Artist Index: Halbe, Max


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Los 2519Halbe, Max
2 Briefe an die Wiener "Moderne Rundschau". 1890-1891

Auktion 127

Nachverkaufspreis
100€(US$ 115)

Details Los merken

Halbe, Max, Schriftsteller, anfangs dem Naturalismus, später der Neuromantik nahestehend, verkehrte in München mit vielen Schriftstellern und Künstlern (1865-1944). 2 eigh. Briefe m. U. "Max Halbe". Zus. 5 S. 8vo und gr. 8vo. Berlin 30.X.1890 bzw. Friedenau bei Berlin 6.X.1891.
Wohl beide Briefe an die Redaktion der Wiener Zeitschrift "Moderne Rundschau", der er Beiträge verschiedener Art anbietet und später das Honorar für einen gedruckten Beitrag anmahnt. "... Anbei gestatte ich mir, Ihnen zwei lyrische Producte, das eine im Hymnenstil, das andre ein lyrisches Intermezzo, zu übersenden ... Zugleich möchte ich Sie anfragen, ob Ihnen vielleicht mal ein Berliner Theaterbrief von mir erwünscht wäre. Für letzteren könnte ich freilich auf Honorar nicht verzichten. Die Zeiten sind zu schlecht. Na, aber abgesehen davon, wenn Sie also in dieser Richtung noch nicht versehen sind, aber, gesetzt Sie seien es, auch mal einen Andern zu Worte kommen lassen wollen, so stände ich Ihnen gern zur Verfügung. Bei drei 'freien' und 14 unfreien Bühnen ist der Stoff schier unerschöpflich. Ich könnte Ihnen stattdessen vielleicht auch mit dramatischer Kritik oder dem Ähnlichen aufwarten ..." [1890] - Im Oktober 1891 muß Halbe die Zahlung des Honorars für seinen im August erschienenen Beitrag "Weltstadtstimmungen" anmahnen. "... Ich thue dies um so zuversichtlicher, als ich unmöglich voraussetzen kann, daß 'die einzige östreichische Revue großen Stils', wie sich die 'Moderne Rundschau' mit Recht bezeichnen kann, geneigt sein sollte, sich ihren Honorarverpflichtungen zu entziehen." Erinnert an den hohen Anspruch und die Seriosität des Auftretens der Zeitschrift und fährt fort: "... Zum Ueberfluß endlich erinnere ich mich, bei einem Sommerbesuche in Hamburg von Herrn Baron von Liliencron [d. i. Detlef von Liliencron] als bestimmt u. ihm selbst brieflich versichert vernommen zu haben, daß die 'Mod. Rundschau' einen Honorarsatz von 8 Mk. pro Seite in Anrechnung bringt. Ich darf wohl anehmen, daß dies der 'übliche Honorarsatz' ist ..." [1891]. - Offenbar befand sich die 1890 unter dem Titel "Moderne Dichtung" gegründete Halbmonatsschrift in finanziellen Schwierigkeiten, denn 1892 stellte sie ihr Erscheinen ein.

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Los 2037Halbe, Max
2 Briefe

Auktion 118

Zuschlag
80€ (US$ 92)

Details

Halbe, Max, Schriftsteller, anfangs dem Naturalismus, später der Neuromantik nahestehend, verkehrte in München mit vielen Schriftstellern und Künstlern (1865-1944). 2 eigh. Briefe m. U. "Max Halbe". Zus. 21/2 S. Gr. 4to. München 20.XII.1904 und 9.VI.1906.
Der erste Brief an den Münchener Schriftsteller Georg Schaumberg, der ihn darauf hingewiesen hatte, dass beide eine Veröffentlichung mit dem gleichen Titel und einer verwandten Idee angekündigt hätten. "... hier haben Sie die versprochenen 'Splitter' aus den Augen anderer. Die 'Balken' im eigenen Auge sind bekanntlich schwerer zu finden. Ich kann sie Ihnen daher auch nicht schicken. Daß wir beide auf den gleichen Titel und auf eine verwandte Idee gekommen sind, ist lustig. Meine Sache beschäftigt mich übrigens auch schon seit zwei Jahren. Ich hatte die erste Konception schon vor dem 'Strom', stellte den Entwurf dann aber zurück. Nächster Tage erscheint im 'Tag' ein Münchner Brief von mir, der sich mit Panizza beschäftigt ... [20.XII.1904]. Der zweite Brief wohl an einen Redakteur, der eine Veröffentlichung über Halbe plant. Dieser sendet ihm Fotos. "... Ich nehme natürlich nicht an, daß Sie alles was ich Ihnen schicke, bringen werden ... sondern sende Ihnen die Sachen, damit Sie eine passende Auswahl daraus treffen. Die kleinen Bilder sind selbst gemacht ... Was sie darstellen, ist hinten mit Bleistift vermerkt. Von meiner Frau und Tochter liegt die neueste Aufnahme bei, die recht hübsch ist und wohl Verwendung finden könnte ... Von mir selbst drei Bilder, 1883, 1893 (Zeit der 'Jugend') und 1905 von Nik. Perscheid, dem glänzenden Leipziger oder jetzt berliner Photographen ...". - Faltenrisse und - beim zweiten Brief - auch andere kleine Randschäden.

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Los 2171Halbe, Max
11 Autographen

Auktion 110

Zuschlag
700€ (US$ 805)

Details

Halbe, Max, Schriftsteller, anfangs dem Naturalismus, später der Neuromantik nahestehend, verkehrte in München mit vielen Schriftstellern und Künstlern (1865-1944). Konvolut von 11 Autographen. Zus. 141/2 S. Verschied. Formate. (Ca. 1890) - 1921.
Ein signiertes Gedichtmanuskript "Amselschlag" (6 Strophen zu je 4 Zeilen), 2 eigh. Visitenkarten, 5 eigh. Postkarten, 2 eigh. Briefe und 1 eigh. Brief-Karte (mit Umschlag). Die Mehrzahl an den Berliner Schriftsteller John Henry Mackay, ferner 1 Brief an den Vorsitzenden der "Freien Bühne" in Stuttgart sowie je 1 Karte an Walther Eggert-Windegg und an den Redakteur Herwig. "... Wie mir Hr. W. Arent mittheilt, wären Sie nicht abgeneigt, einen Essay über seine dichterische Thätigkeit in den 'Br. Monatsbl.' zu bringen. Da ich nun grade einen solchen zur Verfügung habe, so erlaube ich mir, Ihnen denselben anbei zu übersenden. Viellleicht können Sie ihn brauchen. Sie werden von mir natürlich nur eine nach Kräften unparteiische Würdigung, keine Lobpreisung erwarten [Berlin ca. 1890] ... Anbei übersende ich Ihnen die gewünschte Empfehlung für Herrn Tiltsch. Mein Freund Leistikow ist gern bereit, falls Sie es wünschen, Sie bei Pietsch einzuführen [Berlin ca. 1891] ... Ihre 'Anarchisten' lese ich jetzt, da ich wieder in Ruhe bin, zu Ende. Sie interessiren mich aufs höchste. Sobald ich fertig bin, schicke ich sie an Herrn von Stenglin u. schreibe Ihnen noch näheres über meine Eindrücke [Ammerland 10.V.1892] ... Morgen 11 Generalprobe im Residenzth. Haben Sie Lust? [Berlin 21.IV.1893] ... Ich habe sehr bedauert, Sie nicht mehr gesehen zu haben. Ich dachte Sie noch am Verbrechertisch zu finden. Ich sende Ihnen heute den 'Eroberer' und hoffe, daß er den verschandelten Bühneneindruck bei Ihnen verbessern wird [München 24.XI.1898] ... gedenke ich Sonnabend Vormittags in Berlin Habsburger Hof einzutreffen u. werde mich freuen, am Abend ... mit Ihnen u. Bölsche bei Kempinsky [sic] zusammenzutreffen ..." [München 7.I.1904]. - Die genannte Generalprobe betraf die Uraufführung von Halbes erfolgreichstem Bühnenstück, "Jugend", die am 23. April 1893 im Berliner Residenztheater stattfand. - Der "Verbrecher"-Tisch war ein Stammtisch von Berliner Schriftstellern, darunter O. E. Hartleben, J. H. Mackay und andere dem Naturalismus nahestehende Literaten. - Halbes Tragödie "Der Eroberer", die mit Jahreszahl 1899 im Druck erschien, hatte auf der Bühne keinen Erfolg. - Das signierte Gedicht "Amselschlag" enthält am Rand Vermerke von Mackays Hand und ist vermutlich in dessen 1902 erschienener Lyriksammlung "Freunde und Gefährten" gedruckt worden. - Die 7 an Mackay gerichteten Schreiben gelocht.

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Los 2068Halbe, Max
Gedichtmanuskript 1911

Auktion 106

Zuschlag
120€ (US$ 138)

Details

Halbe, Max, Münchener Schriftsteller, vielseitiger Erzähler, ursprünglich dem Naturalismus nahestehend (1865-1944). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Max Halbe". 1 S. Gr. 4to. München 15.XII.1911.
"Herbsttag". 18 Zeilen, wohl ursprünglich in ein Gästebuch eingetragen: "Gletscherwasser, grüne Wogen / Fern vom Berggrat hergezogen, / Wie sie jach vorüberschießen, / Flüchtig winkend kaum begrüßen / Jene Birken, Eschen, Buchen, / Die sie festzuhalten suchen. / Wie sie wandern, wie sie hasten / Durch den Park, den buntgefaßten ...". - In der Ausgabe "Sämtliche Werke" (1945) unter dem Titel "Unrast" gedruckt. - Auf der Rückseite des Blattes ein eigh. Zweizeiler von Richard Voss (1851-1918): "So lange edle Frauen uns beglücken, / Wird unsre Stirn ein Kranz von Rosen schmücken. - Richard Voss, Haus Bergfrieden 20ster August 1916".

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Los 2241Halbe, Max
Brief an Ludwig Fulda + Beigabe

Auktion 105

Zuschlag
240€ (US$ 276)

Details

Halbe, Max, Dramatiker und Erzähler (1865-1944). Brief m. U. "Max Halbe". 3/4 S. Gr. 4to. München 29.VII.1937.
An den Schriftsteller und Übersetzer Ludwig Fulda (1862-1939), der als Jude 1937 nach Deutschland zurückkehrte, nicht mehr ausreisen konnte und sich schließlich 1939 das Leben nahm. Max Halbe gehörte zu den wenigen, die unbeirrt zu ihm hielten, und der vorliegende Brief Halbes zu Fuldas 75. Geburtstag ist ein schönes Beispiel von Anstand und Menschlichkeit unter menschenverachtenden Verhältnissen. "... Wenn mein Glückwunsch ... auch recht verspätet kommt, so hoffe ich doch, dass er Ihnen ein Zeichen freundschaftlichen Gedenkens an vergangene und schon darum gewiss schönere Tage gegenseitiger herzlicher Sympathie und gemeinsamen Zusammenstehens in Kunst- und Berufsfragen sein wird. Wenn die Entwicklung der Dinge unsere Wege auch leider auseinandergeführt hat, so mögen Sie doch überzeugt sein, dass meine Gefühle für Sie, für Ihr bedeutsames literarisches Wirken und für Ihre aufrechte untadelige Menschlichkeit, nach wie vor die gleichen geblieben sind. In diesem Sinne grüsse ich Sie über die Kluft hinweg, die sich äusserlich zwischen uns aufgetan hat, und wünsche Ihnen allen Segen von oben ad multos annos ...". - Dabei: Jakob Schaffner, Romanschriftsteller (1875-1944). Brief m. U. "Jakob Schaffner". 11/4 S. Gr. 8vo. Hilterfingen (bei Thun) 16.VII.1937. - Gleichfalls an Ludwig Fulda zum 75. Geburtstag. "... In Erinnerung an die Zeiten der angenehmen Zusammenarbeit mit Ihnen und an all Ihre Verdienste für das deutsche Schrifttum überhaupt im Lauf von Kämpfen und Arbeiten, von denen die meisten Jungen heute keine Ahnung haben, möcht ich unter Ihren Gratulanten nicht fehlen ...". Spricht "von der Tatsache, dass wir uns immer freuten, Ihnen irgendwo zu begegnen und von jener selbstverständlichen Sicherheit, von der wir immer getragen wurden, es in Ihnen mit einem noblen Kollegen und anständigen Zeitgenossen zu tun zu haben ...".

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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