Artist Index: Iunianus Iustinus, Marcus


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Los 1007Iunianus Iustinus, Marcus
Fragment aus den Historiarum Philippicarum libri XLIV des Pompeius Trogus. Lateinische Handschrift auf Pergament

Auktion 127

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500€ (US$ 568)

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Sie warfen Gold und Silber in den See zur Buße
Iunianus Iustinus, Marcus. Fragment aus den Historiarum Philippicarum libri XLIV des Pompeius Trogus. Lateinische Handschrift auf Pergament. Gotica textualis. 1 Bl. Mit 29 (von 32?) Zeilen und 3 kleineren Fragmentteilen, teils mit Schrift. Schriftraum verbleibend 18,2 x 11,6 cm. Format 19,3 x 13,6 cm bzw. ca. 1 x 3 oder 1,5 x 14 cm (Schnipsel). Norditalien (?) um 1360.
Großes, textreiches Fragmentblatt aus einer der wenigen erhaltenen Handschriften des 14. Jahrhunderts, die Teile der "Epitoma historiarum Philippicarum" des Marcus Junianus Iustinus, eines römischen Historikers des 2.-3. Jahrhunderts überliefern. In seinen Texten bezieht sich Iunianus auf die "Historiae Philippicae" des Pompeius Trogus, die dieser zu Zeiten des Augustus verfasste, die er aber zu einem eigenen Œuvre komplilierte. Das vorliegende Fragment enthält eine bedeutende Passage, die vor dem Hintergrund des Verfalls des Römischen Weltreichs den Untergang verschiedener italienischer Stämme durch die Pest als Prophezeiung skizziert: "Testosagi autem cum in antiquam patriam tolosanam venissent, comprehentique pestifera lue effent, non priùs sanitatem recuperavere, quàm aruspicum responsis moniti , aurum argentumque bellis sacrilegiisque quæsitum in Tolosensem lacum mergerent, quod omne magno post tempore Caepio, Romanus consul, abstulit [...]" - übersetzt etwa: "Als die Testosagi jedoch in ihre alte Heimat Toulouse zurückkehrten und von einer verheerenden Seuche befallen wurden, hatten sie sich noch nicht von ihrer [vorigen] Krankheit erholt. Da warfen sie, gewarnt durch die Prophezeiungen der Wahrsager, das Gold und Silber, das sie durch Kriege und Sakrilege erworben hatten, in den See von Toulouse. Alles wurde nach langer Zeit von Caepio, dem römischen Konsul, wieder eingesammelt [...]".
Die Überlieferung und Lesarten des Fragments müssten wissenschaftlich überprüft werden, sie geben sicherlich interessantes Material zu neuen Erkenntnissen. – Einbandmakulatur mit entsprechenden Gebrauchsspuren, etwas gebräunt, fleckig, der Spiegel der Kolumne oben und rechts abgeschnitten, der Hauptkorpus des Textes jedoch ohne wesentliche Fehlstellen. Knickspuren, leichter Abrieb, aber insgesamt gut lesbar, mit einigen Marginal- und Interlinearglossen.

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