Diaghilew, Sergei
Signiertes Programmheft der Ballets Russes. 1913
Los 2151
Schätzung
600€ (US$ 625)
Diaghilew, Sergei, russ. Ballett-Impresario, Kunstkritiker, Herausgeber und Kurator (1872-1929). Eigh. Signatur "Sergei Diaghileff", gemeinsam mit den Signaturen von drei Primaballerinen. Im Eröffnungs-Programmheft des Pariser "Théâtre des Champs Élisées" (8 Bl. Mit zweifarbig illustriertem Umschlag). (Paris 1913).
Auf der Innenseite des hinteren Umschlagblattes haben eigenhändig signiert Sergei Diaghilew und drei der berühmtesten Ballett-Tänzerinnen ihrer Zeit: Loïe Fuller, Anna Pawlowa ("Avec vous!") und Natalia Trouhanowa. Das Eröffnungs-Programmheft des "Theatre des Champs Élysées" unter Gabriel Astruc enthält noch nicht den Zettel einer bestimmten Aufführung, sondern Informationen über alle Aspekte der neuen Bühne: Gebäude, Direktion, Programmgestaltung, die hochfliegenden Pläne für die musikalischen Inszenierungen der ersten Saison, Werke der bedeutendsten Komponisten aus Vergangenheit und Gegenwart, geleitet und interpretiert von Spitzenkünstlern aus ganz Europa. - Heftung gelöst; kleine Klammer-Rostflecken; sonst ordentlich erhalten.
Furtwängler, Wilhelm, Dirigent (1886-1954). Typoskript (Durchschlag) seiner Rechtfertigung vor der Entnazifizierungs-Kommission. 2 S. 27 x 21,5 cm. Berlin 27.XII.1946.
"Schlusswort". Eindrucksvolle und sehr interessante Rechtfertigung im Zuge der 1946 geführten Entnazifizierungsdiskussion. Unter anderem hat Furtwängler ein Exemplar dieses Typoskripts, "von dem ich nur wenige Exemplare habe" mit einem Begleitbrief vom 13.1.1946 an einen Redakteur der Musikzeitung geschickt, um Unwahrheiten zu korrigieren, die über seine Person dort abgedruckt wurden, wie z.B. "daß Amerika ein Einreisegesuch von mir abgelehnt habe".
In seiner politischen Stellungnahme, seinem "Schlusswort" erklärt Furtwängler, warum er in Deutschland geblieben sei. Zuerst beschreibt er seine klare Haltung zum Nationalsozialismus und wie es ihm immer schwerer gemacht wurde, sich diesem zu entziehen. "Aber Schritt für Schritt häuften sich die Schwierigkeiten. Zwar gelang es mir, in meiner privaten Sphäre unangetastet zu bleiben. So konnte ich z.B. sowohl meine nichtarische Sekretärin, wie die Juden im Orchester zunächst vollzählig erhalten. Aber ich konnte nicht verhindern, wie sich das Musikleben unaufhaltsam veränderte... Ich stellte die Bedingung, - sie wurde auch akzeptiert, - dass ich nur noch als freier unpolitischer Künstler tätig sei... Den Versuchen, meine Kunst zu Zwecken der nazi-Propaganda politisch zu missbrauchen zu lassen, habe ich äußersten Widerstand entgegengesetzt. Zwei erzwungenen Veranstaltungen innerhalb... der letzten 10 Jahre stehen über 60 Absagen gegenüber." Desweiteren erklärt er, warum er nicht in eroberten Ländern auftreten wollte, dass die Kunst über der Machtpolitik, dem Krieg und dem Völkerhass stehen sollte, dass er sich als nicht-politischer, überpolitischer Künstler positionierte und in Deutschland blieb, um dort der Musik über die Krise hinwegzuhelfen und mit deutschen Musikern für deutsche Menschen weiterhin Musik zu machen. (Vgl. Lang, Klaus: Wilhelm Furtwängler und seine Entnazifizierung, erschienen in: das Orchester 09/2013, S. 69).
Furtwängler, Wilhelm (1886-1954). Eigh. Brief m. U. 1 S. 22,5 x 28,5 cm. O. O. (8.XII.1949).
An einen Journalisten, den er bittet, den Termin für das Erscheinen eines Interviews zu verschieben: "... ich hörte, dass im Journal das Interview von ... erschienen sei. Ich bitte Sie darum das Ihrige bis zu meiner nächsten Anwesenheit in Wien verschieben zu wollen, da ich noch einiges hinzu zufügen die Absciht habe. Vielleicht hätten Sie die Güte, mich am Donnerstag d. 8. Dez. tefefon. anzurufen?"
Hiller, Johann Adam
Brief an den Verleger Junius. 1771
Los 2154
Schätzung
2.200€ (US$ 2,292)
Hiller, Johann Adam, Komponist, Kapellmeister und Musikschriftsteller (1728-1804). Eigh. Brief m. U. 1 S., verso mit gut erhaltenem Siegel. Kl. folio (26,7 x 17,5 cm). Leipzig 8.I.1771.
An den Musikverleger C. F. Junius in Leipzig, bei dem der Klavierauszug für das Singspiel "Der lustige Schuster oder Der Teufel ist los. Zweiter Teil" erscheinen sollte. Zusammen mit dem Klavierauszug zu Hillers Operette "Lisuart und Dariolette" (Leipzig 1766) handelt es sich in dem Brief um die Herstellung eines der frühesten gedruckten Klavierauszüge überhaupt. Die Uraufführungen der beiden Singspiele hatten schon im Sommer 1766 stattgefunden. (Vgl. Johann Adam Hiller: Mein Leben. Hrsg. von Mark Lehmstedt. Leipzig 2004. S. 218). - "Liebster Herr Junius, wenn ich nicht vom vielen Ausgehen voriger Woche einen kleinen Catharr bekommen, und heute lieber arbeiten, als weggehen wollte, so wäre ich selbst zu Ihnen gekommen. Ich bin jetzt mit dem zweyten Theile des Teufels beschäfftigt, und Hr. Breitkopf wird sogleich mit zween Setzern zu drucken anfangen, als das casselische Gesangbuch bey ihm fertig ist, das wird künftige Woche seyn. Ich hätte es gern auch so lange oder lieber noch länger verschoben nach Ihrer Casse zu fragen; aber mein bisher geringer Verdienst, und die starken Ausgaben nöthigen mich, Sie um 20 rth. zu bitten. Ich werde allen Fleiß an die Arbeit wenden, und wegen des Fertigwerdens zu rechter Zeit können Sie ohne Sorge seyn. Wenn ich die Ehre haben könnte, Sie einmal ein Stündchen auf meiner Stube allein zu sprechen, würde ich vielleicht einige nützliche Dinge mit Ihnen überlegen können; denn wenn ich einen Freund zu suchen habe, werde ich mich nie an einen anderen, als an Sie wenden ...". - Selten.
Humperdinck, Engelbert
Musikmanuskript mit Widmung. 1890
Los 2155
Schätzung
3.900€ (US$ 4,063)
- Originelles Scherzlied
Humperdinck, Engelbert, Komponist (1854-1921). Eigh. Musikmanuskript mit Widmung und Namenszug. 3 S. mit 34 Takten. Doppelblatt mit koloriertem "Blumensträussle" am Beginn. Quer-4to (18 x 26,8 cm). Am Ende datiert: Bonn, Weihnachten 1890.
" 's Sträußle. Schwäbisches Volkslied für eine Singstimme mit Klavierbegleitung". "Drei Rösle im Sträußle für Mäxle sei'm Mäusle". Schönes, künstlerisch gestaltetes und unveröffentlichtes Albumblatt "Fräulein Amalie Gutheil zugeeignet von Engelbert Humperdinck". Der Text stammt von dem schwäbischen Mundartdichter Gustav Seuffer (1835-1902). Im April 1890 hatte Humperdinck erstmals Lieder von Hugo Wolf bei seiner Arbeit als Lektor im Musikverlag Schott kennengelernt. Wie bei einer Liebe auf den ersten Blick war Humperdinck von den Liedern seines Kollegen so begeistert, dass er dort noch vor seinem Ausscheiden zum 1. Mai 1890 eine nachhaltige Empfehlung für Hugo Wolf abgab. Es folgten weitere Empfehlungen von Humperdinck in den nächsten Monaten, und am 25. Oktober lernten die beiden sich erstmals persönlich kennen. Schnell entstand eine intensive Freundschaft. Humperdinck bewunderte das reife Liedschaffen seines österreichischen Kollegen sehr. Anfangs bestand keine Konkurrenz zwischen den beiden Komponisten, da sich Humperdinck bezüglich seiner Liedkompositionen nur als Gelegenheitskomponist verstand, der allerdings aus kleinen lyrischen Liedgedanken die großen Formen seiner Opern entwickelte (vgl. Irmen, H-J.: Die Odyssee des E. Humperdinck, Siegburg, Salvator, 1975, S. 76ff.) In seiner Oper "Hänsel und Gretel" verarbeitete er bestehende Volkslieder und auch in seiner Oper "Königkinder" finden sich volksliednahe Weisen. Seine Liedkompositionen sind fast ausschließlich aus besonderer Veranlassung entstanden; die aus Gefälligkeitsarbeiten entstandenen Musikmanuskripte, wie hier das "Sträussle", verschenkte er meist, was auch erklärt, warum vieles davon verschollen ist (vgl. Humperdinck, W.: E. Humperdinck. Das Leben meines Vaters. Ffm, Kramer1965, S. 274ff.). Als besonders originell unter den drei graziösen Scherzliedchen in schwäbischer Mundart gilt das "Sträußle". - Der Erstdruck erschien in: Lieder für 1 Singstimme. Berlin, Ries & Erler 1895. (BSB 8, 301; Humperdinck, Eva: Werksverzeichnis Nr. 92; Irmen, H-J.: Verzeichnis der musikalischen Werke. Cologne, Dohr 2014, p. 118). - Kleine Einrisse; etwas gebräunt. - Musikmanuskripte von Humperdinck sind nur noch selten im Handel.
Kainz, Josef, Schauspieler, einer der berühmtesten Bühnenkünstler der deutschen Theatergeschichte (1858-1910). Eigh. Brief m. U. "Josef Kainz". 2 S. Doppelblatt mit gedrucktem Namenszug am Kopf. 8vo. Berlin 2.II.1890.
An den Rendanten des Berliner Theaters, Arthur von Langen. Wohl kurz vor Kainz' spektakulärem Vertragsbruch bei dem von Ludwig Barnay geleiteten Theater. "... Haben Sie die Güte mir durch die Überbringerin dieser Zeilen Mittheilung zu machen, ob Sie befugt sind mir die fällige Monatsgage diessmal ins Haus zu senden. In diesem Falle würde ich Sie bitten, den Theaterdiener möglichst bald damit zu beauftragen ...".
Kainz, Josef
Großes Rollenfoto mit Zitat und Widmung. 1896
Los 2157
Schätzung
300€ (US$ 313)
Kainz, Josef (1858-1910). Große Rollen-Photographie mit eigh. Widmung u. U. "Josef Kainz" auf dem Bild sowie zusätzlichem eigh. Zitat auf dem Untersatzkarton. Auch vom Photographen W. Höffert signiert. Ca. 61 x 43 cm. Unter Glas in einem Rahmen der Zeit. Berlin, Sept. 1896.
"Seiner talentvollen Schülerin Frl. Marguerite Nansen mit den besten Wünschen für ihre Zukunft". Darunter auf dem Untersatz-Karton noch das zweizeilige eigh. Zitat: "Verschwendete Zeit ist Dasein, Gebrauchte Zeit ist Leben. - (Young)". Die ungewöhnlich großformatige Aufnahme, auch vom Photographen Wilhelm Höffert handschriftlich signiert, zeigt den Künstler in Dreiviertelfigur als "Romeo", stehend nach halbrechts gewandt. - Die Aufnahme als Romeo und die Größe des gewidmeten Objekts läßt schon ahnen, dass die "talentvolle Schülerin" Marguerite Nansen (eigentlich: Margarethe Nathanson) zwei Jahre später die zweite Ehefrau von Josef Kainz wurde. - Die Ränder des Untersatzkartons etwas angestaubt; ansonsten eine im wahrsten Sinne großartige Aufnahme des begnadeten Künstlers in einer seiner bekanntesten Rollen, hier noch in Berlin, bevor er ans Wiener Burgtheater wechselte.
Knappertsbusch, Hans
Porträt beim Dirigieren. Zeichnung von Helmut Jürgens. 1933
Los 2158
Schätzung
500€ (US$ 521)
Knappertsbusch, Hans, Dirigent, als Nachfolger Bruno Walters Leiter der Münchener Staatsoper, auch 13 Jahre in Bayreuth tätig (1888-1965). Porträt beim Dirigieren. Mit Deckweiß gehöhte Orig.-Bleistiftzeichnung von Helmut Jürgens auf Karton. Vom Zeichner signiert und datiert. 31 x 24,8 cm. O. O. 1933.
Charakteristische Karikatur, die den Meister in Dreiviertelfigur zeigt, am Pult sitzend, konzentriert lauschend, während die Arme zum Dirigieren erhoben sind. Der Zeichner Helmut Jürgens (1902-1963) war Bühnenbildner in München, wo er auch verstarb. Von ihm sind vergleichbare Bildnisse Hans Pfitzners aus dem Beginn der 1930er Jahre bekannt. - Die unbeugsame Persönlichkeit Knappertsbuschs, der auch aus seiner Abneigung gegen den Nationalsozialismus keinen Hehl machte, behinderte gelegentlich seine Karriere, die ihn trotzdem zu großer Berühmtheit als einer der wichtigsten deutschen Dirigenten des 20. Jahrhunderts führte. - An den Rändern gering fleckig; ansonsten jedoch gut erhaltenes, eindrucksvolles und seltenes Bildnis des großen Dirigenten.
Kotzebue, August von
Engagementsvertrag für einen Bühnenmeister. 1812
Los 2159
Schätzung
500€ (US$ 521)
Kotzebue, August von, Schriftsteller und Publizist, der führende Bühnenautor seiner Zeit, in Wien, St. Petersburg, Königsberg und Reval am Theater, in Rußland auch in hohen Staatsämtern (1761-1819). Eigh. Engagementsvertrag mit zweimaliger Unterschrift "A. v. Kotzebue". 1 S. Doppelblatt mit russischem Stempel und 2 Siegeln. Gr. folio. Reval 30.X. und 16.XI.1812.
Vertrag Kotzebues als Theaterdirektor mit dem "Maschinisten" Egrée als Bühnentechniker für das Revaler Theater von 1.III.1813 bis 1.III.1814. Auch Egrées Familie wird mit engagiert, seine Frau für Nebenrollen und Statisterie, sein Kind für die ihm angemessenen Kinder-Rollen. "... Wogegen ihm die Direction einen jährlichen Gehalt von 1000 Rubel B. A. in wöchentlichen Ratis prompt zu zahlen, auch die freye Wohnung im Theater und 100 R. Reisegeld verspricht ...". 16 Tage später wird ein ebenfalls von Kotzebue unterschriebener und gesiegelter Nachtrag angefügt, in dem Frau und Kind des Maschinisten aus diesem Vertrag herausgelöst werden, nachdem Egrée wohl verlangt hatte, dass sie, wenn sie im Theater beschäftigt werden, auch separat honoriert werden müßten. - Auf der leeren Rückseite des zweiten Blattes stärker angestaubt.
Krauss, Clemens, Dirigent, Direktor der Staatsopern in Wien, Berlin und München (1893-1954). Porträt-Postkarte m. U. Wien 1930.
Das Bild zeigt den etwa 35jährigen österreichischen Dirigenten und Theaterleiter. Krauss wurde als Interpret der Werke von Richard Strauss bekannt. Er war auch der Librettist von Strauss' Oper Capriccio.
Krenek, Ernst, österr.-amerikan. Komponist (1900-1991). Eigh. Billet m. U. und Notenzeile. 3/4 S. Quer-8vo. (Berlin, Savoy Hotel) 20.IX.1980.
"Besten Dank für Ihre Glückwünsche und die Zeitung aus Dakar wo ich auch einmal auf dem Weg nach Brasilien Station machte. Ein Photo ist leider nicht zur Verfügung, wohl aber diese Zwölftonreihe aus Karl V. ...". Die Oper Karl V. war im Mai 1933 fertiggestellt worden, wurde aber wie alle Kompositionen Kreneks aus politischen Gründen nach 1933 in Deutschland und Österreich zunächst nicht aufgeführt. Krenek emigrierte 1938 in die USA.
Kreutzberg, Harald, Tänzer und Choreograph (1902-1968). Eigh. Albumblatt m. U. 1 S. Quer-8vo (16 x 21 cm). Wien, Juni 1936.
Der berühmte Ausdruckstänzer bereiste seit den 1930er Jahren mit seinen Solo-Abenden die ganze Welt, nachdem er von Max Reinhardt entdeckt worden war. - Dekoratives Blatt.
Kubelik, Jan, tschechischer Violin-Virtuose und Komponist (1880-1940). Eigh. musikalisches Albumblatt m. U. 1 S. Rosa Papier mit farbiger Zierleiste. 4to (23 x 18 cm). Bradford (England) 10.XI.1902.
Zwei Takte in B-dur, während einer Konzertreise in England geschrieben. Kubelik wurde u. a. als "Zweiter Paganini" gefeiert.
Lehár, Franz
Briefkarte an ein Mitglied eines Geheimbundes. 1913
Los 2164
Schätzung
180€ (US$ 188)
Lehár, Franz, ungar. Operettenkomponist (1870-1948). Eigh. Briefkarte m. U. 2 S. Mit eingedrucktem Namen. 8,5 x 13,2 cm. O. O. 4.VI.1913.
Vermutlich an das Mitglied einer "Bruderschaft". "Viellieber Rotler Discret" mit verschlüsselten Mitteilungen. "Bitte sagt ihm er möge mir das Buch direkt nach Bad Ischl senden ... weil ich Ende dieser Woche schon dort bin. Welches Buch mein 'nächstes' Werk sein wird, das kann ich erst nach meinen 2 Uraufführungen von 'Endlich allein' u. 'Die ideale Gattin' bestimmen". "Die ideale Gattin" wurde am 11. Oktober 1913 in Wien mit großem Erfolg uraufgeführt, der sich später in Berlin mit Fritzi Massary in der Hauptrolle wiederholte. "Endlich allein", von Lehár lange besonders geschätzt, hatte erst am 10. Februar 1914 Premiere.
Lehár, Franz
Signierte Porträt-Photographie mit Notenzitat. 1927
Los 2165
Schätzung
280€ (US$ 292)
Lehár, Franz (1870-1948). Signierte Porträt-Photographie mit Notenzitat. 13,7 x 8,6 cm. Wien 10.XII.1927.
Notenzitat aus der romantischen Operette "Zigeunerliebe" mit ungarisch unterlegtem Text auf der Photographie von Ravagnan, Mailand. - Beiliegend eine Fotopostkarte, die Lehár mit Hund zeigt.
Leoncavallo, Ruggiero, ital. Komponist des "Verismo" (1858-1919). Eigh. musikal. Albumblatt m. U. 1 S. Schwarze Tinte auf blauem Papier. Quer-8vo. 1911.
Aus seiner Oper "La Bohème", mit der Leoncavallo 1897 seinen Nebenbuhler Puccini herausgefordert hatte, eine zweiaktige Phrase auf "Mimi la biondinetta" (1. Akt). 1911 leitete Leoncavallo eine Serie von Aufführungen seiner Oper "Pagliacci" (Der Bajazzo) im Londoner Hippodrome.
Lichnowsky, Karl Fürst von
Brief an Andreas Streicher. Um 1800
Los 2167
Schätzung
400€ (US$ 417)
Lichnowsky, Karl Fürst von, Wiener Kammerherr und Musik-Mäzen, befreundet mit Mozart und Beethoven (1761-1814). Eigh. Brief m. U. "Ihr Lichnowsky". 1 S. Quer-schmal-8vo (ca. 11 x 19 cm). (Wien um 1800).
An den Klavierbauer und Musikpädagogen Andreas Streicher. "... Sie haben mir schon so viele abschlägige Antworten ertheilt, daß ich nun wirklich gegen eine solche protestiren muß, weil es zwei ... Niècen betrifft, die bei der Gräfinn Kinsky wohnen. Ich bitte Sie sehr dringend selbe zu übernehmen, und die Bedingungen mit der Gräfinn zu bereden. Die Dienstage, Donnerstage u. Sonnabende zwischen 10 und 1 Uhr würden ihnen die bequemsten sein: sie würden 2 Stunden nehmen, also 6 Stunden die Woche ...".
Liebermann, Rolf
Signierte Porträtfoto-Postkarte mit Musikzitat. Ca. 1964
Los 2168
Schätzung
150€ (US$ 156)
Liebermann, Rolf, Dirigent und Komponist, Intendant der Staatsopern in Hamburg und Paris (1910-1999). Porträtfoto-Postkarte mit eigh. Notenzitat und Unterschrift. 15 x 11 cm. O. O. u. J.
Die Foto-Postkarte zeigt Liebermann zusammen mit dem kanadischen Heldentenor Jon Vickers, der als hervorragender Wagner-Interpret galt, bei Proben zu "Parsifal". Sie entstand nach einer Aufnahme von Odette Weil. - Interessante Geste: Liebermann packt den Gesprächspartner mit beiden Händen am Kopf, eine Phase der Regiearbeit.
Mendelssohn Bartholdy, Felix
Zueignung auf einem Noten-Titelblatt. 1846
Los 2169
Schätzung
1.800€ (US$ 1,875)
Mendelssohn Bartholdy, Felix, Komponist (1809-1847). Eigh. Zueignung m. U. "F. M. B." Auf dem Titelblatt (ohne die Noten) eines Musikdruckes von Gustav Flügel. 31 x 23 cm. Auf einen Untersatzkarton montiert und unter Glas mit verziertem Goldrahmen. Leipzig 1846.
"An Mme. Fanny Hensel im Auftrag des Componisten. F. M. B. - Leipzig am Himmelfahrtstag 1846." - Die Komposition, die Felix hier an seine musikalisch hochbegabte Schwester weiterreicht, trägt den Titel "Sonate No 3 B dur für das Pianoforte, dem Königl. Preuß. General Musikdirector und Kapellmeister Herrn Dr: Felix Mendelssohn Bartholdy mit herzlichem Dankgefühl zugeeignet von Gustav Flügel. Op. 13. 1846." - Auf weißem Glanzpapier gedruckt, offenbar als Vorzugs-Exemplar. - Der so berühmte wie umstrittene Komponist Flügel (1812-1900) stand mit den Großen seiner Zeit in Kontakt, außer Mendelssohn vor allem Schumann, aber auch Spohr und Brahms.
Meyerbeer, Giacomo
Brief an einen Freund wegen Theaterkarten
Los 2170
Schätzung
800€ (US$ 833)
Grillparzer in der Pariser Oper
Meyerbeer, Giacomo, Komponist und Dirigent, einer der erfolgreichsten Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts, Generalmusikdirektor in Berlin, lebte überwiegend in Paris (1791-1864). Eigh. Brief m. U. In franz. Sprache. 1 S. Mit Monogramm "GM" in Blindprägung. 20,5 x 13 cm. Paris (ca. 1836).
Begleitschreiben an einen Freund, dem er 3 "stalles" (Platzkarten) schickt. Da nur zwei der drei Plätze beieinander seien, müsse der Freund sich leider von den beiden Damen in seiner Gesellschaft trennen. Er habe dafür das Vergnügen, den Abend neben dem deutschen Schriftsteller Franz Grillparzer zu verbringen. - Grillparzer hielt sich im Frühjahr 1836 für drei Monate in Paris auf und machte dort u. a. die Bekanntschaft Meyerbeers.
Ein krankes Kind geht vor
Meyerbeer, Giacomo (1791-1864). Eigh. Brief m. U. 1 S. Doppelblatt mit geprägten Initialen "GM". 21,5 x 14 cm. (Paris vor 1850).
An einen Kapellmeister, dem er kurzfristig eine Probe absagt, da sein jüngstes Kind plötzlich krank geworden sei. "... ich weiß nicht, ob ich werde auf die Probe kommen können. Haben Sie die Güte den ersten Akt ohne mich zu beginnen. Ist es mir möglich so komme ich später ...". Meyerbeer heiratete 1827 seine Cousine Minna Mosson, mit der er 5 Kinder hatte. - Kleine Randläsur; leicht gebräunt.
Ochsenheimer, Ferdinand
2 Briefe an Freiherrn von Dalberg. 1805
Los 2172
Schätzung
450€ (US$ 469)
Ochsenheimer, Ferdinand, Schauspieler und Naturforscher, gleichermaßen berühmt als Charakterdarsteller am Wiener Burgtheater wie als bedeutender Lepidopterologe, ferner Bühnenautor, befreundet mit Schiller, Körner und Iffland (1767-1822). 2 eigh. Briefe m. U. "Ochsenheimer". Zus. 5 S. 4to. Dresden 30.IV. und Leipzig 11.VI.1805.
Als Mitglied des Theater-Unternehmens von Franz Seconda in Dresden an den (nicht genannten) Reichsfreiherrn Wolfgang Heribert von Dalberg, Intendant des Mannheimer Nationaltheaters, wegen eines Gastspiels Ochsenheimers in Mannheim, wo er bereits von 1788 bis 1794 mit dem Theater in Verbindung gestanden hatte. "... Der Aufforderung meines Freundes Woestenradt verdanke ich die Kühnheit, Ew: Hochfreyherrlichen Gnaden mit meiner kleinen Angelegenheit zu belästigen. Ich betrachte den darstellenden Künstler als ein wanderndes Gemälde, dessen Werth oder Unwerth sich nur durch die Ausstellung an verschiedenen Orten bewährt. Meine theatralische Bildung verdanke ich meinem so lehrreichen Aufenthalte in Mannheim, Iffland, Beil, Beck und Böck waren meine Freunde; in ihrem Umgange, der mir die Würde ihres erhabenen Berufes aufschloß, empfieng ich die Weihe zu einer Kunst, der ich mich mit Leidenschaft widmete, sobald ich frey genug war einen Stand wählen zu können, der von Jugend auf der Wunsch meines Herzens war ... Ich habe einen schnellen Weg gemacht, aber ich mißtraue dem Beyfalle, welchen ich mehr dem Wohlwollen des Publikums, als meinem Verdienste zuschreibe. Auf der mühseligen Pilgerschaft zu dem hohen Ziele dem ich näher zu kommen mich bestrebe, wage ich es einige Resultate meines Studiums der Prüfung eines fremden, unbefangenen Publikums zu unterwerfen und wünschte, den Freunden meiner Kunst in Mannheim einen Beweiß zu geben, daß ich nicht unwerth bin Ihres Andenkens ... [Dresden 30.IV.1805]. - Dalberg stimmt zu, und Ochsenheimer zeigt sich begeistert: "... Ungewißheit, die Zeit meiner Ankunft in Mannheim bestimmen zu können, weil Iffland mit der Entscheidung, ob er hieher kommen würde, zögerte. Am 16ten dieses wird er ztum erstenmal hier auftreten, und ich kann nun, nach einer ungefähren Berechnung, mit höchster Wahrscheinlichkeit zwischen dem 14ten und 17ten des July in Mannheim eintreffen ... Die Anordnung der Vorstellungen hat meine kühnsten Wünsche übertroffen und ich behalte mir vor, mündlich den regen Gefühlen des Dankes die Wärme zu geben, welche auf dem langen Wege durch den Arm in die Feder verlieren würde ... [Leipzig 11.VI.1805]. - Der genannte Mannheimer Jurist Woestenradt diente nicht nur Dalberg, sondern auch Iffland und anderen Künstlern als Vermittler in Theater-Angelegenheiten. - Ochsenheimer, der sich neben seiner erfolgreichen Bühnentätigkeit auch mit Eifer der Schmetterlingskunde widmete, brachte von 1807 bis 1816 die ersten 4 Bände seines entomologischen Hauptwerkes "Die Schmetterlinge von Europa" heraus, denen posthum 1825 noch ein fünfter Band, bearbeitet von Friedrich Treitschke, angefügt wurde. - Sehr selten. - Beiliegend ein eigh. Brief der Schauspielerin Therese Giehse (Zürich 1951).
Offenbach, Jacques, dt.-franz. Komponist (1819-1880). Eigh. Musikmanuskript. 4 S. Doppelblatt. Quer-folio. O. O. u. J.
35 Takte Vokalmusik mit unterlegtem Text und 5 Takte Begleitung auf Notenpapier mit 24 Systemen.
Pasta, Giuditta, italienische Sopranistin, in ganz Europa vergötterte Primadonna (1797-1865). Eigh. Brief m. U. 1 S. 8vo. (London) Hampstead Road, Eton House, 23.VII. (ca 1830).
Brief an eine "Damigella" Rolly, der sie für eine Lithographie dankt: "Devo esprimervi quanto vi sia grata per la litografia di cui mi siete stata cortese. È assai caro per me l'avere una prova certa che sono spesso presente al vostro pensiero: assai lusinghevole il vedermi soggetto prescelto per la vostra bella opera. Non so per quale accidente io abbia ricevuto tardi qui alla campagna il vostro grazioso biglietto: vi chiedo scuasa per l'indugio della mia risposta. Mi procurerò presto il piacere di ripetervi a voce tutti gli affettuosi sentimenti della mia distina considerazione." - "Die Stimme der großen Sängerin muß über eine ungewöhnliche Pracht und Fülle des Stimmaterials verfügt haben. Bei einem Stimmumfang vom a bis zum dreigestrichenen d entwickelte sie eine mitreissende Dramatik in ihren Interpretationen, bei denen die Schwierigekeiten des Koloraturgesangs als Mittel dienten, den Hörer in die Empfindungen der Partie, die vorgetragen wurde, unmittelbar einzubeziehen. Eine derartige Begabung wurde damals wie zu allen Zeiten als eine sensationelle Ausnahme empfunden und erinnert in etwa an das Auftreten von Maria Callas" (Kutsch-Riemens, Sängerlexikon). - Briefe der berühmten Primadonna sind äußerst selten am Markt; kein Nachweis im JAP 1950 ff. - Knickfalten; an den Ecken leicht gebräunt. Verso am oberen Rand Reste eines Montagebandes.
Puccini, Giacomo, ital. Komponist (1858-1924). Eigh. Brief (Billet) m. U. "G Puccini". 1/2 S. mit Aufdruck "Torre del Lago (Toscana)". Gr. 4to. Unter Passepartout in profiliertem Goldrahmen unter Glas. Torre del Lago (nach 1900).
Eine Beschwerde Puccinis, wohl an einen Feinkosthändler in Viareggio, im Ortsteil Torre del Lago, in dem sich Puccini im Jahre 1891, zunächst in zwei Zimmern einer herrschaftlichen Villa, dann 1900 in einem eigenen Haus niedergelassen hatte, das er bis zu seinem Tod 1924 bewohnte. In Torre del Lago entstanden Puccinis bedeutendste und erfolgreichste Opern wie Tosca, Madama Butterfly, La Fanciulla del West und Turandot. Daneben musste auch für das leibliche Wohl gesorgt werden und so mahnt der Musiker hier wohl die Lieferung eines speziellen Olivenöls ("L'olio d'ulivale"?) bei dem Händler "Sig. Boulent" (?) an; anscheinend war eine Lieferung verloren gegangen: "Caro Sig. Boulent (?), L'olio d’ulivale c'è veduto e la prego scrivere e nello stesso tempo darmi à nome di colui che si occupa di questo terzo fondo a perdita. Saluti cordiali da GPuccini". - Der Ortsteil von Viareggio, Region Lucca, in dem jährliche Puccini-Festspiele stattfinden, nennt sich heute offiziell "Torre del Lago Puccini". - Gleichmäßig gebräunt.
Puccini, Elvira
Dank für ein Beileidsschreiben zum Tode G. Puccinis. 1924
Los 2176
Schätzung
400€ (US$ 417)
Puccini, Elvira (geb. E. Bonturi), Gemahlin Giacomo Puccinis (1860-1930). Eigh. Brief m. U. "Elvira". In ital. Sprache. 31/2 S. Doppelblatt mit Trauerrand. Kl. 4to. Caris Alba 12.XII.1924.
Eigenhändiges Dankschreiben für einen Beileidsbrief zum Tode Giacomo Puccinis, der am 29. November in Brüssel verstorben war. Sie wisse ihn besonders zu würdigen angesichts der Doria-Affäre. Puccinis eifersüchtige Ehefrau hatte großes Aufsehen erregt, als sie den Komponisten eines Verhältnisses mit Doria Manfredi, einem Dienstmädchen in ihrem Hause, beschuldigte. - Stärkere Schäden im breiten Trauerrand; Mittelfalz mit Transparentpapier verstärkt.
Reger, Max, Komponist und Dirigent, Generalmusikdirektor in Meiningen (1873-1916). Eigh. Brief m. U. 3 S. Gr. 8vo. Leipzig 7.IV.1907.
Bittschreiben an einen Bekannten in Hamburg, der ihm beim Kauf einer bestimmten Sorte Cigarillos behilflich sein soll. "Ich lege Ihnen anbei die Blechschachtel in der diese Cigarillos (nicht Cigaretten) verpackt waren ... Wie Sie aus obiger Adresse ersehen werden, bin ich aus München nach Leipzig, Felixstr. 4 II gezogen u. habe ich hier die Stellung als Universitätsmusikdirektor und als Leiter einer Meisterklasse für Komposition am hiesigen kgl. Konservatorium angenommen ...". - Reger blieb bis 1911 in Leipzig. - Gelocht.
Über Konzerte und Honorare
Reger, Max (1873-1916). Eigh. Brief m. U. 5 S. 22 x 14 cm. Meiningen 28.I.1912.
Eindrucksvoller fünfseitiger Brief an einen Konzertagenten über Honorar-Forderungen. " ... ich gebe Ihnen nachstehend die Honorare: für 1 Konzert der Meininger Hofkapelle unter meiner Leitung 2000 M; sind es mehrere direkt nach einander, so kann da eine Ermäßigung auf 1800 M eintreten; natürlich kann die Meininger Hofkapelle nicht für 2000 M von Meiningen nach Berlin reisen, da spielen u. dann wieder heimreisen; da sind immer Tournéen das Einzig Richtige ... . Nun liegt mir aber sehr viel daran auch als Gastdirigent bei fremden Orchestern ... zu wirken; auch als Dirigent - d. h. Gastdirigent, bei Abonnements-Concerten ... ". Als Pianist für Kammermusikabende stehe er zur Verfügung; als Mitwirkende schlägt er u. a. Carl Friedberg, Gustav Havemann, Leonid Kreutzer und Alexander Schmuller vor. "... Was nun das Programm dieser Kammermusikabende oder der '2 Klavierigen' Abende betrifft, so ist es selbstredend daß ich nicht nur Reger, sondern auch alle andere ernsthafte Literatur spiele ... . Zu den Abenden mit 2 Klavieren bitte ich Sie noch ... Philipp Wolfrum in Heidelberg zu nehmen. ...". - Kurz bevor Reger am 1.12.1911 die Stelle als Hofkapellmeister in Meiningen angetreten hatte, unternahm er mit Philipp Wolfrum eine Bach-Tournee "an zwei Klavieren".
Rossini, Gioacchino, ital. Komponist, einer der bedeutendsten Opernkomponisten des Belcanto (1792-1868). Eigh. Brief m. U. und Adresse. 11/2 S. 4to. Florenz 8.VI.1850.
Ein interessantes Dokument über Rossinis finanzielle Haushaltung, gerichtet an Angelo Mignani in Bologna, einen Bevollmächtigten Rossinis für Finanzen, Rechts- und Musikangelegenheiten. Rossini beschäftigte gern seine Bevollmächtigten mit Bitten um Informationen über ihre Tätigkeiten und um finanzielle Abrechungen, mit der Forderung, seine Instruktionen und oft komplizierten Aufträge genau zu befolgen. Rossini war mit Mignani so zufrieden, dass er sogar in seinem Testament vorgesehen hat, dass ihm ein Geschenk gemacht werden solle. (Weinstock: Rossini, S.279, 281 und 420). Rossini gibt in seinem Brief Anweisungen, wie mit verschiedenen Zahlungen und Wechseln umgegangen werden soll. Ferner informiert er darüber, dass Donna Maria oder Marico sein Haus verlässt und er es bedauert, sie zu verlieren. Eine vollständige Transkription des Briefs und eine deutsche Übersetzung sind vorhanden.
Rossini, Gioachino
Signierte Inventarliste seines Hauses
Los 2180
Schätzung
1.400€ (US$ 1,458)
Rossini, Gioacchino (1792-1868). Eigh. Signatur unter einer Liste des Inventars eines seiner Häuser. Aktenfaszikel von 12, 15, 1 S. Folio (32 x 22 cm). (Florenz 1857).
Am 2. Juli 1853 hatte Rossini drei benachbarte Gebäude in Florenz gekauft, die einst der Familie Medici gehörten. Es waren "der Palazzo Pucci, ein sich anschließender 'pallazino', beide in der Via Largo und ein Haus in der Via dei Ginori hinter ihnen" (Weinstock, Rossini S. 282). 1857 lebte Rossini in Paris, fühlte sich dort sehr wohl und richtete dort sein Haus in der Rue Basse-du-Rempart ein. Es ist naheliegend, dass er daher kaum noch ein Interesse für seine Häuser in Florenz hatte und sich daher von Mobiliar trennte. Die vorliegenden 3 Dokumente beziehen sich auf eines seiner Häuser in der Via Larga (heute Via Cavour). Das erste von Rossini unterschriebene Dokument umfasst eine nicht datierte Auflistung und Wertermittlung von 168 Einrichtungsgegenständen, wie Tische Stühle, Schränke, Vasen, Teppiche, Uhren, Kerzenständer, Geschirr, Prozellan etc. mit einem summierten Wert von 9.057 Lire. Die zweite Liste umfasst eine Auflistung erstellt im August 1857 mit Wertschätzungen von Giuseppe Pagani mit einer Summe von 9.701 Lire und das dritte Dokument ist eine Zusammenfassung der Erlöse aus dem Verkauf des Mobilars für 8.695 Lire, datiert 30.9.1857. Interessant ist die Vorliebe von Rossini für Pleyel-Flügel, da sich ein solcher in der Auflistung unter Nr. 85 für 1066 Lire befindet und sich auch ein Pleyel-Flügel im großen Salon der in Paris von Rossini angemieteten Räumlichkeiten befand (Weinstock, Rossini S. 302).
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