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Los 228Meyer, Ernst Julius Jacob
Versuch einer medicinischen Topographie und Statistik der Haupt- und Residenz-Stadt Dresden
Auktion 128
Schätzung
300€ (US$ 345)
Meyer, Ernst Julius Jacob. Versuch einer medicinischen Topographie und Statistik der Haupt- und Residenz-Stadt Dresden. XX, 350 S. Mit 1 gefalteten grenzkolorierten lithographischen Stadtplan von J(ohann Anton) Williard nach W. Jäger und 3 lithographischen Tafeln mit Linienkolorit. 28,5 x 21,3 cm. Grüner Halblederband d. Zt. (Kanten etwas beschabt, Ecken bestoßen) mit Romantikerrückenvergoldung, dreiseitigem Goldschnitt, blauen Vorsätzen und geprägtem Bezugspapier. Stolberg am Harz und Leipzig, B. G. H. Schmidt, 1840.
Nicht bei Hirsch-Hübotter, Wellcome und Waller. – Einzige Ausgabe. Meyer war praktischer Arzt in Berlin und zum Zeitpunkt der Publikation in Dresden, außerdem Mitglied der Dresdner "Gesellschaft für Natur- und Heilkunde". "Unter den neueren Werken dieser Art (med. Topographien) gebührt der Schift Meyer's (!) nach Umfang, Reichhaltigkeit und Sorgfalt der Anordnung unbestritten die erste Stelle. Ja, es verdient diese Stelle schon durch seine überaus interessanten statistischen Bemerkungen, die sich selbst über Gegenstände erstrecken, die man sonst in ähnlichen Werken unerörtert findet." ("H. H." in der Jen. Allg. Lit.-Zeitung, 37. Jg., 1841, Sp. 347-349). Sicherlich spielt der Rezensent damit auf die umfangreichen Abt. Flora, Fauna und Mineralien um Dresden an. Die weiteren Abschnitte behandeln u.a. Bauart der Wohnungen, nächtliche Beleuchtung, Kleidung, Nahrungsweise und Reinlichkeit der Bewohner, Vergnügungen, Moralität, Konstitution, Temperament und Charakter sowie im Besonderen natürlich das Medizinalwesen und Krankheitszustand u. Mortalität. Der vorliegende Band ist (im Gegensatz zur Normalausgabe) auf besserem, kräftigen Papier gedruckt. Stadtplan und Tafeln sind linienkoloriert, auch enthält der Stadtplan statt 42 insgesamt 89 Bezeichnungen und umfasst damit auch die Straßen der Vorstädte. Gebunden ist er von dem Dresdner Buchbinder Otto Bor(r)mann, der zwischen 1840 und 1860 in den Adressbüchern nachweisbar ist (1861 nur noch seine Witwe). – Mit gedruckter Widmung an die Königin Marie von Sachsen (1805-1877). Vorblatt mit gekröntem Monogramm-Stempel "PP". Etwas stockfleckig. Sonst schönes Exemplar der Vorzugsausgabe.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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