Artist Index: Gaudy, Franz von


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Los 2332Gaudy, Franz von
Brief an den Verleger Flemming in Glogau. 1835

Auktion 128

Zuschlag
420€ (US$ 483)

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Gaudy, Franz Frhr von, preuß. Offizier, Dichter und Novellist, befreundet mit Chamisso und vielen anderen Schriftstellern (1800-1840). Brief m. U. "Fr. Gaudy". 12/3 S. Doppelblatt mit Adresse und Siegelresten. Gr. 8vo. Schoenborn bei Züllichau 2.IX.1835.
An seinen Verleger Flemming in Glogau. Ausführlich über zwei seiner Werke: den Druck seiner Übersetzung des Buches von G. Wace: "Roman von Rollo und von den Herzögen der Normandie" und über sein Buch "Mein Römerzug". Übersendet ein "Verzeichniß der im Rollo aufgefundenen Druckfehler, und überlasse es Ihnen, obwohl manche recht störende und verdrießliche darunter, ob Sie dieselben anzeigen wollen oder nicht; im erstern Falle bekomme ich wohl die 12 Blätter um sie meinen Exemplaren beigeben zu können. Im Allgemeinen kann ich aber nicht anders als mit der Genauigkeit des Setzers sehr zufrieden zu seyn, denn ich hatte weit ärgere Misgriffe gefürchtet ... Meine hiesige Anwesenheit dehnt sich bis zum 1sten Oct. aus, dann kehre ich nach Berlin zurück, und jede Zuschrift wird mir durch Duncker & Humblot zugestellt werden. Sollte Ihnen eine bedeutende Kritik des Rollo zu Augen kommen, etwa die Menzelsche, so darf ich wohl darauf rechnen, daß Sie mir dieselbe gefälligst mittheilen. - Das besprochene Mspt 'Mein Römerzug' betitelt, wird jetzt um vieles bedeutender ausfallen als ich jüngst intentionirt, und soll keinesweges den ihm ursprüngl. zugedachten Charakter der Skizze tragen. Natürlich kann ich es auch nicht in so kurzer Frist beenden, wie ich es vermeinte ... Vor Briefeschreiben, Verwandten-Besuchen, Erzählen kann ich noch nicht zum Arbeiten kommen, und das genieße ich, denn meine Pläne wachsen mir über den Kopf ...". - Das dreiteilige, umfangreiche Buch 'Mein Römerzug. Federzeichnungen' erschien im folgenden Jahr bei Enslin in Berlin. - Faltenrisse, teils alt restauriert. - Beiliegend ein kurzer, wohl eigenhändiger, flüchtig geschriebener Brief Gaudys (1 S. Doppelblatt mit Adresse. 4to. Wohl Berlin, nach 1833), nur mit "gd" unterzeichnet, an den Buchhändler Reimer in Berlin. - Briefe des interessanten Autors, aus dessen kurzem, abenteuerlichen Leben allein 12 Duelle berichtet werden, kommen sehr selten vor.

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Los 2514Gaudy, Franz von
Signiertes Gedichtmanuskript

Auktion 127

Zuschlag
200€ (US$ 230)

Details

Gaudy, Franz Frhr von, preuß. Offizier, Dichter und Novellist, befreundet mit Chamisso und vielen anderen Schriftstellern (1800-1840). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Franz Freiherr Gaudy". 5 S. auf 2 Bl. 12mo. 10,3 x 8,5 cm. O. O. (wohl um 1837).
"Sarmatische Monologe". 16 Strophen zu je 4 Zeilen. Scherzgedicht, in dem der Autor am Fenster vergeblich auf die angebetete Dame wartet, so dass ihm der "Versucher" zum Trost ein Viertel frisch eingetroffenen Ungarweins empfiehlt. "An dem Fenster sitzt der Dichter, / saugend an der Pfeifenspitze ...". Am Schluß heißt es: "... Aber nein! ich meide glücklich / Des Versuchers list'ge Schlingen; / Und zum Lohn der Tugend laß ich - / Eine ganze Flasche bringen."

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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