Arithmétique
Traité de Géométrie". 2 Teile in 1 Band. Französische Handschrift auf Papier
Los 233
Zuschlag
200€ (US$ 208)
NATURWISSENSCHAFTEN
"Arithmétique - Traité de Géométrie". Französische Handschrift auf Papier. 2 Teile in 1 Band. 164; 120 num. S. Mit 110 Textdiagrammen in Federzeichnungen und 1 lose eingelegte Faltbl. mit mathematischen Zeichnungen. 18 x 13 S. Pergament d. Z. (Deckel geworfen, kleine Fehlstellen bzw. Brüche an Bünden und Gelenken, fleckig) mit hs. RTitel. Frankreich 1722.
Datierte, gut lesbares Lehrbuch für die einfachere und höhere Mathematik und Geometrie, verfasst für den Unterricht. So werden Addition, Substraktion, Multiplizieren und Teilen vorgestellt, die Wurzel erklärt, bevor Flächenberechnungen folgen, von geometrischen Körpern, Kreisen, Kugeln, Pyramiden, Teatraedern, Vielecken, Kegeln, Zylindern, Globen und vieles mehr. Berücksichtigt werden dabei auch die Berechnung von Holzteilen für das Zimmermannshandwerk, von Bolzen, Zapfen, Balken und Rundhölzern, von Maßen und Gewichtseinheiten. Die zahlreichen Federzeichnungen erläutern die Texte visuell. – Gering gebräunt, nur vereinzelt fleckig, sehr sauber geschrieben und gut lesbar.
Casati, Paolo. Mechanicorum libri octo, in quibus uno eodemque principio vectis vires physicè explicantur & geometricè demonstrantur. 8 Bl., 799 S. Mit Holzschnitt-Titelvignette und zahlreichen Holzschnittillustrationen im Text. 22 x 18 cm. Halbleder des 19. Jahrunderts (gering berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Lyon, Johannes Posuel und Claudius Rigaud, 1684.
Poggendorff I, 386. Jöcher I, 1716. De Backer-Sommervogel II, 801, 11. Nicht bei Graesse, Brunet und Ebert. – Erste Ausgabe der Sammlung von acht technisch-naturkundlichen Schriften des aus Piacenza stammenden Jesuitenpaters, Mathematikers, Physikers und Astronomen Paolo Casati (1617-1707). Behandelt u. a. Gravitationskraft, Waagen, Hebelwirkung, verschiedene mechanische Bewegungen, Flaschenzug, Keile etc. – Titel und erste drei Textblatt mit hinterlegtem Randeinriss bzw. angestückter Ecke. Mal mehr, mal weniger gebräunt und braun- bzw. stockfleckig. Vor allem im oberen Rand etwas knapp beschnitten. Titel mit unauffälligem Besitzeintrag.
Euklid. Optica et catoptrica e graeco versa per Ioan. Penam. 8 Bl., 64 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke und zahlreichen schematischen Textholzschnitten. 22,5 x 14,5 cm. Pappband des frühen 19. Jahrhunderts (berieben, Rücken alt erneuert). Paris, Dionysius Duvall, 1604.
Schweiger I, 111. Vgl. Adams E 1020 (Ausgabe 1557). – Zweite Auflage der von Jean Pena (1528-1558) besorgten Ausgabe, der Erstdruck seiner Editon erschien 1557 in Paris bei Wechel, dort noch mit einem griechischsprachigem Teil, der für den vorliegenden Duvall-Druck dann vermutlich weggelassen wurde; die über den KVK nachweisbaren Exemplare alle mit unserer Kollation, gelegentlich noch mit zwei zusätzlichen, wohl weißen Schlussblatt, die bei uns fehlen. – Vor allem im Rand etwas stockfleckig, Titel auch schwach gebräunt, Vorsätze mit Exlibris und hs. Eintrag.
Fauth, Philipp. Mondatlas. Erstausgabe mit 28 losen Karten, je ca. 85 x 77 cm, Beiheft und Kartenbeilagen in OMappe. 46 x 48 cm. Bremen 1964.
Erste Ausgabe. "...Unsere Mappe mit den Karten des ersten und letzten Mondviertels ist ein Versuch, die Mondoberfläche so darzustellen, wie sie dem Auge des Beobachters im Fernrohr erscheint..." (Vorwort). – Papierbedingt etwas gebräunt, in sehr guter Erhaltung. Überaus seltenes Sammelwerk
Hermann, Leonhard David. Maslographia oder Beschreibung des schlesischen Massel im Oelß-Bernstädtischen Fürstenthum mit seinen Schauwürdigkeiten theils unterschiedlicher so wohl heydnischer, als christlicher Antiquitaeten, Monumenten und Epitaphien, theils auf dem so genannten Töppelberge gefundener sonderbahren Reliquien. 1 Bl., 7 (recte: 8) S., 4 Bl., 172 (recte: 171) S., 1 Bl., S. 173-329 (recte: 328) S., 11 Bl. Mit Kupfertitel und 17 Kupfertafeln. 20 x 15,5 cm. Leder d. Z. (stärker berieben, beschabt und bestoßen, Rücken stark lädiert, VDeckel lose, Gebrauchsspuren). Brieg und Breslau, Gottfried Gründer für Christian Brachvogel, 1711.
VD18 15303276. Poggendorff I, 1077. Jöcher II, 1540. – Erste Ausgabe der altertumskundlichen Schrift über die im niederschlesischen Massel ausgegrabenen archäologischen und mineralogischen Funde."Von Urnis oder Todten-Gefässen, Fibulis, Stylis, Nadeln oder Grieffeln, Messern, Müntzen, Donnerkeilen. Theils in, und als auch umb Massel in Regno Animali, Vegetabili, und Minerali befindlicher Naturalien, versteinter Muscheln, oder Muschel-Steinen, auch anderen figurirten Stein-Wesens, geschliffenen und polirten Steinen, wunderbahren Brunnen, Erd- Baum- und Feld-Gewächsen" (Untertitel). – Titel verso sowie einige Textblätter gestempelt, Titel zusätzlich alt gestempelt sowie mit Ziffernsignatur und Namenseintrag. Frontispiz mit kleinen Randläsuren, einige Lagen oder einzelne Blatt etwas ausgebunden oder lose. Insgesamt etwas gebräunt und braunfleckig.
Humboldt, Alexander von. Ansichten der Natur, mit wissenschaftlichen Erläuterungen. Dritte verbesserte und vermehrte Ausgabe. 2 Bände. XXIV, 362 S.; 2 Bl., 407 S. Mit gestochenem Portrait von H. Gugeler. 18 x 12 cm. Blindgeprägte Leinenbände d. Z. (Rücken ausgeblichen) mit RVergoldung. Stuttgart und Augsburg, Cotta, 1859.
Nicht bei Fiedler-Leitner. – Seltener Nachdruck der maßgeblichen Ausgabe letzter Hand von 1849, hier erweitert um das Portrait Humboldts und seine Biographie (Humboldt starb im Erscheinungsjahr dieser Ausgabe). "Diese Sammlung ist der Ertrag einer fast sechsjährigen Forschungsreise, die Humboldt über Teneriffa nach Venezuela, Kolumbien, Ekuador, Mexiko und in die USA führte: eine der umfassendsten und bedeutendsten Forschungsreisen der Geschichte, die das Natur- und Erdbild - und in weiterem Umfang auch die Kultur Mittel- und Südamerikas erschloß" (KLL 1063). Mit dem von der Forschung wenig beachteten Portrait Humboldts, gestochen von H. Gugeler. – Leicht stockfleckig. Wohlerhaltenes Exemplar einer Schlossbibliothek mit entsprechendem Stempel auf dem fl. Vorsatz sowie modernem Exlibris-Stempel.
Kurr, J(ohnann) G(ottlob). Das Mineralreich in Bildern. Naturhistorisch-technische Beschreibung und Abbildung der wichtigsten Mineralien. Zweite Auflage. VI, 63 S. Mit 24 zumeist kolorierten lithographischen Tafeln und dazugehörigen Erläuterungsblättern. 32,5 x 21 cm. Neuerer Halbleinenband (Rücken fleckig; Remboîtage). Eßlingen, J. F. Schreiber, 1869.
Zweite Ausgabe des sorgfältig illustrierten Werks, wohl hauptsächlich für die Belehrung der Jugend bestimmt. Der Mineraloge und Botaniker Johann Gottlob Kurr (1798-1870) verfasste zahlreiche Schriften. Sein größtes wissenschaftliches Verdienst liegt in der mineralogischen Erforschung der Juraformationen. "Am bekanntesten ist sein Werk Das Mineralreich in Bildern mit 22 colorirten Tafeln, in welchem Kurr den kühnen Versuch wagte, die Mineralien in ihren natürlichen Farben darzustellen. Das Buch erlebte mehrere Auflagen und wurde ins Englische und Französische übersetzt, obwol es einen eigentlichen wissenschaftlichen Werth nicht beanspruchen kann" (ADB XVII, 417). – Schwache Flecken, ein Erläuterungsblatt mit Randeinriss.
Lehmann, Johann Gottlob. Entwurf einer Mineralogie zum Dienst derer allhier in Berlin Studierenden. Zweyte und vermehrte Auflage. 5 Bl., 150 S., 1 Bl. Mit gestochener Titelvignette. 18 x 10,5 cm. Pappband d. Z. (etwas berieben, beschabt und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Berlin, Gottlieb August Lange, 1760.
VD18 10573100. Poggendorff I, 1409. ADB XVIII, 140. – Zweite Auflage der zuerst 1758 erschienenen Schrift des aus Langenhennersdorf bei Pirna stammenden Mineralogen und Geologen Johann Gottlob Lehmann (1719-1767), laut ADB ein "vorzügliches mineralogisches Werk", das drei Auflagen erlebte. "Darin weist er auf die Unzulänglichkeit des Eintheilungsprincipes der Mineralien, einseitig nach den chemischen Verhältnissen oder blos nach dem äußeren Ansehen oder nach dem Gebrauche hin, es müsse dieselbe vielmehr erfolgen nach gewissen Grundsätzen, 'die en général auf alle passen', wobei er jedoch unversehens den chemischen Eigenschaften gleichwohl den Vorrang einräumt und die Mineralien hauptsächlich nach ihrem chemischen Verhalten charakterisirt. Sehr bemerkenswerth ist seine Eintheilung der Mineralien in fünf Klassen, nämlich: 1) Erden, 2) Salze, 3) brennliche Mineralien, 4) Steine 5) Metall. Von den Erden selbst unterschied er wieder 12 Sorten: Thon, Mergel, Mondmilch, Trippel, Bolus, Seifenerde, Kreide, Steinmark, bunte Kreide, Umbra, Ocker und Gartenerde, wobei er von der Kreide das Brausen mit Säuren und die Einschlüsse von Muscheln, die er bedenklich findet, angibt etc." (ADB) – Es fehlt das gestochene Frontispiz. Titel recto et verso gestempelt und mit Signaturen, sonst sauber.
Leibniz, Gottfried Wilhelm
Sammelband mit 4 Frühschriften und 4 Gelegenheitsdrucken
Los 245
Zuschlag
50.000€ (US$ 52,083)
Sammelband aus dem Besitz des Göttinger Mathematikers Abraham Kästner
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Sammelband mit 4 Frühschriften und 4 Gelegenheitsdrucken. 19,5 x 15 cm. Pappband des frühen 19. Jahrhunderts (stärker fleckig und berieben). Verschiedene Orte und Verlage, 1666-1667.
I. Disputatio inauguralis De casibus perplexis in jure quam indultu nobiliss. & ampliss. jctorum ordinis celeberrima universitate. 36 S. Mit gestochener Titelvignette. (Altdorf), Georg Hagen, 1666. - VD17 1:009030R. - Erster Druck der bedeutenden rechtsphilosophischen Dissertation, einer Abhandlung über scheinbar unlösbare Rechtsfälle, mit der Leibniz am 5. November 1666 an der Universität Altdorf promoviert wurde. Und die den gefeierten Startschuss für seine akademische Laufbahn bilden sollte, nachdem er kurz zuvor enttäuscht seine Heimatstadt Leipzig verlassen hatte. Leibniz zeigte "einen so hohen Grad von Kenntnißreichthum und Gewandtheit, daß man ihm sofort eine außerordentliche Professur anbot. Er lehnte jedoch ab und ging nach Nürnberg." (ADB XVIII, 173f). - Die Kollation ist mehrfach fehlerhaft, das Exemplar aber so vollständig (vgl. das Digitalisat im VD17). - Es fehlt die dreieckige Drehscheibe auf der gestochenen Titelvignette, das vorhandene Stecknadelloch alt hinterlegt. Titel gestempelt, etwas stärker fleckig, im Bug alt hinterlegt und mit kleinen Randläsuren. Durchgehend mal mehr, mal weniger stock- bzw. braunfleckig.
II. Dissertatio De arte combinatoria, in qua ex arithmeticae fundamentis complicationum ac transpositionum doctrina novis praeceptis extruitur, & usus ambarum per universum scientiarum orbem ostenditur. 3 Bl., 78 S., 1 Bl. Mit Kupfertafel. Leipzig, Johann Simon Fick und Johann Polykarp Seubold, 1666. - VD17 547:667972E. Ravier 6. - Erster Druck der einflussreichen mathematischen Dissertation über die lullische Kunst der Kombinatorik, die der erst 20jährige Leibniz an der Universität Leipzig vorlegte. Von großer Seltenheit und grundlegender Bedeutung für die Entwicklung der Mathematik. "In dieser Schrift führte er einen Grundgedanken aus, welcher ihn fortan neben aller verschiedenartigsten Thätigkeit stets beseelte; nämlich er beabsichtigt unter ausdrücklicher Anknüpfung an Raimundus Lullus und Athanasius Kircher eine Zurückführung zusammengesetzter Begriffe auf einfache, welch’ letztere durch passende Charaktere auszudrücken seien und in solcher Form durch manigfache Combination und Permutation wieder zur Entdeckung neuer Wahrheiten benützt werden können" (ADB XVIII, 173f.). - Titel mit alten Streichungen in Tinte. Etwas gebräunt und stärker braunfleckig, vereinzelte Unterstreichungen, einige Blatt mit ausführlichen Annotationen in Tinte, rechte untere Ecke mit Wurmspur (teils mit geringem Blattverlust).
III. Disputatio juridica De conditionibus quam indultu amplissimi jctorum ordinis praeside viro Bartholomaeo Leonhardo Schwendendörfero. Publica censura exponit Gottfredus Guilielmus Leibnuzius. 14 Bl. Leipzig, Johann Wittigau, (1665). - VD17 12:142189G. - Erster Druck der Qualifikationsschrift, mit der Leibniz als 19jähriger Respondent unter dem Vorsitz des Präses Bartholomäus Leonhard Schwendendörffer (1631-1705) am 14. Juli 1665 in Leipzig das juristische Baccalaureat erwarb. - Gebäunt und etwas braunfleckig.
IV. Disputatio juridica posterior. De conditionibus quam indultu amplissimi jctorum ordinis praeside viro Bartholomaeo Leonhardo Schwendendörfero. Publicae censurae exponit Gottfredus Guilielmus Leibnuzius. 12 Bl. Leipzig, Johann Wiitigau, (1665). - VD17 14:054548E. - Erster Druck der Fortsetzung seiner juristischen Qualifikationsschrift, die Leibniz einen Monat später, am 17. August 1665, ebenda verteidigte. - Titel irrig an den Schluss gebunden. Etwas stärker gebräunt und braunfleckig, Blatt B3 mit Tintenfleck im Seitenrand, Schlussblatt mit kleiner Läsur im unteren Bug.
V. Gratulationes Lipsienses patronorum, fautorum, amicorum, necessariorum ad Gottfredum Guilielmum Leibnüzium. In Altorphina academia honores et privilegia doctoralia d. 12. Febr. Anni M.DC.LXVII. assumentem. 4 Bl. Nürnberg, Johann Philipp Miltenberger, (1667). - VD17 125:028882K. - Gelegenheitsdruck anlässlich Leibniz' Promotion an der Universität Altdorf. Mit 21 Gratulationen verschiedener Leipziger Freunde und Honoratioren. - Etwas stockfleckig. Druck auf festerem Papier.
VI. Gratulationes Altorfinae patronorum, fautorum, amicorum, ad Gottfredum Guilielmum Leibnüzium. In Altorphina academia honores et privilegia doctoralia d. 12. Febr. Anni MDCLXVII. assumentem. 4 Bl. (Altdorf), Georg Hagen, (1667). - VD17 125:028878Y. - Gelegenheitsdruck anlässlich Leibniz' Promotion an der Universität Altdorf. Mit 17 Gratulationen verschiedener Altdorfer Freunde und Honoratioren. - Etwas stärker stockfleckig.
VII. Ingenium bonum igneum, in nobili praecellenti clarissimoque Gottfried Wilhelm Leibnüzio Lipsiensi, iuris utriusque Baccalaureo, cum in celeberrima Norinbergensium Academia D. XII. Febr. An. C. M.DC.LXVII. Iuris utriusque Doctor iure meritoque renunciaretur deprehensum, inque honorem membri sui spectatissimi delineatum a societate conferentium Lipsiae. 4 Bl. Nürnberg, Johann Philipp Miltenberger, (1667). - VD17 125:028884Z. - Erster Druck der kleinen Festschrift zu Ehren Leibniz'. - Etwas stockfleckig.
VIII. Deo foeliciter annuente ... Joh. Philippo Schmidio & Guilelmo Gottofredo Leibnütz Lipsiensi misnico phil. Magistro et jur. Baccalaur. Omnes universtitis Altorfinae patronos, fautores, amicos ... Invitat Joh. Wolffg. Textor 3. id Febr. Anno M DC LXVII. Mehrfach gefalteter Einblattdruck. Format: 34 x 29 cm. (Altdorf), Georg Hagen, (1667). - Einblattdruck anlässlich der Inauguration von Leibniz an der Universität Altdorf am 3. Februar 1667 auf Einladung des Dekans Johann Wolfgang Textor. - Etwas stärker stockfleckig. - Von großer Seltenheit, kein Standortnachweis über den KVK. – Alle Drucke im Bug mit drei kleinen Löchern einer früheren Bindung. Unikaler Sammelband aus dem Besitz des Mathematikers und Epigrammdichters Abraham Gotthelf Kästner (1719-1800), mit dessen eigenhändigem Besitzeintrag auf dem Innenspiegel. Kästner studierte ab 1731 Jura, Philosophie, Physik, Mathematik und Metaphysik in Leipzig, habilitierte sich 1739 an der dortigen Universität und hielt in der Nachfolge Leibniz' mathematische, philosophische und juristische Vorlesungen. 1756 folgte er einem Ruf als ordentlicher Professor der Naturlehre und Geometrie nach Göttingen, wo er später die Leitung der berühmten Sternwarte übernahm und Lichtenberg und Erxleben zu seinen Kollegen zählten. Als Leibnizbewunderer verfasste Kästner 1768 einen preisgekrönten Aufsatz für die Göttinger Akademie der Wissenschaften, der ein Jahr später unter dem Titel Lobschrift auf Gottfried Wilhelm Freyherrn von Leibniz in Altenburg bei Richter erschien. –
Lohrmann, Wilhelm Gotthelf. Mondkarte in 25 Sektionen. Mit einer Beschreibung der einzelnen Karten von J. F. Julius Schmidt. Zweite Auflage. Hrsg. von Paul Ahnert. Textheft und Tafeln. 30 S., 1 Bl. Mit Porträt-Frontispiz und 25 lose Tafeln. 30 x 21 cm bzw. 32,5 x 27 cm. Zusammen in OHalbleinenmappe (leicht gebräunt bzw. lichtrandig). Leipzig, Johann Ambrosius Barth, 1963.
Vermessung und Darstellung des Mondes durch den Geodäten, Topographen, Astronomen und Meteorologen Wilhelm Gotthelf Lohrmann (1796-1840). Der Meteorologe leistete wertvolle Arbeit als Vermessungsungsinspektor in der sächsischen Landesvermessung. 1820 erwarb er ein Fernrohr und begann mit systematischen Mondbeobachtungen, ab 1824 gab er die ersten Blätter seiner Sektionskarte heraus. Das Gesamtwerk erschien erst 1878 im Verlag Barth, die Herausgabe ist vor allem ein Verdienst von Julius Schmidt (1825-1884), der erfolgreichste Mondbeobachter seiner Zeit. – Mappe etwas lichtrandig
Pascal, (Blaise). Traitez de l'equilibre des liqueurs, et de la pesanteur de la masse de l'air. (Hrsg. von F. Périer). Seconde Édition. 13 Bl., 232 S., 3 Bl. Mit Textholzschnitt und 2 gefalteten Kupfertafeln. 16,5 x 9,5 cm. Leder d. Z. mit hübscher ornamentaler RVergold., Monogrammm "F.D." am Fussende (nicht gedeutet) und RSchild. Paris, Savreux und Desprez, 1664.
Goldsmith P 581. Tchemerzine IX, 64. Maire I, 180. DSB X, 334 und 340, 13. Vgl. Dibner 143. – Ein Jahr nach der Erstausgabe erschienen, eigentlich eine Titelauflage der ersten Ausgabe, nur die Vor- und Nachstücke sind verändert. "Important subsequent edition." (DSB). "In this small, posthumous volume, Pascal correlated hydrostatics and aerostatics by simple demonstrable relationships and banished the myth that 'nature abhors a vacuum'. The relationship of barometric change and change in the weather was first outlined here. In fluid mechanics Pascal enunciated his law that pressure applied to a confined fluid is transmitted equally thru the fluid in all directions." (Dibner). – Titel mit Besitzvermerk. Leicht gebräunt, wenig fleckig.
Puissant, Louis
Tables de comparaison entre les mesures anciennes
Los 250
Zuschlag
70€ (US$ 73)
Puissant, Louis. Tables de comparaison entre les mesures anciennes du département de Lot et Garonne, et celles qui les remplacent dans le nouveau système métrique, rédigées par la Commission temporaire des poids et mesures établie près l'administration centrale : et précédées d'une Instruction abrégée sur le calcul décimal et la nouvelle nomenclature, pour en expliquer l'usage. 2 Bl., 116 S. 20,5 x 13 cm. Unbeschnittene Broschur d. Z. (etwas beschabt). Agen, de l'imprimerie du département. An VII (1798).
Sehr selten. KVK mit Nachweis von nur einem Exemplar. Der französische Geograph und Mathematiker Puissant (1769-1843) hat sich besondere Verdienste um die Erfindung einer neuen Kartenprojektion erworben. Er war Professor für Mathematik an der Ecole Centrale de Lot-et-Garonne, und später an der Militärakademie in Fontainebleau. – Etwas fleckig bzw. angestaubt. Mehrere Bl. mit zeitgenöss. handschriftl. Eintragungen und Ergänzungen.
Reinzer, Franz. Meteorologia Philosophico-Politica, in duodecim dissertationes per quaestiones meteorologicas et conclusiones politicas divisa. Nunc ... correctior edita. 2 Bl., 297 S., 1 Bl. Mit gestochenem Frontispiz und 83 emblematischen Textkupfern nach Wolfgang Joseph Katorizi. 31,5 x 20 cm. HLeder d. Z. (stärkere Gebrauchsspuren, lädiert). Augsburg, Peter Detleffs für Jeremias Wolff, 1709.
VD18 14906686. Landwehr 494. Praz 193 und 468. De Backer-Sommervogel VI, 1640, 3. – Dritte, bereits posthum gedruckte Ausgabe des zuerst 1697 bei Nepperschmidt in Augsburg erschienenen Emblembuchs; eine deutsche Übertragung folgte 1712 mit dem Untertitel Philosophische und politische Beschreib- und Erklärung der meteorischen oder in der obern Lufft erzeugten Dinge. Hauptwerk des österreichischen Jesuitenpaters Franz Reinzer (1661-1708). Behandelt in zwölf, inhaltlich zumeist Athanasius Kircher folgenden Dissertationen verschiedene Naturphänomene wie Kometen, Meteore, Blitze, Winde, ferner Fossilien, Metalle, Gewässer sowie okkulte Erdphänomene, jeweils verbunden mit einer Aufforderung an Kaiser Joseph I. nach politisch angemessenem Verhalten. – Gering fingerfleckig, sonst wohlerhalten. Die Kupfer in kräftigen Abzügen.
Besler, Basilius
Hortus Eystettensis. Gämswurz, Lavendel und Schlüsselblume
Los 254
Zuschlag
500€ (US$ 521)
TIERE UND PFLANZEN
Besler, Basilius. Hortus Eystettensis. Gämswurz, Lavendel und Schlüsselblume. 2 kolorierte Kupferstiche. 84 x 40 cm (Plattenrand). 60 x 50 cm (Rahmen). Mit Passepartout unter Glas im vergoldetem Holzrahmen. Eichstätt und Nürnberg 1613-1623.
Hübsch kolorierte Kupferstiche von Wildblumen aus Beslers berühmtem "Hortus Eystettensis". Dargestellt sind die Pflanzen "I. Doronicum" (Gämswurz), "II. Garyophyllata montana" (Bergnelkenwurz), "III. Primula veris flore pleno" (Echte Schlüsselblume), "IV. Primuls veris gemino flore" (Schlüsselblume), "I. Cyclamen Roma num", "II. Spica vulgaris flori albo" (Alpenveilchen), "III. Spica vulgaris flori caruleo" (Lavendel).
Das umfassende Pflanzenwerk "Hortus Eystettensis" ist zwischen 1613 und 1750 in mehreren Auflagen erschien und hat den fürstbischöflichen Barockgarten in Eichstätt zum Thema. Basilius Besler (1561-1629) fertigte die Zeichnungen für die insgesamt 374 Kupferstiche über einen Zeitraum von 16 Jahren an. Neben Blumen und Kräutern zeichnete er auch Gemüsesorten und neu entdeckte Pflanzen, die aus fernen Ländern mitgebracht wurden. – Kaum fleckig, sonst schöne, dekorative Exemplare.
Buhle, C. A. A.
Die Naturgeschichte in getreuen Abbildungen (Insekten)
Los 255
Zuschlag
100€ (US$ 104)
(Buhle, C. A. A.; Hrsg.). Die Naturgeschichte in getreuen Abbildungen und mit ausführlicher Beschreibung derselben. (Band I:) Insekten. 1 Bl., 482 S., 5 Bl. Mit 131 lithographischen Tafeln. Text- und Tafelband. 26 x 16,5 cm. Marmorierte Halblederbände d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit RVergoldung und 2 goldgeprägten farbigen RSchildern. Leipzig, Eduard Eisenach, (1835-)1838.
Nissen ZBI 4715. Vgl. Holzmann-Bohatta III, 6585. – Band I der von Christian Adam Adolph Buhle (1773-1856) herausgegebeben sechsbändigen Naturkunde, die neben Insekten Vögel, Säugetiere, Amphibien, Fische und Würmer behandelt. – Etwas gebräunt oder braunfleckig, sonst wohlerhalten und dekorativ gebunden.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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