Franck, Caspar
Catalogus haereticorum. Das ist: Wahrhafftige erzelung der namhafften Irrthumb und Ketzer
Los 1121
Schätzung
300€ (US$ 341)
Franck, Caspar. Catalogus haereticorum. Das ist: Wahrhaftige erzelung der namhafften Irrthumb und Ketzer, welche von anfang der Welt biß auff unsere zeit entstanden. 8 Bl., 529 S., 47 (von 48) Bl. 15,5 x 9 cm. Flexibles Pergament d. Z. (fleckig, etwas lädiert) mit 4 Bindebändern (1 defekt). Ingolstadt, D. Schneider, 1576.
VD16 F 2037. Stalla 1321. Zischka 21. Nicht im STC und bei Adams. – Erste Ausgabe. Alphabetisches Verzeichnis von Ketzern, Sekten und Schwärmern. Der lutherische Prediger Caspar Franck (1520-1578) konvertierte 1568 zum katholischen Glauben. – Das Errata-Blatt fehlt. Titel mit hs. Besitzvermerk und Ausriss (wenig Textverlust). Das letzte Blatt oben zu etwa einem Drittel abgerissen (Textverlust). Etwas eselsohrig und fleckig.
Ein gesprech des Teütschen Lands und der Hoffnung dise gegenwertige Kriegsleüff betreffend Inn Welschland beschriben und hernach welscher sprach verteütschet. 4 Bl. Mit großem Titelholzschnitt und Bordüre. 18 x 14 cm. Neuerer Pappband. (Augsburg, Heinrich Steiner), 1546.
VD16 G 1868. – Einzige Ausgabe der im Todesjahr Luthers, zwei Jahre vor dem Augsburger Interim, im Zusammenhang mit dem Schmalkaldischen Krieg erschienenen Flugschrift, die heftige Angriffe gegen die katholische Kirche vorbringt ("Abgott zu Rhom"). – Teils im Rand leicht braunfleckig; insgesamt sehr gut erhalten.
Giovio, Paolo. Historiarum sui temporis. 3 Teile in 2 Bänden. 16 x 10 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben, Deckel schwach geworfen; ohne Schließbänder). Basel, (Heinrich Petri und Peter Perna), 1567.
VD16 G 2073. Adams G 657. – Dritter im deutschen Sprachraum erschienener Druck der Chronik des Florentinischen Geschichtsschreibers Paolo Giovio (1483-1552). Die Geschichte seiner Zeit enthält wertvolle Informationen über das Osmanische Reich und Osteuropa. Giovio verfasste außerdem eine Biographie über Nikolaus Kopernikus und zählt zu den frühesten Biographen Leonardo da Vincis. – Etwas gebräunt und fleckig, stellenweise mit Feuchtigkeitsrand. Mit vereinzelten Marginalien.
Giovio, Paolo
Vite brevemente scritte d'huomini illustri di guerra, antichi, et moderni
Los 1124
Schätzung
180€ (US$ 205)
Giovio, Paolo. Gli elogi vite brevemente scritte d'huomini illustri di guerra, antichi, et moderni. Tradotte per M. Lodovico Domenichi. 8 Bl., 574 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 15 x 10,5 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (fleckig und berieben, oberes Kapitale mit Einriss, vom Block gelöst, mit hs. RTitel). Venedig, Francesco Bindoni, 1559.
Nicht bei Adams und im STC. – Seltener venezianischer Druck der Schrift des florentinischen Geschichtsschreibers Paolo Giovio (1483-1552). – Vereinzelt etwas fleckig.
Godefroy, Denis. Corpus Iuris Civilis in IIII. partes distinctum: quarum prima Iustiniani institutionum lib. IIII. 45 Bl., 1918 Sp., 1 w. Bl., S. 1919-2061 (recte: 2075), 1 Bl. Mit Holzschnitt-Titelbordüre. 24 x 16 cm. Leder des frühen 18. Jahrhunderts (berieben und mit Schabspuren, Deckel und unteres Kapital mit kleinen Fehlstellen) mit reicher floraler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Lyon, Bartolomäus Vincentius, 1583.
Voluminöser Band mit dem Justinianischen Zivilgesetz in der Bearbeitung von Denis Godefroy und den drei Kommentaren, die auch separat vertrieben wurden. Zumeist im zweispaltigen Druck mit umlaufendem Text in einer Miniaturtype. – Titel beschnitten und auf ein Vakatblatt montiert. Insgesamt etwas fleckig und mit verblassten Feuchtigkeitsrändern. Mit einigen alten Annotationen. – Beigebunden: Derselbe. Codicis Iustiniani sacratiss. principis repetitae praelectionis. Libri XII. Commentariis. 10 Bl., 960 Sp., 2 Bl. Mit Holzschnitt-Titelbordüre. Ebenda 1583. - Derselbe. Authenticae seu Novellae constitutiones Dn. Iustiniani sacratissimi principis. Commentariis. 12 Bl., 534 Sp., S. 535-553. Mit Holzschnitt-Titelbordüre. Ebenda 1583. - Derselbe. Feudorum consuetudines, partim ex editione vulgata. 4 Bl., 64 Sp. Mit Holzschnitt-Titelbordüre. Ebebda 1583.
Gregor IX. Decretales suae integrati. Una cum glossis restitutae. Ad exemplar Romanum diligenter recognitae. 32 Bl., 1388 S. Titel in Schwarz und Rot. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelvignette und 2 ganzseitigen Textholzschnitten. 26 x 18 cm. Neuer Halbpergamentband mit den zeitgenössischen Pergamentdeckelbezügen (etwas fleckig und mit kleineren Wurmgängen, ohne die beiden Schließbänder). Venedig 1591.
Vgl. Graesse III, 1525. Nicht bei Adams. – Späterer venezianischer Druck der erstmals 1475 bei Nicolas Jenson ebenfalls in der Lagunenstadt erschienenen Sammlung. Im Auftrag von Papst Gregor IX. (um 1170-1241) verfasste dessen Kaplan Raimondo de Penaforte diese Dekretalensammlung, die als wichtigste Gesetzessammlung des Corpus iuris canonici gilt. Enthält im wesentlichen päpstliche Konstitutionen, Dekretale und Konzildekrete verschiedener Epochen, in der Mehrzahl jedoch aus seiner Regierungszeit. Bereits in der Inkunabelzeit erlebte das Werk zahlreiche Editionen. Der Titelholzschnitt zeigt Papst Gregor XIII. beim Gebet. – Titel mit hs. Anmerkung. Die ersten drei Blätter mit kleinem Wasserrand in der unteren Ecke. Vorsätze erneuert. Minimal gebräunt, selten mit kleineren Textunterstreichungen, gelegentlich gering fleckig.
Gregorius von Nyssa
Divi Gregorii Nysseni episcopi, fratris Basilii Magni, omnia quae extant opera
Los 1127
Schätzung
130€ (US$ 148)
Gregorius von Nyssa. Divi Gregorii Nysseni episcopi, fratris Basilii Magni, omnia quae extant opera. Hactenus studio virorum doctissimorum in latinum sermonem conversa. Editione omnium postrema. 6 Bl., 966 Sp., 12 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 33 x 22 cm. Pergament d. Z. (fleckig, berieben und geworfen) mit hs. RTitel. Paris, Nivellius, 1573.
Nicht bei Adams (vgl. G 1113, Ausg. 1571 in Basel). – Spätere Ausgabe der Werke des Gregor von Nyssa, dem jüngeren Bruder des berühmteren Basilius des Grossen, den dieser, gegen seinen Willen, zum Bischof der kappadokischen Stadt Nyssa gemacht hat. – Titelblatt mit Sepia-Besitzeintrag und randrissig. Etwas Gebrauchsspuren, leicht stockfleckig am Anfang und Schluss, sonst in guter Erhaltung.
Gropper, Johannes
Institutio catholica, elemeta Christianae pietatis succincta breuitate complectens
Los 1128
Schätzung
200€ (US$ 227)
Gropper, Johannes. Institutio catholica, elemeta Christianae pietatis succincta brevitate complectens... 36 Bl., 680 S., 1 Bl. 13 x 7 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (stark berieben, fleckig und mit kleinen Fehlstellen, sowie ohne die Messingschließen) mit hs. RTitel. Köln, Jaspar Gennep, 1554.
Vgl. Adams G 1282. STC 372. – Frühe Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1550 in der Offizin J. Gennep. – Vorderes Innengelenk offen, Vorsatz und w. Blatt mit hs. Notizen sowie Vorsatz und Titel mit mehreren Besitzstempeln "Bibliothek SJ Zürich" und "Archivum V.-Prov. Helveticae" (letzterer durchgestrichen). Mit hs. Unterstreichungen im Text, leicht fingerfleckig, feuchtrandig und knickspurig.
Hardesheim, Christoph
Consensus Orthodoxus Sacrae Scripturae
Los 1129
Schätzung
300€ (US$ 341)
(Hardesheim, Christoph). Consensus orthodoxus sacrae scripturae et veteris eccleasiae, de sententia et veritate verborumcon coenae domenicae. 28 Bl., 200 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 31 x 20 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, fleckig, mit Wurmlöchern, geworfen und ohne die Messingschließen) über Holzdeckeln. Zürich, Froschauer, 1578.
Frühe Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1574. Das Werk beinhaltet Agrumente für die Versöhnung der Konfessionen, von dem Rechtsgelehrten Christoph Hardesheim (1523-1585). – Mit Exlibris auf dem Vorsatz. Titel mit hs. Besitzvermerk. Insgesamt etwas braun- und fingerfleckig, mit Wurmlöchern und teils etwas feuchtrandig am Fußsteg.
Hedio, Caspar
Chronica, das ist: Warhafftige Beschreibunge Aller alten Christlichen Kirchen
Los 1130
Schätzung
450€ (US$ 511)
Hedio, Caspar. Chronica, das ist: Warhafftige Beschreibunge aller alten christlichen Kirchen, zum ersten die Historia Ecclesiastica, Eusebij Pamphili Cesariensis eilff Bücher. 16 Bl., DCLXXIX. Mit Holzschnitt-Vignette auf dem Titel und Druckermarke am Schluss. Titel in Schwarz und Rot. 32,5 x 20,5 cm. Blindgeprägtes Leder d. Z. (berieben, bestoßen und mit kleinen Fehlstellen) mit hs. RSchild und zwei Messingschließen. Basel, Sebastian Henricpetri, 1593.
VD16 ZV 5531. nicht bei Adams u. im STC. – Spätere Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1530. – Mit Exlibris auf dem Vorsatz. Etwas braun- und fingerfleckig, sonst gutes Exemplar.
Hieronymus, Sophronius Eusebius
Divi evsebii hieronymi stridonensis epistolæ aliquot lectu dignissimæ, quarum clenchum uersa de monstrabit pagella
Los 1131
Schätzung
800€ (US$ 909)
Überaus seltener Druck des 16. Jahrhunderts - weltweit nur zwei Exemplare bekannt
Hieronymus, Sophronius Eusebius. Divi Evsebii Hieronymi Stridonensis epistolæ aliquot lectu dignissimæ, quarum elenchum versa de monstrabit pagella. 28 nn. Bl. (le. w.). Moderner Pappband mit Marmorpapierbezug. (Köln, Heinrich von Neuß), o. J. (um 1507).
VD16 ZV 7934. – Briefe des Heiligen Hieronymus in einem überaus seltenen Kölner Druck der Offizin des Heinrich von Neuß. Das einzige bekannte und in Deutschland nachweisbare Exemplar bewahrt die Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek zu Dresden, weltweit können wir nur ein weiteres Exemplar in der Bibliothek des Groot Seminarie Brugge nachweisen. Ein Digitalisat ist ebenfalls nicht vorhanden. Der Drucker nennt sich am Schluss im Kolophon "Coloniae apud Henricum Nouesiensem" ohne Jahreszahl. Während Brügge auf "1507" datiert, meint VD16 den Druck auf "1520" ansetzen zu müssen, was sehr unwahrscheinlich ist und auch der Typographie der schönen Postinkunabel widerspricht. Heinrich von Neuß ist zwischen 1505 und 1522 aktiv, Benzing (Drucker 221, 11) schreibt: "Heinrich von Neuß, auch Henricus de Nussia, Henricus Novesianus (Novesiensis), eigentlich Heinrich Kohlenberg aus Neuß, [war] wohl Geschäftsnachfolger von Johann Koelhoff d. J., da er dessen Typen, Holzschnitte und Druckerzeichen in Gebrauch hatte. Er druckte Heiligenpassien [sic] in deutscher Sprache, Schriften des Kölner Juden Johann Pfefferkorn u. a. [...]". – Titelblatt A1 und C5-6 mit etwas größeren, sonst nur kleinen Randausrissen (alle ohne Textverlust), nur gering fleckig und kaum gebräunt, immer wieder mit sehr sauberen Marginal- und Interlinearglossen eines zeitgenössischen Studiosus mit Notabene-Händchen, die ihrer wissenschaftlichen Bearbeitung noch harren (teils leicht überschnitten). - Nicht im Worldcat.
Hieronymus, Sophronius Eusebius. Epistolae in libros treis distributem & ad collationem veterum exemplaritum permultis in locis restitutae, ut haec secunda editio priorem longè antecellat. 8 nn., 294 num., 2 nn. Bl. Mit Textholzschnitt auf dem Titel verso. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (stärker fleckig und berieben, Rückdeckel gebrochen) mit 2 intakten Messingschließen. Dillingen, Sebaldus Mayer, 1565.
VD16 H 3556. – Zweiter Druck der zuerst ebenda 1562 erschienen Edition von Petrus Canisius (1521-1597). – Etwas fleckig, Titel mit kleiner Eckläsur, die beiden Indexblatt am Schluss mit größerer Wurmspur (Textverlust). Titel mit alten Besitzeinträgen sowie neuerem Bibliotheksstempel mit entsprechender Signatur in Kopierstift auf dem fl. Vorsatz.
Hippokrates. Opera Omnia quae extant. In VIII sectiones ex Erotiani mente distributa. Nunc recens Latina interpretatione & annotationisbus illustrata. Mit wiederholender Druckermarke auf dem Titel und dem letzten Blatt. 37,5 x 23,5 cm. Leder des 16. Jahrhunderts (Deckel restauriert, stärker lädiert). Frankfurt, Erben Andreas Wechel, 1595.
VD16 H 3742. STC 406. Adams H 566. Bird 1227f. Choulant 22f. Durling 2319. Hirsch-Hübotter III, 232. Hoffmann II, 413f. Osler 144. Schweiger I, 149. Waller 4489. Wellcome I, 3176. – Erste Ausgabe dieser von Anuce Foes (1528-1595) übertragenen Ausgabe in griechisch-lateinischem Paralleltext. "Neue Anordnung, Recension und Übersetzung nach früheren Ausgaben und Handschriften; Text und Übersetzung sind die noch jetzt am meisten geschätzten, auch F's. Anmerkungen sind zahlreich und wertvoll. Das ganze macht einen starken Folianten aus" (Choulant). – Die Paginierung springt mehrfach von Seiten zu Spalten. Innengelenke unfachmännisch hinterlegt. Titelblatt mit mehreren Besitzeinträgen d. Z. Die ersten Lagen mit kleinem Mäusefraß. Durchgehend etwas nässerandig und fingerfleckig.
Horatius Flaccus, Quintus. Omnia poemata, cum ratione carminum, et argumentis ubique insertis. Interpretibus Acrone, Porphirione etc. 2 nn., 245 (recte: 247) num., 1 w. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke und 10 (9 wiederholten) Textholzschnitten. 30,5 x 21 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Bezug mit kleineren Fehlstellen, Deckel etwas geworfen) mit goldgeprägtem RSchild. Venedig, Hieronymus Scotus, 1544.
Adams H 886. Graesse III, 350. Sander 3465. – Zweispaltiger venezianischer Druck der von zahlreichen namhaften Gelehrten umfangreich kommentierten lyrischen Dichtung Horaz'. Der zu Beginn jedes Buches wiederholte Holzschnitt zeigt Horaz am Schreibpult. – Titel wasserrandig, fleckig, mit Wurmgängen, hs. Besitzvermerk, hs. Schenkungsvermerk und montiertem Bibliotheksschildchen des Kapuzinerklosters St. Jakob zu Köln. Erste und letzte Lagen mit Wurmgängen, teilweise mit geringem Textverlust. Unterschiedlich stark gebräunt und durchgehend wasserrandig.
Hundt zu Sulzenmos, Wiguleus. Bayrisch StammenBuch der erst Theil, von den abgestorbnen Fürsten, Pfaltz: March: Landt: und Burggraven, Graven, Landt und Freyherrn, auch andern alten adelichen Thurnier Geschlechten deß löblichen Fürstenthumbs Bayrn, etc. Teil I (von 3). 18 Bl., 375 S., 1 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit Wappenholzschnitt auf dem Titel. 30 x 20 cm. Halbpergament d. Z. (berieben, mit hs. RTitel und modernem Bibliotheksschild). Ingolstadt, David Sartorius, 1585.
VD16 H 5927. – Erster Teil der dreibändigen genealogischen Schrift, Hauptwerk des bayrischen Rechtsgelehrten und Geschichtsschreibers Wiguleus Hundt (1514-1588). – Titel im oberen Rand mit getilgtem hs. Besitzeintrag, verso mit modernem Stempel (ausgeschiedenes Bibliotheksexemplar).
Ignatius von Antiochia. Epistolae undecim. Item una beati Polycarpi martyris epistola, cum argumento Iacobi Fabri Stapulen(sis) in easdem. 95 S. Mit Holzschnitt-Titelbordüre. 20,5 x 15 cm. Moderner Pappband. Basel, (A. Petri), 1520.
VD16 I 60. Adams I, 28. Hoffmann II, 393. – Erste Einzelausgabe der Briefe, zuerst 1498 als Anhang zu der von Faber Stapulensis besorgten Werkausgabe des Dionysios Areopagita erschienen. Auf dem Titel verso von alter Hand ein Exzerpt aus Melanchthons "Lib. 3 Compend(ii) chron(ici)" über das Martyrium des Heiligen Ignatius unter Kaiser Trajan und eine Notiz über die Frage, welche der elf Briefe echt und welche späteren Datums sind. – Etwas fleckig oder gebräunt und mit zwei durchgehenden Wurmstichen im Seitensteg. Teilweise mit leichtem Wasserrand, zahllreiche Unterstreichungen und Marginalien von alter Hand. Titel angestaubt und mit teils entferntem Stempel.
Institoris, Heinrich und Sprenger, Jakob
Malleus maleficarum
Los 1137
Schätzung
600€ (US$ 682)
Institoris, Heinrich und Jakob Sprenger. Malleus maleficarum: de Lamiis et Strigibus, et Sagis, aliisque Magis et Daemoniacis, eorumque arte, et potestate, et poena; Tractatus aliquot tam notorum tam veterum quam recentiorum auctorum. Teil I (von 2). 8 Bl., 806 S., 19 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel 15,5 x 9,5 cm. Halbleder des frühen 18. Jahrhunderts (etwas beschabt und bestoßen sowie oberes Kapital mit kleinerem Einriss). Frankfurt, W. Richter für N. Basse, 1600.
Adams S 1616 (ebenfalls nur Bd. I). Jerouschek-B. 21. – Eine der zahlreichen Ausgaben des sogenannten "Hexenhammers", dem klassischen Handbuch der Inquisitionsprozesse, das zwischen 1487 und 1669 in 29 Ausgaben erschien. Erstmals wurde das Werk von dem Dominikaner Heinrich Kramer (lat. Henricus Institoris) in Speyer veröffentlicht.
Die Autorschaft seines Mitbruders Jakob Sprenger, die auch im vorliegenden Exemplar, das von dem Servitenmönch Raffael Maffei herausgegeben und überarbeitet wurde, erhalten blieb, ist nach heutigem Forschungsstand hingegen umstritten und wird als Verleumdung beschrieben, da Sprenger sich als Gegner der Hexenverfolgung bekannte (Vgl. Tschacher, Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung). – Nur der erste Band vorhanden. Knapp beschnitten, Titel mit Fehlstelle (Text etwas betroffen), ersten sechzehn Blätter mit größerer bis kleinerer hinterlegten Fehlstelle am Außensteg, die letzten fünfundzwanzig Seiten mit Feuchtrand sowie durchgehend etwas stockfleckig.
Isidor von Sevilla. De summo bono. 93 num., 3 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 13,5 x 9 cm. Moderner Lederband. (Paris), Jean Petit, 1515.
Adams I 199. Vgl. STC 237. – Pariser Taschenausgabe der zuerst um 1470 bei Ulrich Zell in Köln im Druck erschienenen philosophischen Abhandlung Vom höchsten Gut des frühmittelalterlichen Gelehrten und Bischofs Isidor von Sevilla (um 560-636), wohl der dritte Druck bei Jean Petit. Isidor gilt als der letzte Kirchenvater des Westens, mit ihm endet die Epoche der Patristik. – Titel etwas fleckig und mit sauber hinterlegten Randläsuren, der weiße untere Rand fachmännisch breit angestückt. Blatt bv mit Rasurstelle und kleinem Loch im Satzspiegel, eine Lage mit Feuchtigkeitsrand.
Jacobi, Leonhard
Ein Christlicher schöner herrlicher Sendbrieff
Los 1139
Schätzung
200€ (US$ 227)
Jacobi, Leonhard. Ein Christlicher schöner herrlicher Sendbrieff von der löblichen Obrigkeit ... in vier heupt artickel verfasset. 28 Bl. 14 x 8,5 cm. Einfache Broschur um 1800 (zahlreiche hs. Notizen auf den Deckeln recto wie verso, datiert 1809, Randläsuren). (Leipzig, Valentin Bapst, 1550).
VD16 J 72. – Erste Ausgabe. Valentin Bapst (gest. 1556) gilt als einer der bedeutendsten Leipziger Buchdrucker Mitte des 16. Jahrhunderts. Neben Schulbüchern verlegte er auch viele Reformationsschriften darunter Martin Luther, Philipp Melanchthon und Christoph Lasius. – Durchgehender kleinerer Wasserfleck im oberen Rand. Gut erhalten. Sehr seltener Druck, in den letzten Jahren nicht im öffentlichen Handel zu finden. In den deutschen und österreichischen Bibliotheken nur 5 Exemplare.
Josephus, Flavius
Historien und Bücher: Von alten jüdischen Geschichten
Los 1140
Schätzung
1.000€ (US$ 1,136)
Josephus, Flavius. Historien und Bücher: Von alten jüdischen Geschichten, zwentzig, samt einem von seinem Leben. Vom jüdischen Krieg, und der Statt Jerusalem endtlicher Zerstörung. 6 nn., 524 num., 20 nn. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre, großer Druckermarke am Schluss und zahlreichen Text-Holzschnitten. Titel in Rot und Schwarz. 34,5 x 21 cm. Modernes Leder (beschabt). Straßburg, Theodor Rihel, 1578.
VD16 J 984. Vgl. Fürst II, 122. Goedeke II, 319, 5. Graesse III, 482. – Späte Ausgabe der deutschen Übersetzung, die erstmals 1531 in Straßburg erschien. Flavius Josephus, (38-100 n. Chr.), eigentlich Joseph ben Mathitjahu war ein jüdisch-hellenistischer Historiker. Die detaillierten und äußerst lebendig anmutenden Holzschnitte stammen meist von Jost Amman und Tobias Stimmer. – Blatt 72 mit großer Fehlstelle (Textverlust). Stock- und fingerfleckig, mit Randläsuren, mit wenigen hs. Notizen am Rand, teils etwas feuchtrandig und mit Wurmlöchern. Mit teilweise sehr gratigen Holzschnitten. – Beigebunden: (Hegesippus. Fünf Bücher von dem jüdischen Krieg). 5 nn., 107 (von 118) num. Bl. Titel fehlt. Mit mehreren Text-Holzschnitten. (Straßburg, Theodosius Rihel, 1575). - VD16 H 1261. - Es fehlt der Titel und die letzten Blätter.
Justinianus
Institutionum sive elementorum D. Justiniani sacratissimi principis, libri IIII
Los 1141
Schätzung
240€ (US$ 273)
Justinianus. Institutionum sive elementorum D. Justiniani sacratissimi principis, libri IIII. 397 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 12 x 7,5 cm. Pergament d. Z. (stärker lädiert). Lyon, Guillaume Rouillé, 1558.
Vgl. Adams J 624. – Frühe Ausgabe aus der bekannten Offizin des Verlegers Guillaume Rouillé. – Vorsätze fehlen, Titel etwas leimschattig, mit verblasstem hs. Besitzvermerk sowie leicht braun- und feuchtfleckig.
Karl V., Kaiser
Artickel das fürgenumen Concilium betreffend
Los 1142
Schätzung
300€ (US$ 341)
Karl V., Kaiser. Artickel das fürgenumen Concilium betreffend, on dem allergroßmechtigisten Herren, Kayser Karolo, dem Fünnfften, und Babst Clemente, Hertzog Hannsen Friderich von Sachsen Churfürsten, newlich uberschickt. Antwort Hertzog Hansen Friderich von Sachsen Churfürsten, auf die obenberuerten Artickel. Dess Churfürsten von Sachsen Antwort auf die obgemelten Artickel, das Concilium belanngend, am letsten Tag Junij, im Jar M.D.XXXIII. zu Schmalkalden ainhellig gegeben haben. 12 Bl. (l. w.). 18 x 14,5 cm. Neuere Marmorpapierbroschur. (Augsburg, Otmar Silvan, 1533).
VD16 D 981. – Einziger Druck der Flugschrift anlässlich des Konzils von Trient, das als Reaktion auf die Forderungen der Reformation zwischen 1545 und 1563 in drei Tagungsperioden stattfand. – Titel etwas braunfleckig, insgesamt wohlerhalten.
Kayserlichen Freyen und des Heiligen Reichs-Stadt Lübeck, Der
Statuta und Stadt Recht
Los 1143
Schätzung
300€ (US$ 341)
Der Kayserlichen Freyen und des Heiligen Reichs-Stadt Lübeck Statuta und Stadt Recht. Auffs Newe übersehen, corrigiret, und aus alter Sechsischer Sprach in Hochteudsch gebracht. 122 Bl. Mit Wappenholzschnitt auf dem Titel. 17,5 x 13 cm. Schlichter Pappband des 18. Jahrhunderts (fleckig und berieben, Gelenke beschabt, mit hs. RTitel). Lübeck, Johann Ballhorn, 1586.
VD16 L 3163. – Enthält in sechs Büchern Verfassung, Zivil- und Strafrecht sowie das Seerecht der Hansestadt. Der Titelholzschnitt mit dem Lübecker Wappen. – Titel mit kleinen Randläsuren, komplett aufgezogen und mit altem Eintrag. Mit Feuchtigkeitsrand im Bug, erste Blatt auch mit lädierter Ecke. Insgesamt etwas stärker braunfleckig.
Kempen, Thomas von. Opuscula Aurea, vereq(ue) lucidissima. 406 S., 7 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 10,5 x 7 cm. Leder d. Z. (berieben, fleckig und mit kleinen Fehlstellen) mit dreiseitigem, punziertem Goldschnitt. Venedig, Philipp Iunta, 1568.
STC 323. Vgl. Adams K 17. – Frühe Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1536 in der Offizin von Bernard. – Vorderes Innengelenk offen, Titel und Vorsatz mit Besitzstempel und Titel mit hs. Besitzvermerk. Etwas braun- und stockfleckig sonst wohlerhalten.
Kircher, Konrad
Zehen Predigen, von erschröcklichen Erdbidemen
Los 1145
Schätzung
250€ (US$ 284)
Kircher, Konrad. Zehen Predigen, von erschröcklichen Erdbidemen. Als sich dieselbige den 29. Junij, sonderlich aber den 15. September, Anno 1590. unnd folgende Jar auch zu vilmalen, inn Oesterreich, und anderen umbligenden Landen ... erzeiget. 86 Bl. Titel in Rot und Schwarz. 19 x 15 cm. Pergament im Stil d. Z. mit goldgeprägtem RSchild und spanischen Kanten. Lauingen, Leonhard Reinmichel, 1594.
VD16 K 940 (Titelangabe ungenau). Bucher, Lauingen, 228. – Einzige Ausgabe. Verfasst anlässlich der Erdbeben in weiten Teilen Mitteleuropas von 1590-1591, mit dem Epizentrum Niederösterreich waren die Folgen vor allem dort und in Wien verheerend. – Titel am Steg mit unschöner Leimspur, oberer Rand mit kleinen Wasserflecken, die letzten Lagen dort teils mit kleinen Einrissen. Ordentliches Exemplar.
Leoni, Giovanni Battista
Considerationi sopra l'historia d'Italia
Los 1146
Schätzung
150€ (US$ 170)
Leoni, Giovanni Battista. Considerationi ... sopra l'historia d'Italia di messer Francesco Guicciardini. 4 Bl., 177 S., 7 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 21 x 15 cm. Pergament d. Z. (gebräunt, bestoßen, wurmlöchrig). Venedig, Gioliti, 1583.
EDIT16 CNCE 27576. – Zweite Auflage. – Etwas fleckig, mit Wurmspuren und Wasserflecken.
Linacre, Thomas
De emendata structure [und:] Rudimenta grammatices
Los 1147
Schätzung
450€ (US$ 511)
Linacre, Thomas. De emendata structura latini sermonis libri sex. Tertia editio. 269 S., 15 Bl. (Index). Mit Holzschnitt-Druckermarke. 21 x 14,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (berieben). Paris, Robert Estienne, 1537.
Adams L 686. Vgl. STC 267. – Dritter Stephanus-Druck der zuerst 1524 in London erschienenen lateinischen Grammatik des englischen Arztes und Gelehrten Thomas Linacre (um 1460-1524), dem Begründer des Humanismus in England und Leibarzt von Heinrch VIII., zahlreich aufgelegt und übersetzt. Hartfelder zählt das Werk zu den bedeutenderen grammatischen Veröffentlichungen des 16. Jahrhunderts und Melanchthon rühmt es in seiner Vorrede zur Ausgabe von 1531. "Das Buch zeichne sich durch große Sorgfalt und Feinheit, durch Beobachtung der verschiedenen Bedeutungen und durch reiches Material an Beispielen aus. Die Empfehlung scheint wirksam gewesen zu sein, denn bis zum Jahre 1850 erschienen allein in Deutschland neun Auflagen des Buches (Hartfelder S. 278). – Titel etwas fleckig und knickspurig, mit geschlossenen Randläsuren sowie mehreren teils überstrichenen hs. Einträgen. Durchgehend mit drei unbedeutenden kleinen Wurmlöchern im Satzspiegel. – Beigebunden: Derselbe. Rudimenta grammatices ex Anglico sermone in Latinum versa, interprete Georgio Buchanano Scoto. 83 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. Ebenda 1538. - Adams L 702. Vgl. STC 267. - Dritter Stephanus-Druck der zuerst ebenda 1533 erschienenen Übersetzung ins Lateinische durch den schottischen Gelehrten George Buchanan (1506-1582). - Durchgehend mit drei unbedeutenden kleinen Wurmlöchern im Satzspiegel, das Schlussblatt mit angestückter weißer Ecke, Titel mit zeitgenössischem Besitzeintrag. Beide Drucke mit Stephanus' berühmter Druckermarke, die einen Olivenbaum zeigt mit der Inschrift "Noli altum sapere sed time" ("Seid nicht hochmütig, sondern fürchtet euch!"), eine Anspielung auf das elfte Kapitel des Römerbriefs.
Lonicerus, Johann Adam
Staend und Orden der H. Roemischen Catholischen Kirchen
Los 1148
Schätzung
900€ (US$ 1,023)
Lonicer, Johann Adam. Staend und Orden der H. Roemischen Catholischen Kirchen, darinn aller Geistlichen Personen, H. Ritter und dero verwandten Herkommen, Constitution, Regeln, Habit und Kleidung, beneben schoenen und kuenstlichen Figurn. 116 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken und 102 Textholzschnitten von Jost Amman. 19,5 x 14 cm. Rotgestrichener Pergamentband d. Z. (etwas berieben und bestoßen; ohne Schließbänder). Frankfurt, Martin Lechler für Sigmund Feyerabend, 1585.
VD16 L 2461 (hier mit Datumsangabe "MDLXXXV"). Becker 40a. Holstein II, S. 48. STC 524. Lipperheide 1851 (Oe 1). – Erste deutsche Ausgabe, erschien parallel mit der lateinischen Erstausgabe. Die schönen Holzschnitte von Jost Amman zeigen die geistlichen Würdenträger verschiedener Rangstufen in ganzer Figur, darunter auch einige Ordensfrauen. Oberhalb der Darstellung eine kurze Beschreibung des Ordens und der Tracht, darunter jeweils acht Verse im Paarreim. – Etwas fleckig, Titel und erste Blatt mit einigen hinterlegten bzw. geschlossenen Rissen und kleineren Fehlstellen (etwas Textverlust), mehrere Lagen mittig auch mit Feuchtigkeitsrand.
Luther, Martin
Der Erste (-Zwelffte und letzte) Teil der Bücher … Verschiedene Auflagen in 12 Bänden
Los 1149
Schätzung
15.000€ (US$ 17,045)
Die komplette Wittenberger Gesamtausgabe in verschiedenen Drucken in einheitlich gebundenen prächtigen Schweinslederbänden
Luther, Martin. Der Erste (-Zwelffte und letzte) Teil der Bücher … Verschiedene Auflagen in 12 Bänden. Mit 12 Titelholzschnitten nach Lucas Cranach d. Ä. u. einigen figürlichen Initialien. 31,5 x 19,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (leicht berieben) über Holzdeckel mit hs. RTitel, goldgeprägtem Wappensupralibros auf dem VDeckel, 94 (von 96) Messingbeschlägen und 24 Messingschließen. Wittenberg, Peter Seitz bzw. Lorenz Schwenck, Johann Schwertel u. Hanns Lufft, 1566-1573.
Die komplette Wittenberger Gesamtausgabe in verschiedenen Auflagen und aus verschiedenen Offizinen, zusammengestellt wie folgt: I. Band 1. Seitz, 1567. 22 unn., 562 num. Bll. - VD 16, L 3366 (falsch 561 Bll.). - II. Band 2. Seitz, 1569. 6 unn., 492 num. Bll. - VD 16, L 3373. - III. Band 3. Seitz, 1566. 8 unn., 594 num. Bll. - VD 16, L 3363. - IV. Band 4. Seitz, 1568. 8 unn., 607 num., 1 w. Bll. - VD 16, L 3371. - V. Band 5. Seitz, 1573. 6 unn., 583 num., 1 w. Bll. - VD 16, L 3383. - VI. Band 6. Schwenck, 1570. 6 unn., 598 (falsch 597) num., 1 (st. 2) w. Bll. (fehlt das 2.). - VD 16, L 3376. - VII. Band 7. Schwertel, 1572. 6 unn., 580 num. Bll. - VD 16, L 3380. - VIII. Band 8. Schwenck, 1568. 4 unn., 1 w., 1 unn., 582 num. Bll. - VD 16, L 3370. - IX. Band 9. Seitz, 1569. 3 num., 1 w., 7 unn., 1 w., 558 num. Bll. - VD 16, L 3374. - X. Band 10. Seitz, 1569. 3 unn., 1 w., 600 num. Bll. - VD 16, L 3375. - XI. Band 11. Schwenck, 1572. 8 unn., 338 (falsch 336) num., 6 unn., 381 num., 1 w. Bll. - VD 16, L 3379. XII. Band 12. Lufft, 1572. 7 unn., 1 w., 483 num. Bll. - VD 16, L 3378.
Der in drei verschiedenen Fassungen vorliegende Titelholzschnitt nach Lucas Cranach (1472-1553) stellt Kurfürst Johann Friedrich (1503-1554) und Martin Luther (1483-1546) vor dem Gekreuzigten knieend dar.
– Vorsätze teils Wurmspuren, vereinzelt mit hs. Notizen der Zeit wie hinten in Band sechs: "Für eim Schwartzen Teütschen. Eim Weissen Italianer. Eim Rotten Spannier eim Franzosen und Niderlender aber. Was Farben die seindt. Ist sich wol für zu Hütten. Den 11. December schribe es Christoffell Kuchemeister Ao: 1606" und vorne in Band zwölf, neben einer schematischen Zeichnung: "Das seindt buchstaben oder Caracteres so zu Tanzigk in Preussen an 3 heringen gefunden worden." Insgesamt leicht gebräunt, teils etwas stock- und wasserfleckig, wenige Knickspuren und leichte Randausbesserungen.
Die Titel verso (ebenso einige wenige Blätter und Vorsätze) mit Stempel und Ausscheidungsstempel des Gymnasiums zu Blankenburg (Harz).
Zehn der zwölf schönen, nahezu einheitlichen unsignierten Einbände (1, 3-9, 11 und 12) tragen auf den Deckeln verschiedene, teils figürliche Rollen, wie die Tugenden oder Bibelszenen. Dazu eine Platte mit Lutherporträt über dreizeiligem Text "Nosse cvpis &c". Auf den Vorderdeckeln ist zwischen den aufgedruckten Zeilen "EVB" und "157"« eine ovale Papierintarsie mit goldgeprägtem Wappen (Federbusch über Horn) angebracht.
Insgesamt innen gut erhalten und in sehr dekorativen und hübschen Schweinslederbänden gebunden.
Luther, Martin
Artickel, so da hetten sollen auffs Concilion zu Mantua
Los 1150
Schätzung
450€ (US$ 511)
Luther, Martin. Artickel, so da hetten sollen auffs Concilion zu Mantua, oder wo es wuerde sein, uberantwortet werden, von unsers teils wegen. Und was wir annemen oder geben kuendten oder nicht. 32 Bl. Mit Holzschnitt-Titeleinfassung. 20 x 15 cm. Lose Lagen bzw. Blatt in moderner Halbleinendecke. Wittenberg, Hans Lufft, 1538.
VD 16, L 3862. Benzing, Luther 3285. – Erster von zwei Wittenberger Drucken. "Urausgabe der Schmalkaldischen Artikel, neben der Augsburger Confession die wichtigste Bekenntnisschrift der lutherischen Kirche. Sie waren ursprünglich für das 1537 zu Mantua geplante Konzil bestimmt und bildeten zugleich Luthers persönliches Testament" (Rosen V, 712). Die schöne Holzschnitt-Titeleinfassung zeigt Christus als Hirten mit dem Lamm über der Schulter umgeben von den fünf Reformatorenwappen: Martin Luther (Rose mit Herz und Kreuz), Philipp Melanchthon (Antoniuskreuz mit Schlange), Johannes Bugenhagen (Davidsharfe), Justus Jonas (Walfisch mit Jona) und Caspar Cruciger (Taube mit Ölzweig). – Vor allem anfangs stärker gebräunt und feuchtrandig. Titel auch etwas stärker fleckig sowie mit kleinen Randläsuren, im oberen Rand mit zeitgenössischem Besitzeintrag, im unteren Rand mit Tintensignatur. Exemplar mit Erhaltungsmängeln.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2024 Galerie Gerda Bassenge
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2022 Galerie Gerda Bassenge