153050

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Lykosthenes, Konrad
Apophthegmatum ex optimis utriusque linguae scriptoribus
Los 1159

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180€ (US$ 205)

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Lykosthenes, Konrad. Apophthegmatum ex optimis utriusque linguae scriptoribus quum priscis, tum recentioribus. Parabolarum item seu similitudinum, loci communes. Denuo aucti, ad trium exemplarium collationem accuraté recogniti, & in ordinem alphabeticum digesti. 1050 S. 17 x 10,5 cm. Leder d. Z. (fleckig, berieben und bestoßen, Rücken fachmännisch restauriert, die Deckelfelder mit den Eignerinitialen ausgeschabt) mit Deckelfilete und ornamentalem Mittelstück. Lausanne, Franciscus Le Preux, 1573.
Vgl. STC 293. – Lausanner Druck der zuerst 1555 erschienenen Apophthegmata des humanistischen Enzyklopädisten Konrad Lykosthenes (1518-1561), "ohne Widerspruch eine seine(r) beträchtlichsten Arbeiten" (ADB XIX, 727). Umfangreiche Sammlung der aus Antike und Humanismus überlieferten Sinnsprüche. – Titel etwas fleckig, mit schwachen Schabspuren (minimaler Buchstabenverlust im Titel) sowie alten Tinteneinträgen. Etwas feuchtrandig, anfangs stärker betroffen. Etwas sperrig neu aufgebundenes Exemplar.

Lot 1160, Auction  127, Mathesius, Johannes, Historien, von des ehrwirdigen Doctoris Martini Luthers

Mathesius, Johannes
Historien, von des ehrwirdigen Doctoris Martini Luthers
Los 1160

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750€ (US$ 852)

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Mathesius, (Johannes). Historien, von des ehrwirdigen in Gott seligen thewren Manns Gottes, Doctoris Martini Luthers, anfang, lehr, leben und sterben, alles ordendlich der Jarzal nach, wie sich alle sachen zu jeder zeyt haben zugetragen. 8 nn., 225 röm. num. Bl. (ohne das Schlussblatt). Titel in Rot und Schwarz. 19,5 x 15 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit Heiligen- und Prophetenrolle sowie 2 intakten Messingeschließen. Nürnberg, (Ulrich Neuber), 1566.
VD16 M 1490. – Erste Ausgabe der bedeutenden Lutherbiographie. "Als bleibendes Vermächtnis Mathesius's gelten seine 1566 veröffentlichten 'Luther-Historien', die bis heute nahezu 50 Auflagen erlebten. Dieses erste, aus 17 zwischen 1562 und 1565 gehaltenen Predigten hervorgegangene, prot. Lebensbild des Reformators diente den Lutherbiographen und Reformationshistorikern als Quelle ersten Ranges" (NDB XVI, 369f.). – Es fehlt das Schlussblatt mit dem Holzschnitt, der Text ist vollständig. Mit zahlreichen zeitgenössischen Annotationen auf dem Titel recto und verso, auf dem Schlussblatt der Vorrede recto und verso sowie im Text. – Vorgebunden: Nikolaus Selnecker. Der herrliche Prophet Ezechiel, frommen Christen zum Unterricht und trost, zu diesen schweren und gantz gefehrlichen zeiten. 200 Bl. Titel in Rot und Schwarz. 19,5 x 15 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit Heiligen- und Prophetenrolle sowie 2 intakten Messingeschließen. Leipzig, Jakob Bärwald, 1567. - VD16 ZV 1784. - Erste, lediglich in der Onlineversion des VD16 verzeichnete Ausgabe der Auslegung des prophetischen Buchs Ezechiel aus dem Tarnach durch den Melanchthonschüler und bekannten Kirchenlieddichter Nikolaus Selnecker (1530-1592). Mit einer Vorrede von Martin Luther. - Nachgebunden: Christoph Vischer. Christliche unnd einfeltige Auslegung der sieben Wort unsers lieben Herrn Jhesu Christi, die er am stamm des heiligen Creutzes, kurtz vor seinem Tode, geredt hat. Gestellet in sieben Predigten. 100 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit kleiner Holzschnitt-Titelvignette. Schmalkalden, Michael Schmuck, 1566. - VD16 V 1649. - Zweiter Druck, hier erstmals mit dem Zusatz "Christliche" in der Haupttitelzeile. - Wohlerhaltener Sammelband im datierten und monogrammierten Schweinslederband ("DK 1567").

Mathesius, Johannes
Postilla. Das ist Außlegung der Sontags und fürnembsten Fest Evangelien uber das gantze jar
Los 1161

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4.500€ (US$ 5,114)

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Mathesius, Johannes. Postilla Das ist, Außlegung der Sontags und fürnembsten Fest Evangelien, uber das gantze jar. Jetzt von newem Corrigiert, unnd gemehrt mit etlichen zugethanen Predigten, unnd notwendigen Concordantzen. 4 Teile in 1 Band. 4 nn., CXLIIII num. Bl.; CCXII num. Bl.; CLXII num. Bl.; CXI num., 1 nn. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit 3 (2 wiederholten) szenischen Holzschnitt-Bordüren, 3 (wiederholten) Holzschnitt-Druckermarken und 88 Textholzschnitten von Hans Brosamer u. a. 31 x 18,5 cm. Holzdeckelband d. Z. mit blindgeprägtem Schweinslederrücken (etwas fleckig und berieben, leicht wurmstichig, Lederbezug teils gelöst, Ecken teils beschabt) und Bezugspapier aus einer zeitgenössischen Handschrift sowie 2 intakten Messingschließen. Nürnberg, Erben Johann Berg, 1567-1568.
Vgl. VD16 M 1534 und 1535 (ohne Digitalisat bzw. Kollation). – Wohl eine Mischauflage der vierteiligen Evangelien-Postille des "Bergpredigers" von Joachimsthal in Böhmen Johannes Mathesius (1504-1565), ein "Muster protestantischer Kanzelberedsamkeit" (NDB XVI, 369). Mathesius war 1540 für zwei Jahre in Wittenberg, wo er in engem Kontakt mit Luther stand und dessen Tischreden und Predigten dokumentierte. – Titel mit hs. Besitzvermerk ("Benedicti Meisneri 88"), fl. Vorsatz mit mehreren zeitgenössischen Einträgen. Insgesamt etwas angestaubt und fleckig, mehrere Blatt zumeist am Schluss auch mit Feuchtigkeitsrand im oberen Bug, das Papier dort etwas brüchig. Anfangs leicht wurmstichig.

Lot 1162, Auction  127, Melanchthon, Philipp, Annotationes in Evangelium D. Ioannis Apostoli

Melanchthon, Philipp
Annotationes in Evangelium D. Ioannis Apostoli
Los 1162

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250€ (US$ 284)

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Melanchthon, Philipp. Annotationes in Evangelium D. Ioannis Apostoli, aeditae quidem superioribus annis, at nunc sub praelum revocatae. Cum indice. 8 nn., 134 num., 2 nn. Bl. 15 x 9,5 cm. Späterer flexibler Pergamentband unter Verwendung eines Handschriftenblattes wohl des 17. Jahrhunderts. Frankfurt, Peter Braubach, 1542.
VD16 M 2484. – Letzte lateinische Ausgabe von Melanchthons Kommentar zum Johannesevangelium, der Erstdruck erschien 1523 bei Cratander in Basel. – Etwas fleckig, am Schluss auch mit Feuchtigkeitsrand. Block stärker verschoben.

Lot 1163, Auction  127, Melanchthon, Philipp, Loci praecipui theologici

Melanchthon, Philipp
Loci praecipui theologici
Los 1163

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250€ (US$ 284)

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Melanchthon, Philipp. Loci praecipui theologici, nunc postremo summa diligentia recogniti, & aucti. 734 S., 43 Bl. 16,5 x 10,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Ecken bestoßen) mit altem Papierrückenschild und 2 intakten Messingschließen. Basel, Johannes Oporinus, Januar 1555.
VD16 M 3656. – Basler Druck des grundlegenden dogmatischen Lehrbuchs des Luthertums. Erstmals 1521 unter dem Titel Loci communes rerum theologicarum erschienen, wurde die Schrift in den folgenden Jahren mehrfach neu bearbeitet und erweitert, sodass sich der Titel immer wieder änderte. Für die evangelischen Theologen ersetzen die Loci die "spekulativen Summen und Sentenzenkommentare der Scholastik" (Pöhlmann, Einführung, in: Melanchthon: Loci communes 1521, S. 9.). – Ohne hinteres fl. Vorsatz, Innengelenke angeplatzt, ein Doppelblatt zu Beginn ausgebunden. Etwas braunfleckig. Titel, Innenspiegel sowie die Anfangslagen mit alten Marginalien in Sepia, darunter der Besitzvermerk eines Johann Friedrich Weckherlin (1572-1649) gebürtig aus Kirchheim unter Teck, dessen Matrikel an der Universität Tübingen für den 29. August 1589 belegt ist. Ausgesondertes Bibliotheksexemplar mit entsprechenden modernen Stempeln und Schildchen auf dem fl. Vorsatz und hinteren Innenspiegel.

Lot 1164, Auction  127, Melanchthon, Philipp, Moralis philosophiae epitome

Melanchthon, Philipp
Moralis philosophiae epitome
Los 1164

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750€ (US$ 852)

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Melanchthon, Philipp. Moralis philosophiae epitome. 8 Bl., 269 S., 1 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 15 x 9,5 cm. Modenes Halbleinen (berieben und bestoßen). Leipzig, Michael Blum, 1539.
VD16 M 3962. – Zweite Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1538 in der Offizin von Müller und Kraft in Straßburg. – Im Block gelöst. Teils mit lockeren oder losen Blättern. Teils braun- und fingerlfeckig sowie mit Feuchträndern und Knickspuren. – Vorgebunden: Derselbe. Commentarius de anima. Blatt 10-247. Es fehlen die ersten 17 Blätter. Wittenberg, Peter Seitz, 1540. - VD16 M 2749
Beigebunden: Simon Brossier. Philosophiae naturalis totius epitome ex universis physicis Aristotelis decerptum. 8 Bl., 186 S., 11 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. (Leipzig, Michael Blum), 1539.

Lot 1165, Auction  127, Mencel, Hieronymus, Hochzeit Predigten

Mencel, Hieronymus
Hochzeit Predigten
Los 1165

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300€ (US$ 341)

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Mencel, Hieronymus. Hochzeit Predigten, bey ehelichen Vertrawungen und Einsegungen vieler hohen und niedrigen Personen. Aus dem Alten und Newen Testament. 8 nn., 363 (recte: 364) num., 1 nn. Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit Holzschnitt-Druckermarke (nur zur Hälfte vorhanden). 19 x 15,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (fleckig und berieben, vorderes Gelenk angeplatzt; ohne die Messingschließen). Eisleben und Leipzig, Andreas Petri für Henning Grosse, 1592.
VD16 M 4726. – Erste Ausgabe der Predigtsammlung des Eislebener Theologen Hieronymus Mencel (1517-1590), der 1540 in Wittenberg bei den Reformatoren Luther, Melanchthon, Justus Jonas, Johannes Bugenhagen und Caspar Cruciger Vorlesungen hörte. Ein zweiter Druck erschien ebenda 1596. – Titel mit großem Blattausriss (hälftiger Verlust der Druckermarke), erste zwei Blatt der Vorrede mit Fehlstelle im Satzspiegel (Textverlust), die Folgeblatt dort mit kleiner Wurmspur. Schlussblatt mit dem Impressum ebenfalls mit Blattabriss im oberen Rand. Papierbedingt gebräunt, anfangs mit einigen Annotationen, Innenspiegel mit Besitzeinträgen des 19. Jahrhunderts. Der Schweinslederband zeigt in den Mittelplatten der Deckel die Allegorie der Justitia mit ihren Attributen Waage und Richtschwert bzw. die sich erdolchende Lukretia.

Lot 1166, Auction  127, Mercurialis, Hieronymus, Responsorum, et consultationum medicinalium + Beiband

Mercurialis, Hieronymus
Responsorum, et consultationum medicinalium + Beiband
Los 1166

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Mercurialis, Hieronymus. Responsorum, et consultationum medicinalium. Teile I und II (von 4) in 1 Band. 8 Bl., 263 S.; 10 Bl., 262 S., 1 w. Bl. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. 30 x 20 cm. Späterer Halbpergamentband (etwas berieben und bestoßen) mit hs. RTitel. Venedig, Jolitos, 1587-1589.
Durling 3108 und 3109. – Erste Ausgabe. Der Mediziner Girolamo Mercuriale (1530-1606) lehrte von 1569 bis 1587 als Professor in Padua. – Titelblätter mit altem Besitzeintrag. Mal mehr, mal weniger feuchtrandig. – Beigebunden: Derselbe. Praelectiones Pisanae. 8 Bl., 208 S., 56 S., 2 Bl., 11 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. Venedig, Junta, 1597. - Durling 3107. - Erste Ausgabe, herausgegeben von Marco und Orazio Cornacchini. "Includes the latin text of the cases from Epidemiorum libri 1 und 3" (Durling).

Lot 1167, Auction  127, Meurer, Noe, Cammergerichts Ordnung und Proceß

Meurer, Noe
Cammergerichts Ordnung und Proceß
Los 1167

Schätzung
500€ (US$ 568)

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Meurer, Noe. Cammergerichts Ordnung und Proceß, neben allerley deßselben Formen und Exemplarn. Von neuwem ubersehen, corrigirt, gemehrt und gebessert. Mit Holzschnitt-Titelvignette und Druckermarke am Schluß. 14 nn., 242 röm. num., 1 (von 2 ) Bl. 31 x 19,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (fleckig, etwas berieben) mit 2 (von 4) intakten Bindebändern. Frankfurt, (J. Schmidt für S. und J. Feyerabend), 1577.
VD16 M 5003. Stintzing-Landsberg I, 518. – Spätere Ausgabe. "Die erste systematische Darstellung des kammergerichtlichen Prozesses" (Stintzing-Landsberg) war erstmals 1566 erschienen. – Das letzte Blatt mit dem Druckvermerk ausgerissen. Exlibris. Leicht fleckig und gebräunt.

Lot 1168, Auction  127, Mylius, Georg, Augspurgische Händel

Mylius, Georg
Augspurgische Händel
Los 1168

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120€ (US$ 136)

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Mylius, Georg. Augspurgische Händel, so sich daselbsten wegen der Religion, und sonderlich jüngst vor zwey Jaren im werenden Calenderstreit ... zugetragen. 120 Bl. 15,5 x 9,5 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (etwas lädiert und fleckig) unter Verwendung einer deutschen wohl zeitgenössichen Pergamenthandschrift aus Augsburg. Wittenberg, Welack 1586.
VD16 M 5248. – Im Jahr der ersten Ausgabe erschienen (EA 1586 ebenda mit 78 Bl.). – Durchgehend papierbedingt gebräunt, einige Bl. mit kl. Randfehlstellen (Titel mit größerem Randauschnitt), ohne Textverlust, teils leicht wurmspurig. Selten.

Lot 1169, Auction  127, Nepos, Cornelius, Aemilii Probi vitae excellentium imperatorum

Nepos, Cornelius
Aemilii Probi vitae excellentium imperatorum
Los 1169

Schätzung
900€ (US$ 1,023)

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(Nepos, Cornelius). Aemilii Probi vitae excellentium imperatorum Tito Pomponio Attico dedicatae. Ti Pomponii Attici vita per Cornelium Nepotem descripta. Plutarchi liber de illustrium mulierum virtutibus eiyusdem Paralelia. 100 Bl. Mit einigen Initialen und Lombarden sowie Kapitalstrichelung in Rot. 18,5 x 13 cm. Späterer marmorierter Halbpergamentband (Vorsätze alt erneuert) mit hs. RTitel. Straßburg, Matthias Schürer, 1506 (d. i. 1511).
VD16 N 518. Panzer VI, 36, 83. Benzing 412. Muller 181, 56. Schweiger II, 295. Ebert I, 5252. – Erster Druck im 16. Jahrhundert, der die Fehler der früheren Inkunabelausgaben korrigiert. Enthält u. a. von Plutarch De virtutibus mulierum und die Parallelia. "Wertvolle Ausgabe, nach der Princeps, aber mit vielen und guten Änderungen des Textes. Enthält alle Lebensbeschreibungen" (Schweiger). Das VD16 und Schweiger (ausführlich) korrigieren das Erscheinungsjahr im Kolophon auf 1511. – Titel gebräunt und im Rand restauriert, gestempelt und mit teils verblasstem hs. Eintrag (u. a. mit Besitzvermerk "J. Burckhardt 1834"). Erste Lage mit kräftigem Braunfleck und ebenfalls stellenweise im Rand ausgebessert. Sonst nur gering fleckig.

Lot 1170, Auction  127, Obsequens, Iulius, Prodigorum liber

Obsequens, Iulius
Prodigorum liber
Los 1170

Schätzung
350€ (US$ 398)

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Obsequens, Iulius. Prodigorum liber... per Conradum Lycosthenem... restitutus. 10 Bl., 327 S., 6 Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette und 82 (teils wiederholten) Holzschnitten im Text . 15,5 x 10 cm. Halbleder d. Z. mit goldgeprägtem RSchild (berieben und bestoßen). Basel, (J. Oporinus, 1552).
Brunet IV, 147. VD 16, O 178. Adams O 8. Caillet 8131. – "Édition rare, et la plus complète, selon Brunet, avec de bien curieuses figures sur bois dans le texte représentant des monstruosités humaines et animales: enfants à tête d'éléphants, sans yeux, ni nez; sans bras, ni jambes; à plusieurs jambes; porcs à tête d'homme; à deux têtes; coqs à cinq pattes..." (Caillet). – Fester Vorsatzu mit 9-zeiliger Notiz von alter Hand. Titel gebräunt und fleckig. Wasserrandig und gelegentlich braun- und stockfleckig.

Ortelius, Abraham
Palestinae sive totius terrae promissionis
Los 1171

Schätzung
350€ (US$ 398)

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Ortelius, Abraham. Palestinae sive totius terrae promissionis nova descriptio auctore tilemanno stella sigenens. Kolorierte Kupferkarte. 34,5 x 46,5 cm. Um 1579.
Kupferstich mit zwei großen zeitgenössisch kolorierten Beschlagwerk-Kartuschen, Kompaß, Segelschiffen und Seeungeheuer sowie mit zeitgenösschem Landschafts- und Flächenkolorit. Mit typographischer lateinischer Beschreibung auf der Rückseite. – Mit Mittelfalz und rundum mit Montageresten. – Dabei: J.Sandrart. Die Reise der Kinder Israel aus Egypten durchs Rothe Meer ihr um Schweitt durch die Wüsten. Kupferkarte. 39 x 51,5 cm. Um 1690. - Mit teils verstärkter Mittelfalz. Etwas stockfleckig und mit kleineren Einrissen.

Lot 1172, Auction  127, Osuna, Francisco de, Tercera parte del libro llamado Abecedario espiritual

Osuna, Francisco de
Tercera parte del libro llamado Abecedario espiritual
Los 1172

Schätzung
900€ (US$ 1,023)

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(Osuna, Francisco de). Tercera parte del libro llamado Abecedario espiritual. Agora nuevamente impresso. 4 nn., 216 röm. num. Bl. Titel in Rotdruck. Mit breiter Holzschnitt-Titelbordüre. 19,5 x 14 cm. Geheftet (ohne Einband; mit Rückenstreifen einer mittelalterlichen Pergamenthandschrift). Valladolid, Juan de Villaquiran, 1537.
Palau 206822. – Im spanischen Valladolid gedruckte Quartausgabe des Traktats zum kontemplativen Gebet, das unter dem deutschen Titel Geistliches ABC geläufig ist, verfasst von dem aus Andalusien stammenden Mystiker Francisco de Osuna (um 1492-1541). – Etwas stärker braunfleckig, Titel und Schlussblatt auch etwas fingerfleckig und mit Sepiaeinträgen, am Schluss mit verblasstem Feuchtigkeitsrand. Exemplar ohne Einband.

Lot 1173, Auction  127, Ovidius Naso, Publius, Le metamorfosi

Ovidius Naso, Publius
Le metamorfosi
Los 1173

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Ovidius Naso, Publius. Le metamorfosi al christinissimo re di Francia Henrico secondo di Giovanni Andrea dellʹAnguillara. 6 nn., 248 num., 1 nn. Bl. Mit breiter figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre, 15 szenischen Textholzschnitten und 15 Holzschnitt-Initialen. 20,5 x 15,5 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (stärker fleckig und berieben sowie mit Randläsuren, vom Block gelöst) mit neuerem hs. RSchild. Venedig, Giovanni Griffio, 1561.
Adams O 509. STC 482. Schweiger II, 689. Graesse V, 94. Vgl. Ebert 15509. – Erste vollständige Ausgabe der hochgelobten und später in zahlreichen Drucken erschienenen Versübertragung ins Italienische durch Andrea dell'Anguillara (1517-1570), ein Separatdruck der ersten drei Bücher erschien bereits 1555 in Paris bei Andreas Wechel; hier auch erstmals mit den schönen Textholzschnitten. "Beste italienische Uebertragung" (Schweiger). "Die Übersetzung selbst hat in Italien classisches Ansehen" (Ebert). – Titel etwas fingerfleckig und mit Tinteneintrag im Seitenrand. Zweispaltiger Druck, der Block vom Einband gelöst. - Selten.

Lot 1174, Auction  127, Pace, Giulio, Theses ex prioribus pandectarum iuris civilis libris

Pace, Giulio
Theses ex prioribus pandectarum iuris civilis libris
Los 1174

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Pace, Giulio. Theses ex prioribus pandectarum iuris civilis libris. Commentarij utiliter legi possunt. Disputatae ab aliquot Iurisprudentiae studiosis sub auctoris Praesidio. 139 (recte: 439) S. Mit kleiner Holzschnitt-Titelvignette. 11,5 x 7,5 cm. Pergament d. Z. (gering fleckig und berieben, mit hs. RTitel). Speyer, Bernhard Albin, 1598.
VD16 ZV 12132. – Lediglich in der Online-Version des Grundlagenwerks verzeichneter Albin-Druck mit Ausführungen zum Pandektenrecht durch den italienischen Juristen und über viele Jahre maßgeblichen Aristoteles-Herausgeber Giulio Pace (1550-1635). – Etwas gebräunt, Titel mit Eckabschnitt und hs. Tinteneintrag. – Beigebunden: Aulus Gallius. Noctes Atticae lucidiores redditae, tum collatione veterum exemplarium, tum innumeris emendationibus acconiecturis insigniorum aetatis nostra criticorum. 8 Bl., 698 S., 62 Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette. Genf, Johannes Tornesius, 1621. - Schwach gebräunt, sonst wohlerhalten.

Paradin, Claude
Devises Heroiques. Lyon, Jean de Tournes, 1551. - Erste Ausgabe der ersten Sammlung von Sinnbildern, die zur Erklärung verschiedener Embleme dienen
Los 1175

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Paradin, Claude. Devises héroiques. 126 S. Mit 116 (von 118) ganzseitigen Textholzschnitten und Titelholzschnitt-Druckermarke. Ca. 12,5 x 7,5 cm. Modernes Halbpergament (etwas fleckig, leicht geworfen). Lyon, Jean de Tournes, 1551.
Praz 444. Vgl. Adams P 291. STC 336. Landwehr, Emblem Books Low Countries 469. Brunet IV, 358 (spätere Ausgaben). – Erste Ausgabe der ersten Sammlung von Sinnbildern, die zur Erklärung verschiedener Embleme dienen. "The first illustrated volume of devices with explanatory text ... A book which played a very important role in the European emblem tradition" (Landwehr). Claude Paradin (1510-1573) war französischer Historiker, Genealoge und Emblem-Sammler, der die ersten Ausgaben seiner beliebten "Devises Heroiques" bei der Offizin Jean de Tournes’ (1504-1564) herausgab. Ab 1561 übernahm der Humanist und Verleger Christoph Plantin (1520-1589) in Antwerpen die Publikation, er vermehrte die Holzschnitte und übersetzte den Text 1563 ins Niederländische, 1591 wurde er erstmals in englischer Sprache in London veröffentlicht. Unter den bekannten Persönlichkeiten, die Paradins Werk kannten und verwendeten, gehörte auch Maria Stuart (1542-1587) dazu, die das Emblem Ingenii Largitor für eine gewebte Bildwirkerei nutzte. – Blatt h1 fehlt. Leicht bis stärker wasserrandig, Bindung gebrochen. Vier Holzschnitte mit hs. Anmerkungen. Etwas fleckig und gebräunt. Sehr selten im Handel.

Lot 1176, Auction  127, Paulus Diaconus, Homilie hoc est Conciones populares sanctissimorum ecclesie doctorum

Paulus Diaconus
Homilie hoc est Conciones populares sanctissimorum ecclesie doctorum
Los 1176

Schätzung
450€ (US$ 511)

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(Paulus Diaconus). Homilie hoc est Conciones populares sanctissimorum ecclesie doctorum. 2 Teile in 1 Band. 172 num. Bl.; 75 (statt 78) num. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke und blattgroßem Textholzschnitt. 30,5 x 21 cm. Holzdeckelband d. Z. (bestoßen, mit Fehlstellen und Wurmgängen, Deckel gelöst; ohne Bezugsmaterial) mit 2 Messingschließen. Basel, Johannes Froben, 1516.
VD16 P 1053. – Zweite bei Froben erschienene Ausgabe der Sammlung berühmter Predigten der Kirchenväter. Der Titelholzschnitt von Teil II zeigt zwölf kleine Einzelbilder von Kirchenvätern, verteilt auf zwei Leisten. Im zentralen Hauptbild sind alle Kirchenväter unter der Taube des Heiligen Geistes vereint. – Es fehlen in Teil II die Blatt J3 und J4 sowie das Schlussblatt N6 mit dem Register. Titel lose, stärker fleckig und mit Radläsuren, erste Lage aus der Bindung gelöst und im unteren Bug leicht sporfleckig, Blatt N1 ebenfalls lose. Vier Blatt in Teil I im Bug alt verstärkt, dort auch mit Wurmspuren. Ohne Vorsätze. Durchgehend etwas fleckig und mit alten Annotationen, stellenweise mit Feuchtigkeitsrändern.

Lot 1177, Auction  127, Pflacher, Moses, Christliche Predig von dem unkraut des Zwinglischen unnd Caluinischen Irrthumbs

Pflacher, Moses
Christliche Predig von dem unkraut des Zwinglischen unnd Caluinischen Irrthumbs
Los 1177

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Pflacher, Moses. Christliche Predig von dem unkraut des Zwinglischen unnd Calvinischen Irrthumbs. 38 Bl. Mit Holzschnittinitialie. 19,5 x 14,5 cm. Flexibles Pergament (fleckig, knickspurig und geworfen sowie ohne die vier Verschlussbändchen). Regensburg, Johann Burger, 1584.
VD16 P 2383. Nicht im Adams und STC. – Erste Ausgabe. – Innengelenk am Titel offen, Titel mit größerem Einriss, insgesamt mit Randläsuren, braun- und fingerfleckig sowie feuchtrandig am Fußsteg.

Lot 1178, Auction  127, Piccolomini, Alessandro, L'institution morale

Piccolomini, Alessandro
L'institution morale
Los 1178

Schätzung
500€ (US$ 568)

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Piccolomini, Alessandro. L'institution morale. Mise en François, par Pierre de Larivey. 10 nn., 482 (statt 483) num., 1 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 23 x 17 cm. Leder d. Z. (stärker berieben, Deckel mit Kratzspuren, oberes Kapital restauriert) mit ornamentaler RVergoldung, goldgeprägter Arabeske mit ornamentalen Eckzwickeln, doppelter Filete und Goldschnitt. Paris, Abel l'Angelier, 1581.
Graesse V, 281. Nicht bei Adams und im STC. – Erste französische Ausgabe der auf Aristoteles' Nikomachischer Ethik basierenden Morallehre des aus Siena stammenden Dichters, Philosophen und Astronomen Alessandro Piccolomini (1508-1578); der Erstdruck erschien 1542 in Venedig. Die vorliegende Übertragung aus dem Toskanischen fertigte der seinerzeit berühmte französische Komödiendichter Pierre de Larivey (1541-1619). – Es fehlt ein Blatt. Titel und erste Blatt mit kleinen Randläsuren in der oberen rechten Ecke, Titel auch mit teils gestrichenen Sepianotaten, anfangs auch mit schmalen Feuchtigkeitsrändern, sonst sauber. Das Schlussblatt mit dem Druckprivileg mit Randeinriss. Durchgehend mit rötlichbrauner Sepiatinte regliert.

Lot 1179, Auction  127, Piccolomini, Francesco, Universa philosophia de moribus

Piccolomini, Francesco
Universa philosophia de moribus
Los 1179

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Piccolomini, Francesco. Universa philosophia de moribus. Nunc primum in decem gradus redacta, & explicata. 10 Bl., 596 S., 22 Bl. (Index). Mit Holzschnitt-Druckermarke. 32,5 x 21 cm. Pergament des 19. Jahrhunderts (vorderes Gelenk angeplatzt). Venedig, Francesco de' Franceschi, 1583.
Adams P 1124. Nicht bei Graesse und im STC. – Seltene erste Ausgabe. Philosophisches Hauptwerk des aus Siena stammenden Gelehrten Francesco Piccolomini (1523-1607), der Naturphilosophie an der Universität von Padua lehrte und sich hier mit Fragen der Ethik und Politik im Spannungsfeld von kirchlichem Aristotelismus und philosophischem Platonismus auseinandersetzt. Piccolomini war Anhänger des Averroisten Zimara und Gegner der Logik des Zabarella (vgl. Ziegenfuß II, 275). Ein zweiter Druck erschien ebenda 1594. – Schwach gebräunt oder braunfleckig, die letzten Blatt vom Index mit Wursmspuren (minimaler Buchstabenverlust), Titel ebenfalls mit unbedeutenden Wurmspuren, am Schluss auch mit kleinem Feuchtigkeitsrand im unteren Bug. Insgesamt wohlerhalten.

Lot 1180, Auction  127, Pighius, Albertus, Controversiarum praecipuarum

Pighius, Albertus
Controversiarum praecipuarum
Los 1180

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Pighius, Albertus. Controversiarum praecipuarum in comitijs Ratisponensibus tractatarum, et quibus nunc potissimum exagitatur Christi fides et religio, diligens, et luculenta explicatio. 4 nn., 283 num. Bl. 16,5 x 10,5 cm. Flexibles Pergament vom Ende des 17. Jh. (leicht angestaubt und gewellt, kleine Wurmspur auf dem Vorderumschlag, vom Block gelöst) mit hs. RTitel. Paris, C. Guillard, 1549.
STC 351. Jöcher III, 1562. Vgl. Adams P 1183 (Ausgabe 1542). – Spätere Ausgabe. Autor ist der niederländische römisch-katholische Theologe Albertus Pighius (1490-1542), ein "bekannter Widersacher Lutheri[s] ... Er war ein grosser Verfechter des römischen Stuhls, behauptete, daß Kayser und Könige auch in weltlichen Dingen ihre Gewalt vom Pabste hätten, und von demselben abgesetzt werden könnten" (Jöcher). – Titel im oberen Rand mit hs. Besitzvermerk. Gering gebräunt. Mit gestochenem Exlibris.

Lot 1181, Auction  127, Pighius, Albertus, Hierarchiae ecclesiasticae assertio

Pighius, Albertus
Hierarchiae ecclesiasticae assertio
Los 1181

Schätzung
1.800€ (US$ 2,045)

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Im einstigen Kettenband der Franziskaner-Bibliothek zu Bad Tölz
Pighius, Albertus. Hierarchiae ecclesiasticae assertio. 8 nn., 344 num. Bl. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 30 x 20 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rücken mit weißem Papier überklebt und mit 2 hs. RSchildern, kleinem Bibliotheksschildchen, etwas beschabt und bestoßen, VDeckel mit abgeriebenem älteren Titelschild) über schweren, abgefasten Holzdeckeln mit 2 intakten punzierten und ziselierten Messingschließen). Köln, Johannes Birckmann, 1558.
VD16 P 2756. ADB XXVI, 125f. Jöcher III, 1563. – Fünfte Kölner Ausgabe der wichtigen "Kirchenhierarchie" des Albert Pigge, latinisiert zu Albertus Pighius, der zwischen 1490 und 1542 nachweisbar ist und als aus Kampen stammender katholischer Theologe u. a. unter dem berühmten Adrian Florisz. an der Universität zu Löwen studiert hatte. Neben seinen theologischen Studien befasste er sich vor allem mit Mathematik und Astronomie: "Papst Paul III. ließ sich von ihm in der Mathematik unterweisen und verlieh ihm als Anerkennung dafür 1535 die Propstei von St. Johann zu Utrecht nebst einer bedeutenden Geldsumme. Dennoch gerieth er, infolge eines langwierigen und kostspieligen Processes mit dem Utrechter Magistrat, wobei es sich um die herrschaftlichen Rechte seiner Propstei handelte, in finanzielle Bedrängniß. Nicht nur als Mathematiker und Astronom, sondern auch als Vertheidiger des katholischen Glaubens und besonders der kirchlichen Hierarchie, hatte er große Verdienste. Seine Hauptarbeit auf diesem Gebiete ist die 'Hierarchie ecclesiasticae assertio', welche zu Köln 1538, 1544, 1558 und 1572 in einem Folioband erschien und vom englischen Theologen John Leland in seiner 'Amphilarchia in Alb. Pighium' widerlegt worden ist."
Pigge selbst hatte sich in seinem Paul III. gewidmeten Werk vehement gegen die Abkehrung Heinrichs VIII. von der katholischen Kirche und dem Papstum gewandt, auch kämpfte er gegen die lutherische Glaubenslehre als einer der frühen Vertreter der sich formierenden Gegenreformation. – Stellenweise papierbedingt etwas gebräunt, Fol. 11-119 etwas braunfleckig, Fol. 57 mit Stempel, die letzten vier Blätter mit Tintenfleck im Rand. – Vorgebunden: Clemens Alexandrinus. Opera, quae quidem extant opera. Gentiano Herveto interprete. 3 nn., 162 num., 6 nn. Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. Basel, (Isengrin), 1556. - VD16 C 4069. Übersetzung der Werke des östlichen Kirchenvaters Clemens von Alexandria (150-215) durch den französischen Humanisten Gentien Hervet (1490-1884) aus dem Griechischen ins Lateinische. - Titel mit altem hs. Besitzvermerk und Stempel. Titel und das folgende Blatt im unteren Drittel etwas wurmstichig, mit minimalstem Buchstabenverlust. Text anfangs mit einem kleine Wurmloch. Fols. 31 und 12 gestempelt, sowie der obere Schnitt mit Monogramm. - In bemerkenswert festem Einband, gutes Exemplar aus der aufgelassenen Franziskanerbibliothek zu Bad Tölz. Der hs. (durchgestrichene) Vermerk lautet "Monasterij ad S. S. Franciscanos pro Bibl. Tölzius". Der Band gehört also zu den wenigen, die die Zerstörung der Bibliothek im Zuge der Säkularisation 1802 überstanden und im Handel kursierend bewahrt werden konnten.

Der bemerkenswert schöne Einband mit reicher Blindprägung zeigt eine Erlöserrolle mit König David bis zu Christus mit Kreuz. Auf dem Rücken oben sieht man noch einen einst festen Eisenstift, der einst einen Ring aufwies, an dem eine Kette den Band mit dem Lesepult verband, um ihn vor Diebstahl zu sichern und gleichzeitig dem Leser zur Verfügung zu stellen.

Lot 1182, Auction  127, Plinius Caecilius Secundus, Gaius, Historaiae mundi libri XXXVII

Plinius Caecilius Secundus, Gaius
Historaiae mundi libri XXXVII
Los 1182

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Plinius Caecilius Secundus, Gaius. Historiae mundi libri XXXVII. 49 Bl., 409 S., 116 Bl. Mit Holzschnitt-Vignette auf dem Titel. 11,5 x 7,5 cm. Schweinsleder d. Z. (stark lädiert, stark berieben, Rücken fehlt und mit mehreren Wurmgängen) über Holzdeckel mit zwei Messingschließen. Lyon, Jacob Iunta, 1561.
Adams P 1576. – Späterer Nachdruck der zuerst 1510 erschienenen Ausgabe. – Vorderes Innegelenk offen. Titel mit Bibliotheksstempel "Franziskaner Kloster Dettelbach" und hs. Besitzvermerk der Zeit. Vereinzelt leicht braun- und fingerfleckig sowie etwas feuchtfleckig und -randig.

Lot 1183, Auction  127, Plinius Secundus, Gaius d. Ä., Historiae mundi libri triginta septem

Plinius Secundus, Gaius d. Ä.
Historiae mundi libri triginta septem
Los 1183

Schätzung
750€ (US$ 852)

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Plinius Secundus, Gaius d. Ä. Historiae mundi libri triginta septem. 14 nn. Bl., 976 Spalten, 82 nn. Bl. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. 33 x 21 cm. Pergament d. Z. (berieben und bestoßen, mit einigen Fehlstellen, unteres Kapital fehlt und Rückengelenk mit Einriss). Lyon, Marcel Bering, 1548.
Adams P 1571. Nicht im VD16 (nicht die Ausgabe aus dem Jahr 1548) und nicht im STC. Vgl. Schweiger 788. Graesse V, 340. – Französischer Druck der klassischen naturwissenschaftlichen Enzyklopädie des Altertums in 37 Büchern, mit den Kommentaren des böhmischen Gelehrten Sigismund Gelenius (1497-1554). Plinius der Ältere (23 - 79 n. Chr.) durchlief eine militärische Beamtenkarriere und war u. a. als Kommandant des Flottenstützpunktes in Misenum und als Prokurator für Vespasian tätig. Er kam beim Ausbruch des Vesuv ums Leben. Von seinen vielen Schriften ist eigentlich nur die vorliegende Naturgeschichte erhalten geblieben. Sein großes Geschichtswerk mit der Darstellung der Geschichte von ca. 47 bis zur Regierungszeit von Vespasian ist verloren; Tacitus hat diese Ausgabe zwar kritisiert, aber auch ausgiebig benutzt. In der vorliegenden Ausgabe, einer Enzyklopädie unterschiedlichster Themen überliefert er uns weite Bereiche des antiken Wissens, oft auch eine Kompilation aus bedeutenden Werken anderer Autoren. Das Werk ist in Sachgebiete unterteilt. Nach einer allgemeine Beschreibung folgen eine Länder- und Völkerkunde, Anthropologie und Physiologie des Menschen, Zoologie, Botanik, Heilmittel aus Pflanzen und Tieren, Mineralogie, Metallurgie. Gerade in den letzten Abschnitten auch mit Hinweisen zu dern Verwendbarkeit in der Malerei und Plastik. Zum Schluss mit Kapiteln über Gold, Silber, Edelsteine und Farben. Auch heute noch eine Fundgrube für alle Sachgebiete. Nach der Überlieferung hat Plinius etwa 2000 Bücher durchgearbeitet und für seine Texte verwendet. – Titel und zweites Blatt kleben aneinander, beide mit stärkeren Wurmfras. Insgesamt braun-, stock- und fingerfleckig.

Lot 1184, Auction  127, Plutarch, Opuscoli Morali. Diuisi in due parti principali

Plutarch
Opuscoli Morali. Diuisi in due parti principali
Los 1184

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Plutarch. Opuscoli Morali. Divisi in due parti principali. Tradotti in volgare dal sign. 2 Bände. 12 Bl., 754 S., 1 w. Bl.; 15 Bl., 1 w. Bl., 368 num. Bl. 20,5 x 15,5 cm. Pergament des 17. Jahrhunderts (stark fleckig, Bezüge mit stärkeren Gebrauchsspuren, Einbände beinahe vom Block gelöst) mit goldgeprägtem RTitel. Venedig, Fioravante Prati, 1598.
EDIT16 CNCE 36021. – Zweibändiger venezianischer Druck der philosophischen Schrift Plutarchs, gedruckt Fioravante Pratis. – Vereinzelt alte Sepiamarginalien, zahlreiche neuere Bleistiftanstreichungen. Teilweise etwas gebräunt.

Lot 1185, Auction  127, Quintin, Jean, Haereticorum catalogus, & historia qualem Gratianus post Isidorum digessit in Can

Quintin, Jean
Haereticorum catalogus, & historia qualem Gratianus post Isidorum digessit in Can
Los 1185

Schätzung
800€ (US$ 909)

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Hauptwerke zur Definition, wer zu den Häretikern gehört
Quintin, Jean. Haereticorum catalogus, & historia qualem Gratianus post Isidorum digessit in Can. Quidam autem. xxiiij. Quæst. iii. [und:] Quintus Septimus Florens Tertullianus. Tertvlliani liber adversvs haereticos. 2 Werke in 1 Band. 27 S.; 134 S., 1 w. Bl. Mit 2 wdhl. Holzschnitt-Druckermarken. 22,4 x 17,2 cm. Flexibles Pergament d. Z. (etwas wellig und sprenkelfleckig). Paris, Andreas Wechel, 1560 und 1561.
STC 417. Adams Q 74 und T 418. – Die beiden einflussreichen Schriften über Häresie und Häretiker von dem französischen Priester und Johannes-Ordensritter Johannes Quintinus, vulgo Jean Quintin (1500-1561), in dem dieser die bedeutensten Abweichler der orthodoxen Kirchenlehre seit der Antike bis in die Gegenwart bei Namen nennt. Angefangen von dem Magier Simon, über Menadros, die "Cathari, propter mundiciam ita se nominaverunt. Gloriantes enim de suis meritis, negant paenitentibus veniam preccatorum [...]", die "Manichaei, à quodam Persa extiterunt, qui vocatus est Manes [...]" und viele mehr, die mit Beschreibung ihren Irrlehren verzeichnet sind.
Es schließt sich Tertullians Traktat "liber adversus haereticos" an, seine Prozessreden gegen die Häretiker mit dem Urteil, dass Häretiker keinen Anspruch auf die Heilige Schrift hätten, weil sie die Schriften nicht von den Aposteln geerbt hätten. Er argumentierte, dass die wahre Lehre durch die apostolische Nachfolge gesichert sei, die nur in der katholischen Kirche existiere. – Kleine ältere Rasur auf dem ersten Titel, leicht gewellt und knickspurig, letzten Seiten alt angstaubt, insgesamt im Block aber wohlerhalten und frisch, in herrlicher Typographie. Vorsatz mit hs. Eintrag und mit Makulaturstück einer Handschrift des 15. Jahrhunderts.

Lot 1186, Auction  127, Ravenna, Petrus von, Compendium pulcherrimum Juriscanonici

Ravenna, Petrus von
Compendium pulcherrimum Juriscanonici
Los 1186

Schätzung
1.000€ (US$ 1,136)

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Ravenna, Petrus von. Compendium pulcherrimum juriscanonici clarissimi juris utriusque Doctoris et Equitis Petri Ravennatis. In quo innumerabilia aurea et elegantia dicta continentur. Teil I-III in 1 Band. 67 (von 85), 130, 109 nn. Bl. Mit teilkolorierter Holzschnitt-Vignette auf dem Titel und Druckermarke am Schluss. 31 x 21 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, fleckig und mit kleinen Fehlstellen) mit hs. RTitel und zwei Messingschließen. Wittenberg, Wolfgang Stöckel, 1504.
VD16 T 1533, T 1534 und T 1538. – Erste Ausgabe des juristischen Werkes von Petrus von Ravenna (1448-1508) in drei Teilen in einem Band. – Es fehlen im ersten Teil die Lagen A6-D5, Titel mit hs., teils radiertem Besitzvermerk und Bibliotheksstempel "F. Loew. Ros. Canzlei-Bibliothek". Insgesamt mit Wurmgängen (mit kleinem Textverlust), teilweise braun- und fingerfleckig, papierbedingt gebräunt, mit Randläsuren und mit hs. Notizen d. Z. am Rand. Mit radiertem Exlibris auf dem Vorsatz.

Reineck, Reiner
Historiae Iuliae, sive syntagmatis heroici
Los 1187

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Reineck, Reiner. Historiae Iuliae, sive syntagmatis heroici. Teil II und III (von 3) in 2 Bänden. 8 Bl., 603 S., 10 Bl., 59 S.; 6 Bl., 595 S., 10 Bl., 70 S. Mit zwei Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel. 32 x 19 cm. Blindgeprägtes Halbschweinsleder d. Z. (etwas berieben und bestoßen, mit Wurmlöchern sowie leicht geworfen) mit Deckelbezügen aus grün gefärbter makulatur Handschrift. Helmstedt, J. Lucius für A. Kirchner, 1595-1597.
VD16 R 887-888 und VD16 R 860. – Jeweils erste Ausgaben. Der fehlende erste Band erschien ebenda im Jahre 1594. – Papierbedingt gebräunt, etwas stockfleckig, teilweise mit Wurmlöchern und -gängen sowie leicht knickspurig. Teil 2 mit losen weißen Blatt. Beide Vorsätze mit gestochenem Exlibris.

Lot 1188, Auction  127, Reineck, Reiner, Origines illustriss. stirpis Brandeburgicae, seu historiae expositiones geminae de nobiliss

Reineck, Reiner
Origines illustriss. stirpis Brandeburgicae, seu historiae expositiones geminae de nobiliss
Los 1188

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Reineck, Reiner. Origines illustriss. stirpis Brandeburgicae, seu historiae expositiones geminae de nobiliss. et antiquiss. Welforum prosapia: e Germanica lingua in Latinam conversae. Item commentarius de Marchionum & Electorum Brandeburg etc. ... familia. 81 S., 1 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und Buchschmuck in Holzschnitt. 33,5 x 20 cm. Pergament d. Z. (oberes Kapital eingerissen, gebräunt, fleckig und abgegriffen, mit kleinen Defekten am Rücken; vorderes Innengelenk grob durch Leinenstreifen verstärkt) mit goldgeprägtem Filetenrahmen auf den Deckeln sowie blindgeprägten Rollenstempeln von Johann Georg von Brandenburg. Frankfurt am Main, A. Wechel, 1581.
VD 16 R 860. Wegele 436. Haebler I, 182, X. – "Wesentliche Förderung" dieses Forschungsgebietes. Erste lateinische Ausgabe, erschien ein Jahr nach der deutschen Geschichte Brandenburgs mit Gewichtung auf den Übergang an das Haus Hohenzollern" (Wegele). – Die Spiegel erneuert, vorderer Vorsatz mit Besitzstempel. Papierbedingt gebräunt und braunfleckig. Titel mit kleinem Stück Papier am Rand restauriert. Letztes Blatt mit größerem Randeinriss.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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