Artist Index: Grosz, George


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Los 3156Grosz, George
Der Spiesser-Spiegel (grüner Leinenband)

Auktion 106

Zuschlag
100€ (US$ 105)

Details

Grosz, George. Der Spiesser-Spiegel. 60 Berliner Bilder nach Zeichnungen mit einer Selbstdarstellung des Künstlers. 14 S. und 60 Tafeln. 25,5 x 19 cm. Grüner Leinenband (Rücken etwas, die Ränder gering ausgeblichen) mit Goldprägung. Dresden, Carl Reissner, 1925.
Bülow 67. Lang 44. – Erste Ausgabe, hier in einem Exemplar der Variante im grünen Leinenband: "Es ist wahr, das Leben wäre sinnlos und zwecklos, wenn es nicht den einen Sinn hätte, den Kampf gegen die Dummheit und willkürliche Brutalität der heutigen Machthaber" (S. 12). – Fl. Vorsatz und Titel mit Besitzstempel, die Tafeln mit hs. Nummerierung in Bleistift. Sehr schönes und sauberes Exemplar.

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Los 3157Grosz, George
Ecce homo (Ausgabe C)

Auktion 106

Zuschlag
2.400€ (US$ 2,526)

Details

Grosz, George. Ecce Homo. 2 Bl., 1 Bl. Impressum. Mit 16 Aquarellen und 84 Lithographien von George Grosz. 36 x 26,5 cm. Illustrierter OBüttenkarton (etwas bestoßen und mit kleineren Läsuren). Berlin, Malik, 1923.
Hermann 155. Gittig 59. Herzfelde 59. Ars Libri 46. Lang 38. Bülow 54. Lewis 275. Dückers S I C. – Ausgabe C, die neben der Ausgabe A die vollständigste aller Ausgaben ist, mit den Offsetlithos und den Farboffsets nach George Grosz' Aquarellen. – Mit einigen geringfügigen Gebrauchsspuren; insgesamt gutes Exemplar.

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Los 7198Grosz, George
Er hat Hindenburg verspottet

Auktion 106

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
273€ (US$ 287)

Details

Er hat Hindenburg verspottet
Umdrucklithographie auf leichtem Karton. 1920.
23,5 x 17,5 cm (32,4 x 24,2 cm).
Dückers E 64.

Erschienen in: Pfister, Deutsche Graphiker der Gegenwart, Leipzig 1920, rückseitig typographisch betitelt und bezeichnet. Kräftiger, detailreicher Druck mit Rand.

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Los 8103Grosz, George
Selbstbildnis mit Pfeife

Auktion 106

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.976€ (US$ 3,133)

Details

Selbstbildnis mit Pfeife
Rohrfeder und Feder in Sepia auf Karopapier. 1913.
19,7 x 11,9 cm.
Verso mit dem Nachlaßstempel und der Nachlassnummer "2-112-2" sowie mit der Nr. "62".

Mit der Rohrfeder umreißt Grosz in seinem "Selbstbildnis mit Pfeife" kraftvoll die geschwungenen, runden Konturen von Kopf und Gesicht, Brille und Tabakpfeife und legt dann ein feines Gitter zarter, spitzer, energisch gezeichneter Schraffuren und Schattierungen darüber. Die Augen sind hinter den Brillengläsern im verschatteten Gesicht kaum zu erahnen, während ein von links einfallendes Licht die Mund- und Kinnpartie erhellt und betont.
Nachdem er nach seinem Studium in Dresden wieder zurück nach Berlin gezogen ist, hält sich Grosz im Jahr 1913 acht Monate in Paris auf. In demselben Jahr entstehen die beiden Radierungen "Selbstportrait (mit Brille und Schleife)" und "Selbstportrait (mit Brille)" (Dückers E7 und E8), die das Selbstbildnis zwar beide nach rechts gewandt, aber doch mit einer vergleichbaren Rundheit und Weichheit zeigen.

Einleitung

George Grosz
Zeichnungen aus einer Berliner Privatsammlung

Über viele Jahre hinweg hat der Berliner Sammler diskret die folgenden ausgefallenen, meist hocherotischen Blätter von Grosz zusammengetragen. Das zeichnerische Werk von Grosz offenbart seine immense Sicherheit im Erfassen der menschlichen Anatomie, die er schon während seiner Pariser Zeit 1913 an der Malschule von Colarossi in seinen Fünf-Minuten-Aktstudien festigt. In allen Arbeitsphasen des Künstlers entstehen erotische oder pornographische Zeichnungen. Er zeigt die üppigen Frauenkörper nie geschönt und stets mit der Aura einer ganz besonderen Sinnlichkeit. Vor allem seit dem Ende der dreißiger Jahre zeichnet er an Strand und Dünen von Cape Cod freizügige Aktdarstellungen, für die ihm oft seine Frau Eva Modell stand. Diese amerikanischen Zeichnungen wurden 1994 in Berlin zum ersten Mal ausgestellt, nachdem Blätter, wie wir sie auf den folgenden XX Seiten darstellen, vom Publikum lange abgelehnt oder in stillschweigender Zensur verheimlicht wurden. Sie wurden allesamt noch nie im Auktionshandel angeboten und stellen in dieser Vielfalt eine Sammlung von größter Seltenheit dar.

Provenienz: Privatsammlung Berlin

Ausstellung: Damals in Berlin. George Grosz, Zeichnungen der 10er und 20er Jahre, Galerie Remmert und Barth, Düsseldorf 1997, Kat.-Nr. 8 (mit Abb.)

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Los 8104Grosz, George
Groteske Szene

Auktion 106

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.968€ (US$ 4,177)

Details

Groteske Szene
Feder in Schwarz auf Bütten. 1913.
28,4 x 22,2 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Grosz", verso mit dem Nachlaßstempel und der Nachlassnummer "1-244-4" sowie mit der Nr. "625".

Mit dem spitzen Federstrich der frühen Berliner und Pariser Zeit zeichnet Grosz die skurrile Szene zwischen einer üppigen Frau und einem Affen. Sie sitzt halb entblößt mit zurückgelehntem Oberkörper, den rechten Arm hinter den Kopf geführt, das Gesicht fratzenhaft entstellt, das Hemd verrutscht. Von rechts schaukelt der Affe mit nach links durchgebogenem Körper, den Schwanz um einen angedeuteten Ast geschlungen, mit seinem Kopf zwischen die weit gespreizten Beine der Frau. Die Radierung "Trapezkünstler" (1914, Dückers E 16) zeigt die beiden Akrobaten in ganz ähnlicher Haltung: Der Mann schwingt mit durchgebogenem Oberkörper zur Frau hin und greift mit den Händen an die Reckstange zwischen die Schenkel der Frau. Bei völlig verschiedenem Inhalt sind beide Blätter in der Figurenkomposition durchaus vergleichbar.

Provenienz: Privatsammlung Berlin

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Los 8105Grosz, George
Stehender weiblicher Rückenakt

Auktion 106

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.232€ (US$ 2,349)

Details

Stehender weiblicher Rückenakt
Rohrfeder und Feder in Schwarz auf hellbraunem Velin. 1915.
40,8 x 32,5 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Grosz", verso mit dem Nachlaßstempel und der Nachlassnummer "2-36-2" sowie mit der Nr. "510".

Mit äußerster Verknappung des Striches zeichnet Grosz den stehenden weiblichen Rückenakt im Kniestück, mit angewinkelt erhobenem rechten Arm. Mit kräftigem, breitem Federstrich, der suchend immer wieder absetzt und sich differenziert, erfasst Grosz die Konturen und zeichnet den üppigen Körper ungeschönt. Im Jahr 1915 lernt Grosz John Heartfield kennen und anglisiert nun wie dieser ebenfalls seinen Namen.


Provenienz: Privatsammlung Berlin

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Los 8107Grosz, George
Stehender weiblicher Akt

Auktion 106

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.100€ (US$ 3,263)

Details

Stehender weiblicher Akt
Bleistift auf Velin. 1927.
60 x 46 cm.
Verso mit dem Nachlaßstempel und der Nachlassnummer "6-37-6".

Auch in dieser schnellen, lockeren Aktdarstellung zeigt sich Grosz als zeichnerischer Großmeister. Mit unnachahmlich sicherem Strich und wenigen, fein gesetzten Schraffuren zeigt er das üppige Modell, wie es lasziv sein Hemd über den Brüsten emporrafft. Dabei schaut sie mit leicht spöttischem Blick nach rechts aus dem Bild und wendet dem Betrachter kokett die Schönheitsflecken am Mundwinkel zu.

Provenienz: Privatsammlung Berlin

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Los 8111Grosz, George
Lovers at the Beach, Cape Cod

Auktion 106

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
9.920€ (US$ 10,442)

Details

Lovers at the Beach, Cape Cod
Öl und Mischtechnik, gefirnisst, auf Bütten. 1940.
65 x 48,2 cm.
Verso mit dem Nachlaßstempel und der Nachlassnummer "UC-337-36".

Ihr weißer Hut mit den passenden hohen Schuhen und der helle Körper des nackten Mädchens leuchten auf dem gelblichen Grund und heben sich stark vom Rest der Darstellung ab. Wie deutlich Grosz diese Rückenfigur herausstellen wollte, zeigt sich darin, dass er ihren Körper als einzigen Bildbereich nicht mit dem typischen, gelblich glänzenden Firnis bedeckt hat. "Festzuhalten bleibt, dass die Rückenfiguren zu den besten Werken dieses Themas zählen. Der Akt ist entweder im Atelier, zuweilen in erotischen Posen, mit Pantoffeln oder Seidenstrümpfen als einzige Bekleidungsstücke, oder als Akt in der Natur wiedergegeben, auch in dieser paradiesischen Nacktheit nicht selten ohne erotische oder darüber hinausgehende Anspielungen. Mit kecken Pantoletten oder Hut bekleidet, wirken die Frauen oft ausgezogen und nicht paradiesisch nackt." (Birgit Möckel, George Grosz in Amerika (1932-1959), Frankfurt u.a. 1997, S. 132). Die erotischen Szenerien, die sich hinter der hell leuchtenden Rückenfigur in ihrem Blickfeld abspielen, sind zum Teil nur schemenhaft angedeutet und scheinen in ihrer pornographischen Eindeutigkeit der Fantasie des Mädchens entsprungen.



Provenienz: Privatsammlung Berlin

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Los 8114Grosz, George
Two Nudes, Douglaston, Long Island

Auktion 106

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.480€ (US$ 2,611)

Details

Two Nudes, Douglaston, Long Island
Kohle auf Canson & Montgolfier-Bütten. 1946.
63 x 48 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Grosz", datiert und mit der Ortsangabe "Douglaston". Verso mit dem Nachlaßstempel und der Nachlassnummer "4-199-6".

Die zwei stehenden weiblichen Akte sind mit weichen Konturen und sensiblen Kohleschraffuren meisterhaft gezeichnet. Der Rückenakt links im Bild ist insgesamt stärker verschattet, Kopf und Füße bleiben bloß angedeutet. Die Frau rechts, größer und nahezu im Profil gezeichnet, trägt hochhackige Schuhe und steht auf dem linken Bein, das rechte kokett locker angewinkelt. Sie bindet sich die Haare zusammen und wendet dabei den Kopf, so dass von ihrem Gesicht lediglich die Augenpartie im Profil erkennbar ist. Seit 1933 im amerikanischen Exil, lehrt Grosz ab 1936 an der privaten Malschule in Douglaston, Long Island, bis er 1947 nach Huntington umzieht. Der Realismus in seiner Kunst dieser amerikanischen Jahre konstruiert eine weder expressiv noch surreal gezeichnete Wirklichkeit.

Provenienz: Privatsammlung Berlin

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Los 8115Grosz, George
Lotte

Auktion 106

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
744€ (US$ 783)

Details

Lotte
Lithographie auf Bütten. 1921.
48,4 x 30,2 cm (65,3 x 48,8 cm).
Signiert "Grosz". Auflage 40 num. Ex.
Dückers E 74.

Sehr schöner und kräftiger Druck, wohl auf dem vollen Bogen. Selten.

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Los 3222Grosz, George
Das neue Gesicht

Auktion 105

Zuschlag
260€ (US$ 274)

Details

Grosz, George. Das neue Gesicht der herrschenden Klasse. 60 neue Zeichnungen. 126 S., 1 Bl. 28 x 20 cm. Schwarzer OLeinenband. Berlin, Malik, 1930.
Hermann 170. Gittig 232. Lang 54. – Erste Ausgabe. Mit den S. 56-57 "Hitler, der Retter". – Sehr gutes, schönes Exemplar.

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Los 3223Grosz, George
Die Gezeichneten

Auktion 105

Zuschlag
80€ (US$ 84)

Details

Grosz, George. Die Gezeichneten. 60 Blätter aus 15 Jahren. 126 S., 1 Bl. 28 x 21 cm. Illustr. OKartonage (Umschlagzeichnung und Titel von George Grosz; etwas gebräunt). Berlin, Malik, 1930.
Hermann 163. – Erste Ausgabe. "'s riecht hier nach Pöbel" (1919). – Wohlerhaltenes Exemplar.

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Los 8091Grosz, George
Der Vergiftete

Auktion 105

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.232€ (US$ 2,349)

Details

"Der Vergiftete"
Feder in Braun auf Velin. Um 1911/12.
22,8 x 18,5 cm.
Unten links mit Bleistift signiert und betitelt.

Möglicherweise auf einer leeren, herausgerissenen Buchseite zeichnet Grosz das Ende eines Mannes. Neben dem beinahe leeren Punsch- oder Bowlengefäß, zwischen umgestürzten Flaschen und Gläsern, sitzt der vergiftete Mann auf einem Tisch. Sein Rücken ist an eine Haus- oder Truhenorgel gelehnt, die Beine sind gerade und etwas gespreizt auf dem Tisch ausgestreckt, die Arme überkreuzt mit einer weiteren leeren Giftflasche in der rechten Hand. Sein Kopf ist tief auf den Brustkorb hinabgesunken, ein wirres Liniengeflecht. Verso eine weitere Federzeichnung, Interieur (möglicherweise im Theater).
Wir danken Ralph Jentsch für seine freundlichen Auskünfte.

Provenienz: Privatsammlung Kanada

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Los 2827Grosz, George
Brief 1917 an Joachim Ragoczy

Auktion 104

Zuschlag
1.200€ (US$ 1,263)

Details

Grosz, George, Maler, Graphiker und Illustrator (1892-1959). Eigh. Brief m. U. "George Grosz" und gesiegeltem eigh. Umschlag. 1 S. Quer-4to. (Berlin) 3.X.1917.
Kalligraphisch beeindruckender Brief aus des Künstlers DaDa-Zeit an den Kollegen Joachim Rágóczy (1895-1975), der in derselben Mal- und Graphik-Klasse wie Grosz bei Emil Orlik am Berliner Kunstgewerbemuseum studierte. "... anbei gebe ich Ihnen einen Gesang aus der 'Kl. Grosz-Mappe' - was machen Sie? lassen Sie sich doch MAL sehen! aber schreiben Sie mindestens einen Tag vorher, wann Sie kommen wollen - außer Montags und Donnerstags bin ich alle Tage im Atelier bis 6 Uhr ...". - Rágóczy (Grosz schreibt "Rakoczy"), der u. a. 1920 im DaDa-Heft 6 von "Schall und Rauch" eine Anzeige für die UfA gestaltete, war später der langjährige Sekretär von Emil Orlik. - In der umfangreichen Rágóczy-Ausstellung der Galerie Bodo Niemann (1989) war der vorliegende Brief ausgestellt und im Katalog abgebildet. - Brief und Umschlag in der bei Autographen nur noch sehr selten vorkommenden, unverwechselbaren typographischen Gestaltung des frühen Grosz.

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Los 3183Grosz, George
Ecce homo (Ausgabe C)

Auktion 104

Zuschlag
900€ (US$ 947)

Details

Grosz, George. Ecce Homo. 2 Bl., 1 Bl. Impressum. Mit 16 Aquarellen und 84 Lithographien von George Grosz. 36 x 26,5 cm. Illustrierter OBüttenkarton (etwas bestoßen und beschabt). Berlin 1923.
Hermann 155. Gittig 59. Herzfelde 59. Ars Libri 46. Lang 38. Bülow 54. Lewis 275. Dückers S I C. – Ausgabe C, die neben der Ausgabe A die vollständigste aller Ausgaben ist, mit den Offsetlithos und den Farboffsets nach George Grosz' Aquarellen. – Durchgehend stärker stock- und braunfleckig, mit einigen kleinen Einrissen und Gebrauchsspuren.

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 24% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

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