Artist Index: Olivier, Ferdinand


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Los 6652Olivier, Ferdinand
Waldpartie mit Wassermühle

Auktion 126

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
4.250€ (US$ 4,885)

Details

Waldpartie mit Wassermühle.
Bleistift auf Velin, verso:Detailstudie zum Wasserrad in Bleistift. 16,5 x 21,5 cm. Wohl um 1810.

Stilistisch, insbesondere bei der Behandlung des Grases, entspricht die Zeichnung Oliviers Studie "Felsklippen am Brocken" in der Anhaltinischen Gemäldegalerie, Dessau (s. Ludwig Grote: Die Brüder Olivier und die deutsche Romantik, Berlin 1938, Abb. S. 94).

Provenienz: Wohl Kunsthandel Dr. Werner Spielmeyer, Dessau.
Privatsammlung Dessau.

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Los 6793Olivier, Ferdinand
Ideallandschaft mit zwei Bäumen und Felsmassiv

Auktion 116

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.250€ (US$ 1,437)

Details

Ideallandschaft mit zwei Bäumen und Felsmassiv.
Schwarze Kreide, schwarz eingefasst als Achteck. 13,2 x 21 cm. Unten links monogrammiert mit dem Maßwerksignet "FO". Um 1840.

Das Blatt ist ein typisches Beispiel für Ferdinand Oliviers späteren Zeichenstil. Olivier konzentriert sich in seinem Spätwerk auf eine begrenzte Anzahl von Motiven: knorrige Bäume, markante Felsformationen, Erdschollen, die er in immer neuen Variationen zu klassischen Ideallandschaften zusammenfügt. Auch die ungewöhnliche Achteckeinfassung verwendet er bei diesen Zeichnungen häufig. Als Vergleich bietet sich die 1840 datierte "Felsenlandschaft" im Frankfurter Städel an (s. Grote: Die Brüder Olivier und die deutsche Romantik, Berlin 1938, S. 338, Abb. 218).

Provenienz: Aus dem Nachlass Friedrich Oliviers, danach durch Erbfolge an
Dr. Marianne Schmidl (1890-1942), Wien (Urenkelin von Friedrich Olivier), bis 1939.
C. G. Boerner, Leipzig, Auktion am 28. April 1939, Los 6.
Städtische Galerie im Lenbachhaus, München (Inv.Nr. G 5076).
2019 an die Erben von Dr. Marianne Schmidl restituiert.

Ausstellung: Ideal und Natur. Aquarelle und Zeichnungen im Lenbachhaus 1780-1850, München, Städtische Galerie im Lenbachhaus, 1993; Saarbrücken 1994, Saarland Museum, 1994.

Literatur: Dorothee Zanker von Meyer (Bearb.): "Ideal und Natur. Aquarelle und Zeichnungen im Lenbachhaus 1780-1850", Ausst.Kat. Städtische Galerie im Lenbachhaus, Nr. 53 mit Abb.

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Los 6729 [^]Olivier, Ferdinand
Biblische Landschaft mit Jordanbrücke

Auktion 115

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
938€ (US$ 1,078)

Details

Biblische Landschaft mit Jordanbrücke.
Bleistift auf Bütten. 17 x 24 cm. Um 1840. Unten links signiert "F. v. Olivier, verso in Bleistift bez. "Der Jordan u. die Jordanbrücke/13. In der Ferne der See Merun"

Harmonisch komponierte Ideallandschaft aus dem Spätwerk des Künstlers. Ferdinand von Olivier, der selbst nie nach Italien oder Griechenland gereist ist, ließ sich von den südlichen Landschaften seines Bruders inspirieren, variierte sie und entwarf daraus die südlichen Ideallandschaften seines Spätwerks. Vergleichbare Zeichnungen bewahrt die Akademie der Bildenden Künste in Wien (s. Cornelia Reiter: Wie im wachen Traume: Zeichnungen, Aquarelle, Ölskizzen der deutschen und österreichischen Romantik, Bestandskatalog des Kupferstichkabinetts der Akademie der bildenden Künste Wien, 2006, S. 143, Nr. 331).

Provenienz: Sammlung Walter Bareiss.

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Los 6730 [^]Olivier, Ferdinand
Biblische Landschaft bei Magdala

Auktion 115

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
938€ (US$ 1,078)

Details

Biblische Landschaft bei Magdala.
Bleistift auf Bütten. 17 x 24 cm. Nach 1830. Unten links signiert "F. v. Olivier, verso in Bleistift bez. "Magdala/6. Heimath der Magdalena, links See Genezareth vorn Ruinen vielleicht aus der Zeit der Kreuzzüge".



Provenienz: Sammlung Walter Bareiss.

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Los 5492Olivier, Ferdinand
Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden. Geordnet nach den sieben Tagen der Woche.

Auktion 107

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
105.000€ (US$ 120,690)

Details

Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden. Geordnet nach den sieben Tagen der Woche, verbunden durch zwey allegorische Blätter. 8 (von 9) Kreidelithographien, eine davon mit hellbeiger Tonplatte. Je ca. 19,3 x 27,8 cm. Mit den originalen Mappendeckeln (berieben und mit Feuchtigkeitsrändern, die originalen Bindebänder teils lädiert). (1823). Nagler (Künstlerlex. 1924) Bd. 11, S. 453, aus Bötticher, S. 181, aus 2, Rümann (Ill. dt. Bü. 19. Jh.) aus 1504, Grote (Die Brüder Olivier, Berlin 1938) S. 212ff., Abb. 135, Schwarz (Anfänge Lith. Österr.) 1, 7.; Ausst. Kat. German Printmaking in the Age of Goethe, bearb. von Antony Griffiths und Frances Carey, London 1994, S. 209 - 214, Nr. 135; Giulia Bartrum und Daniel Godfrey in: Ausst. Kat. Wahlverwandtschaften, Eine englische Privatsammlung zur Kunst der Goethezeit. Weimar 2013, S. 246-265, Nr. 65.


Die Folge der "Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden" ist nicht nur das graphische Hauptwerk Ferdinand Oliviers, sondern ist gleichzeitig wohl auch der bedeutendste graphische Zyklus der deutschen Romantik. Zwei Reisen Oliviers in das Salzburger Land in den Jahren 1815 und 1817 hinterließen bei dem Künstler einen bleibenden Eindruck und führten im Anschluß (1818-1823) zur Realisierung der 9 Blatt umfassenden Folge, die naturalistische Landschaftsschilderung mit einer allegorischen Wiedergabe des christlichen Lebens verbindet.
Bei vorliegender Suite ist die komplette Folge der Wochentage mit dem Zueignungsblatt vorhanden, lediglich das allegorische Schlussblatt fehlt. Bei dem Zyklus handelt es sich um eine der nur in wenigen Exemplaren hergestellten Luxusausgaben, die laut der Anzeige in einer Berliner Zeitung von 1823 für "fürstliche und vornehme Liebhaber" gedacht war. Die einzelnen Lithographien der "Liebhaberausgabe" waren jeweils bis auf einen ganz feinen Rand beschnitten und auf einen graugrünen Karton montiert, die Blätter waren mit Lavierungen und vergoldeter Umrahmung versehen. Von den zwei allegorischen Blättern abgesehen, befand sich unter den Wochentagen jeweils der einzeilige Untertitel auf einem braunen Schild unterhalb der Darstellung. Sechs der Wochentage der vorliegenden Suite waren gerahmt und der graugrüne Untersatzkarton mit dem montierten Titelschild ist dabei leider teils oder ganz verlorengegangen: Fünf der Wochentage (Sonntag bis Donnerstag) sind auf modernem graugrünen Karton aufgelegt, der "Freitag" aus der Folge befindet sich noch auf dem Originalkarton mit der Umrahmung mit montiertem Titel, allerdings ist der Karton ringsum beschnitten, der "Sonnabend" ist noch auf der vollrandigen, originalen Montierung ebenso wie das Zueignungsblatt. Von dem allegorischen "Schlußstein" ist der originale Untersatzkarton anliegend, von den Wochentagen Sonntag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag liegen die einzeiligen Titelschilder lose bei. Sämtlich prachtvolle Drucke und - wie für die Luxusausgabe beschrieben - mit feinen Rändchen. Teils vereinzelt stockfleckig und leicht vergilbt, der "Montag" etwas stärker stockfleckig, marginale Alters- und Gebrauchsspuren, insgesamt in vorzüglicher Erhaltung. Die Serie in der für fürstliche Liebhaber gedachten edlen Präsentation ist überaus selten: zwei Exemplare existieren in der Sammlung Booth-Clibborn, London, ein weiteres im Metropolitan Museum of Art, New York, und schließlich eines im Kupferstichkabinett der Öffentlichen Kunstsammlung Basel (s. Giulia Bartrum, op. cit., S. 246). - Aus einer Baden-Württembergischen Privatsammlung.

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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