Rilke, Rainer Maria
Vom lieben Gott und Anderes. Leipzig, Insel, 1900. - Erste Ausgabe
Los 3301
Schätzung
350€ (US$ 365)
Rilke, Rainer Maria. Vom lieben Gott und Anderes. An Große für Kinder erzählt. 4 Bl., 121 S. Mit illustriertem Titel Zeichnungen und Buchschmuck von E. R. Weiß. OPappband (bestoßen) mit Deckelschild. Leipzig, Insel, 1900.
Ritzer E 25. Mises 11. Sarkowski 1363. Wilpert-Gühring 10. – Erste Ausgabe. – Etwas gebräunt, unbeschnittenes wohlerhaltenes Exemplar. Exlibris im Innenspiegel von dem ungarischen, in Auschwitz ermordeten Schriftsteller Hermann Bessemer (1883-1943). Aus der Sammlung Herbert Blank (1929-2023).
Rimbaud, Arthur und Naumann, Hermann
Gedichte. Mit 9 (statt 10) Orig.-Radierungen und 8 Orig.-Punzenstichen von Hermann Naumann, alle signiert.Leipzig, Reclam, 1976
Los 3302
Schätzung
300€ (US$ 313)
Rimbaud, Arthur. Gedichte. Französisch-Deutsch. Herausgegeben von Karlheinz Barck. 174 S., 1 Bl. Mit 9 (statt 10) Orig.-Radierungen und 8 Orig.-Punzenstichen von Hermann Naumann, alle signiert. 30 x 20,5 cm. Hellbrauner blindgeprägter OKalbslederband (Rücken schwach ausgeblichen). Leipzig, Philipp Reclam, 1976.
Tiessen V, 7. Kritter 56. – Eines von nummerierten 200 Exemplaren der in Leder gebundenen Vorzugsausgabe mit den signierten Graphiken (Gesamtauflage: 1.000), vom Künstler im Druckvermerk signiert und nummeriert. Druck der Radierungen in Schwarz, der Punzenstiche in Grün. Die ausgewählten 16 Gedichte, in Übertragungen von Paul Celan, Stefan George und anderen, werden von Naumann "graphisch reflektiert. […] Seine Punzenstiche und Radierungen faszinieren in ihrer symbolhaften Dekorativität oder erschrecken in ihrer schonungslosen, auf Schönheit und Beschönigung verzichtenden Direktheit" (Ulrich von Kritter). Hermann Naumann, geboren 1930, hatte sich bereits in den 1950er Jahren der alten und in Vergessenheit geratenen graphischen Technik des Punzenstichs zugewandt. – Es fehlt eine Radierung. Frisches Exemplar.
Ringelnatz, Joachim
Betrachtungen über dicke und dünne Frauen. Leipzig 1940-1941. - Faksimiledruck
Los 3303
Schätzung
150€ (US$ 156)
(Ringelnatz, Joachim). Betrachtungen über dicke und dünne Frauen. 6 Bl. Handschrift-Faksimile mit zahlr. Zeichnungen des Autors. 17 x 12 cm. Kart. d. Z. mit Kordelheftung. (Leipzig 1940-1941).
Kayser-des Coudres 50. – Seltener Faksimiledruck nach der Handschrift vom 30. Juli 1923. Erschien in 100 Exemplaren, teilweise mit fingiertem Druckvermerk "Philadelphia 1940". Skurrile Verse über weibliche Körperfülle (was man eben einst als witzig be- und empfand): "Die dicke Frau trägt ein Korsett, sonst kratzt ihr Busen das Parkett" oder "Die dünnen Fraun am Schwarzen Meere benutzt man dort im Krieg als Speere". – Sehr gutes Exemplar.
Ringelnatz, Joachim
Die gebatikte Schusterpastete. Berlin-Wilmersdorf, A. R. Meyer, 1921. - Widmungsexemplar
Los 3304
Schätzung
300€ (US$ 313)
Ringelnatz, Joachim. Die gebatikte Schusterpastete. 20 S. Mit Titelzeichnung von Rudolf Schlichter. 18,5 x 13 cm. Illustrierter OUmschlag von Rudolf Schlichter. Berlin-Wilmersdorf, A. R. Meyer, (1921).
Kayser-des Coudres 14. – Erste Ausgabe. Umschlag mit Signatur des Verfassers am Unterrand des Vorderumschlags. Vorsatz mit 6-zeiliger eigenhändiger Widmung des Autors: "s.l. E. Lehmann bei Pichler (unten pfeifen oder klingeln) Mannheim Rennerhofstr. 10 am 12. April 22 abends 8 Uhr herzlichst v. Verf." – Papierbedingt stärker gebräunt.
Ringelnatz, Joachim
Geheimes Kinder-Spiel-Buch. Potsdam, Gustav Kiepenheuer, 1924. - Mit Beigabe
Los 3305
Schätzung
450€ (US$ 469)
Ringelnatz, Joachim. Geheimes Kinder-Spiel-Buch mit vielen Bildern. 1 Bl., 48 S., 1 Bl. Mit 11 Textillustrationen des Autors. 18,5 x 17 cm. Farbig illustrierter OPappband (Rücken etwas brüchig, mit Braunfleck). Potsdam, Gustav Kiepenheuer, 1924.
Kayser-des Coudres 25. – Erste Ausgabe. Mit den bekannten derb-gemeinen Scherzen, welche die Zeitschrift für Sexualwissenschaft XI (1924) als eine "laszive Aufreizung der sadistischen Komponente des infantilen sexuellen Empfindens" charakterisierte. Der Passus "Für Kinder von 5 bis 15 Jahren gedichtet und bebildert" auf dem Vordereinband musste bei Erscheinen durch den Vermerk "Nur für Erwachsene" abgedeckt werden. – Wohlerhalten. Aus der Sammlung Herbert Blank (1929-2023). – Dabei: Derselbe. Kinder-Verwirr-Buch. 66 S., 1 Bl. Mit 15 Textillustrationen des Autors. 18,5 x 17 cm. Farbig illustrierter OPappband. (kleiner Fleck, leicht gebräunt). Berlin, Ernst Rowohlt, 1931. - Kayser-des Coudres 33. - Erste Ausgabe. Gegenstück zum Kinder-Spiel-Buch, steht inhaltsmäßig diesem in Nichts nach: "Den Unterschied bei Mann und Frau /sieht man durchs Schlüsselloch genau." - Wohlerhalten. Aus der Sammlung Herbert Blank (1929-2023).
Ringelnatz, Joachim
Geheimes Kinder-Spiel-Buch. Potsdam, Gustav Kiepenheuer, 1924. - Erste Ausgabe
Los 3306
Schätzung
280€ (US$ 292)
Ringelnatz, Joachim. Geheimes Kinder-Spiel-Buch mit vielen Bildern. 1 Bl., 48 S., 1 Bl. Mit 11 Textillustrationen des Autors. 18,5 x 17 cm. Farbig illustrierter OPappband (Rücken mit kleiner Fehlstelle, etwas gebräunt, minimal fleckig). Potsdam, Gustav Kiepenheuer, 1924.
Kayser-des Coudres 25. – Erste Ausgabe. Mit den bekannten derb-gemeinen Scherzen, welche die Zeitschrift für Sexualwissenschaft XI (1924) als eine "laszive Aufreizung der sadistischen Komponente des infantilen sexuellen Empfindens" charakterisierte. Der Passus "Für Kinder von 5 bis 15 Jahren gedichtet und bebildert" auf dem Vordereinband musste bei Erscheinen durch den Vermerk "Nur für Erwachsene" abgedeckt werden. – Wohlerhalten. Aus der Sammlung Herbert Blank (1929-2023).
Ringelnatz, Joachim
Kuttel Daddeldu oder das schlüpfrige Leid. Berlin-Wilmersdorf, A. R. Meyer, 1920
Los 3307
Schätzung
300€ (US$ 313)
Ringelnatz, Joachim. Kuttel Daddeldu oder das schlüpfrige Leid. 24 S. Mit Titelzeichnung von Margarete Wels. 18,5 x 13 cm. Illustr. OUmschlag (gebräunt). Berlin-Wilmersdorf, A. R. Meyer, (1920).
Kayser-Des Coudres 12. – Erste Ausgabe des ersten Kuttel-Daddeldu-Buches. Fl. Vorsatz verso mit eigenh. Widmung ("s.l. DiplIng. Abu Becker") von Joachim Ringelnatz, Gedichtzitat und kleiner Zeichnung (Rückenansicht eines pinkelnden Knaben). – Gebräunt.
Ringelnatz, Joachim
Kuttel Daddeldu. Berlin, A. R. Meyer, 1920. - Signiert.
Los 3308
Schätzung
180€ (US$ 188)
Ringelnatz, Joachim. Kuttel Daddeldu oder das schlüpfrige Leid. 24 S. Mit Titelzeichnung von M. Wels. 24 x 16 cm. Illustrierter OPappband (gebräunt). Berlin, A. R. Meyer, (1920).
Wilpert-G.2 10. Josch D 62.2. Kayser-des Coudres 12. Raabe 144.80. – Erste Ausgabe. Titelzeichnung auf dem Einband wiederholt. Das Titelblatt von Ringelnatz signiert. – Schönes Exemplar.
Ringelnatz, Joachim
Turngedichte. Berlin, A. R. Meyer, 1920. - Signiert
Los 3309
Schätzung
180€ (US$ 188)
Ringelnatz, Joachim. Turngedichte. 15 S. 19,5 x 13 cm. Illustr. Orig.-Umschlag (leicht gebräunt; kl. Wasserfleck). Berlin, A. R. Meyer, (1920).
Kayser-des Coudres 11. Josch 62.1. W.-G.2 1248, 9. – Erste Ausgabe der berühmten satirischen Verse ("Deutsches Mädchen - Grätsche! Grätsche!") mit einem pseudo-gelehrten Vorwort und einem kuriosen Quellenverzeichnis. Zugleich erste Veröffentlichung unter dem Pseudonym Ringelnatz. Vorderumschlag mit eigenh. Namenszug "Joachim Ringelnatz". – Papier wie immer etwas gebräunt, Rücken durch entfernten Papierstreifen stärker gebräunt, sonst sehr gut.
Revue blanche, La und Rippl-Rónai, Jozsef - Illustr.
Tome VII. No. 34. Août 1894
Los 3310
Schätzung
150€ (US$ 156)
Rippl-Rónai, Jozsef. - La revue blanche. Tome VII. No. 34. Août 1894. S. 98-192. Mit farbiger Original-Lithographietafel von Rippl-Rónai. 25,5 x 16,5 cm. OBroschur (lädiert). Paris 1894.
Mit der Original-Lithographie des ungarischen Malers József Rippl-Rónai (1861-1927). – Gebräunt, Buchblock brüchig.
Rodenbach, Georges
Les tombeaux. Paris 1895. - Mit Holzschnitten von J. Pitcairn-Knowles
Los 3311
Schätzung
450€ (US$ 469)
(Rodenbach, Georges). Les tombeaux. 12 Bl. Mit 3 (1 doppelblattgroßen) Textholzschnitten von J. Pitcairn-Knowles. 25,5 x 17 cm. Pappband d. Z. (stark lädiert) in illustr. OUmschlag. Paris 1895.
Hofstätter 260. Vgl. Garvey-Wick 64. – Seltene Veröffentlichung, die über die Weihnachtstage 1895 erschien, mit Illustrationen im Text und auf dem Umschlag des Malers James Pitcairn-Knowles (1863-1954). – Buchblock stärker brüchig. Minimal fleckig.
Rossbreiten. No 1. Ca. 30 Bl. Mit Originalfoto von Erasmus Schröter. 29,5 x 20,5 cm. Illustr. OBroschur. (Berlin), November 1985.
Nicht bei Eckart. – Eines von 30 Exemplaren. Enthält Textbeiträge von Sascha Anderson, Johannes Jansen, Roland Quitt, B. Papenfuß-Gorek, Naima Hermes u. a. sowie Graphiken von Helge Leiberg (Umschlag), Ronald Lippok, Cornelia Schleime, Klaus Böllhoff und Wolfram A. Scheffler. Mit Fotos von Thomas Florschütz und Erasmus Schröter ("drei fotoindianer"; Originalabzug, verso gestempelt). Im Fotokopierverfahren hergestellt. – Sehr gut erhalten.
Roth, Dieter
Dars Wähnen Band I (Tränenmeer 3). Stuttgart, H. Mayer, 1974
Los 3313
Schätzung
300€ (US$ 313)
Roth, Dieter. Dars Wähnen. Das Wähnen. Band I (Tränenmeer 3). Mit 264 Illustrationen von D. Roth. 19 x 13 cm. OBroschur. Stuttgart, H. Mayer, (1974).
Spindler 28, 66. Roth/Mayer 71. – Erste Ausgabe. Eines von 200 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 220 Ex.). Druckvermerk von Roth signiert. "dieses Buch erscheint wahrscheinlich i. Herbst 74 vielleicht, aus allerlei Gründen, zu früh, unreif, zu grün, zu schön, zu bequem, und doch angenehm? Dies wünscht 'seinen Lesern' (er selber als viele) der Auto. D. Ro. soeben auf den Herbst 1974 zulebend, sich an sein wolliges Spiegelbild ranmachend, den handgemachten Teddybär" (Schlußwort). – Broschur minimal fleckig.
Roth, Dieter
Die gesamte Scheisse. Berlin, Rainer Verlag, 1968. - 130 Exemplare
Los 3314
Schätzung
200€ (US$ 208)
Roth, Dieter. Die gesamte Scheisse. Gedichte und Zeichnungen. 152 S., 3 Bl. Mit zahlreichen ganzseitigen Abbildungen von Dieter Roth. 25 x 18 cm. OPappband mit RTitel. Berlin, Rainer Verlag, 1968.
Eines von 130 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 400). "Dieses Buch umfaßt - mit einigen Ausnahmen - die beiden Gedichtsammlungen "Scheiße" (Providence 1966) und "Noch mehr Scheiße" (Edition Hansjörg Mayer, Stuttgart 1968)" (DV). Druckvermerk vom Autor signiert. – Teils minimal fleckiges Exemplar.
Rouveyre, André
Apollinaire. Paris, Raisons d'être, 1952. Eines von 30 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 350) auf "...grand velin d'arches" und mit signiertem Druckvermerk vom Autor und vom Künstler
Los 3315
Schätzung
2.500€ (US$ 2,604)
Rouveyre, André. Apollinaire. 86 S., 4 Bl. Mit Frontispiz, und 7 Original-Lithographien (6 blattgroßen) von Henri Matisse, 3 Initialien in Rot und 8 Extra-Suiten. Titel in Schwarz und Rot. 34 x 26 cm. Lose Bogen in lithographiertem Original-Umschlag sowie farbiger Original-Pappdecke (etwas berieben und mit winzigen Einrissen am Kapital sowie kleiner Fehlstelle) und -Schuber (mit Einrissen und stärker lädiert). Paris, Raisons d'être, 1952.
Duthuit-Garnaud 31. Monod 10004. – Eines von 30 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 350) auf "... grand velin d'arches" und mit signiertem Druckvermerk vom Autor und vom Künstler. André Rouveyre (1879-1962) und Henri Matisse (1869-1954) veröffentlichten das gemeinsame Werk als Andenken an den Freund Guillaume Apollinaire (1880-1918). Dieser gilt als einer der ersten Förderer von Matisse und führte 1907 das erste veröffentlichte Interview mit dem Künstler. Der feste Kartonage-Umschlag ist in der Manier der "papiers découpés" gestaltet. – Vereinzelt mit winzigen Gebrauchsspuren, sonst gutes Exemplar.
Ruckteschell, Walter von
Lettow-Mappe. Kwaheri Askari. München, Dr. C. Wolf und Sohn, o. J. (1918). - Mit 10 signierten Steinzeichnungen. Widmungsexemplar
Los 3316
Schätzung
1.500€ (US$ 1,563)
Ruckteschell, Walter von. Lettow-Mappe. Kwaheri Askari. Auf Wiedersehen Askari. Mit einem Vorwort von Lettow-Vorbeck. Mit 10 signierten Original-Steinzeichnungen. 48 x 34,5 cm. Lose Blätter in illustrierter OBroschur-Mappe (etwas berieben und fleckig). München, Dr. C. Wolf und Sohn, o. J. (1918).
Erste Ausgabe. Nicht nummeriertes Exemplar. Mit dem Aufdruck "Ich widme diese Blätter in Dankbarkeit dem Andenken unserer schwarzen Kameraden in Deutsch Ost-Afrika 1914-1918". Der kontroverse Künstler Walter von Ruckteschell (1882-1941) war einerseits ein Verfechter der Kolonialisierung und des Kolonialmythos, andererseit ein Gegner der Zerstörung der eigenständigen afrikanischen Kultur und der Nationalsozialisten, die seine Kunst als "entartet" ansahen. – Papierbedingt leicht gebräunt, leicht stock- und fingerfleckig sowie mit kleinen Einrissen. Mit eigenhändiger Widmung des Künstlers an den Kunsthistoriker Dr. Hubert Wilm (1887-1953) auf dem Titel "Meinem lieben Freunde Dr. Hubert Wilm in Gedenken an gemeinsame Arbeit. Walter von Ruckteschell München 1940".
Rühmkorf, Peter
Der Hüter des Misthaufens.Reinbek, Rowohlt, 1983. - Widmungsexemplar
Los 3317
Schätzung
120€ (US$ 125)
Rühmkorf, Peter. Der Hüter des Misthaufens. Aufgeklärte Märchen. 279 S., 3 Bl. 19 x 11,5 cm. OPappband mit illustr. OSchutzumschlag. Reinbek, Rowohlt, 1983.
Goedeke V, 10, 25, 6. Steinhauer 341. Schmid 2303. Ziegenfuß I, 485. – Erste Ausgabe. Vorsatz mit Widmung von P. Rühmkorf (1929-2008): "Für Rajna und Richard in aler lieber Freundschaft - Peter Rühmkorf - Berlin, d. 16.3.83". – Sehr gutes Exemplar.
Sachs, Nelly
In den Wohnungen des Todes. Berlin, Aufbau, 1947. - Widmungsexemplar
Los 3318
Schätzung
450€ (US$ 469)
Sachs, Nelly. In den Wohnungen des Todes. 75 S., 1 Bl. Mit ganzseitigen Illustrationen nach Zeichnungen von Rudi Stern. 18,5 x 11,5 cm. OBroschur (etwas bestoßen, kleinere Fehlstellen). Berlin, Aufbau-Verlag, 1947.
Wilpert-Gühring 3. Kersten 3. Schlütter 7232. – Erste Ausgabe des ersten Gedichtbandes nach dem Krieg. Fliegender Vorsatz mit eigenhändiger Widmung der Dichterin an den deutsch-schwedischen Publizisten und Regisseur Erwin Leiser (1923-1996), einer der ersten Förderer von Nelly Sachs (1891-1970). – Obere Ecke mit Eselsohr, Vorsätze teils gebräunt. Aus der Sammlung Herbert Blank (1929-2023).
Sachs, Nelly
Sternverdunkelung. Gedicht. Amsterdam, Bermann-Fischer, 1949. - Widmungsexemplar
Los 3319
Schätzung
300€ (US$ 313)
Sachs, Nelly. Sternverdunkelung. Gedichte. 82 S. 22,5 x 14,5 cm. OPappband (Rücken etwas gebräunt). (Amsterdam), Bermann-Fischer, 1949.
Sternfeld-Tiedemann 433. Wilpert-Gühring 4. – Erste Ausgabe. Buchausstattung: Fritz Neugebauer. – Lediglich im Vorsatz leicht gebräuntes, schönes Exemplar. Mit eigenhändiger Widmung der Autorin an Anna und Daniel Brick, datiert 2.6.1949. Aus der Sammlung Herbert Blank (1929-2023).
Sachs, Nelly
Sternverdunkelung (und:) In den Wohnungen des Todes. Amsterdam, Bermann-Fischer, 1949. - Erste Ausgabe. Beigabe
Los 3320
Schätzung
180€ (US$ 188)
Sachs, Nelly. Sternverdunkelung. Gedichte. 82 S. 22,5 x 14,5 cm. OPappband (Rücken etwas gebräunt). (Amsterdam), Bermann-Fischer, 1949.
Sternfeld-T. 433. Wilpert-G. 4. – Erste Ausgabe. Buchausstattung: Fritz Neugebauer. – Schönes Exemplar. – Dabei: Nelly Sachs. In den Wohnungen des Todes. 75 S., 1 Bl. Mit 11 ganzseitigen Illustrationen von Rudi Stern. 18 x 11,5 cm. OBroschur. Berlin, Aufbau, 1947. - Wilpert-G. 3. - Erste Ausgabe. - Sauberes Exemplar.
Sammlung Gabrielson
Göteborg. Berlin 1923. - In kleiner Auflage erschienen
Los 3321
Schätzung
200€ (US$ 208)
Sammlung Gabrielson Göteborg. Mit Beiträgen von Adolf Behne, Ludwig Hilbersheimer, S. Friedländer-Mynona. 7 Bl. Mit 30 (davon 1 farb.) Tafeln. 23 x 21 cm. OBroschur (Ränder stärker gebräunt). (Berlin 1923).
In kleiner nummerierter Auflage erschienen. Enthält nach der Einleitung von Adolf Behne die "Anmerkungen zur neuen Kunst" von L. Hilberseimer sowie den Essay "Goethes Farbenlehre und die moderne Malerei" von Mynona (der sich über die Schreibung seines Namens mit ä statt ae geärgert haben dürfte), Geerken 1.3.91. Die abgebildeten Werke ("Erwerbungen 1922-23") stammen von Baumeister, Burchartz, Chagall, Freundlich, Itten, Kandinsky, Klee, Lissitzky, Moholy-Nagy, Muche, Schlemmer, Schwitters, Segal u. a. – Geringe Altersspuren.
Schedlinski, Rainer
Tiergarten. Berlin, Selbstverlag, 1988. - Mit Serigrafien von Uta Hünniger. 50 Exemplare
Los 3322
Schätzung
220€ (US$ 229)
Schedlinski, Rainer. Tiergarten. (Gedichte). 17 Bl. Mit teils farbigen Serigrafien von Uta Hünniger. 29 x 21 cm. Illustr. OBroschur. (Berlin), Selbstverlag, 1988.
Henkel/Russ 61.4. Eckart A075. – Erste Ausgabe. Eines von 50 nummerierten und vom Autor und von der Künstlerin signierten Exemplaren. Siebdruck: R. Slotta, Handsatz/Druck: St. Georg. – Sehr gutes Exemplar.
Scheerbart, Paul
Das Paradies. Berlin, Commissions-Verlag von George & Fiedler, 1889. - Widmungsexemplar
Los 3323
Schätzung
400€ (US$ 417)
Scheerbart, Paul. Das Paradies. Die Heimat der Kunst. 1 Bl., 194 S. 22,5 x 14,5 cm. HPergamentband d. Z. (etwas gebräunt) mit zwei goldgepr. RSchildern. Berlin, Commissions-Verlag von George & Fiedler, 1889.
Kohnle S. 55. Lubasch/Meyer S. 4. Raabe 260.1. Schardt S. 777. – Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung. Paul Scheerbart "ist als größter Phantast der deutschen Literatur, als genialer Außenseiter der Jahrhundertwende und als Vorläufer des Expressionismus längst in die Literaturgeschichte eingegangen." (P. Raabe). Sein Erstlingswerk erfuhr kaum Beachtung. Die wenigen Rezensionen, die sich mit Scheerbart unmittelbar beschäftigten, sind durch die Bank ablehnend bis entsetzt. Der einzige, der positive Ansätze zu vermelden hat, ist I. Kruse in der Zeitschrift "Moderne Dichtung" (1890/91): "Eine Reihe seltsamer, farbenglühender Visionen läßt der Verfasser an unserem Auge vorüberziehen. Sie fesseln uns, obgleich man nicht selten leise mit dem Kopf schüttelt ...". Als Scheerbart 1892 seinen kurzlebigen "Verlag deutscher Phantasten" gründet, erscheint dort neben seinem "Wunderfabelbuch" eine 2. Auflage des "Paradies" (1893) in vermutlich ebenso kleiner Auflage. Angeblich ist vorliegende Auflage im Lager des Verlages verbrannt. Titel unseres Exemplars mit einer eigenhändigen Widmung des Autors an den Lyriker und Herausgeber der "Insel" Alfred Walt(h)er Heymel "mit hellem Gruss", datiert: Nieder-Schönhausen bei Berlin 25.11.(18)99." – Minimal gebräuntes, insgesamt sehr gutes Exemplar mit dem Exlibris von Heymel.
Scheerbart, Paul
"Ja..was.. möchten wir nicht Alles!". Berlin, Verlag deutscher Phantasten, 1893
Los 3324
Schätzung
250€ (US$ 260)
Scheerbart, Paul. "Ja .. was .. möchten wir nicht Alles!" Ein Wunderfabelbuch. Erstes Heft (alles Erschienene). 24 S. 25 x 16 cm. Ohne Umschlag. Berlin, Verlag deutscher Phantasten, 1893.
W.-G. 2. Lubasch-Meyer S. 2. – Erste Ausgabe der seltenen 2. Veröffentlichung, ohne den bei Lubasch genannten grünen Umschlag. – Gebräunt; unaufgeschnitten. – Dabei: Paul Scheerbart. Das Lachen ist verboten ... 1 Doppelblatt. 22 x 14,5 cm. Berlin, See-Igel-Verlag Fritz Nuernberger, 1929. - W.-G. 32. Erste Ausgabe. Eines von 287 nummer. Exemplaren. - Ecken geknickt.
Scheerbart, Paul
"Ja..was.. möchten wir nicht Alles!". Berlin, Verlag deutscher Phantasten, 1893
Los 3325
Schätzung
200€ (US$ 208)
Scheerbart, Paul. "Ja .. was .. möchten wir nicht Alles!" Ein Wunderfabelbuch. Erstes Heft (alles Erschienene). 24 S. 25 x 16 cm. Späterer Pappband mit Deckelschild. Berlin, Verlag deutscher Phantasten, 1893.
W.-G. 2. Lubasch-Meyer S. 2. – Erste Ausgabe der seltenen 2. Veröffentlichung, ohne den bei Lubasch genannten grünen Umschlag. – Sehr gutes Exemplar; Titel mit Besitzvermerk von Hannah Höch.
Scheerbart, Paul
Der Tod der Barmekiden. Leipzig, Verlag Kreisende Ringe, 1897.
Los 3326
Schätzung
180€ (US$ 188)
Scheerbart, Paul. Der Tod der Barmekiden. Arabischer Haremsroman. 208 S. 21,5 x 15 cm. Etwas späterer Pappband mit goldgepr. RSchild; OBroschur (fleckig und mit kl. Randläsuren) eingebunden. Leipzig, Verlag Kreisende Ringe, 1897.
Wilpert-Gühring 5. Lubasch-Meyer S. 5. – Seltene erste Ausgabe. "Der Orient ist gross". – Bindung erneuert; teils etwas fleckig.
Scheerbart, Paul
Tarub, Bagdads berühmte Köchin. Berlin, Verein für deutsches Schrifttum, 1897. - Widmungsexemplar
Los 3327
Schätzung
300€ (US$ 313)
Scheerbart, Paul. Tarub, Bagdads berühmte Köchin. Arabischer Kulturroman. 285 S., 1 Bl. 17,5 x 12 cm. OLeinenband (bestoßen) mit silbergepr. RTitel. Berlin, Verein für deutsches Schrifttum, (1897).
W.-G. 4. Lubasch-Meyer S. 5. – Erste Ausgabe. "Helles Gelächter scholl durch ganz Bagdad. ... Alis grüner Schimmel war ein Ereignis." (S. 5). Vortitel mit eigenhändiger Widmung: "s.l. Papa-Heilmann-Osman mit 17747 Axolotle in der Brust - Paul Scheerbart-Heering. 'Na, was hast Du denn?' (cf pag. 32.)". – Etwas gebräunt; wohlerhaltenes Exemplar.
Scheerbart, Paul
Rakkox der Billionaer. Leipzig, Insel, Weihnachten 1901. - Widmungsexemplar
Los 3328
Schätzung
500€ (US$ 521)
Scheerbart, Paul. Rakkóx der Billionaer. Ein Protzenroman. - Die wilde Jagd. Ein Entwicklungsroman in acht anderen Geschichten. 119 S. Mit Buchschmuck von Jossot und Holzschnitten von Felix Vallotton. 21 x 14 cm. OHleinen (stärker berieben und bestoßen) mit hübschem Buntpapierbezug. Leipzig, Insel, Weihnachten 1901.
Wilpert-G. 7 (gibt EA mit 1900 an). Lubasch-Meyer S. 6. Raabe 260.7. Sarkowski 1437 (mit Abb.). – Erste Ausgabe. Vortitel mit eigenh. Widmung von Scheerbart ("Dem R - Das P") an Richard Dehmel sowie einem längeren Zitat und Andeutungen, die der Aufklärung bedürften ("Dieses Schwefelhölzchen! Dieses niedliche kleine Schwefelhölzchen!" mit Zeichnung einer Zündhölzchens), datiert: "Coelnn, 5. December anno 38 p.S.n.". – Exemplar mit Gebrauchsspuren mit dem Exlibris von Richard Dehmel.
Scheerbart, Paul
Rakkox der Billionaer. Leipzig, Insel, Weihnachten 1901
Los 3329
Schätzung
400€ (US$ 417)
Scheerbart, Paul. Rakkóx der Billionaer. Ein Protzenroman. - Die wilde Jagd. Ein Entwicklungsroman in acht anderen Geschichten. 119 S. Mit Buchschmuck von Jossot und Holzschnitten von Felix Vallotton. 21 x 14 cm. OHleinen (leicht berieben und bestoßen) mit hübschem Buntpapierbezug. Leipzig, Insel, Weihnachten 1901.
Wilpert-G. 7 (gibt EA mit 1900 an). Lubasch-Meyer S. 6. Raabe 260.7. Sarkowski 1437 (mit Abb.). – Erste Ausgabe. – Gutes Exemplar der hübschen Jugendstil-Publikation.
Scheerbart, Paul
Die grosse Revolution. Leipzig, Insel, 1902
Los 3330
Schätzung
250€ (US$ 260)
Scheerbart, Paul. Die grosse Revolution. Ein Mondroman. 2 Bl., 189 S., 1 Bl. Mit Zierleisten von Heinrich Vogeler. 20 x 13 cm. OBrosch. mit Umschlagillustration von Heinrich Vogeler. Leipzig, Insel, 1902.
W.-G. 11. Lubasch-Meyer S. 6. Sarkowski 1434. – Erste Ausgabe. Mit der gedruckten Widmung: "Dem lachenden Fanatiker Alfred Walter Heymel". Zeitlebens war Scheerbart in finanziellen Schwierigkeiten. Nach verschiedenen Veröffentlichungen verschaffte ihm sein erster Roman Die große Revolution, der im Insel-Verlag erschien, erste Anerkennung. – Etwas gebräunt, teils unaufgeschnitten.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
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