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Los 2434Wolfskehl, Karl
Brief aus Rom an einen Herrn. 1934?
Auktion 128
Schätzung
400€ (US$ 460)
Wolfskehl, Karl, Schriftsteller und Übersetzer, George-Schüler (1869-1948). Eigh. Brief m. U. "Karl Wolfskehl". 3/4 S. Gr. 4to. Rom, Via Lombardia 40, 3.VI. o. J. (1934?).
An einen Herrn. "... Ich bin durch die großenteils unerwartete Anwesenheit vieler Bekannter so sehr in Anspruch genommen worden, daß ich jeden Tag besetzt hatte und erst heute Sie bitten kann, mir für die kommende Woche wieder einen Besuch zu erlauben. Im Falle Sie mich nicht anders bescheiden, werde ich mir erlauben, Montag, den 5.VI. gegen 4 Uhr bei Ihnen anzukommen ...". - Wolfskehl war 1933 zunächst in die Schweiz emigriert und hielt sich 1934 vorübergehend in Rom auf.
"Welt zu Welt"
- Wolfskehl, Karl, Schriftsteller, Mitglied des George-Kreises (1869-1948). Masch. Brief mit eigh. U. "K Wolfskehl". 1 S. Mit Umschlag. Quer-gr. 8vo. München, Gabelsbergerstr. 49 II, 13.II.1930.
An den in die Schweiz ausgewanderten Maler, Schriftsteller und Komponisten Karl Georg Hemmerich (1892-1979) in Vevey, Schweiz. "... Ihr Widerhall auf meinen 'Überlieferungs'-Ruf hat mich sehr stark angerührt. Nicht Sie sprechen darin zu mir, sondern Welt zu Welt. Freilich sind Sie ein Verkünder der Ihrigen wie ich wenige kenne. Über die meine - wahr, falsch, Ausgangspunkt, Tiefenpunkt, Ziel, Absicht und all das stünde ausserhalb meiner Betrachtung als unerweislich, blut- oder schaubedingt - spreche ich zu Ihnen sobald ich Zeit habe. Es wird mir nicht leicht sein, aber sehr lieb, hierin mich Ihnen ganz zu offenbaren. Und es ist mir wichtig genug, über den Anlass hinaus, ja noch über unser Beider Freundschaft hinaus ...". - Wolfskehl wohnte seit Mai 1929 in der Münchner Gabelsbergerstraße bei dem Medizinalrat Dr. H. Sartorius, prakt. Arzt und Bahnarzt. - Oberhalb des Namenszuges Einriß im Papier, wohl durch Strich mit Füllfederhalter.
- Wolfskehl, Karl, Schriftsteller, zählte zeitweilig zum George-Kreis (1869-1948). Eigh. Brief mit U. "Wolfskehl". 1 S. Gr. 4to. München, Gabelsbergerstr. 49 II, (1929).
An den ihm befreundeten Schriftsteller Oscar A(dolf) H(ermann) Schmitz (1873-1931). Schwer leserlicher Brief, von dem deshalb hier wenig wörtlich zitiert wird. Wolfstieg dankt für eine Sendung. Er habe an einen Verleger geschrieben und habe vor, eine weitere Sendung zu schicken. "... Offen und ohne Rückhalt, daß ich diesmal empfände, die ganze Gattung (wie auch die biogr. histoire romançée) nicht gutheiße und in diesem Fall Schatten und Dunkel befinde ...". Aber daß er einen Altgefährten um deswillen nicht minder liebe etc. "... Gut. - Ihre Analyse des Büchleins scheint mir sehr richtig. Ich denke eher an ein baldiges Salzburg ...". - Wolfkehl wohnte im Mai 1929 in der Münchener Gabelsbergerstraße bei dem Medizinalrat Dr. H. Sartorius, prakt. Arzt und Bahnarzt. Am Briefkopf Eintragung (von Schmitz?) "Wespennester"; das ist der Titel einer in 2 Bänden 1928-29 erschienenen Veröffentlichung von Schmitz. - Gut erhalten.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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