Artist Index: Thomas von Aquin


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Los 2481Thomas von Aquin
In metaphysicorum Arist. libros praeclarissima commentaria

Auktion 123

Zuschlag
460€ (US$ 495)

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Aristoteles. - Thomas von Aquin. In metaphysicorum Arist. libros praeclarissima commentaria. 10 nn., 213 num. Bl. Mit Holzschnittdrucker-Marke auf dem Titel und dem letzten Blatt. 32 x 21,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (berieben, fleckig, mit kleineren Fehlstellen und geworfen) mit spanischen Kanten und 3 (von 4) Verschlussbändchen. Venedig, Luca Antonio Giunta d. J., 1560.
Adams A 1462. – Erste Ausgabe des Kommentarbandes zur Metaphysik des Aristoteles von Thomas von Aquin (1225-1274). – Etwas stockfleckig und vereinzelt mit Knickspuren sowie hs. Notizen. Exlibris und hs. Besitzvermerk auf dem Vorsatz.

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Los 1500Thomas von Aquin
Cathena aurea

Auktion 122

Zuschlag
650€ (US$ 699)

Details

Thomas von Aquin. Cathena Aurea in Evangelium Luce. [Und:] Cathena Aurea in Evangelium Joannis. 2 Teile in 1 Band. 4 nn., 195 röm. num., 1 nn. Bl.; 4 nn., 166 röm. num. 2 nn. Bl. (letzte weiß). Titel in Rot und Schwarz. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Titelbordüren mit Portrait und 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. 17 x 12 cm. Kalbsleder d. Z. (berieben, Ecken beschabt, mit 2 neueren Papierrückenschildern) mit reicher ornamentaler Blindprägung und den Eignerinitialen "G A" sowie dem Bindejahr "1551" auf dem VDeckel. Lyon, Benoit Bonyn für Jacques Giunta, 1542.
Vgl. Baudrier VI, 107, 132f. und 206. Graesse VI/2, 136. Quétif I/1, 329. Nicht bei Adams und im STC. – Schöner Giunta-Druck eines Klassiker der theologischen Literatur. Der heilige Thomas von Aquin verfasste seinen Kommentar über die vier Evangelien ab 1263 im Auftrag von Papst Urban IV., indem er exegetische Zitate zahlreicher Kirchenschriftsteller kunstvoll zu einer fortlaufenden Kommentierung der Evangelientexte "verkettete". Den ehrenden Titel Cathena aurea erhielt das ursprünglich Continua expositio super IV evangelia genannte Werk schon im Mittelalter (vgl. Wetzer-Welte XI, 1632). Es wurde erstmals 1470 gedruck, zwei Lyoner Giunta-Ausgaben waren bereits 1520 und 1530 erschienen, bei der vorliegenden dritten wurden Titeleinfassung und -portrait verändert (vgl. Baudrier VI, 101), den Rahmen verwendete Giunta auch an anderer Stelle (siehe Abb. ebd. 221). Hier liegen die Kommentare zum Lukas- und zum Johannes-Evangelium vor. – Titel und fl. Vorsatz mit ausradiertem Stempel. Schwach fleckig und teils leicht gebräunt, letzte Blatt mit kleinem Feuchtigkeitsrand. Mit einigen Unterstreichungen und Schnitttitel. Das weiße Schlussblatt mit einem Gebet einer Hand des 17. Jahrhunderts. Exemplar aus dem Besitz des Mindelheimer Priesters Georg Ammersee, mit dessen eigenhändigen (gestrichenen) Besitzeintrag auf dem Titel sowie seinen Initialen "G A" auf dem Vorderdeckel. Georg Ammersee war kein ganz unbekannter Mann, als Priester in Mindelheim im Allgäu und Verfasser einer gedruckten lateinischen Grammatik wie auch einer handschriftlichen Chronik des Klosters Weihenstephan ist er in Erinnerung geblieben. In Mindelheim residierte damals Georg II. von Frundsberg (1533-1586), der Enkel des gleichnamigen berühmten "Vaters der Landsknechte". Er war selbst ein Kriegsmann und Söldnerführer, zugleich jedoch auf die kulturelle Ausstrahlung seines kleinen Hofes bedacht, an dem Kaiser Maximilian I., Martin Luther und Sebastian Münster zu Gast gewesen waren und an dem junge Adelige ihren gesellschaftlichen Schliff erhielten. Auch eine stattliche Bibliothek war vorhanden. Später ging das Exemplar in den Besitz des Kapuzinerklosters Schlanders in Südtirol über, mit entsprechendem Besitzeintrag auf dem Titel.

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Los 1431Thomas von Aquin
In omnes D. Pauli apostoli epistolas commentaria

Auktion 117

Zuschlag
500€ (US$ 538)

Details

Im Wappeneinband
Thomas von Aquin. In omnes D. Pauli apostoli epistolas commentaria. Nunc primùm, post omnes omnium editiones ... ad lectionem antiquorum codicum fideliter restituta. Labore et industria F. Remigii Florentini. 8 nn., 296 num. Bl. Mit 2 wdhl. Holzschnitt-Druckermarken. 33,5 x 20,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben, vorderes Gelenk bis zur Mitte angeplatzt, Rückdeckel mit 2 Druckspuren, ohne Schließbänder) mit Wappensupralbros. Antwerpen, Peter Beller, 1592.
Vgl. Adams A 1493 (Ausgabe ebenda 1591). Nicht im STC. – Antwerpener Druck des umfassenden zweispaltigen Kommentars zu den Paulinischen Briefen. Die große Druckermarke des seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts tätigen Antwerpener Druckers Johann Bell (gest. 1595) zeigt hier nicht wie üblich einen Schild mit der Fortuna und einem von Merkur gezogenen Schiff, sondern in einer antikisierenden Barockkartusche einen von zwei Wolkenarmen gehaltenen geflügelten Stab mit zwei Schlangen, flankiert von zwei Füllhörnern und dem Spruchband "Concordiae Fructus" (vgl. ADB II, 306). – Durchgehend gleichmäßig etwas gebräunt, Blatt q2 mit kleinem Brandloch im Satzspiegel, Blatt x8 mit kleinem Wachsfleck, Blatt Bb5 mit kleinem Randeinriss, Blatt Kk1 verso mit montiertem Notizzettel, Blatt Kk4 mit kleiner Eckläsur, sonst wohlerhalten. Titel mehrfach gestempelt, Innenspiegel mit montiertem Zettel und modernem Exlibrisschild. Exemplar in einem bemerkenswerten Wappeneinband aus der Benediktinerabtei im oberösterreichischen Garsten, mit entsprechendem Tinteneintrag auf dem Titel. Den Vorderdeckel ziert ein in rotschwarz (verblasst) geprägtes Wappen mit Mitra und Ritterhelm sowie den Initialen "IWAG", die sich als Besitzerinitialen im oberen Drittel wiederholen, das dazugehörige Bindejahr im unteren Drittel des Deckels wurde ausgeschabt. Vermutlich handelt es sich um das Wappen des zwischen den Jahren 1601 bis 1614 im Kloster Garsten als Abt amtierenden Johann Wilhelm Heller ("Iohann Wilhelm Abbas Garstensis"). Der Rückdeckel mit einer ebenfalls zweifarbig in Rot und Schwarz gedruckten Mittelplatte zeigt die Madonna mit dem Jesuskind im Arm, beide Deckel zudem mit breiter Heiligenrolle mit Bibelsprüchen.

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Los 1027Thomas von Aquin
In omnes epistolas Pauli.

Auktion 117

Zuschlag
7.000€ (US$ 7,527)

Details

Thomas de Aquino. In omnes epistolas Pauli. Hrsg. von Petrus Bergomensis. 384 nn. Bl. 2 Spalten. 53 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 20,8 x 12,4 cm. Format: 29,4 x 19,6 cm. Mit Initialspatien. Pergament vom Anfang des 18. Jahrhunderts (zum Bug hin jeweils gering wurmstichig, kaum beschabt oder bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel. Bologna, Johann Schriber, 1481.
Hain-Copinger-Reichling 1338. GW 46151. Goff T-233. Proctor 6549. Bodleian T-125. Madsen 3889. 3890. Sheppard 5330. BMC VI, 818. BSB-Ink . CBB 4749. CIH 3236. IBE 5589. IGI 9625. ISTC it00233000. Kein Exemplar in der BSB München, keines in der Staatsbibliothek Berlin, überhaupt sind nur zwei Exemplar in Deutschland nachweisbar (Augsburg und Würzburg), davon eines inkomplett, keines in der Bibliothèque Nationale, Paris. – Erste Ausgabe der "Commentaria in omnes epistolas Sancti Pauli", des letzten der großen Bibelkommentare des Thomas von Aquin, die aus seinen Vorlesungen und Predigten zu den Briefen des Apostels Paulus entstanden waren: "Feliciter incipiut comentaria clarissimi doctoris angelicique ac comis Sancti Thome de agno ordinis ... super epistolas sanctissimi gentium doctoris Pauli apostoli correcta emendataque" (Incipit). Vgl. dazu Servais Théodore Pinckaers, Das geistliche Leben des Christen - Theologie und Spiritualität nach Paulus und Thomas von Aquin. Aus dem Französischen von Hans-Werner Eichelberger, 1999.

Gedruckt in einem der Wirkungsorte des großen Scholastikers und Philosophen Bologna von dem deutschen Drucker Hans Schreiber bzw. Johann Scriber, der seine Offizin zwischen 1478 und 1481 betrieb, nachdem er zuvor in Perugia und Venedig tätig war. Etwa drei Jahre nach dem vorliegenden Druck, am 11.III.1478, ist Schriber in Bologna nachweisbar (vgl. BMC VI, XXXIV), wo er möglicherweise 1483 starb. "Firmierte und datierte Drucke lassen sich in den Jahren 1478 und 1479 nachweisen. Einige unfirmierte Drucke aus dem Jahr 1481 sowie einige unfirmierte und undatierte Kleindrucke werden ihm aufgrund von Typenvergleich zugeschrieben" (Typenrepertorium der Wiegendrucke). Die überaus individuelle, schwierige Lagenformel: A12 B8 C8 D10 E8 F6 G10 H10 I6 ab6 c10 def8 g10 hi8 k6 lm8 nop6 q8 r10 ls8 stuxyz8 r6 c8 p8 b8 aa4 bb8 cc6 dd ee ff gg4 hh ii kk6 ll4 mm6 nn4 oo6 pp8 qq10. – Gegen Anfang und Ende vereinzelt leicht wurmstichig und mit schwachen Feuchträndern, stellenweise auch im Block etwas fleckig, meist aber sehr frisch und sauber, insgesamt sehr schönes, stilvoll alt, wenn auch nicht zeitgenössisch gebunden.

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Los 1029Thomas von Aquin
Catena aurea. Basel, Michael Wenssler, 1476

Auktion 116

Zuschlag
7.000€ (US$ 7,527)

Details

INKUNABELN
Thomas de Aquino. Catena aurea. 437 (von 438; ohne das le. w.) nn. Bl. 2 Spalten. 62 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 28,1 x 19,5 cm. Format: 38,9 x 28,2 cm. Mit einigen roten Lombarden und Initialspatien. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (Gelenke unauffällig restauriert, allenthalben mit Wurmlöchern gesprenkelt, fleckig, beschabt und berieben) über schweren Holzdeckeln mit 1 (von 2) intakten Lederschließe mit 5 (statt 6) teils punzierten Messingbeschlägen. Basel, Michael Wenssler, 1476.
Hain 1332. GW 46089. Goff T-229. Proctor 7481. Pellechet 936. Borm 2589. Collijn 1025. Feigelmanas 409. Finger 910. Günther 394. Hartig 628. Kaufmann-Nabholz 168. Madsen 3886. Nentwig 29. Ohly-Sack 2669-2671. Rhodes 1705. Sack 3395. 3396. Schüling 798. BMC III, 723. BSB-Ink T-200. CIBN T-128. T-200. CIH 3231. IBE 5564. IBP 5243. IDL 4352. IGI 9516. ISTC it00229000. – Frühe Ausgabe, die vierte seit dem Erstdruck von Sweynheym und Pannartz in Rom aus dem Jahre 1470 (Hain-Copinger 1330. GW 46094. Goff T-225) von Thomas' Hauptwerk. Die Catena aurea ist eines der zentralen Werk des Thomas von Aquin (1225-1274), mit dem er einen außergewöhnlichen Kommentar zu den vier Evangelien zusammenstellt: "die Werke von als Autoritäten anerkannten Kirchenvätern und Kirchenschriftstellern durchforstete er mit Hilfe einer Anzahl von Sekretären auf markante Aussagen zum biblischen Text. Das gefundene Material verband er so geschickt, daß es - hätte er nicht stets seine Quelle offengelegt - wie die fortlaufende Auslegung eines einzigen Autors wirken konnte. Schon seine Zeitgenossen erkannten den Wert dieses Werkes, mit dem zu jedem Satz aus den Evangelien das Urteil der wichtigsten Kirchenväter eingeholt werden konnte; später erhielt es deswegen den Titel 'Goldene Kette' (Catena aurea)" (Marianne Schlosser im Online-Projekt "Catena aurea").
Der Druck des Baslers Michael Wenssler gehört zu den wichtigsten seiner Werkstatt, zusammen mit Berthold Ruppel und Bernhard Richel gehörte Wenssler zu den frühesten Druckern in Basel. Er kam aus Straßburg und hatte an der Basler Universität studiert, wo er 1462 matrikulierte, erste Druckwerke stammen aus dem Jahre 1472 (vgl. BMC III, S. 717, nicht bei Benzig, Drucker). – Erstes weißes Blatt mit Besitzvermerken (vgl. die unten erwähnte Provenienz, kleiner blauer Buntstiftnummer, ebenso wie die ersten Blätter etwas wurmstichig und mit kleinen Löchlein, angestaubt und angeschmutzt, radierter Stempel, letztes Blatt mit restauriertem Einriss, sonst nur unbedeutende Papierschäden und nur ganz vereinzelt Wurmgänge, gedruckt auf besonders festem, schweren Papier, bemerkenswert breitrandig.
Es fehlt lediglich das letzte weiße Blatt (&6), das erste weiße (a1) mit einer interessanten handschriftlichen Titelei („Apiarium patrium in quatuor evangelistas. Hoc est explicatio quatuor S. Evangelistarum ex patribus à D. Thoma theologo et scholastico acutissimo singulari judicio & diligentia collecta etcetera" und Besitzvermerk in weißer Schrift über einer schwarzen Tabula mit Beschlagwerkornament. Demnach gehörte der Band einer Veronica Sturm, die es am 3. Januar 1566 Elias Kyber von Gengenbach überreichte: „Ex liberalitate et munificentia nobilissimae ac vicentissimae matronae Veronicae Sturmiae sum Elias Kyberj Gengenbacensis 1566 3. Januarij". Auf dem vorderen Innendeckel das runde, bis auf den Lorbeerkranz ausgeschnittene Holzschnitt-Exlibris „Elias Kyberus Gengenbacensis", der es an einen Samuel Ammianus von Schaffhausen verkaufte. Dieser wiederum schenkte das kostbare Buch einem Johann Heinrich Kohlmann ("Johannes Henricus Colmannus"), dem Pastor von Oberhochstadt bei Strassburg, datiert in den April 1574 in der genannten weißen Schrift auf schwarzer Kartusche. Innenspiegel zudem mit Exlibris der Amsterdamer Ritman Library (Bibliotheca Philosophica Hermetica). Der überaus mächtige zeitgenössische Einband ist sehr individuell blindgeprägt: mit alternierenden einfachen, doppelten und breiten Rillen-Fileten und kleinen Lilienstempeln im Quadrat sowie Schriftbandstempelchen (wohl mit Marienmonogramm), wobei die Fileten zu spitzeckigen Rautenornamenten auf den Mittelspiegeln in rechteckigen Filetenkästen zusammengesetzt sind.

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Los 1032Thomas von Aquin
Summa theologiae secunda pars.

Auktion 116

Zuschlag
4.000€ (US$ 4,301)

Details

Thomas von Aquin. Summa theologiae secunda pars. 203 (statt 204; ohne das e. w.) nn. Bl. 2 Spalten. 60 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 22,4 x 13,4 cm. Format: 30,5 x 21,4 cm. Mit großer in Rot gedruckter Holzschnitt-Druckermarke am Schluss, Initialspatien mit Hunderten von eingemalten Lombarden in Blau und Rot, durchgehender Rubrizierung in Rot und Blau sowie 14-zeiliger Zierinitiale in Blau mit reichem Federwerk in Grün und Rot. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (winzige Fehlstellen, etwas fleckig, Rückdeckel oben mit ausgebrochenem Ringbeschlag) über schweren Holzdeckeln mit 1 (statt 2) Schließe und 9 (statt 10) Messingbeschlägen (Beschläge neueren Datums im Stil d. Z.). Venedig, Andreas Torresanus, Bartholomaeus de Blavis und Maphaeus de Paterbonis, 1483.
Hain-Copinger 1449. GW 46477. Goff T-205. Proctor 4700. Pellechet 1042. Bodleian T-170. D’Andrea-De Miglio 33. Hubay 1985. Mendes 1262. Sack 3448. 3449. Scardilli-Venezia 278. Voulliéme 1973. Walsh 1883. BMC V, 306. BSB-Ink T-283. CIBN T-173. CBB 3750. CIH 3270. IBE 5630. IBP 5966. IDL 4398. IGI 9582. ISTC it00205000. – Erster Thomas-Druck der Offizin des Andreas Torressanus de Asula, der den vorliegenden ersten Teil des zweiten Bandes von Thomas von Aquins "Summa theologica" zusammen mit Bartholomaeus de Blavis und Maphaeus de Paterbonis herausbrachte: "After having been associated with P. de Plasiis and B. de Blauis from August, 1480 to January, 1481, Torresanus formed a new partnership with De Blauis and Maphaeus de Paterbonis immediately afterwards" (BMC V, 304).

Aus dieser Zeit stammt dieser besonders sorgfältige Durck, der am Schluss unter dem "Registrum" mit der emblematischen Druckermarke des Venezianers in Rotdruck versehen wurde. – Ohne das erste weiße Blatt, hier mit zwei vorgeschalteten Blättern zeitgenössischen Papiers und einem handgeschriebenen Titel in schwarzer Tinte mit farbigen Initialen (Ende 19. Jahrhundert). Minimal gewellt, vereinzelt winzige Fleckchen, hier und da ganz blasse Feuchtränder, insgesamt bemerkenswert sauberes, sehr schönes und außergewöhnlich breitrandiges Exemplar dieser frühen Inkunabel vom Anfrang der achtziger Jahre. Auch die aufwendige, bis zum Schluss durchgehende Rubrizierung ist erwähnenswert, ebenso wie die große, prächtige Zierinitiale, die mit einem Stabhänger die Kolumne links begleitet und von reichstem Federwerk in Rot und Grün umspielt wird. Dabei erinnern die geometrisch-floralen Muster an Motive spätgotischen Maßwerks mit herzförmigen Lanzetten, Schwungbögen, Vierpässsen und vielem mehr.

Vorsatz mit spätgotischem Besitzvermerk "Georgius Erlbach decretor[um] doctor. Quarta pars S. thome de aqu[i]no". Es handelt sich um die reich mit Handschriften und Frühdrucken ausgestattete Bibliothek des Leukenstaller Pfarrers Georg Erlebach, auch betitelt "Georg Erlebach, doctor perpetuus vicarius ecclesie parrochialis sancti Johannis in Leukenstall Chiemensis diocesis" (vgl. u.a. Friedrich Carl Gottlob Hirsching, Versuch einer Beschreibung sehenswürdiger Bibliotheken, 1790, III/2, S. 569), modernerer privater Stempel auf dem im 19. Jahrhundert eingehefteten Blatt, sowie die erste Textseite mit einem Sinnspruch "Prosopopeya" eines Johannes Walgensberg ("Si cupis inspector cuius finis facto. Joannes Walgendsperg ego ductu appaero..." ?).

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Los 1135Thomas von Aquin
Enarrationes

Auktion 116

Zuschlag
150€ (US$ 161)

Details

Thomas von Aquin. Enarrationes, quas catenam verè avream dicunt in quatuor evangelia. 338 num., 4 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 32 x 20,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben und bestoßen, Rückdeckel mit zwei restaurierten Stellen, leicht angestaubt, ohne die beiden Bindebänder) mit hs. RSchild. Antwerpen, Stelsius, 1569.
Adams A 1482. – Bei jedem Menschen, schreibt der heilige Thomas von Aquin, läßt sich etwas finden, auf Grund dessen ihn die anderen als überlegen betrachten können gemäß den Worten des Apostels: "In Demut erachte jeder den anderen höher als sich selbst." - Durchgehend minimal gebräunt, stellenweise mit winzigen Wurmspuren; Titel mit gelöschtem hs. Besitzvermerk sowie mit zwei Bibliotheksstempeln. – Titel mit hs. Besitzvermerk, im unteren Rand mit kleinem Ausriss und etwas stärker ebenso wie die folgenden Blätter und der Innenspiegel feuchtrandig. Der Titel verso mit Montierungsresten. Stellenweise feuchtrandig, besonders am Schluss im unteren Rand mit Feuchtigkeitsschaden und gewellt. Die Blätter 40 bis 45 mit kleinem Einriss im Seitenrand. Etwas gebräunt. Ohne die Vorsätze. Die Schweinslederband stammt von dem Augsburger Buchbinder Matthäus Gärtner (vgl. Haebler, Rollen- und Plattenstempel des XVI. Jahrhunderts, I, 150, 2).

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Los 604Thomas von Aquin
De rebus publicis

Auktion 116

Zuschlag
90€ (US$ 97)

Details

Thomas von Aquin. De rebus publicis, et principum institutione, libri IV. 2 Bl., 444 S., 11 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 12 x 6 cm. Pergament d. Z. mit hs. RTitel. Leiden, Joannes Maire, 1643.
Leidener Duodezdruck seiner staatspolitischen Schrift. – Titel verso sowie ein Textblatt gestempelt. Ausgeschiedenes Bibliotheksexemplar.

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Los 1197Thomas von Aquin
Opuscula omnia

Auktion 115

Zuschlag
100€ (US$ 108)

Details

Thomas von Aquin. Opuscula omnia. Quibus adiunximus opusculum de eruditione princips, antehac nunquam impressum. 778 (von 779) S. Mit 1 (von 2) Holzschnitt-Druckermarke und 3 schematischen Textholzschnitten. 31,5 x 21 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker berieben und etwas fleckig) mit hs. RTitel. Venedig, Erben Hieronymus Scotus, 1587.
Edit 16, CNCE 48132. Nicht bei Adams und im STC. – Die Druckermarke auf dem Titel mit angesetzter Fehlstelle. Schöner zweispaltiger Antiqua-Druck mit Holzschnitt-Initialen. – Es fehlt das letzte Blatt.

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Los 1198Thomas von Aquin
Opera omnia

Auktion 115

Zuschlag
120€ (US$ 129)

Details

Thomas von Aquin. Opera omnia, summa diligentia ad exemplar Romanae impressionis restituta. Teile I-III (von 18). Mit breiter gestochener Titelbordüre, 4 Holzschnitt-Druckermarken und 3 breiten figürlichen Holzschnitt-Titelbordüren auf den Zwischentiteln. 34,5 x 23,5 cm. Pergament d. Z. (ohne Rücken, Gelenke stark wurmspurig, leicht berieben und etwas bestoßen; ohne die beiden Bindebänder). Venedig, Dominico Nicolino, 1593-1594.
STC 669. Admas A 1397. Graesse VI/2, 136. – Frühe Ausgabe. Die Bände I bis III der 18bändigen Werkausgabe, die in den Jahren 1593-1594 bei Nicolino in Venedig erschien und den ersten Teil der Summa Theologica enthält. Prächtiger zweispaltiger Druck, mit ausführlichem Kommentarsatz umgeben. Die Holzschnitt-Titelbordüre zeigt an den Seiten zwei allegorische Darstellungen der "Theologia" sowie der "Philosophia". – Titel mit gestochener Bordüre im oberen Rand feuchtrandig. Zu Beginn und am Schluss etwas stärker gebräunt und braunfleckig, sonst nur leicht gebräunt. Mit Griffregister (hier teils mit kleinen Einrissen).

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Los 1199Thomas von Aquin
Enarrationes + Beiband

Auktion 115

Zuschlag
400€ (US$ 430)

Details

Thomas von Aquin. Enarrationes, quas Cathenam vere auream dicunt, in quatuor Evangelia ... edite opera Desiderii Maheu. CCCXIII num., 4 nn., 1 w., 8 nn. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit vierteiliger Holzschnitt-Titelbordüre und Holzschnitt-Druckermarke. 32 x 21 cm. Blindgeprägter Kalbslederband des 19. Jahrhunderts im Stil d. Z. (zeitgenössische blindgeprägte Deckelbezüge aufgezogen) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild, 8 später aufgebrachten Messing-Eckbeschlägen mit Buckeln und 4 später aufgebrachten Messing-Schließbeschlägen (ohne die Schließen). Paris, Jean Petit und Poncet le Preux, 1528.
STC 64. Panzer XI, 491f., 1656. Nicht bei Adams. – Zweispaltiger Pariser Druck seiner Katenenkommentare, die unter dem Titel Catena aurea tradiert sind und eine Fülle von exegetischen Zitaten der Kirchenväter in Form eines fortlaufenden Kommentars zu den Evangelientexten enthalten. – Titel und erste Blatt mit teils angestücktem Braunfleck in der unteren rechten Ecke (außerhalb der Bordüre), Titel zudem mit drei Besitzeinträgen, einer gestrichen und einer aus dem Jahr 1641. Stellenweise etwas wasserrandig und fingerfleckig, im unteren Rand etwas feuchtfleckig, am Schluss auch mit schwachen Sporflecken, das Schlussblatt verso an zwei Stellen breit hinterlegt. Der Vordeckel des Einbands mit dem blindgeprägten Titel "Cathena Aurea". – Beigebunden: Franciscus de Puteo. Cathena aurea super Psalmos, quae ob aptissimam sententiarum connectionem merito aurea cathena dicta est ... a Francisco de Puteo edita. 10 nn., CCLII (recte: CCLXII) num. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Holzschnitt-Titelbordüre und blattgroßem Textholzschnitt. (Paris), Christian Wechel, 1530. - STC 59. Panzer VIII, 138, 1956. Nicht bei Adams. - Einer von zwei Pariser Drucken aus dem Jahr 1530, die andere Ausgabe erschien bei Guillaume Bossozel. Kommentare zu den Bibelpsalmen in Anlehnung an Thomas' Evangelienexegese. - Im unteren Rand durchgehend mit Feuchtigkeitsrand, teils mit schwachen Sporspuren

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Los 1200Thomas von Aquin
In omnes beati Pauli Apostoli epistolas, commentaria adnotationibus illustrata

Auktion 115

Zuschlag
200€ (US$ 215)

Details

Thomas von Aquin. In omnes beati Pauli Apostoli epistolas, commentaria adnotationibus illustrata ... labore F. Iacobi Alberti Castren. & à mendis non paucis repurgata ex vetustissimorum codicum collatione. 16 nn., 345 num. Bl. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 32,7 x 21 cm. Halbpergament um 1800 (Rücken minimal restauriert, neu aufgebunden, Deckel ergänzt) mit hs. RTitel und altem Schnitt-Titel unten. Paris, Jean de Roigny, 1563.
Schöne, von Jean de Roigny (1531-1564) gedruckte Ausgabe der Paulusbrief-Kommentare des Thomas von Aquin (1225-1274) mit den Kommentaren des Jacobus Albertus Castrensis. Die Druckermarke mit der hübschen Ansicht der Werkstatt des Jean de Roigny. – Teils leicht braun-, feucht- und fingerfleckig, wenige restaurierte Wurmlöcher, gelegentlich wellig und gering unfrisch. Titel mit dem hs. (einfach durchgestrichenen) Besitzvermerk eines "Rever. Jacobi Lignarij M.D.LXXI", wohl aus der Familie des französischen Barons von Barbençon, Johann von Ligne (auch Jacques Lignarius; 1525-1568), späteren Reichsgrafen von Arenberg. Von derselben Handschrift stammt der Spruch auf dem alten Vorsatz: "In te domine speravi non confundar in aeternum - 15 LXXI".

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Los 1201Thomas von Aquin
Scriptum Divi Thomae Aquinatis

Auktion 115

Zuschlag
250€ (US$ 269)

Details

Thomas von Aquin. Scriptum Divi Thomae Aquinatis doctoris angelici, in quatuor libros sententiarum magistri Petri Lombardi. 4 Teile in 2 Bänden. 32,5 x 22 cm. Pergament d. 18. Jahrhunderts (Rücken des ersten Bandes restauriert, leicht berieben und fleckig, ohne die Schließbänder). Venedig, Erben Hieronymus Scotus, 1586.
Adams A 1454. Graesse VI/2, 139. Nicht im STC. – Spätere Ausgabe. Die "Sententiae" sind das Hauptwerk des Petrus Lombardus, hier mit den Kommentaren des Thomas von Aquin. Die Kommentierung der Sentenzen wurde seit dem 13. Jahrhundert zu einem festen Bestandteil des theologischen Magisterstudiums. – Leicht gebräunt und gering stockfleckig.

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Los 1202Thomas von Aquin
Summa catholicae fidei contra gentiles

Auktion 115

Zuschlag
160€ (US$ 172)

Details

Thomas von Aquin. Summa catholicae fidei contra gentiles cum commentariis fratis Francisci Ferrariensis. 16 nn., 535 num. Bl. Mit großem figürlichen Holzschnitt auf dem Titel. 34,5 x 25 cm. Pergament d. Z. (Deckel gelöst, Rücken mit starken Gebrauchsspuren, gebräunt, ohne die Bindebänder) mit hs. RTitel. Rom, (Erben Antonio Blado), 1570.
Ausführlicher, typographisch schön gedruckter Kommentar zu der "Summa catholicae fidei contra gentiles" des Thomas von Aquin. Der zweispaltige Text ist mit Klammerglossen umgeben und von Kommentaren des italienischen Dominikaners Francesco Silvestri (1474-1528). In sich abgeschlossene Ausgabe, die gleichzeitig mit verändertem Titel "Summa contra gentiles" auch als neunter Band der Werkausgabe erschien. – Titel mit altem hs. Besitzvermerk in Sepia-Tinte, im Bug vollständig verso hinterlegt, kleine Fehlstellen im Bug, leicht gebräunt und angeschmutzt.

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Los 1203Thomas von Aquin
Summa contra gentiles

Auktion 115

Zuschlag
140€ (US$ 151)

Details

Thomas von Aquin. Summa contra gentiles. 16 Bl., 779 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Titel in Schwarz und Rot. 32,5 x 22 cm. Flexibles Pergament d. 17. Jahrhunderts (etwas berieben und fleckig) mit hs. RTitel und goldgeprägten (nur das auf vordere) Wappen auf den Deckeln. Lyon, P. Landry, 1586.
Adams A 1421. – Zweite Lyoneser Ausgabe mit dem Kommentar des Franciscus Sylvester (1474-1528), dem Hauptwerk des italienischen Theologen. – Etwas, stellenweise etwas stärker gebräunt und braunfleckig. Das Blatt 17/18 mit hinterlegtem Randeinriss.

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