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"Begrüßung"
Feder in Schwarz auf festem grauen Karton. 1916.
27 x 21 cm (Ecken oben links und unten rechts angeschrägt).
Unten rechts mit Feder in Schwarz monogrammiert "W.W.", oben rechts betitelt, verso unten links bezeichnet "3.".
Laszlo S. 82.
In raumgreifender Dynamik lässt Wauer aus schmalen Dreiecksformen die Begrüßung zweier Figuren entstehen. Die kontrastreiche Wirkung der Federschraffuren in den spitzen Ecken unterstreicht die Räumlichkeit und Bewegtheit der Darstellung. William Wauer, bereits seit 1912 Mitglied der Künstlergruppe "Der Sturm" in Berlin und dort einer der engsten Mitarbeiter Herwarth Waldens, zeichnet die spitzwinklig abstrahierte Komposition noch vor seiner Zeit am Bauhaus. Beigegeben: Ein Siebdruck desselben Motivs von William Wauer, unten rechts mit der Stempelsignatur.
Provenienz: Nachlass Werner Kunze, Berlin
Privatbesitz Berlin
Ausstellung: Galerie Brockstedt, Hamburg/Berlin 2019, Kat.-Nr. 3 (mit Abb.)
Los 8196Wauer, William
Komposition mit ovalen Formen
Auktion 125
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
250€ (US$ 287)
Komposition mit ovalen Formen
Lithographie auf Velin. 1921.
34,5 x 29 cm (53 x 38 cm).
Signiert "William Wauer".
Söhn HdO 103-14.
Erschienen als Blatt 14 der III. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922, mit dem Blindstempel des Bauhaus Weimar (Lugt 2558b). Die Gesamtauflage betrug 110 Exemplare. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.
Der Sturz
Gips. 1921/wohl späterer Guss.
Ca. 43 x 17 x 19,5 cm.
Verso seitlich unten signiert "W.WAUER.".
Geschwungene Linien und harte Kanten markieren die drastische Haltung der Figur des Gestürzten: Würfelartig liegt sein Kopf zuunterst auf einem modernistisch gestalteten Sockel, Arme und Beine strampeln hilflos nach oben. Der gesamte Körper ist in stark abstrahierte, kubistische Formen gefasst. William Wauers "Sturz" diente als Modell für ein geplantes, jedoch nie realisiertes Fliegerdenkmal. Vermutlich plante er eine Monumentalfassung mit dem Schriftzug "In Memoriam" für den Wettbewerb für das Luftbrücken-Denkmal am Flughafen Tempelhof (vgl. Ursel Berger, in: William Wauer und der Berliner Kubismus, Ausst.-Kat. Kolbe Museum, Berlin 2011, S. 88f.). William Wauer war nicht nur ein bedeutender Bildhauer und Maler, ausgebildet in Dresden, Berlin und München, sondern auch tätig als Regisseur in Theater und Film, Illustrator, Verleger und Theaterkritiker. Seit 1905 lebte er in Berlin und wurde von Max Reinhardt ans Deutsche Theater geholt. 1918 bis 1925 stellte er Skulpturen in Herwarth Waldens Berliner Galerie Der Sturm aus. Dessen bekannte Monumentalbüste gilt als Hauptwerk der deutschen expressionistischen Plastik. Die genaue Entstehungszeit des Gipses ist nicht dokumentiert, es könnte sich aber um ein posthumes Exemplar handeln.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Literatur: Marc Wellmann (Hrsg.), William Wauer und der Berliner Kubismus, Ausst.-Kat. Kolbe Museum, Berlin 2011, S. 88f.
Symbolring
Silberring. Wohl 1920er Jahre.
Durchmesser ca. 23 mm.
Auf der Innenseite monogrammiert "WW" und gestempelt "800".
Das Motiv der drei einander überschneidenden Dreiecke, auch Wotansknoten genannt, verwendete Wauer später auch auf seinem Umschlag zu dem Typoskript "Das Buch von Ur" (um 1959). Der Bildhauer und Regisseur William Wauer gehörte zum Umkreis der Künstlergruppe Der Sturm um Herwath Walden und war auch für das Bauhaus tätig. 1924 gründete er die Internationale Vereinigung der Expressionisten, Kubisten, Futuristen und Konstruktivisten, später umbenannt in Die Abstrakten.
Schmetterlinge
Aquarell und Feder in Schwarz auf Zeta Mattpost-Velin. 1919.
23,6 x 29,7 cm.
Unten rechts mit Feder in Schwarz monogrammiert "W.W.", verso mit Bleistift signiert "William Wauer" und datiert.
Aus geraden Linien bildet der Künstler geschwungene Formen in dieser geometrisch abstrahierten Komposition. Die Zeichnung entstand in seiner Zeit in Herwarth Waldens Künstlergruppe "Der Sturm", dessen Mitglied er seit 1912 war. 1918 nahm er an der Ausstellung "Der Sturm" mit mehreren Skulpturen teil. In den 1920er Jahren arbeitete er am Bauhaus und beteiligte sich an der Herausgabe der dritten Bauhausmappe. 1924 gründete er die Internationale Vereinigung der Expressionisten, Kubisten, Futuristen und Konstruktivisten.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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