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Los 2744Karajan, Herbert von
Brief an seine Eltern. Nach 1937
Auktion 128
Schätzung
400€ (US$ 460)
Karajan, Herbert von (1908-1989). Eigh. Brief m. U. "Herbert". 4 S. (Kopierstift). Mit Briefkopf "Generalmusikdirektor Herbert von Karajan. Staatsoper Berlin". (Aachen, nach 1937).
An seine Eltern. "... Ich habe sehr gelacht über Mamas Brief. Ich bin eben für Euch noch immer der dumme Bub, der alles stehen lässt, alles verliert und alle können alles besser wie er. Hoffnungslos, ich werde doch wohl nie erwachsen. Sei's drum, ich danke Euch tausend mal für die Sendung. Geld geht heute ab. Das Bild von mir ist vor der Pariser Oper gemacht, es gehörte mir, ich habe es Olga nur geliehen und freue mich, dass es nun an die richtige Adresse gekommen ist ... Ich habe morgen und Freitag hier in Aachen die Missa, nächste Woche wird sie in Berlin wiederholt mit Staatskapelle und dem Chor von hier. Dann habe ich noch Februar in Berlin zu tun. Anfang März fahre ich nach Italien für die Vorproben für Florenz ...". - Da der Brief offenbar in Aachen verfasst wurde, ist der Briefkopf durchgestrichen.
Los 2627Karajan, Herbert von
Brief über einen Kritiker. 1936
Auktion 126
Zuschlag
250€ (US$ 287)
Karajan, Herbert von, einer der bedeutendsten und prominentesten Dirigenten des 20. Jhdts (1908-1989). Eigh. Brief m. U. "H. v. Karajan". 6 S. auf 3 Bl. Mit Briefkopf "Der Generalmusikdirektor der Stadt Aachen". Gr. 4to. Aachen (ca. 1936).
Umfangreicher, handschriftlicher Brief an den - nicht genannten - Komponisten, Kirchenmusiker und Musikpädagogen Franz Philipp (1890-1972), in dem er bittere Klage über einen Musikkritiker Zimmermann führt, der ihn in einem beleidigenden Brief und in mehreren Musikzeitschriften heftig angegriffen habe. Sich auf "unser letztes Konzert" beziehend, schreibt Karajan: "... Sie wissen, mit wieviel Mühe, mit wieviel Sorgfalt gearbeitet worden ist und ich darf ruhig aussprechen mit wieviel Herzblut ich dabei beteiligt war. Und immerhin hat das gesamte Publikum und die Presse das begriffen und auch gewürdigt ... Nun werden Sie auch verstehen, was für einen deprimierenden Eindruck es macht von einem Kritiker solch einen Brief wie ich hier beilege zu bekommen. Ich weiss nicht was Herrn Zimmermann veranlasst in der unverschämtesten Art seit meinem Dienstantritt in der Zeitschrift Die Musik ... in der A[llgemeinen] Musik Z.[eitung] und noch einigen anderen Blättern über mich herzuziehen. Es ist bewiesen dass er seinerzeit genau so Prof. Raabe und in der schärfsten Weise Herrn Rehmann angegriffen hat, er ist eine jener Zerstörernaturen die ihr unterdrücktes Geltungsbedürfnis in dieser Weise abreagieren. Von den anderen schmutzigsten Mitteln die er anwendet, um durch Briefe die er an alle möglichen Leute hier und auswärts schreibt, meine Stellung zu schädigen, schweige ich ganz. So weit geht er schon - dass er nicht einmal Halt macht vor Fragen der Kunstauffassung und sie gewaltsam hinunterzerren will auf das Gebiet der Rasse ... Sie werden ja in nächster Zeit wohl seine Besprechungen lesen und sich dann ein Bild darüber machen. Wenn Sie ... an irgend einer Stelle einmal auf eine dieser Strömungen stossen so bitte stellen Sie dann die betreffende Meinung richtig. Sie wissen wie man unter solchen Dingen leidet und sie einem die Ruhe zur Arbeit nehmen können ... Darf ich Ihnen noch vielmals danken über [sic] die unvergesslichen Stunden die Sie uns mit Ihren Werken bereitet haben ...". - Gelocht.
"wie Adolf Hitler immer gesagt hat"
- Masch. Brief m. U. "Herbert v Karajan". 1 S. Gr. 4to. Aachen 8.II.1936.
An den Komponisten und Kirchenmusiker mit Professorentitel Franz Philipp in Karlsruhe. Von einer Konzertreise zurückgekehrt, dankt Karajan Philipp für dessen "liebe Zeilen". "... Sie glauben gar nicht, welche Wirkung von ihnen ausging. Aus vielen Gründen und besonders weil Ihr Urteil mir in jeder Weise das Maßgebenste ist. Sie mögen bestimmt Recht haben, dass diese Rückschläge wohl notwendig sein müssen, damit wir nicht den Auftrieb und den Kampfeswillen verlieren. Nur gibt es Momente im Leben, in denen solche Dinge uns unvorbereitet und umso schmerzlicher treffen ... Ich danke Ihnen, lieber Herr Professor, nochmals von ganzem Herzen und mit aufrichtigster Verehrung und wie Adolf Hitler immer gesagt hat: 'Der Kampf geht weiter, aber diesmal mit frischem Mut und neuen Kräften' ... Heil Hitler!" - Gelocht. - Beiliegend ein Privatfoto (12 x 9 cm), das vermutlich den jungen Karajan um 1925 zeigt, sitzend, in den Händen eine Violine und den Geigenbogen.
Los 368Karajan, Herbert von
8 Fotografien, teils mit seiner Signatur,
Auktion 117
Zuschlag
400€ (US$ 460)
Karajan, Herbert von. 8 Fotografien, teils mit seiner Signatur, teils mit Signaturen anderer Künstler. 8°-4°. Berlin ca. 1955-1986.
Ein Karajan-Fanpaket. Vorhanden sind: Karajan-Porträtpostkarte um 1955 mit Signatur in blauem Kugelschreiber und zwei weitere um 1980 mit Signatur in weißer Ölkreide. - Signierstunde mit Karajan zum Philharmonie-Konzert am 25.10.1969, auf Trägerpapier signiert in blauem Filz, beiliegend das signierte Programm. - Porträtfoto Karajan beim Dirigat (22,5 x 17,5 cm, Foto Lauterwasser) und Widmungsblatt mit 5 Signaturen von Geza Ana, Christian Ferras, Dietrich Fischer-Dieskau, Gundula Janowitz sowie Karajan. Um 1970. - Foto Karajans im Tiergarten (17,6 x 12,8 cm) mit Widmung auf der Bildseite: "Meinem lieben Freund und Mitarbeiter herzlichst Herbert von Karajan". - Karajan's Ring. Farbpostkarte zur Grammophon-Pressung der Aufnahme von 1966-1970 mit Signatur auf der Bildseite (um 1975). - Probearbeit mit Mstislav Rostropovich, Postkarte mit recto Signatur des Cellisten. – Kaum Gebrauchsspuren.
Los 2364Karajan, Herbert von
2 Signaturen im Konvolut Programmhefte
Auktion 111
Zuschlag
220€ (US$ 253)
Karajan, Herbert von, weltberühmter österr. Dirigent, langjähriger Chef der Berliner Philharmoniker (1908-1989). 2 eigh. Signaturen Karajans in einem Konvolut von 57 Programmheften zu Karajan-Konzerten. 1954-1978.
Größtenteils Programme des Berliner Philharmonischen Orchesters unter Leitung Karajans. Vielfach mit hervorragenden Solisten wie Glenn Gould (1957), Clara Haskil (1956), Elisabeth Grümmer, Dietrich Fischer-Dieskau, Elisabeth Schwarzkopf u. a.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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