Siegessäule
Aquarell auf genarbtem Papier.
33,5 x 48 cm.
Unten rechts mit Feder in Braun signiert "H. Teuber".
Eines der wichtigsten Motive Teubers: der Berliner Tiergarten im Vorfrühling, im Hintergrund die Siegessäule. In seinen Berliner Jahren seit 1922 fand der Künstler zu seinem eigenen Ausdruck. Teuber war hier an der Hochschule der Künste Schüler von Hans Meid und besuchte 1924-26 die Malklasse Karl Hofers. Zu seinen Freunden und Bekannten gehörten Ernst Wilhelm Nay, Werner Gilles, Werner Heldt, Käthe Kollwitz, Gerhard Marcks und Herbert Tucholski.
Provenienz: Sammlung Berliner Sparkasse
Maske
Lindenholz, geschnitzt sowie schwarz und rot gefasst. Um 1950.
57,5 x 33 x 22,5 cm.
Wie bereits die deutschen Expressionisten, insbesondere die Brücke-Künstler und im Speziellen Ernst Ludwig Kirchner, so ließ sich auch Christian Theunert von Masken afrikanischer Stammeskunst und den Völkern der Südsee inspirieren und erarbeitete einige Werke in Holz. Ausdrucksstarke Maske mit markanten, auffallenden Gesichtszügen und kräftigen, effektvoll gesetzten Einkerbungen, die an archaische Schöpfungen von Naturvölkern Afrikas oder der Südsee erinnert.
Provenienz: Rolf Eggert, München
Familienbesitz Theunert, Berlin
Bassenge, Auktion 98, Berlin 24.09.2011, Lot 8863
Privatbesitz Berlin
Ausstellung: Verein Berliner Künstler 1989, Nr. 3 (in den Maßangaben leicht abweichend)
Reiter
Bronze mit goldbrauner Patina. Um 1950.
36 x 26 x 27 cm.
Christian Theunert kann mit Fug und Recht zu den Mitgestaltern des künstlerischen Neuanfangs nach 1945 gezählt werden. Mit stark vereinfachten Körperformen und kräftig durchmodellierter Oberfläche gestaltet er die Reiterfigur. Der Reiter, eines der drei großen Themen von Christian Theunert, war neben dem Tänzer für ihn ein bildhauerisch-gestisches Grundmotiv. Im Reiter sieht der Künstler den Menschen, der lernt das Tier zu beherrschen und es sich Untertan zu machen. "Daß er das Tier zähmen kann, setzt voraus, daß er es versteht, sich selbst zu beherrschen. Der Traumtänzer, der dem Menschen innewohnt, ist mit der Bändigung des Tieres, das in ihm lebt, nicht fertig geworden". (Eberhard Roters, Berlinische Galerie 1985, S. 12/14). Prachtvoller Guss mit homogener Patina.
Provenienz: Nachlass Christain Theunert
Bassenge, Auktion 98, Berlin 24.09.2011, Lot 8843
Privatbesitz Berlin
Ausstellung: Berlinische Galerie 1985, Nr. 2 (Abb. S. 9)
Verein Berliner Künstler 1989, mit Abb.
Geometrische Konstruktion
Radierung und farbiger Stempeldruck auf festem Velin. 1952.
39,7 x 25,8 cm (44,8 x 28,5 cm).
Signiert "FThieler".
Wohl Drebusch R 52/5 E (von F).
Zustandsdruck der frühen Radierung in Schwarz, überdruckt mit gleichsam kristallinen, farbigen Schablonenformen in Rot und Blau in der Art eines Stempeldrucks. Die durch verschiedenfarbige und verschiedenformige Schablonen und Hochdruck veränderten Zustände der gleichbleibenden Schwarzplatte sind meist Einzeldrucke. Ausgezeichneter, farblich sehr schön abgestimmter Druck mit Rand.
Thomkins, André (1930 - 1985, Luzern)
Sieben Lithographien
7 Lithographien auf Velin. 1971-75.
Ca. 64 x 49,5 cm (Blattgröße).
Jeweils signiert "Thomkins".
Mellinghof 100, 102, 105, 107, 135-137, Griffelkunst I 183 A1-A5.
Dabei die Motive "devise", "equus=equus", "das Landregen", "burgunder", "jungfernfahrt-stapellauf", "nordheim-nordheim" und "Eltern haften für ihre Kinder". Alle erschienen bei der Griffelkunst-Vereinigung, Hamburg. Ausgezeichnete Druck mit dem vollen Rand- Beigegeben: Vier weitere signierte Lithographien von Thomkins (Mellinghoff 102, 104, 105, 107).
Méta-Matic-Zeichnung
Filzstift auf Velin. Wohl 1950er/60er Jahre.
30,2 x 19 cm.
Unten mit Bleistift signiert "& Tinguely".
In den späten 1950er Jahren entwickelte Jean Tinguely diverse Zeichenmaschinen, die sogenannten Méta-Matics. Von Hand oder auch von Elektromotoren angetrieben produzierten diese Maschinen für den Künstler zahlreiche Zeichnungen. Bei Ausstellungen konnten die Museumsbesucher die automatisierte Bildproduktion beeinflussen, indem sie selbst unterschiedliche Stifte und Papier in die Maschine einlegten. Beigegeben: Ein weiteres Blatt des Künstlers.
Summer Joy
Farbaquatinta auf festem Bütten. 1971.
27,5 x 22,2 cm (45,7 x 38,2 cm).
Signiert "Tobey", datiert und bezeichnet "H.(ors) C.(ommerce)".
Heidenheim 29.
Die Auflage in Höhe von 96 Exemplaren erschien in der Edition Gotthard de Beauclair, Frankfurt/Main. Heidenheim verzeichnet daneben fünf Exemplare "H.C." und acht Künstlerdrucke. Prachtvoller, farblich schön abgestimmter Druck mit Rand.
The unknown Pair
Farbaquatinta auf dickem Richard de Bas-Bütten. 1972.
27,8 x 27 cm (51,5 x 33,9 cm).
Signiert "Tobey", datiert und bezeichnet "Good for Print".
Heidenheim 21.
Prägnanter Zustandsdruck. Die Auflage von 96 Exemplaren erschien in der Edition Gotthard de Beauclair, Frankfurt/Main; Heidenheim verzeichnet daneben fünf Exemplare "H.C." und acht Künstlerdrucke. Prachtvoller, farbintensiver Druck mit dem vollen Rand.
Pensées Germinales
Farbige Kaltnadel auf BFK Rives-Velin. 1972.
23,7 x 14,6 cm (55 x 39,5 cm).
Signiert "Tobey" und bezeichnet "E.(preuve d´)A.(rtiste)".
Heidenheim 35.
Entstanden neben der Auflage von 150 numerierten Exemplaren, erschienen in der Edition Gotthard de Beauclair, Frankfurt am Main; Heidenheim notiert drei Exemplare "H.C." sowie zehn Künstlerdrucke. Prachtvoller, gratiger Druck mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand.
Golden Days
Farbaquatinta auf festem Richard de Bas-Velin. 1974.
23,5 x 14,5 cm (39 x 25,2 cm).
Signiert "Tobey". Auflage 90 num. Ex.
Heidenheim 40.
Die Auflage erschien in der Edition Gotthard de Beauclair, Frankfurt/Main, mit deren Blindstempel unten links. Heidenheim verzeichnet daneben sechs Exemplare "H.C." und sechs Künstlerdrucke. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, rechts mit dem Schöpfrand.
Topor, Roland
Un enfant dans le dos; Underground; Rétrospective
Los 7425
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
250€ (US$ 260)
Un enfant dans le dos; Underground; Rétrospective
3 Linolschnitte auf Velin. 1978-85.
Bis 38 x 28 cm (Blattgröße).
Alle signiert "Topor" und betitelt, 2 Blatt bezeichnet "e.(preuve d')a.(rtiste)", 1 Blatt Auflage 95 num. Ex.
Topor/Kiefer 15; 32; 50.
Prachtvolle Drucke mit breitem Rand.
Trier, Hann
Heinrich von Kleist. Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden
Los 7426
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
750€ (US$ 781)
Heinrich von Kleist. Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden
10 (8 farbige) Radierungen mit Aquatinta auf Kupferdruckpapier, je in Doppelbl. grauem Bütten mit Texten von Heinrich von Kleist sowie 2 Doppelbl. Titel und Impressum. Lose in illustr. Orig.-Pappumschlag und -schuber, in Kartonumschlag. 1958.
28 x 28,5 cm (Umschlaggröße).
Im Impressum signiert "H. Trier" und numeriert.
Gerlach-Laxner G 44.
Eines von 34 Exemplaren der Auflage B, neben der Vorzugsausgabe von 10 Mappen mit einer Original-Kupferdruckplatte (Auflage A) und sechs Exemplaren für die Mitarbeiter (Auflage C). Die Gesamtauflage betrug 50 Exemplare. Herausgegeben von Galerie der Spiegel, Köln. Prachtvolle Drucke in Schwarz bzw. diversen Farbkombinationen jeweils mit dem vollen Rand.
Ohne Titel
Heliogravüre auf gestrichenem Papier. 2004.
50 x 33 cm (52 x 41 cm).
Signiert "Rosemarie Trockel", datiert und gewidmet.
Rosemarie Trockels Kunst bezieht alle Medien - von Zeichnung über Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation bis zum Film - mit ein. Ihr kritischer Blick richtet sich gleichermaßen auf gesellschaftliche und politische Strukturen wie auf die Natur. Sie spielt mit Gegensätzen und Ambivalenzen, die sie weiter herausarbeitet. Schöner kontrastreicher Druck mit Rand.
Selbstbildnis, Studien
Bleistift auf festem Velin. Um 1984.
Ca. 49,5 x 32,3 cm.
Verso mit dem Nachlaßstempel.
Immer wieder zeichnet Tübke offene oder verdeckte Selbstportraits. Die Studien entstanden in Vorbereitung auf das lithographierte Selbstbildnis, 1984 (Tübke 145); Tübke nähert sich dem eigenen Antlitz zeichnerisch unter verschiedenen Gesichtspunkten, untersucht Details und erfasst seine Züge mit bestimmten, kurzen Bleistiftlinien, konturiert Augen- und Mundpartien, schattiert mit sorgsamen Parallelschraffuren und strukturiert mit Hilfe kleiner Abstandsmarkierungen. Verso eine weitere Bleistiftskizze des Künstlers.
Zwei Zitronen
Öl auf Leinwand, auf Holzplatte aufgezogen. Um 1977.
10,2 x 8,9 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Grau monogrammiert "U.T.".
Die Malerin Ulrike Turin war von 1973-85 Mitinhaberin der Galerie November in Berlin. Ab 1974 widmete sie sich ausschließlich dem Stillleben. Kühle Farben und Hell-Dunkel-Kontraste sorgen für eine emotionale Distanz und lassen die Bildgegebstände nahezu hyperrealistisch erscheinen. Beigegeben: Drei weitere Zeichnungen der Künstlerin.
Uecker, Günther
Kölnisch → Klause ↔ (Phobien)
Los 7433
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 391)
Kölnisch → Klause ↔ (Phobien)
Offset, mit Pinsel in Schwarz überarbeitet, auf glattem Velin. 1983.
22,8 x 14,8 cm.
Oben mittig mit Bleistift signiert "Uecker" und datiert.
Vgl. Van der Koelen L 8306.
Einladungskarte zur Ausstellung Ueckers in den Räumen der Zeitschrift "Symbol" Wolfgang Wangler, Köln im Juni 1983, mit der typographischen Schrift verso.
Ohne Titel
Radierung auf Velin. 1984.
15,8 x 15,8 cm (39,6 x 39,6 cm).
Signiert "Uecker" und datiert. Auflage 120 num. Ex.
Prachtvoller, gratiger Druck mit dem wohl vollen Rand.
Nagelkreuzung
Offset auf Bütten. 1987.
19,7 x 18,7 cm (29,6 x 21,5 cm).
Nicht bei Van der Koelen.
Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, oben mit dem Schöpfrand.
Landschaft; Schmaler Kopf
2 Lithographien (1 farbig) auf Velin. 1979/81.
67,5 x 50 bzw. 54 x 65,5 cm (Blattgröße).
Beide signiert "Uhlig" und datiert. Auflage je 200 num. Ex.
Prachtvolle Drucke mit Rand.
Quadratvariator
4 Farbserigraphien auf leichtem Karton. 1971.
40,8 x 40,8 cm.
Jeweils signiert "timm ulrichs", datiert und variierend bezeichnet "QV.-II" bzw. "QV.-V". Auflage 25 bzw. 100 num. Ex.
Prachtvolle Drucke der formatfüllenden Darstellungen in unterschiedlichen Varianten auf gelbem Grund. Beigegeben: Eine weitere signierte Farbserigraphie von Timm Ulrichs.
"3 VOLUMEN"
Collage. Farbige Kartons und Bleistift auf strukturiertem Velin. 1988.
29,7 x 20,9 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "R. Valenta", datiert und betitelt.
Mit exakten Linien komplettiert Valenta diese systematisch aufgebaute minimalistische Collage. Der tschechische Bildhauer, Maler und Graphiker war 1967 Gründungsmitglied der Gruppe „Klub der Konkretisten“ und Mitorganisator des ersten Symposiums „Räumliche Formen“ in Ostrava.
Auto
Farbige Filzstifte auf festem Velin. 1979.
23,8 x 32 cm.
Oben mittig mit Filzstift in Braun signiert "Vignes Pépé" und links datiert.
Charakteristische Zeichnung Vignes'. Anfangs Akkordeonist in Bals Musettes und Fabrikarbeiter, begann er in den 1960er Jahren, als er sich in den Pyrenäen niederließ, seine wiederkehrenden Motive mit Buntstiften zu zeichnen: Boote, Autos, Fische oder Herzen. Der Künstler Claude Massé entdeckte ihn und widmete ihm 1982 einen Artikel in den Fascicules de l'Art Brut.
Abstrakte Komposition
Aquarell auf Bütten. 1990.
16,1 x 24,7 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "VOSS", datiert sowie gewidmet.
In schwarzen Linien mit roten Abstufungen verbinden sich ineinandergreifende Zeichen und Linien zu einer Komposition. Ins Abstrakte geführt werden anhand immer wiederkehrender Farb- und Formenelemente das urbane Chaos, das Geordnete im Ungeordneten im malerischen Werk Jan Voss' thematisiert.
Vostell, Wolf
Fernseh dé-coll/age Verwischung
Los 7442
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
625€ (US$ 651)
"Fernseh dé-coll/age Verwischung"
Farbseriegraphie, aquarelliert, auf Arches-Velin. 1966.
38,6 x 50 cm (45 x 56,2 cm).
Signiert, datiert und betitelt. Auflage 100 num. Ex.
Vomm 1966:4.
Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, rechts und links mit dem Schöpfrand.
San Marco Venezia
Siebdruck auf glattem Velin. 1969.
45,2 x 60 cm (50,3 x 64,2 cm).
Signiert "Vostell". Auflage 100 num. Ex.
Vomm 1969:5.
Ausgezeichneter Druck mit Rand. Beigegeben: Eine signiertee Farbserigraphie von Wolf Vostell, "Vietnam-Sinfonie", 1971 (Vomm 1971:7).
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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