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Lot 1181, Auction  127, Pighius, Albertus, Hierarchiae ecclesiasticae assertio

Pighius, Albertus
Hierarchiae ecclesiasticae assertio
Los 1181

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1.800€ (US$ 2,045)

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Im einstigen Kettenband der Franziskaner-Bibliothek zu Bad Tölz
Pighius, Albertus. Hierarchiae ecclesiasticae assertio. 8 nn., 344 num. Bl. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 30 x 20 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rücken mit weißem Papier überklebt und mit 2 hs. RSchildern, kleinem Bibliotheksschildchen, etwas beschabt und bestoßen, VDeckel mit abgeriebenem älteren Titelschild) über schweren, abgefasten Holzdeckeln mit 2 intakten punzierten und ziselierten Messingschließen). Köln, Johannes Birckmann, 1558.
VD16 P 2756. ADB XXVI, 125f. Jöcher III, 1563. – Fünfte Kölner Ausgabe der wichtigen "Kirchenhierarchie" des Albert Pigge, latinisiert zu Albertus Pighius, der zwischen 1490 und 1542 nachweisbar ist und als aus Kampen stammender katholischer Theologe u. a. unter dem berühmten Adrian Florisz. an der Universität zu Löwen studiert hatte. Neben seinen theologischen Studien befasste er sich vor allem mit Mathematik und Astronomie: "Papst Paul III. ließ sich von ihm in der Mathematik unterweisen und verlieh ihm als Anerkennung dafür 1535 die Propstei von St. Johann zu Utrecht nebst einer bedeutenden Geldsumme. Dennoch gerieth er, infolge eines langwierigen und kostspieligen Processes mit dem Utrechter Magistrat, wobei es sich um die herrschaftlichen Rechte seiner Propstei handelte, in finanzielle Bedrängniß. Nicht nur als Mathematiker und Astronom, sondern auch als Vertheidiger des katholischen Glaubens und besonders der kirchlichen Hierarchie, hatte er große Verdienste. Seine Hauptarbeit auf diesem Gebiete ist die 'Hierarchie ecclesiasticae assertio', welche zu Köln 1538, 1544, 1558 und 1572 in einem Folioband erschien und vom englischen Theologen John Leland in seiner 'Amphilarchia in Alb. Pighium' widerlegt worden ist."
Pigge selbst hatte sich in seinem Paul III. gewidmeten Werk vehement gegen die Abkehrung Heinrichs VIII. von der katholischen Kirche und dem Papstum gewandt, auch kämpfte er gegen die lutherische Glaubenslehre als einer der frühen Vertreter der sich formierenden Gegenreformation. – Stellenweise papierbedingt etwas gebräunt, Fol. 11-119 etwas braunfleckig, Fol. 57 mit Stempel, die letzten vier Blätter mit Tintenfleck im Rand. – Vorgebunden: Clemens Alexandrinus. Opera, quae quidem extant opera. Gentiano Herveto interprete. 3 nn., 162 num., 6 nn. Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. Basel, (Isengrin), 1556. - VD16 C 4069. Übersetzung der Werke des östlichen Kirchenvaters Clemens von Alexandria (150-215) durch den französischen Humanisten Gentien Hervet (1490-1884) aus dem Griechischen ins Lateinische. - Titel mit altem hs. Besitzvermerk und Stempel. Titel und das folgende Blatt im unteren Drittel etwas wurmstichig, mit minimalstem Buchstabenverlust. Text anfangs mit einem kleine Wurmloch. Fols. 31 und 12 gestempelt, sowie der obere Schnitt mit Monogramm. - In bemerkenswert festem Einband, gutes Exemplar aus der aufgelassenen Franziskanerbibliothek zu Bad Tölz. Der hs. (durchgestrichene) Vermerk lautet "Monasterij ad S. S. Franciscanos pro Bibl. Tölzius". Der Band gehört also zu den wenigen, die die Zerstörung der Bibliothek im Zuge der Säkularisation 1802 überstanden und im Handel kursierend bewahrt werden konnten.

Der bemerkenswert schöne Einband mit reicher Blindprägung zeigt eine Erlöserrolle mit König David bis zu Christus mit Kreuz. Auf dem Rücken oben sieht man noch einen einst festen Eisenstift, der einst einen Ring aufwies, an dem eine Kette den Band mit dem Lesepult verband, um ihn vor Diebstahl zu sichern und gleichzeitig dem Leser zur Verfügung zu stellen.

Lot 1182, Auction  127, Plinius Caecilius Secundus, Gaius, Historaiae mundi libri XXXVII

Plinius Caecilius Secundus, Gaius
Historaiae mundi libri XXXVII
Los 1182

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300€ (US$ 341)

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Plinius Caecilius Secundus, Gaius. Historiae mundi libri XXXVII. 49 Bl., 409 S., 116 Bl. Mit Holzschnitt-Vignette auf dem Titel. 11,5 x 7,5 cm. Schweinsleder d. Z. (stark lädiert, stark berieben, Rücken fehlt und mit mehreren Wurmgängen) über Holzdeckel mit zwei Messingschließen. Lyon, Jacob Iunta, 1561.
Adams P 1576. – Späterer Nachdruck der zuerst 1510 erschienenen Ausgabe. – Vorderes Innegelenk offen. Titel mit Bibliotheksstempel "Franziskaner Kloster Dettelbach" und hs. Besitzvermerk der Zeit. Vereinzelt leicht braun- und fingerfleckig sowie etwas feuchtfleckig und -randig.

Lot 1183, Auction  127, Plinius Secundus, Gaius d. Ä., Historiae mundi libri triginta septem

Plinius Secundus, Gaius d. Ä.
Historiae mundi libri triginta septem
Los 1183

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750€ (US$ 852)

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Plinius Secundus, Gaius d. Ä. Historiae mundi libri triginta septem. 14 nn. Bl., 976 Spalten, 82 nn. Bl. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. 33 x 21 cm. Pergament d. Z. (berieben und bestoßen, mit einigen Fehlstellen, unteres Kapital fehlt und Rückengelenk mit Einriss). Lyon, Marcel Bering, 1548.
Adams P 1571. Nicht im VD16 (nicht die Ausgabe aus dem Jahr 1548) und nicht im STC. Vgl. Schweiger 788. Graesse V, 340. – Französischer Druck der klassischen naturwissenschaftlichen Enzyklopädie des Altertums in 37 Büchern, mit den Kommentaren des böhmischen Gelehrten Sigismund Gelenius (1497-1554). Plinius der Ältere (23 - 79 n. Chr.) durchlief eine militärische Beamtenkarriere und war u. a. als Kommandant des Flottenstützpunktes in Misenum und als Prokurator für Vespasian tätig. Er kam beim Ausbruch des Vesuv ums Leben. Von seinen vielen Schriften ist eigentlich nur die vorliegende Naturgeschichte erhalten geblieben. Sein großes Geschichtswerk mit der Darstellung der Geschichte von ca. 47 bis zur Regierungszeit von Vespasian ist verloren; Tacitus hat diese Ausgabe zwar kritisiert, aber auch ausgiebig benutzt. In der vorliegenden Ausgabe, einer Enzyklopädie unterschiedlichster Themen überliefert er uns weite Bereiche des antiken Wissens, oft auch eine Kompilation aus bedeutenden Werken anderer Autoren. Das Werk ist in Sachgebiete unterteilt. Nach einer allgemeine Beschreibung folgen eine Länder- und Völkerkunde, Anthropologie und Physiologie des Menschen, Zoologie, Botanik, Heilmittel aus Pflanzen und Tieren, Mineralogie, Metallurgie. Gerade in den letzten Abschnitten auch mit Hinweisen zu dern Verwendbarkeit in der Malerei und Plastik. Zum Schluss mit Kapiteln über Gold, Silber, Edelsteine und Farben. Auch heute noch eine Fundgrube für alle Sachgebiete. Nach der Überlieferung hat Plinius etwa 2000 Bücher durchgearbeitet und für seine Texte verwendet. – Titel und zweites Blatt kleben aneinander, beide mit stärkeren Wurmfras. Insgesamt braun-, stock- und fingerfleckig.

Lot 1184, Auction  127, Plutarch, Opuscoli Morali. Diuisi in due parti principali

Plutarch
Opuscoli Morali. Diuisi in due parti principali
Los 1184

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200€ (US$ 227)

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Plutarch. Opuscoli Morali. Divisi in due parti principali. Tradotti in volgare dal sign. 2 Bände. 12 Bl., 754 S., 1 w. Bl.; 15 Bl., 1 w. Bl., 368 num. Bl. 20,5 x 15,5 cm. Pergament des 17. Jahrhunderts (stark fleckig, Bezüge mit stärkeren Gebrauchsspuren, Einbände beinahe vom Block gelöst) mit goldgeprägtem RTitel. Venedig, Fioravante Prati, 1598.
EDIT16 CNCE 36021. – Zweibändiger venezianischer Druck der philosophischen Schrift Plutarchs, gedruckt Fioravante Pratis. – Vereinzelt alte Sepiamarginalien, zahlreiche neuere Bleistiftanstreichungen. Teilweise etwas gebräunt.

Lot 1185, Auction  127, Quintin, Jean, Haereticorum catalogus, & historia qualem Gratianus post Isidorum digessit in Can

Quintin, Jean
Haereticorum catalogus, & historia qualem Gratianus post Isidorum digessit in Can
Los 1185

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800€ (US$ 909)

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Hauptwerke zur Definition, wer zu den Häretikern gehört
Quintin, Jean. Haereticorum catalogus, & historia qualem Gratianus post Isidorum digessit in Can. Quidam autem. xxiiij. Quæst. iii. [und:] Quintus Septimus Florens Tertullianus. Tertvlliani liber adversvs haereticos. 2 Werke in 1 Band. 27 S.; 134 S., 1 w. Bl. Mit 2 wdhl. Holzschnitt-Druckermarken. 22,4 x 17,2 cm. Flexibles Pergament d. Z. (etwas wellig und sprenkelfleckig). Paris, Andreas Wechel, 1560 und 1561.
STC 417. Adams Q 74 und T 418. – Die beiden einflussreichen Schriften über Häresie und Häretiker von dem französischen Priester und Johannes-Ordensritter Johannes Quintinus, vulgo Jean Quintin (1500-1561), in dem dieser die bedeutensten Abweichler der orthodoxen Kirchenlehre seit der Antike bis in die Gegenwart bei Namen nennt. Angefangen von dem Magier Simon, über Menadros, die "Cathari, propter mundiciam ita se nominaverunt. Gloriantes enim de suis meritis, negant paenitentibus veniam preccatorum [...]", die "Manichaei, à quodam Persa extiterunt, qui vocatus est Manes [...]" und viele mehr, die mit Beschreibung ihren Irrlehren verzeichnet sind.
Es schließt sich Tertullians Traktat "liber adversus haereticos" an, seine Prozessreden gegen die Häretiker mit dem Urteil, dass Häretiker keinen Anspruch auf die Heilige Schrift hätten, weil sie die Schriften nicht von den Aposteln geerbt hätten. Er argumentierte, dass die wahre Lehre durch die apostolische Nachfolge gesichert sei, die nur in der katholischen Kirche existiere. – Kleine ältere Rasur auf dem ersten Titel, leicht gewellt und knickspurig, letzten Seiten alt angstaubt, insgesamt im Block aber wohlerhalten und frisch, in herrlicher Typographie. Vorsatz mit hs. Eintrag und mit Makulaturstück einer Handschrift des 15. Jahrhunderts.

Lot 1186, Auction  127, Ravenna, Petrus von, Compendium pulcherrimum Juriscanonici

Ravenna, Petrus von
Compendium pulcherrimum Juriscanonici
Los 1186

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1.000€ (US$ 1,136)

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Ravenna, Petrus von. Compendium pulcherrimum juriscanonici clarissimi juris utriusque Doctoris et Equitis Petri Ravennatis. In quo innumerabilia aurea et elegantia dicta continentur. Teil I-III in 1 Band. 67 (von 85), 130, 109 nn. Bl. Mit teilkolorierter Holzschnitt-Vignette auf dem Titel und Druckermarke am Schluss. 31 x 21 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, fleckig und mit kleinen Fehlstellen) mit hs. RTitel und zwei Messingschließen. Wittenberg, Wolfgang Stöckel, 1504.
VD16 T 1533, T 1534 und T 1538. – Erste Ausgabe des juristischen Werkes von Petrus von Ravenna (1448-1508) in drei Teilen in einem Band. – Es fehlen im ersten Teil die Lagen A6-D5, Titel mit hs., teils radiertem Besitzvermerk und Bibliotheksstempel "F. Loew. Ros. Canzlei-Bibliothek". Insgesamt mit Wurmgängen (mit kleinem Textverlust), teilweise braun- und fingerfleckig, papierbedingt gebräunt, mit Randläsuren und mit hs. Notizen d. Z. am Rand. Mit radiertem Exlibris auf dem Vorsatz.

Reineck, Reiner
Historiae Iuliae, sive syntagmatis heroici
Los 1187

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Reineck, Reiner. Historiae Iuliae, sive syntagmatis heroici. Teil II und III (von 3) in 2 Bänden. 8 Bl., 603 S., 10 Bl., 59 S.; 6 Bl., 595 S., 10 Bl., 70 S. Mit zwei Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel. 32 x 19 cm. Blindgeprägtes Halbschweinsleder d. Z. (etwas berieben und bestoßen, mit Wurmlöchern sowie leicht geworfen) mit Deckelbezügen aus grün gefärbter makulatur Handschrift. Helmstedt, J. Lucius für A. Kirchner, 1595-1597.
VD16 R 887-888 und VD16 R 860. – Jeweils erste Ausgaben. Der fehlende erste Band erschien ebenda im Jahre 1594. – Papierbedingt gebräunt, etwas stockfleckig, teilweise mit Wurmlöchern und -gängen sowie leicht knickspurig. Teil 2 mit losen weißen Blatt. Beide Vorsätze mit gestochenem Exlibris.

Lot 1188, Auction  127, Reineck, Reiner, Origines illustriss. stirpis Brandeburgicae, seu historiae expositiones geminae de nobiliss

Reineck, Reiner
Origines illustriss. stirpis Brandeburgicae, seu historiae expositiones geminae de nobiliss
Los 1188

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Reineck, Reiner. Origines illustriss. stirpis Brandeburgicae, seu historiae expositiones geminae de nobiliss. et antiquiss. Welforum prosapia: e Germanica lingua in Latinam conversae. Item commentarius de Marchionum & Electorum Brandeburg etc. ... familia. 81 S., 1 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und Buchschmuck in Holzschnitt. 33,5 x 20 cm. Pergament d. Z. (oberes Kapital eingerissen, gebräunt, fleckig und abgegriffen, mit kleinen Defekten am Rücken; vorderes Innengelenk grob durch Leinenstreifen verstärkt) mit goldgeprägtem Filetenrahmen auf den Deckeln sowie blindgeprägten Rollenstempeln von Johann Georg von Brandenburg. Frankfurt am Main, A. Wechel, 1581.
VD 16 R 860. Wegele 436. Haebler I, 182, X. – "Wesentliche Förderung" dieses Forschungsgebietes. Erste lateinische Ausgabe, erschien ein Jahr nach der deutschen Geschichte Brandenburgs mit Gewichtung auf den Übergang an das Haus Hohenzollern" (Wegele). – Die Spiegel erneuert, vorderer Vorsatz mit Besitzstempel. Papierbedingt gebräunt und braunfleckig. Titel mit kleinem Stück Papier am Rand restauriert. Letztes Blatt mit größerem Randeinriss.

Lot 1189, Auction  127, Reinicken Fuchs, Von und Solis, Virgil, Ander Theil deß buchs Schimpff und Ernst, welches nit weniger kurtzweilig denn Centum Nouella, Esopus, Eulenspiegel...

Reinicken Fuchs, Von und Solis, Virgil
Ander Theil deß buchs Schimpff und Ernst, welches nit weniger kurtzweilig denn Centum Nouella, Esopus, Eulenspiegel...
Los 1189

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350€ (US$ 398)

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Von Reinicken Fuchs. Ander Theil deß buchs Schimpff und Ernst, welches nit weniger kurtzweilig denn Centum Nouella, Esopus, Eulenspiegel, Alte weisen, Weise Meister, und alle andere kurtzweilige Bücher. 198 fol. Bl. Mit 42 Textholzschnitten. 14,5 x 10 cm. Pergamentband des 17. Jahrhunderts (etwas fleckig) in modernem Leinenschuber. Frankfurt, ohne Dr., 1566.
Goedeke II, 322, 3. Brunet IV, 1226 (frühere und spätere Ausgaben). Thieme-Becker XXXI 251 (spätere Ausgabe). Vgl ADB II, 590. – Nach Thieme-Becker, der allerdings ein späteres Erscheinungsjahr angibt, stammen die Holzschnitte von Virgil Solis (1514-1562). Ein Holzschnitt (Bl. 165 verso) ist mit VS monogrammiert. – Fester Innenspiegel mit montiertem Exlibris. Einige Holzschnitte von alter Hand ankoloriert. Registerseiten fehlen. Seltene Ausgabe eines der bekanntesten Volksbücher.

Lot 1190, Auction  127, Galatinus, Petrus, Opus de arcanis catholicae veritatis

Galatinus, Petrus
Opus de arcanis catholicae veritatis
Los 1190

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2.000€ (US$ 2,273)

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Reuchlin, Johannes. - Galatinus, Petrus. Opus de arcanis catholicae veritatis ... Ad haec Ioannis Reuchlini de arte cabalistica, libri tres. 2 Teile in 1 Band. 10 Bl. (l. w.), 551 (recte 549) S., 2 Bl.; S. 552-651, 20 Bl. Mit 3 Holzschnitt-Druckermarken. 32 x 21 cm. Flexibles Pergament d. Z. (fleckig und lädiert) unter Verwendung eines Antipohonale aus dem 15. Jahrhundert mit hs. RTitel und spanischen Kanten. Basel, Johannes Herwagen, 1561.
VD16 C 4616. Adams C 2420. Benzing 102. Goedeke I, 416. Fürst I, 314. – Zweiter Druck bei Herwagen (bei ihm erstmals 1550 gedruckt, jedoch ohne Reuchlins "de arte cabalistica"), die erste Ausgabe erschien 1518 in Ortona. "Petrus Galatinus, gelehrter Theologe und Kenner der orientalischen Sprachen, der sich besonders am Reuchlin'schen Streit über den Werth der Judenbücher betheiligte, trägt seinen Beinamen, nach mittelalterlichem Gebrauch von seiner Vaterstadt Caiazzo in Apulien im Königreich Neapel; sein Familienname war vermuthlich Colonna ... Von den Werken des Petrus Galatinus ist gedruckt das Opus de arcanis cath. fidei. Dasselbe bezweckt, Reuchlins Ansichten von dem Werthe der rabbinischen Theologie für das Christenthum gegen die Angriffe Jacobs von Hoogstraet in Schutz zu nehmen. Galatinus gab seinem Werke die Form eines Dialoges (in 12 Büchern) zwischen ihm selbst, Capnio (Reuchlin) und Hoogstraet und versucht den Nachweis, daß die Glaubenswahrheiten der Kirche in den talmudischen Schriften mehr oder weniger klar enthalten seien; deßhalb könne nur Haß und Verblendung die Rabbinen von der Erkenntniß der Wahrheit abhalten. Die Absicht des Galatinus bei der Abfassung seines Opus war jedenfalls eine gute, mag man sonst seinen Ansichten auch ablehnend gegenüberstehen; wenigstens liegt kein Grund vor, eine gehässige Tendenz des Franciscaners gegen den Dominicaner Jacob von Hoogstraet anzunehmen ..." (Wetzer-Welte IX, 1913f). – Exlibris. Fl. Vorsatz und Titelblatt mit Ausschnitt. Seite 551 mit Tintenflecken. Teils mit kleinem Wasserrand, insgesamt etwas sporfleckig. Untere Ecke mit leichtem Mäusefraß.

Reusner, Hieronymus und Epimetheus, Franciscus
Pandora, das ist die edelste Gabe Gottes oder der werte und heilsame Stein der Weysen
Los 1191

Schätzung
10.000€ (US$ 11,364)

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Außerordentlich seltenes alchemistisches Werk mit kolorierten Holzschnitten
Reusner, Hieronymus (Hrsg.). Pandora, das ist die edelste Gabe Gottes oder der werte und heilsame Stein der Weysen, mit welchem die alten Philosophi, auch Theophrastus Paracelsus, die unvollkommene Metallen durch gewalt des Fewrs verbessert. 8 Bl, 317 S., 1 Bl. Mit 42 (davon 20 blattgroßen) kolorierten Textholzschnitten. 16 x 10 cm. Pergamentband d. Z., die Deckelbezüge unter Verwendung eines Handschriftenblattes aus dem 14. Jahrhundert (mit Fehlstelle am Rücken). mit hs. RSchild. Basel, Sebastian Henricpetri, (1588).
VD16 R 1363. Sudhoff, Paracelsus S. 334-335. Ferguson II, 258-59. Weller 173. Duveen 504-505. – Zweite Ausgabe (Erstausgabe 1582) dieses außerordentlich seltenen alchemistischen Werkes mit seiner bemerkenswert reichen und qualitativ hochwertigen Illustration, "...of great interest for the symbolical pictures it contains" (Ferguson). Der unter dem Namen Franciscus Epimethus geführte Verfasser wird nach Fictuld (Probierstein 1753, S. 118) mit dem Franziskaner Ulmannus identifiziert. Ein Teil der Bildfolge erschien bereits 1572 in der "Ars Amifera". Die von Hieronymus Reusner verfasste Vorrede bietet Erläuterungen paracelsischer Terminologie. – Titel mit zeitgenössischem Sepia-Besitzeintrag "Simon Schwartz" und Tintenfleck. Papierbedingt leicht gebräunt, insgesamt wohlerhalten und nur gelegentlich stockfleckig. Rechter Rand etwas knapp beschnitten (ohne Textverlust, aber teils leicht über die Umfassungslinie der Holzschnitte). Die Holzschnitte wurden durchgehend recht hübsch koloriert, möglicherweise etwas später. Bibliotheksstempel "Stadtbücherei Elbing" auf Innenspiegel sowie Titelblatt verso; recto ein weiterer Stempel.

Lot 1192, Auction  127, Rivail, Aymar du, Civilis historiae iuris

Rivail, Aymar du
Civilis historiae iuris
Los 1192

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Rivail, Aymar du. Civilis historiae iuris, sive in XII. tab. leges commentariorum libri quinque. 8 Bl., 351 S. Titel mit großer, figürlicher Holzschnittbordüre. 15,5 x 9,5 cm. Pergament d. Z. (stark wurmlöchrig und mit mehreren Wurmgängen sowie Fehlstellen) unter Verwendung eines Pergamentmakulaturblattes des 15. Jahrhunderts. Mainz, (Schöffer), 1530.
Cartier 204. Adams R 594. Nicht im BM STC. – Frühe Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien wohl 1515 in Lyon. Von uns konnten nur drei weitere Exemplare in Deutschland nachgewiesen werden: Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg, Universitätsbibliothek Eichstätt-Ingolstadt, Staatliche Bibliothek Neuburg an der Donau. – Vorderes Innengelenk offen, mit Wurmlöchern, teils braunfleckig und mit Randläsuren. Titel mit hs. Besitzvermerk und Notizen.

Lot 1193, Auction  127, Sammelband, mit 6 theologischen Schriften des 16. - 17. Jahrhunderts

Sammelband
mit 6 theologischen Schriften des 16. - 17. Jahrhunderts
Los 1193

Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)

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Sammelband mit 6 theologischen Schriften des 16. - 17. Jahrhunderts. 20 x 15 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, VDeckel und Rücken mit Fehlstellen) über Holzdeckel mit hs. RSchild und zwei Messingschließen. Verschiedene Orte und Verlage, 1503-1601.
Enthält: I. Balthasar Büchner. Disputatio Theologica varii et multiplicis argumenti. 12 Bl. Mit Holzschnitt-Titelbordüre und halbseitigem Holzschnittwappen im Text. Würzburg, Georg Fleischmann, 1601. - VD17 1:054056U. - II. Daniel Mattsperger. Leichpredig und tröstliche Erinnerung. Bey der christ-Catholischen Besingknus ... 86 S. Würzburg, Georg Fleischmann, o. J. (1601). - VD17 23:320136R. - III. Georg Morgenstern. Sermones disertissimi contra omne mudi puersum statum. 8 Bl., LXXVII num. Bl. Mit ganzseitigem Text-Holzschnitt. Nürnberg, H. Höltzel, 1503. - IV. Gregor Witzel. Comprehensio locorum utriusque testamenti de absoluta necessitate bonorum à fide operum. 67 Bl. Mit Holzschnittvignette auf dem Titel. Leipzig, Nicolai Wolrab, 1538. - VD16 W 4034. - V. Georg Witzel. Confutatio calumniosissimae responsionis iusti ionae, id est Jodoci Kock, una cum assertione bonorum operum. 27 Bl. Leipzig, Nicolas Faber, 1533. - VD16 3901. Erste Ausgabe. - VI. (Georg Witzel. Sillabus locorum ex utroque testa. De bonis operibus, credenti ad vitam necessariis). 46 (von 49) Bl. Ohne Titel. Leipzig, Melchior Lotther, (1534). - VD16 W 4033. Es fehlt der Titel und zwei Blätter. – Vorsätze etwas lädiert, Innengelenke vereinzelt geöffnet, insgesamt leicht gebräunt und etwas braunfleckig sowie mit wenigen hs. Notizen am Rand.

Lot 1194, Auction  127, Sammelband, Sexti ruffi viri consularis epitoma de gestis et assequuto dominio romanorum

Sammelband
Sexti ruffi viri consularis epitoma de gestis et assequuto dominio romanorum
Los 1194

Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)

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Sammelband. 5 Schriften von zum Beispiel Herodot, Thukydides oder Gaius Julius Solinus. 31 x 19,5 cm. Holzdeckel (mit Wurmlöchern, Fehlstellen, RDeckel fehlt sowie ohne die Schließen) mit blindgeprägtem Schweinsleder Rücken (berieben und mit Wurmlöchern). Verschiedene Orte und Verlage 1527-1538.
Vorhanden sind : I. Rufius Festus. Sexti ruffi viri consularis epitoma de gestis et assequuto dominio romanorum. Polybii historiarum libri quinque, Nicolao Perotto Interprete. 8 Bl., 198 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Basel, Petri, 1530. - II. Thukydides. Laurentio valla interprete & nunc a conrado heres bachio ad graecum exemplar di ligentissime recogniti. 6 Bl., 234 S. Mit Holzschnitt-Titelbordüre. Köln, Eucharius Cervicornus, 1527. - VD16 T 1117. - III. Gaius Julius Solinus. Pomponii melae de situ orbis libros tres, fide diligentiaque summa recognitos, adiunximus. 9 Bl., 230 S. Mit 3 (1 doppelblattgroß) Holzschnittkarten im Text. Basel, Michael Isingrinius und Henrich Petri, 1538. -VD16 S 6968. - IV. Herodot. Historiographi libri novem, musarum nomi nibus inscripti, interprete laurentio valla. 14 Bl., 274 S. Mit Holzschnitttitelbordüre. Köln, Eucharius Cervicornus, 1537. - VD16 H 2510. - V. Diodorus Siculus. En damus diodori siculi historici graeci, quae nunc quidem extare noscuntur opera nempe. 12 Bl., 374 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. Basel, Henrich Petri, 1530.
Besonders bemerkenswert ist die hübsche Holzschnittkarte, die den Mittelmeerraum mit zwei Schiffsstaffagen zeigt. – Mit Exlibris auf dem Vorsatz. Erster Titel mit hs. Besitzvermerken und etwas gebräunt. Insgesamt mit Wurmlöchern, knickspurig und vereinzelt leicht fleckig.

Lot 1195, Auction  127, Santorio, Paolo Emilio, Virgines et martyres

Santorio, Paolo Emilio
Virgines et martyres
Los 1195

Schätzung
450€ (US$ 511)

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Santorio, Paolo Emilio. Virgines et martyres. 11 Bl., 301 S., 1 Bl. Mit gestochener Titelvignette und Kupfertafel. 21,5 x 15,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (fleckig, knickspurig und mit Fehlstellen). Rom, Gulielmi Facciotti, 1597.
Nicht im Adams oder STC. – Wohl erste Ausgabe. Von uns konnte nur ein weiteres Exemplar bestimmt werden in der Bibliotheca Hertziana. – Vorderes Innengelenk offen. Teils papierbedingt gebräunt, etwas stock- und feuchtfleckig. Sehr selten.

Lot 1196, Auction  127, Schönwetter, Johann Gottfried, Abschiedt der Rö. Kay. Mt: und gemeiner Ständ [und:] Peinliche Gerichts Ordnung der Römischen Kaiserlichen Mayestat

Schönwetter, Johann Gottfried
Abschiedt der Rö. Kay. Mt: und gemeiner Ständ [und:] Peinliche Gerichts Ordnung der Römischen Kaiserlichen Mayestat
Los 1196

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Schönwetter, Johann Gottfried. Abschiedt der Rö. Kay. Mt: und gemeiner Ständ, auff dem Reichstag zu Regenspurg im Jahre Christi 1654 auffgericht [und:] Peinliche Gerichts Ordnung der Römischen Kaiserlichen Mayestat Caroli deß fünfften und deß heiligen Reichs auff den Reichstägen zu Augspurg und Regenspurg ... 2 in 1 Band. 12 Bl., 102 S.; 44 S., 10 Bl. Mit 2 großen Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel. 34,5 x 20 cm. Pergament des 17. Jahrhunderts (fleckig, berieben und unteres Kapital mit Einrissen) Mit 3 (von 4) Verschlussbändchen. Mainz, Wittwe und Erben Schönwetter, 1560.
Zwei frühe rechtliche Schriften der Städte Regensburg und Augsburg aus der Offizin von Johann Gottfried Schönwetter, einer der führenden Mainzer Verleger. – Papierbedingt gebräunt, leicht stockfleckig, vereizelt mit kleinen Randläsuren. – Beigebunden: I. (Abdruck des Friedens-Schlusses von der Röm. Kays. Mayt. und Churfürstl. Durchl. zu Sachsen zu Prag auffgerichtet den 20/30. Maij 1635). 15 S. (Breßlau, Bawman, 1635). - II. General und vollkommenes Register. D. L. von H. uber deren hierinnen begriffenen Reichs-Abschieden Realia. 83 nn. Bl. Prag 1735.

Lot 1197, Auction  127, Siena, Sisto da, Bibliotheca Sancta

Siena, Sisto da
Bibliotheca Sancta
Los 1197

Schätzung
240€ (US$ 273)

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Siena, Sisto da. Bibliotheca Sancta. Secunda editio, novis ex postrema veneta editione ... 4 Bl., 733 S., 1 w. Bl., 22 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln. 37 x 24 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (mit Wurmlöchern, etwas fleckig, bestoßen und mit kleinen Fehlstellen) mit hs. RSchild und zwei Messingschließen. Köln, Cholinus, 1576.
VD16, S 6601. – Frühe Ausgabe aus der Offizin von Cholinus. – Titel mit hs. Besitzvermerken und Bibliotheksstempeln "Franziskaner-Kloster Dettelbach". Etwas braun- und fingerfleckig, mit Wurmlöchern und teils mit Fehlstellen und wenigen kleinen Einrissen, sonst wohlerhalten.

Lot 1198, Auction  127, Sleidanus, Johannes, De statu religionis et reipublicae

Sleidanus, Johannes
De statu religionis et reipublicae
Los 1198

Schätzung
750€ (US$ 852)

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Sleidanus, Johannes. De statu religionis et reipublicae, Carolo quinto, caesare, commentarij. 4 nn., 462 (statt 469 oder 470) S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 30 x 19 cm. Blindgeprägter Schweinslederband (fleckig und berieben, Vorderdeckelbezug mit kleinem Brandloch; ohne Schließen). Straßburg, Wendelin Rihel, 1555.
VD 16 S 6668 oder 6669. Nicht bei Adams. – Erster oder zweiter Druck der ersten Ausgabe, die im April bzw. Juni 1555 erschienen und aufgrund des hier fehlenden Index mit dem Impressum am Schluss nicht exakt zu bestimmen sind. "Nach Turbulenzen um die Drucklegung und Veröffentlichung (dem Straßburger Rat wurde gedroht, den Druck zu stoppen) erschien im April 1555 Sleidanus' berühmtestes Werk, 'De statu religionis et reipublicae, Carolo Quinto, Caesare, Commentarii', bei Wendelin Rihel in Straßburg. Die 'Commentarii‹' beschreiben die Entwicklung der Reformation in Europa mit Schwerpunkt Deutschland von 1517 bis 1555, wobei sich Sleidanus besonders um neutrale Darstellung beider Konfessionen unter intensiver Quellenbenutzung bemühte. Gerade dies brachte ihm Kritik von Seiten der Protestanten und Katholiken ein; dennoch erschienen zahlreiche Ausgaben in Latein wie auch in allen wichtigen europäischen Sprachen … die 'Commentarii' wurden zur Grundlage der modernen Geschichtsschreibung und prägten die Reformationsforschung bis in das 20. Jahrhundert" (BBKL XXV, 1326ff.). "Bis gegen das Ende des 18. Jahrhunderts sind Sleidan's Commentare die von Allen in allen Völkern gleichmäßig benützte Hauptquelle über die Reformationszeit gewesen. Die moderne Zeit kennt kein historisches Werk, das sich so lange einer so großen Autorität erfreut und aus dem so viele Geschlechter geschichtliche Kenntniß geschöpft hätten" (ADB XXVIII, 460). – Es fehlen die Seiten 463 bis 469 bzw. 470 mit dem Index. Titel mit angestücktem Eckabriss, mehreren alten Einträgen sowie neuerem Bibliotheksstempel. Vorderes Innengelenk hinter der zweiten Lagen angeplatzt. Stellenweise mit verblasstem Feuchtigkeitsrand, durchgehend mit zahlreichen Annotationen.

Lot 1199, Auction  127, Sleidanus, Johannes, De statu religionis et reipublicae + De quatuor summis imperiis

Sleidanus, Johannes
De statu religionis et reipublicae + De quatuor summis imperiis
Los 1199

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Sleidanus, Johannes. De statu religionis et reipublicae, Carolo quinto, Caesare, comentarii. Additus est liber XXVI. 458 num., 14 unn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 11,5 x 8 cm. Blindgeprägter Lederband d. Z. (etwas berieben) mit RSchild, Streicheisenlinien, Eckfleurons, Darstellung von Sonne und Mond in den Mittelfeldern der Deckel sowie punziertem Goldschnitt. (Genf), Conrad Badius, 1559.
Graesse VI/1, 420. Brunet V, 409. Nicht bei Adams. – Frühe Ausgabe der bedeutenden Chronik des Reformationszeitalters, im handlichen Sedezformat mit entsprechend kleiner Typographie. "Nach Turbulenzen um die Drucklegung und Veröffentlichung (dem Straßburger Rat wurde gedroht, den Druck zu stoppen) erschien im April 1555 Sleidanus' berühmtestes Werk, 'De statu religionis et reipublicae, Carolo Quinto, Caesare, Commentarii', bei Wendelin Rihel in Straßburg. Die 'Commentarii‹' beschreiben die Entwicklung der Reformation in Europa mit Schwerpunkt Deutschland von 1517 bis 1555, wobei sich Sleidanus besonders um neutrale Darstellung beider Konfessionen unter intensiver Quellenbenutzung bemühte. Gerade dies brachte ihm Kritik von Seiten der Protestanten und Katholiken ein; dennoch erschienen zahlreiche Ausgaben in Latein wie auch in allen wichtigen europäischen Sprachen … Die 'Commentarii' wurden zur Grundlage der modernen Geschichtsschreibung und prägten die Reformationsforschung bis in das 20. Jahrhundert" (BBKL XXV, 1326ff.). "Bis gegen das Ende des 18. Jahrhunderts sind Sleidan's Commentare die von Allen in allen Völkern gleichmäßig benützte Hauptquelle über die Reformationszeit gewesen. Die moderne Zeit kennt kein historisches Werk, das sich so lange einer so großen Autorität erfreut und aus dem so viele Geschlechter geschichtliche Kenntniß geschöpft hätten" (ADB XXVIII, 460). – Titel mit Loch im Bug, teils gelöschtem Stempel und mehreren teils gestrichenen Einträgen. Sonst nur leicht gebräunt, charmant gebunden. – Beigebunden: Derselbe. De quatuor summis imperiis, Babylonico, Persico, Graeco, & Romano, libri tres. 50 num., 6 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. Ebenda 1559. - Chaix/D./M. 40; nicht bei Adams. - Das meistaufgelegte Werk S's "über die vier Monarchien" erschien der protestantischen Welt anderthalb Jhdte. hindurch unübertrefflich (vgl. ADB XXXIV, 461

Lot 1200, Auction  127, Spangenberg, Cyriacus, Mansfeldische Chronica

Spangenberg, Cyriacus
Mansfeldische Chronica
Los 1200

Schätzung
750€ (US$ 852)

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Spangenberg, Cyriacus. Mansfeldische Chronica der erste Teil. Von Erschaffung und Austheilung der Welt, und insonderheit von der Graveschafft Mansfelt, und den alten und ersten Deutschen Koenigen und Fuersten (alles im 16. Jahrhundert Erschienene). 6 nn., 503 num., 51 nn. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit kleiner Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 33 x 20 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Vorderdeckel mit Schabspur, Gelenke leicht angeplatzt, mit etwas späterem hs. RSchild) mit 1 (statt 2) Messingschließen. (Eisleben, Andreas Petri, 1572).
VD16 S 7635. Goedeke II, 194, 95a. – Erste Ausgabe dieser "tüchtigen Leistung" (ADB) des Historikers Cyriacus Spangenberg (1528-1604), Schüler von Luther und Melanchthon. Von der in "zeittypisch kompilatorischem Charakter" (Killy) erstellten Chronik ist nur der vorliegende Teil im 16. Jahrhundert erschienen: "Cette chronique, qui va jusqu'à l'année 1571, n'a pas été continuée. Elle a reparu sous un nouveau titre portant 'Sächsische Chronica' Francfort 1576." (Brunet VI, 457). Die ehemalige Grafschaft Mansfeld im obersächsischen Kreis gewinnt auch durch den ältesten Abbau von Kupfer in Deutschland, wie es im Register detailliert aufgeführt ist, besondere Bedeutung. Aus Briefen Spangenbergs geht hervor, daß die Bände II-IV in Vorbereitung waren. – Titel etwas gebräunt, recto et verso gestempelt sowie mit Wurmspuren im weißen Rand, am Schluss ebenfalls mit Wurmspuren.

Lot 1201, Auction  127, Spiegel, Jakob, Lexicon iuris civilis. Ex varijs probatorum autorum commentarijs congestum

Spiegel, Jakob
Lexicon iuris civilis. Ex varijs probatorum autorum commentarijs congestum
Los 1201

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Spiegel, Jakob. Lexicon iuris civilis. Ex varijs probatorum autorum commentarijs congestum. Postremò nunc ab ipso autore recognitum, ac locupletatum. 1120 Sp., 2 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 33 x 21 cm. Lädiertes Pergament des 17. Jahrhunderts (unter Verwendung eines Handschriftenblattes, abgerieben, mit großen Fehlstellen im Bezug, stark bestoßen). Lyon, Sebastian Gryphius, 1552.
Baudrier VIII, 261. EROMM 20140917. – Hübsche Lyonneser Ausgabe des gefeierten, erstmals 1538 erschienenen Hauptwerks aus der Feder des kaiserlichen Geheimsekretärs, des Rechtswissenschaftlers und Humanisten Jakob Spiegel (1483-1547), der aus Schlettstadt stammt. "Durch den unerwarteten Tod des Kaisers Maximilian (Januar 1519) seiner Stellung enthoben, brachte Spiegel die nächsten Monate in seiner Vaterstadt Schlettstadt zu, indem er sich einer umfassenden schriftstellerischen Thätigkeit widmete und zugleich an den freundschaftlichen Versammlungen der von Wimpfeling gegründeten Schlettstadter Gelehrten Gesellschaft mit Eifer sich betheiligte. So führte er die schon im Jahre 1516 auf Maximilian's specielle Anregung unternommenen kritisch-exegetischen Arbeiten zur Austrias des Riccardus Bartholinus weiter (erschien erst 1531 bei Johannes Schott in Straßburg: 'Richardi Bartholini Perusini Austriados Lib. XII. Maximiliano Augusto dicati cum scholiis Jacobi Spiegelij Selesten'; so entstanden um diese Zeit jene compilatorischen Vorarbeiten, aus denen etwa 20 Jahre später sein juristisches Hauptwerk, das 'Lexicon iuris civilis', erwuchs" (ADB XXXV, 156-158). – Wenige hs. Adnotationen, vielfache Knicke, gelegentliche Papierläsuren, ausgebunden und eselsohrig, etwas stärker gebäunt, fleckig und wasserrandig, fleckig und unfrisch, stellenweise stärkere Sporflecken.

Lot 1202, Auction  127, Surius, Laurentius, Commentarius brevis rerum in orbe gestarum

Surius, Laurentius
Commentarius brevis rerum in orbe gestarum
Los 1202

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Surius, Laurentius. Commentarius brevis rerum in orbe gestarum. 35 Bl., 837 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 16,5 x 10 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, bestoßen, etwas fleckig) mit zwei Messingschließen. Köln, Quentel & Calenius, 1566.
VD16 S 10241. Adams S 2100. Sabin 93883ff. Wegele 350. – Erste Ausgabe. – Innengelenk offen am Titel. Titel mit hs. Besitzvermerken und Bibliotheksstempel "Franziskanerkloster Dettelbach". Insgesamt etwas braunfleckig und minimal Knickspurig.

Tartaglia, Niccolò
La nova scientia con una gionta al terzo libro
Los 1203

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Tartaglia, Niccolò. La nova scientia con una gionta al terzo libro. 6 Bl., 34 fol. Bl., 95 S. Mit gefalteter Übersichtstafel in Holzschnitt. 20 x 14 cm. Leder d. 19. Jahrhunderts (stark berieben, Kapitale bestoßen, am unteren Rücken Reste eines Signaturschilds) mit goldgeprägtem RSchild. (Venedig, 1546).
Nicht im KVK. Vgl. Poggendorff 1069 (Erstausgabe von 1537). – Reich illustrierte Ausgabe von Tartaglias (1499-1557) grundlegender Schrift "Nova Scientia", deren Erstdruck 1537 erschien. Es gilt als die erste veröffentlichte Abhandlung zur Ballistik überhaupt und ist somit ein Meilenstein der Bewegungslehre, die später zu den Erkenntnissen Galileis und anderer Wegbereiter führte.

Das Titelblatt zeigt einen großformatigen Holzschnitt mit dem Wappen Francesco Maria II. della Roveres, Herzog von Urbino. Darunter eine beinahe ganzseitige allegorische Darstellung, in der Tartaglia im Zentrum verschiedener - weiblich personifizierter - Wissenschaftsdisziplinen erscheint, umgeben von Autoritäten der Antike wie Euklid, Aristoteles und Platon. – Innenspiegel mit zwei montierten Bibliotheksschildern (eines fast entfernt). Stockfleckig und papierbedingt gebräunt.

Lot 1204, Auction  127, Theophylactus de Achrida, In omnes D. Pauli epistolas enarrationes

Theophylactus de Achrida
In omnes D. Pauli epistolas enarrationes
Los 1204

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Theophylactus de Achrida. In omnes D. Pauli epistolas enarrationes. 20 Bl., CCCCLXVII Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 16,5 x 9,5 cm. Flexibles Pergament d. z. (berieben, fleckig und stark geworfen) mit hs. RTitel. Paris, I. Petit, 1537.
Renourd ICP, V 676. Nicht bei Adams. – Frühe Ausgabe aus der Offizin von I. Petit. – Titel mit hs. Besitzvermerken. Holzschnittdruckermarke und Holzschnittinitialien teils ankoloriert. Vereinzelt feuchtrandig und mit Wurmgängen sowie etwas gewellt. Seltene Ausgabe.

Lot 1205, Auction  127, Thomas von Aquin, Cathena vere aurea

Thomas von Aquin
Cathena vere aurea
Los 1205

Schätzung
400€ (US$ 455)

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Thomas von Aquin. Cathena vere aurea. CCCXVI (ohne Blatt XI), 2 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und einigen Holzschnitt-Initialen. 28 x 20 cm. Leder d. Z. (beschabt, bestoßen, stellenweise brüchig, Rücken restauriert unter Verwendung des alten Rückens, hinteres RGelenk offen, insg. mit mehreren Fehlstellen) mit goldgeprägtem Deckel-Emblem. Paris, Jean Petit, 1517.
Adams A 1472. Moreau 1714. – Bereits in der Inkunabelzeit öfter aufgelegt. Schöner zweispaltiger Druck von Jean Petit. Die "Catena aurea" wurde 1262/1263 von Papst Urban IV. bei Thomas von Aquin in Auftrag gegeben. Es handelt sich um eine Sammlung exegetischer Zitate der Kirchenväter in Form einer fortlaufenden Kommentierung der Evangelientexte. Schon Thomas' Zeitgenossen erkannten den Wert dieses Werkes, das später den Titel "Goldene Kette" erhielt. – Es fehlt Blatt XI mit der Foliierung bIII. Innengelenke etwas geöffnet, Titel papierbedingt gebräunt, insgesamt braun- und fingerfleckig, teilweise etwas feuchtrandig, und vereinzelt mit hs. Notizen. Titel mit hs., 14-zeiligen Besitzvermerk von "Colleg. Paul 1830" und hs. 1-zeiligem Besitzvermerk von "F. Conrad Glandorff".

Lot 1206, Auction  127, Valerius Maximus, Dictorum factorumque memorabilium exempla. Lyon, Sebastian Gryphius, 1546 - Weitverbreitete Anekdotensammlung

Valerius Maximus
Dictorum factorumque memorabilium exempla. Lyon, Sebastian Gryphius, 1546 - Weitverbreitete Anekdotensammlung
Los 1206

Schätzung
240€ (US$ 273)

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Valerius Maximus. Dictorum factorumque memorabilium exempla. Adiecto indice propriorum nominum, rerumque memoria dignarum locupletissimo. 410 S., 11 Bl. (l. 2 w.). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 16,5 x 10,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben; ohne die Schließbänder). Lyon, Sebastian Gryphius, 1546.
Vgl. Adams V 110 (Ausgabe ebenda 1547). Nicht im STC. – Lyoneser Druck der weit verbreiteten Anekdotensammlung des Valerius Maximus (um 20 v. Chr.-50 n. Chr.) aus der Herrschaftszeit des Kaisers Tiberius (14-37 n. Chr.), kompiliert aus den Schriften des Cicero, Livius, Sallust, Pompeius Trogus, Marcus Terentius Varro und anderer. Die Kaiser Tiberius gewidmete Sammlung von Denkwürdigkeiten, nach sachlichen Gesichtpunkten geordnet, war als Hilfsmittel für Redner und Schriftsteller gedacht. – Titel verso mit hinterlegter Läsur und mit alten teils gestrichenen Besitzeinträgen, sonst nur etwas fleckig. Fl. Vorsatz mit mehrzeiligem Exlibris eines Andreas Schadwiener, datiert 1549. Möglicherweise der aus Bruck an der Mur stammenden, 1543 an der Universität Ingolstadt nachgewiesene Altist gleichen Namens, der sich in den Folgejahren vergeblich an der Württembergischen Hofkapelle bewarb. Vor allem die Bücher III und IV mit zahlreichen Rand- und Interlinearglosen wohl von dessen Hand.

Lot 1207, Auction  127, Valerius Maximus, Dictorum factorumque memorabilium libri IX

Valerius Maximus
Dictorum factorumque memorabilium libri IX
Los 1207

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Valerius Maximus. Dictorum factorumque memorabilium libri IX ... restituti, per Stephanum Pighium. 2 Teile in 1 Band. 400 S.; 96 S., 7 Bl. 16 x 10 cm. Pergament d. Z. (fleckig, leicht geworfen, Rücken mit kleinem Wurmloch) mit blindgeprägten Deckelfieleten, spanischen Kanten und Rotschnitt. Leiden, Plantin, 1594.
Adams V 122. Vgl. Schweiger II, 1109 (Antwerpen). – Mit einem Beitrag von Steven Winand Pigge (1520-1604). – Fl. Vorsatz und Titel mit hs. Beitzvermerk, leicht gebräunt. Gut erhalten.

Lot 1208, Auction  127, Vasari, Giorgio, Le vite de’ piu eccellenti pittori scultori e architettori

Vasari, Giorgio
Le vite de’ piu eccellenti pittori scultori e architettori
Los 1208

Schätzung
800€ (US$ 909)

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Der bedeutendste Band der "Vite" mit den Biographien Michelangelos, Tizians und Vasaris
Vasari, Giorgio. Le vite de’ più eccellenti pittori scultori e architettori. Secondo, et ultimo volume della terza parte. Nel quale si comprendano le nuove vite dall'anno 1550 al 1567. Teil III (von 3) in 1 Band. 2 Bl., S. 371-1012 (recte 1004), 3 Bl. (le. w.). Mit mehrteililger breiter Holzschnitt-Bordüre, mit integrierter Vedute von Florenz, Holzschnitt-Druckermarke, ganzseitigem Schluss-Holzschnitt in breiter Bordüre sowie 21 3/4-seitigen Holzschnittportäts im Text. 24,5 x 16,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (mit Fehlstellen des Bezugs am Rücken über den Bünden, sonst nur gelegentlich leicht brüchig, teils etwas stärker fleckig, bestoßen und beschabt). Florenz, Giunta, 1568.
Graesse 6,2, 264. Brunet V, 1096 u. 1097. Thieme-Becker XXXIV, 122ff. und XIV, 577. Adams V 296. Mortimer 515. Cicognara 2391. Gamba 1725. PMM 88. Arntzen-Rainwater H48a. – Die zweite, erste illustrierte Ausgabe, die wesentlich wichtiger war, als die Erstausgabe, die 1550 erschien und auch in Carter und Muirs "Printing and the Mind of Man" aufgeführt ist: "Though a painter and architect, Vasari’s most abiding influence is through this work, the first attempt to give scientific, historical accounts of artists and critical appreciation of their art based on documents and personal knowledge. It became a model for subsequent writings on the history of art" (a. a. O.).

Vorliegt hier des dritten Bandes zweiter und letzter Teil, der bedeutendste des Werkes, der die Viten und Porträts enthält von Domenico Baccio Bandinelli, Bassano, Beccafumi, Girolamo da Carpi, Giacopo da Pontormo, Francesco Primaticcio, Francesco Salviati, Giacopo Sansovino, Giovannantonio Sodoma, Taddeo Zucchero, aber vor allem die Viten der beiden bedeutensten Künstler Italiens im 16. Jahrhundert: Die Vita Tiziano Vecellio und die allein 82 Seiten umfassende und damit umfangreichste und erste Künstlerbiographie Michelangelo Buonarrotis. Auch seine eigene Lebensbeschreibung brachte Vasari in diesem Band unter: "Descrizione dell'opere di Giorgio Vasari, pittore, & architetto aretino". – Mit der Namenskorrektur des Verlages von "Girolamo Genga", zwei winzige alte Stegverstärkungen und kleinem Wurmgang im breiten Rand der letzten Lagen, sonst kaum Wurmspuren, Läsuren oder Flecke, insgesamt sehr schönes Exemplar in zeitgenössischem Einband.

Lot 1209, Auction  127, Vegetius Renatus, Flavius, Hortus pastorum sacrae doctrinae floribus polymitus

Vegetius Renatus, Flavius
Hortus pastorum sacrae doctrinae floribus polymitus
Los 1209

Schätzung
400€ (US$ 455)

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Vegetius Renatus, Flavius. De re militari libri quatuor, post omnes omnium editiones, ope veterum librorum correcti, a Godescalco Stewechio. Teil I und II in 1 Band. 8 Bl., 319 S., 8 Bl.; 480 S., 15 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, gefaltetem Tafel-Hozschnitt und zahlreichen Text-Holzschnitten. 17 x 11 cm. Pergament d. Z. (berieben, fleckig und geworfen) mit hs. RTitel. Lyon, Franciscus Raphelengius, 1592.
Adams V 337. STCN 840349254. BM STC, Dutch 204. – Zweite Ausgabe. – Titel mit größeren Fehlstellen und hs. Besitzvermerken. Anfangs etwas feuchtrandig, insgesamt mit kleineren Gebrauchsspuren.

Lot 1210, Auction  127, Vegetius Renatus, Flavius., De re militari

Vegetius Renatus, Flavius.
De re militari
Los 1210

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Vegetius Renatus, Flavius. De re militari. Sexti Iulij Frontini consularis de strategematis. Aeliani de instruendis aciebus. Modesti de vocabulis rei militaris. Praeclara opera nunc demum ad multorum vetustissimorum codicum fidei recognita & castigata. Index capiti praefixus est. 3 Teile in 1 Band. 12 nn., 74 (recte: 67) num., 1 nn. Bl.; 73 num. Bl.; 24 (statt 40) nn. Bl. Mit szenischer Holzschnitt-Titelbordüre und einigen Holzschnitt-Initialen. 14,5 x 10 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben). (Köln, Johann Soter für Gottfried Hittorp, 1524).
VD16 V 462. – Erster Druck bei Hittorp, Hauptwerk der antiken Kriegskunst. – Es fehlen 16 Blatt am Schluss, darunter das Blatt mit dem Impressum. Etwas feuchtrandig, am Schluss stärker betroffen, und leicht fleckig. Innenspiegel mit unschönem modernem Antiquariatsschild.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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