzsch und erfreuter sich enormer Beliebtheit. Im Jahr 1724 erschien eine bibliographisch eigenständige Fortsetzung des Romans von Johann Georg Hamann. – Es fehlt wohl das Frontispiz. Vorderes Vorsatz modern erneuert, hinteres Gelenk angeplatzt, Buchblock mittig etwas verzogen. Etwas gebräunt, Titel und Schlussblatt auch fleckig. Innenspiegel mit montiertem Exlibris.

Lot 2174, Auction  127, Zindel, Christian Siegmund, Der Eislauf oder das Schrittschuhfahren

Zindel, Christian Siegmund
Der Eislauf oder das Schrittschuhfahren
Los 2174

Schätzung
2.000€ (US$ 2,273)

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Ein Tanz auf Silberkristallen
Zindel, Christ(ian) Siegm(und). Der Eislauf oder das Schrittschuhfahren, ein Taschenbuch für Jung und Alt. Mit Gedichten von Klopstock, Göthe, Herder, Cramer, Krummacher etc. IV, 180 S. Mit gestochenem Frontispiz und 5 Kupfertafeln von Adam Klein. 17,5 x 9,5 cm. Illustrierter OPappband (gebräunt und etwas berieben) mit Grünschnitt. Nürnberg, Campe, 1825.
Goedeke IV/3, 223, 7. Köhring 43. Lanckoronska-Rümann 164. Hayn-Gotendorf VIII, 658. Lipperheide Thb 8. – Einziger Druck dieser ersten deutschen Veröffentlichung, die sich ganz dem Schlittschuhlaufen widmet. Enthält eine Anleitung mit technischen Erläuterungen der Kupfer, Formen der Schritt- und Schlittschuhe, Figuren und Techniken des Eislaufs, Vorsichtsmaßnahmen, ferner über Wettläufe, Schnelligkeitsrekorde, Eisfeste, Pariser Novitäten und Kuriositäten, Kleidung etc. Der umfangreiche Anhang mit zahlreichen poetischen Beiträgen und Briefen zum Thema, u. a. von Klopstock, dem passionierten Schlittschuhläufer Goethe, ferner von Herder, Platen und Ramler ("Wir tanzen, wir schweben auf tönendem Meer, auf Silberkrystallen dahin und daher: Der Stahl ist uns Fittig, der Himmel das Dach, die Lüfte sind eilig und schweben uns nach. So gleiten wir, Brüder! mit fröhlichem Sinn auf eherner Tiefe das Leben dahin." Herder). Das Frontispiz zeigt den Dutzendteich bei Nürnberg mit einer sich auf dem Eis tummelnden Menschenmenge, der illustrierte Einband mit allegorischen Darstellungen auf den Winter. – Die Tafeln gering fleckig. Sehr schönes und sauberes Exemplar auf festem, etwas bläulichem Papier. - Von großer Seltenheit.

Lot 2175, Auction  127, Daniel, Gabriel, Voiage du monde de Descartes

Daniel, Gabriel
Voiage du monde de Descartes
Los 2175

Schätzung
180€ (US$ 205)

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PHILOSOPHIE
(Daniel, Gabriel). Voiage du monde de Descartes. 9 Bl., 437 S. Mit Holzschnitt-Titelvignette, doppelblattgroßer Holzschntitt-Tafel und einigen Textholzschnitten. 16,5 x 10 cm. Leder d. Z. (berieben und bestoßen, Kapitale defekt) mit RVergoldung (ohne das RSchild). Paris, Simon Benard, 1690.
Cioranescu, 23362. Barbier IV, 1081. De Backer-Sommervogel II, 1796.1. – Erste Ausgabe der kritischen philosophisch-theologischen Abhandlung über die Metaphysik des Descartes, "eine in Form einer Reisebeschreibung gehüllte Widerlegung des cartesischen Systems, die so großes Aufsehen erregte, daß sie in englischen, italienischen und lateinischen Uebersetzungen erschien" (Wetzer-Welte III, 1377) – Gering fleckig.

Lot 2176, Auction  127, Feder, Johann Georg Heinrich, Untersuchungen über den menschlichen Willen, dessen Naturtriebe, Veränderlichkeit, Verhältniß zur Tugend und Glückseligkeit und die Grundregeln, die menschlichen Gemüther zu erkennen und zu regieren

Feder, Johann Georg Heinrich
Untersuchungen über den menschlichen Willen, dessen Naturtriebe, Veränderlichkeit, Verhältniß zur Tugend und Glückseligkeit und die Grundregeln, die menschlichen Gemüther zu erkennen und zu regieren
Los 2176

Schätzung
120€ (US$ 136)

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Feder, Johann Georg Heinrich. Untersuchungen über den menschlichen Willen, dessen Naturtriebe, Veränderlichkeit, Verhältniß zur Tugend und Glückseligkeit und die Grundregeln, die menschlichen Gemüther zu erkennen und zu regieren. Neueste Auflage. 3 Bände. Halbleder d. Z. (Rücken teils mit Läsuren, etwas berieben) mit goldgeprägten RSchildern. Linz, Trattner 1785-1787.
Eisler 168. – Erste Ausgabe, 1794 erschien bei Trattner noch ein vierter Band. Wissenschaftliches Hauptwerk des Kant-Kritikers Feder (1740-1821), das unter anderem eine der ersten psychologischen Typenlehren enthält. Der Verfasser betont die fundamentale Bedeutung der Psychologie für die Philosophie, die er unter praktischen und empirischen Gesichtspunkten betrachtet. – Vorsätze mit alten Sepia-Eintragungen, die entfernt und teils durch Tintenflecken überdeckt sind.

Lot 2177, Auction  127, Hartmann, Eduard von, Philosophie des Unbewussten

Hartmann, Eduard von
Philosophie des Unbewussten
Los 2177

Schätzung
120€ (US$ 136)

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Hartmann, Eduard von. Philosophie des Unbewussten. Versuch einer Weltanschauung. IV, 678 S., 1 Bl. 21,5 x 14 cm. Halbleder d. Z. (Kapital beschädigt) mit goldgepr. RTitel. Berlin, Duncker, 1869.
Kosch VII, 406. – Erste Ausgabe. – Durchgehend gebräunt.

Lot 2178, Auction  127, Hobbes, Thomas, Opera philosophica. Amsterdam, J. Blaeu, 1668. – Erster Druck der ersten Gesamtausgabe

Hobbes, Thomas
Opera philosophica. Amsterdam, J. Blaeu, 1668. – Erster Druck der ersten Gesamtausgabe
Los 2178

Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)

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Hobbes, Thomas. Opera philosophica, quae Latinè scripsit, omnia. Ante quidem per partes, nunc autem, post cognitas omnium objectiones, conjunctim & accuratius edita. 8 Teile in 2 Bänden. Mit gestochenem Portrait, 30 (statt 31) teils gefalteten Kupfertafeln mit Diagrammen, 14 Textkupfern und einigen schematischen Textholzschnitten. 20 x 15 cm. Leder d. Z. (etwas berieben und bestoßen, Kapitale lädiert, Gelenke teils gering angeplatzt) mit RVergoldung (diese stärker berieben). Amsterdam, Johann Blaeu, 1668.
MacDonald-Hargreaves 104. Sotheran 9339. Brunet III, 239. Wellcome III, 280. Vgl. Wing 2252a. – Erster Druck der ersten Gesamtausgabe, ein zweiter kollationsgleicher Druck erschien im gleichen Jahr mit der zusätzlichen Verlegeradresse von C. Bee in London. Enthält die erste lateinische Fassung des Leviathan, ferner je etwa zur Hälfte staatswissenschaftliche und naturwissenschaftlich-medizinische Werke. – Es fehlt eine Tafel. Portrait im unteren Bug etwas gelöst, Blatt Cii mit kleinem Randeinriss, Band I anfangs mit kleiner Wurmspur im Bug. Etwas braunfleckig, stellenweise papierbedingt etwas stärker gebräunt, mit gelegentlichen Anstreichungen. Vorsätze leimschattig.

Lot 2179, Auction  127, Kant, Immanuel, Critik der practischen Vernunft

Kant, Immanuel
Critik der practischen Vernunft
Los 2179

Schätzung
1.500€ (US$ 1,705)

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Kant, Immanuel. Critik der practischen Vernunft. 292 S. 19,5 x 12 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen, oberes Kapital mit kleiner Fehlstelle) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Riga, Johann Friedrich Hartknoch, 1788.
Warda 112. Adickes 67. – Erste Ausgabe von Kants zweiter Kritik, die seine Theorie der Moralbegründung enthält. Bis heute eines der wichtigsten Werke der Praktischen Philosophie überhaupt. Mit dem kategorischen Imperativ: "Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne." – Etwas stärker leimschattig, sonst schön und wohlerhalten. Innenspiegel mit altem Besitzeintrag.

Lot 2180, Auction  127, Kant, Immanuel, Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre [und:] Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre

Kant, Immanuel
Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre [und:] Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre
Los 2180

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Kant, Immanuel. Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre. XII, 235 S. 20 x 12 cm. Moderner Pergamentband (signiert: "Irmgard Smidt") mit RTitel. Königsberg, Friedrich Nicolovius, 1797.
Die Metaphysik der Sitten I. Warda 171. Adickes 90. – Erste Ausgabe. Mit dem Impressum auf Seite 235 "Leipzig, gedruckt bey Christian Friedrich Solbrig." und verso dem Druckfehlerverzeichnis. – Gering fleckig. Ohne die beiden bei Warda genannten Obertitel. – Beigebunden: Derselbe. Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre. 1 Bl., X, 190 S., 1 Bl. (Errata). Ebenda 1797. - Warda 176. - Erste Ausgabe des zweiten Teils der Metaphysik der Sitten, hier allerdings nur mit dem ersten der beiden bei Warda genannten Obertitel. - Gering fleckig.

Lot 2181, Auction  127, Kant, Immanuel, Zum ewigen Frieden

Kant, Immanuel
Zum ewigen Frieden
Los 2181

Schätzung
240€ (US$ 273)

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Kant, Immanuel. Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf. 104 S. 16,5 x 10 cm. Pappband d. Z. (stärker berieben und bestoßen, Rücken mit schwachen Schabspuren). Königsberg, Friedrich Nicolovius, 1795.
Warda 155. Carter-Muir 226. Vgl. Goedeke V, 3, 18. – Zweiter Druck der ersten Ausgabe, mit dem bei Warda genannten Kennzeichen (Kustode "welt" auf Seite 3). "In der politischen Schrift 'Zum ewigen Frieden', die bei ihrem Erscheinen starke Beachtung fand, stellte Kant sechs Präliminarartikel und drei Definitivartikel zum ewigen Frieden der Staaten auf ... Der ewige Friede ist nicht ein utopisches Ideal, sondern die Idee einer moralisch-praktischen Aufgabe für die Politik, die innere und äußere" (Ziegenfuß). – Etwas stockfleckig. Es fehlt das Erratablatt am Schluss, das nicht allen Exemplaren beigebunden wurde.

Lot 2182, Auction  127, La Porte, Joseph de, Observations sur l'esprit des loix

La Porte, Joseph de
Observations sur l'esprit des loix
Los 2182

Schätzung
150€ (US$ 170)

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La Porte, Joseph de. Observations sur l'esprit des loix, ou l'art de lire ce livre, de l'entendre et d'en juger. 198 S. 16 x 10 cm. Marmorierter Lederband d. Z. (leicht berieben, gering beschabt und bestoßen) mit reicher RVergoldung, goldgeprägtem RSchild und Stehkantenvergoldung. Amsterdam, Pierre Mortier, 1751.
Vgl. Barbier III, 615. Nicht bei De Backer-Sommervogel. – Eine von zwei im Jahr des Erstdrucks erschienenen Ausgaben. Interpretationshilfe zu Montesquieus geschichtsphilosophischem und staatstheoretischem Hauptwerk Vom Geist der Gesetze, das 1748 in Genf erschien. – Gering gebräunt, fl. Vorsatz mit hs. Besitzvermerk.

Lot 2183, Auction  127, Lipsius, Justus, Manuductionis ad Stoicam philosophiam libri tres

Lipsius, Justus
Manuductionis ad Stoicam philosophiam libri tres
Los 2183

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Lipsius, Justus. Manuductionis ad Stoicam philosophiam libri tres: L. Annaeo Senecae, aliisque scriptoribus illustrandis. Editio secunda, atque ab ultima auctoris manu. 6 Bl., 212 S., 2 Bl. Mit gestochener Druckermarke. 27 x 17,5 cm. Moderner Pergamentband. Antwerpen, Plantin-Moretus, 1610.
Ziegenfuß II, 64. – Zweite Ausgabe der zuerst ebenda 1604 erschienenen philosophischen Schrift über den Stoizismus. Justus Lipsius (1547-1616) wirkte als Professor in Löwen. – Gleichmäßig etwas gebräunt, erstes Blatt der Widmung mit unbedeutender kleiner Fehlstelle im oberen Rand.

Lot 2184, Auction  127, Locke, John, De intellectu humano

Locke, John
De intellectu humano
Los 2184

Schätzung
220€ (US$ 250)

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Locke, John. Libri IV de intellctu humano. Novissima editio ... cura Gotthelff Henr. Thiele. 7 Bl., 79 S., 23 Bl., 1 w. Bl., 1000 S. 17 x 10,5 cm. HPergament d. Z. (fleckig und etwas beschabt) mit handschr. RTitel. Leipzig, Th. Georg, 1741.
Spätere Ausgabe der lateinischen Übersetzung des 1690 zuerst erschienenen "Essay Concerning Humane Understanding", des Klassikers der empiristischen Erkenntnistheorie. – Ohne das gestoch. Frontispiz. Titel mikt Besitzvermerk von alter Hand; gebräunt.

Lot 2185, Auction  127, Mably, Gabriel Bonnot de, Gespräche des Phocion über die Beziehung der Morale mit der Politik

Mably, Gabriel Bonnot de
Gespräche des Phocion über die Beziehung der Morale mit der Politik
Los 2185

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Mably, Gabriel Bonnot de. Gespräche des Phocion über die Beziehung der Morale mit der Politik. Aus dem Griechischen des Nicocles. Mit Anmerkungen aus dem Französischen des Herrn Abt Mably übersetzt (von Hanns Conrad Vögelin). 2 Bl., 295 S. 17 x 10 cm. Pappband. Zürich, Heidegger und Comp., 1764.
Hamberger-Meusel IV,94. Fromm IV,15674. Vergl. Winter, Compendium Utopiarium 183F und Ziegenfuß II,94 (beide nur die franz. Ausgabe). – Erste Ausgabe. Eine moralphilosophische Utopie des 18. Jahrhunderts. "Mably trat für eine sozialistische Ordnung der Gesellschaft ein und verlangte Gleichheit und Wohlwollen als ihre Grundlagen. Die Übersetzung aus dem Griechischen ist fingiert. Mit dem gestochenen Exlibris "Emanuel Wetzel" (Lehrer und Friedensrichter aus Brugg, der in Kontakt mit Pestalozzi stand). – Titel und ersten drei Blätter etwas braun- und fingerfleckig sowie leicht knickspurig.

Lot 2186, Auction  127, Meiners, Christoph, Vermischte philosophische Schriften

Meiners, Christoph
Vermischte philosophische Schriften
Los 2186

Schätzung
450€ (US$ 511)

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Meiners, Christoph. Vermischte philosophische Schriften. 3 Bände. Mit 3 gestochenen Titelvignetten. 16 x 9,5 cm. Halbleder d. Z. (Ecken minimal bestoßen) mit floraler RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Leipzig, Weygand, 1775-1776
Vgl. Ziegenfuß II, 143. – Erste Ausgabe der Schriftenauswahl des umstrittenen Göttinger Schriftstellers und Kantgegners Christoph Meiners (1747-1810), der eine Reihe popularphilosophischer Arbeiten verfasste und bei seinen akademischen Kollegen Georg Forster und Georg Christoph Lichtenberg kein hohes Ansehen genoss, wie auch die ADB kritisch bemerkt: "Es trieb ihn eine Monomanie, die Mitwelt über alles Mögliche geschichtlich aufzuklären und so gelangte er zu einer hastigen Vielschreiberei, bei welcher neben manchem Richtigen durch flüchtige Benutzung des zerstreuten Materials sich mehrfach voreilige Annahmen ergaben, an welchen er aber eigensinnigst in öfteren Wiederholungen festhielt". Trotzallem wurde er 1775 zum ordentlichen Professor der Philosophie ernannt. – Sehr schönes Exemplar im dekorativen Einband einer zeitgenössischen Adelsbibliothek, mit entsprechendem montierten Wappenexlibris.

Lot 2187, Auction  127, Nietzsche, Friedrich, Die Geburt der Tragödie

Nietzsche, Friedrich
Die Geburt der Tragödie
Los 2187

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Nietzsche, Friedrich. Die Geburt der Tragödie. Oder: Griechenthum und Pessimismus. Neue Ausgabe mit dem Versuch einer Selbstkritik. XVIII, IV, 144 S. 22 x 14,5 cm. Moderner Halblederband (illustrierter beschnittener OVorderumschlag eingebunden) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Leipzig, E. W. Friztsch, (1886).
WNB 25. – Erster Druck der erweiterten Fassung. Die ersten 18 Seiten und der Zwischentitel auf leicht abweichendem Papier, bei den Seiten III/IV (Vorwort an Richard Wagner) und den Seiten 1-144 handelt es sich um die Druckbogen der zweiten Auflage von 1874. Nach Abschluss des Zarathustra konnte sich Nietzsche der Neuausgabe und Überarbeitung bereits erschienener Werke widmen. So veranstaltete er mit seinem wiedergewonnenen Verleger Fritzsch unter Verwendung noch vorhandener Restbogen sogenannte Titelauflagen. Bei Die fröhliche Wissenschaft und Die Geburt der Tragödie wurden jedoch nicht nur die Titelblätter erneuert, Nietzsche verfasste zudem bedeutende Vorreden, die hier erstmals im Druck erschienen. Seine wirkungsmächtige Basler Frühschrift über das Dionysische und das Apollinische erschien zuerst im Mai 1872. "Unter dem Zauber des Dionysischen schließt sich nicht nur der Bund zwischen Mensch und Mensch wieder zusammen: auch die entfremdete, feindliche oder unterjochte Natur feiert wieder ihr Versöhnungsfest mit ihrem verlorenen Sohne, dem Menschen." Nietzsches Schrift über Entstehung und Niedergang der griechischen Tragödie wurde von der etablierten Philologie aufgrund seiner intuitiven und irrationalen Schlüsse nicht ernst genommen und weitgehend ignoriert. Lediglich der junge Wilamowitz-Möllendorff, mit dem Nietzsche gemeinsam in Schulpforta die Schulbank drückte, wagte einen öffentlichen Tadel: "herr Nietzsche tritt ja nicht als wissenschaftlicher forscher auf: auf dem wege der intuition erlangte weisheit wird teils im kanzelstil, teils in einem raisonnement dargeboten, welches dem journalisten nur zu verwandt ist." Erwin Rohde sprang seinem Freund Nietzsche zur Seite und veröffentlichte seine Erwiderungsschrift Afterphilologie, in der er Nietzsches Thesen verteidigt und gegen Wilamowitz polemisiert. – Durchgehend mit Unter- und Anstreichungen in Bleistift.

Lot 2188, Auction  127, Sanchez de Liçaraço, Pedro Gerónimo, Generalis et admirabilis methodus ad omnes scientias facilius

Sanchez de Liçaraço, Pedro Gerónimo
Generalis et admirabilis methodus ad omnes scientias facilius
Los 2188

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Raimundus Lullus. - Sanchez de Liçaraço, P. G. Generalis et admirabilis methodus ad omnes scientias facilius, et scitius addiscendas: in qua eximij & piissimi Doctoris Raimundi Lullji ars brevis, explicatur: & multis exemplis, variisque quæstionibus, circa facultates, quæ in scholis docentur. 24 Bl., 426 S., 1 Bl. (Errata). Mit Holzschnitt-Druckermarke und 1 (statt 2) Volvellen. 19,5 x 14,5 cm. Halbpergament d. Z. (etwas fleckig und berieben, Innenspiegel modern erneuert). Tarazona, Carlos de Labáyen für Juan de Bonilla, 1619.
Brüning, Bibliographie der alchemistischen Literatur 1296. – Zweite Auflage des zuerst 1613 ebenda erschienenen umfangreichen methodischen Traktas zum Erlernen aller Wissenschaften, verfasst von dem aus dem spanischen Aragonien stammenden Theologen Pedro Gerónimo Sanchez de Liçaraço (gest. 1614), der an der Kathedrale von Tarazona als Dekan wirkte. Auf Grundlage der Lehren des mallorquinischen Philosophen und Mystikers Raimundus Lullus (1232-1315), die hier auch erläutert werden. Die eine der beiden vorhandenen Volvellen illustriert eine Art "Begriffskombinations-Maschine". – Es fehlt eine der beiden Volvellen (auf Seite 65). Blatt D2 mit Eckabschnitt (ohne Textverlust), Titel zur Hälfte gelöst, vorderes Innengelenk geplatzt. Insgesamt etwas gebräunt und braunfleckig. Zweispaltiger Druck.

Lot 2189, Auction  127, Saint-Martin, Louis Claude de, Irrthümer und Wahrheit

Saint-Martin, Louis Claude de
Irrthümer und Wahrheit
Los 2189

Schätzung
200€ (US$ 227)

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(Saint-Martin, Louis Claude de). Irrthümer und Wahrheit, oder Rückweiß für die Menschen auf das allgemeine Principium aller Erkenntniß. Aus dem Französischen übersetzt von Matthias Claudius. XVI, 614 S. 22,5 x 15 cm. Moderner marmorierter Halblederband. Breslau, Gottlieb Löwe, 1782.
Goedeke IV/1, 980, 17. Ziegenfuß I, 401. Fromm 23138. Wolfstieg 43100. – Erste deutsche Ausgabe. Das Werk erschien zuerst 1775, angeblich als Polemik gegen Boulangers L'antiquité dévoilée, dem Saint-Martin seinen Glauben an die schöpferische Kraft des Menschen entgegensetzte. Listig-charmant argumentiert er, dass der Mensch nicht nur der eigentliche Zweck der Weltschöpfung sei, sondern auch deren Herr und Meister. Die Kritik an verschiedenen Thesen der katholischen Kirche hatte zur Folge, dass das Buch auf den Index gesetzt wurde. – Etwas fleckig, am Schluss auch mit stellenweise deutlichem Feuchtigkeitsrand. Unbeschnittenes und breitrandiges Exemplar.

Lot 2190, Auction  127, Volney, Constantine-Francois de Chasseboef Comte de, Die Ruinen

Volney, Constantine-Francois de Chasseboef Comte de
Die Ruinen
Los 2190

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Volney, C.-F. de Chasseboef Comte de. Die Ruinen. Aus dem Französischen (von M. S. Forkel. Mit einer Vorrede von Georg Forster). 1 Bl., XVI, 272, 78 S. Mit gestochenem Frontispiz und 2 gefalteten Kupfertafeln. 18,5 x 11 cm. Marmorierter neuerer Halblederband mit goldgeprägtem RTitel und ornamentaler RVergoldung. Berlin, Friedrich Vieweg d. Ä., 1792.
Goedeke VI, 249, 55. Ziegenfuß II, 806. – Erste deutsche Ausgabe des zuerst 1791 in Genf erschienenen Hauptwerks des französischen Aufklärungsphilosophen und Orientreisenden Volney (1757-1820). – Durchgehend etwas stärker stockfleckig, Titel mit montiertem Monogrammschildchen.

Lot 2191, Auction  127, Volney, Constantine-François de Chasseboef Comte de, Les ruines ou meditation sur les revolutions des empires

Volney, Constantine-François de Chasseboef Comte de
Les ruines ou meditation sur les revolutions des empires
Los 2191

Schätzung
120€ (US$ 136)

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Volney, C.-F. de Chasseboef Comte de. Les ruines ou meditation sur les revolutions des empires. 235 S., 1 Bl. 21 x 13 cm. Broschur d. Z. (berieben und leicht geworfen). (Paris, Desenne), 1792.
Vgl. Cioranescu 63761. Ziegenfuß II 807. – Zweite Ausgabe des bedeutenden Werkes des Aufklärungsphilosophen der Französischen Revolution Constanine-François de Chasseboef Comte de Volney (1757-1820). – Unbeschnitten. Minimal fleckig. Vorsatz mit hs. Notizen.

Lot 2192, Auction  127, Wieland, Ernst Carl, Versuch über die natürliche Gleichheit der Menschen

Wieland, Ernst Carl
Versuch über die natürliche Gleichheit der Menschen
Los 2192

Schätzung
180€ (US$ 205)

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Wieland, Ernst Carl. Versuch über die natürliche Gleichheit der Menschen: Nebst einem Anhange über das Recht der Wiedervergeltung. 4 Bl., 135 S. 20 x 12 cm. Pappband aus dem 19. Jahrhundert (lichtrandig, berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Leipzig, Paul Gotthelf Kummer, 1782.
VD18 11399988. – Der Professor der Philospophie zu Leipzig Ernst Carl Wieland (1755-1828) behandelt in seinem Werk die "natürliche" Gleichheit der Menschen. Diese analysiert er zum Beispiel anhand des Triebes zur Selbsterhaltung, das Begehrungsvermögen, moralische Gesetze, Grenzen der natürlichen Freiheit, Genzen des natürlichen Rechts, Ursprung des Pflichtgefühls etc. – Knickspurig und leicht fleckig sonst gutes Exemplar. Sehr selten im Handel. – Dabei: Ueber die Gefahr, die den Thronen, den Staaten und dem Christenthume den gänzlichen Verfall drohet. Mit Datis und Urkunden belegt aus dem Archiv unsers Jahrhunderts. 1 Bl., 106 S. Mit gestochener Titel-Vignette. 17 x 9,5 cm. Leder d. Z. (berieben, bestoßen und leicht geworfen) mit TSchild. O. O. (München), o. Dr., 1791.

Lot 2193, Auction  127, Wolff, Christian von, Vernünftige Gedancken von den Kräfften des menschlichen Verstandes (und:) Ausführliche Nachricht von seinen eigenen Schrifften

Wolff, Christian von
Vernünftige Gedancken von den Kräfften des menschlichen Verstandes (und:) Ausführliche Nachricht von seinen eigenen Schrifften
Los 2193

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Wolff, Christian. Vernünftige Gedancken von den Kräfften des menschlichen Verstandes und Ihrem richtigen Gebrauche in Erkäntniß der Wahrheit, den Liebhabern der Wahrheit mitgetheilet. 12 Bl., 233 S., 6 Bl. Mit gestoch. Frontispiz. Titel in Rot und Schwarz. 17 x 10,5 cm. Leder d. Z. (Rücken etwas rissig, Gelenke angebrochen, Hinterdeckel mit Wurmspur) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Halle, Renger 1754.
Ziegenfuß II, 906. BBKL XIII, 1509ff. – Letzte Auflage des logisch-erkenntnistheoretischen Hauptwerks von Wolff, welches den ersten Band seiner deutschsprachigen philosophischen Schriften bildete. – Hinteres fliegendes Blatt entfernt, etwas altersfleckig bzw. gebräunt, in den Rändern stellenweise gebrauchsfleckig. – Beigebunden: Derselbe. Ausführliche Nachricht von seinen eigenen Schrifften, die er in deutscher Sprache von den verschiedenen Theilen der Welt-Weißheit heraus gegeben. 7 Bl., 672 S., 8 Bl. Mit gestochenem Frontispiz von P. Fehr. Titel in Rot und Schwarz. Frankfurt, J. B. Andreä & H. Hort, 1733. - Zweite Ausgabe. Wolff übertrug dem Vorbild von Thomasius folgend die lateinischen Fachausdrücke ins Deutsche. Damit begründete er die deutsche philosophische Terminologie und führte essentielle Begriffe wie Bewusstsein, Begriff, Vorstellung und Wissenschaft in den Diskurs ein.

Lot 2194, Auction  127, Basedow, Johann Bernhard, Nouvelle méthode d'éducation

Basedow, Johann Bernhard
Nouvelle méthode d'éducation
Los 2194

Schätzung
90€ (US$ 102)

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PÄDAGOGIK
Basedow, (Johann Bernhard). Nouvelle méthode d'éducation. Traduite de l'allemand par Michael Huber. XVI, 398 S. 19 x 11,5 cm. Marmorierter Lederband d. Z. (leicht berieben und gering beschabt) mit reicher RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Frankfurt und Leipzig, Gaspard Fritsch, 1772.
DG 12.6090. – Erste französische Ausgabe. – Zu Beginn und am Schluss etwas, sonst nur leicht gebräunt.

Lot 2195, Auction  127, Einzelne Gedanken, über Erziehung

Einzelne Gedanken
über Erziehung
Los 2195

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Einzelne Gedanken über Erziehung. 71 S. 15,5 x 10 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (etwas berieben, Rückenbezug mit kleinen Fehlstellen). Lübeck, o. Dr., 1802.
Einzige Druck der kleinen, anonym verfassten pädagogischen Schrift über Jünglingserziehung für Hauslehrer höherer Stände. "Sollte ein unbarmherziger Recensent gleich einem Raubthiere, diese Blätter als eine Beute für sich betrachten: immerhin - er recensire nach Belieben, der Verfasser und ich wollen darüber herzlich lachen und seine viele Mühe bedauern" (Vorrede des Herausgebers). Schöner Druck auf festerem Bütten. – Titel schwach fleckig, Innenspiegel mit zeitgenössischem Besitzeintrag. Über den KVK nur zwei bibliothekarische Standortnachweise in Leipzig (UB) und Berlin (Bibliothek für bildungsgeschichtliche Forschung).

Lot 2196, Auction  127, Fröbel, Friedrich Wilhelm August, Fortgesetzte Nachricht von der allgemeinen deutschen Erziehungsanstalt in Keilhau

Fröbel, Friedrich Wilhelm August
Fortgesetzte Nachricht von der allgemeinen deutschen Erziehungsanstalt in Keilhau
Los 2196

Schätzung
350€ (US$ 398)

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Fröbel, Friedrich Wilhelm August. Fortgesetzte Nachricht von der allgemeinen deutschen Erziehungsanstalt in Keilhau. 60 S., 1 Bl. Mit typographischer Falttafel. 19,5 x 12 cm. Interimsbroschur d. Z. mit RSchild. Rudolstadt, Hofbuchhandlung, 1823.
Heiland 6. – Seltene erste Ausgabe. "In einer eigenen Schule, 1816 in Giesheim bei Arnstadt gegründet, ein Jahr später nach Keilhau verlegt, versuchte Fröbel, Unterricht und Erziehung auf schöpferische Tätigkeit, Spiel und Arbeit zu gründen und dem Bruch zwischen Denken und Tun zu begegnen. Das Aufweisen der Gleichgesetzlichkeit in allen Lebenserscheinungen war das methodische Prinzip seines Unterrichts; 'nachgehende Erziehung' sollte dem Individuum den Raum lassen, sich frei entscheidend in die Forderung des göttlichen Gesetztes zu fügen" (NDB V, 644). "Seine pädagogischen Gedanken zeichnen sich durch Originalität, Gefühlstiefe und Kühnheit aus ... Fröbels pädagogische Anregungen, zumal seine Darstellung der kindlichen Phase, haben ihre Bedeutung bis in die Gegenwart nicht verloren" (KLL IV, 2460ff. mit ausführlicher Würdigung). Der bedeutende thüringische Pädagoge und Pestalozzischüler Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782-1852) gilt als Begründer des Kindergartens. – Oberer rechte Ecke mit schwacher Knickspur.

Lot 2197, Auction  127, Fröbel, Friedrich Wilhelm August, Ueber deutsche Erziehung überhaupt

Fröbel, Friedrich Wilhelm August
Ueber deutsche Erziehung überhaupt
Los 2197

Schätzung
350€ (US$ 398)

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Fröbel, Friedrich Wilhelm August. Ueber deutsche Erziehung überhaupt, und über das allgemeine Deutsche der Erziehungsanstalt in Keilhau insbesondere. 52 S. 17,5 x 11 cm. Interimsbroschur d. Z. Rudolstadt, Hofbuchhandlung, 1822.
Heiland 5. – Seltener erster Separatdruck der kleinen Werbeschrift für Fröbels erste Erziehungsanstalt in Keilhau, eine der frühesten Fröbelschriften überhaupt. Erschien zuerst im Allgemeinen Anzeiger der Deutschen (Nummern 273, 274 und 276). Ausgabe (SA aus: Allg. Anzeiger d. Deutschen 273-276). "In einer eigenen Schule, 1816 in Giesheim bei Arnstadt gegründet, ein Jahr später nach Keilhau verlegt, versuchte Fröbel, Unterricht und Erziehung auf schöpferische Tätigkeit, Spiel und Arbeit zu gründen und dem Bruch zwischen Denken und Tun zu begegnen. Das Aufweisen der Gleichgesetzlichkeit in allen Lebenserscheinungen war das methodische Prinzip seines Unterrichts; 'nachgehende Erziehung' sollte dem Individuum den Raum lassen, sich frei entscheidend in die Forderung des göttlichen Gesetztes zu fügen" (NDB V, 644). "Seine pädagogischen Gedanken zeichnen sich durch Originalität, Gefühlstiefe und Kühnheit aus ... Fröbels pädagogische Anregungen, zumal seine Darstellung der kindlichen Phase, haben ihre Bedeutung bis in die Gegenwart nicht verloren" (KLL IV, 2460ff. mit ausführlicher Würdigung). Der bedeutende thüringische Pädagoge und Pestalozzischüler Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782-1852) gilt als Begründer des Kindergartens. – Leicht stockfleckig.

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