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Lot 2139, Auction  127, Rousseau, Jean-Jacques, Émile, ou de l'éducation

Rousseau, Jean-Jacques
Émile, ou de l'éducation
Los 2139

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900€ (US$ 1,023)

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Rousseau, Jean-Jacques. Émile, ou de l'éducation. 4 Bände. Titel in Rot und Schwarz. Mit 5 Kupfertafeln nach Eisen. 19 x 12,5 cm. Marmorierte Kalbslederbände d. Z. (etwas beschabt und berieben) mit ornamentaler RVergoldung, je 2 goldgeprägten RSchildern (Band II fehlt eines) und dreifachen Deckelfileten. "A La Haye, Chez Jean Néaulme" (d. i. Paris, Duchsene), 1762.
McEachern, L'édition originale de l'Émile, in: Bulletin du Bibliophile, 1987-1, S. 20ff (Nr. 1A). – Erster Druck der ersten Oktavausgabe. Rousseau (1712-1778) ließ den Erstdruck des Émile in zwei verschiedenen Formaten (12mo und 8vo) von ein und demselben Stehsatz herstellen. Die strittige Frage nach der Priorität beider Drucke beantwortet McEachen durch den Vergleich von Druckfehlern und Auswertung von Rousseaus Korrespondenz mit dem Ergebnis, dass der Text der Ausgabe in Duodez vor dem der Oktavausgabe gedruckt wurde. Titel und Vorstücke wurden jedoch zuerst in Oktavo gesetzt und gedruckt, so dass die Oktavausgabe, trotz späteren Drucks, zuerst an die Öffentlichkeit gelangte.
"Im Sommer 1762 erschien kurz vor dem Contrat Social Rousseaus Emile oder über die Erziehung. Der Roman löste einen europaweiten Skandal aus. In Paris wurde der Emile sogleich verboten und selbst in Genf wurde das Werk kurz danach, am 19. Juni 1762, auf den Index gesetzt und öffentlich verbrannt. Sein Autor, der sich auf dem Titelblatt stolz als 'citoyen de Genève' bezeichnet hatte, war hier wie in Frankreich mit Verhaftung bedroht, der er nur durch rasche Flucht in die Schweiz entgehen konnte. Sicherheit fand er schließlich in der preußischen Enklave Neuchâtel. Gegen den zentralen Vorwurf, der Emile, vor allem sein IV. Buch mit dem 'Glaubensbekenntnis des savoyischen Vikars' und dem Plädoyer für natürliche Religion, versündige sich gegen Religion und Kirche, verteidigte sich Rousseau 1763 in dem ausführlichen und rhetorisch meisterhaften 'Brief an Herrn von Beaumont', den Erzbischof von Paris, Christoph de Beaumont, der ihn 1762 öffentlich verurteilt hatte. Das blieb zunächst ohne Erfolg, auch in Genf galt er weiterhin als gefährlicher Denker, so dass Rousseau, tief enttäuscht, auf sein Bürgerrecht verzichtete" (Kindler). – Es fehlt in Band III das Vakat-Blatt nach Seite 357. Breitrandiges und kaum fleckiges Exemplar.

Lot 2140, Auction  127, Runge, Philipp Otto, Hinterlassene Schriften

Runge, Philipp Otto
Hinterlassene Schriften
Los 2140

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450€ (US$ 511)

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Runge, Philipp Otto. Hinterlassene Schriften. Herausgegeben von dessen ältestem Bruder (J. D. Runge). 2 Bände. 2 Bl., 435 S.; XII, 554 S., 1 Bl. (Errata). Mit einem Selbstbildnis von Runge, lithographiert von Speckter, zusammen 7 (1 gefaltet) lithographischen Illustrationen nach Runge von Speckter und gefalteter Musikbeilage. 215 x 13,5 cm. Neuerer marmorierte Pappbände mit goldgeprägtem RSchild. Hamburg, Perthes, 1840-1841.
Goedeke VI 48, 2. Ehmcke-Hobr. 18. Rümann 2177. Borst 1961. – Erste Ausgabe dieser wichtigen Quellensammlung zu Runges Leben und Werk sowie seinen Kontakten zu den deutschen Romantikern. Enthält die beiden plattdeutschen Märchen vom Machandelboom und vom Fischer und syne Fru. Der zweite Teil mit der Korrespondenz enthält auch den Briefwechsel mit Goethe über dessen Farbenlehre. Die ornamentalen Lithographien zählen zu den bedeutendsten Zeugnissen romantischer Symbolsprache. Die Musikbeilage enthält die "Hymne" der Romantiker, Die Blume der Blumen mit Text von Runge zu einer Melodie von Luise Reichard. Mit dem Subskribentenverzeichnis in Band II und dem Erratablatt. – Mal mehr, mal weniger stockfleckig.

Lot 2141, Auction  127, Saint-Pierre, Jacques-Henri Bernardin de, Paul et Virginie. Konvolut von 6 kolorierten Kupferstichen

Saint-Pierre, Jacques-Henri Bernardin de
Paul et Virginie. Konvolut von 6 kolorierten Kupferstichen
Los 2141

Schätzung
800€ (US$ 909)

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Saint-Pierre, Jacques-Henri Bernardin de. Paul et Virgine. Konvolut von 6 kolorierten Kupferstichen von J. Duthé nach Michel Lambert. 32,5 x 38,5 cm (Plattenrand). Unter Glas in goldgeprägter Holzprofilleiste. Paris, Tessari, um 1840.
Wunderbare Stiche zu der Tragödie von Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre (1737-1814). Mit den Szenen "Le Naufrage de Virgine", "Les adieux de Virgine", "Paul et Virginie surpris par la pluie", "Le repos de Virgine", "Paul et Virginie avec l Gouverneur" und "Paul et Virginie retrouvés". – Teils etwas lichtrandig, braunfleckig und minimal feuchtrandig. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.

Lot 2142, Auction  127, Sammelband, mit 6 Ausgaben verschiedener Frankfurter Mundartstücke

Sammelband
mit 6 Ausgaben verschiedener Frankfurter Mundartstücke
Los 2142

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250€ (US$ 284)

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Sammelband mit 6 Ausgaben verschiedener Frankfurter Mundartstücke. 16 x 10 cm. Moderner Pappband mit goldgeprägtem RSchild. Frankfurt, verschiedene Verlage, 1833-1838.
I. (Karl Malss). Die Entführung oder der alte Bürger-Capitain. Ein frankforter heroisch-borgerlich Lustspiel in zwei Aufzügen. Vierte vermehrte Auflage. XV S., 1 Bl., 133 S. Mit kolorierter lithographischer Tafel. Frankfurt, Franz Varrentrapp, 1833. - II. (Derselbe). Herr Hampelmann oder die Landparthie nach Königstein. Frankfurter Lokal-Skizze in vier Bildern. Dritte Auflage. VI S., 1 Bl., 80 S. Mit kolorierter lithographischer Tafel. Ebenda 1836. - III. (Friedrich Wilhelm von Hoven). Hampelmann's Bad- und Reiseabentheuer. Lokal-Posse in zwei Abtheilungen. 2 Bl., 118 S. Frankfurt, Döring, 1839. - IV. (Karl Malss). Die Jungfern Köchinnen. Lokalposse in einem Act. XII, 81 S. Mit kolorierter lithographischer Tafel. Frankfurt, Franz Varrentrapp, 1836. - V. (Wilhelm Sauerwein). Der Gräff, wie er leibt und lebt. Eine wahrhaftige Schulscene, aus den Papieren eines Erstklässers. Dritte vermehrte Auflage. 35 S. Mit lithographischer Tafel. Frankfurt, Carl Körner, 1834. - VI. Gräff und die Schuljugend im Grünen. Ein Seitenstück zum Gräff wie er leibt und lebt. 68 S. Mit kolorierter lithographischer Tafel. Ebenda 1838. – Teils etwas fleckig.

Lot 2143, Auction  127, Schiller, Friedrich, Kleinere prosaische Schriften. Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius, 1792-1802. - Erste Buchausgabe

Schiller, Friedrich
Kleinere prosaische Schriften. Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius, 1792-1802. - Erste Buchausgabe
Los 2143

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240€ (US$ 273)

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Schiller, Friedrich. Kleinere prosaische Schriften. Aus mehreren Zeitschriften vom Verfasser selbst gesammelt und verbessert. 4 Bände. 17 x 10 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen) mit floraler RVergoldung und je 2 goldgeprägten RSchildern. Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius, 1792-1802.
Goedeke V, 150, 1. Marcuse 123, 187, 199, 222. – Erste Buchausgabe der philosophischen und ästhetischen Schriften Schillers, enthält u. a. die bedeutenden Abhandlungen Über die ästhetische Erziehung des Menschen, Über das Erhabene und Über Anmut und Würde. – Leimschattig, sonst nur vereinzelte geringe Flecken. Dekorativ gebunden.

Lot 2144, Auction  127, Schiller, Friedrich, Sammlung von 4 Musenalmanachen für die Jahre 1796 bis 1800. Verschiedene Orte und Verlage, 1795-1799

Schiller, Friedrich
Sammlung von 4 Musenalmanachen für die Jahre 1796 bis 1800. Verschiedene Orte und Verlage, 1795-1799
Los 2144

Schätzung
450€ (US$ 511)

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Schiller, Friedrich. Sammlung von 4 Musenalmanachen für die Jahre 1796 bis 1800. 4 Bände. Klein-Oktavo. Verschiedene Einbände, verschiedene Orte und Verlage, (1795-1799).
I. Musen-Almanach für das Jahr 1796. Mit gestochenem Frontispiz und 8 gefalteten Musikbeilagen. Etwas späterer Halbleinenband (berieben und bestoßen) mit ornamentaler RVergoldung. Neustrelitz, Michaelis, (1795). - Etwas stockfleckig, die erste Musikbeilage stärker betroffen. - II. Musen-Almanach für das Jahr 1797. Mit gestochenem Frontispiz und 8 gefalteten Musikbeilagen. Halbleder d. Z. (berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Tübingen, Johann Georg Cotta, (1796). - Mit Gedichten von Goethe, Schiller, Kosegarten u.a. sowie am Schluss mit den "Xenien". - Wohlerhalten. - III. Musen-Almanach für das Jahr 1799. Mit gestochenem Frontispiz. Halbleder d. Z. (stärker berieben). Ebenda (1798). - Mit Erstdrucken u. a. von Schiller (Das Glück, Die Bürgschaft, Des Mädchens Klage u.a.), Goethe (Die Metamorphose der Pflanzen, Amyntas, Euphrosyne u.a.) und Hölderlin (Sokrates und Alcibiades, An unsere Dichter). - Titel mit gelöschtem Besitzeintrag, einige Lagen stärker gebräunt. - IV. Musen-Amanach für das Jahr 1800. Mit 5 Kupfertafeln. Illustrierter OPappband (Rücken etwas lädiert). Ebenda (1799). - Mit Erstdrucken von Amalie von Imhof, Kosegarten, Herder, Schiller (Lied von der Glocke, Spruch des Konfuzius, Die Erwartung) u. a. - Titel und Schlussblatt etwas gebräunt.

Lot 2145, Auction  127, Constant de Rebecque, B. de und Schiller, Friedrich von, Wallstein, tragédie en cinq actes et en vers

Constant de Rebecque, B. de und Schiller, Friedrich von
Wallstein, tragédie en cinq actes et en vers
Los 2145

Schätzung
180€ (US$ 205)

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Schiller, F. - Constant de Rebecque, B. (de). Wallstein, tragédie en cinq actes et en vers, précédée de quelques réflexions sur le théatre allemand, et suivie de notes historiques. 2 Bl., LII, 214 S., 1 Bl. 22 x 14 cm. Interimsbroschur d. Z. (mit Gebrauchsspuren) in moderner Pappkassette mit goldgeprägtem RSchild. Genf, J. J. Paschoud, 1809.
Courtney (Constant) 9 a. Cioranescu 20699 (Pariser Adresse). – Erste Ausgabe der Bearbeitung, gleichzeitig auch bei Paschoud in Paris erschienen. Seltsamerweise ist Schillers Name auf dem Titelblatt nicht genannt, obwohl die historisch-kritische Einleitung keinen Zweifel daran ließ, dass das Werk eine Bearbeitung der deutschen Bühnendichtung sein sollte und wollte. Aber unbewusst hatte Constant damit an seiner Arbeit selbst die richtigste Kritik geübt; denn unschillerischer kann nicht leicht etwas sein als dieser dramatische Wechselbalg deutschen und französischen Bühnenstils. – Lage 5 (S. 67-82) irrtümlich nach S. 98 eingebunden. Gering fleckig, unbeschnitten.

Lot 2146, Auction  127, Schlegel, Friedrich von, Philosophie des Lebens

Schlegel, Friedrich von
Philosophie des Lebens
Los 2146

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Schlegel, Friedrich von. Philosophie des Lebens. In funfzehn Vorlesungen gehalten zu Wien im Jahre 1827. 2 Bl., 482 S., 1 Bl. 19,5 x 13 cm. Pappband d. Z. (Ecken etwas bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Wien, Carl Schaumburg, 1828.
Goedeke IV/1, 26, 36. Borst 159. – Erste Ausgabe seines Spätwerks. – Schönes und wohlerhaltenes Exemplar.

Schlichtegroll, Friedrich von
Nekrolog auf das Jahr 1790(-1799). Enthaltend Nachrichten von dem Leben merkwürdiger in diesem Jahre verstorbener Personen
Los 2147

Schätzung
1.000€ (US$ 1,136)

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Schlichtegroll, Friedrich von. Nekrolog auf das Jahr 1790(-1799). Enthaltend Nachrichten von dem Leben merkwürdiger in diesem Jahre verstorbener Personen, (ab Jg. 5:) verstorbener Deutschen. Jg. 1-8, 10 und 1 Supplementband (für 1790-1793) in zusammen 19 Bänden. 16 x 9,5 cm. Pappbände d. Z. mit roten RSchildern (gering bestoßen, Deckel etwas berieben, bis Jg. VII/1 die illustr. OU. eingebunden). Gotha 1791-1805.
ADB XXXI, 185. Wolffheim II, 578. – Der ursprüngliche Gedanke, "die hervorragenden Männer aller Culturvölker berücksichtigen zu wollen" (ADB), erwies sich bald als undurchführbar; Schlichtegroll beschränkte sich daher auf Deutschland. Erschien bis 1805. In Jg. II/2, S. 82-112, findet sich die erste Biographie Mozarts - "Sehr seltene Quellenschrift, der erste biograph. Versuch" (Wolffheim). – Vereinzelt gering gebräunt. Provenienz: Dekorativ gebundenes Exemplar aus der Bibliothek des Grafen von Schönborn-Buchheim, mit entsprechendem gestochenen Exlibris auf den Innenspiegeln und Signaturenschild auf dem Vorderdeckel.

Lot 2148, Auction  127, Schnorr von Carolsfeld, Julius, Sechs Bilder aus Ariosto's Rasendem Roland

Schnorr von Carolsfeld, Julius
Sechs Bilder aus Ariosto's Rasendem Roland
Los 2148

Schätzung
350€ (US$ 398)

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Schnorr von Carolsfeld, Julius. Sechs Bilder aus Ariosto's Rasendem Roland. 3 Bl. (Erläuterungen). Mit gestochenem Titel, gestochenem Widmungsblatt und sechs lithographischen Tafeln von Joseph Völlinger nach Julius Schnorr. 41 x 53 cm. Halbeder d. Z. (leicht fleckig und berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild, Deckelbordüre und kleinen goldgeprägten Kronen als Eckfleurons. Karlsruhe, Johannes Velten, (1833).
Seltene einzige Ausgabe der im Querfolioformat erschienenen prächtigen Illustrationsfolge. – Die Erläuterungsblätter etwas stockfleckig, die Tafeln nahezu fleckenfrei. Sehr schönes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Lot 2149, Auction  127, Schöchlin, Karl, Satyr's weibliche Tafelrunde

Schöchlin, Karl
Satyr's weibliche Tafelrunde
Los 2149

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Schöchlin, Karl. Satyr's weibliche Tafelrunde. Charaktere und Bilder aus der Frauenzimmerwelt. 70 S., 1 Bl. (Errata). 18 x 11 cm. OBroschur (leichte Knickspuren, vordere rechte Ecke defekt, mit hs. RSchild). Karlsuhe, Th. Gerbracht, 1852.          
Kosch XVI, 13. – Einzige Ausgabe der zwölf sarkastisch-fiktiven Portraits verschiedener "Frauentypen" der 48er Revolutionsgesellschaft, sämtlich in Versen. Darunter Thekla Prahler, die Künstlerin, Sophie Denker, das gebildete Mädchen oder Theudelinde Rappelmüller, die Demokratin ("den ganzen Tag spricht sie nur von der Linken ... aufs Volkswohl möchte sie mit Hecker trinken"). Letztes bei Kosch verzeichnetes Werk des biographisch nur spärlich bekannten Geschichtenschreibers und Dramatikers Karl Friedrich Schöchlin (1820-1870; Geburtstage und -orte jeweils unbekannt), der zeitweilig als Redakteur beim Badischen Beobachter angestellt war. Im Anhang "Die zwölf Monate als Frauenzimmer". – Etwas stockfleckig, Titel mit Stempel der Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen. Über den KVK nur ein Exemplar in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe nachweisbar.

Lot 2150, Auction  127, Schwind, Moritz von, Die Lachner-Roller

Schwind, Moritz von
Die Lachner-Roller
Los 2150

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Ein Künstlerleben auf 650 cm
Schwind, Moritz von. Die Lachner-Roller. 13 S. Textheft. Erläuternder Text von Otto Weigmann. 13 S. (Begleitheft) und teilkoloriertes Leporello (Maße: 15 x ca. 650 cm, vollständig auf Gaze montiert). Broschur und OHalbleinenband mit goldgeprägtem Deckeltitel. München, Franz Hanfstaengl, (1904).
Weigmann, Schwind 444ff. – Einzige Ausgabe dieser außergewöhnlichen Hommage an den Münchner Hofkapellmeister und Komponisten Franz Lachner (1803-1890). Moritz von Schwind übergab selbigem zu dessen 25jährigen Amtsjubiläum als Präsent eine gezeichnete Papierrolle, auf der er "mit ergötzlichem Behagen die einzelnen Episoden seines Lebens, von der Wiege bis zur Gegenwart, zu einem reizvollen poesieverklärten Gesamtbild verwoben" hatte, ein curriculum vitae, "wie es so lebendig und warmherzig keinem seiner literarischen Biographen gelingen konnte" (Begleitheft S. 3). Die monumentale Papierrolle im Format von 22,5 cm x 1250 cm ist hier etwa auf die halbe Originalgröße verkleinert und als Leporello gestaltet, was den imposanten Eindruck in aufgefalteter Form aber kaum schmälert. – Titel vom Begleitheft leicht fleckig, insgesamt wohlerhalten.

Lot 2151, Auction  127, Seibt, Karl Heinrich von, Klugheitslehre, praktisch abgehandelt, in akademischen Vorlesungen

Seibt, Karl Heinrich von
Klugheitslehre, praktisch abgehandelt, in akademischen Vorlesungen
Los 2151

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Seibt, Karl Heinrich von. Klugheitslehre, praktisch abgehandelt, in akademischen Vorlesungen. 2 Bände. 4 Bl., 412; 392 S., 1 Bl. 19,5 x 11,5 cm. Pappband d. Z. (stark fleckig und berieben) mit je 2 goldgeprägten RSchildern. Prag, Elsenwanger, 1799.
Goedeke VI, 716, 15. – Erste Ausgabe. Spätschrift und mehrfach aufgelegtes Hauptwerk des böhmischen Pädagogen und katholischen Theologen Karl Heinrich von Seibt (1735-1806). Eine Art "Knigge" mit Beiträgen über Wollust, Ehrgeiz, Habsucht, eheliche Freundschaft, Gönnern etc. – Braun- und stockfleckig, Band II auch mit großem Feuchtigkeitsrand.

Lot 2152, Auction  127, Seneca, Lucius Annaeus, Opera quae exstant omnia: a Iusto Lipsio emendata

Seneca, Lucius Annaeus
Opera quae exstant omnia: a Iusto Lipsio emendata
Los 2152

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Seneca, Lucius Annaeus. Opera quae exstant omnia: a Iusto Lipsio emendata et scholis illustrata. Editio quarta, atque ab ultima Lipsi manu. 8 (statt 10) Bl., XXXVI, 911 S. Mit Kupfertitel, ganzseitigem Portraitkupfer und 3 (2 ganzseitigen) Kupfern. 41 x 25 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Deckel geworfen, ohne Schließbänder) mit reicher Goldprägung und goldgeprägten Wappensupralibros auf beiden Deckeln, Amsterdam, Plantin-Moretus, 1652.
Brunet V, 276f. Dibdin 397. Ebert 20860. Schweiger II, 2, 912 – Vierte und letzte Auflage. "Beste und gesuchteste der von Lipsius besorgten Ausgaben" (Ebert). Amsterdamer Schulpreisexemplar mit dem Stadtwappen auf beiden Deckeln und in den Eckfleurons sowie zusätzlich eingeschaltetem Widmungsblatt für den Schüler Cornelius van den Bogaerde, ebenfalls mit gestochenem Stadtwappen, datiert Oktober 1706. – Es fehlt die Widmung an Papst Urban VIII. Innengelenke und Innenspiegel unfachmännisch verstärkt, die Deckel dadurch etwas verzogen und stärker geworfen. Etwas gebräunt oder fleckig.

Shakespeare, William
Dramatische Werke (Hrsg. von Benda)
Los 2153

Schätzung
350€ (US$ 398)

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Shakespeare, William. Dramatische Werke. Übersetzt und erläutert von Johann Wilhelm Otto Benda. 19 Bände. 12 x 10 cm. Pappbände d. Z. (etwas berieben, Ecken leicht bestoßen) mit RVergoldung und rotem goldgeprägten RSchildern (teils etwas lädiert). Leipzig, Georg Joachim Göschen, 1825-1826.
Goedeke X, 131, 43, 3 und XVI, 1037, 20. – Erste Ausgabe dieser mit Anmerkungen versehenen Übertragung, hier in einem Exemplar im Sedezformat. Benda, ein Berliner Regierungsrat (1775-1832), übersetzte auch Werke von Scott und Byron. – Etwas gebräunt und teils auch etwas braunfleckig.

Lot 2153a, Auction  127, Shakespeare, William, The Works - Complete set of William Shakespeare black leather bound miniature books

Shakespeare, William
The Works - Complete set of William Shakespeare black leather bound miniature books
Los 2153a

Schätzung
380€ (US$ 432)

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Kleinste Ausgabe der größten Werke der Weltliteratur
Shakespeare, William. (The Works - Complete set of William Shakespeare black leather bound miniature books). 40 Bände mit je ca. 300 S. OLeder mit RVergoldung (nachgedunkelt, minimale Bestoßungen und Bereibungen, kaum größere Gebrauchsspuren) in OHolz-Präsentationsregal (mit winziger restaurierter Fehlstelle). (London, Allied Newspapers LTD, 1932).
Der Miniatur-Shakespeare aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in dem passenden Originalregal. – Geringe Gebrauchsspuren. Komplette Werkausgabe.

Lot 2154, Auction  127, silberne Spiegel, Der, oder Schäfer-Erzhelungen aus denen Thälern am Fuße der Allgeuer-Gebürge

silberne Spiegel, Der
oder Schäfer-Erzhelungen aus denen Thälern am Fuße der Allgeuer-Gebürge
Los 2154

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Der silberne Spiegel, oder Schäfer-Erzhelungen aus denen Thälern am Fuße der Allgewer-Gebürge. 160 S. (recte: 158). Mit Holzschnitt-Vignette auf dem Titel. 16,5 x 9,5 cm. Moderner Pappband. Allgew, In der Hütte neben Lucindors Quelle, (d. i. Augsburg, Stage), 1774.
Erste Ausgabe. Von uns konnte nur ein weiteres Exemplar in der Staatsbibliothek Berlin bestimmt werden. – Es fehlt das Frontispiz. Stock- und fingerfleckig und mit wenigen Randläsuren. Selten.

Lot 2155, Auction  127, Spieß, Christian Heinrich, Hans Heiling, vierter und letzter Regent der Erde-, Luft-, Feuer- und Wassergeister

Spieß, Christian Heinrich
Hans Heiling, vierter und letzter Regent der Erde-, Luft-, Feuer- und Wassergeister
Los 2155

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Spieß, Christian Heinrich. Hans Heiling, vierter und letzter Regent der Erde-, Luft-, Feuer- und Wassergeister. Ein Volksmärchen des zehnten Jahrhunderts. 4 Teile in 1 Band. 17 x 10,5 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (berieben, beschabt und bestoßen) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Frankfurt und Leipzig 1800.
Vgl. NDB XXIV, 694f. – Nachdruck der Leipziger Erstausgabe von 1798 bis 1799. Der Schauspieler und Schriftsteller Christian Heinrich Spieß (1755-1799) verfasste zahlreiche Dramen und Romane und "verstand es ausgezeichnet, in seinen Ritter-, Räuber- und Geisterromanen seine Leser mit Schauder zu erfüllen, da er in der Erfindung und Ausführung von gräßlichen und widrigen Stoffen eine wahre Virtuosität besaß… Bei seinen Romanen macht sich der Einfluß von Schiller's 'Geisterseher' bemerklich" (NDB). – Etwas stock- und braunfleckig.

Lot 2156, Auction  127, Staël-Holstein, Anne-Louise-Germaine, De l'influence des passions sur le bonheur des Individus et des nations

Staël-Holstein, Anne-Louise-Germaine
De l'influence des passions sur le bonheur des Individus et des nations
Los 2156

Schätzung
100€ (US$ 114)

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Staël-Holstein, Anne-Louise-Germaine. De l'influence des passions sur le bonheur des individus et des nations. 376 S., 1 Bl. 19 x 11,5 cm. Pappband d. Z. (leicht berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Lausanne, Jean Mourer, 1796.
Erste Ausgabe. – Titel, wenige Blätter und letztes Blatt mit schwarzer Ankolorierung sowie teils feuchtrandig.

Lot 2157, Auction  127, Steinsberg, Karl Franz Guolfinger von, Der 42jährige Affe

Steinsberg, Karl Franz Guolfinger von
Der 42jährige Affe
Los 2157

Schätzung
250€ (US$ 284)

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(Steinsberg, Karl Franz Guolfinger von). Der 42jährige Affe. Ein ganz vermaledeites Märchen! Aus dem Französischen. 2 Teile in 1 Band. 250 S., 2 Bl.; 240 S., 2 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit 2 gestochenen Titelvignetten. 16 x 11 cm. Moderner marmorierter Pappband. Berlin (d. i. Prag, Schönfeld) 1784-1786.
Goedeke V, 349, 8 (nur Teil I). Hayn-Gotendorf I, 31 (nennt einen Band II mit der Jahreszahl "1784" und bezeichnet den Druck von 1786 als zweite Auflage). – Erste Ausgabe, hier mit dem seltenen Teil II, der den Bibliographen vielfach unbekannt blieb oder irrtümlich als "nicht von Steinsberg" angesehen wurde. "Diese scharfe und pikante Satyre wurde bisher sonderbarerweise als gegen Voltaire gerichtet bezeichnet, während sie in Wirklichkeit unverkennbar auf Joseph II., der damals 42 Jahre alt war, sich bezieht" (H.-G.). Ein Affe erzählt seine Erlebnisse bei den Menschen; Kritik an verlogener Tugend, Bestechung, Hurerei (mit freien Schilderungen von Verführungen), Unterbewertungen deutscher Dichter ("ein Lessing, Leibniz, Wieland oder Geßner sind unbekannt"), Dummheit und Borniertheit des Adels usw. Der böhmische Theaterdichter und Journalist Ritter von Steinsberg (1757-1817) ist nach Wurzbach "eine der eigenthümlichsten Gestalten aus den besten Tagen der Josephinischen Periode". Mit Seitenhieben auf Preußen, das als "Hungerland" bezeichnet wird, während Österreich das "Fettland" sei (vgl. ausführlich Bodi, Tauwetter in Wien, S. 337). – Etwas fleckig, Titel von Teil I gering knickspurig, Teil II stellenweise mit Wurmspur im unteren Bug.

Lot 2158, Auction  127, Steinsberg, Karl Franz Guolfinger von, Der 42jährige Affe

Steinsberg, Karl Franz Guolfinger von
Der 42jährige Affe
Los 2158

Schätzung
150€ (US$ 170)

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(Steinsberg, Karl Franz Guolfinger von). Der 42jährige Affe. Ein ganz vermaledeites Märchen! Aus dem Französischen. Band I (von 2). 250 S., 2 Bl.. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochener Titelvignette. 17 x 10,5 cm. Halbleder d. Z. (stärker berieben, Ecken bestoßen, Gelenke beschabt, unteres Kapital mit Fehlstelle) mit goldgeprägtem RSchild. Berlin (d. i. Prag, Schönfeld) 1784.
Goedeke V, 349, 8 (nur Teil I). Hayn-Gotendorf I, 31 (nennt einen Band II mit der Jahreszahl "1784" und bezeichnet den Druck von 1786 als zweite Auflage). – Erste Ausgabe des ersten Bandes. "Diese scharfe und pikante Satyre wurde bisher sonderbarerweise als gegen Voltaire gerichtet bezeichnet, während sie in Wirklichkeit unverkennbar auf Joseph II., der damals 42 Jahre alt war, sich bezieht" (H.-G.). Ein Affe erzählt seine Erlebnisse bei den Menschen; Kritik an verlogener Tugend, Bestechung, Hurerei (mit freien Schilderungen von Verführungen), Unterbewertungen deutscher Dichter ("ein Lessing, Leibniz, Wieland oder Geßner sind unbekannt"), Dummheit und Borniertheit des Adels usw. Der böhmische Theaterdichter und Journalist Ritter von Steinsberg (1757-1817) ist nach Wurzbach "eine der eigenthümlichsten Gestalten aus den besten Tagen der Josephinischen Periode". Mit Seitenhieben auf Preußen, das als "Hungerland" bezeichnet wird, während Österreich das "Fettland" sei (vgl. ausführlich Bodi, Tauwetter in Wien, S. 337). Der zweite, hier nicht vorhandene Band blieb den Bibliographen vielfach unbekannt oder wurde irrtümlich als "nicht von Steinsberg" angesehen. – Wohlerhalten.

Lot 2159, Auction  127, Steller, Johann, Rede am Grabe des Herrn Johannes Simon Jeremias Wagner

Steller, Johann
Rede am Grabe des Herrn Johannes Simon Jeremias Wagner
Los 2159

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Leichenpredigt - Nicht im KVK
Steller, Johann. Rede am Grabe des Herrn Johannes Simon Jeremias Wagner, Kaufmanns aus Nürnberg, auf dem Gottesacker zu Linz den 27. August 1815. 16 S. 20 x 12 cm. Geheftet (ohne Einband). Nürnberg, G. P. J. Bieling, 1816.
Seltener einziger Druck der Leichenpredigt für den aus Weyden in der Oberpfalz stammenden und später in Nürnberg tätigen Kaufmann Johannes Simon Jeremias Wagner, der biographisch lediglich durch ein vierstrophiges Gedicht im Stammbuch seines Freundes Johann Tobias Schöner nachweisbar ist (datiert: 19. Februar 1795; Nürnberger Stadtblibliothek. Signatur: Nor. H. 1586). Der evangelisch-lutherische Theologe Johann Steller (1768-1857) studierte u. a. in Tübingen, übernahm 1805 eine Stelle als Rektor der Trivialschule in Georgenberg und wurde noch im selben Jahr Prediger der evangelischen Gemeinde in Hartfeld in Galizien. Ab 1813 wirkte er als Pfarrer im Toleranzbethaus im oberösterreichischen, in der Nähe von Linz gelegenen Thening. – Titel leicht fleckig, sonst wohlerhalten. Kein bibliothekarischer Standortnachweis über den KVK.

Lot 2160, Auction  127, Stolberg-Stolberg, Luise zu, Psychorama eines Scheintodten

Stolberg-Stolberg, Luise zu
Psychorama eines Scheintodten
Los 2160

Schätzung
150€ (US$ 170)

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(Stolberg-Stolberg, Luise zu). Psychorama eines Scheintodten. VIII, 263 S. 21 x 14 cm. Späterer Halbleinenband (Kanten berieben, Deckel etwas gebogen, Rücken ausgeblichen). Leipzig, Theodor Thomas, 1847.
Kosch XX, 330. – Einzige Ausgabe der seltenen Lyriksammlung. – Stockfleckig.

Lot 2161, Auction  127, Storm, Theodor, Sommer-Geschichten und Lieder

Storm, Theodor
Sommer-Geschichten und Lieder
Los 2161

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Storm, Theodor. Sommer-Geschichten und Lieder. VIII, 150 S. 16,5 x 10,5 cm. Leinen d. Z. (etwas fleckig und berieben, leicht bestoßen, Rücken schwach ausgeblichen) mit goldgeprägtem RTitel und Romantiker-RVergoldung. Berlin, Alexander Duncker, 1851.
Teitge 1 und 633. – Erste Ausgabe von Storms erster Buchveröffentlichung, seiner Frau Constanze gewidmet. Auf den Seiten 45 bis 99 die zweite Fassung seiner Novelle Immensee. Der 1837 gegründete Berliner Verlag von Alexander Duncker ging 1870 in den Besitz der Brüder Elwin und Hermann Paetel, wo er zu Storms Stammverlag avancierte. – Titel minimal fleckig, sonst wohlerhalten.

Lot 2162, Auction  127, Sue, Eugène, Die Geheimnisse von Paris

Sue, Eugène
Die Geheimnisse von Paris
Los 2162

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Sue, Eugène. Die Geheimnisse von Paris. Übersetzt von A. Diezmann. 8 Teile in 4 Bänden. Mit 34 Holzschnitt-Tafeln von Theodor Hosemann. 15,5 x 10,5 cm. Halbleder d. Z. (Ecken und Kanten etwas bestoßen) mit Romantiker-RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Berlin, Meyer und Hoffmann, 1843.
Rümann 1009. Brieger 93. Vgl. Vicaire VII, 683. Carteret III, 569f. – Erste deutsche Ausgabe, zugleich die erste Ausgabe mit den Illustrationen Hosemanns. Eugene Sues (1804-1857) berühmter Feuilleton-Roman Mystères de Paris erschien von Juni bis Oktober 1843 fast täglich in der (eher konservativen) Tageszeitung "Le Journal des Débats" und machte seinen Verfasser schlagartig berühmt. Seine Schilderung der sozialen Probleme der Zeit machte auch auf Friedrich Engels Eindruck: "Der wohlbekannte Roman von Eugène Sue, die Geheimnisse von Paris, hat auf die öffentliche Meinung, ganz besonders in Deutschland, tiefen Eindruck gemacht; die eindringliche Art, in der dieses Buch das Elend und die Demoralisierung darstellt, die in großen Städten das Los der 'unteren Stände' sind, mußte notwendig die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Lage der Armen im allgemeinen lenken." Im selben Jahr erschienen noch vier Supplementbände. – Ein Band mit verblasstem schmalem Feuchtigkeitsrand, sonst wohlerhalten. Dekorativ gebundenes Exemplar.

Lot 2163, Auction  127, Suetonius Tranquillus, Gaius, Philomusen verdeutschter Suetonius

Suetonius Tranquillus, Gaius
Philomusen verdeutschter Suetonius
Los 2163

Schätzung
240€ (US$ 273)

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Suetonius Tranquillus, Gaius. Philomusen verdeutschter Suetonius uber die zwölf erste Römische Käisere. 1 (statt 8) Bl., 652 S., 2 Bl. (Errata). Mit gestochenem Frontispiz. 15 x 9,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und brieben). Kopenhagen, Georg Lamprecht, 1663.
VD17 18:729560K. Schweiger 983. – Erster von zwei im VD17 nachgewiesenen Drucken der seltenen deutschen Barockübertragung der Kaiserviten Suetons. "Der Übersetzer ist der Graf Detlef von Holk, der sie im Gefängnisse schrieb und dem Dänenkönige Friedrich III. dedicierte" (Schweiger). – Es fehlen die sieben Blatt Vorstücke, dafür mit dem im VD 17 nur für den zweiten Druck verzeichneten gestochenen Frontispiz. Etwas braunfleckig.

Lot 2164, Auction  127, Thomson, James, The works

Thomson, James
The works
Los 2164

Schätzung
350€ (US$ 398)

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Thomson, James. The works. With his last corrections and improvements. To which is prefixed an account of his life and writings. (Ed. by A. Murdoch). 2 Bände. 2 Bl., 23 S., 4 Bl., 468 S.; 2 Bl., 524 S. Mit 2 gestochenen Portraits und 14 Kupfertafeln von W. Kent und J. Miller. 29,5 x 22,5 cm. Marmorierte Lederbände d. Z. (etwas bestoßen, Gelenke und Kapitale restauriert) mit RVergoldung, je 2 goldgeprägten RSchildern, Deckelbordüre sowie Steh- und Innenkantenbordüre. London, A. Millar, 1762.
Lowndes 2670. Brunet V, 835. – Erste illustrierte Gesamtausgabe. Enthält u. a. die schöne Kupferfolge mit den Jahreszeiten von W. Kent. Druck im großzügigen Quartformat, 1766 erschien ebenda ein vierbändiger Nachdruck in Oktav. – Etwas stockfleckig.

Lot 2165, Auction  127, Thomson, James, Jahreszeiten

Thomson, James
Jahreszeiten
Los 2165

Schätzung
180€ (US$ 205)

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Thomson, James. Jahrszeiten aus dem Englischen nach der neuesten Ausgabe übersezt von Johann Franz von Palthen.14 Bl., 142 S. Mit gestochener Titelvignette und 4 Kupfertafeln von G. L. Crusius. 22,5 x 16 cm. Kalbsleder d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit reicher ornamentaler RVergoldung und Deckelfilete mit Eckfleurons. Rostock, Kopp, 1758.
Goedeke IV/1, 106, 5, 3. Rümann 1147. Lanckoronska-Oehler I, 65. – Erster Druck der ersten illustrierten deutschen Ausgabe. "Die Popularität der 'Seasons' blieb bis ins 19. Jahrhundert hinein ungebrochen. Bereits 1745 lag Brockes' vollständige Übersetzung vor, und Bodmer, Sulzer, Gleim, Ewald von Kleist, Gessner, Lessing, Wieland, Schubart u. a. befaßten sich, zum Teil enthusiastisch, mit dem Zyklus" (KLL IV, 1035). – Minimal gebräunt, insgesamt wohlerhalten und dekorativ gebunden.

Lot 2166, Auction  127, Tieck, Ludwig, Phantasien über die Kunst

Tieck, Ludwig
Phantasien über die Kunst
Los 2166

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Tieck, Ludwig (Hrsg). Phantasien über die Kunst, für Freunde der Kunst. 1 Bl., IV, 283 S. 16 x 11 cm. Späterer Leinenband (etwas berieben und bestoßen) mit RSchild. Hamburg, Friedrich Perthes, 1799.
Goedeke VI, 36, 37 und 47, 6. Borst 851. Vinet 1187. Holzmann-Bohatta III, 8762. – Erste Ausgabe, herausgegeben aus dem Nachlass Wackenroders, mit eigenen Arbeiten Tiecks. Eine der wichtigsten Schriften zur Kunsttheorie der Romantik, als Weiterführung der 1797 erschienenen Herzensergießungen Wackenroders gedacht. "Eines der am schönsten gedruckten Bücher der Romantik" (G. v. Maassen). Druck in der Unger-Fraktur. Mit der häufig fehlenden Vorrede. – Innenspiegel mit zwei modernem Exlibris (Paul Wallich und Bernhard Stübner) und Inventarschildchen. Sehr schönes und sauberes, nahezu fleckenfreies Exemplar.

Wackenroder, Wilhelm Heinrich
Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders
Los 2167

Schätzung
350€ (US$ 398)

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(Wackenroder, W. H. und Ludwig Tieck). Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders. 275 S. Mit gestochenem Portrait in Sepia von Bollinger. 15 x 10 cm. Blauer Pappband d. Z. (etwas beschabt). Berlin, Johann Friedrich Unger, 1797.
Goedeke VI, 46, 4, 5 und 36, 36. Borst 797. – Erste Ausgabe der bedeutenden kunsttheoretischen Schrift der Frühromantik mit weitreichender Wirkung auf die Malerei des 19. Jahrhunderts. "Das Programmatische der 'Herzensergießungen' liegt in der Konstituierung einer Einheit von Kunst und Religion - und dies im Erscheinungsjahr von Goethes Kunstzeitschrift Propyläen'" (Paulin, Metzler, S. 43). "Diese kleine Veröffentlichung, die zusammen mit den 1799 posthum von Tieck herausgegebenen 'Phantasien über die Kunst' und einem umfangreichen Briefwechsel mit Tieck das Gesamtwerk Wackenroders ausmacht, kann als erstes und im eigentlichen Sinne initiatorisches literarisches Dokument der deutschen Frühromantik bezeichnet werden" (KNLL). – Titel gestempelt und etwas fleckig, sonst sauber.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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