Galatinus, Petrus
Opus de arcanis catholicae veritatis
Los 1190
Schätzung
2.000€ (US$ 2,273)
Reuchlin, Johannes. - Galatinus, Petrus. Opus de arcanis catholicae veritatis ... Ad haec Ioannis Reuchlini de arte cabalistica, libri tres. 2 Teile in 1 Band. 10 Bl. (l. w.), 551 (recte 549) S., 2 Bl.; S. 552-651, 20 Bl. Mit 3 Holzschnitt-Druckermarken. 32 x 21 cm. Flexibles Pergament d. Z. (fleckig und lädiert) unter Verwendung eines Antipohonale aus dem 15. Jahrhundert mit hs. RTitel und spanischen Kanten. Basel, Johannes Herwagen, 1561.
VD16 C 4616. Adams C 2420. Benzing 102. Goedeke I, 416. Fürst I, 314. – Zweiter Druck bei Herwagen (bei ihm erstmals 1550 gedruckt, jedoch ohne Reuchlins "de arte cabalistica"), die erste Ausgabe erschien 1518 in Ortona. "Petrus Galatinus, gelehrter Theologe und Kenner der orientalischen Sprachen, der sich besonders am Reuchlin'schen Streit über den Werth der Judenbücher betheiligte, trägt seinen Beinamen, nach mittelalterlichem Gebrauch von seiner Vaterstadt Caiazzo in Apulien im Königreich Neapel; sein Familienname war vermuthlich Colonna ... Von den Werken des Petrus Galatinus ist gedruckt das Opus de arcanis cath. fidei. Dasselbe bezweckt, Reuchlins Ansichten von dem Werthe der rabbinischen Theologie für das Christenthum gegen die Angriffe Jacobs von Hoogstraet in Schutz zu nehmen. Galatinus gab seinem Werke die Form eines Dialoges (in 12 Büchern) zwischen ihm selbst, Capnio (Reuchlin) und Hoogstraet und versucht den Nachweis, daß die Glaubenswahrheiten der Kirche in den talmudischen Schriften mehr oder weniger klar enthalten seien; deßhalb könne nur Haß und Verblendung die Rabbinen von der Erkenntniß der Wahrheit abhalten. Die Absicht des Galatinus bei der Abfassung seines Opus war jedenfalls eine gute, mag man sonst seinen Ansichten auch ablehnend gegenüberstehen; wenigstens liegt kein Grund vor, eine gehässige Tendenz des Franciscaners gegen den Dominicaner Jacob von Hoogstraet anzunehmen ..." (Wetzer-Welte IX, 1913f). – Exlibris. Fl. Vorsatz und Titelblatt mit Ausschnitt. Seite 551 mit Tintenflecken. Teils mit kleinem Wasserrand, insgesamt etwas sporfleckig. Untere Ecke mit leichtem Mäusefraß.
Reusner, Hieronymus und Epimetheus, Franciscus
Pandora, das ist die edelste Gabe Gottes oder der werte und heilsame Stein der Weysen
Los 1191
Schätzung
10.000€ (US$ 11,364)
Außerordentlich seltenes alchemistisches Werk mit kolorierten Holzschnitten
Reusner, Hieronymus (Hrsg.). Pandora, das ist die edelste Gabe Gottes oder der werte und heilsame Stein der Weysen, mit welchem die alten Philosophi, auch Theophrastus Paracelsus, die unvollkommene Metallen durch gewalt des Fewrs verbessert. 8 Bl, 317 S., 1 Bl. Mit 42 (davon 20 blattgroßen) kolorierten Textholzschnitten. 16 x 10 cm. Pergamentband d. Z., die Deckelbezüge unter Verwendung eines Handschriftenblattes aus dem 14. Jahrhundert (mit Fehlstelle am Rücken). mit hs. RSchild. Basel, Sebastian Henricpetri, (1588).
VD16 R 1363. Sudhoff, Paracelsus S. 334-335. Ferguson II, 258-59. Weller 173. Duveen 504-505. – Zweite Ausgabe (Erstausgabe 1582) dieses außerordentlich seltenen alchemistischen Werkes mit seiner bemerkenswert reichen und qualitativ hochwertigen Illustration, "...of great interest for the symbolical pictures it contains" (Ferguson). Der unter dem Namen Franciscus Epimethus geführte Verfasser wird nach Fictuld (Probierstein 1753, S. 118) mit dem Franziskaner Ulmannus identifiziert. Ein Teil der Bildfolge erschien bereits 1572 in der "Ars Amifera". Die von Hieronymus Reusner verfasste Vorrede bietet Erläuterungen paracelsischer Terminologie. – Titel mit zeitgenössischem Sepia-Besitzeintrag "Simon Schwartz" und Tintenfleck. Papierbedingt leicht gebräunt, insgesamt wohlerhalten und nur gelegentlich stockfleckig. Rechter Rand etwas knapp beschnitten (ohne Textverlust, aber teils leicht über die Umfassungslinie der Holzschnitte). Die Holzschnitte wurden durchgehend recht hübsch koloriert, möglicherweise etwas später. Bibliotheksstempel "Stadtbücherei Elbing" auf Innenspiegel sowie Titelblatt verso; recto ein weiterer Stempel.
Rivail, Aymar du. Civilis historiae iuris, sive in XII. tab. leges commentariorum libri quinque. 8 Bl., 351 S. Titel mit großer, figürlicher Holzschnittbordüre. 15,5 x 9,5 cm. Pergament d. Z. (stark wurmlöchrig und mit mehreren Wurmgängen sowie Fehlstellen) unter Verwendung eines Pergamentmakulaturblattes des 15. Jahrhunderts. Mainz, (Schöffer), 1530.
Cartier 204. Adams R 594. Nicht im BM STC. – Frühe Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien wohl 1515 in Lyon. Von uns konnten nur drei weitere Exemplare in Deutschland nachgewiesen werden: Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg, Universitätsbibliothek Eichstätt-Ingolstadt, Staatliche Bibliothek Neuburg an der Donau. – Vorderes Innengelenk offen, mit Wurmlöchern, teils braunfleckig und mit Randläsuren. Titel mit hs. Besitzvermerk und Notizen.
Sammelband
mit 6 theologischen Schriften des 16. - 17. Jahrhunderts
Los 1193
Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)
Sammelband mit 6 theologischen Schriften des 16. - 17. Jahrhunderts. 20 x 15 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, VDeckel und Rücken mit Fehlstellen) über Holzdeckel mit hs. RSchild und zwei Messingschließen. Verschiedene Orte und Verlage, 1503-1601.
Enthält: I. Balthasar Büchner. Disputatio Theologica varii et multiplicis argumenti. 12 Bl. Mit Holzschnitt-Titelbordüre und halbseitigem Holzschnittwappen im Text. Würzburg, Georg Fleischmann, 1601. - VD17 1:054056U. - II. Daniel Mattsperger. Leichpredig und tröstliche Erinnerung. Bey der christ-Catholischen Besingknus ... 86 S. Würzburg, Georg Fleischmann, o. J. (1601). - VD17 23:320136R. - III. Georg Morgenstern. Sermones disertissimi contra omne mudi puersum statum. 8 Bl., LXXVII num. Bl. Mit ganzseitigem Text-Holzschnitt. Nürnberg, H. Höltzel, 1503. - IV. Gregor Witzel. Comprehensio locorum utriusque testamenti de absoluta necessitate bonorum à fide operum. 67 Bl. Mit Holzschnittvignette auf dem Titel. Leipzig, Nicolai Wolrab, 1538. - VD16 W 4034. - V. Georg Witzel. Confutatio calumniosissimae responsionis iusti ionae, id est Jodoci Kock, una cum assertione bonorum operum. 27 Bl. Leipzig, Nicolas Faber, 1533. - VD16 3901. Erste Ausgabe. - VI. (Georg Witzel. Sillabus locorum ex utroque testa. De bonis operibus, credenti ad vitam necessariis). 46 (von 49) Bl. Ohne Titel. Leipzig, Melchior Lotther, (1534). - VD16 W 4033. Es fehlt der Titel und zwei Blätter. – Vorsätze etwas lädiert, Innengelenke vereinzelt geöffnet, insgesamt leicht gebräunt und etwas braunfleckig sowie mit wenigen hs. Notizen am Rand.
Sammelband
Sexti ruffi viri consularis epitoma de gestis et assequuto dominio romanorum
Los 1194
Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)
Sammelband. 5 Schriften von zum Beispiel Herodot, Thukydides oder Gaius Julius Solinus. 31 x 19,5 cm. Holzdeckel (mit Wurmlöchern, Fehlstellen, RDeckel fehlt sowie ohne die Schließen) mit blindgeprägtem Schweinsleder Rücken (berieben und mit Wurmlöchern). Verschiedene Orte und Verlage 1527-1538.
Vorhanden sind : I. Rufius Festus. Sexti ruffi viri consularis epitoma de gestis et assequuto dominio romanorum. Polybii historiarum libri quinque, Nicolao Perotto Interprete. 8 Bl., 198 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Basel, Petri, 1530. - II. Thukydides. Laurentio valla interprete & nunc a conrado heres bachio ad graecum exemplar di ligentissime recogniti. 6 Bl., 234 S. Mit Holzschnitt-Titelbordüre. Köln, Eucharius Cervicornus, 1527. - VD16 T 1117. - III. Gaius Julius Solinus. Pomponii melae de situ orbis libros tres, fide diligentiaque summa recognitos, adiunximus. 9 Bl., 230 S. Mit 3 (1 doppelblattgroß) Holzschnittkarten im Text. Basel, Michael Isingrinius und Henrich Petri, 1538. -VD16 S 6968. - IV. Herodot. Historiographi libri novem, musarum nomi nibus inscripti, interprete laurentio valla. 14 Bl., 274 S. Mit Holzschnitttitelbordüre. Köln, Eucharius Cervicornus, 1537. - VD16 H 2510. - V. Diodorus Siculus. En damus diodori siculi historici graeci, quae nunc quidem extare noscuntur opera nempe. 12 Bl., 374 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. Basel, Henrich Petri, 1530.
Besonders bemerkenswert ist die hübsche Holzschnittkarte, die den Mittelmeerraum mit zwei Schiffsstaffagen zeigt. – Mit Exlibris auf dem Vorsatz. Erster Titel mit hs. Besitzvermerken und etwas gebräunt. Insgesamt mit Wurmlöchern, knickspurig und vereinzelt leicht fleckig.
Santorio, Paolo Emilio. Virgines et martyres. 11 Bl., 301 S., 1 Bl. Mit gestochener Titelvignette und Kupfertafel. 21,5 x 15,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (fleckig, knickspurig und mit Fehlstellen). Rom, Gulielmi Facciotti, 1597.
Nicht im Adams oder STC. – Wohl erste Ausgabe. Von uns konnte nur ein weiteres Exemplar bestimmt werden in der Bibliotheca Hertziana. – Vorderes Innengelenk offen. Teils papierbedingt gebräunt, etwas stock- und feuchtfleckig. Sehr selten.
Schönwetter, Johann Gottfried
Abschiedt der Rö. Kay. Mt: und gemeiner Ständ [und:] Peinliche Gerichts Ordnung der Römischen Kaiserlichen Mayestat
Los 1196
Schätzung
600€ (US$ 682)
Schönwetter, Johann Gottfried. Abschiedt der Rö. Kay. Mt: und gemeiner Ständ, auff dem Reichstag zu Regenspurg im Jahre Christi 1654 auffgericht [und:] Peinliche Gerichts Ordnung der Römischen Kaiserlichen Mayestat Caroli deß fünfften und deß heiligen Reichs auff den Reichstägen zu Augspurg und Regenspurg ... 2 in 1 Band. 12 Bl., 102 S.; 44 S., 10 Bl. Mit 2 großen Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel. 34,5 x 20 cm. Pergament des 17. Jahrhunderts (fleckig, berieben und unteres Kapital mit Einrissen) Mit 3 (von 4) Verschlussbändchen. Mainz, Wittwe und Erben Schönwetter, 1560.
Zwei frühe rechtliche Schriften der Städte Regensburg und Augsburg aus der Offizin von Johann Gottfried Schönwetter, einer der führenden Mainzer Verleger. – Papierbedingt gebräunt, leicht stockfleckig, vereizelt mit kleinen Randläsuren. – Beigebunden: I. (Abdruck des Friedens-Schlusses von der Röm. Kays. Mayt. und Churfürstl. Durchl. zu Sachsen zu Prag auffgerichtet den 20/30. Maij 1635). 15 S. (Breßlau, Bawman, 1635). - II. General und vollkommenes Register. D. L. von H. uber deren hierinnen begriffenen Reichs-Abschieden Realia. 83 nn. Bl. Prag 1735.
Siena, Sisto da. Bibliotheca Sancta. Secunda editio, novis ex postrema veneta editione ... 4 Bl., 733 S., 1 w. Bl., 22 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln. 37 x 24 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (mit Wurmlöchern, etwas fleckig, bestoßen und mit kleinen Fehlstellen) mit hs. RSchild und zwei Messingschließen. Köln, Cholinus, 1576.
VD16, S 6601. – Frühe Ausgabe aus der Offizin von Cholinus. – Titel mit hs. Besitzvermerken und Bibliotheksstempeln "Franziskaner-Kloster Dettelbach". Etwas braun- und fingerfleckig, mit Wurmlöchern und teils mit Fehlstellen und wenigen kleinen Einrissen, sonst wohlerhalten.
Sleidanus, Johannes. De statu religionis et reipublicae, Carolo quinto, caesare, commentarij. 4 nn., 462 (statt 469 oder 470) S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 30 x 19 cm. Blindgeprägter Schweinslederband (fleckig und berieben, Vorderdeckelbezug mit kleinem Brandloch; ohne Schließen). Straßburg, Wendelin Rihel, 1555.
VD 16 S 6668 oder 6669. Nicht bei Adams. – Erster oder zweiter Druck der ersten Ausgabe, die im April bzw. Juni 1555 erschienen und aufgrund des hier fehlenden Index mit dem Impressum am Schluss nicht exakt zu bestimmen sind. "Nach Turbulenzen um die Drucklegung und Veröffentlichung (dem Straßburger Rat wurde gedroht, den Druck zu stoppen) erschien im April 1555 Sleidanus' berühmtestes Werk, 'De statu religionis et reipublicae, Carolo Quinto, Caesare, Commentarii', bei Wendelin Rihel in Straßburg. Die 'Commentarii‹' beschreiben die Entwicklung der Reformation in Europa mit Schwerpunkt Deutschland von 1517 bis 1555, wobei sich Sleidanus besonders um neutrale Darstellung beider Konfessionen unter intensiver Quellenbenutzung bemühte. Gerade dies brachte ihm Kritik von Seiten der Protestanten und Katholiken ein; dennoch erschienen zahlreiche Ausgaben in Latein wie auch in allen wichtigen europäischen Sprachen … die 'Commentarii' wurden zur Grundlage der modernen Geschichtsschreibung und prägten die Reformationsforschung bis in das 20. Jahrhundert" (BBKL XXV, 1326ff.). "Bis gegen das Ende des 18. Jahrhunderts sind Sleidan's Commentare die von Allen in allen Völkern gleichmäßig benützte Hauptquelle über die Reformationszeit gewesen. Die moderne Zeit kennt kein historisches Werk, das sich so lange einer so großen Autorität erfreut und aus dem so viele Geschlechter geschichtliche Kenntniß geschöpft hätten" (ADB XXVIII, 460). – Es fehlen die Seiten 463 bis 469 bzw. 470 mit dem Index. Titel mit angestücktem Eckabriss, mehreren alten Einträgen sowie neuerem Bibliotheksstempel. Vorderes Innengelenk hinter der zweiten Lagen angeplatzt. Stellenweise mit verblasstem Feuchtigkeitsrand, durchgehend mit zahlreichen Annotationen.
Sleidanus, Johannes
De statu religionis et reipublicae + De quatuor summis imperiis
Los 1199
Schätzung
600€ (US$ 682)
Sleidanus, Johannes. De statu religionis et reipublicae, Carolo quinto, Caesare, comentarii. Additus est liber XXVI. 458 num., 14 unn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 11,5 x 8 cm. Blindgeprägter Lederband d. Z. (etwas berieben) mit RSchild, Streicheisenlinien, Eckfleurons, Darstellung von Sonne und Mond in den Mittelfeldern der Deckel sowie punziertem Goldschnitt. (Genf), Conrad Badius, 1559.
Graesse VI/1, 420. Brunet V, 409. Nicht bei Adams. – Frühe Ausgabe der bedeutenden Chronik des Reformationszeitalters, im handlichen Sedezformat mit entsprechend kleiner Typographie. "Nach Turbulenzen um die Drucklegung und Veröffentlichung (dem Straßburger Rat wurde gedroht, den Druck zu stoppen) erschien im April 1555 Sleidanus' berühmtestes Werk, 'De statu religionis et reipublicae, Carolo Quinto, Caesare, Commentarii', bei Wendelin Rihel in Straßburg. Die 'Commentarii‹' beschreiben die Entwicklung der Reformation in Europa mit Schwerpunkt Deutschland von 1517 bis 1555, wobei sich Sleidanus besonders um neutrale Darstellung beider Konfessionen unter intensiver Quellenbenutzung bemühte. Gerade dies brachte ihm Kritik von Seiten der Protestanten und Katholiken ein; dennoch erschienen zahlreiche Ausgaben in Latein wie auch in allen wichtigen europäischen Sprachen … Die 'Commentarii' wurden zur Grundlage der modernen Geschichtsschreibung und prägten die Reformationsforschung bis in das 20. Jahrhundert" (BBKL XXV, 1326ff.). "Bis gegen das Ende des 18. Jahrhunderts sind Sleidan's Commentare die von Allen in allen Völkern gleichmäßig benützte Hauptquelle über die Reformationszeit gewesen. Die moderne Zeit kennt kein historisches Werk, das sich so lange einer so großen Autorität erfreut und aus dem so viele Geschlechter geschichtliche Kenntniß geschöpft hätten" (ADB XXVIII, 460). – Titel mit Loch im Bug, teils gelöschtem Stempel und mehreren teils gestrichenen Einträgen. Sonst nur leicht gebräunt, charmant gebunden. – Beigebunden: Derselbe. De quatuor summis imperiis, Babylonico, Persico, Graeco, & Romano, libri tres. 50 num., 6 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. Ebenda 1559. - Chaix/D./M. 40; nicht bei Adams. - Das meistaufgelegte Werk S's "über die vier Monarchien" erschien der protestantischen Welt anderthalb Jhdte. hindurch unübertrefflich (vgl. ADB XXXIV, 461
Spangenberg, Cyriacus. Mansfeldische Chronica der erste Teil. Von Erschaffung und Austheilung der Welt, und insonderheit von der Graveschafft Mansfelt, und den alten und ersten Deutschen Koenigen und Fuersten (alles im 16. Jahrhundert Erschienene). 6 nn., 503 num., 51 nn. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit kleiner Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 33 x 20 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Vorderdeckel mit Schabspur, Gelenke leicht angeplatzt, mit etwas späterem hs. RSchild) mit 1 (statt 2) Messingschließen. (Eisleben, Andreas Petri, 1572).
VD16 S 7635. Goedeke II, 194, 95a. – Erste Ausgabe dieser "tüchtigen Leistung" (ADB) des Historikers Cyriacus Spangenberg (1528-1604), Schüler von Luther und Melanchthon. Von der in "zeittypisch kompilatorischem Charakter" (Killy) erstellten Chronik ist nur der vorliegende Teil im 16. Jahrhundert erschienen: "Cette chronique, qui va jusqu'à l'année 1571, n'a pas été continuée. Elle a reparu sous un nouveau titre portant 'Sächsische Chronica' Francfort 1576." (Brunet VI, 457). Die ehemalige Grafschaft Mansfeld im obersächsischen Kreis gewinnt auch durch den ältesten Abbau von Kupfer in Deutschland, wie es im Register detailliert aufgeführt ist, besondere Bedeutung. Aus Briefen Spangenbergs geht hervor, daß die Bände II-IV in Vorbereitung waren. – Titel etwas gebräunt, recto et verso gestempelt sowie mit Wurmspuren im weißen Rand, am Schluss ebenfalls mit Wurmspuren.
Spiegel, Jakob
Lexicon iuris civilis. Ex varijs probatorum autorum commentarijs congestum
Los 1201
Schätzung
200€ (US$ 227)
Spiegel, Jakob. Lexicon iuris civilis. Ex varijs probatorum autorum commentarijs congestum. Postremò nunc ab ipso autore recognitum, ac locupletatum. 1120 Sp., 2 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 33 x 21 cm. Lädiertes Pergament des 17. Jahrhunderts (unter Verwendung eines Handschriftenblattes, abgerieben, mit großen Fehlstellen im Bezug, stark bestoßen). Lyon, Sebastian Gryphius, 1552.
Baudrier VIII, 261. EROMM 20140917. – Hübsche Lyonneser Ausgabe des gefeierten, erstmals 1538 erschienenen Hauptwerks aus der Feder des kaiserlichen Geheimsekretärs, des Rechtswissenschaftlers und Humanisten Jakob Spiegel (1483-1547), der aus Schlettstadt stammt. "Durch den unerwarteten Tod des Kaisers Maximilian (Januar 1519) seiner Stellung enthoben, brachte Spiegel die nächsten Monate in seiner Vaterstadt Schlettstadt zu, indem er sich einer umfassenden schriftstellerischen Thätigkeit widmete und zugleich an den freundschaftlichen Versammlungen der von Wimpfeling gegründeten Schlettstadter Gelehrten Gesellschaft mit Eifer sich betheiligte. So führte er die schon im Jahre 1516 auf Maximilian's specielle Anregung unternommenen kritisch-exegetischen Arbeiten zur Austrias des Riccardus Bartholinus weiter (erschien erst 1531 bei Johannes Schott in Straßburg: 'Richardi Bartholini Perusini Austriados Lib. XII. Maximiliano Augusto dicati cum scholiis Jacobi Spiegelij Selesten'; so entstanden um diese Zeit jene compilatorischen Vorarbeiten, aus denen etwa 20 Jahre später sein juristisches Hauptwerk, das 'Lexicon iuris civilis', erwuchs" (ADB XXXV, 156-158). – Wenige hs. Adnotationen, vielfache Knicke, gelegentliche Papierläsuren, ausgebunden und eselsohrig, etwas stärker gebäunt, fleckig und wasserrandig, fleckig und unfrisch, stellenweise stärkere Sporflecken.
Surius, Laurentius
Commentarius brevis rerum in orbe gestarum
Los 1202
Schätzung
300€ (US$ 341)
Surius, Laurentius. Commentarius brevis rerum in orbe gestarum. 35 Bl., 837 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 16,5 x 10 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, bestoßen, etwas fleckig) mit zwei Messingschließen. Köln, Quentel & Calenius, 1566.
VD16 S 10241. Adams S 2100. Sabin 93883ff. Wegele 350. – Erste Ausgabe. – Innengelenk offen am Titel. Titel mit hs. Besitzvermerken und Bibliotheksstempel "Franziskanerkloster Dettelbach". Insgesamt etwas braunfleckig und minimal Knickspurig.
Tartaglia, Niccolò
La nova scientia con una gionta al terzo libro
Los 1203
Schätzung
600€ (US$ 682)
Tartaglia, Niccolò. La nova scientia con una gionta al terzo libro. 6 Bl., 34 fol. Bl., 95 S. Mit gefalteter Übersichtstafel in Holzschnitt. 20 x 14 cm. Leder d. 19. Jahrhunderts (stark berieben, Kapitale bestoßen, am unteren Rücken Reste eines Signaturschilds) mit goldgeprägtem RSchild. (Venedig, 1546).
Nicht im KVK. Vgl. Poggendorff 1069 (Erstausgabe von 1537). – Reich illustrierte Ausgabe von Tartaglias (1499-1557) grundlegender Schrift "Nova Scientia", deren Erstdruck 1537 erschien. Es gilt als die erste veröffentlichte Abhandlung zur Ballistik überhaupt und ist somit ein Meilenstein der Bewegungslehre, die später zu den Erkenntnissen Galileis und anderer Wegbereiter führte.
Das Titelblatt zeigt einen großformatigen Holzschnitt mit dem Wappen Francesco Maria II. della Roveres, Herzog von Urbino. Darunter eine beinahe ganzseitige allegorische Darstellung, in der Tartaglia im Zentrum verschiedener - weiblich personifizierter - Wissenschaftsdisziplinen erscheint, umgeben von Autoritäten der Antike wie Euklid, Aristoteles und Platon. – Innenspiegel mit zwei montierten Bibliotheksschildern (eines fast entfernt). Stockfleckig und papierbedingt gebräunt.
Theophylactus de Achrida
In omnes D. Pauli epistolas enarrationes
Los 1204
Schätzung
300€ (US$ 341)
Theophylactus de Achrida. In omnes D. Pauli epistolas enarrationes. 20 Bl., CCCCLXVII Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 16,5 x 9,5 cm. Flexibles Pergament d. z. (berieben, fleckig und stark geworfen) mit hs. RTitel. Paris, I. Petit, 1537.
Renourd ICP, V 676. Nicht bei Adams. – Frühe Ausgabe aus der Offizin von I. Petit. – Titel mit hs. Besitzvermerken. Holzschnittdruckermarke und Holzschnittinitialien teils ankoloriert. Vereinzelt feuchtrandig und mit Wurmgängen sowie etwas gewellt. Seltene Ausgabe.
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