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Grimm, Wilhelm. Die Deutsche Heldensage. VI S., 1 Bl., 425 S. 19,5 x 12 cm. Pappband d. Z. (etwas fleckig und berieben, Gelenke auch leicht beschabt) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Göttingen, Dieterich, 1829.
Hirschberg 177. Borst 1585. Neufforge 107. Bibl. Grimm 126. – Erste Ausgabe des wissenschaftlichen Hauptwerks. "Mit seiner Deutschen Heldensage hat Wilhelm Grimm einen der wichtigsten Beiträge zur deutschen Sagenforschung geleistet" (KLL II,1051). – Etwas stockfleckig, anfangs und am Schluss gebräunt. Innenpiegel mit montiertem Exlibris und Tintenabklatsch.
Los 2075Grimm, Wilhelm
Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen
Auktion 119
Zuschlag
200€ (US$ 227)
Grimm, Wilhelm (Übers.). Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen. XL, 545 S. Mit Kupfertitel von Ludwig Emil Grimm nach einer Federzeichnung von Albrecht Dürer. 20 x 12 cm. Pappband d. Z. (Gelenke etwas beschabt; Deckel im Stil der Zeit erneuert) mit Rückenfileten und goldgeprägtem RSchild. Heidelberg, Mohr und Zimmer, 1811.
Goedeke I, 172. Borst 1133. Neufforge 410. Stoll 242. – Erste Ausgabe der ersten selbständigen Buchveröffentlichung Wilhelm Grimms. Mit gedruckter Widmung an Ludwig Achim von Arnim und Clemens Brentano. Die Sammlung sollte ursprünglich als Band IV des Wunderhorn erscheinen. Enthält neben 14 Heldenliedern 91 Balladen und Märchen und bereitet damit das Erscheinen der Kinder- und Hausmärchen im Folgejahr vor. Der gestochene Titel mit dem ankolorierten Schmetterling stammt von Ludwig Emil Grimm. – Innenspiegel mit montiertem Exlibirs. Sauberes und wohlerhaltenes Exemplar.
Los 2076Grimm, Wilhelm
Konvolut von 3 mediävistischen Textausgaben in Erstdrucken
Auktion 119
Zuschlag
160€ (US$ 182)
Grimm, Wilhelm (Hrsg.). Konvolut von 3 mediävistischen Textausgaben in Erstdrucken. Oktavo. Verschiedene Einbände. Göttingen, Heinrich Dieterich, 1834-1841.
I. Vridankes Bescheidenheit. CXXX S., 3 Bl., 438 S., 1 w. Bl. Moderner marmorierter Pappband mit RSchild. Göttingen 1834. - Goedeke I, 165. - Etwas gebräunt und stockfleckig. - II. Ruolandes Liet. 5 Bl., CXXVIII, 346 S. Marmorierter Pappband (Gelenke etwas beschabt) mit RSchild. Göttingen 1838. - Goedeke I, 65. - Ohne die dreizehn Tafeln und das Faksmile. Titel mit modernem Besitzeintrag, durchgehend mit Anmerkungen in Bleistift. - III. Konrad von Würzburg Silvester. XX S., 1 Bl., 169 S. Mit Faksimiletafel. Moderner Pappband. Göttingen 1841. - Goedeke I, 216, 3. - Vorderes Gelenk geplatzt. Etwas stockfleckig, unbeschnittenes Exemplar.
"die Zwehrner Märchenfrau"
Grimm, Wilhelm, Bruder Jacob Grimms, Germanist, Sagenforscher, Märchensammler und Editor, Universitätsprofessor, einer der "Göttinger Sieben" (1786-1859). 6 eigh. Briefe m. U. "W. C. Grimm", davon 2 mit Adresse und Siegel. Zus. 21 S. 4to. Kassel 1815-1816.
Sehr inhaltsreiche Briefe an seinen vertrauten Freund, den Philosophen David Suabedissen 1773-1835), der seit kurzem als Erzieher des hessischen Kurprinzen Friedrich Wilhelm in Leipzig lebte. Die Briefe zeichnen ein lebendiges Bild vom Wirken und Denken Wilhelm Grimms vor dem Hintergrund der geistesgeschichtlichen und politischen Entwicklung nach den Befreiungskriegen. "... Ihre Lage dort kann ich mir so ziemlich denken, zum Glück kommt das Unbequeme, wie an einem neuen Rock, gewöhnlich zuerst und allmählig legt sichs etwas nach dem Leib ... Mir geht es wie sonst, nur noch einsamer und ich habe niemanden mehr, zu dem ich vertraulich reden könnte oder wollte; der brave Gerling ist der einzige, zu dem ich zuweilen mit Vergnügen gehe. Jeden Tag werde ich an Ihre Abwesenheit erinnert ... es ist eine der schmerzlichsten Empfindungen von der Welt, die einem wie ein Meßer durch die Seele schneidet. Selbst an unserer alten Wohnung bin ich so vorbeigegangen, wo wir noch zusammen mit unserer lieben Mutter waren. Das Leben einer Wittwe mit ihren Kindern hat etwas sehr schönes und zutrauliches und ich weiß noch recht gut, wie bei dem Tode meines Vaters mich dieser Gedanke von einem festeren Zusammenleben getröstet hat ... Übrigens scheint mir unser Schicksal zu schwanken, da ich wohl sehe, daß mein Bruder, den ich in kurzem erwarte, sich gefaßt halten muß, seinen Abschied zu fordern ..." [15.XII.1815]. Im September war Jacob Grimm, seit 1813 hessischer Legationssekretär, in diplomatischer Mission nach Paris gereist.
"... Unsere Lage ist noch immer ungewiß. Mein Bruder ist nicht wieder angestellt, aber auch nicht entlaßen, da man ihm seine Besoldung noch zahlt. Er ist eben auf ein paar Tage nach Göttingen. Ich gebe nicht gern mein gegenwärtiges, ruhiges und von allem Druck freies, persönlich angenehmes Verhältniß auf, doch muß ich ja wohl thun, was Gott will. Wir arbeiten indeß fleißig und werden zu Ostern einen Band deutscher Sagen herausgeben ... Es freut mich recht, daß Sie mit der Edda zufrieden sind; für die folg[enden] Bände haben wir schon viel gethan und der größte Theil des nächsten ist augearbeitet, ich warte aber noch auf einiges aus Dänemark und das verzögert den Druck ... Von politischem Wesen will ich Ihnen nichts schreiben ... Die Constitution, die, wenn sie so ist, wie sie einige wollen gelesen haben, Gutes wirken könnte, soll, wie es heißt hier nur gegeben werden, wenn die Landstände einen Theil der Forderungen bewilligen, wozu sie sich nicht anschicken [23.III.1816] ... Mein lieber Freund Arnim ist krank geworden und hat mir schreiben laßen und dringend bitten zu ihm zu kommen. Er hat eine Brustentzündung gehabt mit heftigem Fieber und auf den Tod gelegen ... die Genesung wird langsam gehen u. da wünscht er, daß ich bei ihm wäre. Wollen Sie mich nun ein Tag oder zwei bei sich aufnehmen? ... Arnims Gut ist Wippersdorf [Wiepersdorf] im Ländchen Bernwalde bei Dahme ... Hätten Sie zufällig Gelegenheit Erkundigung über die Weise, wie man nach Wippersdorf am besten reist, einzuziehen, so wäre das gut für mich [10.V.1816]
... Ich schicke Ihnen hier, wie Sie es wünschten, ein Lied und die Melodie dabei. Brentano hat es, nach der wahren Begebenheit gedichtet und auch die recht paßende Weise dazu componirt. Es gefällt mir gar gut und ist, etwa den zweiten Vers ausgenommen, wo die epigrammatische Spitze und das obgleich biblische, doch zu künstliche Gleichniß nicht recht paßen, auch volksmäßig, allgemein verständlich und eindringlich. Ferner schicke ich Ihnen ein paar Blätter von meinem Bruder Ludwig, die Zwehrner Märchenfrau [d. i. Dorothea Viehmann aus Zwehren, 1755-1815], die sich die Kinder betrachten können und einen charakteristischen Juden, wovon Sie vielleicht die Zeichnung hier schon gesehen haben ... Wir arbeiten nun so fort, mit dem besten Willen und nach unsern Kräften. Gott gebe, daß es etwas Ganzes und Brauchbares zusammen ausmacht. So oft etwas allgemein menschliches darin vorkommt, werde ich mir die Freude machen, es Ihnen zu schicken, von den Vorarbeiten will ich Ihnen aber nicht reden. Göthe habe ich einen Plan zu einer Gesellschaft für altteutsche Literatur, Poesie und Alterthümer zugeschickt, da er mir die Ehre angethan, mir deshalb zu schreiben und sich freundlich und theilnehmend zu zeigen. Ein Hauptstück darin ist zu zeigen, wie gewiße Arbeiten nur gemeinschaftlich vollbracht werden können, im übrigen aber die größte Freiheit herrschen muß ... Der neue Band seines Lebens ist in den Beschreibungen wieder meisterhaft, man meint man könnte überall so herumspatziren gehen ... Könnte ich einen Abend bei Ihnen zubringen, so machte ich Ihnen ... einen Spaß, indem ich Ihnen ein handschriftl[iches] Lustspiel von Brentano auf den Schmalz vorläse. Es heißt der geheime Raht Schnaps u. ist eine Fortsetzung des Göthischen Bürgergenerals; es ist voll Witz und guter Einfälle, gedruckt kann es nicht wohl werden [10.XI.1816]
... Harniers Reise nach Italien war sehr zweifelhaft geworden, da die Han[n]ov[ersche] Gesandtschaft an den Papst durch den Vorschlag Östreichs, gemeinschaftlich mit diesem die kirchl[ichen] Angelegenheiten zu ordnen einen Aufschub erlitten. Es soll eine neue Diöcesan Eintheilung von Deutschl[and] statt finden. Das erzählte mir H. selbst vor zwei Tagen, nun höre ich eben, daß er noch nach Italien zu der Herzogin von Anhalt, die sich in Pisa befindet, u. zwar in ganz kurzem abreisen wird ...".
Am Schluß das Gedicht "Ein Neujahrswunsch": "Ich schau hinaus, vor meinem Fenster thut sichs auf, / die Wolken ziehen fort in stillem Lauf, / das Himmelsauge blicket wieder / blau, unvergänglich, mild auf uns hernieder; / Und neben mir hat sich die Blume aufgethan, / schneeweiß und duftend, schaut zur Sonnenbahn, / und durch die Wintersnächte und die kalten Stunden / hat sich das Leben froh und hell gefunden. / O Gott und Herr, bescheer all deinen Kindern / solch einen Blick in kalten Wintern / und die dich lieben, all den deinen / laß du dein Licht, da wo sie trauern, scheinen." [23.XII.1816]. - Etwas gebräunt; 1 stärker Brief gebräunt, mit erheblichen Randschäden, Tintenflecken und Textverlusten; 5 Briefe mit - von Blatt zu Blatt abnehmenden - Tintenflecken am Rand, mit meist nur geringem Textverlust. - Abgesehen von diesen - mit einer Ausnahme nicht allzu schwerwiegenden - Erhaltungsmängeln eminent gehalt- und geistvolle Briefe des großen Gelehrten.
Grimm, Wilhelm, Bruder Jacob Grimms, Germanist, Sagenforscher, Märchensammler und Editor, Universitätsprofessor, einer der "Göttinger Sieben" (1786-1859). Eigh. Schriftstück m. U. "Prof. Wilhelm Grimm". 1 S. Quer-kl. 8vo. Berlin 31.V.1859.
"Eine Paßcarte für Frl. Auguste Grimm 23 Jahr alt. Tochter von Professor Wilhelm Grimm, in Berlin, Linkstraße 7." Vermutlich Anforderung einer Benutzerkarte für die Berliner Universitätsbibliothek.
Grimm, Wilhelm. Zur Geschichte des Reims. Gelesen in der Königlichen Akademie der Wissenschaften am 7. März 1850. 1 Bl., 193 S. 29 x 23 cm. Pappband d. Z. (fleckig und etwas bestoßen). Berlin und Göttingen 1852.
Erste Ausgabe der Akademieschrift von 1850. "Eine ungeheure Materialsammlung, ... die nicht nur - wie schon des öfteren - ein philologisches Thema zum erstenmal grundlegend abhandelte. ... Die Arbeit kann auch heute noch nicht beiseitegelegt werden. Bemerkenswert, daß sie mit einem kleinen Kapitel 'Gegenwart' endet, das Rückert, Goethe und Platen sinnvoll der ma. Reimkunst gegenüberstellt." (Deneke, S. 194). Der Vorderdeckel mit dem handschriftlichen Vermerk: "Im Auftrage des Herrn Verfassers", auf dem Vorsatz "Otto Abel Bonn 1852. Gesch(enk) des Verf.". Abel war Mitarbeiter der MGH in Berlin und hatte sich 1851 in Bonn habilitiert. - Etwas stockfleckig. Unaufgeschnittenes Exemplar.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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