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Los 8368Zangs, Herbert
Abstrakte Komposition
Auktion 111
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.500€ (US$ 2,874)
Abstrakte Komposition
Kohle auf leichtem Velinkarton. Um 1957.
60,8 x 42,7 cm.
Unten mittig mit Kohle in Schwarz signiert "Zangs".
Sehr stimmige und dem Informel nahestehende Arbeit. Herbert Zangs hat bereits Anfang der 1950er Jahre mit seinen Experimenten einen "Nullpunkt" in der Nachkriegs-Kunst angestrebt. Mit diesen Arbeiten, die weit vor denen der ZERO-Gruppe und der Arte Povera entstanden, setzte er einen wesentlichen kunstgeschichtlichen Meilenstein. Ein Großteil seiner abstrakten Arbeiten, die er überwiegend in Schwarz und Weiß fertigte, sind im ZERO-Umfeld zu verorten. Beigegeben: Zwei Farbserigraphien von Herbert Zangs.
Provenienz: Geschenk von Zangs an den Einlieferer, Ende der 1950er Jahre
Rechenzeichen
Collagierte Wellpappe und weiße Dispersionsfarbe, montiert in Objektkasten. Wohl um 1970.
91 x 72 x 7 cm.
Unten links mit Pinsel in Weiß signiert "Zangs".
Unikat. Charakteristische Arbeit aus der Gruppe der "Rechenzeichen". Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte Zangs an der Kunstakademie Düsseldorf, u. a. bei Otto Pankok. Gemeinsam mit Günter Grass, den er während des Studiums kennenlernte, war er Türsteher im Lokal Csikós in der Düsseldorfer Altstadt. Grass interessierte sich sehr für Zangs' Kriegserlebnisse und bedachte ihn in der Figur des Maler Lankes in seinem Roman "Die Blechtrommel". Von seinen zahlreichen Künstlerbekanntschaften seien hier nur die mit Joseph Beuys, Adolf Luther, Wols, Lothar Quinte und Albert Camus erwähnt. Insbesondere die ZERO-Künstler sehen in Zangs einen richtungsweisenden Bahnbrecher, der lange vor ZERO neue, verwandte Ausdrucksformen prägt und vorwegnimmt. Ab 1952 entstehen die ersten "Verweißungen", mit denen Zangs geweißte Strukturen und Alltagsgegenstände in Objekten und Collagen verarbeitet, und ab 1953/54 die ersten "Rechenzeichen-Collagen". Zangs schätzte die Rechenzeichen wegen ihrer grafischen Qualität. Seine Collagen aus dieser Werkgruppe sind mit Karton und weißer Farbe auf Wellpappe gearbeitet. Der Künstler schneidet Zeichen wie „Plus“, „Minus“ und „Mal“ aus weißer Pappe und montiert die Schablonen auf weiß grundierten Karton. Diverse Knicke und Flecken lassen die Komposition wie zufällig entstanden erscheinen.
Provenienz: Privatsammlung Bergisches Land
Los 7450Zangs, Herbert
Abstrakte Komposition
Auktion 109
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
875€ (US$ 1,006)
Abstrakte Komposition
Objekt. Dispersionsfarbe auf kleinem Pappkarton, darin Ausstellungs-Katalog von 1967.
20 x 20 x 1,5 cm.
Auf dem Objekt mit Filzstift in Dunkelblau signiert "Zangs".
Zangs studierte nach dem Zweiten Weltkrieg an der Kunstakademie Düsseldorf, u. a. bei Otto Pankok. Er war mit zahlreichen Künstlern wie Joseph Beuys, Adolf Luther, Wols, Lothar Quinte und Albert Camus befreundet. Er schuf seit 1975 seine bedeutende Werkgruppe der "Antibücher". Bei unserem kleinen Objekt handelt es sich um eine Gelegenheitsarbeit auf der Kartonschachtel eines Ausstellungskataloges der Gallery 44, Brüssel 1967.
Ohne Titel
Pinsel in Schwarz auf Zeitungspapier. 1981.
48,7 x 65,8 cm.
Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert "Zangs" und datiert.
Zeichenhafte Komposition im Wirtschaftsteil einer Zeitung, über Börsenkursen und Bekanntmachungen des Börsenvorstandes Düsseldorf. Pfeile und Schrägen, Kreuze und Plus-/Minuszeichen versinnbildlichen die Dynamik des Wertpapierhandels, eines der zentralen Motive der Marktwirtschaft. Gemeinsam mit Günter Grass, den er während des Studiums kennenlernte, war der kompromisslose Exzentriker Türsteher im Lokal Csikós in der Düsseldorfer Altstadt. Grass bedachte ihn in der Figur des Maler Lankes in seinem Roman "Die Blechtrommel".
Antibuch
Objekt. Karton, Packpapiertüten, Pergament, Dispersionsfarbe, Metallklammern und -ringe mit Bindfaden, montiert in Orig.-Objektkasten. 1975.
60 x 68,5 x 10 cm.
Auf dem Objekt zweifach mit Bleistift bzw. in die feuchte Farbe geritzt signiert "Zangs" und datiert.
Martelaere III.1.53.
Unikat. Charakteristische Arbeit, ein frühes, überweißtes "Antibuch"-Objekt Zangs'. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf, u. a. bei Otto Pankok. Gemeinsam mit Günter Grass, den er während des Studiums kennenlernte, war er Türsteher im Lokal Csikós in der Düsseldorfer Altstadt. Grass interessierte sich sehr für Zangs' Kriegserlebnisse und bedachte ihn in der Figur des Maler Lankes in seinem Roman "Die Blechtrommel". Von seinen zahlreichen Künstlerbekanntschaften seien hier nur die mit Joseph Beuys, Adolf Luther, Wols, Lothar Quinte und Albert Camus erwähnt. Ab 1952, noch vor den Arbeiten der ZERO-Künstler, entstehen die ersten "Verweißungen", mit denen Zangs geweißte Strukturen und Alltagsgegenstände in Objekten und Collagen verarbeitet. Mit der Werkgruppe der "Antibücher" beginnt Zangs 1975 und tritt 1977 auf der documenta VI damit auf.
Ohne Titel
Mischtechnik auf Karton. Um 1970.
37 x 29,8 cm.
Im Unterrand mit Farbkreide in Blau signiert "Zangs", verso weitere Komposition, dort nochmals signiert.
Ein Raster aus blauen Farbkreidelinien liegt über einer braunen Farbfläche. Studie für ein größeres Gemälde Zangs', mit Fotokopie des Zertifikats Nr. 64/1550 vom Kunstcentrum Jüchen, Juli 2015. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte Zangs an der Kunstakademie Düsseldorf, u. a. bei Otto Pankok. Gemeinsam mit Günter Grass, den er während des Studiums kennenlernte, war er Türsteher im Lokal Csikós in der Düsseldorfer Altstadt. Grass interessierte sich sehr für Zangs' Kriegserlebnisse und bedachte ihn in der Figur des Maler Lankes in seinem Roman "Die Blechtrommel". Von seinen zahlreichen Künstlerbekanntschaften seien hier nur die mit Joseph Beuys, Adolf Luther, Wols, Lothar Quinte und Albert Camus erwähnt. Verso eine weitere Komposition Zangs', Pinsel in Rot und Schwarz.
Provenienz: Atelier des Künstlers
Kunstsammlung Nina Fermen
Privatbesitz Deutschland
Ohne Titel. Aquatintaradierung, gedruckt in Blau. 43 x 16 cm (Plattenrand); 63,5 x 35,5 cm (Blattgröße). Signiert und als "E(preuve d')A(rtiste)" bezeichnet.
Prachtvoller, vollrandiger Druck, in tadelloser Erhaltung. Beigegeben: Dieselbe Graphik, gedruckt in Schwarz und Rot (beide signiert).
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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